Von Gott verlassen?
Das wird jetzt vielleicht ein komisches Anliegen oder eine lange Frage. Dennoch dank ich jeden der sich die Zeit nimmt und sich dies durchliest.
Ich wurde vor 1,5 Jahren getauft. Grade als ich mich selbstständig gemacht habe. Nach der Taufe lief mein Leben perfekt. Alles hat funktioniert. Ich habe relativ gut verdient, hatte super Freundschaften… Beim beten habe ich immer eine Präsens gespürt die da ist, mir zuhört und hilft. Das ging ca ein halbes Jahr. An einem Tag hab ich gebeten, dass mein Leben noch besser läuft egal was es kostet. Daraufhin hatte ich ein unbeschreibliches Gefühl als wären Jesus und Maria bei mir und würden mich umarmen. Ich hab in meinem Körper dabei Gefühle gehabt wie noch nie zuvor im Leben. Geborgenheit, Glück etc. Das ich fast explodiere von den guten Gefühlen. Danach war Stille. An keinem Abend danach habe ich mehr nur den Hauch des Zuhörens oder einer Präsens gespürt. Mein Leben lief daraufhin so stark den Bach runter, dass man das verfilmen könnte. Mir würde keiner hier glauben was alles schief gelaufen ist. Und das geht jetzt seit einem Jahr so und wird immer schlimmer. Ich hab mir immer eingeredet, dass ist Gottes Plan ich muss nur Vertrauen etc. Aber ich kann langsam nicht mehr. Ich bin praktisch kurz vor ner schweren Depression. Da wollte ich fragen ob jemand vielleicht eine Antwort hat was gerade los ist oder warum das passiert und vorallem warum genau nach der „Umarmung“
ich danke nochmal jeden und freue mich über Hilfe
viele grüße
Da wollte ich fragen ob jemand vielleicht eine Antwort hat was gerade los ist oder warum das passiert und vorallem warum genau nach der „Umarmung“
Wie steht es mit den Basics des Lebens? Grundversorgung Nahrung, warmen Ort zum Schlafen? Soziales Netz?
Es gab einen Antonio, der heilig gesprochen wurde. Ein Franziskaner, dessen Thema die Armut war.
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(franziskaner.de)
@martha hätte ich mir keine Schulden aufgenommen hätte ich nichts zum Essen und mein soziales Netzwerk( Freunde) sind fast alle weg. Einen warmen Ort habe ich Gott sei Dank, da ich noch bei meinen Eltern wohne
Danke für deine Offenheit.
Gut, dass deine Eltern da sind.
Kostenlose Schuldnerberatungsstellen können helfen, dass du dich in dieser Sache nicht allein gelassen fühlst.
Die Freunde, die in dieser Situation nicht bei dir bleiben, lass getrost ziehen.
In der Mystik gibt es den Begriff der "dunklen Nacht der Seele" (siehe bei Interesse bei Wikipedia).
Gott will dein ❤️, Antonio.
Mehr will ich dazu hier nicht schreiben, ich wünsche dir einen gesegneten Sonntag. 🙂
Hast du inzwischen auch Gott gefragt? ER selbst weiß genau, was abläuft, ob du etwas lernen sollst durch die Ereignisse, ob du dich verlaufen hast und zu einem bestimmten Punkt umkehren sollst......
Bleibst du im Vertrauen auf Gott, wenn das Leben mal nicht rund läuft?
Da wollte ich fragen ob jemand vielleicht eine Antwort hat was gerade los ist oder warum das passiert und vorallem warum genau nach der „Umarmung“
Lieber Antonio, ich glaube, in dieser innigen Umarmung wurde dir gezeigt, wie das bessere Leben aussehen wird. Das ist die Verheißung, die dir gemacht wird. Du erfährst da, was das Ziel ist, wenn du den Weg mit Jesus gehst und wie das Himmelreich ausssieht oder besser gesagt, "sich anfühlt".
