Vorbilder in unsere...
 
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Vorbilder in unserem Glauben an Christus.............

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

hallo ihr Lieben,

habt ihr Vorbilder im Glauben an Christus. Natürlich ist Jesus Christus unser bestes Vorbild. Aber auch Menschen können Vorbilder sein.

Menschen, bei denen wir Gottes Liebe und Nähe spüren, erfahren, wie Gott Menschen verändert.

Mich fasziniert Franz von Assisi. Als er nach einer tiefen Lebenskrise, nach dem Krieg, eine ihn demütigende Gefangenschaft , mit Krankheit geschlagen. Dann entdeckt er Jesus am Kreuz.........................

Das Bild eines Herrschergottes verändert sich durch einen persönlichen, sanftmütigenden und demütigenden Gott der Nähe..

So möchte Franz die Liebe Christus kompromisslos leben, die Gott ihm geschenkt hat.

In einer bürgerlichen Welt des Wohlstandes, bekennt sich Franz zu den armen Menschen. ER reißt geltende Schranken nieder, doch er kämpft nicht mit Gewalt, sondern so wie Christus mit Liebe, Sanftmut und Demut. Alle Menschen in Christus sind gleich, da gibt es keine Unterschiede. ER spricht auch mit den Tieren. Demut ist die Haltung die er predigt......................

Das war schon damals eine kleine Provokation.......................

Aber ich finde das gut. Wenn ich manchmal meine Volxbibel auf den Tisch lege............

Was sind eure Vorbilder im Glauben?

liebe Grüße,

Frederick

Nachtrag vom 06.05.2021 1839
https://www.youtube.com/watch?v=wV-Y6nEyH4o

Sonnengesang Franz von Assisi................

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23 Antworten
Plueschmors
Beiträge : 3740

Friedrich der Weise
Hallo Du Lieber,

es gibt ja den evangelischen Namenskalender, das Pendant zum katholischen Heiligenkalender. Heute am 6. Mai steht da Friedrich der Weise drin, Förderer der Reformation in Sachsen:

Durch die Weigerung Friedrichs III., das 1518 von Rom gefällte Ketzerurteil gegen Luther anzuerkennen, die Zusicherung freien Geleites für Luther zum Reichstag zu Worms und seine Unterbringung auf der Wartburg nach der Ächtung entstand ein offener Interessenkonflikt zwischen dem sächsischen Kurfürsten und der römischen Kurie bzw. dem Kaiser. Diese beharrliche Entschlossenheit, aber auch seine Abneigung, kriegerisch in Konflikte einzugreifen, mit der der Wettiner seine nach Ausgleich strebende politische Grundeinstellung umsetzte, trug ihm in der späteren Geschichtsschreibung den Beinamen Friedrich der Weise ein.

Friedrich der Weise, der Luther vor der Kirchengerichtsbarkeit ebenso wie vor dem Vollzug der kaiserlichen Acht in Schutz nahm, trug mit seiner stillen und beharrlichen Art entscheidend zur Ausbreitung der reformatorischen Ideen bei.

Scheint ein standhafter, geduldiger und tatsächlich weiser Mann gewesen zu sein. Schon daß er den Krieg mied, ist aller Ehren wert.

Liebe Grüße,
Plueschmors.

