Benachrichtigungen
Alles löschen

Orientierung für mein Leben


Pusteblume2
Themenstarter
Beiträge : 2

Hallo ich bin Pusteblume2 und Grüße Euch.

Ich bin ü 50 und suche nach einer Neuorientierung für mein Leben.

Nachdem ich im Jugendalter vergewaltigt worden war, wollte ich mich in meinem Leben auf Arbeit konzentrieren und machte eine Ausbildung zur Kindergärtnerin.

Die Arbeit machte mir viel Spaß, obwohl meine Mutter immer sagte, ich sei eher ein Büro-Mensch.

Mit 25 wurde ich psychisch krank und konnte noch zur Bürokauffrau umschulen, die ich jedoch nicht abschloss.

Über 25 Jahre war ich krank, absolvierte noch eine Fortbildung zur Büroassistentin, fand aber keine Arbeit mehr.

Nach einem Suizidversuch vor 5 Jahren habe ich auch noch eine körperliche Beeinträchtigung. Mein Rücken wurde geklammert und mein linker Fuß ist kaputt, so dass ich nicht mehr rennen kann.

Psychisch geht es mir allerdings wieder hervorragend und ich habe das Gefühl, dass es so bleibt.

Mein Problem liegt darin, dass ich nicht weiß, wie ich den Rest meines Lebens verbringen könnte. Aufgrund meiner psychischen Erkrankung habe ich keine Freunde mehr.

Meine einzigen Kontakte sind meine Mutter und mein Bruder. Mein Bruder hat seine eigene Familie, einen guten Job und ist gesund. Unser Kontakt ist gut, nicht besonders herzlich aber gut. Meine Mutter ist ü80 und schwerhörig. Sie ist die einzige Person, die ich regelmäßig besuchen kann und die mir auch mal unter die Arme greift.

Ich denke halt daran, was aus mir wird, wenn meine Mutter mal nicht mehr da ist.

Ich bin jetzt schon einsam. 

Die örtlichen christlichen Gemeinden bieten hier nichts an, was mir helfen könnte.

Ich war schon Gast-Studentin, habe Kurse besucht, aber das war alles nicht zufriedenstellend.

Ich finde einfach keine Alternative, um ein zufriedenstellendes Leben zu führen.

Darum wende ich mich an Euch.

Vielleicht geht es hier ja jemanden ähnlich oder es kann mir jemand helfen.

Viele liebe Grüße

Pusteblume2

Antwort
3 Antworten
Queequeg
Beiträge : 5513

@pusteblume2 

Meine Erfahrung ist, dass man oft so lange nichts findet, wie man sucht und erst wenn man aufhört zu suchen, etwas findet.

Das ist auch erklärlich. Wenn man sucht, fokussiert man sein ganzes Denken auf das, was man sucht und alles Periphere wird ausgeblendet. Aber gerade da ist oft das angesiedelt, was man sucht - aber man erkennt es dann eben nicht.

Wenn Du in eine Gemeinde gehst, um da etwas zu finden, ist deshalb die Wahrscheinlichkeit groß, es da nicht zu finden. Wenn Du dahin gehst, einfach nur um des Daseins selbst Willen, könnte Dir etwas zufallen, womit Du gart nicht gerechnet hast.

queequeg antworten
2 Antworten
Pusteblume2
(@pusteblume2)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 2

@queequeg 

Hallo.

Du könntest damit recht haben. Wahrscheinlich habe ich durch meine Erkrankung viel zu viel zielgerichtet gelebt, als dass ich um des Daseins selbst gelebt habe und so sind mir viele Chancen abhanden gekommen.

Vielleicht sollte ich alles, was ich mache unter der Prämisse machen, andere Menschen kennen zu lernen, egal ob sich daraus etwas ergibt oder nicht.

Danke für deine Antwort.

pusteblume2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5513

@pusteblume2 

"um des Daseins selbst gelebt"

Das hast Du schön ausgedrückt.

queequeg antworten


Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?