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Von Gott verlassen?

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Antonio70
Themenstarter
Beiträge : 8

Das wird jetzt vielleicht ein komisches Anliegen oder eine lange Frage. Dennoch dank ich jeden der sich die Zeit nimmt und sich dies durchliest. 

Ich wurde vor 1,5 Jahren getauft. Grade als ich mich selbstständig gemacht habe. Nach der Taufe lief mein Leben perfekt. Alles hat funktioniert. Ich habe relativ gut verdient, hatte super Freundschaften… Beim beten habe ich immer eine Präsens gespürt die da ist, mir zuhört und hilft. Das ging ca ein halbes Jahr. An einem Tag hab ich gebeten, dass mein Leben noch besser läuft egal was es kostet. Daraufhin hatte ich ein unbeschreibliches Gefühl als wären Jesus und Maria bei mir und würden mich umarmen. Ich hab in meinem Körper dabei Gefühle gehabt wie noch nie zuvor im Leben. Geborgenheit, Glück etc. Das ich fast explodiere von den guten Gefühlen. Danach war Stille. An keinem Abend danach habe ich mehr nur den Hauch des Zuhörens oder einer Präsens gespürt. Mein Leben lief daraufhin so stark den Bach runter, dass man das verfilmen könnte. Mir würde keiner hier glauben was alles schief gelaufen ist. Und das geht jetzt seit einem Jahr so und wird immer schlimmer. Ich hab mir immer eingeredet, dass ist Gottes Plan ich muss nur Vertrauen etc. Aber ich kann langsam nicht mehr. Ich bin praktisch kurz vor ner schweren Depression. Da wollte ich fragen ob jemand vielleicht eine Antwort hat was gerade los ist oder warum das passiert und vorallem warum genau nach der „Umarmung“ 

 

ich danke nochmal jeden und freue mich über Hilfe 

viele grüße 

 

Antwort
24 Antworten
Deborah71
Beiträge : 27509

An einem Tag hab ich gebeten, dass mein Leben noch besser läuft egal was es kostet.

Aus deiner Beschreibung liest sich hier der Wendepunkt. Es wirkt Ichzentriert, nicht mehr Jesus-zentriert. Womit wolltest du denn Gunst und Gnade bezahlen? Geht doch gar nicht. Gibt es nur geschenkt. 
Wer die Personen der Wahrnehmung waren, ist fraglich. Maria hat keinen Gott-ähnlichen Status. 

Du hast dir da was eingeladen, das merkwürdig wirkt und nicht nach dem Guten Hirten klingt. 

Wie hast du denn Jesus kennengelernt vor der Taufe? 

deborah71 antworten
2 Antworten
Antonio70
(@antonio70)
Beigetreten : Vor 1 Woche

Beiträge : 8

@deborah71 Klar verstehe ich deinen Punkt. Ich habe jeden Tag zu Gott gebetet( tue ich immernoch) hab jeden Tag geschaut das ich ein guter Mensch bin und wie ich anderen helfen kann, egal ob mit Taten oder finanziell. Der Grund warum ich wollte, dass es mir besser geht in der finanziellen Sicht war natürlich auch für mich. Aber zum größtenteil um meine Familie, Freunde und bedürftige glücklich zu machen. Ich habe zu Gott gefunden als mein Vater mich gefragt hat wann oder ob ich mich taufen möchte und dann hab ich angefangen über alles nachzudenken und schlussendlich auch zu glauben

antonio70 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27509

@antonio70 

Ein spannender Weg. Danke für deinen Bericht 🙂

deborah71 antworten


Dorisa
 Dorisa
Beiträge : 85

Ich kann nur spekulieren und habe mehrere Gedanken dazu:

Dass du gebetet hast dein Leben soll besser werden egal was es kostet lässt much denken, dass dein derzeitiges "Unglück" der Preis ist, den du für ein besseres Leben zahlst. Aber das muss nicht so sein.

Hast du Gott als es dir so gut ging jemals dafür gedankt? Vielleicht hättest du das Glück, dass du schon bekommen hast erst mal mehr schätzen.

Vielleicht hättest du Gott bitten sollen, dass du ein Leben lebst, dass ihn verherrlicht anstatt nur deine eigenen Wünsche befriedigt haben zu wollen.

Das sind nur meine Gedanken dazu. Ich kann total falsch liegen denn ich kenne dich nicht und erst recht nicht Gottes Gedanken.

elfentanz antworten
1 Antwort
Antonio70
(@antonio70)
Beigetreten : Vor 1 Woche

Beiträge : 8

@elfentanz Ich weis natürlich nicht ob meine Verherrlichung genug war aber sie war und ist da. Dazu habe ich mich wirklich jeden Tag für die Menschen in meinem Leben, für mein Leben, und für gottes Hilfe bedankt. Aber vielleicht war ich bisschen zu gierig

antonio70 antworten
Stern
 Stern
Beiträge : 1631

@antonio70 

Hallo,

schön, dass du getauft bist…schön, dass du Jesus Präsenz so gut spüren kannst/konntest…was für ein Segen…

Wenn ich mich an deine Stelle versetze, wäre ich jetzt auch ziemlich verzweifelt. Und ich würde mir vor allem die Präsenz wiederwünschen - und um bei deinen Worten zu bleiben: koste es was es wolle. Mit anderen Worten: auch ein schlecht gehendes Geschäft wäre mir egal, solange ich weiss, dass Jesus da ist. 

