Frühe Christen soll...
 
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Frühe Christen sollen antike Hochkultur zerstört haben

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hat sich damit schon jemand eingehender befasst?

Ich suche vor allem Quellen, die diese Aussagen widerlegen.

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Ungehorsam
Beiträge : 3336

Der Denkmalschutz, wie wir ihn heute kennen und pflegen, war damals völlig unbekannt. Auch in unserem zivilisierten, aufgeklärten und christlichen Deutschland war es gängige Praxis, verlassene Klöster, Burgen und ähnliches als Selbstbedienungsladen für Baumaterial zu betrachten. Erst der Berliner Architekt Karl Friedrich Schinkel schärfte das Bewußtsein unserer Nation für den Denkmalschutz.
Martin Luther mußte sich z.B. mit den Bilderstürmern auseinandersetzen, die so manche wertvolle Innenausstattung der Kirchen vernichteten. Hätten unsere Vorfahren alles so gut bewahrt und gepflegt, wie wir es heute tun, wäre unser Land übervoll von Kunst- und Kulturschätzen. Womit unsere Gesellschaft sicherlich überfordert wäre.

ungehorsam antworten
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Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Hey.
Bist du im richtigen Thread gerade? Sicher?😀

tatokala antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Ganz sicher. Leute, entspannt euch.

ungehorsam antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Ist schon richtig, was du sagst. Nur handelt es sich bei den von dir angegebenen Beispielen um Bausubstanz, die zum größten Teil sowieso nicht mehr genutzt wurde und bloß rumstand. Etwas absichtlich in "Schutt und Asche" legen ist doch noch mal was anderes.

tatokala antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1133
Veröffentlicht von: @tatokala

Ist schon richtig, was du sagst. Nur handelt es sich bei den von dir angegebenen Beispielen um Bausubstanz, die zum größten Teil sowieso nicht mehr genutzt wurde und bloß rumstand. Etwas absichtlich in "Schutt und Asche" legen ist doch noch mal was anderes.

Naja, ich stimme hier eher Ungehorsam zu. Denn es war keineswegs nur ungenutzte oder nicht benötigte Bausubstanz, die da zerstört wurde. So wurden in vielen Kirchen durch "Radikalreformatoren" wertvolle Altäre und Bilder vernichtet (z.B. im Ulmer Münster).
Und die aufpeitschenden Predigten 😕 des calvinistischen Fanatikers John Knox führten dazu, dass es heute in Schottland sehr beeindruckende Klosterruinen zu besichtigen gibt 😌

bepe0905 antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Wenn die Autorin von "Heiligem Zorn" spricht - dann muss es ja etwas gegeben haben, das den Heiligen Zorn ausgelöst hat - sonst wäre es ja kein heiliger Zorn sondern sinnlose Zerstörungswut. Weißt Du etwas darüber, was aus dieser Kulutur so heftig gegen die Christen gewirkt hat, dass sich bei diesen ein heiliger Zorn, der ja auch immer ein Zorn Gottes ist, aufbauen konnte?

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Anonymous
 Anonymous
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Agora - die Säulen des Himmels

Veröffentlicht von: @lavoisine

Ich suche vor allem Quellen, die diese Aussagen widerlegen.

Damit kann ich nicht dienen, meine mich aber an einen Kinofilm zu erinnern, der sich um die im Artikel erwähnte Hypatia drehte, und in welchem die unrühmliche Rolle des christlichen Patriarchen eindrücklich geschildert wurde. Ich fand den Film eigentlich nicht uninteressant, nur wurden in den allzuviele Aspekte reingepackt (u.a. das Lieblingsnarrativ dieser Tage: schöne, junge Frau, die viel klüger ist als alle Männer und sich gegen die herrschenden patriarchalen Verhältnisse durchsetzen muss*) und alles erschien mir zu dramatisiert, um noch Authentizität zu verströmen.

Kurz gegoogelt: Der nannte sich "Agora - die Säulen des Himmels" und Hypatia wurde von Rachel Weisz gespielt. Mein "Lieblingshistoriker" Richard Carrier scheint den Film gemocht zu haben und sah ihn nicht so weit von der historischen Wahrheit entfernt liegend.

*und dabei mal strahlend triumphiert, mal tragisch, zu Tränen gefühligen Mitleids rührend, scheitert.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke! Den Film schaue ich mir bei Gelegenheit an 😊 Ich beschäftige mich gerade mit dem Narrativ in griechischen Mythen. Besonders im Hinblick auf die Rollenverteilung.

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xangor
 xangor
Beiträge : 672

Review – Catherine Nixey “The Darkening Age”
Eine relativ ausführliche Rezension findest du hier:

https://historyforatheists.com/2017/11/review-catherine-nixey-the-darkening-age/

(@Mod: Da hier explizit nach Quellen gefragt wurde hoffe ich mal, dass auch ein englischer Link ok ist.)

Auch Wissenschaftler wie z.B. Dame Averil Cameron sprechen von einem unausgewogenen und überbewerteten Buch, welches ein Zerrbild der besprochenen Kirchengeschichte entwerfe.

Ich selbst hab das Buch nicht gelesen und die Rezensionen haben auch nicht mein Interesse geweckt.

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2 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke für den Link.

Den Artikel habe ich mir durchgelesen aber er erscheint mir wie eine selbstverliebte Polemik auf ihre Polemik. Meine Hoffnung, die im Artikel angesprochenen Aussagen, würden durch die Angabe historischer Quellen korrigiert, wurden leider enttäuscht.

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xangor
 xangor
(@xangor)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 672
Veröffentlicht von: @lavoisine

Den Artikel habe ich mir durchgelesen aber er erscheint mir wie eine selbstverliebte Polemik auf ihre Polemik. Meine Hoffnung, die im Artikel angesprochenen Aussagen, würden durch die Angabe historischer Quellen korrigiert, wurden leider enttäuscht.

Den Eindruck hatte ich ganz und gar nicht. Immerhin handelt es sich auch "nur" um eine Rezension wo punktuell an Hand von Quellen aufgezeigt werden kann warum das besprochene Buch ein schiefes Bild zeichnet und das geschieht. Es ist kein komplettes (Alternativ-) Buch.
Aber der Autor nennt ganz am Ende auch noch alternative Bücher welche historisch ausgewogener sind.

xangor antworten
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