plueschmors antworten


Orangsaya
Beiträge : 2875

Ich weiß nicht, warum mir der Name spontan einfiel. Wenn es einer gesagt hätte, dass ich ihn nennen werde, hätte ich mir wohl gedacht, eher nicht.
Er wurde kurz Bruder Herrmann genannt und war öfters einen Artikel in der Bildzeitung wert. Sonst war er eher unbekannt. Ein Filmemacher, hatte über ihn eine Doko gedreht. Doch der ging pleite, bevor der Film fertig war. Er war im Übrigen ein Schüler von Romano Guardini, der ihm bis zum Lebensende sehr wichtig blieb.
Warum ist er mir ein Vorbild?
Weil er seine Überzeugungen gelebt hat. Geld bekam er regelmäßig, aber letztlich war ihm dies nichts wert. Das Meiste spendete er. Sein Garten, war ihm immer wichtig. Auch dann, wenn er keinen mehr hatte. Er hat immer etwas gefunden, wo er seine Klause mit einen Anhänger hinbringen kann und sich ein Naturumfeld besorgen konnte. Da verbrachte er viel Zeit, auch wenn es nicht sein Garten war und nichts damit zu tun hatte. Auch im Winter. Da heizte er mit einen Heizlüfter. Die Stille war vermutlich der Grund.
Er hatte ein eigenes Weltbild, schrieb viele kleine Heftchen und verteilte die gedruckten Heftchen an die, die ihn besuchten. Die Themen waren Gotik, Dinge die in der Geschichte waren und uns heute noch beschäftigen und gab seinen geistlichen und philosophischen Senf dazu.
Er selber lief nur in Arbeitskleidung herum. Eine blaue Hose und Jacke. Das wars. Den Blaumann trug er wie einen Anzug und genauso pflegte er diese. Lebensmittel, waren natürlich diverse Gemüsesorten und wenn er ein Glas Honig und Mandelmus hatte war er glücklich. Im Mittelpunkt stand eh das Fasten. Er war katholisch, stand loyal zur Kirche, obwohl seine Lebensart eine andere war. Er hatte einen anderen Horizont als die sonstigen Geistlichen. Das war ihm nicht wichtig und hat es auch nicht nach außen gezeigt.

orangsaya antworten
11 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

hallo ihr Lieben,

vielen herzlichen Dank für eure wertvollen Antworten........................

Ja diese Menschen sind irgendwo anders. Und das gefällt mir................

Einerseits die Demut, sich nicht und überall in den Mittelpunkt stellen

zu wollen. Und sie sind gegen Gewalt................Mir gefällt das. Weder mit Worten wie mit Taten gewalttätig zu sein. Und obwohl diese Menschen gebildet sind, bilden sie sich nichts darauf ein.

Obwohl Franz von Assisi sehr gebildet war, nannte er sich "Idiota"

Er war durch seinen Glauben an Gott einfach und einfältig.

Trotzdem erkannte er viel, die Unmöglichkeit der Kriege, gerade auch Glaubenskriege, oder die Kriege zwischen Muslimen und Christen..

Franz ist gegen Gewalt, für den Frieden, auch ein Vorbild für die Friedensbewegung. Könnte auch heute noch ein Vorbild sein für Menschen, die mit Gewalt ihre Meinung vertreten müssen.

Auch Frieden finden zwischen uns Menschen, und unserer Natur, unserer Schöpfung.

Die Menschen spüren ihm seine Echtheit ab.

Den Glauben leben, ja,,,,,,,auch Vergebung und Versöhnung, das Menschen eine persönliche Entscheidung für Gott brauchen, aber
Glauben auch l e b e n...............menschlich, demütig, auch den Tieren gegenüber, der Schöpfung...........den Menschen..........

liebe Grüße,

Frederick

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Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3740

Otto der Große

Veröffentlicht von: @frederick2

Und sie sind gegen Gewalt................Mir gefällt das. Weder mit Worten wie mit Taten gewalttätig zu sein.

Heute steht ein ganz anderer Mann im Kalender: Otto der Große. "Ab 936 Herzog von Sachsen und König des Ostfrankenreiches (regnum francorum orientalium), ab 951 König von Italien und ab 962 römisch-deutscher Kaiser."

Herrscher in einer Zeit der Finsternis und Unordnung. Berittene Ungaren, die damals noch keine Christen waren, fielen ständig ins Reich ein und verbreiteten Angst und Schrecken. In der Schlacht auf dem Lechfeld schlug Ottos Heer die Ungaren vernichtend. In der Folge wurden die Ungaren sesshaft und nahmen den christlichen Glauben an:

Für das einfache Volk bedeutete die Schlacht auf dem Lechfeld das Ende einer Zeit, die vor allem durch ständige Einfälle der Magyaren, Wikinger und Slawen gekennzeichnet war. Nach einer Zeit, in der man in einer Naherwartung der Apokalypse lebte und die Wiederkunft Jesu für das Ende des Jahrtausends erwartete, begann eine Epoche der irdischen Zukunftserwartung.