Verstehst du was ich meine? Ich würde den Fokus umlegen…weg von meinem Leben und wie das so läuft, auf ihn und seine Präsenz. Also so ginge es mir…mir persönlich wäre das wichtiger. So wichtig, dass mir der Rest egal wäre. 

Vielleicht ist das die Botschaft, dass du dich in erster Linie nach ihm ausstreckst und nicht nach Benefits im Leben. Die bekommst du dann vermutlich obendrauf geschenkt. Sag ich jetzt mal so und denke dabei an: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, und der Rest wird euch dazugegeben. Überhaupt ist, finde ich, das Beschäftigen mit dem was Jesus so gesagt hat, was er so an Anleitungen hat für dich, sehr hilfreich…und das kannst du in der Bibel nachlesen, solange deine Verbindung noch nicht wieder steht

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du wieder mit ihm zusammen unterwegs sein kannst.

stern antworten
2 Antworten
Antonio70
(@antonio70)
Beigetreten : Vor 1 Woche

Beiträge : 8

@stern Erstmal danke ich Dir und ich muss dir ganz ehrlich sagen so hab ich das ganze noch gar nicht betrachtet. Ich meine mein Leben hat sich viel um Gott und andere Menschen gedreht. Ich würde sagen ich bin das Gegenteil von selbstsüchtig oder egoistisch. Dennoch hätte bzw. könnte ich immer noch mehr Richtung Jesus streben

antonio70 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 1631

@antonio70 

Weisst du, letztendlich weiss niemand hier, wieso du aus dieser engen Verbundenheit rausgefallen bist  (oder ob das überhaupt so ist) oder woran es liegt, dass du quasi über Nacht sowohl (scheinbar) Verbundenheit als auch (scheinbar) den Segen in deinem Leben verloren hast.

Im Grunde genommen bin ich überhaupt nicht qualifiziert dazu irgendendetwas zu sagen, aber mal ungeachtet der äusseren und inneren Umstände, weiss Gott dass du ihn suchst und das nicht verstehst, was da gerade passiert. Ich weiss nicht, was gerade „dran“ ist in deinem Leben, aber in Beziehung mit dem Einen kannst du das herausfinden.

stern antworten


Arcangel
Beiträge : 5837

@antonio70 

Jesus hat durch das Leiden bis zum Tod, gehorsam gelernt, und in seinem Leiden wurde Gott verherrlicht. 

Aus meinen über dreissig Jahren Erfahrung und Leben mit Gott, habe ich gelernt, dass ich in der Beziehung zum Vater vor allem dann wachse, wenn es ich unten durch muss. Ich habe auch lieber die schönen Zeiten, aber wer auf den Berg der Verklärung will, muss durchs Tal der Finsternis. 

Tönt jetzt ziemlich abgedroschen. 

Aber es gibt noch einen zweiten Gedanken, warum sollte es ausgerechnet mir gut gehen, wenn es so viele Menschen gibt, die Leiden auch und vor allem Geschwister im Glauben. Warum sollte ich vom Leid ausgenommen sein, nur, weil ich in der Schweiz geboren bin. Glück ist ein Privileg (das gerne als Recht verkauft wird), welches die meisten Menschen auf der Welt nur in begrenztem Masse besitzen. 

Deshalb liegt meine Hoffnung nicht auf dem Glück, welches diese Welt zu bieten hat, sondern die vollkommene Freude des himmelsreiches Gottes.  

arcangel antworten
Maria
 Maria
Beiträge : 1092

@antonio70 

An einem Tag hab ich gebeten, dass mein Leben noch besser läuft egal was es kostet.

In welcher Hinsicht sollte dein Leben besser verlaufen? Und an welche möglichen Kosten hattest du gedacht?

maria antworten
4 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3516

@maria Es gibt diesen Spruch 'Be careful what you pray for'. 
Auf deutsch 'Bedenke / sei vorsichtig, (um) was Du bittest'.

chai antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1092

@chai

Es gibt diesen Spruch 'Be careful what you pray for'. 

Das ist wohl wahr 😆An einem Tiefpunkt in meinem Glaubensleben lernte ich das Gebet von Nikolaus von der Flüe kennen. Das berührte mich ganz tief, aber in meinem weltlichen Leben gab es einige Turbulenzen 🤣 

Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu Dir.

Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich fördert zu Dir.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen Dir.

 

maria antworten
Antonio70
(@antonio70)
Beigetreten : Vor 1 Woche

Beiträge : 8

@maria eigentlich im finanziellen Sinne. Aber nicht nur für mich. Klar will ich auch einige Dinge. Dennoch waren meine Hauptgedanken immer wie ich anderen Menschen (Freunde,Familie, Fremde) auch Finanziell unterstützen und glücklich machen kann. Zum „Koste es was es wolle“ muss ich ehrlich gesagt gestehen weis ich garnicht was genau ich damit gemeint habe

antonio70 antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1092

@antonio70 Wie denkst du denn jetzt nach dieser "Umarmung" darüber? Wenn du wählen müsstest, was wäre dir lieber, der finanzielle Erfolg oder für immer in dieser innigen Gemeinschaft mit Gott zu leben?

maria antworten


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