Warum Jesus und kei...
 
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Warum Jesus und kein Anderer? Was ist Euch begegnet oder hat Euch überzeugt?

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Wie die Überschrift schon sagt, würde ich hier gerne mal sammeln,
was einzelne User mit Jesus erlebt haben.
Was wurde für Euch in Eurem Leben wichtig mit Jesus?
Wie habt Ihr ihn kennengelernt?
Wodurch seid Ihr überzeugt davon, dass es Ihn gibt?
Oder lebt Ihr eher in der Ungewissheit mit der Hoffnung, es möge stimmen?
"Im Zweifel lieber glauben"?

Oder gibt es einschneidende oder öftere Momente, die Euch klar gezeigt haben, dass es ihn gibt?

Also nicht "nur" WIE Ihr IHN kennengelernt habt, sonder auch warum Ihr immer noch glaubt oder besser gesagt wißt, dass ER da ist.

Liebe Grüße
Karibu

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61 Antworten
klappstool
Beiträge : 422

Warum Jesus und kein Anderer?

Die Frage ist schwer zu beantworten.
Weil ich in eine Jesus-gläubige Familie geboren wurde. Wäre ich in einer anderen Kultur, in einer anderen Familie mit anderem Glauben geboren worden, wäre es möglicherweise ein anderer Glaube. Aber dann wäre ich auch nicht ich. Zudem glaube ich, dass Gott mich gewollt hat. Er war immer da, selbst wenn ich ihn nicht sehen konnte oder wollte. Das aber ist mir erst hinterher aufgefallen.
Als ich älter wurde gab es ein paar nicht logisch zu erklärende Dinge in meinem Leben von denen ich sagen würde, sie haben meinen Glauben an ihn bestärkt. In meinem ganzen Leben fühlte es sich an, als sei er "eben da".

Ich glaube, die Frage empfinde ich deswegen so schwer zu beantworten, weil man mich auch Fragen könnte "Warum deine leiblichen Eltern? Warum gerade die?" Das lässt sich nicht beantworten.

Veröffentlicht von: @karibu20

"Im Zweifel lieber glauben"?

Das würde ich nicht bewusst so entscheiden. Ich hab das Gefühl, ich kann mich gar nicht gegen ihn entscheiden. Vielmehr möchte ich es so beschreiben, dass ich, wenn ich Zweifel in bestimmten Situationen oder gar Zeiträumen hatte ich mir gesagt habe "ich verstehs halt nicht, was solls ..." Und Zweifel haben auch nie an der Existenz Gottes in meinem Leben gerüttelt. Und auch dafür kann ich nichts. 😊

klappstool antworten
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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Du
und danke für Dein Teilen.
Habe ich das richtig verstanden, dass Du es als Folge Deiner Kultur und Deines Umfeldes siehst?
Da frage ich noch mal anders nach: Meinst Du, Du hättest IHN auch kennengelernt (auserwählt oder so?), wenn die Kultur eine andere wäre und das Elternhaus auch?
Fühlst Du Dich von Jesus direkt angesprochen und gemeint?
In persönlicher Beziehung?

Sorry, wenn ich so direkt nachfrage, und das musst Du selbstverständlich nicht so konkret beantworten, ich versuche nur dahinter zu kommen, was Manche am Glauben festhalten lässt und andere (scheinbar oder als Selbstzeugnis auch hier bei jesus.de) nicht.

Eine Begegnung mit IHM persönlich, oder Erlebnisse die einem zeigten, ER ist da.

Egal ob Stimme, visionäres Sehen, eine Hand sichtbar sehen (ohne Angst, als Trost und Zuspruch), ein Gefühl dass einem einer auf die Schulter klopft, ein Mensch bei dem man hinterher das Gefühl hatte, das war eher ein Engel oder "zumindest" hat ihn Gott berührt und geleitet das zu tun, usw.
(Habe ich nicht alles selber erlebt, nur einige Berichte anderer zusammengetragen).

