Erfahrung mit Gott, die mich irritiert hat. Bitte dringend um Hilfe
Hallo, ich wollte eine Erfahrung mit euch teilen, welche mich etwas irritiert und erstaunt zurück lässt. Vielleicht kann mir da jemand von euch helfen.
Vor etwa einem halben Jahr habe ich plötzlich ein gewisses Interesse an den Projekten einer Person festgestellt, um die – sagen wir mal so – sich die Geister scheiden. Die einen feiern ihn, die anderen verteufeln ihn und sehen in ihm sogar den Antichristen.
Ich fand es zunächst schade, dass diese Person medial und generell so dermaßen zerfleischt wird, weil er etwas gestikuliert hat, dass international für extrem schlechte Schlagzeilen sorgte und die Gemüter aufheizte. (auch wenn es meiner Meinung nach Schlimmeres gibt und ich die Reaktion auf den 'Skandal' etwas übertrieben fand. Es kam ja niemand zu Schaden). Man versuchte aktiv, seine Existenz und die derjenigen, die mit ihm zu tun hatten, zu zerstören. Ich habe dem Ganzen aber zunächst keine allzu große Beachtung geschenkt, außer dass ich es eben unfair fand und er mir auch ein kleines bisschen Leid getan hat.
Jetzt machen wir einen Zeitsprung von ungefähr zwei Monaten – zu dem, was mich wirklich beschäftigt. Ich saß im Bus und suchte auf meinem Handy nach Kochrezepten, als mich plötzlich eine extreme Unruhe und Schweißausbrüche überkamen. Es war so intensiv, dass ich dachte, ich hätte eine Panikattacke oder etwas in der Art. Plötzlich hatte ich Gedanken – oder nennen wir es Wissen – dass diese Person gerade in diesem Moment mit Einsamkeit, Minderwertigkeitskomplexen, mentaler Erschöpfung und dem Gefühl, nicht geliebt zu werden, kämpft. Die vermeintliche Tatsache, dass es ihm gerade so dreckig geht und er mit der Ablehnung durch die Öffentlichkeit einfach nicht zurechtkommt, hat mich innerlich komplett zerrissen. Als ich dann daheim war bin ich tatsächlich auf die Knie gefallen und habe entsetzlich geweint, dass mein Partner sich schon Sorgen gemacht hat. Ich konnte aber auch nicht sagen, was mich so runterzieht, weil ich kein einziges Wort rausgebracht habe. Ich habe Gott inbrünstig gebeten, dass er dieser Person doch bitte jemanden schicken soll, der ihm zeigt was er für ein wundervoller Mensch ist und ihn mal in den Arm nimmt, dass ich ihn so unheimlich gerne habe und ihm Alle Liebe der Welt geben würde. Ich habe ihn immerwieder in Gedanken, inneres Auge (wie man es eben nennen mag) gesehen, wie er an einem Tisch sitzt und die ''Hater-Kommentare'' auf Twitter liest. Ich habe mich dann nach einer Weile wieder meinem Alltag gewidmet und Abendessen gemacht, aber ich hatte ständig den Gedanken ''Wie kann ich hier kochen und in frieden essen, wenn es dieser Person so furchtbar schlecht geht.'' Ich habe wärend ich da gebetet habe auch das ''Wissen'' bekommen, warum er sich so verhält und was da genau dahinter steckt. Ich habe dann später nach und nach erfahren, dass diese ''Eingebungen'' von wegen Einsamkeit, mentale Erschöpfung usw. offenbar zutreffend sind.
Ich bete regelmäßig für ihn, seine Familie und dafür, dass Gott ihn aus der satanischen Elite rausholt und die Fesseln des Feindes zerstört. Seit ich das jedoch mache, habe ich das Bedürfnis, mit ihm in Kontakt zu treten und mich mit ihm ''anzufreunden''. Ich weiß nicht, wie und ob ich das machen soll und was ich dann machen soll. Aber es ist da und wird mit den Gebeten auch immer stärker.
