Wie Grüne sich die Männer wünschen...
Es ging ja jetzt ein paarmal durch die Medien... die Grünen, aus deren Reihen ja immer wieder gerne männliches Fehlverhalten angeprangert wird, haben sich jetzt dazu entschlossen, einmal zu verkünden, wie sie sich denn einen "echten Mann" im positiven Sinne eigentlich vorstellen. Und das sorgt dann für ein Raunen oder einen Aufschrei, je nachdem welches Skandalpotential man darin erkennen möchte, und selbst Grüne beklagen sich, dass sie dazu gar nicht befragt worden sind und das Ganze sowieso nicht offiziell sei, und tiefgängig schon gar nicht und generell unnötig...
Zuvor wäre es natürlich sinnvoll, einmal zu lesen was überhaupt dort geschrieben wurde:
https://joswig.eu/2026/07/03/moderne-maennlichkeit/
Persönlich erscheinen mir die Aufreger darum doch etwas künstlich. Die Grünen wollen uns mal wieder vorschreiben, wie Männer zu sein haben... ja nun, das tut die AfD schon lange. Und leider hat sie dabei auch Erfolg.
Ich persönlich finde den Text gut und richtig. Und natürlich wird hier niemandem etwas vorgeschrieben... aber es wird ein Bild gezeichnet, dass sich von den ständigen Vorwürfen abhebt, was Männer nicht tun sollen und wie sie nicht sein sollen... das hören wir von Vertretern des Feminismus jeden Tag. Aber ein positives Bild... das fehlt bislang. Und hier wird doch zumindest mal ein Versuch gemacht, mit dem man arbeiten kann.
Dabei gehe ich davon aus, dass sich dieses Manifest nicht an gestanden Mannsbilder um die 40 richtet, die dazu angeregt werden sollen, doch endlich mal ihr Leben zu überdenken (Auch wenn man das durchaus mal machen kann), sondern in erster Linie an Jugendliche, also Jungs, die irgendwie in dieser Welt nach Vorbildern und Rollen suchen, mit denen sie sich identifizieren können. Und dann auf TikTok oder rechten Blasen Rollenbilder präsentiert bekommen, die patriarchale Stereotype bejubeln nach dem Motto: "Sei ein Arschloch - jetzt erst recht!"
Nun werden diese Jugendlichen sich wohl kaum den Text dieses Manifestes ausdrucken und an die Wand hängen... aber es ist doch zumindest mal ein Anfang, eine Idee, in welcher Richtung man positive Rollenbilder vermitteln könnte, und die Leute (nämlich in erster Linie Jugendliche) dabei dort abholt, wo sie stehen - wobei die passenden TikTok Videos wohl erst noch produziert werden müssten, damit das auch in der Zielgruppe ankommt, aber da wird sich schon wer finden.
Oder ist das alles totaler Quatsch, völlig daneben und unnötig...?
Was haltet ihr davon?
Veröffentlicht von: @lucan-7Ich persönlich finde den Text gut und richtig. Und natürlich wird hier niemandem etwas vorgeschrieben... aber es wird ein Bild gezeichnet, dass sich von den ständigen Vorwürfen abhebt, was Männer nicht tun sollen und wie sie nicht sein sollen... das hören wir von Vertretern des Feminismus jeden Tag. Aber ein positives Bild... das fehlt bislang. Und hier wird doch zumindest mal ein Versuch gemacht, mit dem man arbeiten kann.
Sehe ich genauso.
Und ich bezweifle, dass das Zusammenleben von Männern und Frauen dadurch besser wird.
Es ist eine Idee, die dem ein oder anderen bei der Orientierung helfen kann.
Dass mit der Veröffentlichung eines Textes plötzlich das Männerbild als solches in Deutschland ändert ist wohl kaum zu erwarten... aber man hat zumindest was, worüber man reden kann.
Da sich die Bevölkerung auf kaum mehr als 2 bis 3 Themen gleichzeitig konzentrieren kann (optimistische Schätzung), ist das wirklich eines der Themen, die derzeit brennen?
Da die Bevölkerung hierzulande mehr als 80 Millionen Menschen umfasst denke ich, dass es möglich ist über mehr als 2 oder 3 relevante Themen zu sprechen, in der Tat.
Und für jemanden, der sich gerade mit pupertierenden Jungs mit seltsamen Vorstellungen über Männlichkeit herumschlagen muss (Väter, Mütter, Lehrer, Sozialarbeiter, Erzieher und andere Pechvögel) ist dieses Thema von absolut hoher Prioriät.
Ich bestreite nicht, dass das für junge Männer ein Thema ist, aber ich würde darauf wetten, dass dieses Schreiben keine positiven Folgen hat, weil es die Zielgruppe nicht erreicht.
