das innere Kind...
...verstehen / heilen mit Hilfe eines Kinderbildes von mir...
Geht das? Aber wie? Wie rede ich damit?
Darüber schreibt Frau Dr. Roderus anschaulich in den Büchern, die ich bei Radler1012 genannt habe. Der Titel mit Königskind ist ein Weg durch die Aufarbeitung von Frau Wilmeroth mit Begleiteinschüben von Frau Dr. Roderus. Der Heilungsprozeß wird da gut deutlich.
Mit deinem Inneren Kind kannst du reden und ihm z.B. sagen, dass du dich um es kümmern möchtest, dass es Sicherheit findet bei dir und willkommen ist.
Das Innere Kind ist a) eine therapeutische Hilfsvorstellung b) ein Teil von dir, der in einer Mangel-oder Traumasituation in der Zeit stecken geblieben ist, in der dieses Ereignis stattgefunden hat.
Als wirkungsvoll habe ich erlebt bei mir und anderen, dass man das Innere Kind (die kleine Schreiberin, die kleine Deborah71, ...) um Vergebung bitten kann, dass man es damals in dem Schmerz oder der Angst hat sitzen lassen und es nun aus der Ereigniszeit ins Jetzt einladen und Willkommen heißen kann. Das Gefühl der Ganzheit wird dadurch stärker.
Es ist nicht ganz einfach, diese inneren Vorgänge zu beschreiben. Sie helfen und man kann dabei auch beten, dass Jesus einen ganz macht und diesen Prozeß begleitet.
mal schauen ob ich mir die Bücher besorge / leihe.
Kennst du das Buch von Karsten Dusses Teil 2 aus der Reihe "Achtsam morden"?
habe da wohl auf jedem Fall noch etwas zu tun.
Es gibt im Bibel TV ein Interview mit Frau Wilmeroth über ihre Geschichte und die Aufarbeitung. Da kannst du mal schauen, ob dir ihr Typ liegt.
Berufen zum Königskind ist mit etlichen Zeichnungen illustriert, um besser verstehen zu können. Es gibt zu einzelnen Abschnitten jeweils Facherklärungen. Das zweite Buch geht eher in fachliche Tiefe.
Wenn du die Bücher leihen kannst, dann musst du nicht so viel investieren. Allerdings liest man die nicht wie einen Roman durch. Ob du dir nach dem Leihen eines der Bücher zulegst, kannst du dann ja entscheiden.
Karsten Dusses kenne ich nicht.
Veröffentlicht von: @deborah71Es gibt im Bibel TV ein Interview mit Frau Wilmeroth über ihre Geschichte und die Aufarbeitung. Da kannst du mal schauen, ob dir ihr Typ liegt.
Berufen zum Königskind ist mit etlichen Zeichnungen illustriert, um besser verstehen zu können. Es gibt zu einzelnen Abschnitten jeweils Facherklärungen. Das zweite Buch geht eher in fachliche Tiefe.
Wenn du die Bücher leihen kannst, dann musst du nicht so viel investieren. Allerdings liest man die nicht wie einen Roman durch. Ob du dir nach dem Leihen eines der Bücher zulegst, kannst du dann ja entscheiden.
danke für die Tipps.
Geht das? Aber wie? Wie rede ich damit?
Gehen müsste das, weil es im Geist passiert und im Körper und in der Seele wirken kann.
Und ohne dass ich das jetzt selbst probiert habe oder auch Hintergrundwissen dazu habe, würde ich es so machen:
Ich würde mir mein jüngeres Ich erstmal vorstellen, damit ich überhaupt einen Ansprechpartner habe.
Dann würde ich mir überlegen, was ich denke, dass diesem Kind denn fehlen könnte oder tatsächlich gefehlt hat…und würd das formulieren.
- du scheinst ganz schön erschrocken über das und das zu sein…das hast du wohl nicht erwartet, dass es hier so hart zugeht…., aber keine Sorge, ich bring dir ein paar Tricks bei, wie du damit umgehen kannst:
- erstmal musst du wissen, dass die Leute, die dich so erschrocken haben (im Stich gelassen, gedemütigt, …was auch immer) es nicht besser wussten und du selbst kannst da gar nichts dafür
- dann überlegen wir mal, was dir jetzt Freude machen könnte, um den Schreck zu vergessen…an dieser Stelle würde ich wenn da jetzt kein Impuls aus der Kindersicht kommt, mir jetzt selbst als Erwachsene überlegen, was mir Freude machen würde oder was mir gut tun würde - ganz im Hinblick auf den vorher entdeckten oder wahrgenommenen Mangel, Schmerz…was auch immer
Ja…ich glaube, wenn du das auch mit christlichen Wahrheiten füllen kannst, dieses Bild, eine zB, die du als Erwachsene gerne schon früher verinnerlich hättest, dann hilft das vielleicht zusätzlich
Ja, das nur so als Gedanken ohne eigene Erfahrung…
Stephanie Stahl hat da ein seit Jahren erfolgreiches Buch herausgebracht. Das Kind in mit muss Heimst finden.
Empfehlenswert ist das Buch "Frühes Trauma und Strukturdefizit: Ein psychoanalytisch-imaginativ orientierter Ansatz zur Bearbeitung früher und komplexer Traumatisierungen" von Renate Hochauf, die sehr gut die inneren Verknüpfungen und deren Auswirkungen bis heute darstellt.
ich hoffe es ist kein esoterisches Thema...