Oder wieso man Jesus für das einzige Heil hält.
Tradition, Begegnung, Überzeugung weil man die Bibel für wahr hält und alle Anderen daher den Weg nicht haben können (Andersdenkende wenn sie nicht an Jesus als einzigen Messias glauben und anderen Göttern dienen).

Bei den Eltern ist es einfacher, auch wenn ich keinen Gentest gemacht habe. Die sehe ich, als Kind + Jugendliche + junge Frau jeden Tag zu Hause, da weiß ich doch wer sie sind.
Das kann mir keiner anzweifeln "oh, vielleicht sind das da drüben ja Deine Eltern?".
Nö, ich kenne meine Eltern.
Wie gesagt, außer einem Gentest, der den letzten Rest der Möglichkeit dass es gar nicht stimmt, ausschließt, natürlich.
Dann wäre es kein Glauben, kein "Wissen dass das meine Eltern sind, nur weil ich sie mein Leben lang Mama und Papa nenne und bei Ihnen aufgewachsen bin. Ich bin auch heute noch fest davon überzeugt, dass sie meine Eltern sind.

Liebe Grüße
Karibu

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klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 422

Moin Karibu,

Veröffentlicht von: @karibu20

Habe ich das richtig verstanden, dass Du es als Folge Deiner Kultur und Deines Umfeldes siehst?

Ja. Aber ich schrieb auch im nächsten Satz, dass ich glaube, dass ich gewollt bin. Dass ich gewollt bin. In einer anderen Kultur hätte ich nicht geboren worden sein können, denn dann wäre ich ja nicht ich. 😊 Aber wir sehen ja, wie Gott auch Menschen in anderen Kulturen erreicht, insofern wissen wir, dass er an allen Menschen nicht nur interessiert ist, sondern sie liebt und sie will.

Veröffentlicht von: @karibu20

Fühlst Du Dich von Jesus direkt angesprochen und gemeint?
In persönlicher Beziehung?

Ja. Ich hatte gehofft, dass das aus meinem Text hervorging :

<blockquote data-userid="0" data-postid="134600" data-mention="ich]Zudem glaube ich, dass Gott mich gewollt hat.

[quote=karibu20">

Veröffentlicht von: @ichzudem-glaube-ich-dass-gott-mich-gewollt-hat-quotekaribu20

Eine Begegnung mit IHM persönlich, oder Erlebnisse die einem zeigten, ER ist da.

Das war das, was ich mit "nicht logisch zu erklärende Dinge" meinte. Ich habe diesmal absichtlich auf die Bezeichnung "Wunder" verzichtet, da das Wort bei jedem unterschiedliche Bilder hervorruft.

Veröffentlicht von: @karibu20

Oder wieso man Jesus für das einzige Heil hält.
Tradition, Begegnung, Überzeugung

Ich würde es "Erfahrung" nennen. Gott hat sich als existent und liebend erwiesen, als begleitend und fürsorglich.

weil man die Bibel für wahr hält und alle Anderen daher den Weg nicht haben können (Andersdenkende wenn sie nicht an Jesus als einzigen Messias glauben und anderen Göttern dienen).

Die Bibel ist -für mich- ein Handbuch. Sie kann eine Betriebsanleitung für das Leben sein, ein Hilfe- und Trostbuch. Und auch ein Übersetzungsbuch, wenn wir Gottes Reden zu uns nicht verstehen. Sie ist nicht notwendig, um von Gott geliebt zu sein, kann aber dabei helfen, ihn und seine Liebe zu verstehen. Für manche ist sie das erste Zeugnis seiner Existenz.

Veröffentlicht von: @karibu20

Bei den Eltern ist es einfacher, auch wenn ich keinen Gentest gemacht habe. Die sehe ich, als Kind + Jugendliche + junge Frau jeden Tag zu Hause, da weiß ich doch wer sie sind.
Das kann mir keiner anzweifeln "oh, vielleicht sind das da drüben ja Deine Eltern?".
Dann drücke ich es so aus: Es ist für mich genauso einfach zu sagen, dass Gott existiert und ich sein bin, wie es für mich ist, dass meine Eltern meine Eltern sind. Nur ab da wrds eben schwierig: Bei den Eltern ist ja noch ein logisch zu erklärender biologischer Akt vorausgegangen, während ich bei Gott nicht sagen kann, was die Ursache war, dass er mich wollte. Und ganz ehrlich: Ich muss das auch nicht wissen. Das alles fällt bei mir unter die Kategorie

"ich verstehs halt nicht, was solls ..."

