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Hochsensibel (HSP) 137

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Deborah71
Themenstarter
Beiträge : 22241

Hallo liebe Mitleser,-Schreiber, -Anteilnehmer, Interessierte...

Herzliche Einladung zum weiteren Austausch.

Was hochsensibel bedeutet, kann man erforschen und erfahren unter:

http://www.zartbesaitet.net/test.htm
http://www.hochsensibel.org
http://hsperson.com/test/highly-sensitive-child-test/
http://www.hochsensiblehilfe.de/info/forsch.htm
http://www.team-f.de/ (Lüling, Seelsorge)

https://lebensspurmedien.de/ (Hsp und Seelsorgeliteratur bei team f)
http://www.feine-sensoren.de/
http://www.soloundco.net/startseite/ (Singleportal, früher emwag)

Was fange ich damit an, dass ich eine hochsensible Person bin? (High Sensitive Person, HSP)

1. Du weißt es, dass Du eine HSP bist
2. Du weißt dass Du nicht "schräg" bist
3. Du weißt, dass Du nicht alleine bist
4. Du bewertest Dich und Deine Verhalten konstruktiver (Selbstannahme)
5. Du kannst Dich mit anderen austauschen, die Dich verstehen
6. Du kannst dadurch besser lernen, mit den Schwächen der Hochsensibilität (HS) umzugehen
7. Du kannst dadurch bewusster die Stärken der HS für Dich und andere einsetzen
...................

PS: für alle Neuen:Neben Smalltalk (mit smt gekennzeichnet) haben wir hier einen virtuellen Raum gefunden, den es sich lohnt, regelmäßig zu besuchen. Allein die Erfahrung und das Bewusstsein, hochsensibel zu sein und nicht "gestört" oder "abartig", hilft sehr viel und kann das Leben auf lange Sicht konstruktiv verändern. Lasst Euch mal darauf ein und erlebt, als sensibles Wesen aus Gottes Hand hervorgegangen zu sein!

Psalm 139, 14 (Elb)
Ich preise dich darüber, daß ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl.

————————————————
Gedicht von Flickenteddy

Empfinden

"Nun nimm dich `mal zusammen!",
so wurde ihr gesagt.
"Du bist viel zu empfindlich!",
Urteilte man ungefragt.
So wusste sie als Kind schon:
"Ich bin einfach verkehrt.
Wer nicht ist wie die And'ren,
Der hat hier keinen Wert!"

Sie zeigte, was sie wollten:
Ein fröhliches Gesicht.
Wie's wirklich in ihr aussah,
Zeigte sie lieber nicht...
So wurde sie dann fügsam,
Sie störte nun nicht mehr.
Doch tief in ihrem Herzen,
Da fühlte sie sich leer.

"Wo sind meine Gefühle
Und meine Träume hin?
Ich weiß eigentlich selber
Schon nicht mehr, wer ich bin."
Sie traf eine Entscheidung
Und ließ sich darauf ein:
Sie wollte wieder lernen,
Nur ganz sie selbst zu sein.

Sie griff in ihre Seele,
Sie öffnete ihr Herz.
Er war so lang verborgen,
Nun traf er sie, ihr Schm*rz.
Sie wurde fast benommen,
Er kam mit solcher Wucht.
Und schlug die zarte Seele
Beinahe in die Flucht.

"War das der Sinn der Sache?",
So fragte sie sich oft.
Sie hatte sich doch etwas
Ganz Anderes erhofft.
Doch als die W*nd*n heilten,
Da war ein Sinn zu sehn:
Viel mehr als And're konnte
Gefühle sie verstehn.

Sie konnte formulieren,
was Andere kaum sah'n
und lenkte die Gedanken
in eine klare Bahn.
So gab sie denen Stimme,
die Keiner sonst verstand,
weil sie für Angst und Traurigkeit
die rechten Worte fand.

————————————————————————————————————————
Threadstarter: Adlerfluegel ; ehemalige Begleiter: Angieblau, Stephan-Zoellner

aktuelle Threadbegleiter:

Deborah71; Glasgraveurin; Schnorchelschnuffi

Die neuen Schreiboberflächen werden von uns  reihum eröffnet und nach Absprache angepasst. Ist einer zeitlich verhindert, geht die Aufgabe an den Nächsten über.
Link zum Vorgängerthread:

Thread 136

Wir übernehmen für die Inhalte weiterführender Links keine Verantwortung.