Das ganze widersprach jeder erdenklichen Logik, aber Gott kann man eben nicht mit dem menschlichen Verstand begreifen.
Kann mir das eventuell jemand Erklären, der schon etwas weiter ist im Glauben oder vielleicht ähnliches Erlebt hat? Ich weiß nämlich nicht mehr weiter und habe auch noch keine Antwort von Gott bekommen, wie mein weiteres vorgehen ist. Halt nur diesen ''Wunsch nach Kontakt'', bei dem ich aber keien Ahnung habe, wie ich den umsetzen soll. Ich habe auch schon darum gebetet, dass Gott mir das ganze einfach wegnimmt und ich meinen frieden habe, leider bisher mit wenig Erfolg.
Ich frage mich auch, weshalb ich diese ''Last'' nicht für Menschen in meinem direkten Umfeld habe, sondern eben für einen steinreichen Amerikaner zu dem keinerlei Verbindung besteht. Das alles ist so extrem verwirrend. Ich habe auch schon gefastet und um Erkenntnis gebetet (Dieser Kontaktwunsch wurde danach noch stärker)
Ganz liebe Grüße und Gottes Segen,
Sahra
Wenn er auf Twitter Nachrichten liest, also seine Hasskommentare, dann liest er ja vielleicht auch die wohlwollenden…also wenn Gott will, dass er dein Kommentar liest, dann wird er ihn lesen…und falls nicht, dann hast du ihm was nettes geschrieben.
Ich kann deine Sorge um eine öffentliche Person verstehen - zwar nicht was diese Person speziell angeht (da stehe ich glaube ich im anderen Team)- mir geht es ähnlich mit Osman Kavalla, einem türkischen Mäzen, der lebenslang inhaftiert wurde…dass ich denke, ich müsse ihn irgendwie supporten…. Ob das Hirngespinste sind oder unter der normalen Fürsorge unter Menschen läuft, die man auf dem Herzen hat …🤔keine Ahnung… vielleicht musst du es ausprobieren. (Oder deine Energie umlenken auf die Menschen in deiner Umgebung.)
Genau - für diese Person beten und die Energie ins eigene Umfeld investieren.
Das ist noch besser!
Nur für die Menschen im eigenen Umfeld zu beten hätte ja die andere Person aussen vor gelassen …und ich vergesse erstaunlich oft, wie gut es ist, für andere zu beten…auch für einen selbst.

@stern Das mit Osman Kavala kann ich nachvollziehen, sogar Amnesty Internatinal kämpft glaube ich um seine Freilassung (Hab das nicht genau auf dem Schirm). Aber war es bei dir auch so, dass du für eine bestimmte Zeit an gar nichts anderes denken konntest als an dieses ''Supporten''? Und umso mehr du dafür gebetet hast, es immer intensiver wurde.
Ich meine, ich hatte schon oft den Drang für Leute zu beten oder im Glauben für sie einzustehen, aber bei der Fürbitte um Elon Musk übertrifft das alles, was ich bisher mit Gott erlebt habe. Das geht nun schon seit Anfang des Jahres. Ich weiß Sachen, die ich nocht wissen kann, sich aber im Nachhinein als wahr herausstellen. Mein Partner letztes ohne irgendwelche Anreize zu mir ''Meinst du, Sahra, wir würden uns mit ihm verstehen?'' Ich habe ihm dann von meiner Erfahrung erzählt und er meinte, ich würde langsam verrückt werden. Um ehrlich zu sein, ist es auch meine Angst.
Das ist nicht so überraschend. Je mehr wir etwas loswerden wollen, umso mehr macht es sich bemerkbar.
Woher etwas auch immer kommen mag an Gedanken, Gefühlen oder sonst was, es berührt uns nur, wenn eigene innere Räume mit dem "Gegenstand" gefüllt sind. Was das ist, ist verborgen und bleibt es auch. Aber dahinein kommen dann die äußeren Anregungen, die die ganze Dynamik des Raumes aufnehmen und so das, was in einem ist, maskiert nach außen hin, also zum Bewusstsein, drängt. Tritt man dem innerlich entgegen, macht es sich umso mehr bemerkbar und kann umso weniger gelöst werden.
