belastet & beschenkt
Es scheint ein zeitloses Thema zu sein - belastet & beschenkt. Vielleicht ist es Gottes Schule für uns? Und vielleicht ist es eine Chance zu erkennen, welcher Segen darin liegt, wenn wir Belastungen haben überwinden können - mit Gottes Hilfe. Und vielleicht ist genau das der Knackpunkt, gleich zu Beginn auf Gottes Hilfe setzen und parallel das seine dazu beitragen. Wie oft setze ich auf meine (nicht ausreichende) Kraft und wende mich erst dann an Gott, wenn ich nicht wie gewünscht vorankomme…
Interessanterweise erlebe ich das beim Reisen anders. Da bin ich aufgeschlossen, nehme alles aus Gottes Hand; im Unbekannten ruht mein Vertrauen intuitiv an der richtigen Stelle. Im Alltag, Arbeit und Freizeit habe ich feste Strukturen und Vorgehensweisen und meine, ich müsse mein Leben in der Hand haben und so schwindet scheinbar Gottes Raum, dabei ist Er doch IN ALLEM da.
❤️-lich Willkommen im Thread „belastet & beschenkt“ - hier ist Raum für das Teilen von Erfahrungen, für Austausch, für das Teilen von Gedanken, für Ermutigung, für Gebet, für Anteilnahme ... Denn wir sind nicht alleine in dem Erleben, dass nicht immer alles rund geht. Es kann gut tun oder auch trösten und es kann stärken, wenn wir unsere Erlebnisse miteinander teilen.
Fragen, die mir weiterhelfen und denen ich hier mit euch gerne nachgehen möchte: Worauf schauen wir? Worin liegt Segen? Was erahnen wir von Gottes Perspektive? Wie bewähren wir uns in Brachzeiten? Und - worauf kommt es an? Wonach streben wir und gelingt das gut? Was ist im Leben wesentlich? Und warum nehmen andere Dinge uns so oft gefangen? Was belastet, blockiert gar und kann genau dadurch oder aber durch dessen Überwindung erst Potential zur Entfaltung bringen? Und was bleibt davon für die Ewigkeit oder was macht erst in (nach) einem weiteren Prozess aus dieser Perspektive Sinn?
Bei mir steht gerade eine Veränderung an und - ich bin unsicher. Ich bin einen ersten Schritt gegangen, habe mich geoutet und die darauf folgende Entwicklung war seltsam - unerwartet, offensichtlich (scheinbar?) geführt, dann doch wieder widersprüchlich, momentan ist für mich alles recht verwirrend. Ins Detail möchte ich nicht gehen. Vertrauen möchte ich auf Gott und hoffe, dass er mich bei meinen weiteren Schritten leitet.
Danke auch für den Austausch, die Offenheit und die Anregungen in den vorherigen Threads.
Danke fürs Lesen, Mitfühlen, Mitdenken und insbesondere für euer Schreiben hier.
Alles Liebe und im Vertrauen, dass Gott es gut mit uns meint - in allem!
Seidenlaubenvogel
Danke für die Eröffnung ...
Aus eigener Erfahrung - sprich: Dem Geführtwerden in meinem Leben - möchte ich gerne folgende Sätze von Bonhoeffer beisteuern, zu denen ich aus vollem Herzen mein "Amen" sagen kann:
...
Ich glaube, dass Gott aus ALLEM, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will.
Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.
Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet - und antwortet.
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Mit guten Wünschen, L'Chaim
😍 Liebe Seidenlaubenvogen (ich habs min. einmal falsch mit h in der Mitte geschrieben xD Sorry),
ich liebe es!
Schon vor dem Jahreswechsel hatte ich eigentlich dieselbe Idee, aber war irgendwie zu blockiert, wusste nicht, wie ich am Besten anfangen sollte. Denn ja, es ist zeitlos!