Denn notwendig wäre ein Gegengewicht gegen das toxische Männerbild auf den entsprechenden sozialen Medien mit einem Angebot, dass dann auch noch nachgefragt wird.
Und da sehe ich gar nichts.
VG
Chey
Ich bestreite nicht, dass das für junge Männer ein Thema ist, aber ich würde darauf wetten, dass dieses Schreiben keine positiven Folgen hat, weil es die Zielgruppe nicht erreicht.
Das Schreiben selbst nicht, aber es wird ja darüber gesprochen. Und irgendwer muss halt mal damit anfangen, dem toxischen Männerbild etwas entgegenzusetzen.
Fun Facts Folge mit Sarah Bosetti zum Thema, warum Männer unter dem Patriarchat leiden.
Es trifft das Thema irgendwie, denn es geht um das Männerbild. Wie sollen Männer sein? Und was bedeutet es für Männer "nach Macht streben zu müssen" - denn das muss ein Mann im Männerbild der AfD und Co
@channuschka Sarah Bosetti ist immer noch medial unterwegs? Ich dachte, die wäre längst dabei, überkommene Geschlechterrollen durchbrechend* die Karriereleiter bei der Bundeswehr hochzuklettern, bzw. erstmal in der Grundausbildung im Flecktarn durch den Schlamm zu robben, um Alte und Wehrlose vor den Schergen Putins verteidigen zu helfen?
Na, aber vielleicht hilft sie ja hier tatsächlich mit Erkenntnisgewinn, indem sie glasklar definiert, wie Männer zu sein hätten: nicht wie Friedrich Merz, hahaha, hihihi - das Männerbild der AgD und Co (wer war nochmal genau dieses Co?) aus den Köpfen ihrer Claqueure zu kriegen. Oh - das war gar nicht in denen? Ah, okay. Dann passt dieser Clip sogar noch besser zum Thema: preaching to the choir.
*wenn moderne Männer wie Nymoen es nicht mehr tun mögen und also eigentlich doch schon sowas wie grüne Männlichkeit umsetzen, wäre es doch nur konsequent, dass sich Frauen drum kümmern, nicht wahr?
Bosetti war immerhin die, der Drosten die ganze Wahrheit gestanden hat
https://youtu.be/ifs4tf76bMM?si=3Tjd_fJOK9sBS-qb
Hier die ganze Sendung:
https://youtu.be/tPLDhVIDEDc?si=8LFe_36BquBiOdXI
VG
Chey
Sarah Bosetti ist immer noch medial unterwegs?
Ja, die Frau war mal ziemlich schlagfertig unterwegs und ich habe sie mir gerne angehört.
Inzwischen hat sie es sich aber in ihrer eigenen Blase gemütlich gemacht, wo sie die immer gleichen Phrasen wiederholt und von der bösen Realität weitgehend verschont wird, weil ihre Gegner in einer ähnlichen Blase feststecken und von dort aus ihren Dreck ins Internet schleudern (Und besonders auf Frauen wie Bosetti)...
Fun Facts Folge mit Sarah Bosetti zum Thema, warum Männer unter dem Patriarchat leiden.
Ich habe mir das Transkript des Videos durchgelesen. Frau Bosetti spricht Männerprobleme durchaus fair an.
Für mich bleibt aber ein Punkt offen: Wenn es um Männerprobleme geht, wird hier eine feministische Sicht präsentiert. Zentrale Erklärung von Frau Bosetti: das Patriarchat ist schuld, helfen kann der Feminismus. Das fällt mir häufig in der Diskussion über Männerthemen auf. Die männliche Perspektive wird in ein bereits feststehendes Deutungsmuster eingeordnet.
Vielleicht habe ich Deinen Beitrag nicht richtig verstanden. Ich tu mich schwer mit impliziten Botschaften. Wenn eine Botschaften mehrere Interpretationen erlaubt, orientiere ich mich wörtlich an dem, was gesagt wird. Und auf dieser Ebene kann ich Deinen Beitrag nicht richtig nachvollziehen.
Bei mir entsteht der Eindruck, daß Du - mit Deinem Verweis auf Frau Bosetti - nur die feministische Sicht kennst oder zuläßt. Auch der Einstieg mit "Fun Facts" deutet darauf hin. Im Forum Mann Sein erscheint mir das unpassend.