Aber war es bei dir auch so, dass du für eine bestimmte Zeit an gar nichts anderes denken konntest als an dieses ''Supporten''?
Nein, das ist ab und zu mal aufgeploppt, schon auch konstant über eine längere Zeit…aber man muss das ja auch dann verfolgen, und das hab ich nicht gemacht, weil ich mich anderen Dingen, die für mich Priorität hatten/haben, gewidmet habe.
Nun ist Elon Musk ja auch kein politisch verfolgter Mensch, und den Ärger den er sich eingebrockt hat, hat er schon selbst provoziert…aus biblischer Sicht, leidet er ja für etwas (seelisch), das er, zumindest zum Teil, selbst verschuldet hat.
Versteh mich nicht falsch, ich finde, auch oder gerade er, brauch Gebet. Aber ob du dein gesamtes Leben jetzt wegen ihm auf den Kopf stellen möchtest - das halte ich für nicht zielführend- weder für dich noch für ihn. Und Gott möchte sicherlich, dass es dir gut geht - auch wenn er dir aufs Herz gibt für ihn zu beten. Du kannst es ja einfach machen, ihm auch deine Gebete über Social Media schicken- aber dann vergiss dein eigenes Leben nicht! Das ist nicht göttlich - auch wenn deine Gebete es sind. Du hast Spielraum und bist diesen Eindrücken und Gedanken nicht willenlos ausgeliefert. Bete, und dann schließe damit ab. Such dir eine Zeit aus, in der du für ihn betest - keine Ahnung, jeden Tag zehn Minuten oder eine…so wie du es eben tust..und dann widme dich dir selbst…deinem Partner, Arbeit, Haushalt, Freunde…Niemand, wirklich niemand, hat etwas davon, wenn du da nicht einschreitest und es steuerst.
Kannst du mit dem Begriff "auf Resonanz kommen" etwas anfangen. Ich habe weiter mitgelesen und biete dir mal diesen Hinweis an, ihn zu prüfen.
Wenn Resonanz der Fall sein sollte, dann ist sehr wahrscheinlich ein Anfangsereignis z.B. der Übernahme falscher Verantwortung, vorhanden und das lässt sich nicht über die aktuelle Person lösen. Das muss in der Vergangenheit gelöst werden, damit die Zukunft frei wird.
Der Film der Vergangenheit wiederholt sich mit neuen Mitspielern, die gar nicht wissen, in welchem Film sie sind und der Crash der Vergangenheit findet wieder und wieder statt.
Da wäre gut, wenn du dir fachliche Hilfe suchen würdest. Seelsorge oder Therapie.
Ein sehr schönes filmisches Beispiel ist der Uraltfilm "Ich kämpfe um dich" von Hitchcock. Darin wird gezeigt, wie eine Schuld der Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst. Sehr sehenswert.
https://youtu.be/eD0UGnweEBk?si=sCltMpEYcSIoCQZH
Unsere seelischen Mechanismen sind so gesteuert, dass sie nicht für jede Situation eine eigene Lösung oder Antwort suchen, sondern nach Mustern, die schon einmal eine Rolle gespielt haben. Dabei ist es dann unerheblich, ob man etwas tatsächlich erlebt hat oder z.B. nur etwas gedacht hat. Dabei handelt es sich fast immer um irgend etwas, was verboten oder verpönt war.
Kommt man z.B. als friedlicher Mensch in eine Situation, in der man selbst oder durch eine Ansprache von anderen auf die Idee kommt, einen Mord begangen zu haben, macht das gar nichts, wenn nichts in der Vergangenheit ähnlich war. Hatte man aber irgendwann früher auch nur mal den Gedanken, jemanden am liebsten zu ermorden, kann das der unverarbeitete Stimulus sein, der einen hier und heute zweifeln oder sogar ein falsches Geständnis ablegen lässt.
