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Freundinnen im Corona-Koller


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Liebe Mit-User,

ich muss mir einfach mal was von der Seele reden (was ich gern bei meinen Freundinnen täte, aber ich erkläre gleich, warum es nicht geht). Gerade eben fiel mein Blick auch auf das von Orleander vorgeschlagene Thema des Pfarrers, der "Corona-müde" ist. Passt ganz gut in diesen Kontext.

Ich schreibe auch extra mal wieder hier im Miteinander-Füreinander, in der Hoffnung auf freundliche Reaktionen 😊

Vielleicht muss ich zuerst erklären, warum mir meine Freundinnen so sehr wichtig sind (können wahrscheinlich viele Frauen auch nachvollziehen): Einerseits habe ich schon vor langer Zeit die engste und beste Freundin meiner Jugend verloren, das war meine Schwester. Es war furchtbar schwer, damit abzuschließen, wir haben uns einfach zu sehr auseinanderentwickelt. So halbwegs Frieden habe ich damit, trotzdem ist es noch immer schwer, weil wir natürlich auch immer noch Kontakt haben. - Außerdem ist mein Mann ein großer Schweiger, aber ich kläre wie viele Frauen gern die Dinge über Reden... Er gibt sich jetzt echt schon Mühe. Aber ich habe es auch akzeptiert und versuche, mein Redebedürfnis mit Freunden, Freundinnen auszuleben.

Das ist so der Hintergrund. Ich habe also versucht, mich mit einigen engen Freundinnen zu umgeben, hier am Ort und auch alte Freundinnen aus meiner Jugend (mit diesen habe ich immer noch sehr guten Kontakt, aber naturgemäß weniger, weil wir einfach nicht am gleichen Ort sind).

Nun sind mir in den letzten Tagen/ Wochen von 4 engen Freundinnen hier am Ort so 3 "weggebrochen". Bei der einen supernetten merke ich, dass sie von Beruf, 4 Kindern, Haus, Corona so überlastet ist, dass sie gern noch zuhören möchte, aber einfach nicht kann. - Die zweite dreht gerade aus Angst vor Corona total ab. Wenn ich versuche, sie zu beruhigen, knallt sie mir den Hörer am Telefon auf... Und die dritte hat mittlerweile einen Sohn mit Angststörung zu Hause sitzen, der nirgends mehr übernachten will aus zu Hause - sie werden die ganzen Sommerferien zu Hause sitzen - und wenn man mich fragt, der Mann hat ebenfalls eine massive Angststörung und Sozialphobie und nutzt Corona nur zu gern, um sich mittlerweile komplett einzuigeln.

Also, klar, gern unterstütze ich auch meine Freundinnen - nur hatte ich letzte Woche 3 so komische Gespräche mit eben diesen Personen, wo ich normalerweise auch mal Klartext reden kann, wenn es mir nicht gut geht. Dazu noch ein wie immer anstrengendes Gespräch mit meiner Schwester. - Ich könnte eben selber Zuspruch brauchen.

Keine Ahnung, ob ihr das kennt: Ich versuche mich zwar einzufangen, aber ich kriege dann auch Angst, dass mir mein Umfeld wegbricht (die Freundin mit dem Telefon hat mir praktisch so fast die Freundschaft gekündigt). Ich kriege dann Panik, dass mir Vieles von dem, was ich aufgebaut habe, wegbricht.

Wollte euch nur mal fragen, gerade die Frauen, ob ihr das auch gerade beobachtet? Vielleicht habt ihr auch einen Tipp, wie ich damit umgehen kann, ohne mich auch noch reinzusteigern. Ich finde es gerade ganz schön schwierig, weil ich, wie gesagt, selbst auch etwas Zuspruch und Stabilität brauche könnte.

Macht ihr ähnliche Beobachtungen, und wie geht ihr damit um? Findet ihr in dieser Zeit andere Anlaufstellen, euch Dinge von der Seele zu reden? Habt ihr mir einen Tipp?

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15 Antworten
schneeflloeckchen
Beiträge : 392

Hallo ((( Ano ))),

Veröffentlicht von: @anonyma-7aa17acea

- Ich könnte eben selber Zuspruch brauchen.

Setz Dich auf die Bank, wo jemand einsam sitzt.
Laß ihn anfangen, und höre gut zu.
Und mit Gottes Hilfe (das ist meine Ernst) bekommst Du den Zuspruch, den Du gerade brauchst, ohne daß Du Deine Geschichte erzählen mußt.

