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Begegnung mit Missionaren - Zufall oder Schicksal? Hatte Satan seine Hände im Spiel?

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Weg
 Weg
Themenstarter
Beiträge : 4

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich möchte euch an diesem Morgen von einer Begegnung erzählen, die ich vorgestern erlebte und welche mich seitdem nicht mehr loslässt. Ich besuchte einen Freund, der, fern meiner Heimatstadt, auf Dienstreise war. Als wir uns am Tag, an dem er arbeiteten musste, trennten, war ich allein in der mir fremden größeren Stadt unterwegs. Es war sonnig und warm. Ich schlenderte durch die Straßen. Plötzlich schoss mir - ohne Weiteres - ein Gedanke in den Kopf. Ich dachte, dass ich einst von Missionaren der Mormomen - Anhängern der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage - angesprochen wurde. Damals wimmelte ich sie freundlich, aber bestimmt ab. Ich weiß nicht, warum ich daran dachte. Lag es an der fremden Stadt und den mir unbekannten Menschen? Ich sah jedenfalls nichts, was mich irgendwie auf den Gedanken hätte bringen können. Manchmal sieht man ja Zeugen Jehovas oder Menschen anderer Kulturen mit markanter Kleidung, die einen daran denken lassen könnten, doch nichts dergleichen. Der Gedanke kam "aus heiterem Himmel".

Rund zwei Stunden später, begegneten mir auf einer einen Fluss überquerenden Brücke zwei junge Männer, und ich erkannte sie sofort als Missionare der Mormonen. Ich glaubte, sie würden an mir vorübergehen, doch sie sprachen mich an. Da ich vormittags den Gedanken hatte und an sich ein interessierter Mensch bin, dachte ich, ich lasse mich auf ein kurzes Gespräch mit ihnen ein. Sie fragten mich, was mich glücklich mache. Ich erzählte, dass mich die Schöpfung und mein Leben an sich glücklich mache. Sie fragten, was ich über das Mormonentum wüsste. Ich sagte, dass ich wüsste, dass sie ihren Sitz in Utah/USA und neben der Bibel eine eigene heilige Schrift, das Buch Mormon, haben würden. Sie erzählten kurz über das Buch, ihre Geschichte und Joseph Smith, den Gründer ihrer Gemeinde. Wie man es von ihnen gewohnt ist, waren sie überaus freundlich und, trotz der ihnen fremden Sprache, sicher und wortgewandt. Sie fragten nach einem weiteren Treffen. Da ich nicht aus der Stadt kam, sagten sie, das sie auch Freunde in meiner Heimatstadt hätten. Wie gesteuert, gab ich ihnen meine Nummer. Kurz darauf erhielt ich eine Nachricht und vereinbarte ein Treffen in meiner Stadt.

Seitdem habe ich viel gelesen, gesehen und recherchiert, was die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage betrifft. Ich habe kein gutes Gefühl. Ich bin fest in meinem Glauben und führe ein glückliches Leben, für das ich sehr dankbar bin. Andererseits bin ich sehr interessiert und kann es nicht als Zufall abtun, dass es zwei Stunden nach meinen Gedanken zu der Begegnung kam. Hatte Satan seine Hände im Spiel oder sollte ich sie treffen. Ich habe einige Fragen, auch wenn ich nicht die Absicht habe, von ihnen gewonnen zu werden. Vielleicht kann ich durch meinen Glauben, einen kleinen Einfluss auf sie nehmen. Schließlich leben sie hier in Deutschland zwei Jahre sehr abgeschottet.

Was denkt ihr darüber und was würdet ihr tun?

Ich freue mich auf eure Beiträge.

Liebe Grüße

Weg

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13 Antworten
Gorch-Fock
Beiträge : 1348

Guten Morgen @weg 

Ich kenne solche Geschichten aus meiner eigenen Erfahrungen mit den Zeugen Jehovas. Da ich immer nett angesprochen wurde, habe ich auch immer nett geantwortet. Lol 😂 da ich mich in der Bibel so einigermaßen auskenne habe ich ihre Fragen immer mit der richtigen Bibelstelle geantwortet. Na ja, irgendwie hatten die da keine Interesse mehr an mich.

Ich weiß jetzt nicht, wie Bibelfest du bist.

Auf alle Fälle würde ich dir Empfehlen die Mormonen - Mormonen sein zu lassen und kein weiteres Treffen mit Ihnen mehr machen. Außerdem empfehle ich mit einem Pastor bzw Ältesten darüber zu sprechen.

