Was zeichnet den / ...
 
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Was zeichnet den / die Gläubigen / e aus ?

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Praktiker
Themenstarter
Beiträge : 706

Hallo 

Was sollte unser Job sein ? Das die Menschen durch uns erkennen wer Gott / Jesus ist . Das erscheint irgendwie schwierig . 

Dann las ich die Geschichte Abrahams . Als ich las , das die Menschen gemerkt / gesehen haben das Gott mit / bei ihm war kam mir die Idee , das das eigentlich die beste "Reklame" für Gott ist . Das heißt nicht , das wir nicht mehr mit anderen über Jesus reden sollen . Ganz im Gegenteil .

Jesus hat uns als Salz der Welt gewünscht . Ebenso soll soll die Welt uns an unseren Früchten erkennen . Das die Menschen erkennen können , das es da einen Unterschied gibt . Das ist zumindest sein Plan . 

Die Frage ist jetzt , warum gerade bei Abraham die Leute gemerkt haben das Gott bei ihm war . Es gab ja keine Feuersäule oder einen brennenden Busch . Warum also ?

Gruß

Praktiker

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Goldapfel
Beiträge : 2013

@praktiker 

Die Frage ist jetzt , warum gerade bei Abraham die Leute gemerkt haben das Gott bei ihm war . Es gab ja keine Feuersäule oder einen brennenden Busch . Warum also ?

Interessante Frage. Vor allem, da Abram (damals noch) seine Frau als seine Schwester ausgibt und wenn Gott dem Pharao nicht ein Warnsignal gegeben hätte...

Eigentlich ziemlich krass und doch wohl eher nicht aus dem Vertrauen auf Gottes Schutz nach dem gehandelt, was 'recht' war. Oder?

Irgendwie hat Gottes Segen auf Abram gelegen. Gott muss mehr in Abram gesehen haben. Seine Möglichkeiten, was Abrams Vertrauen, ihre Beziehung anbelangt.

goldapfel antworten
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Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 706

@goldapfel Ist ja nicht gerade gentleman like seine Frau zu "verkaufen" . Genauso wie David mit der Frau eines anderen geschlafen hat und den dann indirekt ermordet hat . Tja . So hat jeder seine Schwächen . Sogar Petrus als er Jesus 3 mal verraten hat oder Paulus , der vorher Christen getötet hat . Vielleicht hängen wir zu sehr am Negativen , das sticht auch mehr hervor . Das Gesamtbild zu sehen ist nicht so einfach .

Meine Theorie , warum die Menschen gesehen haben , das Gott mit Abraham war ist folgende . Er hat auf Gottes Stimme gehört , sprich danach gefragt und getan . Ich habe noch nicht erlebt , das Gott sich mir seinen Willen aufzwängt . Deshalb hat Jesus ja gesagt : " Nehmt auf euch mein Joch ..." Ich muß also Gott meine Bereitschaft zeigen und nach seiner Führung suchen . Ich denke  das das Abraham sein Leben lang getan hat . Einmal sagt einer im NT : " Welche Ehre habe ich ? Ich habe NUR das getan , was Jesus mir gezeigt hat ...." 

Besonders im AT , im NT sticht das nicht so krass hervor , kann man sehr gut erkennen was die Konsequenz von Gehorsam und Ungehorsam gegenüber Gott war . Das betrifft in erster Linie seinen "Augapfel" , die Israeliten . In der Zeit Davids , der Gott gehorsam war , ging es mit Israel bergauf . Mit wenigen Außnahmen ging es danach mehr oder weniger mit Israel den Berg runter .

Bis Gott Israel endgültig zerstreute . Das zeigt also ganz deutlich das ihr Verhalten zu Gott ganz eindeutig mit ihrem Befinden zu tun hatte .

Frage ist jetzt . Trifft das heute noch genauso zu ?

Eine Stelle beschäftigt mich immer wieder . Als der Eigentümer des Weinbergs in den Weinberg zurückkam und "not amused" war über das was er sah , und den Pächtern den Weinberg wegnahm und ihn anderen gab .

Gruß

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holscha
(@holscha)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

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@praktiker 

Eine Stelle beschäftigt mich immer wieder . Als der Eigentümer des Weinbergs in den Weinberg zurückkam und "not amused" war über das was er sah , und den Pächtern den Weinberg wegnahm und ihn anderen gab .

Das wäre dann die Wertung des Christentums als "Neuer Bund" im Gegensatz zum "Alten Bund"?