Ich hab deine Ankündigung im 'alten Thread' gelesen, bin ich aber nicht dazu gekommen zu antworten. Ich hatte irgendwie verstanden, dass du die alten Beiträge aus 25 mit rüber nehmen willst und wollte dir helfen, einen guten Einstieg zu schreiben ... (aber im Grunde hab fast nur ich gepostet und es ist einfach, einfach nur zu verlinken, für Interessente, was ich gerade gemacht habe.)
Ich habe es mittlerweile geschafft das Grauen und die Trauer um den Tod meines Bruders und das Warum und Wie abzuschütteln, weiter zu machen und nach vorn zu schauen. Es war zwischendurch verdammt schwer und ich bin stolz, es geschafft zu haben. Gott war die ganze Zeit über bei mir, das Licht in der Dunkelheit (Psalm 139:12) und ich habe es geschafft, wie zu mir und eine große Freiheit und Frieden und die Liebe zu Leben (die nie wirklich weg war) (wieder) zu finden!
.oO(Ich hab gerade überlegt, es in den Dankbarkeitsthread zu posten aber hier passt es besser.)
Gott hat mir die letzten Tage nicht nur eine Möglichkeit gezeigt, wie ich kinderleicht seinem Wort auf die Spur kommen kann (ja, KI. Es ist wunderbar, wie umfassend, ausführlich und einfach sie erklären kann!).
So hat er mich heute, nach Impulsen von hier, sehr heilende Erkenntnisse zum Thema "'unschuldiges Sündigen' aus einem zu großen emotionalen Bedarf heraus" und " (seine) Vergebung (einer unschuldigen Sünde)" u.a. gebracht und nach dem ich mich daraufhin ausgeweint habe, fühle ich mich unfassbar befreit!
.oO(Somit, finde ich, passt es beser hierher, weil er mich damit beschenkt hat.)
(Ich hoffe, meine ... alleinigen Posts hier zählen nicht als Doppelposts...)
Ich hatte in den letzten Wochen (mittlerweile über einem Monat) eine Reihe Erkenntnisse und persönliche Offenbarungen, die ich tlw. ja hier noch geteilt habe. Sie haben mir gezeigt in was für einem widerlichen Spiel Satans ich jahrelang verstrickt war und es war hart aber wenn man erstmal dahintergestiegen ist ...
Nach Beltane fühlte ich aber nach und nach endlich wieder Erleichterung von diesen bedrückenden Wahrheiten ...
@samira-jessica … ich verstehe nicht, was du meinst (mit Doppel-Posts). Für mich passt alles.
Und schön, wenn sich Themen in dir ordnen und du Freiheit gewinnst! ❤️
@seidenlaubenvogel Die Frage war indirekt an die Moderation gerichtet ...
Oh ja, das ist es! Und so befreiend (oh, ich hab gerade einen Aha-Moment zum Zitat "... und die Wahrheit wird euch frei machen ..."! Wenn ich zurückdenke, stimmt das tatsächlich, denn auch wenn sie schrecklich ist o. Ä., denke ich, dass sie immer frei macht von den negativen Gefühlen wie Ungewissheit usw.)
Ich schenk dir noch einen Gedanken dazu: Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Die Wahrheit wird euch frei machen --> Jesus wird euch frei machen! Denn Jesus ist die Wahrheit. Hier dürfen wir biblisch denken sozusagen, also im Sinne der Bibel und dem Ziel Gottes.
🙂
Ich hab mir mit Copilot die theologische und psychologische von Die Wahrheit macht euch frei erarbeitet und es ist so interessant und spannend und wahr, wenn man es aufs eigene Leben anwendet!
Außerdem erklärt er mir die biblischen Wahrheiten, die von der Kirche u. a. und einfach durch falsche Interpretation so sehr in Richtung Angst und Schrecken gedeutet werden, aber richtig gelesen und erkannt das genaue Gegenteil sind. Das ist mega spannend und vor allem befreiend!
Ergänzung: Ich merke, wie es mich, wie alles andere auch, geistig befreit und dann erstmal psychosomatisch belastet. Wenn das aber dann vorbei ist, fühle ich rundum freier. Das hab ich in den letzten Jahren beobachtet und ich liebe es einfach, wie dein Thema dazu passt!