😊

Nachtrag vom 02.12.2019 1200
Beim letzten Absatz hab ich die Markierung irgendwie verramscht Ich hoffe, du findest trotzdem durch. 😀

klappstool antworten


Anonymous
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Hi,

Veröffentlicht von: @karibu20

Wodurch seid Ihr überzeugt davon, dass es Ihn gibt?

durch den Heiligen Geist.

Max

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Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @meriadoc

Wodurch seid Ihr überzeugt davon, dass es Ihn gibt?

Veröffentlicht von: @meriadoc

durch den Heiligen Geist.

Heißt das, Du kannst ihn hören?
Er sagt Dir direkt ins Ohr "ich bin da"? Oder eher "Jesus ist da"?
Oder meinst Du es sinnbildlich, weil er das ist hat er Dir die Überzeugung geschenkt?
Wenn jemand sagt "ich habe an Jesus geglaubt, bin glaubensgetauft, aber heute glaube ich nicht mehr und lebe nicht mehr mit IHM!"
lüft er dann? Oder hat er nie den Heiligen Geist gehabt?
Oder hat er ihn und denkt nur, dass er nicht mehr an Jesus glaubt und daher auch nicht zu IHM gehört?

Die Überzeugung, dass Jesus da ist?
Wie hat der Heilige Geist sie Dir gegeben?
Durch ein starkes Gefühl, eine direkte Begegnung mit IHM (wie im Beitrag an klaapstool, fühlbare Berührung oder visuelle oder hörbare Eindrücke)?

Magst Du da ein bißchen mehr berichten?

Liebe Grüße
Karibu

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich glaub, du unterschätzt die Kraft des Heiligen Geistes sehr.

In meiner Wohnung, kurz vor meiner Umkehr, spürte ich IHN. Ich kann es dir nicht beschreiben. Jedenfalls war da ein unsagbarer Friede, eine Kraft,.....

ER war da.

Und ja, er spricht auch.

Max

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @meriadoc

Ich glaub, du unterschätzt die Kraft des Heiligen Geistes sehr.

ICH?
Warum, weil ich frage?
Weil ich nicht weiß, warum manche weiterhin glauben und gestärkt aus Krisen hervorgehen, andere nur rumkrebsen und wieder andere dem Glauben und nach ihren eigenen Aussagen den Rücken kehren?
Und/oder weil ich es daher für möglich halte, dass nicht alle den Heiligen Geist so unmittelbar (oder wie ich nicht immer) erleben können/ dürfen/sollen?

Nachtrag vom 02.12.2019 1231
"nach ihren eigenen Aussagen JESUS den Rücken kehren"
sollte es heißen

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hi,

den heiligen Geist sollten alle haben. Das ist meine Meinung.

Wer meint, ihn nicht zu haben, der solle darum bitten.

VG

Max

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Deborah71
Beiträge : 17803
Veröffentlicht von: @karibu20

Wie habt Ihr ihn kennengelernt?

Beim Bibellesen im Johannesevangelium, Kapitel 19, zur Kreuzigung... da sprach mich Jesus im Inneren an: Das bin ich.

Veröffentlicht von: @karibu20

Wodurch seid Ihr überzeugt davon, dass es Ihn gibt?

Weil ER in mir den Glauben gewirkt hat und weil er immer wieder sich in meinem Leben erwiesen hat durch direkte Ansprache in mein Herz und die nachfolgenden Wirkungen.

Veröffentlicht von: @karibu20

Oder gibt es einschneidende oder öftere Momente, die Euch klar gezeigt haben, dass es ihn gibt?