Welches Männerbild hast Du? Hast Du eine christliche Sicht auf das Thema? Wie siehst Du den Anteil, den Frauen daran haben? Gibt es Erwartungen, Verhaltensweisen oder gesellschaftliche Dynamiken, an denen Frauen ihren Anteil haben - oder siehst Du die Ursachen überwiegend auf Seiten der Männer und ihrer Rollenbilder? Ich bin gespannt auf Deine Sicht. Das interessiert mich mehr als die Aussage, daß Feminismus die Lösung ist.
die Grünen, aus deren Reihen ja immer wieder gerne männliches Fehlverhalten angeprangert wird, haben sich jetzt dazu entschlossen, einmal zu verkünden, wie sie sich denn einen "echten Mann" im positiven Sinne eigentlich vorstellen
Einige Grüne, eher nicht die. 😀 Die Grünen werden allerdings überwiegend von urbanen Frauen gewählt, auf die solche Männerbild-Positionspapiere womöglich abschreckend wirken könnten.
Wie auch immer: Ich fände es ja so schön, wenn sich die Grünen wieder ihrem ursprünglichen Herzensthema zuwenden könnten: Schutz von Umwelt und Natur. Da gibt's genügend dicke Bretter zu bohren.
Die Grünen werden allerdings überwiegend von urbanen Frauen gewählt, auf die solche Männerbild-Positionspapiere womöglich abschreckend wirken könnten.
Also wenn DAS jetzt auch noch "abschreckend" wirkt... dann weiss ich wirklich nicht, dann liegt's am Ende doch an den Frauen... verstehe einer die Weiber (Nein, das habe ich jetzt nicht geschrieben, nur gedacht).
Wie auch immer: Ich fände es ja so schön, wenn sich die Grünen wieder ihrem ursprünglichen Herzensthema zuwenden könnten: Schutz von Umwelt und Natur. Da gibt's genügend dicke Bretter zu bohren.
Ja, die Öffentlichkeit war Robert Habek ja auch wirklich dankbar für seine diesbezüglichen Bemühungen, und er wurde für seine Authentizität und offene Kommunikation überall freundlich empfangen. Mit Vernunft und Offenheit kommt man halt immer weiter... ach nee, ich glaube das lief doch etwas anders...
Authentische und ehrliche Politiker werden zwar gefordert, aber wenn sie dann mal auftauchen glaubt ihnen niemand und sie werden gehasst und vertrieben.
(Und nein, ich bin kein Fanboy, der Typ hat auch Mist gebaut und Blödsinn geredet mit seinen Wasserstoffkraftwerken, die technisch nicht umsetzbar sind... aber trotzdem fiel mir das einfach auf...)
Amthor, Merz, Spahn
Ja, das sind ausgesprochen authentische Lügner... da macht ihnen keiner was vor, die Gesinnung wird schneller gewechselt als das nächste Hemd.
Merz hat ein Buch veröffentlicht "Nur wer sich ändert wird bestehen", woraufhin er sich kein bißchen änderte.
Spahn hat sich gegen Leihmütter ausgesprochen, weil das gegen seine christlichen Überzeugung ist... aber hey, einmal ist keinmal...
Und Amthor mag die Wirtschaft so sehr, dass er sich bereichert, wo er kann... sehr überzeugend.
Veröffentlicht von: @bepe0905Ja, das sind ausgesprochen authentische Lügner... da macht ihnen keiner was vor, die Gesinnung wird schneller gewechselt als das nächste Hemd.
Was Spahn gerade aktuell wieder mal zeigt.
Tja.
Stichworte 'Politikverdrossenheit' und 'denen da oben kann man eh nicht trauen'.
Ich hab mir jetzt lang überlegt, ob der Privatmensch Spahn nicht auch ein Recht hat, seine Meinung zu ändern.
Und im Prinzip gesteh ich ihm das auch zu. Aber gleichzeitig misst man ihn natürlich an seinen eigenen Worten.
Noch dazu in einer so schon fragwürdigen Angelegenheit.
Vielleicht wären Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit Eigenschaften, die ein Mann und ein Politiker mitbringen sollten.
So wie ich das verstanden habe, hat er seine Meinung zu Leihmutterschaft nicht geändert. Die soll hier weiterhin verboten sein. Für Reiche gibt es ja die von ihm genutzte Ausnahme.
Was es ja in Wahrheit noch viel schlimmer macht.
Hätte er seine Meinung geändert und gesagt: "Ich verstehe jetzt, warum Menschen so etwas machen... vielleicht sollten wir auch in Deutschland die Regelung noch einmal überdenken.", dann wäre das menschlich verständlich. Auch als Politiker kann man eine Meinung überdenken, auch aus persönlichen Gründen.
Aber zu sagen: "Ja, ich habe das zwar gemacht, aber für die Leute in Deutschland soll das auch weiterhin verboten sein, dafür gibt es ja gute Gründe!" - das ist nicht akzeptabel.
Wer weiss wie sehr er sich da noch in die Nesseln setzt. Ich bin ja sonst nicht so dafür, dass jeder gleich nach jedem Fehler zurücktreten soll... aber die CDU hat jetzt schon ein ganz massives Glaubwürdigkeitsproblem. Eines mehr.