(oder als notwendiger Zweiter zum vergangenen Ersten)

 

Denn jeder Hohepriester wird dazu bestellt, sowohl Gaben als auch Schlachtopfer darzubringen; daher ist es notwendig, dass auch dieser etwas hat, was er darbringt. Wenn er nun auf der Erde wäre, so wäre er nicht einmal Priester, weil solche da sind, die nach dem Gesetz die Gaben darbringen (die dem Abbild und Schatten der himmlischen Dinge dienen, wie Mose eine göttliche Weisung empfing, als er im Begriff war, die Hütte aufzurichten; denn „sieh zu“, spricht er, „dass du alles nach dem Muster machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist“). Jetzt aber hat er einen vorzüglicheren Dienst erlangt, insofern er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der aufgrund besserer Verheißungen gestiftet ist.

Denn wenn jener erste Bund untadelig wäre, so wäre kein Raum gesucht worden für einen zweiten.[Heb 8,3-7]

holscha antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 706

@holscha Der neue Bund . Ein Bund ist nie etwas einseitiges sondern fordert von beiden Seiten die Einhaltung der Bundestreue . Das Verhalten untereinander hängt von der Einhaltung der vorgegeben Richtlinien ab .

Der Eigner des Weinbergs forderte nur diese Vorgaben ein . Wie es aussah kamen die Pächter des Weinbergs dieser Bündnisvereinbarung nicht nach . Da hilft selbst ein Mittler nichts mehr vor den Konsequenzen . 

Gruß

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Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

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@praktiker 

Abram hat damals wohl doch erst nur eingeschränkt vertraut und gefragt. Sonst kann ich mir nicht vorstellen, dass er Sara und auch den Pharao in diese Lage gebracht hätte? Oder später die Sache mit Hagar.

Meine Theorie: Er hat vertrauen und gehorchen erst durch Gottes Gnade und Güte gelernt. Sicherlich wollte Abram nie jemandem schaden. Trotzdem aus eigener, eigentlich falscher Überlegung heraus gehandelt. Trotzdem hat Gott ihm geholfen. Und das erstaunt mich wieder. Weil man manchmal das Bild eines Gottes bekommt, der Misstrauen und Handeln ohne, dass man nach Gottes Willen fragt, unerbittlich ahndet. Darum denke ich, dass Gott hier Abrams Potenzial sah und es förderte. Auch in Bezug auf die Zukunft.

goldapfel antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 706

@goldapfel Das mit Hagar war Saras Idee . Sie hatte nicht den Glauben , oder soll ich besser sagen Geduld , der ab und zu etwas mit warten zu tun hat . Hier warten auf Gottes Verheißung eines Kindes .

Die Bibel sagt , das man gehorchen lernen muß . Learning by doing . Wenn ich es richtig im Kopf habe hat ihn Gott dafür nie zur Rechenschaft gezogen . Oder ? Anscheinend sieht er unsere Schwächen und akzeptiert sie . Das nenne ich mal ein Vorbild für mich selbst . Die Schwächen des anderen zu akzeptieren , wenn ich Frieden darüber habe .

Gruß

Praktiker

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Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

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@praktiker 

Klar war es Saras Idee, aber Abraham scheint sich nicht geweigert zu haben, bzw. seiner Führungrolle gerecht worden zu sein?

Anscheinend sieht er unsere Schwächen und akzeptiert sie 

Den Satz finde ich sehr wichtig. 

goldapfel antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23267

@goldapfel und @praktiker

Ich lese gerade eure post zu Abram und Sarai, Abraham und Sara(h).

Es gibt etwas Wichtiges, das im deutschen Text nicht herauskommt, und zwar das Gnaden - he am Ende von Sarahs neuem Namen.

Die Namensänderung für beide  findet erst in Kapitel 17 statt, als Gott einen Bund mit Abram schließt und ihm einen neuen Namen gibt. Von Abram (erhabener Vater) zu Abraham (Vater vieler Völker), von Sarai (Herrscherin, das i bzw y  steht symbolisch für Stärke, Herrschen und Durchsetzen) zu Sarah mit dem Endungs-h, das in der Gematria als Zahlenwert 5, das Bild eines offenen Fensters und die Symbolik Gnade hat.

Wenn ihr also das Verhalten Abrams betrachtet, dann ist die Zeit des Bundesschlußes und der Namensänderung wichtig. Wie hat Abraham als Abram gehandelt und dann als Abraham.

 

deborah71 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

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@deborah71  danke, ja, das "h" fehlte anfangs bei beiden.

Aber Abram hat doch dennoch Gnade erfahren, obwohl er Sara als seine Schwester ausgegeben hat? 

Das mit Sarai zu Sarah finde ich sehr interessant. Vom selber tun, die Herrschaft behalten zum durch sich wirken lassen, durchscheinen lassen, kommt mir da spontan in den Sinn. 

goldapfel antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23267

@goldapfel 

Abram hatte ein hörendes Herz wie David.

Gott schloß mit ihm zweimal einen Blutbund... darin ist Vergebung enthalten, denn im Blut ist das Leben...... 1. Mose 15  als in der Vision die Tiere geopfert wurden, 1. Mose 17 die Beschneidung.