Veröffentlicht von: @anonyma-7aa17acea

Ich kriege dann Panik, dass mir Vieles von dem, was #ich# aufgebaut habe, wegbricht.

Gott sollte der Bauherr sein 😉; aber Gott kann auch auf krummen Linien gerade schreiben. 😘

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten


Sternenbluete
Beiträge : 850

Ja, ich kenne solche Zeiten, auch ohne Corona.

Mal ehrlich, eine Familie mit 4 Kindern und Arbeit ist ja schon ein strammes Programm. Jetzt mit Corona werden die letzten Reserven einfach aufgebraucht.

Auch wenn schon Ängste vorhanden sind, durch Corona und die Maßnahmen darum können das gut verstärken, da geht dann auch viel Kraft verloren.

Nein, Panik musst du keine bekommen. Auch wenn jetzt etwas wegbricht, es kann neues entstehen, es kann sein, dass sich eure Freundschaften wieder normalisieren.

Veröffentlicht von: @anonyma-7aa17acea

Findet ihr in dieser Zeit andere Anlaufstellen, euch Dinge von der Seele zu reden?

Jein 😊

sternenbluete antworten
Simmy
 Simmy
Beiträge : 2518

Ich hätte einfach nur den Tipp, gib ihnen Zeit und versuche es nicht überzubewerten.

Die momentane Situation ist für viele sehr belastend, auch Familien leiden darunter, vor allem unter mehr Stress als vorher. Oft hat man selbst dann kein offenes Ohr für andere, da einem selbst die Kraft dafür fehlt.
Ich kann das grad so gut nachvollziehen.

Ich würde deswegen die Freundschaft nicht abschreiben. Wie wäre es, wenn du eine schöne Unternehmung mit einer Freundin machst (zur Entspannung für euch beide), sowas tut gut und man hat meistens mehr Zeit und Ruhe als am Telefon.

LG,
Simmy

simmy antworten
5 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @simmy

versuche es nicht überzubewerten.

Das versuche ich.

Veröffentlicht von: @simmy

Die momentane Situation ist für viele sehr belastend, auch Familien leiden darunter, vor allem unter mehr Stress als vorher. Oft hat man selbst dann kein offenes Ohr für andere, da einem selbst die Kraft dafür fehlt.
Ich kann das grad so gut nachvollziehen.

Keine Frage, ich verstehe das auch.

Es war eher so ein Punkt, dass uns allen, auch mir, alles zu viel war... Das kennst du vielleicht auch... Kommt vor.

Veröffentlicht von: @simmy

Wie wäre es, wenn du eine schöne Unternehmung mit einer Freundin machst

😀 Dazu haben wir beide, gemeinsam agierend, noch weniger Talent - die Wanderung endet im Streit um den Weg.... Zur Zeit ein bisschen Funkstille. Wir werden sehen, wie es weitergeht. Vielleicht sind wir doch einfach zu verschieden. Aber mehr möchte ich dazu nicht schreiben.

Anonymous antworten
Simmy
 Simmy
(@simmy)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 2518

Ja kenne ich gut dieses Gefühl. Habe ich momentan auch ziemlich.
Und ich erlebe auch, dass ich öfter bei anderen frage, wie es ihnen geht und mich aber keiner fragt. Von daher kann ich deinen Frust da schon gut verstehen.
So Aktivitäten tun mir dann immer gut, deswegen dieser Tipp.

simmy antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @simmy

So Aktivitäten tun mir dann immer gut, deswegen dieser Tipp.

Danke, Simmy, das hatte ich schon genauso verstanden.

Anonymous antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1483

Gute Idee

Veröffentlicht von: @simmy

Wie wäre es, wenn du eine schöne Unternehmung mit einer Freundin machst (zur Entspannung für euch beide), sowas tut gut und man hat meistens mehr Zeit und Ruhe als am Telefon.