[del]oder[/del].. auch... immer wieder.... was nur natürlich ist, bei einer lebendigen Beziehung.
a) direktes Erleben
b) indirekt durch Versuche, mich von Ihm wegzuziehen, ja sogar mir den Glauben abzusprechen

Du hättest sicher gerne auch Wirkbeispiele gelesen, denke ich.

Ziemlich am Anfang der Beziehung mit Jesus hatte ich mir auf der Arbeit eine Lungenentzündung eingefangen und lag krank und es wollte nicht wirklich besser werden.
Dann sprach mich "jemand" an. So direkt hatte ich das nach der Bekehrung bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erlebt. "Jemand" sagte in meine Gedanken: "Lies einen Psalm."
Zweimal drängte ich diesen starken Gedanken weg.... und beim dritten Mal gab ich dann nach.... konnte ja nicht schaden..
Damals wusste ich schon, dass die Psalmen in der Mitte der kleinen Senfkornbibel standen... also mittig aufgeschlagen und da landete ich bei Psalm 118. Ich fing an zu lesen... und aus Vers 17 kam dann Kraft in mich, als ich las.. Du wirst nicht sterben, sondern leben und die Taten Jahs verkündigen.
Ab da wurde es sehr schnell wieder gut mit mir.

Dann habe ich viel erlebt mit der heilenden und befreienden Kraft der Vergebung...
..ermutigende Korrektur direkt aus der Schrift mit persönlicher Ansprache..
..direkte Gebetsaufträge ...
..irgendwie tut sich mehr oder weniger ständig was, das von Jesus ausgeht seit dem Beginn vor ca 34 Jahren...

lg
Deborah71

deborah71 antworten
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Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke dafür.
Manches kam mir bekannt vor (dass Du es schon mal berichtet hast), z.b. das Johannes-Evangelium, das mir im Alter von 13 oder 14 Jahren auch so wichtig wurde. Auch mir wurde da bewusst "DAS ist Jesus".

Im Nachhinein denke ich, das war der Beginn, auch wenn davor schon Einiges war und danach Vieles, aber das war der Meilenstein.

Direktes Erleben kenne ich auch.

Dazu vielleicht später mehr, aber Manches hatte ich ja auch schon geschrieben bei jesus.de, wenn auch in anderen Threads.

Ich habe mich halt nur gefragt, wie das wohl bei anderen so ist, ob und welche Erlebnisse sie auch kennen.

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17803
Veröffentlicht von: @karibu20

Danke dafür.
Manches kam mir bekannt vor (dass Du es schon mal berichtet hast), z.b. das Johannes-Evangelium, das mir im Alter von 13 oder 14 Jahren auch so wichtig wurde. Auch mir wurde da bewusst "DAS ist Jesus".

Gerne. Ja, das Anfangszeugnis habe ich schon mehrfach gespostet, wenn danach gefragt wurde. Mal mehr mal weniger ausführlich.
Auch die Ansprache bei der Lungenentzündung. Jesus ist immer wieder erstaunlich und erstaunlich kreativ.

Veröffentlicht von: @karibu20

Ich habe mich halt nur gefragt, wie das wohl bei anderen so ist, ob und welche Erlebnisse sie auch kennen.

Die Fragen sind gut... Jesus begegnet Menschen sehr unterschiedlich, so wie es für sie eben gut ist.

deborah71 antworten


Anonymous
 Anonymous
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Wohin sonst sollten wir gehen?

Ich habe bislang keinen anderen Weg mit derart großen Verheißungen kennengelernt.

Anonymous antworten
Anonymous
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Ich hatte mich an der Enge der DDR und noch mehr an der Sinnlosigkeit des Lebens wundgescheuert, und dachte folgerichtig schon ernsthaft an Selbstmord. In dieser Zeit lud mich eine gläubige Kollegin in eine "Jugendwoche" mit Theo Lehmann ein - ein Jugendprediger, von dem man eigentlich nur wissen muß, daß ihm die Stasi die Ausreise angeboten hatte.

