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Kurzgeschichte - Der alte Mann

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Arcangel
Themenstarter
Beiträge : 6442

Ich habe eine Kurzgeschichte verfasst und würde gerne eure Meinung dazu hören. 

Es ist ein langer und steiler Weg der vor dem alten Mann liegt. Sein Zelt und all die Menschen welche ihn sein Leben lang begleitet haben liegen hinter ihm im Lager. Vor ihm windet sich der Weg den Hang hinauf, zum Gipfel von wo er endlich das sehen kann worauf er ein Leben lang gewartet hat. Er ist nun eine schon eine Weile unterwegs, er hat es abgelehnt, dass ihn jemand begleitet, es ist sein Weg, den er mit keinem aus dem Lager teilen will. Die Stimmen und Geräusche aus dem Lager sind nicht mehr zu hören. Nur noch die Wildnis um ihn herum. Er hat keine Verpflegung mitgenommen und bereut dies nun, langsam wird er durstig und hungrig. Als er diesen Gedanken realisiert muss der alte Mann schmunzeln, er schmunzelt, weil dieser Gedanken ihn im Frust und Freude, aber auch etwas Traurigkeit auslöst. Der alte Mann vermisst seinen Freund, den einzigen Freund mit dem er diesen Weg gehen würde, wenn er denn hier wäre. Er weiss, dass er wohl irgendwo oben auf dem Gipfel auf ihn wartet. So viel hat er ihm gesagt. Dennoch dieser Weg wäre so viel einfacher mit ihm. Das Lager ist im Talgrund und als sich der alte Mann am frühen Morgen auf den Weg gemacht hat, verbarg sich die Sonne noch hinter den Hügeln. Nun steht sie schon eine Handbreit über den hügeligen Horizont, und seine Füsse tragen den alten Mann immer weiter, wie sie es schon sein ganzes Leben lang gemacht haben, sie kannten nichts anderes als immer weiter.

Der Weg macht eine scharfe Biegung und offenbart einen jungen Mann der auf einem Stein sitzt; «Hallo Mein Freund.» sagt dieser. War vorhin nur ein leichtes Schmunzeln auf dem Gesicht des alten Mannes zu sehen, breitet sich nun ein freudiges Strahlen über sein Gesicht aus. «Hallo.» platzt es förmlich aus dem alten Mann heraus, mehr ein erstaunter Ausruf als eine Begrüssung. «Ich dachte ich sehe dich erst auf dem Gipfel.» - «Du bist hungrig und durstig, also bin ich dir entgegengekommen und hab dir was zum Essen und zum Trinken mitgebracht» der junge Mann deutet auf den Platz neben ihm und der alte Mann setzt sich. Der junge Mann bringt frisches Brot und kühles Wasser zum Trinken hervor, und beide geniessen eine kleine Pause. «Wirst du den Rest des Weges mit mir gehen?» - «Ja.» antwortet der junge Mann, «Ich möchte dich auf diesem Weg begleiten.» - «Das letzte Mal als wir gesprochen haben, hast du mir gesagt, dass du mir noch einiges zeigen willst.» hackt der alte Mann nach. «Ja, dass auch.» der junge Mann pausiert und schaut dem alten Mann in die Augen. «Du sollst sehen wie ich mein Versprechen einhalte.» Beide genehmigen sich noch einen letzten Bissen Brot und einen Schluck Wasser und machen sich auf, den Rest zum Gipfel in Angriff zu nehmen. Der Weg ist gleich etwas leichter, der Tag etwas Heller und die Natur um ihn herum noch etwas Lebendiger und der alte Mann strahlt förmlich, nur weil sein Freund nun bei ihm ist.

Der junge Mann könnte der Enkel des alten sein, doch wer die Beiden bei ihrem Gespräch betrachtet könnte meinen die Rollen seien Vertauscht, und der junge sei der Vater des alten. Was einem Beobachter aber schnell klar werden würde, das sind zwei Freunde deren Freundschaft innig und intim ist. Zwei Freund die schon viel miteinander erlebt haben. Und wer das Gesagte hören würde, der würde einem Gespräch zuhören in dem es um Politik, um Vergangenes und Zukünftiges, um Gott und die Welt aber vor allem immer wieder um Herzensangelegenheiten gehen, um die Dinge welche man normalerweise nicht ausspricht aber jeden beschäftigen. Es ist die Art von Konversation die einem in der Seel gut tut. Wie ein warmer Sommerregen nach einem langen heissen Tag, vor dem man nicht davonrennt, sondern stehenbleibt und das Gesicht zum Himmel richtet um die Tropfen auf dem Gesicht zu spüren.

