Benachrichtigungen
Alles löschen

Rente und Grundsicherung

Seite 1 / 2

Strandlaeufer
Themenstarter
Beiträge : 31

Guten Tag, ich beziehe seit März eine kleine Rente und habe dazu beim Sozialamt Grundsicherung beantragt. Leider zieht sich die Bearbeitung meines Antrags sehr in die Länge (ich habe den Antrag Ende Januar bereits, als mein Rentenbescheid vorlag, persönlich im Amt eingereicht). Danach erhielt ich noch einige Male Post vom Amt mit der Aufforderung, diese oder jene Unterlagen nachzureichen. Als meine Rücklagen Mitte Februar zur Neige gingen, bat ich um ein Überbrückungsdarlehen. Ich musste meine Kontoauszüge einreichen, weiter hörte und bekam ich auch nichts, keine Zahlungen. Telefonisch ist dort immer besetzt, es ist nie einer zu erreichen. Aus lauter Verzweiflung bin ich nun dem Sozialverband beigetreten, der eine Klage vor dem Sozialgericht einreichen wird, wenn sich bis zur, von mir angekündigten, Frist nicht tun wird, wovon ich fast ausgehe. Aus lauter Angst, meine Fixkosten (Miete, Strom, Heizkosten, Internet & Telefon) nicht mehr begleichen zu können, habe ich seit Ende Februar keine Lebensmittel mehr eingekauft und lebe von noch vorhandenen Trockenprodukten (Linsen, Haferflocken, Mehl). Langsam geht es mir immer schlechter, sowohl körperlich als auch psychisch. Ich bekomme immer wieder Panikattacken und Depressionen. Ich bete immer sehr dafür, dass sich endlich was bewegt, aber leider tut sich nichts. Kann mir hier bitte einer einen Rat geben, wie ich solche Situationen überstehen kann, oder was ich rein praktisch noch tun könnte. Hat jemand Erfahrungen mit dem Sozialamt und weiß, wie lange das alles dauert und womit man rechnen muss. Herzlichen Dank.

Antwort
55 Antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 3877

@strandlaeufer Ich habe  keine Erfahrung damit, frage mich aber, da sich seit ich etwa 50 bin jährlich Bescheide über die zu erwartete Rente bekomme, warum du nicht rechtzeitig reagiert hast. Du must ja wenig verdient haben und Grundsicherung zu benötigen und auch die letzten Jahre Bescheide über die zu erwartende Rente bekommen haben.  Wärst du katholisch würde ich dich zur Caritas schicken, die helfen als mit einen 50er aus, oder der Pfarrer gibt dir nen EInkaufsgutschein.

jigal antworten
33 Antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@jigal Natürlich habe ich Bescheide über die zu erwartende Rente bekommen, wie jeder andere auch. Inwiefern hätte ich, Deiner Meinung nach, reagieren sollen? Wenn kein Geld da ist, ist kein Geld da. Und dann kann ich auch keine private Rente abschließen. So wird es leider immer mehr Menschen gehen. Das Thema Altersarmut betrifft nicht nur mich.

strandlaeufer antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@jigal 

Es kann auch sein, dass es auf Grund von Krankheit zur Erwerbsminderungsrente kommt. 

Was hätte Strandläufer denn tun sollen? Ende Januar hat sie ja den Antrag gestellt. Vielleicht hätte sie sich für die Antragstellung Hilfe suchen können, um alle Unterlagen gleich zusammen zu haben, aber hätte hätte Fahrradkette...

Ich finde es überhaupt nicht hilfreich, ihr jetzt mit Vorwürfen zu kommen. 

 

 

goldapfel antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@goldapfel Danke Dir für Deine Antwort. Meine Unterlagen waren dann alle sehr zeitig im Amt, daran hat es nicht gelegen. Es scheint mir so, als würde es einfach absichtlich hinausgezögert. Und das geht natürlich auf Kosten der Menschen, die das Geld dringend nötig haben. Ich habe bei meiner Antragsstellung nichts falsch gemacht, die Sachbearbeiterin war auch sehr freundlich. Dann kam es wohl in andere Hände, und nun geht nichts mehr weiter.

strandlaeufer antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@strandlaeufer 

Manchmal kann es helfen, in solchen Situationen mit einem Beistand (Pastor oder jemand von einem Hilfeverband) vor Ort aufzutauchen und nachzufragen.