Stichwort zum Thema: So sollten Männer ganz bestimmt nicht sein...
Der weitere Weg ist doch klar. Spahn hat seiner Partei ein klärendes Gespräch dazu angeboten ... im September. Wenn Gras drüber gewachsen ist.
Ist halt ein Vollblutpolitiker.
Ganz anderes,Thema: Kann sich eigentlich jemand erklären, woher diese Politikverdrossenheit in Deutschland kommt?
VG
Chey
@chey Kann sich eigentlich jemand erklären, woher diese Politikverdrossenheit in Deutschland kommt?
Ja. 😎
Ganz anderes,Thema: Kann sich eigentlich jemand erklären, woher diese Politikverdrossenheit in Deutschland kommt?
Nö, gar nicht.
Wir haben doch volksnahe Politiker, die ihre Aufgabe ernst nehmen, dem Wohl des Volkes zu dienen und in diesem Sinne unermüdlich arbeiten. Politiker, die auch mal bereit sind, zurückzustecken, wenn es der Sache dient.
Die nicht in kleinlicher Parteiarbeit verharren, sondern Projekte voranbringen. Die klare Prioritäten für Deutschlands Zukunft setzen, sich kritisch mit den Fehlern der Vergangenheit auseinandersetzen und daraus Schlussfolgerungen für ihr künftiges Verhalten ziehen.
Menschen, die Verantwortung übernehmen, damit auch bereit sind Fehler zu machen und für diese einzustehen. Die Leistungen anerkennen, auch wenn sie nicht von der eigenen Seite stammen. Die konstruktiv aufeinander zugehen und Kompromisse schliessen, wo es nötig ist.
Und eine Bevölkerung, die diese Arbeit zu schätzen weiss, eventuelle Fehler einordnen und notfalls auch vergeben kann. Die Fähigkeiten kritisch hinterfragt und jene belohnt, die sich durch Kompetenz und die Bereitschaft zur Umsetzung auszeichnen. Ein Bevölkerung, die ihrer Aufgabe, die Politik aufmerksam zu begleiten um jederzeit auf verantwortungsvolle Weise ihre Wahl zu treffen, sei es auf Landes- oder Bundesebene, mehr als gerecht wird.
Also, ich bin da echt zuversichtlich...
Jetzt wo die Grünen gesagt haben, wo's auch für die Männer langgeht kann da nix mehr passieren!
Veröffentlicht von: @lucan-7Ganz anderes,Thema: Kann sich eigentlich jemand erklären, woher diese Politikverdrossenheit in Deutschland kommt?
Nö, gar nicht.
Wir haben doch volksnahe Politiker, die ihre Aufgabe ernst nehmen, dem Wohl des Volkes zu dienen und in diesem Sinne unermüdlich arbeiten. Politiker, die auch mal bereit sind, zurückzustecken, wenn es der Sache dient.
Die nicht in kleinlicher Parteiarbeit verharren, sondern Projekte voranbringen. Die klare Prioritäten für Deutschlands Zukunft setzen, sich kritisch mit den Fehlern der Vergangenheit auseinandersetzen und daraus Schlussfolgerungen für ihr künftiges Verhalten ziehen.
Menschen, die Verantwortung übernehmen, damit auch bereit sind Fehler zu machen und für diese einzustehen. Die Leistungen anerkennen, auch wenn sie nicht von der eigenen Seite stammen. Die konstruktiv aufeinander zugehen und Kompromisse schliessen, wo es nötig ist.
Und eine Bevölkerung, die diese Arbeit zu schätzen weiss, eventuelle Fehler einordnen und notfalls auch vergeben kann. Die Fähigkeiten kritisch hinterfragt und jene belohnt, die sich durch Kompetenz und die Bereitschaft zur Umsetzung auszeichnen. Ein Bevölkerung, die ihrer Aufgabe, die Politik aufmerksam zu begleiten um jederzeit auf verantwortungsvolle Weise ihre Wahl zu treffen, sei es auf Landes- oder Bundesebene, mehr als gerecht wird.
Also, ich bin da echt zuversichtlich...
Jetzt wo die Grünen gesagt haben, wo's auch für die Männer langgeht kann da nix mehr passieren!
Titeländerung: Wie Lucan sich Politiker wünscht ...
Veröffentlicht von: @cheyDer weitere Weg ist doch klar. Spahn hat seiner Partei ein klärendes Gespräch dazu angeboten ... im September. Wenn Gras drüber gewachsen ist.
Ist halt ein Vollblutpolitiker.
Bis dahin zahnt das Kleine vielleicht schon und der Herr Spahn hat Ringe unter den Augen, weil er kaum noch zum Schlafen kommt ...
