Persönliches Weihnachtswunder erlebt. (Psalm 126)
Hallo liebe Leser,
Ich wollte einmal ein Ereignis mit euch teilen, das ich aufgrund der Vorgeschichte tatsächlich als Weihnachtswunder bezeichnen würde.
Letzten Sommer habe ich mit einer langjährigen Freundin gebrochen, weil wir uns immer mehr auseinandergelebt haben und sie komplett auf die schiefe Bahn geraten ist (Diebstahl, Feindschaft mit Gott, Unzucht etc.). Das volle Programm eben. Diese Freundin hat eine Tochter, um die sie sich nur nach Lust und Laune kümmert und für ihre kriminellen Machenschaften missbraucht. Wir haben mehrfach versucht, sie wieder auf die richtige Bahn zu führen, allerdings erfolglos.
Schlussendlich musste ich aus Eigenschutz den Kontakt zu ihr abbrechen – und damit auch zu ihrer Tochter, die allerdings nur uns beide als Bezugspersonen hatte. Ich habe damals zu Gott gesagt, dass ich für das kleine Mädchen da sein möchte und geistlich gesehen ihre „beste Freundin“ sein möchte. Umso größer waren dann natürlich die Schuldgefühle und die Verzweiflung, dass ich dem nicht nachkommen konnte. Ich hatte ständig den bohrenden Gedanken im Kopf, dass ich damit vielleicht das Schicksal des Kindes besiegelt hätte. Außerdem habe ich sie unheimlich vermisst und gedacht, dass ich die Kleine, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist, nun nie wieder sehen würde.
Am selben Tag hatte ich Psalm 126 im Kopf, in dem es darum geht, dass der Herr sein Volk aus der Sklaverei befreit und ihr Schicksal wendet – und dass derjenige, der Tränen sät, Freude ernten wird.
Als mein Freund dann an Heiligabend bei seinen Eltern war und seine Kontaktliste durchtelefonierte, um den Leuten frohe Weihnachten zu wünschen, hatte er bei einem Eintrag einen Zahlendreher. Dadurch landete er „zufällig“ beim Kindsvater, der an diesem Tag die Kleine bei sich hatte. Im Hintergrund quengelte sie: „Sahra gehen, Sahra gehen, Sahra gehen …“. Und der Kindsvater – obwohl er praktizierender Moslem ist – wollte uns tatsächlich mit seiner Tochter besuchen kommen, um Weihnachten mit uns zu verbringen, weil sie es sich so sehr gewünscht hatte und er ihr Gejammer, dass sie mich sehen möchte, nicht mehr ausgehalten hat.
Ich habe oft probiert mit der Mutter gut auszukommen, aber ich habe es einfach nicht hinbekommen, im Gegenteil. Umso mehr ich mich bemüht habe umso mehr ist sie mit entglitten, wie ich es auch probiert habe. Gott hat unser Schicksal dahingehen geführt, dass wir wieder Kontakt haben können, ohne, dass die Kindsmutter uns in die Quere kommt und wer weiß, vielleicht wird ja noch die ein oder andere Seele für Gottes Reich zu gewonnen.
Liebe Grüße,
Sahra
