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Tod ...


schreiberin
Themenstarter
Beiträge : 399

...beschäftigt mich schon ne weile..

Nicht das sterben an sich, das kann "man" vielleicht ja noch beeinflussen. 

Wenn ich nicht mehr da bin, kann ich nichts mehr machen / bekomme nichts mehr mit...

Irgendwie hängt man ja doch am Leben trotz Problemen und Schwierigkeiten.

Wie geht es euch so damit?

Nicht das ich mir das Leben nehmen will...

 

Antwort
18 Antworten
Meriadoc
Beiträge : 740

@schreiberin 

 

Ja, ich auch und ja man sollte sich ja anfreunden damit. Man kann das selbst nicht steuern. Es sterben kinder an schweren Krankheiten.

 

Ich werde demnächst 60. Je älter man wird, desto mehr befasst man sich damit. 

 

Ich mag es auch nicht gerne, kann aber dem nicht entfliehen. Ich wäre auch gerne 600 oder mehr Jahre wie damals Mose und Co. Leider glaube ich nicht an dieses "biblisches" Alter. 

 

Ich weiß leider nicht wie ich dich jetzt trösten kann. Außer, das es dir in all den meisten Jahren sicherlich hoffentlich gut erging und schönes mitnehmen kannst. Diese Privileg haben viele, viele Menschen nicht. 

meriadoc antworten
9 Antworten
schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 399

@meriadoc 

da sind wir ja schon 2 in ähnlichem Alter (wurde letztes Jahr 60).

stimmt, Kinder sterben schon an schweren Krankheiten und man fragt sich warum. 

Naja, es gab gute und schlechte Jahre bei mir. In den letzten sind zwar noch einige Krankheiten dazu gekommen, aber es gibt ja Medis und wenn man sich an Vorgaben etwas hält gehts.

schreiberin antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 740

@schreiberin 

Lange Zeit empfand ich mein leben als Unsinn und zu nichts nütze. Leider gibts das auch bei manchen Menschen. Natürlich, Gott sieht das ganz anders. Er sieht jedes Leben als wertvoll an. Nur sieht man das eben nicht. Obdachlose vegetieren dahin, Kinder werden missbraucht und misshandelt und sterben dabei. Ich kann das Gott gar nicht zurechnen, es ist nun mal so. Das passiert immer. 

Manche sehen im Tod eine Erlösung, manche als Hoffnung, im Buddhismus eine Wiedergeburt danach, die Muslime (naja die Männer) werden von ´Jungfrauen empfangen (was aber erwartet die Frau). Es ist echt gaga das mit dem Tod. Letztens starb eine Frau aus meiner Gemeinde mit Anfang 60 an einem aggresiven Hirntumor.  Die Verzweiflung war spürbar und es war kein schöner Anblick. Es ging so rasend schnell. Von der Diagnose bis zum Tod kein Jahr. Mein Schwager starb  eine Woche zuvor mit 75 an einem Ohrspeicheldrüsentumor. Er hatte leider den bösartigen. Bei einem gutartigen wäre es anders :-(. 

Erlösung war es für meinen Bruder mit 15. Er hatte ein beschissenes Leben. Mehrfachbehinderung mit Anfällen und ständig immer gefesselt. Ja, so war es in den 70zigern. Verfl... sch...e. Er fejlt mir bis heute, Ich werde sein unkontrolliertes lachen nie vergessen. Ich war 9 Jahre alt. Mein geliebter Opa starb mit 73 an Lungenktrebs, da war ich noch 6. 

Je mehr Leid man erlebt, desto mehr ist entweder Erlösung oder Hoffnung gefragt. Aber letztendlich holöt der Tod sich alles.

meriadoc antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7440

@meriadoc 

"Lange Zeit... Je mehr Leid man erlebt, desto mehr ist entweder Erlösung oder Hoffnung gefragt. Aber letztendlich holöt der Tod sich alles."

Hast Du gut geschrieben. Ich würde nur "den Tod" nicht so personifizieren.

 

queequeg antworten
schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 399

@meriadoc 

Empfindest du dein Leben jetzt anders?

Was bedeutet "holöt"?

schreiberin antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 482

@schreiberin 

Was bedeutet "holöt"?

Das bedeutet, dass sich der Buchstabe "ö" auf der Tastatur direkt neben dem "l" befindet  😆 😆 😆 

 

bepe0905 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4261

@bepe0905 oder: der Tod lötet alles schon irgendwie.

tatokala antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7440

@meriadoc 

Es ist gut, dass Du dem Tod etwas Personifizierung genommen und ihn mit seinen Bedeutungen und Folgen ins Leben gerufen hast.

Ich hab das auch mal versucht, aber mein Beitrag wurde damals sang- und klanglos gelöscht.

 

queequeg antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 482

@schreiberin 

da sind wir ja schon 2 in ähnlichem Alter (wurde letztes Jahr 60).

Na, dann seid Ihr aus meiner Sicht noch fast jugendlich...
Bei mir wird der Geburtstag in diesem Jahr mal wieder eine "Schnapszahl" sein, nämlich 77. 
Momentan fühle ich mich geistig und körperlich allerdings eher in eurem Alter und bedaure, nicht mehr berufstätig zu sein (mein Job fehlt mir immer noch etwas). 

Wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb, habe ich mir vor 2 Jahren ein neues Auto gekauft. Und zwar ein flottes Cabrio - so nach dem Motto "Je oller - desto doller".

Derzeit saniere ich ein altes Fachwerkhaus mit 2 Mietwohnungen und baue dort in einem Anbau (ehemaliger Stall) noch eine FeWo ein. Die Renovierung wird sich (da das Haus ca. 250 km von meinem Wohnort entfernt steht und ich die meisten Arbeiten "Do-It-Yourself" mache) allerdings noch bis ins nächste Jahr hinziehen - und da mache ich mir schon manchmal Gedanken, ob ich die feierliche Einweihung der FeWo noch mitfeiern und wie oft ich dann noch dort als Feriengast Tage oder Wochenenden verbringen werde.