Möchte noch ergänzen, dass durch Krankheit einer Sachbearbeiterin auch schon mal etwas nach unten rutschen kann. Es muss nicht unbedingt Absicht sein.

goldapfel antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@goldapfel Ja, das hoffe ich auch sehr, dass es keine beabsichtigte Schikane ist. Ich bete dafür, dass es sich schnell löst, da ich ohnehin schon psychisch angegriffen bin.

strandlaeufer antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3877

@strandlaeufer Ich gehe nicht von Absicht aus, eher von Überbelastung und ich verstehe auch wie du auf Kohlen sitzt. Vielleicht wäre es doch gut einmal bei der eigenen Gemeinde nachzufragen, meine Gemeindeglieder würde ich zum Pfarrer schicken und der würde mal mit 50 Euro helfen. Ich weiß nicht ob freie Gemeinden auch so was machen. Die Landeskirche und die römisch-katholische Kirche ist mit Beratung und Hilfen bei der Antragstellung über Caritas und Diakonie sehr aktiv. und wissen genau was man alles braucht, so dass ein kompletter Antrag auch schneller bearbeitet werden kann. Fehlt was muss die Person angeschrieben werden und der Antrag landet wieder unten.  Das ist bescheiden aber real.

 

jigal antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248

@jigal Ich gehe auch von Überarbeitung aus. Natürlich steht dahinter, dass irgendjemand entscheidet, wieviele Mitarbeiter für diesen oder jenen Bereich eingesetzt werden. 

In Freikirchen wird normalerweise jeder selbst in der Verantwortung gesehen, Barmherzigkeit und Geschwisterliebe zu leben. Daneben ist jede Gemeinde irgendwie organisiert und es gibt Gaben und Verantwortungsbereiche. Allerdings ist strandläufer gar nicht mehr in einer Gemeinde. 

Meine Erfahrung mit Antragstellung ist anders. Es kam bei mir immer auf das Datum der Antragstellung an. Ich habe es auch nie bei einem Erstantrag geschafft, alle Unterlagen einzureichen. Deshalb stelle ich jetzt Anträge so früh wie möglich. Sind sie erstmal in Bearbeitung, geht es früher oder später weiter und man bekommt ab Antragstellung das Geld nachgezahlt. 

tagesschimmer antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3877

@tagesschimmer Nun hoffen wir mal dass es sich in den nächsten Tagen regelt.

jigal antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@tagesschimmer 

Im Laufe meines Lebens habe ich persönlich bzw im Freundeskreis unterschiedlichste Erfahrungen mit Beamten gemacht, die Anträge auf Leistungen bearbeiten. Ich erinnere mich an die Zeit, nachdem der Vater meiner Kinder sich vor vielen Jahren von mir getrennt hatte, es zwei kleine Kinder bei mir und ein fast fertiges Haus mit Schulden gab, das verkauft wurde und der Vater meiner Kinder sich selbstständig machen wollte. Meine Kinder und ich waren auf einmal finanziell unterversorgt und die Sachbearbeiterin machte mir in der ohnehin schweren Situation, das Leben noch schwerer. Sie hatte aber auch einen gewissen Ruf in dem Kreis. Wenn mir nicht eine Freundin, die sich gut auskannte, beigestanden hätte, weiß ich nicht, was passiert wäre. 

Beamte haben häufig auch einen gewissen Ermessensspielraum und das Menschenbild, das sie haben, prägt das Verhalten. 

Das mit dem Abgeben eines Antrags so früh wie möglich, auch wenn noch Unterlagen fehlen, finde ich gut.

goldapfel antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248

@goldapfel

Beamte haben häufig auch einen gewissen Ermessensspielraum und das Menschenbild, das sie haben, prägt das Verhalten. 

Klar, das gibts auch. Hauptsächlich wollen die meisten wohl ein leichtes Leben haben. Beim Jugendamt haben die Damen plötzlich auf die Linie meines damaligen Mannes eingeschwenkt, nachdem er sie bedroht hat. Das konnte ich kaum glauben. Aber Gott hat uns geholfen. ER ist sowieso die einzige wirkliche Sicherheit. 