Das in der Schlacht auf dem Lechfeld von Ottos Legio regia gezeigte Banner des Erzengels Michael und der positive Ausgang der Schlacht bewirkten, dass der Erzengel zum Schutzpatron Deutschlands erwählt wurde.

Eins der wenigen Beispiele, wo Gewalt tatsächlich auch mal Frieden schafft.

Von Franz von Assisi war ich als Jugendlicher sehr begeistert. Mir gefiel die weltabgewandte Askese. Wollte auch ins Kloster dann. Ist aber anders gekommen. Jetzt bin ich bei Jesus.de...

😀

plueschmors antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Sophie Scholl
vielen Dank lieber Plüschmors,

als junger Mensch wollte ich in eine christliche Kommunität. ..............

Dann aber kam meine liebe Frau.................................

Aber nach mag ich Christen, die anders leben, anders denken..............

selbst wurde ich leider schon viel zu bürgerlich.................

morgen würde Sophie Scholl einhundert Jahre alt.................

"so ein herrlicher Tag und ich soll gehen. Aber was liegt an unserem Leben, wenn wir es schaffen, Tausende von Menschen aufzurütteln,
und wach zu rütteln..

(Sophie Scholl)

....diese Lebensgeschichte von Sophie Scholl bestürzt mich immer wieder. Auf der einen Seite so was von tragisch, dann aber wieder so berührend.............................................................................

Sie starb für ihre Überzeugung von Freiheit, Gerechtigkeit und Liebe.

Mich bewegt, wie diese junge Frau so mutig handelte. So mutig würde ich auch gerne mein Christsein immer mehr leben. Wie aufrecht und gerade sie in den Tod ging, einen Stein ins Rollen brachte, Menschen aufweckte...................................................................................

Die Widerstandsgruppe "weiße Rose " wurde brutalst zerschlagen.

Doch das deutsche Volk hielt sich weiterhin ängstlich zurück... Erst die Niederlage befreite sie von der Zwangsherrschaft der Nazis..

Doch was Sophie Scholl damals in einer Zeit der Unfreiheit und Unterdrückung getan hat, rüttel bis heute auf. Und das ist auch gut so!

Ihrem Herzen und Glauben folgend, musste sie einfach etwas tun.

Mutige Herzen braucht es auch in unserer heutigen Zeit..............

Nein nicht jeder kann eine Sophie Scholl sein, aber jeder kann in seinem eigenen Umfeld Zivilcourage üben, zu handeln, auch wenn es menschlich gesehen keine Vorteile bringt.

"Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit" heißt es in einem Flugblatt der weißen Rose.

Besser du hältst dich zurück, als Ärger zu bekommen. Elternhaus haben Sophie Scholl geprägt. Ihr Vater war Pazifist.

Mich hat es so geprägt, das wir die gewaltfreie Kommunikation nutzen können. .................................................................................................

Lernen, wenn ich trotzdem noch andere Menschen anklage, in Vorwürfen und Schuldzulassungen stehen bleibe................................

Was der andere Mensch tut, tut er für sich, nicht immer gegen mich.

Das gilt es mehr und mehr auch ganz praktisch einzuüben.

Liebe Grüße an dich,

Frederick

Nachtrag vom 08.05.2021 1620
https://www.youtube.com/watch?v=O_OxFrdFVzQ

............ein Lied für Sophie Scholl..............

