Gebetskette für SVV Rückblick und Ausblick
Ihr Lieben!
Nachdem wir einige Zeit ohne Gebetskette für Menschen mit SVV, aber gerne auch grundsätzlich für Menschen in und mit Nöten verbracht haben, gibt es hier kurz vor dem Foren Neustart jetzt eine neue.
Gebetsketten für SVV haben hier schon eine längere Geschichte.
Seit April2004 gibt es sie.
Das sind nun fast genau 18 Jahre.
Viele damals noch junge bis sehr junge Menschen waren darin unterwegs.
Werner und ich durften sie einmal mehr und auch manchmal weniger begleiten.
Es sind viele Beziehungen seit damals und bis heute entstanden.
Es ist für mich besonders schön, miterleben zu dürfen, wie sich im Leben vieler von euch gute Wege aufgetan haben.
Ja ,ihr seid auch mal wieder hingefallen.
Aber immer wieder aufgestanden und weitergelaufen!
Wie ihr Berufe habt finden können.
Therapeutische Hilfe angenommen und zugelassen habt.
Allen Betern sei an dieser Stelle einmal herzlich Danke gesagt!
Allen hier Schreibenden möchte ich ebenfalls herzlich Danke sagen.
Immer wieder habt ihr ganz viel Vertrauen gewagt.
In Werner und mich, in Therapeuten und Kliniken, in überhaupt euer Leben.
Das oftmals keinen guten Start hatte, aber ihr habt tapfer dafür gekämpft, dass es lebenswert wird und ist.
Ein ganz herzliches Danke aber auch den Machern,den Verantortlichen und den finanziellen Unterstützern von Jesus.de.
Ohne Jesus.de hätten wir hier nicht zueinander gefunden.
Wären uns auch eher nicht begegnet oder hätten und gar wo auch immer face to face getroffen.
Mutige und starke Menschen seid ihr allesamt.
Ich bin dankbar für jedes geschenkte Vertrauen, für Begegnungen wo auch immer.
Danke an dieser Stelle auch den Bauern der Götzenmühle.
Die uns sehr kostengünstig immer wieder einen Raum für unsere Treffen ermöglicht hat.
Und dem tollen Koch bei unseren Treffen 😉
Dein Essen war immer sehr besonders und sehr kreativ.
Von vegan über vegetarisch bis hin zu " Allesesser-Essen".
Morgen ziehen wir im Forum um.
Bisher konntet ihr bei Bedarf anonym schreiben.
Das geht nun vorerst nicht mehr, aber es wird dran gearbeitet.
Wer im MiFü schreiben möchte, muß dafür erst freigeschaltet werden.
Bitte dazu bei mir oder Frosch80-mod melden.
Wer notvolle Dinge anonym los werden möchte, kann uns diese ebenfalls per PN schreiben.
Wir veröffentlichen diese dann unter unserem Nick mit Hinweis, dass dort jemand anonym sein möchte.
So, genug getextet.
Ich hab euch lieb, ihr seid mir wichtig und ihr seid wertvoll.
Herzliche Grüße
Inge
Manche Tage und manche Zeiten sind einfach sch****. Man hat gelernt besser mit umzugehen als damals - gesünder. Und das klappt, meistens bis immer. Aber es gibt zumindest bei mir dann doch immer wieder den Punkt, wo zumindest die Gedanken zurück springen zu alten Gewohnheiten gegen die ich lange gekämpft habe, aber doch irgendwo noch in mir sind.
genau heute dachte ich auch an früher, als ich fast täglich mir weh tat…. Und ja, obschon ich schon,hm, vielleicht 10 jahre davon los bin, dachte ich heute zurück und studierte herum wies wohl wäre, wenn… wie sichs wohl anfühlen würde, wenn…
es ist jedoch kein thema mehr, das letzte mal als es fast passierte ist nun schon ziemlich genau 5 jahre her…damals tat ich nichts, weil ich dachte wie erklär ich das den kindern mit denen ich damals engen kontakt hatte. Und wieder langärmlig herumlaufen war auch keine option, deshalb bliebs beim gedanken, damals wie heute.
dir wünsch ich viel kraft beim kämpfen. Es gibt viele andere strategien die langfristig besser sind
@sternlein02 Danke! Irgendwie gut zu wissen, nicht die einzige zu sein, die die Gedanken kennt.
@channuschka ohje, das tut mir nun echt leid, lese ich deine antwort erst jetzt…. Ich bin nur noch sporadisch hier.
danke dir fürs schreiben. Und es freut mich, dass dir meine nachticht gut tat. Wie gehts dir aktuell???
bitte verzeih mir auch gleich, wenn ich laaaange nicht mehr lesen komme. Ich vergess j.de oftmals und dennoch find ich es schön (noch) hier im forum zugang zu haben.