Und wenn das nicht geht, weil die Freundinnen gerade von der Situation gestresst sind bzw. sich vor Angst nicht trauen, würde ich einfach perspektivisch etwas ausmachen. Quasi ein Ziel, was am Ende als Belohnung für die ganzen Schwierigkeiten wartet. Ich habe auch in ein paar Wochen mit Freundinnen etwas geplant, worauf wir seit Monaten hinfiebern. Das trägt über so manche Gereiztheit angesichts der Situation, auch untereinander (die Nerven liegen ja, je nach Betroffenheitsgrad, blanker als sonst). Und ansonsten vielleicht mit der gestressten Freundin Briefe schreiben statt Telefonieren, der ängstlichen ein Päckchen schicken und so weiter. Alternativen finden. Es wird alles wieder besser, und manchmal muss man sich selber sagen "Okay, der andere hat gerade keine Kraft für unsere Freundschaft, aber es wird auch irgendwann mal wieder andersherum sein, deswegen investiere ich jetzt notfalls erstmal alleine." Mir geht es mit einigen Kontakten ähnlich, da ich, was Corona angeht, in jeder Hinsicht recht ruhig und unbelastet bin. Da hilft oft nur das Wissen, dass es sich wieder ändern wird, um nicht durchzudrehen 😉

tinkerbell antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tinkerbell

mit der gestressten Freundin Briefe schreiben statt Telefonieren

Ja, wir mailen jetzt.

Außerdem erledige ich mit einem der 4 Kinder die Schulaufgaben für das home schooling, um sie zu entlasten.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

der ängstlichen ein Päckchen schicken

Dafür ist sie nicht der Typ, in diesem einen Fall habe ich den Eindruck, dass wir uns grundsätzlicher auseinanderentwickeln. Und das darf ja auch sein.

Mit meinen wirklich "alten Freundinnen" aus der Jugend habe ich auch während des Sommers Treffen ausgemacht. Allerdings sehen wir uns wirklich selten, denn wir sind über ganz Deutschland verstreut.

Ich glaube, das Problem ist eher in mir. Da ist so eine Grundangst, Menschen zu verlieren, an denen ich hänge (sicher wegen der Erfahrung mit meiner Schwester). Da ich ein sehr sozialer Typ bin, brauche ich meine Freunde auch, um mich "zu Hause" zu fühlen. Vielleicht wäre das anders, wenn ich mich bei meinem (wirklich tollen!) Mann emotional mehr zu Hause fühlen könnte. Aber das ist eine ganz andere Baustelle, die ist zur Zeit geklärt und soll es auch bleiben. Ich hatte dafür so halbwegs einen Weg gefunden. Der aber eben gerade nicht so tragen kann, wie ich es erhofft hatte...

Danke, dass ihr auch von euren Erfahrungen sprecht. Ich scheine also nicht so ganz allein zu sein mit meinem Erleben in dieser Zeit.

Nachtrag vom 08.07.2020 1422
P.S.

Ich bin ja jetzt "schon was älter", und ich merke, dass es anders wird, Freundschaften zu pflegen. Und dass man natürlich auch den Mut haben muss, Menschen, mit denen man länger befreundet war, gehen zu lassen. Äußere Gemeinsamkeiten hören auf, und dann fehlen manchmal die inneren. So ist eben das Leben, auf jeder Stufe was hinzulernen....

Anonymous antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-7aa17acea

Macht ihr ähnliche Beobachtungen, und wie geht ihr damit um? Findet ihr in dieser Zeit andere Anlaufstellen, euch Dinge von der Seele zu reden? Habt ihr mir einen Tipp?

Mir fällt es auch mitunter schwer, mit der total veränderten Situation umzugehen...obwohl ich mein Vor-Corona-Leben teilweise schon wieder zurückbekommen habe.
Aber die Situation an der Schule ist ja noch weit entfernt von der Normalität, die wir bis Mitte März hatten.
Ganz zu schweigen von der Zeit von Mitte März bis Anfang Mai und der Zeit als ich in Quarantäne war.
Mir hat es da sehr geholfen, dass ich anonym und offen mit Menschen sprechen konnte, die zunächst mal einfach zuhören ohne zu bewerten und ohne mir eine fix und fertige Lösung zu präsentieren, die ich dann aber bitte 1:1 umzusetzen habe.
Das habe ich gefunden beim Krisentelefon und bei der Internetseelsorge auf katholisch.de.
Die Telefonseelsorge ist auch immer ein guter Ansprechpartner - der einzige Grund, warum ich dort nicht angerufen habe, war meine eigene frühere Mitarbeit dort....es wäre nicht unbedingt wirklich anonym gewesen.

Anonymous antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ja, warum nicht Telefonseelsorge. Außergewöhnliche Zeiten, außergewöhnliche Maßnahmen...