Nachtrag vom 08.05.2021 1723
https://www.youtube.com/watch?v=QMpY54Lcu7s

Anonymous antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2544

Ich frage mich, was ist das für eine Briefmarke.
Von der Schrift her schließe ich auf die Republik Österreich.
Die Geschwister Scholl kommen ja aus dem heutigen Baden-Württemberg.

jigal antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

https://shop.deutschepost.de/100-geburtstag-sophie-scholl-briefmarke-zu-0-80-eur-10er-bogen

lieber Jigal,

oh, als ehemaliger Postmitarbeiter habe ich auch schon Postwertzeichen

verkauft. Aber wo jetzt diese Marke herkommt, vermute auch Österreich............

liebe Grüße an dich,

Frederick

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Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2544

Danke.. Österreich hat ja das mit der Republik und die Art der Schrift.
Leider wurde das abgeschnitten.

Nachtrag vom 09.05.2021 0640
Ich habe die Marke gefunden.

Deutsche Demokratische Republik 1961.

https://www.deutsche-briefmarken-zeitung.de/2013/02/22/das-kostbarste-gut/

jigal antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

https://www.youtube.com/watch?v=4FcAnBbcnAE

Bitte aufpassen, Film kann triggern..............

liebe Grüße,

Frederick

Nachtrag vom 09.05.2021 1855
..........solltet ihr, ich auch mehr von unserem Überfluss geben, den ärmeren Menschen, so wie Jesus es in der Bergpredigt lehrt.............

Nachtrag vom 09.05.2021 1855
..........solltet ihr, ich auch mehr von unserem Überfluss geben, den ärmeren Menschen, so wie Jesus es in der Bergpredigt lehrt.............

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Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2544

Oh ein bisschen Urlaubsfeeling.. Deutscher Film mit arbischen Untertiteln.

jigal antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

lieber Jigal,

gestern habe ich mit meiner lieben Frau diesen Film angeschaut. Diese arabischen Untertitel blendest du schnell aus.

Dieser Film berührt mich immer wieder, und ich frage mich, wie hätte ich zu dieser Zeit reagiert. ......................................................................

Hätte ich auch mein Leben für diese Sachen gegeben............

Ja ich bin auch gegen Krieg , Macht und Gewalt, aber wenn es darauf ankommt.

liebe, leise Grüße an dich,

Frederick

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Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2544

Ich habe jetzt erst registriert, sie ist der gleiche Jahrgang wie eine meiner Großmütter. Die haben damals zu der Zeit schon gearbeitet und meine Großväter haben in Frankreich oder Rußland gedient.

Wie Sophie und Hans waren sie beim BDM bzw. der HJ.
Wer nicht dabei war hatte praktisch keine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Keine Widerstandskämpfer wie mehr als 90 %. Ich habe mal eine Statistik gelesen dass weniger als 2 % im Widerstand waren. Ganz wenige wurden als "Gerechte unter den Völkern" geehrt.
Erst letzte Woche habe ich auf ARD Alpha einen Bericht über Österreicherinnen gesehen die Juden versteckt haben.

Die Frage was ich gemacht hätte ist interessant. Zum Widerstand hätte ich schlicht und einfach zu wenig Mut.
Von den vielen Menschen die ich die letzen Jahrzehnte kennen gelernt habe ist nur eine Frau dabei die in der Verwandschaft jemand aus dem Widerstand hat. Da hat man damals nicht bemerkt und sie hat sich keine Gedanken darüber gemacht wenn fremde Leute für eine Nacht im Haus waren. Ich glaube der Onkel war Pfarrer und es kamen Leute die weiter geschleust wurden. Er wurde als "Gerechter unter den Völkern" geehrt. Die Bezeichnung geht auf die Bibel zurück da wird von Gerechten gesprochen.

jigal antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2544

Das Bundesinnenministerium ehrt Sophie Scholl mit einer Sondermarke zum Wert von 80 Cent.

jigal antworten
Plueschmors
Beiträge : 3740

Gregor von Nazianz
Für Gregor von Nazianz "sind geistliche Reife und sorgfältiges Studium der Bibel unverzichtbare Voraussetzungen für seriöse Theologie. Seine theologische Argumentation konzentriert sich auf die Bibel und auf logische Überlegungen. Er verlangt, dass Bibelstellen im Kontext der gesamten Bibel ausgelegt werden müssen, aber er geht bei der Auslegung auch sehr sorgfältig auf sprachliche Feinheiten ein", also ein sehr gewissenhafter Theologe, der nicht allein herumphilosophiert, sondern konzentriert in der Bibel sucht.