Nö, ist es nicht.
Viele Verhaltensweisen resultieren aus Kindheitstagen und man kommt irgendwann nicht zurecht. Manches lösst man weg und verändert sich, manches bleiben und verursachen seelische Schäden. Das ist normale Psychologie.
Ich weiß nicht, ob man mit dem 'inneren Kind' reden muss oder kann. Da käme ich mir komisch vor.
Aber manchmal hilft's ja schon, wenn man sich bestimmte Mechanismen bewusst macht und man dann weiß, woher bestimmte Verletzungen und / oder Verhaltensweisen kommen. Dann kann man das entweder akzeptieren oder eben weitergehen.
Das hat viel mit Selbstannahme zu tun und einen Platz einzunehmen, von dem aus man der jüngeren Person aus der Zeit des belastenden Ereignisses heraushelfen kann = Frieden mit sich und der Vergangenheit.
Aber das Gegenteil, sich bei einem Fehler negativ betiteln, das fällt vielen Menschen unheimlich leicht und sie merken es noch nicht mal, wie sie mit sich umgehen.
@deborah71 Das Prinzip hab ich ja verstanden.
Ich sage nur, dass ich nicht mit Klein-Chai reden würde wie mit einem Kind.
Je nachdem in welchem Alter die traumatische Erfahrung war, handelt es sich auch nicht um die Person im Kindesalter. Manche Ratsuchende sehen im Geist ihr Alter bzw sich in dem Alter, wann etwas passiert ist und sprechen sich dann altersgerecht an für eine Integration. Das ist aber eine andere Ebene als das, was stern so schön ausgeführt hat an sich nachspüren, sich ermutigen und sich Gutes tun.
Ja, für manchen ist das gut und für manche nicht. Man soll jedenfalls nur das machen, bei dem man sich wohl fühlt.
Jeder ist anders. Ich kann das auch nicht (so). Meiner beste Freundin allerdings hilft das in ihrer Traumaaufarbeitung. Sie "sieht" sich auch selbst als kleines Kind irgendwo sitzen/hocken (mal im Keller, mal auf der Treppe) und redet mit ihr. Ihr hilft es.
Manchen Menschen helfen so Hilfsmittel wie z.B. einem Stein, den sie in der Hand halten, all ihre Wut oder ihren Ärger da reinlegen beim Halten ... und ihn dann wegzuwerfen (als Hilfestellung für Loslassen).
Wie gesagt. Jeder ist anders.
Veröffentlicht von: @neubaugoere
Manchen Menschen helfen so Hilfsmittel wie z.B. einem Stein, den sie in der Hand halten, all ihre Wut oder ihren Ärger da reinlegen beim Halten ... und ihn dann wegzuwerfen (als Hilfestellung für Loslassen).
Das ist eine gute Idee.
Eine alternative zum Reden mit sich selbst ist das Aufschreiben des infrage stehenden Sachverhaltes. Der Sinn davon ist, dass das Geschehen nicht mehr im Ungefähren liegt. Dazu kann man auch eine Geschichte schreiben, die anfängt mit der Wirklichkeit und einen anderen Verlauf und Ende zeigt.
"Aber im Prinzip hilft mir einfach das Bewusstmachen von einigen Dingen und das Durchdenken der Angelegenheit."
Natürlich. Ob und welche Methode hilfreich ist, hängt weniger von der Methode als von den Persönlichkeitseigenarten des Menschen ab. Ganz allgemein kann man aber sagen, dass "aufdeckende" Methoden sinnvoll sind, weil sie nicht den Fehler begehen, alles zu übertünchen.
Das ist schwierig und kann in der Regel nicht alleine durchgeführt werden, sondern benötigt ein therapeutisches Gegenüber.
Eine mögliche Anwendung ist die "Schlüsselmethode" von Karl Frielingsdorf. Gut zu lesen von ist von ihm "Mein Leben annehmen - Der pastoraltherapeutische Impuls der Schlüsselmethode"
@queequeg Ich vermute, wir haben uns als Geschwister ein stückweit 'therapiert'.
Einfach auch dadurch, dass man (evtl. viel zu) spät Dinge erfahren hat, die das Verhalten von Eltern und Großeltern erklärten und man dadurch ein gewisses Verständnis entwickeln konnte - und durch das Begreifen von gewissen Mechanismen auch die Chance bekam, einiges bewusst anders zu machen.
Einer der richtig blöden Sprüche aus dieser Generation war ja 'uns hat's auch nicht geschadet'.
Würd ich so nicht sagen.
Ja, die Hilfe von Geschwistern kann enorm hilfreich sein. Oft einfach nur durch ihr Dasein. Eine Welt, in der es auch Geschwister gibt, ist keine Welt, in der man alleine ist.
Aber das setzt voraus, dass die Geschwister nicht ihrerseits traumatisierend sind.
"mir (uns) hat's auch nicht geschadet, das sehen sie ja an mir" sagte der Vater und Großvater einer Familie, die herausbekam, dass er nicht nur seine Tochter, sondern auch deren Tochter missbrauchte. Der hatte absolut nichts begriffen.