@queequeg Würdest du du als "Kompensationsstrategie" bezeichnen? Also, daß man unbewußt einen Konflikt oder ein Defizit, das man erlebt hat, nochmal zu lösen versucht, was früher nicht gelungen war? Oder ist das zu weit gegriffen?
"Kompensation"? Im weiteren Sinne vielleicht. Siehe mein Beispiel mit dem, der früher - als Kind wohlgemerkt - einmal gewünscht hat, dass Mutter, Vater, ein Geschwisterkind oder sonst jemand tot ist. Da ist nie etwas geschehen, aber auch das Kind weiß genau, dass es solche Gedanken nicht haben darf. Wobei es damit ja nicht wirklich einen Exitus meint, sondern nur, dass der andere jetzt, in diesem Augenblick weg sein soll. Das Ereignis und die Gedanken sind schon damals in eine Kiste gesperrt worden, aus der sie nicht rauskommen, aber immer wieder wollen. Das erfordert eine ziemliche seelische Energie die Kiste geschlossen zu halten.
Wenn jetzt ein tatsächlicher Mord in der Gegend geschieht, hält das Verschließen der Kiste nicht mehr und die ursprüngliche Angst - vor sich selbst wird wieder wirksam, aber bezogen auf die Gegenwart, die wesentlich besser bewältigt werden kann als die Vergangenheit.
@queequeg Das ist ja interessant.
Wenn ich dich jetzt aber richtig verstehe, dann wäre ein Mord in der Umgebung ja gut, weil man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt? Oder bzw. ist zumindest die Möglichkeit dazu gegeben - mit offenem Ausgang, ob es produktiv gelingt oder nicht.
Das wäre schön, wenn all die Prozesse, die dazu führen - die alten und die neuen - bewusst wären. Dann könnte man sie ordnen und erkennen, dass es weder früher noch heute Realität war und ist.
Nur leider läuft das alles unbewusst und deshalb ist auch nichts gelöst. Im Gegenteil. Vor dem heutigen Mord hatte man allenfalls irgendwie mal diffus unangenehme Gefühle, die aber nicht weiter belastend waren - es war noch alles in der Kiste, die manchmal rappelte, aber sonst nicht tat. Nun aber ist das raus und verbindet sich auf emotionaler und nicht mentaler Ebene mit dem heutigen Problem. Im chinesischen Restaurant heißt das dann "doppeltes Glück". Aber tatsächlich fangen hier dann ernsthafte Probleme an, die man so ohne weiteres nicht mehr los wird.
Hi Sahra,
du hast seine Betroffenheit gespürt, aber es ist nicht deine Aufgabe, seine Gefühle zu verarbeiten. Wenn du sie als seine Gefühle definierst, dann weißt du wofür du beten kannst, dass Gott ihm hilft. Und dann: Lass deine Wahrnehmung los. Denn deine Aufgabe ist mit dem Beten erledigt.
Manchmal kann es sein, dass man eine Portion fremde Gefühle bekommt, sie auszuweinen, weil die Belastung für den Fremden im Moment zu groß war. Danach ist das aber beendet und man geht bewusst aus der stellvertretend übernommenen Überladung heraus und lässt die Verantwortung des Fremden bei ihm.
Möglicherweise gehörst du zu den Tränenfürbittern (Psalm 126). Damit muss man umgehen lernen, damit man nicht in einem Helfersyndrom landet.
Psalm 126, 5 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. 6 Sie gehen hin und weinen und tragen guten Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.
lg
Deborah71
Manchmal kann es sein, dass man eine Portion fremde Gefühle bekommt, sie auszuweinen, weil die Belastung für den Fremden im Moment zu groß war. Danach ist das aber beendet und man geht bewusst aus der stellvertretend übernommenen Überladung heraus und lässt die Verantwortung des Fremden bei ihm.
Kannst du belegen, daß das so funktioniert? Oder ist das deine persönliche Auffassung?
Das war Ausbildungsinhalt.
Ich habe es selbst erlebt in engster Beziehung und auch in dem Moment von 9/11 im TV.