 

tagesschimmer antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@tagesschimmer 

Au Mann, das klingt echt heftig. Gott die Ehre für seine Hilfe! Freu mich, dass ihr Seine Hilfe erfahren konntet.

Zum Jugendamt steh ich etwas ambivalent. Zuviel mitbekommen, wie man Pflegefamilien hier in der Region nicht adäquat unterstützt hat, bzw. das Kindeswohl Ideologie untergeordnet hat. Aber das ist wohl tatsächlich speziell bei uns teilweise etwas problematischer.

 

goldapfel antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248

@goldapfel Gott hat uns so viel Gutes getan. Die Sache ist ja schon 20 Jahre her und seit dem sind meine Hoffnungen für die Kinder mehrmals weit von der Realität übertroffen worden. Halleluja.

tagesschimmer antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@tagesschimmer 

🤗🤗🤗 Gott ist sooo gut! Ich freue mich mit euch ☺️

goldapfel antworten
Scylla
 Scylla
(@scylla)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 303

@jigal 

"Ich gehe nicht von Absicht aus, eher von Überbelastung "

 

Ich definitiv nicht.

Ich hab selber 4 lange Jahre um die EM Rente kämpfen müssen und mehrere solche Kämpfe begleitet

 

Dieses Hinhalten, regelrechte "Aushungern", mürbe machen durch Verzögerung hat mMn System.

Der Antragsteller, die Antragstellerin soll zum Aufgeben getrieben wird.

"Die Not wird sie zwingen".. scheint bei der DRV die Devise zu sein.

Das die Erwerbsunfähigkeitsrenten bzw. deren "Höhe" ein Skandal sind ist dabei noch mal ein anderes Thema.

 

65% vom Durchschnitts Brutto der letzten 5 Jahre als EM Rente müsste sich ein angeblich reiches Land wir die BRD locker finanzieren/leisten  können...

Aber auch die heutige Situation verdanken wir ja den Spezialdemokraten Anfang der 2000er

 

 

scylla antworten
mamba
 mamba
(@mamba)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 171

@scylla 

es geht hier aber nicht um die Rente, die hat Strandläufer ja bereits, wenn ich richtig verstanden habe. Es geht um die Grundsicherung und die steht ihm ja gesetzlich zu. Somit ist wohl eher von einer Überlastung der Behörde auszugehen. Was für den Betroffenen natürlich fatal ist, wenn er monatelang mit viel zu wenig Geld auskommen muss und die nötigsten Dinge nicht mehr bezahlen kann.

mamba antworten
Scylla
 Scylla
(@scylla)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 303

@mamba 

Punkt 1

Ok.... da hab ich was   vermengt

Punkt 2

Das man als Erwerbsgeminderter überhaupt in die Grundsicherung fallen kann , weil die EM Rente so niedrig ist, ist ein Skandal.

DER Skandal.

Chronisch krank zu werden, arbeitsunfähig, bedeutet also für die meisten Menschen hier ein Absturz in die Armut.

Ausser du bist Beamter..

Die Mindestpension von Beamten beträgt z.B, ohne das überhaupt eine Eigenleistung bestand, nach FÜNF Dienstjahre zur Zeit 1866 €.

Also deutlich mehr als das Bürgergeld

 

 

scylla antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248

@scylla Chronisch krank zu werden, arbeitsunfähig, bedeutet also für die meisten Menschen hier ein Absturz in die Armut.

Die Rente ist ja nur ein Teil des Einkommens. Man darf noch unter 3 Stunden täglich arbeiten. Damit verdienen manche Rentner mehr als andere Vollzeitarbeiter. Dann kann man natürlich Geld haben oder erben, Versicherungen abgeschlossen haben, reiche Verwandte haben.

Oder auch nur einen Ehepartner, der knapp über der Grenze verdient und eine kleine Eigentumswohnung. 

Aber auch Geringverdiener können in der Rente plötzlich mehr haben weil z.B. Kindererziehungszeiten angerechnet werden und Rentenpunkte bei der Scheidung ausgeglichen wurden. 