Antwort
28 Antworten
mmieks
 mmieks
Beiträge : 1125

@deborah71 

Ich melde mich hier auch (wieder). Ich habe unter meinem früheren Nick (Free-to-fly) regelmäßig mitgeschrieben, dann aber bis vor 2 Jahren von jesus.de pausiert.

Ich bin sowohl in Richtung, dass ich gut spüre, wie es dem anderen gerade geht, und auch athmosphärisch spüre, dass die Stimmung gerade ungut ist, hochsensibel. Spreche das mitunter auch an - und oft großes Erstaunen bei(m) Anderen.

Auch die Beschreibung: spirituell hochsensibel - da finde ich mich wieder. Das ist mir allerdings erst in letzter Zeit bewusst geworden.

mmieks antworten
9 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@mmieks Im spirituellen Bereich gibt es viel zu entdecken. Ich frage da immer nach dem Original, der Quelle, denn der feind versucht schon, mit Imitaten zu täuschen.

Da ist mir das kleine Wörtchen wie sehr wichtig.  Es macht den Unterschied zwischen Jesus, dem Löwen von Juda und dem feind, der wie ein brüllender Löwe umhergeht und einen zu beeindrucken sucht. Hartwig Henkel nannte den feind da eine Katze mit Megaphon. 😆 

deborah71 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1125

@deborah71 .

Ich hinterfrage immer mehr das "System" (meiner) Kirche: Klerikalismus, leere Traditionen, mangelnde bis keine Bereitschaft, die Mißbrauchgeschichten anzugehen. Was mir das ganze erschwert, ist, dass ich kaum örtliche Alternativen finde, wohl Umbruchsituationen in manchen Gemeinden, weil sie personell nötig sind. Ich vermisse viel Geist der Freiheit

mmieks antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@mmieks Ja, der Geruch oder Geschmack der Freiheit ist deutlich, wo er vorhanden ist.

Erlebst du manchmal Düfte im Zimmer, für die es keine natürliche Erklärung gibt? 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15053

@deborah71 Ich ... *erstauntguckt* ... ich erlebe sowas ... nicht oft, ab und an ...

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@neubaugoere Schöne Düfte weisen auf Engel hin. Im Himmel stinkt es nicht und Engel bringen einen Geruch des Himmels und der Ehrfurcht mit.

Neulich berichtete jemand Vanille... da wurde Stress gegen Entspannung und Trost getauscht.

Rosenduft wird mit Jesus verbunden.

Meine erste Duftwahrnehmung war frisches Brot, während ich einen prophetischen Text las, den man mir zur Prüfung gegeben hatte. Im Text ging es um den Bereich des Leuchters und des Schaubrottisches. Ab einer bestimmten Stelle fing das Licht meiner Stehlampe (sie stand links) an, heller zu strahlen, obwohl ich nichts verändert hatte und intensiver frischer Brotgeruch entwickelte sich auf der rechten Seite (wo in der Stiftshütte der Schaubrottisch steht).

Der Brotgeruch ist bislang mehrfach aufgetaucht, wenn ich abends alleine mich in geistliche Sachen vertieft hatte. Es stand definitiv kein Brot offen herum und die Backmaschine war nicht in Gang.

 

 

deborah71 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1125

@deborah71 Ich lese z.B. gerne Reisebücher und um mich streicht ein Duft, den ich mit der beschrieben Landschaft verbinde, obwohl ich nie dort war. Vielleicht verbindet sich das mit den Bildern aus Filmen. Ich bin überhaupt eher so, dass ich Sätze, Sprache, in Bildern sehe - und das kann manchmal so komisch sein, dass ich mich vor Lachen nicht mehr fange und mein Umfeld kennt sich nicht aus, was ich jetzt so lustig finde.

mmieks antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@mmieks Kann ich so nachvollziehen.  Ich bin durch die Autobiografischen Reiseberichte von Hans Otto Meissner wie vor Ort mitgereist beim Lesen. Davon habe ich einige genossen.