Oder er nimmt sich Elternzeit ...
Ganz anderes Thema: Kann sich eigentlich jemand erklären, woher diese Politikverdrossenheit in Deutschland kommt?
🤔
Vielleicht wären Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit Eigenschaften, die ein Mann und ein Politiker mitbringen sollten.
aber nicht nur "vielleicht"
Ich hab mir jetzt lang überlegt, ob der Privatmensch Spahn nicht auch ein Recht hat, seine Meinung zu ändern.
das darf man auch als Politiker.
Aber wenn man nicht nur bewusst lügt (wie Spahn), sondern einerseits einen Parteibeschluss verkündet und offiziell mitträgt, andererseits die persönliche "Haltung" diesem diametral entgegensteht, dann sollte gibt es nur noch den Rücktritt von allen offiziellen Positionen in dieser Partei, um halbwegs glaubwürdig zu sein.
Naja, so richtig "glaubwürdig" war das Spahnferkel eigentlich noch nie, denn ob Maskendeals oder Kontakte zu Trump-Freunden - er ist sich für keine Sauerei zu schade.....
Und dieser jüngste Skandal ist nichts anderes als aktive Wahlhilfe für die AfD, das sollte ihm doch klar sein.
Ich bin jetzt gespannt, wie der selbsternannte "Macher" Merz reagiert, bzw. wie lange es dauert, bis er sich mal verbindlich äußert. Bisher reagierte er ja wie das "Fähnlein auf dem Turm"...
das sich bekanntlich dreht nach "Wind und Sturm". Denn zuerst hatte er Spahn gratuliert - und erst, als er jetzt merkte, dass da sogar aus der eigenen Partei Widerstand kommt, geht er vorsichtig auf Distanz.
Ich bin jetzt gespannt, wie der selbsternannte "Macher" Merz reagiert, bzw. wie lange es dauert, bis er sich mal verbindlich äußert. Bisher reagierte er ja wie das "Fähnlein auf dem Turm"...
Na, das ging doch schneller als erwartet. Habe gerade gehört, dass Merz den Herrn Spahn zum Rücktritt aufgefordert hat. Mal sehen, wie es weiter geht - 🧐
es bleibt spannend, meint Dschordsch
Schon passiert:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/unionsfraktionschef-spahn-tritt-zurueck,VPiugYn
Puhhhh( erst mal Luft ablassen...)
wenigstens eine gute Nachricht zum Wochenabschluss 👍 👍 👍
wenigstens ein Rest Glaubwürdigkeit bleibt damit gewahrt 😀 😀 😀
Ja, die Öffentlichkeit war Robert Habek ja auch wirklich dankbar für seine diesbezüglichen Bemühungen, und er wurde für seine Authentizität und offene Kommunikation überall freundlich empfangen.
Soweit ich mich erinnere, hatte Habeck beste Chancen. Bis es zur Frage kam, wer Kanzlerkandidat wird. Da trat er hinter der Frau zurück.
Ja, die Öffentlichkeit war Robert Habek ja auch wirklich dankbar für seine diesbezüglichen Bemühungen, und er wurde für seine Authentizität und offene Kommunikation überall freundlich empfangen.
Ich würde mich besser fühlen, wenn ich aufgrund meiner Herzensthemen marginalisiert würde. Du nicht?
Authentische und ehrliche Politiker werden zwar gefordert, aber wenn sie dann mal auftauchen glaubt ihnen niemand und sie werden gehasst und vertrieben.
Der Höcke wirkt auf mich sehr authentisch. Er dürfte auch reichlich gehasst werden. Aber er macht einfach weiter. Das kann also nicht das Argument sein.
Der Höcke wirkt auf mich sehr authentisch. Er dürfte auch reichlich gehasst werden. Aber er macht einfach weiter. Das kann also nicht das Argument sein.
Ja, dass Habek jetzt gekniffen hat nehme ich ihm auch übel... so wichtig scheint ihm die Rettung der Welt dann auch nicht zu sein.
Für Höcke gehört gehasst-werden zur eigenen Identität... würden ihn alle lieben, dann würde er an Glaubwürdigkeit verlieren.
Warum denkt da bei den Grünen eigentlich keiner dran...? Die müssten sich doch nur für Höcke aussprechen und ihn bejubeln, schon wäre der weg vom Fenster... kommt natürlich keiner drauf.
Beim nächsten Christopher-Street Day einen "LGBTQ+ für Höcke" Wagen mitlaufen lassen... und der könnte sich im Osten nicht mehr blicken lassen...
@lucan-7 Ich würde es zu schätzen wissen, wenn man das auch auf Frauen ausdehnen würde.
