50 Jahre Frauenordination in Bayern
Heute feiert die evangelische Kirche Bayern ein Jubiläum: seit 50 Jahren dürfen Frauen ins Pfarramt ordiniert werden. Der Beschluß wurde im Dezember 1975 gefaßt. Im März 1976 wurde die erste Frau ordiniert.
In meiner Gemeinde kam Anfang der 80er-Jahre eine Pfarrerin, die ungefähr 30 Jahre lang blieb. Ich habe sie als Kind und als Jugendlicher erlebt. Deshalb war es für mich das Normalste überhaupt, daß Frauen Pfarrer sind. Erst später, und in anderen Gemeinden, wurde mir klar, daß es etwas Besonderes war, und daß manche Frauen auch noch heute Akzeptanzprobleme in ihrer Gemeinde haben. Heute gibt es etwa gleich viele Männer und Frauen als evangelische Pfarrer in Bayern. Ein Segen!
Ich war viele Jahre lang im gemeindlichen Pfarramt der (meine schunzelnde Redewendung) "Quotenmann" neben meinen beiden Kolleginnen, in den Nachbargemeinden gab und gibt es ebenfalls viele Pfarrerinnen und Gemeinde ohne "Pfarrherr-lichkeiten" ... und auch der Kirchenkreis lag/liegt in der Leitung einer Superintendentin.
Normalität also - und irgendwie überhaupt kein Thema mehr in der Rheinischen Landeskirche.
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhlerUnd keine "Quotenmänner" mehr? 😉
Kein einer.
Wobei ich nicht weiß, wie es nach dieser erneuten 'Fusion' zu einem Kirchenbezirk aussieht.
Ich weiß, dass es im Nachbarort einen Pfarrer gibt, aber hier in der bisherigen Gemeinde gab's 'nur' noch Pfarrerinnen.