Jetzt bin ich auch schon wieder besser drauf. Es war vielleicht einfach etwas viel Ende letzter Woche.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo,

ich kann dich verstehen, habe ich doch auch beobachtet, dass sich das Verhalten einiger durch Corona verändert hat und sich die Kontakte irgendwie verändern, aus den unterschiedlichsten Gründen.

Veröffentlicht von: @anonyma-7aa17acea

Nun sind mir in den letzten Tagen/ Wochen von 4 engen Freundinnen hier am Ort so 3 "weggebrochen".

Was ist mit der 4. Freundin, also der einen verbliebenen? Habt ihr noch guten Kontakt?

Veröffentlicht von: @anonyma-7aa17acea

Findet ihr in dieser Zeit andere Anlaufstellen, euch Dinge von der Seele zu reden?

Nicht so wirklich. Nur bei der Arbeit kann ich gut mit einem Kollegen sprechen, das sind dann die dienstlichen Angelegenheiten, die jedoch auch stark durch Corona geprägt sind und dennoch auch viel anderes ist. Für diesen Kollegen bin ich dankbar. Wir sehen uns nur 1-2 mal pro Woche, haben dann aber Zeit zum reden.

Privat sieht es leider mau aus. Da bin auch ich eher diejenige die zuhört. Ich habe es mir etwas abgewöhnt von mir zu sprechen und meine Anliegen anzusprechen, oft werde ich nicht verstanden.

Anonymous antworten
4 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @adventurelife

Was ist mit der 4. Freundin, also der einen verbliebenen? Habt ihr noch guten Kontakt?

Ja, Gott sei Dank!! Ich bin dafür sehr dankbar.

Veröffentlicht von: @adventurelife

Privat sieht es leider mau aus. Da bin auch ich eher diejenige die zuhört. Ich habe es mir etwas abgewöhnt von mir zu sprechen und meine Anliegen anzusprechen, oft werde ich nicht verstanden.

Ja, das ist genau das, was ich letzte Woche 4 mal erlebt habe... Das waren ganz seltsame Gespräche, nur so minimal aufeinander bezogen: Jede spricht ein Thema an, dann geht es aber irgendwie nicht weiter, dann kommt ein neues Thema - kommt kein richtiges Gespräch zustande. Das hat mich total angestrengt, weil ich das bei 2 von den 3 Freundinnen so nicht kannte. Naja, und bei meiner Schwester habe ich inzwischen gelernt, über welche Themen wir sprechen können und welche nicht. Das ist dann auch ok. Aber ein Platz zum Entspannen ist es nicht.

Ich hab mich jetzt wieder erholt von der letzten Woche.

Aber Lösung???: vielleicht ist diese komische Zeit tatsächlich ab und zu die Zeit, die Telefonseelsorge anzurufen... wann, wenn nicht jetzt...

Es beruhigt mich, dass es offenbar noch andere Menschen auf dieser Welt gibt, die weniger Möglichkeiten zum Kommunizieren haben, als sie brauchen würden.

Wie hast du es denn gelöst? Oder ist es dir noch nicht so arg?

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-7aa17acea

Ja, Gott sei Dank!! Ich bin dafür sehr dankbar.

Das ist viel wert 😊

Veröffentlicht von: @anonyma-7aa17acea

Wie hast du es denn gelöst? Oder ist es dir noch nicht so arg?

Bei Situationen die die Arbeit betreffen kann ich mit einem guten Kollegen darüber sprechen. Das ist in der Regel abgedeckt und ich vermeide es weitestgehend privat über die Arbeit zu sprechen, da ich es inzwischen gut gelernt habe, abzuschalten.

Ich lebe so gut wie immer schon alleine und kam damit immer gut zurecht und eigentlich komme ich auch gut zurecht. An Wochentagen wenn ich arbeite bin ich abends eher froh, meine Ruhe zu haben. Dennoch wäre es schön, es wäre einfach mal jemand da oder einfach eine Tasse Tee wäre schon gekocht 😊

In der Zeit seit Mitte März habe ich mir manches mal gewünscht, nicht alleine zu leben. Leider habe ich auch in der direkten Nachbarschaft keine guten Kontakte. Ich treffe mich manchmal mit einzelnen, aber habe auch die Unterschiede gerade in der Krisensituation bemerkt.

Irgendwie komme ich immer klar, aber manches mal wird mir deutlich bewusst, dass mir etwas fehlt... eine beste Freundin in dem Sinne habe ich nicht.