Abram hörte schon auf den Ruf Gottes in Ur und gehorchte. Auch wenn seine persönliche Lebensführung Macken hatte... wenn er von Gott korrigiert wurde, glaubte er.

deborah71 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2013

@deborah71 

Stimmt. Danke. 

goldapfel antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 706

@deborah71 Abraham nahm Gott Ernst . Das was Gott sagte . Wie kann er sonst auf Gottes Stimme hören als ihm befohlen wurde seinen Sohn zu töten ?! Er wußte , das es Gottes Stimme war und nahm keine "Verteidigungsstellung" ein indem er das Wort entkräftete . Er hätte allen Grund gehabt nicht darauf ein zu gehen . Du sollst nicht töten . Menschenopfer sind ein Gräuel in Gottes Augen etc. . Ich möchte nicht an seiner Stelle gewesen sein in diesem Moment , auch wenn die Zeit nur begrenzt war .

Gruß

Praktiker

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Praktiker
(@praktiker)
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@deborah71 Gott gibt einem also Namen durch die er eine Wertung oder mehr abgibt . Wie z. B. Jesus . Früher hatten die Namen wahrscheinlich mehr Bedeutung als heute .

Da fällt mir der Name meines Vaters ein . Wolf Dietrich . Er war wirklich ein Wolf im negativen Sinne und hat seine Umgebung unterschwellig mit Angst verseucht . Das habe ich bei meiner Mutter extrem gemerkt als sie aus seiner Hand - er starb - in meine Hand gelangte . Sie war von Angst regelrecht getrieben . Dazu fällt mir noch ein , das sie vor einigen Jahren in ein regelrechtes "Angstloch" fiel das ihr Leben regelrecht abschnürte . Nur der Gnade Gottes war es zu verdanken , das sie wieder in ein halbwegs normales Leben gerettet wurde . Dank sei Gott .

Gruß

Praktiker

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23267

@praktiker 

Wie gut, dass du deiner Mutter helfen konntest. Gott sei Dank 🙂 

Ja, hier im Westen wird weniger auf die Bedeutung von Namen gegeben als in der Bibel.

deborah71 antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@goldapfel Wenn ich es noch richtig im Kopf habe , bin zu faul zum Suchen , war Abraham entsetzt über Saras Vorschlag . Aber Gott hat es zugelassen . Kannst mich ja korrigieren falls ich falsch liege .

Gruß

Praktiker

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Jigal
 Jigal
Beiträge : 3889

@praktiker 

Ich würde einmal sagen. Vorleben, Vorleben, Vorleben.

Vor Jahren habe ich eine Doku gesehen. Es gab z.B. einen christlichen Kaufmann der auf den Anruf eines Lieferanten antwortete, ich schicke ihnen einen Scheck, es dauert aber noch zwei Tage bis das Konto gedeckt ist, andere hätte gesagt, der Scheck ist schon in der Post, oder gar er ging gestern raus, obwohl er erst heute raus geht.

Es gibt da auch eine Geschichte des Jugendbundes EC.  Ein Supermarkt in den USA hatte eine Kassiererin aus dem EC die das Logo des EC trug. Es viel auf wie korrekt sie die Kasse bediente, es gab weniger Differenzen und die Kunden wurden freundlich bedient. Der Chef stellte ein weiteres EC Mitglied ein und auch hier war die Abrechnung immer korrekt. Im Laufe der Zeit wurden alle Kassen mit Christen besetzt.

Also vorleben. Man sagt dass es in Württemberg Firmen wie Daimler und Bosch gibt habe neben der Armut im Württemberg auch etwas mit dem Pietismus zu tun. Schaffe schaffe Häusle baue ist nicht nur eine Redensart. Schwaben mussten mit dem Kopf arbeiten, wenn es Gegenden gibt die wenig fruchtbar sind, wie die Schwäbische Alb. Trigema sitzt dort und früher waren noch viel mehr Textilfirmen, Schießer ebenfalls eine Firma mit hohem Standard.. Die evangelisch / pietistische Denkweise dass Gott gutes Arbeiten segnen wird setzte sich durch.

jigal antworten
Blackhole
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@praktiker 

Ich glaube, daß das interessante nicht Abraham war, sondern die ersten Christen im alten Rom.
Rom war eine ziemlich brutale Welt. Auch voller sexueller Ausbeutung.
Und die ersten Christen haben einen anderen Lebensstil vorgeführt. Z.B. gingen sie nicht zu den Gladiatorenspielen.

