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Christl. Freizeiten für Eltern mit autistischen Kindern


Nadinsche1230
Themenstarter
Beiträge : 36

Hallo alle zusammen

Ich bin Mutter eines autistischen Jungen. Wie alle Kinder mit Autismus hat auch mein Sohn gewisse Probleme, sich im Alltag zu verständigen, zurechtzufinden und sich anzupassen. Er ist auf Hilfe sowie Begleitung angewiesen und darauf, dass jemand permament auf ihn achtet.

Während mit 9 Jahren andere Kinder bereits auf christliche Freizeiten, Camps oder andere Ausflüge gehen, ist das für meinen Sohn ohne entsprechende Begleitung nicht möglich. Und doch wünsche ich mir genau das für ihn.
Mit ihm Urlaub zu machen, ist schwierig, da man ihm seine Behinderung nicht ansieht und wir auf sehr viel Ablehnung und Anfeindung in der Öffentlichkeit stoßen. Daher wäre es optimal, spezielle Freizeiten für Eltern mit ihren autistischen Kindern anzubieten, wo alle "die gleiche Sprache sprechen" und Gleichgesinnte finden.

Leider gibt es für Kinder mit Autismus und auch für Eltern mit behinderten Kindern keine christlichen Freizeitangebote. Daher bin ich am Überlegen, genau sowas auf die Beine zu stellen. Kann mir jemand sagen, wie ich das am besten angehe? Vielleicht kennt jemand jemanden, der jemanden kennt, usw.... an den ich mich wenden kann.
Oder vielleicht liesen hier betroffene Familien mit, die die geschilderten Probleme aus eigene Erfahrung kennen und Lust haben, das Projekt gemeinsam anzugehen.

Freue mich auf eure Antworten.

LG
Nadine

Antwort
5 Antworten
HerrNilson
Beiträge : 216

Tolle Idee, Nadinsche!

Mein Gedanke wäre, auf bestehende Strukturen zurückzugreifen:
-Welches Setting ist sinnvoll? Ländlich? Städtisch? Kleines oder großes Freizeit/Gästehaus? Andere Gruppen parallel möglich? etc
-Was wäre das ideale Programm? Gibt es sowas evtl schon, aber am falschen Ort bzw für eine andere Zielgruppe?

Das meine ersten Gedanken.

LG
HN

herrnilson antworten
2 Antworten
Seltenhier
(@seltenhier)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 67
Veröffentlicht von: @herrnilson

Mein Gedanke wäre, auf bestehende Strukturen zurückzugreifen:

Dem kann ich nur zustimmen.
Es gibt ja im weltlichen Bereich bereits Camps für Kinder mit bestimmten chronischen Erkrankungen (z.B. Diabetes, NF,..), wo du dir inhaltlich was ableiten könntest. Möglicherweise kooperiert sogar ein Autsimusprojekt/Autismuszentrum u.ä.

Wünsch dir viel Erfolg bei dieser prima Idee. 😊

seltenhier antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Hi, ist es nicht sehr wichtig, daß man Tiere mit einbinden tut? Es gibt zb. eine Delfin Therapie (das speziell geht natürlich schwer) aber das man in Richtung Tiere was machen würde. Zb. Pferde oder so. Da gibt es auch bei uns in der Nähe Therapieformen bei ich meine, ADHS. Vielleicht eignen sich einige Tiere für solche Sachen

Liebe Grüße und Gottes Segen dabei

Eddie

derneinsager antworten


Tagesschimmer
Beiträge : 944

Ich hätte eine ein wenig andere Herangehensweise als meine Vorschreiber und stelle sie mit dazu.

Mein erster Gedanke war, zum Gebet einzuladen: „Wir beten für unsere Kinder“ oder so. Aus diesem Kreis könnte sich etwas entwickeln.