Eigene Reiseerinnerungen sind voll abrufbar noch nach Jahren mit Stimmung, Duft, Sonnenwärme... manchmal gehe ich da auch in Träumen wieder durch die Straßen.

 

deborah71 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1125

@deborah71  Ich rieche immer wieder, wenn ich z.B. allein im Zimmer bin: Da ist ein Mitbewohner, der macht gerade Stress, oder auch Mitarbeiter ... obwohl ich nichts davon höre. Es ist eher ein Spüren.

mmieks antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@mmieks 

Das ist aber eine starke Spürnase.

deborah71 antworten


Goldapfel
Beiträge : 1801

Vielleicht etwas off topic, aber es interessiert mich gerade...

Sowas zuordbares rieche ich nicht. Also Vanille oder Rosen oder so.

Ich nehme allerdings Gerüche sehr intensiv wahr aber noch intensiver einen Hauch eines angenehmen Geruchs inmitten von Gestank oder schlechter Luft. Gilt das auch als hochsensitiv? Andere merken das weniger. Das kann ein winziger Hauch Lavendel sein, der durchdringt und ,verheißt '

Was interessant ist, nach meiner OP vor anderthalb Jahren brauchte ich extrem viel 'Duft' in Form von Duschgel, Deo und auch Parfum. Könnte kaum genug davon bekommen. Wobei ich sehr rasch eine extreme Abneigung gegen einen bestimmten Duft entwickelte. Aber ich befand mich iwie auch in einer Art Ausnahme Situation. Viel Umbruch, neues. 

goldapfel antworten
3 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@goldapfel 

Ich nehme allerdings Gerüche sehr intensiv wahr aber noch intensiver einen Hauch eines angenehmen Geruchs inmitten von Gestank oder schlechter Luft. Gilt das auch als hochsensitiv?

Jeder der 5 Sinne kann stärker ausgebildet sein bei einem hochsensitiven Menschen. Der Geruchssinn gehört auch dazu.

 

Was interessant ist, nach meiner OP vor anderthalb Jahren brauchte ich extrem viel 'Duft' in Form von Duschgel, Deo und auch Parfum. Könnte kaum genug davon bekommen. Wobei ich sehr rasch eine extreme Abneigung gegen einen bestimmten Duft entwickelte. Aber ich befand mich iwie auch in einer Art Ausnahme Situation. Viel Umbruch, neues.

Ja, das ist interessant. Das könnte nun direkt mit der OP zusammenhängen, denn der menschliche Geist (nicht Intellekt)  registriert sehr viel, denn er kann nicht schlafen gelegt werden, wie das Wachbewusstsein. Wenn jemand mit dem als unangenehm empfundenen Duft die OP-Schnittführung gemacht hat...oder jemand dich unsanft transportiert und gelagert hat, das kann in dir gespeichert sein und über die Duftabneigung sich bemerkbar machen. Unpassend ist das dann, wenn sich die Abneigung generalisiert auf alle, die diesen Duft tragen. Indem man die Abneigung einem Ereignis zuordnen kann, kann man die Übertragung auf andere gedanklich kündigen.

deborah71 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1801

@deborah71 

Das mit dem gedanklichen Kündigen gefällt mir. Geht das so in Richtung, ihr gehört hier nicht rein?

goldapfel antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@goldapfel 

Sie gehören nicht in diese Erlebenseinsortierung.  Menschen, die denselben Duft mitbringen, dir aber nie etwas getan haben, sollen nicht über die Verknüpfung des Duftes mit einem unbekannten Ereignis Ablehnung erfahren.

Der Mechanismus der Generalisierung ist z.B. so wie bei einem Hundebiss. anschliessend kann Angst vor jedem Hund entstehen, obwohl keiner der anderen Hunde denjenigen gebissen hat.

Das unangenehm Empfinden eines Duftes durch ein Ereignis ist jetzt unabhängig davon, dass man manche Düfte einfach nicht mag, ohne dass etwas dahinter steckt.

 

deborah71 antworten
neubaugoere
Beiträge : 15053

*reinguck*

Schön, dass es das hier noch gibt.