Er sprach zuerst von Dingen, die mich aus meinem Frust und meiner Deprimiertheit abholten, und sagte dann Worte, die - wie er mir später verriet - so nicht in seinem Predigtmanuskript standen: "Vielleicht sitzt hier einer, der will sich aus der Welt räumen: Dann schmeiß die Tabletten dahin, wo sie hingehören, nämlich ins Klo, und geh du dahin, wo du hingehörst, nämlich zu Gott!"

Das war für mich zwar keine Lösung, denn als aufgeklärter Mensch "wußte" ich, daß es Gott nicht gab. (Theo Lehmann war Pfarrer, es war nun mal sein Job, so von Gott zu sprechen, als gäbe es ihn.) Dennoch schlug es bei mir voll ein. Eigentlich wollte ich ja am nächsten Abend "Dallas" sehen, aber das hier war irgendwie ... sinnvoll, und sogar ... angenehm, auch wenn die Leute hier alle einen Sprung in der Schüssel hatten, von wegen Singen und Beten und so...

Wenige Tage später, nachts an einer einsamen Bushaltestelle auf dem Rückweg von der Jugendwoche, platzte dieser Gott, den es bekanntlich nicht gab, quicklebendig in mein Leben. Seine Botschaft an mich lautete: "Ich will, daß du lebst." Ich habe keine Stimme gehört, oder so was, aber der für mein damaliges Denken so inkompatible Gedanke war da, als hätte ihn mir jemand gesagt. Mir war klar, daß das von Gott kam, und es Gott demnach wohl doch geben müsse.

Und nach dieser verstandesmäßigen Erkenntnis geschahen zwei unverständliche Dinge: Mich erfüllte ein unbeschreiblicher Friede. Eben dieser Friede, von dem es heißt, daß er "unser Verstehen übersteigt", also mit dem Verstand nicht zu fassen ist. Das war so frappierend, so berührend und so überzeugend, daß es mich bis heute trägt. Und das andere: Das Leben fühlte sich plötzlich auf rätselhafte Weise sinnvoll an, auch wenn ich mir nicht erklären konnte, warum.

Ich wußte nicht, worauf ich mich einließ, als ich dann am letzten Tag der Jugendwoche nach vorn ging und diese peinliche Show mit dem Übergabegebet mitmachte. Doch in der Unfreiheit der DDR eine Freiheit nach oben zu haben, später getragen zu sein in den Wirren der Nachwendezeit, als in der DDR alle gewachsenen und gewohnten Strukturen (samt Arbeitsplatz) plötzlich kaputt gingen, das war unglaublich schön. Ich habe die Entscheidung, denselben "Sprung in der Schüssel" wie die Leute in der Jugendwoche haben zu wollen, nie bereut.

Bei mir war es also ein einschneidender Moment. Dennoch kommen natürlich Anfechtungen, Zweifel oder Unfrieden. Ich verstehe oft nicht, was Gott tut, oder warum mir allerlei Unannehmlichkeiten widerfahren. Manchmal scheint Gott unendlich weit weg. Doch unter all der Unruhe liegt immer noch wie ein tragendes Fundament dieser Friede und dieses Sinngefühl. Und diese Glaubensgewißheit, die ich verstandesmäßig nicht erfassen kann: "Der Geist Gottes gibt Zeugnis meinem Geist..."

Warum Jesus, fragst Du. In der DDR war das einfach, es ging um die Entscheidung zwischen Marxismus oder Christentum. Und der Marxismus war nun mal nix. Heute höre ich von Christen aus dem Westen oft, welche geistlichen Odysseen sie hinter sich gebracht haben, bis sie bei Jesus gelandet sind und inneren Frieden gefunden haben. Mich beeindrucken auch die Geschichten aus dem islamischen Raum, wo Menschen, denen Jesus im Traum begegnet ist, sogar bereit sind, für ihren neuen Glauben den Ausschluß aus der Familie oder der Dorfgemeinschft auf sich zu nehmen, oder sogar Verfolgung oder den Tod. Ich denke, die anfängliche Richtung der Suchbewegung ist oft kulturell beeinflußt, aber wirklich zur Ruhe kommt sie wohl erst bei Jesus.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Hallo Joseph!