Wenn du direkt auf die Freizeit zugehen möchtest: Ich würde zuerst auf die Suche nach mindestens einer Partnerfamilie gehen, mit der ich auch allein in den Urlaub fahren würde. Dabei würde ich weniger auf den Autismus wert legen als auf das Verständnis füreinander. Dabei würde ich gut vernetzte Fachleute und Christen ansprechen, zu denen ihr ein Vertrauensverhältnis habt und die einschätzen können, was passen könnte.

Angenommen, dein Sohn hat Asperger und hätte es dann nur mit frühkindlichen Autisten zu tun, wären die Unterschiede vielleicht größer als zu einem psychisch kranken Kind. Ich denke, Hauptsache, die Eltern kennen sich ein wenig aus und wünschen sich ein christliches Angebot für ihre Kinder.

Wenn die Anfangsgruppe gefunden ist, würde ich einige Termine finden und die Freizeitheime. Mit diesen Daten könntest du Flyer drucken, die ausdrücklich die christlichen Angebote erwähnen. Meldet sich niemand, habt ihr immer noch die kleine Gruppe.

Inhaltliche Ideen lassen sich wahrscheinlich noch wenige Wochen vorher planen, wenn feststeht, wer mitkommt.

tagesschimmer antworten
frosch80
Beiträge : 791

Hej Nadine,

Veröffentlicht von: @nadinsche1230

Ich bin Mutter eines autistischen Jungen.

verzeih bitte, dass ich hier mit einer kritischen Bemerkung beginne. Bei Autisten gibt es ein ungeheures Spektrum. Da gibt es welche, die kein Wort sprechen können und quasi vollständig pflegebedürftig sind. Das ist das eine Extrem. Dort befindet sich dein Sohn nicht, denn sonst hättest du nicht geschrieben, dass

Veröffentlicht von: @nadinsche1230

man ihm seine Behinderung nicht ansieht

Und dann gibt es Menschen wie Albert Einstein und Greta Thunberg. Das ist das andere Extrem.

Da stellt sich mir die Frage, wo zwischen diesen Extremen dein Sohn anzusiedeln ist.

Veröffentlicht von: @nadinsche1230

Während mit 9 Jahren andere Kinder bereits auf christliche Freizeiten, Camps oder andere Ausflüge gehen

Jepp. Was ich auch für eine sehr gute Sache halte, nicht zuletzt deshalb, weil das sehr hilfreich ist beim Ablöseprozess zwischen Eltern und Kindern.

Veröffentlicht von: @nadinsche1230

ist das für meinen Sohn ohne entsprechende Begleitung nicht möglich.

Es gibt durchaus Angebote, wo eine "Begleitung" angeboten wird. Ob die Begleitung wirklich "entsprechend" ist, kann ich freilich nicht beurteilen (siehe Spektrum Autismus). Hier ein Beispiel:

http://www.kindersingewoche.de

Und es finden sich da viele Beispiele. Was diese Angebote taugen und ob die deinen Vorstellungen entsprechen, weiß ich natürlich nicht.

Veröffentlicht von: @nadinsche1230

Leider gibt es für Kinder mit Autismus und auch für Eltern mit behinderten Kindern keine christlichen Freizeitangebote.

https://www.verlag-friedensbote.de/2019/projekt-christliche-freizeiten-fuer-menschen-mit-behinderungen

https://www.ostseefamilie.de/angebot.php

Also es GIBT durchaus Angebote. Aber auch hier wieder: was diese Angebote taugen und ob die deinen Vorstellungen entsprechen, weiß ich natürlich nicht.

Jetzt war ich eher ein wenig kritisch mit deiner Anfrage unterwegs. Ich sehe deinen Ansatz aber durchaus positiv und möchte dich ermutigen, ihn weiter zu verfolgen.

Einen konkreten Ansatz könnte ich darin sehen, dass du Kontakt aufnimmst zu denen, die bereits irgendwas in der Richtung anbieten. Wenn du mit denen ins Gespräch kommst, kann daraus ja was werden, denn du hast es da in jedem Fall mit Menschen zu tun, die eine grundsätzliche Offenheit für dein Anliegen haben.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Liebe Grüße
fr😊sch

frosch80 antworten


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