Die vermeintliche Psychosomatik war eine massiv überfunktioniernde Schilddrüse, an die mein Arzt nicht gedacht hat scheinbar (obwohl ich schon lange eine Überfunktion habe).
Ich fand belastend, dass er nicht weiter gedacht hat sondern mich immer nur mit "schauen wir mal" abgespeist hat als ich ich ihm von den Präsynkopen (!) erzählt hatte. Dadurch bin ich dann vor ein paar Wochen im Krankenhaus gelandet.
Letzte Woche hab ich meinem bisherigen HA die Meinung gegeigt und hatte gestern einen Termin in einer neuen Praxis und schon das erste Gespräch war gefühlter Segen! Ich fühlte mich nach dem Termin richtig beschwingt und befreit, weil die Ärztin so viel besser und klarer kommuniziert hat.
Bin richtig happy mit den Wechsel!
In mir steigt seit der (jetzt wo ich meine Tabletten wieder nehme hoffentlich letzten) Präsynkope immer wieder Dankbarkeit für den darauffolgenden KH-Aufenthalt auf.
Ich war in den letzten Monaten in alten Traumthemen, Ängsten und Sorgen verstrickt und hab das noch im RTW als Rettung davor (damit in den Urlaub zu fliegen und ihn wegen alledem nicht genießen zu können, oder schlimmer, dass mir was passiert wäre) "erkannt", gesehen ... und die fünf Tage im KH als Zwangspause von meinen Sorgen, die ich dringend gebraucht habe! Zuletzt kreisten die Ängste und Sorgen nicht mehr ums Trauma (das hab ich Gott sei Dank mit dem Verständnis, was eigentlich nicht in Worte zu Fassendes (für mich) mit mir gespielt wurde, endlich ruhen lassen können ... vielleicht ist das dieses Vergeben, das Abgeben an Gott?), sondern um meine Gesundheit und ums Geld, weil sich was seit Monaten immer weiter verzögert.
Auch deswegen find ichs gar nicht so schlimm, den Urlaub storniert zu haben. So hab ich wieder mehr finanzielle Sicherheit und kann auch diese Sorgen loslassen.
Jetzt fühle ich mich endlich wieder gut und frei. Wie vor dem Tod meines Bruders.
Ich danke Gott dafür, dass er immer scheinbar niemals endende Dunkelheiten in meinem Leben doch wieder erhellt und so immer mehr Freiheit in mein Leben bringt!
Veröffentlicht von: @samira-jessicaErgänzung: Ich merke, wie es mich, wie alles andere auch, geistig befreit und dann erstmal psychosomatisch belastet. Wenn das aber dann vorbei ist, fühle ich rundum freier. Das hab ich in den letzten Jahren beobachtet und ich liebe es einfach!
Kennt ihr diese leider seltenen Tage, in denen vollkommen in sich ruht? Keine Gedanken oder Äußerlichkeiten, die einen aus der Mitte bringen, alle Erledigungen sind so viel einfacher als in den anderen Zeiten und man ist komplett bei sich selbst ... Das ist sooo unbeschreiblich.
Kennt ihr diese leider seltenen Tage, in denen vollkommen in sich ruht?
Kenne ich und ich frage mich dann immer, warum ich mich sonst so verrückt mache, wo doch alles so einfach ist. Das ist wie, wenn sich ein Nebel verzieht. Und am nächsten Tag ist der Nebel wieder da.
@mariposa22 Jaa, das kenn ich. An den anderen Tage ist man zu sehr mit ... anderem, negativem beschäftigt ... und wie sehr, fällt dann an den guten, leichten Tagen auf.
Meine halten immer noch an 😀
@samira-jessica Das ist schön. Ich wünsche dir, dass es noch lange hält und dass wir alle noch sehr viele dieser Tage haben werden 🌞
@samira-jessica Kenne ich und durfte ich gerade kürzlich genießen - einfach nur Dinge machen, die ich seehr lange nicht tun konnte... einfach nur genießen... und alleine davon den Kopf frei bekommen von Sorgen oder unproduktiven Schleifen...