Und ich habe die Übernahme und Wirkung falscher Verantwortung erlebt bei einer Person, die vagabundierende Gefühle aus einer Trauergruppe übernommen hatte, seine eigenen hat vagabundieren lassen und dadurch in eine Depression geraten war. Auf Trigger hin brauchte er jedesmal Notfallmedikamente. Als er die Gefühle der anderen in ihre Verantwortung zurückgegeben hatte und anschließend die Verantwortung für seine eigene Gefühlsverarbeitung übernommen hatte, stoppte der Trigger sofort und ab dem Tag brauchte er keine Notfallmedikamente mehr.
Ausbildungsinhalt.
Das wollte ich wissen. Also wird das so in seelsorgerlicher Ausbildung gelehrt ?
In deinem jetzt angebrachten Beispiel wurden Gefühle allerdings durch persönlichen Kontakt übertragen. Das ist nochmal etwas anderes, als wenn sie einfach so, von irgendeinem Fremden, den man nicht kennt, übertragen werden.
In meiner Schule von Elijah House, deutscher Zweig wurde das gelehrt. Die Möglichkeiten und die Gefahren, die Beendigung einer Übernahme, das Erkennen eigener und fremder Gefühlswelt, und was Resonanz ist und wie man damit umgeht.
Also 9/11 war kein persönlicher Kontakt. Das lief über die Fürbittebgabung bei der zeitnahen Wahrnehmung im TV.
Auch über ein video oder einen Text kann man Wahrnehmungen bzgl eines Menschen empfangen, wenn Gott das zulässt.
Meine Ausbildung fliesst hier manchmal mit ein, aber mein Hauptfeld, auf das Gott mich berufen hat, ist Fürbitte für Länder bzw. für die Gesamtbevölkerung unter seelsorgerlichen Aspekten.
Halli hallo in die Runde.
Was du erlebst, liebe Sahra, ist tatsächlich gar nicht mal so ungewöhnlich. Ich hatte das bisher auch für diverse Leute, deren Name mir einfach wärend des Gebets in den Sinn kamen und ich erstmal recherchieren musste, wer das eigentlich ist. Fakt ist, dass Gott JEDEN Menschen liebt und nicht will, dass JEDER zur Wahrheit kommt und durch Christs gerettet wird. (1.Timotheus 2,4). Gott sucht nach Fürbittern, die in den Riss treten, so wie es bspw. Abraham für Sodom oder Mose für das abgefallene Volk Israel tat.
Und wenn sich eben in der direkten Nähe keiner befindet, welcher für die Person oder das Anliegen betet, greift Gott auch gerne mal auf Leute am anderen Ende der Welt zurück. Es gibt viele Berichte darüber. Du hast auch geschrieben, dass es dich wundert, dass du diesen Drang für niemanden aus deinem direkten Umfeld hast. Vielleicht ist aber auch genau DAS der springende Punkt, dass du unvoreingenommen vor Gott treten kannst, weil du als Basis-Wissen nur das hast, was dir der Hl. Geist geoffenbart hat und du jemanden eine Wohltat tun kannst, ohne etwas dafür zu bekommen. Das ist viel Wert. (Lukas 6,32).
Das scheint prophetische-, oder priesterliche Fürbitte in seiner reinsten Form zu sein.
Du verbindest dich mit dem Geist Gottes, welcher dir das aufs Herz gelegt hat was ihn belastet, was du stellvertretend für diese Person vor den Thron Gottes bringst. Jesus hat mit jedem von uns Mitleid, dem es schlecht geht, weil er als Mensch selbst mit diesen Schwächen vertraut wahr. (Hebräer 4,15)
Du was du Empfindest, diese Liebe zu jemanden welchen du gar nicht kennst, dieses Mitleid und der Wunsch nach Freundschaft und Trost. Sind nicht deine eigenen Empfindungen, sondern die von Jesus Christus über diesen Menschen und seine Situation. Du bist in dem Moment nur das Gefäß oder die Projektionsfläche für diese Gefühle, welche von Gott benutzt wird um diese Last zu tragen und Gott sozusagen vor die Füße zu werfen. (Galater 6,2)
Ich hoffe, ich konnte das halbwegs verständlich erklären.