Denn ehrlich gesagt ist in der heutigen Frauenbewegung auch zuviel Mimimi und zu wenig auf den Tisch hauen. Und nur mit Mimimi werden wir von den Männern auch nicht für voll genommen.
Ich würde es zu schätzen wissen, wenn man das auch auf Frauen ausdehnen würde.
Fehlt es denn den Frauen an positiven Vorbildern, die man Teenagern vermitteln könnte?
Natürlich gibt es da jede Menge negative Beispiele, etwa Influencer, die Frauen nur aufs Aussehen reduzieren... aber dem kann man ja entgegnen, dass es nicht allein darauf ankommt.
Wenn man aber Jungs sagt, dass sie keine Machos sein sollen bleibt immer noch die Frage: Was denn dann?
Ein positives Vorbild, sowohl für Männer als auch Frauen? Hm. Da war doch einer? Der vor 2000 Jahren lebte. Da gibt es sogar ein Buch über den. Versuchs doch mal mit seiner Botschaft.
Weiss nicht. Ist die letzten 2000 jahre auch ziemlich schief gegangen. Warum soll das jetzt anders sein?
Wäre wirklich interessant. Ich glaube ohne das Christentum wäre die Welt 6* schlimmer.
Kaum.
Es ist ja nicht so, als wäre die Welt dort, wo sich der christliche Glaube verbreitete, so viel anders gewesen als anderswo.
Letztlich halte ich den Einfluss für recht gering.
Ich glaube, die Debatte um ein „modernes Männerbild“ setzt an einer Stelle an, die vielleicht gar nicht die wichtigste ist - auch wenn es die AfD oder die Grünen gerne so hätten.
Die eigentliche Frage ist doch nicht zuerst: „Was macht einen guten Mann aus?“ Sondern: „Was macht einen guten Menschen aus?“
Aus meiner Sicht braucht ein Mensch vor allem drei Dinge.
Erstens: Er muss wissen, wer er selbst ist. Er muss seine Stärken und Schwächen kennen, seine Begabungen entdecken und Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen. Wer keine eigene Identität entwickelt hat, wird immer Gefahr laufen, sich von außen sagen zu lassen, wer er sein soll.
Zweitens: Für mich als Christ gehört dazu die viel tiefere Frage: Wer bin ich in Gottes Augen? Meine Identität hängt dann nicht an Erfolg, Anerkennung, gesellschaftlichen Erwartungen oder daran, ob ich einem bestimmten Rollenbild entspreche. Sie gründet darin, dass ich ein von Gott gewollter Mensch bin und meine Identität in Jesus Christus finde.
Drittens braucht ein Mensch die Fähigkeit, Recht und Unrecht zu unterscheiden. Nicht im Sinne dessen, was gerade gesellschaftlich angesagt ist, sondern im Sinne einer Wahrheit, die über uns selbst hinausweist. Letzten Endes hat diese Wahrheit in Gott ihren Ursprung. Der Mensch ist nicht der Maßstab aller Dinge, sondern bleibt aufgerufen, sein Denken und Handeln an Gottes Willen zu prüfen.
Wenn ein Mensch diese drei Dinge besitzt – ein klares Wissen darum, wer er ist, eine feste Identität in Gott und die Fähigkeit zur Unterscheidung von Gut und Böse –, dann wird die Frage nach gesellschaftlichen Geschlechterrollen komplett irrelevant und führt nur ad absurdum, denn dann muss ein Mann nicht erst einem bestimmten Klischee entsprechen, um ein guter Mann zu sein. Er muss nicht dominant sein, nicht besonders hart auftreten und auch nicht irgendein modernes Ideal erfüllen. Entscheidend ist, ob er ein Mensch mit Charakter ist: jemand, der Verantwortung übernimmt, der andere liebt, der für das Richtige einsteht und der bereit ist, sich selbst immer wieder zu prüfen.
Vielleicht wäre genau das die tiefere Debatte, die geführen werden sollte. Nicht nur: „Welches Männerbild wollen wir vermitteln?“ Sondern: „Welche Menschen wollen wir hervorbringen?“
Denn ein Mensch, der weiß, wer er ist, wer er vor Gott ist und woran er Gut und Böse unterscheiden kann, braucht kein von jedweder Politik vorgefertigtes Rollenbild, um seinen Platz in dieser Welt zu finden.
Und eben jener Mensch hat, ohne dass er sich dessen bewusst sein muss, mehr Macht über sich selbst als alle politischen Parteien.