Genauso fühlt sich der alte Mann, gesund und wohl, zuhause und am Ziel seines Lebens angekommen. Je näher die beiden dem Gipfel kommen desto öfter hält der junge an und Zeigt dem alten etwas in der Ferne. Und jedes Mal, wenn der Junge dies macht, fällt dem Alten ein weiterer Stein vom Herzen. Schliesslich kommen beide auf dem Gipfel an. Hier setzen sie sich auf einen Stein, wieder bringt der Junge frisches kühles Wasser und frisches Brot zum Essen hervor und wieder geniessen beide diese gemeinsame Pause.

Hier auf dem Gipfel sieht der alte Mann nun endlich, dass worauf er so lange gewartet hat. Die Weitsicht an diesem Tag ist unglaublich, der alte kann sich nicht erinnern je in seinem Leben so einen klaren Himmel gesehen zu haben. Im Westen liegt das Land von dem der Junge die ganze Zeit gesprochen hat. Der junge Mann erklärt dem Alten was alles in diesem Land geschehen wird, und welche Pläne er hat und was er schlussendlich tun muss um diese Pläne Wirklichkeit werden zu lassen. Der Alte hört dem Jungen gespannt zu und kommt aus dem Staunen nicht heraus. Der Alte wünschte sich er könnte all das noch miterleben, aber er ist schon sehr alt und all die Pläne des Jungen liegen in einer Zukunft die er nicht mehr erleben wird. Als ob der Junge die Gedanken des Alten gehört hätte. «Du wirst diese Zukunft sehen!» der Junge zeigt mit seinem Finger in den Norden «Wenn du genauso schaust, siehst du dort ganz im Norden einen Berg. Siehst du ihn?» der Alte kann weit weg den Umriss eines Berges ausmachen und nickt «Eines Tages werde ich mit Freunden auf eben diesen Berg dort steigen, an dem Tag wirst du auf dem Gipfel dort auf mich warten.» Der alte Mann schaut den Jungen verwirrt an. Der Junge lacht, und zwinkert dem Alten zu «Du wirst schon sehen.» Für einige Zeit bleiben die beiden Sitzen, es geht ein leichter Wind und der Ort hier im Schatten einiger Bäume ist ideal die Mittagshitze zu überstehen. Der Junge hat offensichtlich auch noch Früchte etwas Fleisch und Wein mitgebracht die sie hier zusammen geniessen.

Die Sonne ist schon weitergewandert und die Schatten sind schon deutlich länger geworden. Da wenden sich der Junge zum Alten «Es ist an der Zeit.» Wortlos steht der Alte auf und beide machen sich auf den Weg. Ihr Weg führt sie auf wieder ins Tal aber nicht zurück woher sie kamen. Diesmal gehen sie Wortlos nebeneinander her. Aber dieses Stille nebeneinander hergehen ist für den Alten genauso wohltuend wie das lange Gespräch welches er und der Junge beim Aufstieg geführt haben.

Schliesslich kommen die beiden an einen Ort den nichts Aussergewöhnliches auszeichnet. «Wir sind da.» Sagt der Junge. «Hier?» - «Ja.» Der alte Mann schaut sich um. Gedanken die er nicht denken will schiessen ihm durch den Kopf.  Wie schon zuvor, als ob der Junge die Gedanken des Alten lesen kann, sagt dieser. «Ich werde mich erinnern. Dieser Ort wird mir wichtig sein.» Der junge Mann setzt sich unter einen Baum, «Komm.» der Alte setzt sich neben ihn. «Komm» der junge Mann streckt seine Arme aus, der alte Mann zögert ein wenig, aber dann legt er seinen Kopf auf die Brust des Jungen und lässt sich in seine Arme fallen. Schliesslich küsst der Junge den Alten und dieser Stirbt. «Danke mein Freund.» Flüstert der Junge dem Alten ins Ohr, und legt den leblosen Körper des Alten behutsam hin. Er holt die Schaufel die er sich bereitgelegt hat und beginnt ein Grab für seinen Freund auszuheben. Er ist einige Zeit damit beschäftigt, aber schliesslich ist das Grab bereit, und der Junge Mann legt den Alten in das Grab. Er schüttet das Grab so zu das keiner auf die Idee kommen würde, dass hier jemand begraben ist. Als der junge Mann fertig ist mit seiner Arbeit, macht er sich auf, zurück zu seinem Vater.