Liebe Grüße, Rettichwalze

Dein starkes Empfinden seiner Einsamkeit und seinem inneren Leiden halte ich durchaus als Aufforderung an dich für wahrscheinlich, für ihn zu beten. Gott sucht manchmal Menschen, die in der Hinsicht empfindsam sind und erteilt manchmal die merkwürdigsten Aufträge. Und wer weiß, was Gott mit ihm noch vor hat oder wovor er ihn (und andere?) bewahren möchte? In näherer oder ferner Zukunft?
Dein Bedürfnis nach Kontakt zu ihm, sehe ich eher als etwas an, was eben dir entspringt. Du kannst ja Gott fragen, wie er das sieht.
Gebet für ihn im Tagesablauf einzuplanen, ist eine gute Idee, wie ich finde.

Dein Bedürfnis nach Kontakt zu ihm, sehe ich eher als etwas an, was eben dir entspringt. Du kannst ja Gott fragen, wie er das sieht.
Ich denke da ein bisschen anders darüber. Ich glaube, dass das nicht ihre eigenen Empfindungen waren, sondern sie in diesem Moment von Gott als Gefäß benutzt wurde. Jesus hat Mitleid mit den Menschen und sehnt sich nach jedem Einzelnen seiner Geschöpfe. Diese ,,Kontaktbedürfnis'' ist demnach dann auch ein Teil davon.
@zahsen94 Hallo Sahra, was du erlebst, kenne ich auch. Ich glaube, dass Jesus so über mich mit Menschen in Verbindung kommen kann, die von sich aus keine Beziehung zu Ihm haben. Ich glaube, dass ich dem betreffenden Menschen einen Teil seiner Last abnehmen und sie vor Jesus bringen kann, indem ich für ihn bete. Mein Gebet ist dann: "Herr Jesus Christus, durchglühe und heilige Du uns und alles in uns und um uns und um uns herum mit dem Feuer Deiner Liebe und lass uns Kraft und Frieden finden in Dir." Ich bete "uns", weil ich ja einen Teil des Leides übernommen habe und auch von Jesus gereinigt werden möchte. Seitdem ich diese Fürbitte pflege hat sich mein Menschenbild stark verändert. Ich habe eingesehen, dass auch der "Böse" ein Mensch ist wie ich, der sich nach Liebe sehnt. Diese wirkliche wahre Liebe, nach der sich eigentlich jeder Mensch sehnt, kann nur Jesus geben.
Nun muss ich dich aber darauf hinweisen, dass von Gott niemals Zwang kommt. Zwanghaftes Verhalten kommt aus unerlösten Anteilen. Deswegen halte ich es für so wichtig, dass Jesus mit dazu genommen wird, und dass ich in der Fürbitte für andere auch mich miteinbeziehe.
Es gibt ein paar geistige Gesetzmäßigkeiten, die du kennen solltest. Wenn man sich auf eine Person fokussiert, nimmt man geistigen Kontakt zu ihr auf. Da reicht es manchmal schon, nur den Namen zu denken. Das ist beim Gebet zu Gott oder Jesus Christus so, aber auch bei Gebeten zu anderen Göttern oder den dunklen Mächten. Das funktioniert aber auch beim Gedanken an Menschen, die man liebt, um die man sich sorgt, die man fürchtet oder gar hasst. Es ist sogar so, dass man mit den Gedanken, die man hat, seine eigene Erlebniswelt erschafft. Deswegen rate ich dir, dich gar nicht erst in gewissen Gedanken und Eindrücken zu verlieren, sondern dich, sobald du sie bemerkst, sofort an Jesus Christus mit der Bitte um Reinigung zu wenden.
Das andere ist der Rat von Jesus, dass wir freiwillig 2 Meilen mitgehen sollen, wenn wir genötigt werden, eine Meile mitzugehen. Tu das alles nicht widerwillig sondern in Liebe und Dankbarkeit, dass du Jesus dienen darfst.
Gott segne dich.