Mir hat schon lange hier kein Beitrag mehr so viel Freude gemacht wie deiner. Hab Dank von Herzen!

Ich stamme auch aus der DDR, bin allerdings in der Familie mit dem Glauben aufgewachsen. Und Theo Lehmann - na klar, den kenne ich. (aber du hast so was von recht mit "peinlicher Show", ich fühle mich gerade ertappt 😀 Damals habe ich nicht sehr positiv über ihn gedacht... ) Gott sei Dank für Theo Lehmann!

und Gott sei Dank für dein Zeugnis!

Ich hab da mal 2 Fragen:
1. An welchem Ort kann man deine Coaching-Dienste in Anspruch nehmen? Ist das Hamburg?

2. Wärest du bereit, mit mir für eine Person zu beten, bei der Gott immer wieder anklopft, die mir sehr am Herzen liegt, und die, wie wir, "aus dem Osten" ist?
Darf ich dir dazu vielleicht eine persönliche Nachricht in dein Postfach schicken?

Danke!

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke schön! 😊

Damals schien mir das Übergabegebet so etwas wie ein Jugendweihegelöbnis oder eine Vereidigung bei der Armee zu sein. Danach würde man in die hinteren Räume gebeten, müßte was unterschreiben oder bezahlen, und dann wäre man "in der Kirche". So dachte ich, ahnungslos, wie ich war. Und war verblüfft, als hinterher nichts "Offizielles" geschah, sondern viele Leute erstaunt und erfreut auf mich zukamen und mich als ihren Bruder im Herrn willkommen hießen. Ich war an dem Abend nämlich der einzige, der da vorn stand. Puuuh...

Die Predigt, die Theo Lehmann am ersten Abend hielt, hieß: "Zerbrochene Spiegel gesucht." Und ich war so ein zerbrochener Spiegel...

Zu Deinen Fragen: Schreib gern eine PN. Was das Coaching betrifft, möchte ich hier keine (unerwünschte?) Werbung machen.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @joseph

mit Theo Lehmann ein - ein Jugendprediger, von dem man eigentlich nur wissen muß, daß ihm die Stasi die Ausreise angeboten hatte.

Theo Lehmann?
Den habe ich auch als "Wessi" live erleben dürfen, und zwar beim Christival '88. Unvergessen seine Art in seinen Reden.
"Heute ist miese Stimmung in der Hölle, weil wir nämlich heute über die Auferstehung reden" 😀😀😀
(Theologisch bestimmt "anfechtbar" 🙄 aber jeder wusste was er meinte!).

Wunderbar, wie Du in Deinem Leben Gottes Nähe und Wirken so direkt gespürt hast, danke für Dein Teilen!

Veröffentlicht von: @joseph

. Ich denke, die anfängliche Richtung der Suchbewegung ist oft kulturell beeinflußt, aber wirklich zur Ruhe kommt sie wohl erst bei Jesus.

Das ist ein interessanter Gedanke, zumal bei uns sich ja einige (Deutsche) bewusst dem Islam oder dem Buddhismus zugewendet haben. Ob ihr Weg da wohl auch noch weiter gehen und diese Ruhe, die Du beschreibst, finden darf?

Anonymous antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @karibu20

"Heute ist miese Stimmung in der Hölle, weil wir nämlich heute über die Auferstehung reden" 😀😀😀

Ja, so war er. 😊

Ich wußte gar nicht, daß er auch rüber durfte. Und dann vor allem wieder zurück.

Veröffentlicht von: @karibu20

Das ist ein interessanter Gedanke, zumal bei uns sich ja einige (Deutsche) bewusst dem Islam oder dem Buddhismus zugewendet haben. Ob ihr Weg da wohl auch noch weiter gehen und diese Ruhe, die Du beschreibst, finden darf?

Es ist zu hoffen.

Daß sich Menschen aus unserer Kultur exotischen Religionen zuwenden, hat sicher mit dem wenig attraktiven Erscheinungsbild der Kirche zu tun. Unter Verfolgung ist sie stark und wächst, aber wenn es nicht wirklich um etwas geht, dann wird sie schwach und schrumpft.

