Gedichte, Prosa, das, was uns gefällt
Liebe User,
es gibt Sprüche, die uns berühren. So oder ähnlich, wie die Spruchweisheiten der
Bibel. Gott hat vielen Dichtern geschenkt, uns Dinge neu mitzuteilen - so, wie nur
dieser Dichter es gerade sieht und schreibt.
Ich fange an mit
Albert Camus:
"Erst im tiefsten Winter erkannte ich, dass in meinem Innern ein unbesiegbarer Sommer herrschte."
Ich freue mich über eure Gedanken hierzu und über weitere Sinnsprüche oder Gedichte. 😉
Hier noch ein par Gedanken zu unserem christlichen Alltag
Ich singe dir ein Liebeslied
und liebe doch mein Leben,
ich bin an deinem Leib ein Glied
und dir zu dienen ist mein streben
und sonntags bin ich gern dabei
ein Loblied dir zu singen
doch Montag ist es schon vorbei
die alten Alltagsglocken klingen
und täglich grüßt das Einerlei
und doch spür`ich ein tiefes sehnen
nach Liebe und Geborgenheit
und eins zu sein mit allen jenen,
die mit dir gehen durch die Zeit.
Ich habe einen alten Traum
von Leuten, die dich lieben
und die einander gern vertraun
und die dem Anderen gern dienen,
im Alltag zueinander stehn
es miteinander wagen,
die ehrlich zueinander stehn,
in guten und in schlechten Tagen,
den Weg mit dir gemeinsam gehn
und dieser Welt ein Beispiel geben
für Liebe und Geborgenheit
und Hoffnung auf ein echtes Leben,
das reicht bis in die Ewigkeit
Sinnenrausch
Dein sünd'ger Mund ist meine Totengruft,
betäubend ist sein süßer Atemduft,
Denn meine Tugenden entschliefen.
Ich trinke sinnberauscht aus seiner Quelle
und sinke willenlos in ihre Tiefen,
verklärten Blickes in die Hölle.
Mein heißer Leib erglüht in seinem Hauch,
er zittert, wie ein junger Rosenstrauch,
geküsst vom warmen Maienregen.
- Ich folge dir ins wilde Land der Sünde
und pflücke Feuerlilien auf den Wegen,
- wenn ich die Heimat auch nicht wiederfinde...
Else Lasker Schüler
Gab's am vergangenen Freitag als Kalenderspruch.
Das ist ein sehr treffendes Gedicht , voller Fantasie -
und die Dinge beim Namen nennend... 😉 Wow.
Johann Wolfgang von Goethe
Osterspaziergang
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter in seiner Schwäche
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weisses.
Überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farbe beleben.
Doch an Blumen fehlts im Revier.
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!
Aus dem hohlen, finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden.
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus der Strassen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh, wie behend sich die Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluss in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und, bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges ferner Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel.
Hier ist des Volkes wahrer Himmel.
Zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)
Heute habe ich mal wieder nachgelesen, dass dieses Gedicht aus Faust I stammt - was
ich nicht mehr wusste.
Adalbert Stifter
Tiefer fühlenden Menschen ist auch stets tieferes Leid bereitet als anderen, jedoch auch die Seligkeit, die das Leben bietet, fließt ihnen in reicherem Maße zu.
Adalbert Stifter (1805 - 1868), österreichischer Erzähler, Romanschriftsteller, Novellist und Maler
Rainer Maria Rilke
"Man muss bereit sein, sich von dem Leben zu lösen, das
man geplant hat. Damit man das Leben findet, das auf einen wartet."
be- merkenswert ...
Bislang die beste Beschreibung bzgl Feindesliebe, die mir über den Weg gelaufen ist:
Den Feind lieben, das heißt, nicht zuzulassen, dass die Feindschaft das eigene Leben und die Beziehungen zu anderen Menschen belastet. Das bedeutet: Durch die Liebe jedem Menschen gegenüber – sympathisch oder nicht – kann ich verhindern, dass Menschen mir zum Feind werden, in mir eine Stimmung erzeugen, die Verbitterung und Hass wachsen lässt, und so Macht über mich erlangen.
Quelle: https://jobosblog.wordpress.com/2021/02/27/liebt-eure-feinde/
Danke, liebe Deborah,
für diesen Link und die Auslegung, die du schriebst.
Ich hatte auch schon mal längere Anfechtungen in bezug auf eine Nachbarin, bzw. ungute Gefühle
gegen sie, da ich mich angegriffen fühlte... Dagegen konnte ich insofern ankämpfen, indem ich die
Abneigung gegen sie immer wieder im Gebet abgegeben habe. Dazu betete ich noch für sie.
Und das geschah über einen längeren Zeitraum hinweg, und ich war glücklich, weil dieses negative
Gefühl mit der Zeit wirklich schwand. 😉
Gerne, liebe sa.br 😊
In dieser Auslegung ist soviel Freiheit sichtbar.... sie macht mich froh....
wunderbar, das ist ja glatt eine kleine Andacht ... 😊
Jane Austen
„Daß uns eine Sache fehlt, sollte uns nicht davon abhalten, alles andere zu genießen.“ — Jane Austen
Quelle: https://beruhmte-zitate.de/autoren/jane-austen/
Von Jane Austens Roman war und bin ich sehr beeinddruckt. Man kann sich so richtig schön hinein
vertiefen.