Und dann wird mir immer klarer, dass wir vieles von dem, was wir erarbeiten, schaffen und zu gestalten versuchen, nicht für uns selbst tun, sondern für unsere Kinder und Enkel. Und dann kommt auch die Frage auf, ob diese das schätzen - oder ob sie ganz andere Vorstellungen und Ziele haben.

Also tut man vieles doch für sich selbst, vielleicht als Test für körperliche Fitness, kreative Ideen, zur Selbstbestätigung, gegen Langeweile und was-weiß-ich-noch-alles....

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich heute vieles lockerer sehe als vor einigen Jahren - zumindest, soweit es mich selbst betrifft. 

Und so grüße ich Mitleser und Schreiber/innen
mit freundlichem Grinsen
Dschordsch

 

 

bepe0905 antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 482

@meriadoc 

Ich mag es auch nicht gerne, kann aber dem nicht entfliehen. Ich wäre auch gerne 600 oder mehr Jahre wie damals Mose und Co. Leider glaube ich nicht an dieses "biblisches" Alter. 

Ich glaube ebenfalls nicht an solche Altersangaben, sondern nehme an, dass diesen andere Zeit- bzw. Jahresbegriffe zugrunde lagen. Aber das ist mir eher nebensächlich. 

Wichtiger ist mir, auf gar keinen Fall 600 Jahre oder älter zu werden. 
Denn dann müsste ich den Tod vieler Familienmitglieder (Kinder, Enkel und Urenkel) erleben und verkraften. 
Und irgendwann wäre ich als "Letzter meiner Art" ein Typ, der aus einer anderen Zeit stammt, dabei als Fossil und Überbleibsel vergangener Jahrhunderte bestaunt wird und in einer Zukunft lebt, die ich nicht gewählt habe. 

Neeee, muss wirklich nicht sein!

 

 

 

 

bepe0905 antworten


Jack-Black
Beiträge : 5817

@schreiberin Nicht das sterben an sich, das kann "man" vielleicht ja noch beeinflussen.

Das ist das Einzige, was mich in dem Zusammenhang interessiert. Ich bin nämlich ein Schisser und hätte daher den Sterbeprozess so kurz und schmerzfrei wie nur irgend denkbar. Aber das ist gar nicht so einfach, von wegen: beeinflussen... Wenn man keine taugliche Schusswaffe besitzt und keinen Zugang zu wirksamen Tabletten, ist man hierzulande ganz schön aufgeschmissen. Könnte ich mir im selbstbestimmten, selbstgewählten Moment einfach eine letale Portion Fentanyl reinpfeifen, bräuchte ich mir keinen Kopf darüber machen, ob andere wirksame Methoden nicht womöglich Unbeteiligte wie Lokführer oder Kinder am Straßenrand traumatisieren könnten.

 Wenn ich nicht mehr da bin, kann ich nichts mehr machen / bekomme nichts mehr mit...

Das ist doch gerade der unbestreitbare Vorteil am Tot-Sein! Dieser Zustand kann unmöglich schlechter sein als der Zustand vor meiner Zeugung. ^^

 

Wie geht es euch so damit?

Nicht das ich mir das Leben nehmen will...

Also ich will mir ganz sicher irgendwann das Leben nehmen. Aber den Zeitpunkt und die Umstände möchte ich schon gern selbst bestimmen und mir da ungern von anderen dreinregieren lassen.

jack-black antworten
6 Antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7440

@jack-black 

" Tot-Sein! Dieser Zustand kann unmöglich schlechter sein als der Zustand vor meiner Zeugung. ^^"

Denke ich auch. Mich hat auch immer schon gewundert, dass Menschen vor dem Tod Angst haben, nicht aber vor dem Zustand vor der Geburt, der ja sozusagen so etwas wie ein retrograder Tod ist.

queequeg antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5817

@queequeg so etwas wie ein retrograder Tod

Merk ich mir, die Formulierung. Sehr 😎 

jack-black antworten
hundemann
(@hundemann)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 405

oh, das hätte ich jetzt nicht gedacht, das du ein Schisser bist und Angst vor dem 

Tod hast. In deinen Beiträgen kommst du für mich immer so cool rüber.

Natürlich hast du das Recht selbst bestimmt zu sterben. 

Aber ich würde es meinen Angehörigen nicht verheimlichen, sondern mutig und offen mit ihnen

besprechen. Dies gebietet der Respekt und die Liebe zu diesen Menschen, die zurück bleiben

und mit dem Verlust leben müssen. 

 

liebe Grüße,

hundemann antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 740

@hundemann 

 

Du, ich habe Angst vor dem Siehtum vor dem Tod. Siehtum ist für mich das schlimmste. Ich habe das erlebt.......Niemals will ich Siehtum. 

meriadoc antworten
schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 399

@meriadoc 

meinst du "siechtum"?

schreiberin antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 740

@schreiberin 

 

äch, jaaaa

 

Danke

meriadoc antworten
Queequeg
Beiträge : 7440

@schreiberin 

"Wenn ich nicht mehr da bin, kann ich nichts mehr machen / bekomme nichts mehr mit...

Irgendwie hängt man ja doch am Leben trotz Problemen und Schwierigkeiten."

Das denke ich auch. Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, auf die ich nur sehr ungern verzichten müsste. Jedenfalls lockt mich die Vorstellung, dann nie wieder Königsberger Klopse zu bekommen, in keiner Weise.

Ansonsten habe ich aber keine Angst vor dem Tod.

queequeg antworten


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