Hallo @mr-k
Danke für Deinen Beitrag. Ich finde es sehr gut, daß Du den Blick auf Gott lenkst. Bei den meisten Deiner Punkte gehe ich mit. Du schreibst:
Vielleicht wäre genau das die tiefere Debatte, die geführen werden sollte. Nicht nur: „Welches Männerbild wollen wir vermitteln?“ Sondern: „Welche Menschen wollen wir hervorbringen?“
Das ist genau richtig. Ich würde mich über so eine Diskussion in der Gesellschaft viel mehr freuen als über die Frage, was einen Mann und was eine Frau ausmacht. Das ist eine wichtige christliche und gesellschaftliche Frage. Es geht um Menschenwürde und um Identität.
Jetzt kommt mein Aber ...
In der Realität bist Du aber ein Mann oder eine Frau. Das prägt Deine Erfahrungen. Ich behaupte: (im Durchschnitt) haben Männer andere Erfahrungen als Frauen. Zum Beispiel:
- Frauen erleben die Pubertät anders
- Frauen menstruieren regelmäßig
- Frauen können eine Schwangerschaft erleben
- Frauen können eine Geburt und Stillzeit erleben
- Männer erleben die Pubertät testosterongesteuert
- Männer haben nächtliche Erektionen und Samenergüsse
- Männer erleben Konkurrenz anders
- Männer werden zum Kriegsdienst verpflichtet
- Jungen und Mädchen werden unterschiedlich wahrgenommen und erzogen
- Männer und Frauen erleben die Partnersuche unterschiedlich
- Männer erleben Vaterschaft anders als Frauen die Mutterschaft
Durch ihre unterschiedlichen Erfahrungen werden Männer zwangsläufig anders geprägt als Frauen. Dann ist es auch wahrscheinlich, daß Männer andere Bedürfnisse und andere Sichtweisen haben als Frauen.
(Disclaimer: Natürlich gibt es innerhalb der Männer und Frauen eine breite Varianz. Und es gibt viele Überschneidungen. Es ist auch klar, daß man aus dem Durchschnitt nicht auf ein Individuum schließen kann.)
Deshalb finde ich es nicht falsch, den Blick auf die Unterschiede zu werfen. Zuerst einmal beschreibend, und ganz ohne Wertung.
Deshalb finde ich es nicht falsch, den Blick auf die Unterschiede zu werfen. Zuerst einmal beschreibend, und ganz ohne Wertung.
Ich denke auch, dass das zwei Themen sind. Das eine betrifft die Gesellschaft als solche, das andere unsere Identität.
Und beides ist wichtig.
Hey Mike,
Danke zunächst für Dein Feedback.
Was dein Aber angeht muss ich Dir leider ein paar Widerworte geben.
Es ist zwar richtig, dass Frauen Aspekte des Lebens anders erleben als Männer. Allerdings erleben Frauen dieselben Aspekte ebenso anders wie andere Frauen; und Männer erleben die Aspekte ebenso anders wie andere Männer. Jede einzelne Erfahrung ist unique zu der Person, die sie macht. Das Geschlecht spielt da eine untergeordnete Rolle und ist nicht immer der einzige Faktor.
Fangen wir mit dem Wehrdienst an. Tatsächlich verhält es sich hier so, dass der Ausschluss von Frauen aus kriegerischen Auseinandersetzungen relativ jung ist - er verfestigte sich erst im 17.-18. Jahrhundert mit der Aufstellung der ersten stehenden, staatlich organisierten Armeen. Kämpfende Frauen waren aus der Historie davor bereits bekannt, von den Sarmaten auf dem Eurasischen Kontinent (bis zu 800 v. Chr.) über die Kelten, Germanen und später Wikinger bis hin zum Spätmittelalter - die Rolle der Marketenderinnen im Kampf in den Landsknechtsheeren unter Maximilian dem I. ist hier gut und deutlich dokumentiert. Der Ausschluss der Frau aus dem Militärbereich ist eine relativ moderne Idee - und eine, die stark wackelt, was man an der aktuellen Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht deutlich bemerkt.
Gleichwohl ist der Satz "Männer werden zum Kriegsdienst verpflichtet" faktisch falsch. Artikel 12a des Grundgesetzes weißt hier ganz deutlich darauf hin, dass niemand gegen sein Gewissen am Dienst an der Waffe verpflichtet werden kann.
Somit ist die Situation in Deutschland die, dass der Wehrdienst keine exklusiv männliche Erfahrung ist. Frauen können sich ebenso seit 25 Jahren verpflichten.
Soviel erst mal zum Thema Mr. K's Klugscheisserei - es unterstreicht hier den Punkt, den Du in Klammern gesetzt hast: Nämlich, dass es Überschneidungen und Varianz kommen kann. Ich würde sogar sagen, dass die individuellen Erfahrungen und Prägungen so variabel und individuell sein können dass das jeweilige Geschlecht nicht der alleinig bestimmende Faktor sein kann.
Natürlich kann man einen Blick auf die Unterschiede werfen. Aber daran Rollenmodelle zu definieren und somit Standards festzulegen wie ein Mann oder eine Frau zu sein hat wäre absolut fatal.