@channuschka Liebe Channuschka, das kann ich voll und ganz unterschreiben und doch würde ich es vielleicht ein bisschen reframen wollen. Wir bleiben halt immer wer wir sind. Mit allem was wir erlebt haben und getan haben. Wir entwickeln uns nur weiter. Und wenn dann schwere Zeiten kommen, dann springen wir nicht zurück, sondern wir nutzen alte hilfreiche (wenn auch dysfunktionale) Strategien, um weitermachen zu können... um vorerst zu überleben. Wenn du dir dessen bewusst bist, ist es doch halb so schlimm, dann kannst du nämlich jederzeit da weitermachen, wo du aufgehört hast. Das "Alte" wird nie weggehen... es ist Teil von dem, wer du bist, aber es wird aufhören jederzeit Macht über dich zu haben. Hab es gut!
@anyway Danke für deine Antwort! Nicht allein zu sein ist viel Wert. Den anderen Blick immer wieder zu lesen auch.
Ich hab eure Antworten die letze Woche immer wieder gelesen. Nur haben mir die Worte gefehlt um was zu schreiben.
@channuschka Das ist doch ok. Konntest du für dich wieder etwas sortieren und zur Ruhe kommen?
@anyway Ist gerade alles irgendwie schwer. Ich hab mal wieder irgendwie keinen richtigen Zugang zu meinen Gefühlen und verweigere unbewusst auch das Denken zu gewissen Themen - was die Sache nicht gerade einfacher macht und meine Therapeutin verzweifeln lässt.
Was gerade wieder besser klappt, ist das Aushalten ohne gleich in destruktive Gedankenspiralen zu kommen. Da merkt ich, dass ich doch nicht mehr an dem Punkt bin, wie vor 10 Jahren. Das sollte mich eigentlich etwas beruhigen.
@channuschka Ungut, wenn Therapeut*innen verzweifeln... hat dir deine Therapeutin sagen können, was sie in eurer therapeutischen Beziehung da verzweifeln lässt?
Zugang zu Gefühlen ist ja nicht immer möglich und auch nicht immer sinnvoll... manchmal ist das ja auch einfach ein guter Schutzmechanismus erst mal nichts zu fühlen, wenn es sonst überfordernd wäre....
Was hat dir bisher geholfen deine Gefühle zu spüren?
Unbewusst verweigern... hm... deine Worte oder die der Therapeutin? Spontan würde ich nämlich sagen, dass man unbewusst höchstens vermeidet, aber nicht verweigern kann... verweigern finde ich ist was sehr aktives... aber das ist jetzt Wortglauberei und kann man wohl auch so oder so sehen...
Was verweigerst du denn? Was willst du du nicht denken? Wo willst du nicht hinschauen? Kannst du dir das beantworten? Und wenn ja, warum willst du da nicht hinschauen?
Ich glaube mittlerweile, dass manchmal man auch einfach den status quo für eine gewissen Zeit halten muss und dann irgendwann für sich wieder genauer weiß, in welche Richtung es weiter gehen soll. Diesen Gedanken finde ich persönlich sehr entlastend... hat für mich was von Pause machen und den Ausblick genießen bevor es weiter den Berg nach oben geht.
@anyway Inzwischen geht es wieder etwas besser. Auch in der therapie haben wir wieder Ansatzpunkte gefunden, worüber reden geht. Auch wenn mein Kopf bei manchen Themen einfach "ausschaltet". Wie eine Mauer, wo ich nicht gegen an komme. Das meine ich auch mit "unbewusst verweigern". Es ist nichts, was ich bewusst mache, dieses nicht weiterdenken können, und gleichzeitig scheint irgendwas in mir, dass gerade auch ganz bewusst abzublocken. Weil es aus irgendeinem Grund gefährlich sein könnte oder so.
Das meine Therapeutin, verzweifelt sind meine Worte. Sie hat nur gesagt, sie weiß nicht wie weiter, wenn ich nicht rede und mich verweigere. Und das über Wochen. Allerdings waren wir an dem Punkt auch schon öfter.
Und was das Thema Gefühle betrifft... ich bin ja eigentlich nicht mal scharf drauf Gefühle zu spüren, weil ich finde sie machen alles noch komplizierter und brauchen so viel Kraft. Allerdings weiß ich eben auch, dass sie da sind und es sich rächt, sich nicht darum zu kümmern. Vielleicht ist aber gerade alles etwas viel. Ruhe hilft mir definitv dabei gefühle wieder zuzulassen. Ruhe und das Gefühl von Sicherheit.
@channuschka Es freut mich, dass es dir gerade wieder etwas besser geht. Und da hast du ja für dich schon gute Gedanken und Ansätze entwickelt, die weiter zu verfolgen lohnt sich bestimmt. Und Gefühle nicht zu fühlen... so aus Erfahrung (ich bin da Profi drin)... es lohnt sich nicht... macht alles nur noch schlimmer. Unsere Gefühle sind essentiell für unser (Über-)Leben. Wenn wir sie wegdrücken, fliegen sie uns nur um die Ohren, weil es ohne sie gar nicht geht, also lieber gleich hinschauen - Schritt für Schritt im eigenen Tempo. Viel Erfolg beim Ruhe und Sicherheit finden!