Sie werden ihre Sklaven, falls sie welche hatten, nicht alle freigelassen haben. Wozu auch? Ein Freigelassener war noch lange kein römischer Bürger. Aber wahrscheinlich haben sie sie gut und mitmenschlich behandelt. Es soll sogar vorgekommen sein, daß in der christlichen Gemeinde ein Sklave Gemeindeleiter war und der Herr sich belehren ließ.

Wir heutigen Christen haben alle verschiedene Berufe, Biographien und familiäre Umstände. Großfamilie, Patchworkfamilie oder Single, alles ist dabei. Es gibt nicht den christlichen Lebenswandel, nicht die eine Art, Christ zu sein.

Aber wo immer wir auch sind, sollen wir durch Wort und Tat Zeugnis geben, daß eine bessere Welt möglich ist.

Heutzutage insbesondere im Netz. Auf Facebook und Twitter z.B.
Wir sollen da nicht arrogant sein, nicht andere niederknüppeln, nicht besserwisserisch mit moralistisch erhobenem Zeigefinger alles was uns nicht zu 100% zustimmt verurteilen (die wahre Pest auf Twitter!), sondern ruhig und sachlich argumentieren, ohne Überheblichkeit.

Die ersten Christen im Alten Rom haben von dieser besseren Welt, dem Reich Gottes, Zeugnis gegeben.

blackhole antworten
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Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@blackhole Das eine bessere Welt möglich ist ?!

Es ist die Frage , wie diese Welt aussehen soll ? Wir Menschen haben unsere Vorstellung , und Gott hat seine Vorstellung davon . Ich denke er fing damit gut an , als er das Paradies erschuf . Ich denke jeder hätte gerne ein Paradies nach seinen Vorstellungen . Wir , und das ist meine persönliche Meinung , sind nicht gut . Wären wir gut sähe die Welt anders aus . 

Also , wo wäre eine Lösung ? 

Gruß

Praktiker

P. S. : Gott hat durch Jesus eine Lösung gegeben . Es ist nur die Frage ob wir sie praktisch annehmen .

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Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

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@praktiker 

Gott hat schon klare Anweisungen gegeben

Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?

Micha 6:8 SCH2000

https://bible.com/de/bible/157/mic.6.8.SCH200 0" target="_blank" rel="noopener"> https://bible.com/de/bible/157/mic.6.8.SCH2000

Die Apostelgeschichte zeugt davon, dass das Leben der ersten Christen so beeindruckend war, dass die Menschen ringsum dadurch zum Glauben an den Herrn Jesus kamen. 

Jesus selbst sagt, an der Liebe untereinander soll die Welt erkennen, dass wir seine Jünger sind. 

Und die Liebe ist für mich das Ausschlaggebende. Aus Liebe sandte der Vater seinen Sohn für meine Rettung. Die Liebe will in mir Raum nehmen und lässt mich heil werden. Aus Gottes Liebe in mir kann ich lieben. Ihn und den Nächsten.

Ich weiß, dass ich es inzwischen damit habe, Aussagen an der Schrift zu prüfen. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist, ob eine Tat in der Liebe ist. 

 

goldapfel antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@goldapfel Tja , die gute alte Liebe . Schaue ich mir 1. Kor. 13 an ist sie für mich "kühler" als gedacht . Was hat Liebe schon mit Wahrheit zu tun ? Warum soll ich nicht meinen Vorteil suchen ?

Gruß

Praktiker

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Goldapfel
(@goldapfel)
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@praktiker 

Was ist Wahrheit ohne Liebe?

goldapfel antworten
Praktiker
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@goldapfel Die Liebe freut sich an der Wahrheit . V. 6,b

Gruß

Praktiker

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Goldapfel
(@goldapfel)
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@praktiker 

Die Liebe sucht nicht das ihre.

goldapfel antworten
Praktiker
(@praktiker)
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@goldapfel Ich weis ja nicht , wer davon begeistert ist . Ich jedenfalls nicht wenn ich das tue .

Wenn ich in meinem Leben nicht mehr das tuen kann was ich gerne will , übersetzt  ich suche meinen Vorteil , was ist das für ein Leben ? Wenn die Liebe Gottes mich dränt nicht mehr meinen Vorteil zu suchen .. Klingt für mich nicht so prickelnd . Die extrem Ausführung beschreibt ein Jünger , indem er sagt er lebt ja nicht mehr sein Leben sondern "für" die anderen .

Ich schreibe das um zu zeigen , was zu lieben wirklich für Opfer von einem fordert . Wir schauen viel zu sehr darauf den anderen zu lieben , ihm etwas Gutes zu tun . Aber das die Liebe , die 1. Kor. 13 beschreibt so aussieht , naja . Die Hauptmotivation in meinem Leben zu kappen ...

Gruß

Praktiker

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Goldapfel
(@goldapfel)
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@praktiker 

Gottes Geist verändert mein Denken und Fühlen.