5.Mose 34,1-6

Antwort
21 Antworten
Arcangel
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Beiträge : 6442

So die Finale Version des Epilogs

Es ist ein langer und steiler Weg, der vor dem alten Mann liegt. Sein Zelt und all die Menschen, welche ihn sein Leben lang begleitet haben liegen, hinter ihm im Lager. Vor ihm windet sich der Weg den Hang hinauf zum Gipfel, von wo er endlich sehen kann, worauf er ein Leben lang gewartet hat. Der alte Mann ist nun eine schon eine Weile unterwegs. Er hat es abgelehnt, dass ihn jemand begleitet. Es ist sein Weg, den er mit keinem aus dem Lager teilen will. Die Stimmen und Geräusche aus dem Lager sind schon lange nicht mehr zu hören, nur noch die Wildnis um ihn herum. Er bleibt stehen und genehmigt sich einen Schluck Wasser, einen Bissen zu essen würde jetzt auch gelegen kommen, aber er hat nichts mitgenommen.

Der alte Mann weiss sein Freund wird für alles sorgen wird, aber bis zum Gipfel, wo sein Freund auf ihn wartet, ist es noch ein weiter Weg. Er ist es sich gewohnt steile Wege zu gehen, und er ist es sich auch gewohnt dies alleine zu tun, er packt das Wasser wieder weg und macht sich wieder auf den Weg.

Das Lager befindet sich im Talgrund, als sich der alte Mann am frühen Morgen auf den Weg gemacht hat, verbarg sich die Sonne noch hinter den Hügeln. Nun steht sie schon eine Handbreit über den hügeligen Horizont. Die Füsse des alten Mannes tragen in immer weiter, wie sie es schon sein ganzes Leben lang gemacht haben. Sie kennen nichts anderes als immer weiterzugehen.

Sein Leben lang haben ihn seine Füsse an Orte gebracht, die er nicht kannte, in Situationen geführt, die ihn überwältigt haben und in Lagen gebracht vor denen er sich gefürchtet hat. Obwohl der alte Mann schon viele mal auf die Gipfel von Bergen gestiegen ist und dort Zeit mit seinem Freund verbracht hat, ist dieser Aufstieg anders. Vielleicht weil alles so gewöhnlich ist, weil jetzt endlich der ganze Druck weg ist, weil alles, was ihn betrifft, getan ist. Das Lager mit all den Menschen hat er nicht nur wörtlich, sondern auch emotional lange hinter sich gelassen. Der alte Mann ist nun wirklich mit sich und seinen Gedanken alleine. Eine ganze Weile stapft er den Weg hoch und die Sonne steigt weiter in den Himmel.

Von Ferne sieht der alte einen Baum in dessen Schatten, eine von Büschen halb verborgene Gestalt sitzt. Der Weg windet sich und die Gestalt unter dem Baum ist mal besser mal schlechter sichtbar. Wer auch immer dort unter dem Baum sitzt, der hat es sich offensichtlich gemütlich gemacht, nur seine ausgestreckten Beine sind sichtbar. Der Blick auf den Oberkörper ist von der Vegetation versperrt.

Erst als der alte Mann unmittelbar vor der Gestalt auftaucht, erkennt er den jungen Mann, zu dem die Füsse gehören. «Hallo Mein Freund.», sagt der Freund des alten Mannes, der gemütlich an den Baum gelehnt auf den alten gewartet hat. Auf dem Gesicht des alten Mannes breitet sich ein Strahlen aus.«Hallo.» platzt es förmlich aus ihm heraus, mehr ein erstaunter Ausruf als eine Begrüssung.