In der DDR ging es sehr wohl um etwas, wenn man sich zu Jesus bekannte, und ich bin unendlich dankbar dafür, diese Erfahrung gemacht zu haben. Vermutlich gab es spätestens seit meiner Taufe eine Stasi-Akte über mich. Die Taufe ist ja - so hieß es jedenfalls bei Baptistens - das Bekenntnis des Glaubens "vor der sichtbaren und der unsichtbaren Welt". Ich habe das damals für mich übersetzt mit: "Vor der Gemeinde und vor der Stasi."

(Unser Pastor hat nach der Wende gesagt, daß er sich sicher war, daß es auch in unserer Gemeinde Stasi-Spitzel gab. Sie haben ihre Rolle allerdings so gut gespielt, daß er nie herausgefunden hat, wer es war.)

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Anonymous
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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Das mit den Stasi-Spitzeln klingt gruselig, man hat sich dann damals doch wirklich nie richtig sicher fühlen können?

Theo Lehmann, der hat auch Bücher geschrieben wie "Ich wollt', ich wär ein Teppich, dann könnt' ich jeden Morgen liegen bleiben."
Unvergessen von den Ansprachen damals auf dem Christival die eine, wo er lauthals deklarierte - als er über Weihnachten sprach -:
"Nicht "holder Knabe", nicht "lockiges Haar", nein - die Windel war's!"
(Erkennungszeichen für die Hirten, die Jesus suchten und besuchten
"ihr werdet ......finden das Kind in Windeln gewickelt").

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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @karibu20

Das mit den Stasi-Spitzeln klingt gruselig, man hat sich dann damals doch wirklich nie richtig sicher fühlen können?

Man wußte damals zwar, daß es "die Firma" gab, aber nicht, wie "feingranular" das System war. Man hat eben nicht jedem alles gesagt, was man dachte. Aber es gab auch den Kreis von Leuten, denen man vertraute. Ob zu Recht, das stellte sich oft erst durch Einsicht in die Stasiakte heraus.

Ich habe aber auf Einsicht verzichtet, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Wenn ich weiß, wen man auf mich angesetzt hat, aber er weiß nicht, daß ich es weiß ... also, ich wüßte nicht, wie ich mit solch einer Situation umgehen sollte. Wenn mir es jemand beichtet, dann kann ich es vergeben. Das ist eine klare Sache. Ansonsten möge es verborgen ruhen, bis Gott selbst es enthüllt.

Theo Lehmann berichtet davon, wie groß seine Enttäuschung war, als er aus seiner Akte erfuhr, daß man seinen besten Freund auf ihn angesetzt hatte...

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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @joseph

Theo Lehmann berichtet davon, wie groß seine Enttäuschung war, als er aus seiner Akte erfuhr, daß man seinen besten Freund auf ihn angesetzt hatte...

Ich sag' ja, gruselig.
Wenn ich mir das vorstelle - wie traurig da enttäuschend muss das für ihn gewesen sein, obwohl wenn das ganze System so ist, vielleicht ist man dann "verständnisvoller"? Ansonsten ist das eine sehr große Vergebungsprobe gewesen, denke ich mal.
Aber selbst wenn man bereit sein möchte zu vergeben und es im Gehorsam Gott gegenüber tut, und das System unwiederholbar (hoff) tot ist, was das für ein Vertrauensverlust bedeutet.
Da hast Du Recht, dann lieber gar nicht in die Akte schauen, aber das muss man ja auch erstmal aushalten, die (quälende?) Ungewissheit die Manche dabei dann vielleicht empfinden.

Dieses traurige Kapitel Deutschlands zieht noch lange seine Spuren, fürchte ich.

lG
Karibu

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Ich hoffe auch, daß das System unwiederholbar tot ist. Aber wenn ich sehe, welch gigantischen Überwachungsapparat die Chinesen gerade mit digitaler Technik aufbauen, hält sich meine Hoffnung leider in Grenzen. Bei uns ist das Ringen um Datenschutz und dergleichen ja gerade in vollem Gang, doch es geschieht nicht besonders klug...