Meinen Post im April hatte ich sehr vage formuliert. Selbstverletzendes Verhalten beinhaltet ja nicht "nur" das klassische Verletzen der Haut. Es gibt eine Vielzahl anderer Möglichkeiten, die man auf den ersten und zweiten Blick so gar nicht erkennt.
In meiner Jugend habe ich oft um Zuwendung zu bekommen mit Tabletten dumme Dinge getan. Heute würde ich mich das nicht mehr trauen, da ich nicht weiß ob mein Körper solche Spielereien noch meistern kann. Mein Borderline-Brain überlegt aber ständig was man stattdessen tun kann, um Zuwendung zu bekommen. Aber ich bin diesen Gedanken nicht mehr hilflos ausgeliefert, bzw. gebe ihnen nicht impulsiv nach, da ein Teil in mir weiß dass sie langfristig gesehen nichts bringen und sogar eher schaden können. Ich fühle mich wie ein Fisch auf dem Trockenen, der nach Wasser lechzt, aber keine Ahnung hat wie er an Wasser kommen kann. Unangenehmes Gefühl.
Hi Anyway,
ja du hast absolut Recht. Mein Kopf weiß das, aber mein Herz weiß nicht wie es aus einem leeren Krug schöpfen soll.
Life is so tough... und ich fühle mich so unendlich einsam.
@plemplem Ja versteh ich sehr gut... geht mir auch immer wieder so mit dem sich einsam fühlen. De facto bist du es wahrscheinlich nicht, oder? Und falls doch, dann hast du wahrscheinlich einfach noch nicht deinen Platz gefunden mit den Menschen, die ähnlich ticken wie du... Aber ja... das Leben ist eine einzige Baustelle und es hört auch nie auf eine zu sein... da hilft nur radikale Akzeptanz. Was tut dir gut? Wie kannst du dich gut um dich kümmern, wenn die Gefühle mal wieder bäh sind?
Spannend, knapp zwei Jahre später meinen Post nochmal zu lesen und erschreckend wie lange die "aktuelle" Krise schon andauert. Ich frage mich ob es nochmal so lange oder gar noch länger so weiter geht. Mal schauen ob ich vllt. 2027 über diesen Post stolpere und mich dann noch mehr erschrecke.
Sich wie ein Fisch auf dem Trockenen zu fühlen, hat glaube ich an Intensität zugenommen. Ich habe es weiterhin noch nicht geschafft mir selber das Wasser zu sein (wie Anyway geschrieben hatte). Ob mir das irgendwann mal gelingen wird? Ich suche immer noch viel zu sehr im Außen nach Lösungen anstatt in mir selbst.
Ich habe mir gerade Inges Eingangspost nochmal gelesen und bin über die Treffen damals gestolpert. Heute denke ich wie schade es ist, dass ich damals nicht den Mut hatte daran teilzunehmen. Ich hätte bestimmt viele nette Menschen kennengelernt. Wahrscheinlich war damals aber auch die Scham zu groß mich in echt zu zeigen, da ich im Forum nicht selten fies und theatralisch unterwegs war. Selbst heute würde mich ein solches Treffen noch seeehr viel an Überwindung kosten. Eine Person aus dem Forum hatte ich damals persönlich getroffen. Auch hier schade, dass es bei nur einem Treffen geblieben ist.
Das Forum spiegelt eigentlich auch mein "echtes" Leben wieder. Verpasste Chancen, Freunde verlassen oder dafür sorgen verlassen zu werden. Wie dumm es war nach dem Abitur mit allen zu brechen. Damals hatte ich womöglich keine andere Wahl, heute merke ich die Konsequenzen.
ixoye
Ich wollte auch mal was hier lassen. War auch damals einmal auf der Götzenmühle.. 2007 oder 2008 vielleicht..? Kann mich kaum erinnern. Aber dass ein Mann (war das womöglich der berühmte frosch80?) schön Klavier gespielt hat. Und ich glaube ich war der einzige andere männliche Teilnehmer. Schon komisch, wie die Zeit vergeht.
Guck an... 🙂
du hast den zweiten Platz gemacht bei diesem Spiel "Ich habe/war/bin noch nie..."
Deinen Namen meine ich auch zu erinnern, werde ihn hier natürlich aber nicht nennen.
Liebe Grüße
Werner
Und ich weiß auch noch ganz genau, gegen wen und warum du verloren hast. Das könnte ich noch wörtlich widergeben. Werde ich hier selbstverständlich aber nicht machen 😉 .
@frosch80-mod wow, das beeindruckt mich, dass du daran so viel und genaue Erinnerung hast. Ich erinnere mich wie gesagt an nur ganz ganz wenig - aber das ist womöglich Teil meines Krankheitsbildes, wie ich in letzter Zeit erst anfing zu lernen. Würde gerne mehr plaudern und darüber austauschen, aber darf, sicher wegen des frischen Accounts, noch keine privaten Nachrichten schreiben. Gibt's denn noch andere aus der Zeit, die noch aktiv sind, außer dir und Inge? Liebe Grüße 🙏
Ab drei feigeschalteten Antworten kannst du PNs verschicken. Also müsste es schon gehen.