Andererseits spricht Jesus ja immer wieder davon, dass Seine Jünger bereit sein sollen, alles loszulassen um des Himmelreiches wegen. Du kennst sicher das Gleichnis vom Schatz, der im Acker verborgen ist und um dessentwillen jemand freudig alles andere verkauft, um den Acker kaufen zu können. Das entspricht exakt deinem Gebet. Du bittest für das bessere Leben (das Himmelreich), koste es, was es wolle (weltliche Sicherheiten z.B., Ansehen, auch soziale Bindungen).
Ich weiß nicht, ob dir das so bewusst ist. Deswegen hatte ich dich gefragt: In welcher Hinsicht sollte dein Leben besser verlaufen? Und an welche möglichen Kosten hattest du gedacht?
Auch wenn dir die Gegenwart Jesu zur Zeit nicht bewusst ist, kannst du darauf vertrauen, dass Er in deinen Gebeten bei dir ist und dich auf deinen Wegen begleitet. Danke Ihm dafür!
Sei überreich gesegnet!
Psalm 23,1 Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN
Guten Morgen,
Ich verstehe das gut. Ich bin als junger Mann ursprünglich zum Glauben gekommen. Es gibt das Phänomen der ersten Liebe wenn man als Erwachsener sich zu Gott ganz hinwendet. Das ist ab und zu in so Situationen auch notwendig weil man sich manchmal bewusst von vielen lösen muss.
Irgendwann dann kamen andere, zehrende Probleme die sich nicht änderten. Bei mir waren es soziale und berufliche Dinge. Ich weiß natürlich nicht was es bei dir ist.
Wichtig ist da auch das man Menschen hat die einem im Glauben begleiten. Hast du das?
Lieber Antonio,
über deine Erfahrung kann ich letztlich nur spekulieren. Es wäre denkbar – ohne dir etwas unterstellen zu wollen –, dass dabei vielleicht der Blick etwas zu sehr auf dich selbst gerichtet war. Möglicherweise standen eigene Wünsche im Vordergrund und Gott und die Mitmenschen eher im Hintergrund. Ob das so ist, weiß ich nicht. Sieh es bitte einfach als einen kurzen Gedankenanstoß von mir.
Hallo Antonio,
mir fiel bei deiner zu Beginn geschilderten Situation der gute Hiob ein. Kennst du die Geschichte von Hiob in der Bibel?
Ich kann natürlich nicht sagen, ob es auf dich in Wahrheit zutrifft. Aber evtl. ist die Geschichte des Hiob eine Ermunterung für dich.
Hier eine Kurzfassung, falls du nicht die Zeit hast das Buch in der Bibel zu lesen:
Die Geschichte von Hiob handelt von einem gottesfürchtigen Mann, der alles verliert (Besitz, Kinder, Gesundheit) in einer Prüfung durch Gott, angestoßen durch den Teufel, der behauptet, Hiob diene nur wegen Gottes Segen. Trotz unermesslichen Leids bleibt Hiob Gott treu, ringt aber verzweifelt um Antworten, während seine Freunde glauben, er müsse gesündigt haben. Am Ende zeigt Gott ihm die Grenzen menschlichen Verstehens, Hiob erkennt seine Begrenztheit, und Gott belohnt seine Standhaftigkeit mit doppeltem Reichtum und einer neuen Familie. Das Buch thematisiert das Problem des Leidens, Gottes Gerechtigkeit und die Bedeutung von Glauben auch ohne sichtbare Erklärung.
Kernbotschaft: Das Buch Hiob stellt die Frage nach dem Sinn des Leidens und zeigt, dass Leid nicht immer eine Strafe ist. Es lehrt, Gottes unergründliche Weisheit zu vertrauen und standhaft im Glauben zu bleiben, auch wenn man ihn nicht versteht.
-> Dies alles ist in Liebe und mit dem Wunsch dich aufzumuntern versendet.
LG
Thomas