Das Bewusstsein seiner Liebe zu mir, seine Liebe in mir, setzt mich frei vom ewigen Streben nach meinen eigenen Vorteilen. Denn das wichtigste in meinem Leben ist geregelt. Meine Schuld ist mir vergeben, ich darf freimütig zum Vater kommen. Die Ewigkeit liegt vor mir.

Mit Jesus unterwegs sein, bedeutet nicht, großes für Gott zu vollbringen, sondern zuallererst Gemeinschaft zu haben, seinen Worten an mich zu lauschen, seine Nähe zu spüren, ihn in mein Leben hinein zu lassen und es immer mehr von ihm prägen zu lassen. Angenommen zu sein. Auf dem Weg wird er mir zeigen, was dran ist. Er wird mich versorgen, heilen und führen. Die guten Werke sind bereits vorbereitet und sie zu tun ist darum einfach, wenn ich täglich morgens dafür danke, dass Gott sie bereits für mich vorbereitet hat. 

Vieles ist eine Sache des Blickwinkels...

goldapfel antworten
Praktiker
(@praktiker)
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@goldapfel Ich bin da nicht ganz so einfach gestrickt . 

Die Bibel redet von kalten Christen , lauwarmen und heißen . Es ist natürlich die Frage , ob diese Einteilung überhaupt eine Relevanz für uns vor Gott hat oder ob doch alle gleich behandelt werden ?!

Der verlorene Sohn muß ganz kalt gewesen sein . Der Vater bezeichnete ihn als tot , obwohl er sehr lebendig war , und tat auch nichts mehr für den Sohn , was der Sohn realisierte .

Ich bin kein Anhänger der "Alles ist erledigt durch Jesus" Theologie . Ich lebe zu sehr hier und jetzt und ein Lied möchte ich HIER in meinem Leben sehen : "Wir wollen Herr Dich handeln sehen" .

Gruß

Praktiker

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Goldapfel
(@goldapfel)
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@praktiker 

Vielleicht ist es manchmal doch leichter, als man es sich selbst mach? Weil die Herausforderungen von außen oft schon schwierig genug sind?

Meiner Meinung vermischt du da Dinge, die nicht zusammen gehören.

Gott bemängelt die Lauheit, die sich darin äußert, dass man eine gewisse Überheblichkeit entwickelt hat, eine Arroganz nach dem Motto "Ich bin erlöst, jetzt brauche ich keine Gnade, Beziehung, Ausrichtung mehr". Ich verstehe das so, dass man sich der Heiligung verweigert und nicht mit ganzem Herzen bei der Sache ist. Nicht mehr aus Ehrfurcht oder Liebe zu Gott handelt sondern ein "irgendwie" macht. Da ist es besser, gar nichts zu tun. Denn kalt sein wird nicht bemängelt. Kalt sein lässt einen erkennen, wo man wieder hin kann.

Der Vater lässt den Sohn gehen. Was soll er machen, ihm nachgehen und gefangen nehmen? Klar ist er tot, denn er hat sich vom Vater losgesagt. Will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Von des Vaters Seite ist alles ok, als der Sohn umkehrt nach Hause. Und der Vater hat ja gewartet. Sich von der Familie und ihren werten sich abzuwenden bedeutete quasi gestorben sein. Findet man heute immer noch. Der Sohn realisierte, wie es ist, wenn er auf sich allein gestellt ist. Er wird sicherlich nicht erwartet haben, dass der Vater eingreift. Er lehnte den Vater, die Familie ja ab. Schön, dass der Sohn sich erinnern konnte, dass der Vater doch gut ist. Und dass der Vater seinen Sohn einfach so wieder aufnahm, ohne Bedingungen zu stellen.

Der zweite Sohn ist meines Erachtens nach wesentlich problematischer, denn der hat gar nicht realisiert, welche Möglichkeiten sein Vater ihm bot. Er mühte sich bloß ab und war neidisch. Aber der Vater redet auch zu ihm, ohne ihn zu verurteilen und zeigt ihm, was er in Anspruch nehmen darf.

Dass Gott nichts täte, stimmt ja nicht. Der Hirte Jesus läuft dem verlorenen Schaf nach und trägt es nach Hause...

Du sagst es sehr schön 'Herr dich' handeln sehen...😉

Segen und Frieden dir!

goldapfel antworten


neubaugoere
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@praktiker

Veröffentlicht von: @praktiker

Jesus hat uns als Salz der Welt gewünscht . Ebenso soll soll die Welt uns an unseren Früchten erkennen . Das die Menschen erkennen können , das es da einen Unterschied gibt . Das ist zumindest sein Plan . 

Hat er wirklich "gewünscht"?