Oder du berichtest deine Erfahrungen in eurem Hausbibel Kreis an. Und spricht darüber gemeinsam. Wir haben das schon einmal getan. 

Alles Gute und Liebe dir.

Gott gebe dir Weisheit.

gorch-fock antworten


lhoovpee
Beiträge : 2910

@weg

 Ich habe einige Fragen, auch wenn ich nicht die Absicht habe, von ihnen gewonnen zu werden. Vielleicht kann ich durch meinen Glauben, einen kleinen Einfluss auf sie nehmen. 

Spontan würde ich sagen: Eine Bekanntschaft, wo beide Seiten die jeweilig andere Seite Bekehren will, kann nicht gut gehen. Ich glaube kaum, dass das irgendwen hilft.

lhoovpee antworten
2 Antworten
Weg
 Weg
(@weg)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 4
Veröffentlicht von: @lhoovpee

@weg

 Ich habe einige Fragen, auch wenn ich nicht die Absicht habe, von ihnen gewonnen zu werden. Vielleicht kann ich durch meinen Glauben, einen kleinen Einfluss auf sie nehmen. 

Spontan würde ich sagen: Eine Bekanntschaft, wo beide Seiten die jeweilig andere Seite Bekehren will, kann nicht gut gehen. Ich glaube kaum, dass das irgendwen hilft.

Es geht nicht um Bekehrung, das ist nicht mein Ziel. Ich möchte nur etwas über ihre Motive erfahren - warum, glauben sie, was sie glauben und mit ihnen meine Erfahrungen mit meinem Glauben teilen. Trotzdem bezweifle ich, dass es aus reinem Interesse keine gute Idee ist, sie zu trefffen.

weg antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 2910

@weg

Du musst dir halt bewusst sein, dass deren Ziel wahrscheinlich einzig und allein ist, dich zum Mormonen zu machen. Deren Motive werden nicht groß anders sein, als bei anderen missionarischen Glaubensgemeinschaften. Als personelles Missionsziel kann das ganz schön unangenehm werden. 

lhoovpee antworten
Deborah71
Beiträge : 23329

Wie gesteuert, gab ich ihnen meine Nummer.

Na, das ist doch mal eine Alarmaussage. 

 

deborah71 antworten
2 Antworten
Weg
 Weg
(@weg)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 4
Veröffentlicht von: @deborah71

Wie gesteuert, gab ich ihnen meine Nummer.

Na, das ist doch mal eine Alarmaussage. 

 

Was meinst du damit?

weg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23329

@weg 

Für mich drückt dein Satz aus, dass du leicht zu beeinflussen bist. Das würde mich an deiner Stelle aufmerksam machen.

deborah71 antworten


CoffeeandBible
Beiträge : 80

Die Antwort hast du dir im Prinzip schon selber gegeben: Du hast kein gutes Gefühl & bist fest in deinem Glauben. That's it.

Daher würde ich mich davon nicht beeinflussen lassen & die "Mormonen Mormonen" sein lassen, wie bereits weiter oben geschrieben wurde. Ich denke auch nicht, dass das eine Versuchung vom Teufel sein soll oder so..

Wenn du allgemeine Fragen zu ihrem Glauben hast, gibt es ja prinzipiell auch noch andere Informationsquellen, als sie direkt anzusprechen...

Dir muss eben bewusst sein, dass sie dich von ihrem Glauben überzeugen wollen & das ihr vorrangiges Ziel ist, wie bei den Zeugen Jehovas auch...

coffeeandbible antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 18002
Veröffentlicht von: @weg

Vielleicht kann ich durch meinen Glauben, einen kleinen Einfluss auf sie nehmen. Schließlich leben sie hier in Deutschland zwei Jahre sehr abgeschottet.

Was denkt ihr darüber und was würdet ihr tun?

Zuerst solltest du dir mal den Gedanken abschminken, dass du irgendwelchen Einfluss auf sie nehmen könntest. 
Wie alle Missionare unterschiedlicher Sekten sind sie es, die ideologisch, von ihren Religionsgrundlagen her und ganz besonders rhetorisch bestens geschult sind - und nicht du! Du dagegen bist unsicher und fragst um Rat. 