«Ich dachte ich sehe dich erst auf dem Gipfel.» - «Du bist hungrig, also bin ich dir entgegen-gekommen und habe dir was zum Essen mitgebracht» der junge Mann deutet auf den Platz neben ihm und der alte Mann setzt sich. Der junge Mann holt frisches Brot aus seiner Tasche, und beide geniessen eine kleine Pause. «Wirst du den Rest des Weges mit mir gehen?» - «Ja.» antwortet der junge, «Ich möchte dich auf diesem Weg begleiten.» - «Das letzte Mal, als wir gesprochen haben, hast du mir gesagt, dass du mir noch einiges zeigen willst.» hakt der alte Mann unsicher nach. «Ja, das auch.» Der junge Mann pausiert und schaut dem alten in die Augen.

«Du sollst sehen, wie ich mein Versprechen einhalte.» Beide genehmigen sich noch einen letzten Bissen Brot und einen Schluck Wasser. Der junge Mann steht auf und reicht dem alten die Hand und hilft ihm auf. Gemeinsam nehmen sie den Rest zum Gipfel in Angriff. Der Weg ist gleich etwas leichter und der Tag etwas heller und die Natur um ihn herum noch etwas lebendiger. Der alte Mann strahlt förmlich, weil sein Freund nun bei ihm ist.

Jedem Beobachter würde schnell klar werden. Das sind zwei Freunde, deren Freundschaft innig und intim ist. Zwei Freunde, die viel miteinander erlebt haben. Zwei Freunde die Gemeinsam einen Weg gehen. Ihr Gespräch drehte sich um Vergangenes und Zukünftiges, um Gott und die Welt aber vor allem immer wieder um Herzensangelegenheiten, um die Dinge, welche man normalerweise nicht ausspricht, aber jeden beschäftigen. Es ist die Art von Konversation die einem in der Seele berührt. Wie ein warmer Sommerregen nach einem langen heissen Tag, vor dem man nicht davonrennt, sondern stehenbleibt und das Gesicht zum Himmel richtet, um die Tropfen auf dem Gesicht zu spüren.

Genauso fühlt sich der alte Mann: Gesund und wohl, zu Hause und am Ziel seines Lebens angekommen. Je näher die beiden dem Gipfel kommen, desto öfter hält der junge an und zeigt dem alten etwas in der Ferne. Und jedes Mal, wenn der junge dies macht, fällt dem alten ein weiterer Stein vom Herzen. Wie lange hat der alte darauf gewartet und auf diesen Moment hingearbeitet.

Im alten macht sich ein Gefühl der Erleichterung und der Zufriedenheit breit. Endlich kann er sehen, wovon er nur gehört hat, endlich wird Realität was immer nur ein fernes Ziel war. Schliesslich kommen beide auf dem Gipfel an. Hier setzen sie sich auf einen Stein, der Junge holt frisches kühles Wasser, Wein, frisches Brot, Früchte und etwas Fleisch zum Essen aus seiner Tasche, ein einfaches Essen, dass beide miteinander Geniessen. Das letzte Mal als der Alte mit seinem Freund auf einem Gipfel ass, war alles ganz anderes. Damals waren viele aus dem Langer mit ihm dabei, es war ein riesiges Festmahl und der Ort, an dem sie assen, war so ganz anderes, dass man nicht wusste, wo der Himmel anfing und Erde aufhörte.

Damals war alles so prächtig und man hatte, dass Gefühl zwischen Himmel und Erde zu stecken. Heute ist alles anderes, einfacher, normaler, und doch so viel wertvoller für den alten Mann als das atemberaubende Festmahl damals.

Hier auf dem Gipfel sieht der alte Mann nun endlich, dass worauf er so lange gewartet hat. Die Weitsicht an diesem Tag ist unglaublich, der alte kann sich nicht erinnern in seinem Leben je so einen klaren Himmel gesehen zu haben. Im Westen liegt das Land, von dem der junge die ganze Zeit gesprochen hat. Der junge Mann erklärt dem Alten, was alles in diesem Land geschehen wird, und welche Pläne er hat und was er schlussendlich tun muss, um diese Pläne Wirklichkeit werden zu lassen.