Oft möchte ich einfach gerne mit anderen etwas unternehmen, das fiel in den letzten Monaten komplett weg. Etwas unbelastendes machen. Ich hatte bspw. erst seit Ende letzten Jahres eine Gruppe, die sich regelmäßig zum Spielen von Brettspielen trifft. Freitag abends war das ideal für mich zum umschalten auf das Wochenende. Die trifft sich jetzt schon seit Wochen nicht mehr.

Mit fehlt die Gemeinde und die Gottesdienste. Letztere finden zwar wieder statt, aber es ist einfach nicht mehr wie es war. Dort hatte ich auch immer wieder gute Begegnungen, auch wenn es nicht unbedingt Freundschaften sind.

Es ist vieles so verkrampft geworden. Und ich merke, wie vieles von Angst regiert wird. Einerseits Angst vor Corona, andrerseits Angst davor Stätte zu sein, in der sich Coroan verbreitet. Ich finde das echt schwierig.

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11876

In deiner Beschreibung kann ich mich auch wiederfinden.

Veröffentlicht von: @adventurelife

Es ist vieles so verkrampft geworden. Und ich merke, wie vieles von Angst regiert wird. Einerseits Angst vor Corona, andrerseits Angst davor Stätte zu sein, in der sich Coroan verbreitet. Ich finde das echt schwierig.

Gut ausgedrückt!

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @adventurelife

Mit fehlt die Gemeinde und die Gottesdienste. Letztere finden zwar wieder statt, aber es ist einfach nicht mehr wie es war. Dort hatte ich auch immer wieder gute Begegnungen, auch wenn es nicht unbedingt Freundschaften sind.

Kann ich sehr gut nachvollziehen. Es fehlen die Möglichkeiten, einfach mal zu Menschen neu Kontakt aufzunehmen. Eben z.B. im Kirchkaffee: Der/ die sah schon immer nett aus, quatsch ich den doch mal an...

Deswegen habe ich im anderen Thread auch nachgefragt (müder Pfarrer), wo jemand neue Kontakte über Internet-Gruppen aufgebaut hat. Ich kann mir das für mich nur eher schwer vorstellen. Das bliebe dann noch viel mehr an der Oberfläche als eine solche Begegnung im Kirchkaffee, wo ich zumindest ungefähr einschätzen kann, was das für ein Mensch ist.

Veröffentlicht von: @adventurelife

Es ist vieles so verkrampft geworden. Und ich merke, wie vieles von Angst regiert wird. Einerseits Angst vor Corona, andrerseits Angst davor Stätte zu sein, in der sich Coroan verbreitet. Ich finde das echt schwierig.

Das nun wiederum geht mir nicht so. Für mich agiere ich eher aus Einsicht, denn ich habe in meinem Umfeld mindestens 3 Leute, die dieses Virus nicht kriegen sollten. Auch die z.B. gravierenden Nachwirkungen einer Infektion sind ja noch gar nicht zuende beobachtet und erforscht. Mich regt eher umgekehrt auf, dass manche Menschen sich auch sträflich leichtsinnig verhalten (so sehr ich, wie gesagt, auch verstehen kann, dass einem solche Gelegenheiten zur Zusammenkunft, wie oben genannt, fehlen.)

So, das wollte ich nur schnell euch beiden antworten, denn die nächsten 2 Tage werde ich kaum Zeit dazu finden.

Vielleicht sollten wir um Einsicht beten, was wir unseren Mitmenschen zuliebe tun und lassen sollten -

aber auch um Weisheit, wie wir trotzdem Möglichkeiten finden, einander zu begegnen und uns nicht von Angst regieren zu lassen.

(Übrigens ist auch die Frage, ob überhaupt beten oder nicht, gerade gleichzeitig mit Corona eine Frage für mich. Aber schon wieder andere Baustelle. Vorläufig gelöst durch: Beten mit gestörter Leitung - und: warum sollte Beten nicht erlaubt sein...)

Ich mag diesen liebevollen Thread hier - und vielleicht ist das ja auch ein Weg 😊 Jedenfalls mal ein erster Ansatz meinerseits, der Krise zu begegnen: Warum sollten wir nicht, alles andere beiseitegelassen, erst mal zueinander freundlich sein und einander (er)tragen? Wo wir doch, jeder auf seine Weise, alle demselben Herrn anhängen...

Das fände ich schön, erst mal Freundlichkeit, das wäre doch schon mal was (auch für mich ein gutes Vorhaben... mache ich längst nicht immer so 😊 )

Anonymous antworten


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