Liebe Grüße,
Mr. K
Fangen wir mit dem Wehrdienst an. Tatsächlich verhält es sich hier so, dass der Ausschluss von Frauen aus kriegerischen Auseinandersetzungen relativ jung ist - er verfestigte sich erst im 17.-18. Jahrhundert mit der Aufstellung der ersten stehenden, staatlich organisierten Armeen.
Ich glaube, da hast du dir etwas zurechtgelegt... zwar gab es immer wieder kämpfende Frauen, auch dort wo man sie nicht erwartet, aber das war auch historisch gesehen die Ausnahme.
Und im 2. Weltkrieg kämpften Frauen ganz regulär in der Sowjetischen Armee, etwa als Scharfschützen oder Pilotinnen (Von der Wehrmacht "Flintenweiber" und "Nachthexen" genannt, letzteres ware eine rein weiblich besetztes Bomberregiment, es gab aber auch weibliche Jagdflieger).
Viel Anerkennung bekamen sie dafür allerdings nicht, obwohl das auch propagandistisch ausgeschlachtet wurde.
Ich würde sogar sagen, dass die individuellen Erfahrungen und Prägungen so variabel und individuell sein können dass das jeweilige Geschlecht nicht der alleinig bestimmende Faktor sein kann.
Richtig. Aber in der Masse gibt es klare Tendenzen. Es gibt hervorragende und talentierte Handwerkerinnen genau so wie es männliche Pfleger und Erzieher gibt - aber statistisch sind das eher Ausnahmen.
Ich finde es gut, wenn man beispielsweise junge Frauen ermutigt, eine handwerkliche Ausbildung zu machen - da gibt es jede Menge Potential, und Handwerker werden dringend gebraucht.
Aber wir werden es da nie auf eine 50% Quote bringen, weil die meisten Frauen eben keine entsprechende Neigung haben. Jedenfalls so lange sie die Wahl haben...
Aber warum muss man denn eine 50 Prozent Quote bekommen.
Ich meine zum Glück, Männer und Frauen sind nicht Tupfengleich - das wäre ja schlimm, warum will man dann so tun als ob.
Bezüglich der Wehrpflicht - Meine Meinung, ein Staat der Ehre hat verteidigt seine Frauen anstatt sie zu verheizen.
Hallo @mr-k
ich denke, wir betrachten das Thema von unterschiedlichen Seiten. Ich habe den Eindruck, daß Dir der Aspekt wichtig ist, daß aus Unterschieden keine starren Rollen oder Verhaltensnormen abgeleitet werden sollen. Da stimme ich Dir zu.
Mein Beitrag ist überwiegend beschreibend. Männer und Frauen erleben im Durchschnitt andere Dinge. Die Lebenswirklichkeit ist eine andere. Das finde ich interessant zu beobachten und zu beschreiben.
Das Geschlecht einer Person ist nicht das wichtigste Merkmal. Aber der Schluß, daß es deshalb unwichtig ist, erscheint mir vorschnell. Zumal wir hier im Bereich "MannSein" diskutieren und nicht im allgemeinen Teil.
Noch kurz zum Kriegsdienst. Ich habe bewußt nicht vom Wehrdienst geschrieben, sondern an eine Situation gedacht, in der Deutschland in einen Krieg verwickelt ist. Ich gehe davon, aus, daß dann die Wehrpflicht sehr schnell reaktiviert wird und es kaum Ausnahmen geben würde.
Schau Dir an, wie Männer in Rußland und in der Ukraine rekrutiert werden: offiziell freiwillig, doch inoffiziell ist da jede Menge Trickserei und Nötigung mit dabei.
Im Ernstfall wird es bei uns ebenso ablaufen. Der Druck auf junge Männer wäre immens.
Das ist eine Situation, die Frauen nicht erleben, da es keine Wehr-PFLICHT für sie gibt. Entsprechend müssen sie sich auch in Friedenszeiten nicht damit auseinandersetzen. Männer hingegen müssen sich aktiv Gedanken machen, wie sie zu dem Thema stehen.
Natürlich kann man einen Blick auf die Unterschiede werfen. Aber daran Rollenmodelle zu definieren und somit Standards festzulegen wie ein Mann oder eine Frau zu sein hat wäre absolut fatal.
Siehe oben: das mache ich nicht. Das macht meiner Meinung nach auch weder das Männermanifest der Grünen noch ein anderes Männermanifest. Nur weil Geschlecht nicht der einzige Faktor ist, kann man nicht folgern, daß Geschlecht kein besonders wichtiger Faktor ist.
Wie siehst Du die anderen Unterschiede, die ich als Beispiele genannt hatte?