Der alte hört dem jungen gespannt zu und kommt aus dem Staunen nicht heraus. Der alte wünscht sich er könnte all das noch miterleben, aber er ist schon sehr alt und all die Pläne seines Freundes liegen in einer Zukunft, die er nicht mehr erleben wird. Als ob der junge die Gedanken des alten gehört hätte. «Du wirst diese Zukunft sehen!» Der junge zeigt mit seinem Finger in den Norden «Wenn du genau schaust, siehst du dort ganz im Norden einen Berg. Siehst du ihn?» In der Distanz kann der alte Mann den Umriss eines Berges ausmachen und nickt «Eines Tages werde ich mit Freunden auf eben diesen Berg dort steigen, genauso wie ich heute mit dir auf diesen Berg gestiegen bin. An dem Tag wirst du auf dem Gipfel dort auf mich warten.» Der alte Mann schaut den jungen verwirrt an.

Der Junge lacht, und zwinkert dem Alten zu «Du wirst schon sehen.» Für einige Zeit bleiben die beiden Sitzen, es ist heiss geworden dankbarer Weise geht ein leichter Wind und der Ort hier im Schatten einiger Bäume ist ideal die Mittagshitze zu überstehen.

Es ist schon spät geworden und die Sonne weitergewandert und die Schatten schon deutlich länger. Da wenden sich der Junge zum Alten «Es ist an der Zeit.» Wortlos steht der Alte auf und beide machen sich auf den Weg. Ihr Weg führt sie auf wieder ins Tal aber nicht zurück woher sie kamen. Diesmal gehen sie Wortlos nebeneinander her. Der Aufstieg war für den alten voll mir Erwartung und Vorfreude, anderes nun der Abstieg. Unsicherheit macht sich breit, und die Schritte sind zögerlicher nicht mehr ganz so sicher.

Der Abstieg wird zu einer Herausforderung. Nicht das Schweigen ist schwierig, stille kann der alte Mann geniessen. Es sind seine Gedanken die diesen Weg so beschwerlich machen. Obwohl er und sein Freund während des Mittagessens lange und ausführlich miteinander gesprochen haben, obwohl der junge dem alten alle seine Fragen beantwortet hat, und obwohl der junge ihm gesagt hat was noch alles geschehen wird und ihm alle die Orte gezeigt hat, wo all das passieren wird, trotzdem kann der alte ein Gefühl einfach nicht loswerden: ‘Doch nicht genug gemacht zu haben, doch schlussendlich nicht alles erfüllt zu haben, was sein Freund von ihm wollte’. Ein Gefühl des Versagens macht sich ihn ihm breit.

Denn schliesslich durfte der alte nur von Ferne sehen und nicht selber erleben, was sein Freund alles machen wird. Schliesslich kommen die beiden an einen Ort, den nichts Aussergewöhnliches auszeichnet. «Wir sind da.» Sagt der Junge. «Hier?» - «Ja.» Der alte Mann schaut sich um. Gedanken die er nicht denken will schiessen ihm durch den Kopf. «Ich werde mich erinnern. Dieser Ort wird mir wichtig sein.» Der junge Mann setzt sich unter einen Baum, «Komm.» der alte setzt sich neben ihn. «Danke mein Freund, deine Arbeit ist erfüllt. », flüstert der junge dem alten zu, ein Ausdruck der Erleichterung und Freude huscht über das Gesicht des alten Mannes. Der Junge küsst ihn, und dann ist der alte Tod. Behutsam legt der junge seinen Freund hin. 

Er holt die Schaufel, die er sich bereitgelegt hat und beginnt ein Grab für seinen Freund auszuheben. Er ist einige Zeit damit beschäftigt, aber schliesslich ist das Grab bereit, und der junge Mann legt seinen Freund in das Grab. Er schüttet das Grab so zu, dass keiner auf die Idee kommen würde, dass hier jemand begraben ist. Als der junge Mann fertig ist mit seiner Arbeit, macht er sich auf, zurück zu seinem Vater.

5.Mose 34,1-6

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