Heilung Amputiertes Bein
Es kursieren immer wieder mal (zumindest in meiner Umgebung) eine wundersame Heilung eines Menschen, dem das Bein nachgewachsen sein soll. Soll in diesem Jahrhundert geschehen sein.
Wer weiß was davon? Ich halte es für Unsinn...oder Gerücht.
Gefunden habe ich nur das
https://www.mystisch.net/blog/il-miracolo/
M.
@meriadoc Mach es Dir doch einfach. Wenn wieder mal so etwas erzählt wird, einfach nach Belegen fragen. Ich hab das einmal gemacht, seitdem hab ich Ruhe vor "Heilungswunderzeugnissen" um die ich nicht gebeten habe und bei denen mich der Eindruck ein nicht gerade talentierter Mensch hat sich was ausgedacht regelrecht anspringt.
Geschichten, die naturwissenschaftlich nicht gehen, glaube ich noch nicht einmal, wenn sie in der Bibel stehen.
Mit solchem Zeug braucht mir in der Moderne, wo prinzipiell ja eine Überprüfung von neutraler Seite viel leichter möglich sein sollte, erst recht keiner zu kommen.
Okay, ich weiß ja, dass sowas nich drinsteht - aber wäre das nicht Glauben, wenn ich für wahr halte, was die Schrift sagt?
Ja, nach der ländläufigen Bedeutung und dem gesunden Menschenverstand wäre das Glauben.
Mir fallen aber sofort die Aussagen von Theologen ein, beim Glauben im christlichen Sinne ginge es nicht um Fürwahrhalten, sondern um Vertrauen.
Ich lese Goldapfel und denke aber eher so: Ich vertraue Gott, dass Er derjenige ist, der uns die Schrift, auch so, wie sie heute ist, gegeben hat. Und wenn da was drinsteht, was ich nicht sehen kann und was vor meinen Augen sozusagen nicht geschieht - ist das Glauben, wenn ich es trotzdem für möglich halte, dass es geschehen kann. Allein, weil Gott es sagt (durch seine Schrift, in der er sich geoffenbart hat).
Für mich ist die Bibel eine Sammlung von Glaubenszeugnissen, Gottes Wort in Menschenwort, wie es so schön heißt. Das bedeutet nicht, dass sie den biblischen Autoren von Gott Wort für Wort in die Feder diktiert wurde. Z. B. wurde die Welt nicht in sieben Tagen geschaffen, auch wenn es im 1. Buch Mose (Genesis) so steht. Als Genesis geschrieben wurde, mochte das wohl plausibel erscheinen, heute wissen wir einfach mehr.
Vielleicht nicht "in die Feder diktiert" ... 🙂 ... Ich glaube ganz fest daran, dass ihr Geist inspiriert wurde von dem Seinen ... möglicherweise meinen wir das Gleiche? Das Wort (Sammlung von) "Glaubenszeugnis(sen)" gefällt mir nicht für die Bibel ... Gottes Geist spricht zu mir, wenn ich in ihr lese ... da spricht ja nicht der "ehemalige Federhalter" ....
Niemand war dabei ... niemand kann es mit absoluter Sicherheit sagen ... alles ist Stückwerk: deins ... meins ... 🙂
Also, bei manchen Stellen, z. B. der Vollstreckung des Banns an eroberten Völkern (Klartext: Völkermord) oder der Rahmenerzählung der Wette Gottes mit Satan um den Glauben und die Gerechtigkeit Hiobs fällt es mir leichter, sie hinzunehmen, wenn ich annehme, dass sie menschlicher Vorstellung entsprungen sind und nicht Gottes Geist.
Andere kann ich als Worte, aus denen Gottes Geist spricht, auf mich wirken lassen.
Jetzt, wo ich das schreibe, muss ich an die alten Seekarten denken, mit denen sich Magellan damals auf den Weg zur Weltumsegelung gemacht, hat. Einiges daran war genau und zutreffend, anderes war von damaligen Kartographen auf der Grundlage von Hörensagen und Phantasie ergänzt worden. So etwas in der Art habe ich mit der Bibel auch auf meiner Suche nach Gott.
Verstehe, ja, ich dachte nicht, dass man darüber noch immer reden muss, aber es anzusprechen ist sicher hilfreich(er) für eine Kommunikation. - Ja, einige Bücher sind ja eher Bücher, die uns etwas über Gott erzählen (auch dort offenbart sich Gott, wird nur meist mistverstanden <- eigene Wortkreation). Vor allem die Evangelien meine ich natürlich, die von Gottes Geist inspiriert geschrieben wurden. Insgesamt ist die Bibel ja ein Buch, aus dem sich ein Gesamteindruck ergibt, viele Unbekannte (Mystisches/Rätselhaftes) und DIE Frohe Botschaft selbst.
🙂
Das heißt also, ist Jesus für dich nicht von den Toten auferstanden? Brot- und Fischvermehrung war nur so zu deuten, dass alle etwas dazugetan hatten und so alle satt waren und auch Lazarus war nicht wirklich tot?
Es würde mich wirklich brennend interessieren, was damals wirklich passiert ist. Man weiß heute, und zwar viel genauer als damals, dass unmittelbar nach dem Tod eines Menschen irreversible (!) Zersetzungsprozesse einsetzen. Andererseits: Es ist schon ungewöhnlich, dass jemand, der nur ca. 30 Jahre alt geworden ist, gekreuzigt wurde ist wie viele andere auch und nichts Schriftliches hinterlassen hat, auch heute noch derart präsent im Bewusstsein so vieler Menschen ist.
Es ist schon ungewöhnlich, dass jemand, der nur ca. 30 Jahre alt geworden ist, gekreuzigt wurde ist wie viele andere auch und nichts Schriftliches hinterlassen hat, auch heute noch derart präsent im Bewusstsein so vieler Menschen ist.
Mission erfüllt.
Wenn jemand auf seiner Seite schreibt er sei Atheist, kein Esoteriker werde ich vorsichtig. Was auf mystisch net veröffentlich wird hat aber stark esoterische Züge. Es zieht in zu Kirchen, aber auch zur dunklen Seite des Baumes, was immer das auch sein mag. Er macht einen Bericht über den letzten Kreuzweg in München der nicht zugänglich wäre.
Wenn ich davon ausgehe Gott überall begegnen zu können muss ich keine "Kraftorte" sammeln. Das erinnert mich als Jerusalempilger an das Jerusalemsyndrom. Unter den tausenden Pilgern die Jerusalem zu Zeiten in denen kein Krieg ist besuchen, sind immer wieder welche dabei die Erscheinungen haben. Nicht wenige fühlen sich hier Gott näher. Gut ich gehe auch in eine offene Kirche und wenn ich von der Arbeit nach Hause gehe komme ich an meiner Kirche vorbei und gehe gelegentlich zum kurzen Gespräch mit Jesus hinein, wenn ich da so vor dem Kreuz stehe. Dann hat die Kirche auch etwas, aber als Kraftort möchte ich sie nicht bezeichnen.
Ich sehe die Seite kritisch.
Ab wann fühlt sich ein Christ denn geheilt? Wenn alle Körperteile vorhanden sind und alle Organe ordnungsgemäß funktionieren? Wenn man ein gesundes Gewicht hat? Keinen Bluthochdruck und erst recht keine schlechten Glukosewerte? Keine Warzen oder andere Hautunreinheiten? Wenn man volles glänzendes Haar hat? Wenn man ein angenehmes Äußeres hat und leistungsstark ist? Wenn die Psyche stark ist und man eine resilient ist? Wo ist hier die Grenze, was man von Gott als Heilung "fordern" darf?