Ich war heute mal wieder beim Doc (Orthopäde). Heute haben wir geröntgt, weil er wissen wollte, "was da los ist". - Ja. Und jetzt hab ich eine Diagnose. Nur gefällt die mir nicht. Er hat mir das Röntgenbild ausgedruckt und ich muss nachdenken. Die von der Physio empfohlenen Einlagen (für Hüftdysplasiepatienten) machen für ihn keinen Sinn, er hat mir Einbettungseinlagen verschrieben, die sind dann nächste Woche fertig. Nen 6er-Pack Physio hab ich trotzdem erhalten. - Ich soll über ein neues Hüftgelenk nachdenken. Einen Facharzt hat er mir auch gleich empfohlen.

Jetzt bin ich "fertig". Da musste ich schon schlucken. Ich weiß, dass in meiner Familie schon eine Tante mit 2 neuen Hüftgelenken rumläuft, meine Mutter ebenso mit der Hüfte zu tun hat, aber viel schlimmer und ganz anders, und dass mir ein anderer Orthopäde schon 2016 zu einer OP geraten hat. Aber ich hatte weiter keine Schmerzen. - Und diese Schmerzen jetzt wurden durch die Physio, den Sport und die Übungen, die ich zu Hause machen, schon besser.

Keine leichte Entscheidung. Zumal solche Gelenke auch nicht ewig halten, ca. 20 Jahre. Und mit ca. 80 Jahren noch mal so eine OP zu machen, halte ich für nicht förderlich, da das Risiko einer jeden OP mit dem Alter ja steigt, auch schon wegen der Anästhesie ...

Ich kann nur auf Gott hoffen und an ihn klammern. Mal abwarten, was er dazu sagt.

Ich hätte einfach nicht gedacht, dass es so arg schon ist ... 🥺 ... ich bin doch erst 56 ...

neubaugoere antworten
4 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@neubaugoere 

Keine erfreuliche Diagnose, die dir da vorgelegt wurde.  Der Arzt muss natürlich nach dem vorgehen, was er gelernt hat und welche Möglichkeiten er hat. Jetzt hast du aber eine konkrete Diagnose für konkretes Gebet.

Es ist gut, dass du sie Gott vorgelegt hast. ER hat Seine Sichtweise darauf und da kann sich einiges andere ergeben.

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15053

@deborah71 

Gott machte mich drauf aufmerksam, dem anderen Arzt 2016 zu vergeben. Ich "hing" noch an ihm im Unguten. Also hab ich mit einer Schwester das durchgebetet und mich gelöst. - Wie ich das jetzt zum x-ten Mal lese hier deine Worte, hab ich das Empfinden, auch diesem Arzt vergeben zu sollen, weil er nur das tut, was er gelernt hat. Ich will mich nicht erhöhen, aber es erinnert mich an "Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" ... er tut nur, was er gelernt hat, was in seinem Sichtfeld ist ... Ich werde auch das mal tun.

Mittlerweile ist einiges passiert in meinem Kopf und in meinem Herzen, dass ich von einer OP oder dem Gedanken an eine OP ganz weg bin. Meine ganz menschlichen Gedanken gehen mit meiner Physiotante, irgendwie fühl ich mich mit ihr "verbunden" ... *hm* ...

Ich hab gestern einigen "Gegenwind" von Geschwistern erhalten auf Gottes "er heilte alle, die man zu ihm brachte" ... Heilung ist immer noch ein sehr heißes Eisen. Ich machte deutlich, dass ich das für mich sehe und das für niemand anderen gelte. Nur für mich. Eine Schwester reagierte darauf (auf beides, den Gegenwind und mich) mit einer Geschichte, die ich im Einzelnen nicht wiedergeben kann, sie greift eine Schwester auf, die krank wurde und in ihrer Krankheit vielen Menschen begegnen konnte, die in ihren Krankheiten oder vor ihrem Tod offen waren für Gott, für das Evangelium. Sie empfand es als ihren Auftrag, dem sie ohne ihre eigene Krankheit nicht hätte nachgehen können. Ich ließ es so stehen. Insgesamt fühlte sich niemand wirklich "angegriffen", aber es war deutlich zu spüren, was da noch für Tretminen herumliegen, die hingegebene Christen aus ihrer Ruhe, aus ihrem Frieden zu bringen vermögen.