Eines seiner Hauptthemen ist die Inkarnation Jesu Christi, Jesus Christus als wahrer Mensch und wahrer Gott: "Bewahrt mir vor allem dieses gute Vermächtnis, für das ich lebe und kämpfe, mit dem ich sterben will und das mich alle Übel ertragen und alle Vergnügungen gering schätzen lässt: nämlich das Bekenntnis des Glaubens an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist. Ich vertraue es euch heute an. In ihm werde ich euch in dieser Stunde ins Wasser tauchen und daraus herausheben. Ich gebe es euch zum Begleiter und Beschützer eures ganzen Lebens. Ich gebe euch eine einzige Gottheit und Macht, die als Eine in den Dreien existiert und die Drei auf je verschiedene Weise enthält. Eine Gottheit ohne Ungleichheit der Substanz oder Natur nach, ohne erhöhenden höheren Grad oder erniedrigenden niederen Grad […] Es ist die unendliche Naturgleichheit dreier Unendlicher. Gott als ganzer, jeder in sich selbst betrachtet […] Gott als die Drei, zusammen betrachtet […] Kaum habe ich begonnen, an die Einheit zu denken, und schon taucht die Dreifaltigkeit mich in ihren Glanz. Kaum habe ich begonnen, an die Dreifaltigkeit zu denken, und schon überwältigt mich wieder die Einheit."

Von solchen Theologen bräuchten wir wieder viel mehr.

plueschmors antworten


Ungehorsam
Beiträge : 3336

Elisabeth von Thüringen
Sie war Tochter des ungarischen Königs und war Ludwig, dem Sohn des Thüringer Landgrafen Hermann versprochen. Im Alter von vier Jahren mußte sie ihr Elternhaus verlassen und wurde nach Thüringen zu ihrem künftigen Mann gebracht, der damals selber noch Teenager war. Als Elisabeth 14 Jahre alt war, wurde die Trauung vollzogen. Sie fiel schon früh durch große Frömmigkeit und einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn auf, was sie am Hof auch unbeliebt machte. Sie stellte vieles in Frage, wie die höfische Prachtentfaltung. Trotz allem liebte sie ihren Ehemann Ludwig sehr innig. Ludwig ließ die Wartburg zur Residenz herrichten und lebte dort fortan mit seiner Frau und den drei Kindern. Elisabeth entging aber auch nicht das Elend der armen Bevölkerung und half, wo sie nur konnte. Mönche brachten die Kunde von Franz von Assisi auch zu ihr. Er wurde ein Vorbild für sie. So brachte sie beispielsweise Lebensmittel von der Wartburg in die Stadt Eisenach zu den Bedürftigen. In den Augen der Familie ihres Mannes war das Diebstahl. Eine Legende berichtet vom "Rosenwunder". Als sie wieder einmal mit Lebensmitteln, die sie unter dem weiten Mantel versteckt hielt, zur Stadt lief, wurde sie von der Burgwache angehalten. Auf die Frage, was sie da unter ihrem Mantel verstecke, antwortete sie, es seien Rosen. Die Soldaten glaubten ihr das nicht und forderten sie auf, die Rosen zu zeigen. Und - laut Legende - zeigten sich tatsächlich Rosen. Ihr Gottvertrauen war unerschütterlich, das bringt diese Legende ganz gut zum Ausdruck.
Ludwig folgte dem Ruf zum Kreuzzug, von dem er nicht mehr zurückkehrte. Nun hatte Elisabeth keinen Beschützer und Fürsprecher mehr. In der Folge wurde sie von der Wartburg vertrieben und aller ihrer Güter beraubt, die sie noch besaß. Sie hatte schon zuvor vieles an die Armen verschenkt. Sie fand Zuflucht bei ihrem gestrengen Beichtvater Konrad von Marburg. Dort, in Marburg, gründete sie ein Hospital und widmete sich fortan der Krankenpflege - bis zur physischen Erschöpfung. Das führte dann vermutlich zu ihrem frühen Tod im Alter von nur 24 Jahren. Nur drei Jahre nach ihrem Tod wurde Elisabeth heiliggesprochen - maßgeblich vorangetrieben durch Konrad von Marburg. Im selben Jahr noch wurde mit dem Bau der Elisabethkirche - die erste gotische Kirche auf deutschem Boden - begonnen, die zu ihrer Grabstätte und einem Wallfahrtsort wurde.
Das von Elisabeth gegründete Hospital existiert bis heute in Marburg.