Mt 5,13 Ihr seid das Salz der Erde.

in Mt 7,20 geht es um die falschen Propheten ... (an den Früchten erkennen), ich denke nicht, dass es hier darum geht, dass die Welt die Christen quasi an ihren Früchten erkennen soll

-----------

Ich bin total bei dir - die Welt hätte es vielleicht leichter, Jesus zu erkennen, wenn Christen ein anderes Leben führen würden und anders reden würden, sich anders verhalten würden als eben "die Welt" ... nicht über "die Welt schimpfen", sondern hineinbringen, was (in) ihr fehlt ... Werte leben, was auch heißt Werte vorleben, denn auch Kinder lernen vom Vorgelebten, nicht von einer Litanei, die die Eltern herunterleiern (wenn sie es überhaupt tun).

Ja, einen Unterschied machen. Dazu sind wir hier in der Welt, um in ihr einen Unterschied zu machen und eben nicht so zu sein wie "die Welt". Auch wenn das Einbußen bedeutet. Auch wenn das Ablehnung bedeutet. Auch wenn das Unannehmlichkeiten bedeutet. etc.

neubaugoere antworten
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Praktiker
(@praktiker)
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@neubaugoere Im NT wird öfters gesagt , das wir das und das sind . Wie hier das Salz der Welt .

Meine Sichtweise dieser Aussage und ähnlicher Aussagen ist folgende . Gemeint sind die , die ihm nachfolgen . Nicht nur manchmal sondern Non Stop . Angesprochen sind also die Nachfolger , für die diese Aussagen , Zusagen gelten .

Nachfolge ?! Wie stellt sie sich Jesus vor ? Er versucht jedenfalls niemand zu gefallen als er die Vorraussetzungen angibt die ein Jünger/in erfüllen muß um ihm zu folgen . Ich überlasse es Dir die Voraussetzungen in der Bibel zu erkunden falls Du Interesse hast .

Wünschen in dem Sinn , das er sagt , wer mir nachfolgen will . KEIN Befehl !! Eine An - Frage .

Wie können wir das Salz der Welt sein ? Durch Veränderung der eigenen Person . Im Geist zu leben . Wir können nicht aus uns das Salz sein . Sondern indem ich in seiner Kraft lebe . "Wer sein Leben verliert wird es gewinnen . Wer sein Leben verliert wird es gewinnen ." Das ist ein Geheimnis das sich nur seinen Jüngern/innen offenbart wie das praktisch aussieht . So ähnlich , wie wenn sich eine E Lok ans E-Netz hängt und fährt . Sie fährt nicht aus eigener Kraft . Dazu muß sie aber auf der Spur bleiben . Dem vorgegebenen Weg . Verläßt sie ihn fährt sie aus eigener Kraft . Bei uns ist es ähnlich mit Jesus . Ebenso erschließt sich einem in diesem Bezug die Behauptung Jesus das ER der WEG ist . 

Gruß

Praktiker

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15621

@praktiker 

Ein Frohes Neues dir!

Nenn mich "Korinthenkacker", aber zwischen "Jesus wünscht" und "Jesus sagt (uns zu), wir sind es" gibt es für mich schon einen Unterschied. Ja, da bin ich "genau" und halte mich an den Wortlaut der Schrift. Ich persönlich finde das wichtig. - Dadurch ergibt sich für mich keine Frage, wie ich Salz sein kann, weil ich es BIN. Das ist für mich in der gesamten Denkweise dazu ein enormer Unterschied. Ich sehe die Welt einfach anders, wenn ich weiß, dass ich etwas bin, als wenn ich dies nicht weiß. Und ich kann mich nicht derart verändern, Gott kann. Da klingt für meine Ohren noch zu viel "ich kann was dazu beisteuern, dass ich gut oder besser werde" mit (Leistungsdenken).

Du sagst dann, eine Lok fährt nicht aus eigener Kraft - ich denke, dass nimmst du als Vergleich ... richtig, auch wir schaffen das nicht aus eigener Kraft. Deine Worte klingen aber nach einer solchen Grunddenkweise. Möglich, dass du das alles nicht so meinst und wir die gleichen Dinge sehen. Wie wir die Dinge benennen, da sehe ich einen großen Unterschied. Und genau der lässt mich zögern, ob du wirklich dasselbe meinst wie ich oder ob du die Dinge doch anders siehst, von einem anderen Grund aus ...

Freundliche Grüße dir.

neubaugoere antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@neubaugoere Du sagst : "Ich bin es ." Ich sage : "Ich bin es weil ich darin gehe ."

In Christus sein , was für mich gleichbedeutend mit Nachfolge ist , geschieht nicht automatisch . Ich kann das behaupten , in Christus zu sein und glauben . Für mich ist das aber nur in der Führung durch Gottes Geist an dessen Hand ich mich festhalte und er die Richtung vorgibt die ich NIEMALS so gehen würde .