Es wird Kampf. Das ist mir bewusst. Es ist Gottes Heraus-Forderung an mich. "do you trust me?" steht vor mir ... Ich glaube, ich will glauben und, Herr, hilf meinem Unglauben.

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@neubaugoere 

Da ist oft sehr viel in einem Menschen an Erinnerungen gespeichert, das ihm/ihr gar nicht bewusst ist, aber Einfluß nimmt.

Bei meiner ersten Grauen Star-OP kam auch so was hoch. Ich war ja nur sediert und örtlich betäubt, bekam also sehr viel mit, was um mich herum und an mir geschah. Der operierende Arzt war vorbildlich und sagte alles an, was er der Reihe nach machte, so dass ich nicht überrascht zusammenzucken konnte, was die OP hätte mißlingen lassen können. Im Inneren stieg der Gedanke an Ärzte der Kindheit auf, die einfach gemacht hatte und auch noch gesagt: das tut gar nicht weh... oder das ist nur ein kleiner Pieks... und es hat sehr weh getan. Da kämpfte ich mich durch die Sedierung, dass ich die Gedanken der Vergebung zusammenbrachte. Dann war es gut.

Zum Bereich medizinische Ausbildung.... habe ich ja auch auf einem niedrigeren Level.... ist der Prozess noch nicht abgeschlossen alles Gelernte unter die Wahrheit Christi zu stellen, dass Gott kann und nichts so absolut unheilbar ist, wie ich es damals gelernt hatte. Da beißen sich menschliche Begrenztheit, Fachwissen und Gottes Allmacht und Heilungswille.

Das wurde neulich sehr deutlich. In einer Predigt in einem Heilungsgottesdienst wurde auch darauf Bezug genommen, dass Jesus alle heilte, die zu Ihm kamen oder gebracht wurden. Das Wort "alle" hatte in mir gezündet und kam gegen Ende der Predigt an die Oberfläche der Gedanken. Ich hatte bislang erfahren, dass andere oft geheilt wurden, wenn ich für sie betete oder auch einfach nur, wenn sie mir leid taten und ich sie berührte. Aber bei mir selbst schien eine Mauer vor dem Empfang zu stehen und das war mir schon länger ein Kummer.

Ich wiederholte in Gedanken das Wort "alle" , mit Bestimmtheit ergänzend  "und ich auch" und dann wurde es erstaunlich. Ein Quergedanke schoß durch den Kopf: "Duuuu doch nicht!"
Ich widersprach: "Doch, alle und ich auch!" -  "Duuu doch nicht!" diesmal deutlich spöttischer...  Das ging ein paarmal hin und her und dann fragte ich Gott-Vater: "Welche Lüge sitzt da, dass die Wahrheit nicht an ihren Platz rutschen kann?" Aus der Vergangenheit tauchten zwei Personen auf, die abwertende Aussagen mir gegen über gemacht hatten. Mein Beruf erforderte ein Staatsexamen. Abwertung Nr. 1: Aus dir wird nur mal eine staatlich geprüfte Klofrau! Abwertung Nr. 2 : Du willst ......... werden? Du kriegst doch den Mund nicht auf! (Ich hatte das Gymnasium wegen eines Schultraumas mit Redeblockade verlassen und selbst meine Mutter hatte nicht bemerkt, dass da was richtig schief gelaufen war).
Diese Abwertungen hatte ich schon vergeben, aber nicht bemerkt, dass sie Minderwertigkeit transportiert hatten. Das saß noch und musste nun gehen. Jetzt ist das "alle" frei in mir und niemand quatscht dagegen in meinen Gedanken. "Alle, ich auch" ist angekommen auf dem Glaubensplatz.

 

Ich glaube, hilf meinem Unglauben! ist ein wichtiges Gebet, das auch in meinem Fundus vorhanden ist. Und Jesus hilft....

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@neubaugoere 

Ich kann nur sagen, dass ich eine Handvoll Menschen kenne, die so eine OP haben machen lassen und danach froh waren, diese Entscheidung getroffen zu haben. Aber es gibt sicher auch welche, die andere Erfahrungen gemacht haben.

queequeg antworten


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