Ja, ich kann mich endlich ganz und gar dem Schreiben, dem Lesen und dem Austausch und bald dem Lernen von Sachen, die mich wirklich interessieren und begeistern, widmen und liebe es unfassbr!
Das ist einfach, was mich erfüllt, und mich zufrieden schlafen und aufwachen lässt.
In der letzten Zeit habe ich mit KI viel wieder ins Schreibhandwerk reingefunden und ganz viele tolle Ideen entwickelt, und heute hab ich endlich anfangen ein wenig Struktur für meine Charaktere in Scrivener zu übertragen und ich war sofort wieder im Flow!
Ich liebe es jetzt endlich die Zeit und - ganz besonders - den freien Kopf dazu haben!
@samira-jessica Klingt interessant.
Was ist das Besondere an Scrivener gegenüber einem normalen Schreibprogramm wie Word?
@tatokala 😖 Ich hab überlegt, weiß aber nicht, wie ich es erklären soll.
Es strukturiert die Dokumente, Ordner und Kommentare viel besser, das ist ein Grund, warum ich ihn gekauft habe. Man hat alles auf einen Blick und kann viele Metadaten, Sati, Kategorien hinzufügen, Vorlagenordner erstellen ...
Ich glaube man muss es sich einfach anschauen, um es zu verstehen.
Wenn ich ehrlich bin, so groß sind die Unterschied rein funktional nicht.
Zwei Gedichte will ich heute einstellen, die mich insbesondere zeilenweise immer wieder neu sehr ansprechen und mir gut tun. Hervorhebungen in fett sind von mir. Ich hab sie vermutlich bereits an anderer Stelle geteilt; hier passen sie aber sicher besonders gut rein und ich halte mich gerade in diesem Moment auch an ihnen fest.
Auf zwei wunderbar schöne, wertvolle, inspirierende Wochen, die mich intensiv beschenkt und begeistert haben, schaue ich zurück (und darf feststellen, dass ich sogar stolz (so negativ das Wort im Selbstzuspruch oft auch ausgelegt wird) auf mich sein kann) und seit gestern treiben mich zwei Themen um, die mich (wieder mal) lähmen. Was ich die Tage zuvor erlebt und auch geschafft habe, es ist wie aus einer anderen Welt. Und ich, die ich mein Leben wirklich gut manage (meist zumindest ;)) und auch bereits Krisenzeiten gut überwunden und hinter mich gebracht habe, stehe da und sehe, wie ich den gestrigen und den heutigen Tag (wieder mal) nicht so richtig auf die Reihe bekomme.
Warum kostet mich Verarbeitung, Auseinandersetzung so viel Kraft? Warum kann ich nicht sagen „ist so“ und im eignen Programm weiter fortfahren? Was muss ich lernen? Kann ich auf Verarbeitung verzichten? Wie komme ich dahin? Oder gilt es auszuhalten, solche Tage hinzunehmen? Ist das Teil meiner Normalität und reicht es darauf zu achten, dass solche Tage sich nicht in Folge aneinander reihen? Methoden, um Grübeln ein Stopp zu setzen, sind mir bekannt. Nur irgendwie trifft das mein Problem nicht im Kern.
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
Und der Anzug im Schrank.
Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
Wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.
Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muß, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
Sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.
Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
Geht es um dich oder ihn.
Den eignen Schatten nimm
Zum Weggefährten.
Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
Und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
Unter dem Dach im Einstweilen.
Zerreiß deine Pläne. Sei klug
Und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
Im grossen Plan.
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
Aus: Die paar leuchtenden Jahre / Mascha Kaléko
Wirf deine Angst
in die Luft
Bald
ist deine Zeit um
bald
wächst der Himmel
unter dem Gras
fallen deine Träume
ins Nirgends
Noch
duftet die Nelke
singt die Drossel
noch darfst du lieben
Worte verschenken
noch bist du da
Sei was du bist
Gib was du hast
Zuerst in: Mein Atem heißt jetzt / Rose Ausländer