So haben sie es ja auch bestens verstanden, dir in einem kurzen Gespräch wichtige Informationen zu entlocken, die man normalerweise nicht so einfach an Fremde weitergibt. Sie wissen, wo du wohnst und haben deine Telefonnummer, vielleicht auch schon deine Anschrift und Emailadresse? Also verstehen sie es gut, sich auf ihre "Gesprächspartner" (besser "Zuhörer") einzulassen, Interesse zu wecken und das Gespräch nicht ohne (für sie) positivem Ergebnis zu beenden. Toll!!!

Und genauso werden vermutlich auch weitere Gespräche laufen, die dich dann noch mehr verunsichern werden. 
Deshalb empfehle ich dir, keine Termine für weitere Gespräche zu vereinbaren, evtl. getroffene Absprachen abzusagen und wenn es doch unbedingt ein Treffen sein soll, einen erfahrenen, im Glauben gefestigten und rhetorisch geschickten Freund (evtl. jemanden aus eurer Gemeinde) zu einem solchen Gespräch mitzunehmen. 

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1 Antwort
Weg
 Weg
(@weg)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 4
Veröffentlicht von: @bepe0905
Veröffentlicht von: @weg

Vielleicht kann ich durch meinen Glauben, einen kleinen Einfluss auf sie nehmen. Schließlich leben sie hier in Deutschland zwei Jahre sehr abgeschottet.

Was denkt ihr darüber und was würdet ihr tun?

Zuerst solltest du dir mal den Gedanken abschminken, dass du irgendwelchen Einfluss auf sie nehmen könntest. 
Wie alle Missionare unterschiedlicher Sekten sind sie es, die ideologisch, von ihren Religionsgrundlagen her und ganz besonders rhetorisch bestens geschult sind - und nicht du! Du dagegen bist unsicher und fragst um Rat. 

So haben sie es ja auch bestens verstanden, dir in einem kurzen Gespräch wichtige Informationen zu entlocken, die man normalerweise nicht so einfach an Fremde weitergibt. Sie wissen, wo du wohnst und haben deine Telefonnummer, vielleicht auch schon deine Anschrift und Emailadresse? Also verstehen sie es gut, sich auf ihre "Gesprächspartner" (besser "Zuhörer") einzulassen, Interesse zu wecken und das Gespräch nicht ohne (für sie) positivem Ergebnis zu beenden. Toll!!!

Und genauso werden vermutlich auch weitere Gespräche laufen, die dich dann noch mehr verunsichern werden. 
Deshalb empfehle ich dir, keine Termine für weitere Gespräche zu vereinbaren, evtl. getroffene Absprachen abzusagen und wenn es doch unbedingt ein Treffen sein soll, einen erfahrenen, im Glauben gefestigten und rhetorisch geschickten Freund (evtl. jemanden aus eurer Gemeinde) zu einem solchen Gespräch mitzunehmen. 

Danke @bepe05 für deine Antwort!

Mir ist bewusst, dass die Möglichkeit, Einfluss auf sie zu nehmen, sehr gering ist. Wie gesagt, ist es nicht meine Absicht, irgendjemanden zu bekehren. Es ging mir eher um Gedankenanstöße. Dass sie besonders geschult sind, ist mir ebenfalls bekannt. Bezüglich der Rhetorik würde ich keine Einschätzung abgeben. Natürlich darfst du eine nicht 100-prozentige Bibelkenntnis als mangelnde Rhetorik auslegen. Jedoch ist es aufgrund der genannten Tatsache unerheblich.

Ich gehe sehr sensibel mit meinen Kontaktdaten um. Meine Handynummer habe ich allerdings seit vielen Jahren und gehe offen mit ihr um. Ich habe jederzeit die Möglichkeit, unerwünschte Nummern zu blockieren oder zu löschen. Da ich aus einer sehr großen Stadt komme ist es unkritsich - sie kennen weder meine Anschrift (nein, sie haben mich nicht verfolgt ;-)), selbst meine E-Mail-Adresse habe ich nicht preisgegeben (auch hier gälte für mich das Gleiche wie für meine Handynummer - sonst dürfte ich in keinem Forum angemeldet sein, streng genommen).

Ich neige vielleicht dazu, mich leicht beeinflussen zu beeinflussen. Vor der Entscheidung reflektiere ich jedoch genau und frage um Rat - das habe ich hier getan.

Das Gespräch habe ich heute morgen abgesagt. Ich stellte meinen Standpunkt - freundlich, aber direkt - sehr klar dar. Ich erwarte keine Antwort von den Mormonen.

weg antworten


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