Und ja, ich denke auch, die Spuren der Vergangenheit werden uns noch lange beschäftigen. Das hat sogar die Politik gerade zum 30. Jahrestag des Mauerfalls eingeräumt. Uns halten ja auch immer noch die Spuren von 33-45 beschäftigt. Es geht offenbar wirklich bis "in die dritte oder vierte Generation" (2. Mo. 20,5).

Veröffentlicht von: @karibu20

dann lieber gar nicht in die Akte schauen, aber das muss man ja auch erstmal aushalten, die (quälende?) Ungewissheit die Manche dabei dann vielleicht empfinden.

Oh ja, die Neugier ist da, und sie verstärkt sich jedes Mal neu, wenn mal wieder was in den Nachrichten über die Stasiunterlagen kommt. Aber verstandesmäßig bin ich immer wieder ziemlich schnell zum Schluß gekommen, es ruhen zu lassen: Es würde eine (vielleicht sehr detailreiche) Begegnung mit meinem früheren Ich sein. Aber in der Zwischenzeit habe ich mich weiterentwickelt. Ich bin nicht mehr der, der ich früher war. Und ich will mich auch nicht dahin zurückziehen lassen. Nicht von Stasiunterlagen. Das lasse ich lieber Gott tun, falls er da noch irgendetwas bereinigen will.

Letzten Endes bestärkt mich auch Paulus darin: "Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist." Was aber nicht ausschließt, das Gute von "dahinten" zu bewahren, zu bezeugen und dankbar dafür zu sein.

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Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Wer Gott folgt, riskiert seine Träume...
Mal noch einen Gruß für dich.
Ein Lied, was mir damals nicht gefiel - und was ich auch heute noch für eine Überforderung derjenigen halte, die da glauben sollen...

Aber ich bin heute berührt davon, weil ich begreife, dass Theo Lehmann damals schon so genau wusste, was er denen zumutete, die da vor ihm saßen: Es ist ja wortwörtlich so gewesen, dass der, der in der DDR (oder in einem anderen Land, das Christen verfolgt), sich zu Jesus bekennt - seine Träume riskiert. Weil ihm dieses Land, angefangen von Beruf und Entfaltung bis zu vielen anderen Dingen, sehr sehr viel verweigern wird (in arabischen Ländern vielleicht sogar das Leben, die Gesundheit, die Eheschließung).

Ich bin gerade sehr berührt davon, dass mir klar wird, wie klar es auch Theo Lehmann war - und was er da tut - was er denen, die ihm zuhören, da zumutet.

Und er tut es trotzdem! Wie sehr muss er selbst davon überzeugt (gewesen) sein, er lebt ja noch - dass er diese Verantwortung auf sich nahm - und es trotzdem tat!

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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der Link:
https://www.youtube.com/watch?v=MfL-8rt6N3Y

Jesus.de "hing" gerade, und ich wollte nicht alles noch mal schreiben.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Danke für den musikalischen Gruß!

Veröffentlicht von: @polyglott

Aber ich bin heute berührt davon, weil ich begreife, dass Theo Lehmann damals schon so genau wusste, was er denen zumutete, die da vor ihm saßen:

Das wußte er ganz sicher. Er hatte ja selbst große Opfer zu bringen. Man hat ihm in der DDR ziemlich zugesetzt. Ich denke, das war mit ein Grund für seine enorme Klarheit und Eindringlichkeit in der Predigt.

Anonymous antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12619

*lächelndeinTränchenwegdrück* ❤

Vielen Dank für Deine Geschichte.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

*lächelndeinTränchenwegdrück* ❤

Wie schön... danke! 😊

Anonymous antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12619

Sie erinnert mich an meine ... (Geschichte) ... sie verlief ähnlich ... und war doch ganz anders ... ist Gott nicht großartig, wie er das hinkriegt? *lächel*

neubaugoere antworten


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