Martin Luther wird bei seinem Aufenthalt auf der Wartburg gewußt haben, wer da dreihundert Jahre zuvor dort wohnte. Ob und wie er sich zu Elisabeth von Thüringen äußerte, ist mir nicht bekannt.

ungehorsam antworten
3 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

https://www.youtube.com/watch?v=OfIJs3HU8kI

Elisabeth von Thüringen war eine starke Frau............

lieber Ungehorsam,

vielen herzlichen Dank für deinen Beitrag. Wieder eine Rebellin Gottes.

Vieles wusste ich bisher nicht von ihr...

Aber auch ihr waren die armen Menschen wichtiger wie die reichen

Menschen..........Ihr Stand war ihr nicht so wichtig. Sie hat einfach das

Leben Christus Jesus gelebt, IHM gedient...............................

Und das genügt eigentlich. Ob sie es aus Liebe getan hat, oder aus

Angst vor der ewigen Verdammnis.....................

liebe Grüße,

Frederick

Nachtrag vom 09.05.2021 1911
sollte ich, wir auch mehr von unserem Reichtum geben, den armen Menschen, so wie es Jesus in der Bergpredigt lehrt............

Anonymous antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Elisabeth von Thüringen ist ein Kind ihrer Zeit - und dennoch unangepaßt. "Rebellin Gottes" - das hast du sehr schön passend ausgedrückt.
In ihren Motiven vereinen sich Nächstenliebe und Furcht vor der Verdammnis. Für letzteres ist vor allem Konrad von Marburg verantwortlich.
Es lohnt sich, sich etwas näher mit der Vita von Elisabeth zu befassen. Sie ist eine faszinierende Persönlichkeit.

ungehorsam antworten
love.israel
(@love-israel)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 125

Die Heiligsprechung Elisabeths erlebte Konrad von Marburg nicht mehr - eine der vielen Gerechtigkeiten Gottes. In seinem Schreiben an den Papst begründete dieser seine Ablehnung der Heiligsprechung damals mit den Worten: Es ist nicht alles Gold was glänzt.
Dieses Schreiben soll angeblich die Quelle unseres Sprichwortes sein.

love-israel antworten
Plueschmors
Beiträge : 3740

Johann Hüglin

Was die Schrift sagt, dabei will ich bleiben.

Evangelischer Märtyrer, verurteilt als "Verführer, Aufrührer und Ketzer", verbrannt am 10. Mai 1527:

Auf die Anklage durch einen Notar, er sei ein Ketzer, antwortete Hüglin, er lehre und halte nichts Anderes als die Lehre Christi und Pauli, und ließe sich nur aufgrund der Bibel überzeugen, wenn er geirrt habe. Er wurde angewiesen, nur mit „Ja“ oder „Nein“ zu antworten, da es sich nicht gehöre, vor dem Volk über solche Dinge zu reden. Hüglin rief daraufhin laut Gott um Hilfe an.

Da sehen wir, was sie mit Luther getan hätten, wäre er in ihre Fänge geraten...

plueschmors antworten


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