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Die ersten Tage nach der Bekehrung – Erfahrungen mit Gott?


Hobbyautorin
Themenstarter
Beiträge : 4

Hallo, mein Name ist Corinna, und ich fühle mich dazu berufen, einen heiteren christlichen Liebesroman zu schreiben.
Tatsächlich ist eine erste Rohfassung mit über 400 Normseiten vor kurzem fertig geworden. Und die beiden Christen, die das Manuskript gelesen haben, eine Lehrerin und ein Evangelist, haben mich darin ermutigt, mit dem Projekt weiterzumachen. Allerdings haben sie mich auch auf Schwächen aufmerksam gemacht, die meine Erzählung noch hat. Die Lehrerin hätte ich gern als Co-Autorin gewonnen, aber sie hat weder Zeit noch Lust noch viele Ideen, diese Schwächen des Buches mit mir gemeinsam zu beheben. So kam es dazu, dass ich jetzt im Internet nach Ideen frage.

Die Hauptschwäche meines Manuskripts ist, dass die weibliche Hauptperson noch zu wenig ausgearbeitet ist. Eigentlich in allem: zu wenig Charaktereigenschaften und Tiefe, zu wenig Anteil an der Handlung, zu wenig Glaubenserfahrungen.
(Die männliche Hauptperson habe ich teilweise mir selbst nachempfunden, deshalb ist es viel einfacher für mich, mich in ihn hineinzuversetzen als in sie.)

Die Handlung erstreckt sich nur über 7 Tage. Ungefähr in der Mitte bekehrt sich meine Protagonistin.
Ein Schwerpunkt des Buchs ist persönliche Beziehung, Nähe zu Gott, Gottes Vaterliebe.
Die Protagonistin ist Mitte Dreißig, eine offene, spontane und hilfsbereite Frau. Sie weiß nur wenig über Gott und die Bibel. Sie liest zusammen mit dem männlichen Protagonisten in der Bibel die Geschichte vom verlorenen Sohn, ist sehr angesprochen von Gottes Vaterliebe und entscheidet sich spontan, Gottes Kind zu werden. Der (überhaupt nicht spontane) männliche Protagonist fürchtet zwar, dass das alles zu schnell geht, will aber kein Hindernis sein und betet schließlich mit ihr ein Gebet, in dem sie Jesus als ihren Retter und Herrn annimmt.

... soweit. Und jetzt fehlen mir Ideen, wie sich in den folgenden 4 Tagen ihre Beziehung zu Gott entwickelt und wie sie Gott besser kennenlernt. Das soll in meinem heiteren Liebesroman heiter und einladend sein. Meine Protagonistin soll es als schön erleben, Gott zu kennen und zu Gott zu gehören.

Ich weiß, was ich für mein Buch nicht will, nämlich eine vom-Saulus-zum-Paulus-Verhaltensänderung. Es soll nicht darum gehen, wie sich ein Christ verhält, sondern darum, wie Gott in seiner Liebe uns sucht und begegnet. (Sogar bei Saulus kam ja zuerst die Begegnung mit Gott, nicht an erster Stelle ein anderes Verhalten.)

Was ich mir jetzt hier vom Forum wünsche, sind Erlebnisse mit Gott, die meine Protagonistin in den Tagen nach ihrer Bekehrung haben kann. Super wären wahre Erfahrungsberichte, die ich (abgeändert) verwenden darf, aber auch ausgedachte Erlebnisse. Das könnten äußere Erlebnisse sein, oder innere Veränderungen, oder auch nur, dass sie sich innerlich damit auseinandersetzt, warum sich jetzt eigentlich nichts verändert hat.

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Hobbyautorin
Themenstarter
Beiträge : 4

Und hier noch ein Auszug aus meinem Manuskript, ein Erlebnis, das ich mir dazu bisher ausgedacht habe.
Meine Protagonistin bräuchte noch mindestens 10, besser 20, weitere, damit die Sache rund wird. Ja, wirklich so viele. Nach der Bekehrung folgen noch 4 Tage und mehr als 200 Buchseiten, da sollte es schon einen gewissen Raum einnehmen, dass sie sich gedanklich mit ihrem neuen Glauben beschäftigt und wie sich ihre Beziehung zu Gott entwickelt.

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Sie schlug die Bibel an der Stelle auf, an der A. das Lesezeichen für sie hineingelegt hatte, und begann, das Lukasevangelium zu lesen.
Jungfrauengeburt fand sie schwer zu schlucken. Sie würde A. später fragen, ob er daran wirklich glaubte. Ach nein, das brauchte sie ihn gar nicht erst zu fragen. Natürlich glaubte er daran. Sie hatte noch im Ohr, wie er vor ein paar Stunden gesagt hatte: ‚Für Gott ist das doch eine Kleinigkeit, wieso sollte Gott ausgerechnet das nicht können?‘
Wünschte sie sich so einen Glauben wie A.? Der an nichts zweifelte und Gott alles zutraute?
Nur, wenn alles wahr wäre. Die Wahrheit wollte sie glauben.
Sie glaubte an Gott, aber eher gefühlsmäßig. Ihr Verstand akzeptierte keine Jungfrauengeburt. Wie viel Glaube an Gott war wohl vorgeschrieben, damit man Gottes Kind sein konnte? – Wenn das wie eine Adoption war, vielleicht gar keiner? Als sie ihre Katze aus dem Tierheim adoptiert hatte, hatte die überhaupt kein Vertrauen zu ihr gehabt. Das Vertrauen kam erst viel später, als sie sie besser kannte.
Ihr Blick fiel auf das Lesezeichen, das A. ihr zusammen mit der Bibel gegeben hatte. ‚Ich glaube, hilf meinem Unglauben‘, stand darauf. Ja, das war ein Gebet, das auch sie beten konnte.

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