Man erkennt , was Gott einem geben will und was ich mir nehmen will . Ist meistens nicht das Gleiche . Das nennt sich im Licht wandeln . Licht deckt leider auch die Realität auf die ich so nicht erwartet hätte . Man wird wesentlich nüchterner und weniger euphorischer , fast schon "trocken" . Gefühle kommen dann in ganz anderen Zusammenhängen auf , wie weinen wenn er mir gewisse Dinge offenbart .

Wenn Dir das keine Ruhe gibt , vielleicht ist doch mehr dabei als Du "sehen" kannst ? Es ist manchmal schwierig auf etwas zu reagieren was man nicht so genau einordnen kann . Gottes "ziehen" nach zu geben erfordert Mut aber man lernt es . Leider ist es trotzdem immer wieder ein Kampf . 

Gruß

Praktiker

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Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

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@praktiker 

Ein paar Gedanken...

Bei deinem ganzen Gebetskampf, so will ich es mal nennen, den du in deiner Vergangenheit betrieben hast, hast du deine Eindrücke bezüglich der Situation, mal von anderen Geschwistern überprüfen lassen, bzw. gebeten, deinen Eindruck im Gebet mit zu prüfen? 

Hast du Gott gefragt, ob du "richtig" betest bzw. ob eigene Prägungen deine Schlüsse trüben? Will damit sagen, dass es in der Sache vielleicht richtig war, aber anderes blockiert war.

Es geht beim Christsein sicher nicht darum, ein gutes einfaches Leben zu haben, aber auch nicht darum, sich in die Verzichten und Leiden-müssen-um-jeden-Preis Ecke zu begeben. Wenn ich verzichte, will ich es fröhlich tun. Aus Vertrauen in und Liebe zu meinem Herrn! Wer fastet soll sich das auch nicht äußerlich anmerken lassen.

Es geht darum, sich auf Jesus einzulassen und mit ihm, aus der Beziehung mit ihm, sein Leben zu gestalten, was dazu führen sollte, dass man sein eigenes Leben immer mehr aufgibt. Das kann zunächst sein, dass ich nicht mehr nur tue, was ich mag, sollte aber auch zur Aufgabe von Lebenslügen oder falschen Glaubenssätzen und dem Entfernen bitterer früherer Wurzeln führen. 

Das heißt, manchmal ist es erstmal wieder dran, sich von Gottes Liebe füllen zu lassen. 

Wenn ich mir die Jünger anschaue, kann ich nirgends erkennen, dass sie die Nachfolge schwer oder als Last sehen. Mit manchem waren sie vielleicht nicht einverstanden, manche Selbsterkenntnis hat geschmerzt, aber das alles scheint insgesamt doch wenig Gewicht gehabt zu haben. Die Begeisterung von und Liebe zu Jesus waren deutlich größer.

Jesus spricht von den Kosten der Nachfolge. Hast du damit deinen Frieden gefunden? Kannst du inzwischen uneingeschränkt sagen, die Kosten des Ackers interessieren mich nicht mehr? Sie bedeuten mir nichts mehr, ich gebe alles für den darin befindlichen Schatz? Weil er das allerallerallerbeste ist, was es gibt? Ich wünsche dir, dass das so ist und ansonsten, dass du dort hinkommst! Dass die Freude über den Schatz überwiegt.

Denn bei allem, was ich aus deinem Schreiben herauslese, dominieren für mich Eindrücke der Beschwerlichkeit und des Leisten müssens. Glaubenskämpfe, sich für das richtige zu entscheiden, sind normal. Aber wenn sie alles überlagern, ist da eine Baustelle m.E.n.

Segen und Frieden dir!

goldapfel antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 706

@goldapfel Du hast Dir ja mächtig Gedanken gemacht . Nach meinem Eindruck mit der Zielrichtung mir das Leben doch etwas angenehmer zu machen . Danke .

Die Perle . Das Reich Gottes . Alles zu verkaufen . Natürlich ist das nicht nur ein Geben sondern man bekommt auch etwas dafür . Er macht einen zum Überwinder obwohl es oft nicht für mich ist . 

Ich sehe leider eine Kluft zwischen dem , wie Gott sich das Zusammenleben zwischen uns Christen vorstellt , und dem wie wir es uns vorstellen . Wann kann er dabei sein , ich meine nicht nur zuschauen sondern aktiv eingreifen ?

Gruß

Praktiker

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Lucan-7
Beiträge : 22243

@praktiker 

Ich weiss, dass dies der Forenbereich ist, in dem ich eigentlich nicht schreiben soll. Daher bitte gegebenenfalls einfach melden und löschen, falls gewünscht.

Ich erinnere mich allerdings aufgrund deiner Fragestellung an zwei Menschen, und weil es nun wirklich zum Thema passt und ich das ausserdem nicht aus meiner jetzigen Perspektive, sondern aus der Perspektive, als ich noch auf der Suche war, schildern möchte, denke ich dass es trotz allem hierhin passt.

Als ich las , das die Menschen gemerkt / gesehen haben das Gott mit / bei ihm war kam mir die Idee , das das eigentlich die beste "Reklame" für Gott ist .

Ich habe hier ja oft über Menschen geschrieben, die mir im Glauben negativ aufgefallen sind... unsicher, fanatisch, irgendwie seltsam. Aber es gab auch Andere, und ich möchte hier zwei erwähnen:

Zum einen ist da diese Nonne, der ich begegnet bin, als ich die Nacht in einer Herberge verbrachte. Ich musste nachts auf Toilette, kannte mich nicht aus, wusste auch nicht wo der Lichtschalter ist und irrte durchs Haus. Plötzlich ging direkt neben mir eine Tür auf, und die Nonne kam aus dem Keller, den Rücken mir zugewand, im spärlichen Licht konnte man die Umgebung nur schemenhaft erkennen. In diesem Moment musste es fast so scheinen, als hätte ich ihr hinter der Tür aufgelauert.

Die normale Reaktion wäre wohl gewesen, zumindest "Huch!" zu sagen oder "Haben sie mich erschreckt!". Aber nichts dergleichen... die Frau drehte sich einfach um, sah mich, ich stammelte irgendwas, dass ich die Toilette suche und sie antwortete mir so ruhig, als wäre es der hellste Tag und sie mich schon erwartet hätte.

Nicht sehr spektakulär, eine Kleinigkeit eigentlich... aber in dem Moment erkannte ich, wieviel Gottvertrauen diese Frau besaß, dass sie sich durch nichts, in keiner Situation erschüttern liess. Ich glaube, sie hätte genau so ruhig reagiert, wenn ich mit irrem Kichern ein großes Messer in der Hand gehabt hätte... ihr Schicksal lag voll und ganz in Gottes Hand, und darauf vertraute sie, egal was auch passieren würde. Das hat mir damals wirklich imponiert, weil mir hier der Zusammenhang zu ihrem Glauben offensichtlich schien.

Die andere Person war ein Pfarrer. Ich bin da einigen begegnet, auch vielen, die mir imponierten (Auch manchen, die mir weniger imponierten), aber dieser war doch speziell. Er kümmerte sich aufrichtig und herzlich um Menschen, nahm sich selbst dabei aber vollkommen zurück. Zu ihm kamen eine Menge Leute mit teils wirklich schweren Problemen. Es wäre ihm ein leichtes gewesen, sich hier aufzuspielen, die Menschen an seiner Weisheit teilhaben zu lassen, die Verehrung zu geniessen, die man ihm entgegenbrachte (Und das war tatsächlich der Fall) - aber er nahm das nicht an. Vielmehr lauschte er den Problemen mit großer Ernsthaftigkeit - und sagte nichts. Oder nur sehr wenig. Und wenn er dann antwortete, dann war klar, dass dies nicht SEINE Antwort war... sondern das, was er in Gott zu sehen glaubte. Dieser Mann gab seiner Eitelkeit nicht nach, er nutzte auch die Möglichkeiten nicht aus, die ihm seine Redegewandheit bot - er nahm sich völlig zurück und stellte sich unter jemand anderen. Und man merkte ihm an, wie ernst es ihm damit war. Aus ihm sprach nicht er selbst, sondern sein Glaube.

Heute sehe ich da wohl manches anders. Aber damals haben mir diese Menschen so imponiert, dass ich aus diesem Grund mehr vom Glauben erfahren wollte - ich wollte wissen, was dahinter steckte.

Dass mich meine Suche dann woanders hin geführt hat - das ist eine andere Geschichte.

 

 

 

 

 

lucan-7 antworten
1 Antwort
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 706

@lucan-7 2 Menschen durch die Du glaubtest zu sehen das Gott "stark in Ihnen ist" . Eine wie auch immer geartete "Manifestation" von Gott die nach Außen ein Zeichen für Gottes Realität ist .

Menschen haben schon oft nach Gott gefragt und ich denke das ist bei vielen der Anfang . Die Frage ist was man sich dabei vorstellt oder erwartet . Mein Motiv war nicht mehr allein zu sein .

JEDER brauch einen Grund warum er sich auf Gott einläßt . Ob er sich dann an Gott anpaßt oder ob er weiter in seinen eigenen Vorstellungen über Gott bleibt ist jedem selbst überlassen . Wenn ich dürfte , würde ich die Menschen zu Gott prügeln . Allein aus meiner Erkenntnis heraus , das es mit ihm besser ist als ohne . Aber beide Wege - mit und ohne Gott - sind nicht perfekt und haben ihre Vor- Und Nachteile . 

Gruß

Praktiker

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