Das alles wird bei der Aufstockung aufgerechnet. Ganz verrückt wird es, wenn auch noch Kinder im Haus sind und das Einkommen monatlich wechselt. Dann kommt das Amt aus dem rechnen nicht raus. 

tagesschimmer antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4379

@tagesschimmer 

@scylla Chronisch krank zu werden, arbeitsunfähig, bedeutet also für die meisten Menschen hier ein Absturz in die Armut.

Die Rente ist ja nur ein Teil des Einkommens.

Nur so - wer chronisch karank und arbeitunfähig ist, kann oft einfach auch nichts mehr dazu verdienen!

channuschka antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248

@channuschka Mein Ansinnen war zu erklären, warum es nicht so einfach ist, bei einer geringen Rente automatisch aufzustocken. Die Rente steht auch reichen Leuten zu, die Überprüfung für die Aufstockung macht eben ein anderes Amt. Soweit finde ich es auch ok. 

Ich habe einfach ein paar Beispiele aufgezählt, warum Leuten mit geringer Rente keine Aufstockung zustehen könnte. 

tagesschimmer antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4379

@tagesschimmer 

Was dann aber nicht mehr zum Beitrag passt, den du zitiert hast. Denn da ging es um chronisch Kranke und Erwerbsminderungsrente und das nicht zu beachten, finde ich herablassend.

channuschka antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248

@channuschka Tut mir Leid, ich habe tatsächlich nicht alles zitiert, worauf ich mich bezogen habe. Hier der Teil davor macht es deutlich:

Das man als Erwerbsgeminderter überhaupt in die Grundsicherung fallen kann , weil die EM Rente so niedrig ist, ist ein Skandal.

Meine Aussage sollte sein: Den Skandal sehe ich nicht bei der Rente. (ich habe mich fälschlicherweise auf die EU-Rente bezogen, bei der EM-Rente ist man ja noch zwischen 3 und 6 Stunden arbeitsfähig)

Ich sehe aber sehr wohl gravierende Probleme bei dem ganzen Umgang mit Menschen, die Unterstützung brauchen. Ich kenne das alles selbst aus Hartz IV: Verschwundene Dokumente, falsche Berechnungen, Untätigkeit, Rückforderungen nach Jahren, sodass man nichts mehr überprüfen kann und das alles begleitet von superkomplizierten Regeln, bei denen man gar nicht legal bleiben konnte. (Mein Lieblingsbeispiel war die Frage nach Essen, das man geschenkt bekommen hat.)

 

tagesschimmer antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3877

@scylla Erinnert mich an Pflegekassen.  Verhinderungspflege muss jedes Jahr neu beantragt werden, dabei gibt es keinen Grund diese abzulehnen.

jigal antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@scylla Ich bekam heute von der Seniorenhilfe "Lichtblick" die Info, dass "die Ämter so eine Sache für sich sind". Die Bearbeitung solcher Anträge würde durch die Bank weg immer sehr lange dauern. Auch bei Wohngeld wäre es, dass die Leistungen plötzlich ohne Ankündigung eingestellt würden, wäre da nicht rechtzeitig ein neuer Antrag gestellt worden. Viele Senioren sind ganz verzweifelt, weil ihnen das Geld fehlt. Und dann heißt es im neuen Bescheid: "Bearbeitungszeit 3 Monate". Ja, ich empfinde es auch als ein Hinhalten und Mürbemachen. Ich habe ja jetzt schon den Sozialverband eingeschaltet und nun auch die Seniorenhilfe. Davon wusste ich auch nur über das Internet. Viele, alte Menschen haben gar kein Internet und kennen sich nicht aus. Sie geben auf und resignieren.

strandlaeufer antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@scylla Man darf auch nicht vergessen, und davon berichten die Medien immer wieder, dass Altersarmut einsam macht, weil sie beschämend ist. Ich kenne das auch hier und erzähle es niemandem, dass ich Grundsicherung beziehe. Eine ältere Dame im SWR "Nachtcafe" sagte: "Sobald ich erwähne, dass ich Grundsicherung beziehe, gehen die Leute auf Abstand, als hätte ich irgendeine ansteckende Krankheit, mit der sie nichts zu tun haben wollen ..." Und das kann ich bestätigen. Man verkriecht sich mit der Altersarmut, man spricht nicht darüber, man bleibt lieber für sich, damit keiner merkt, dass man sich bei gemeinsamen Unternehmungen nichts leisten kann. Es ist kein schönes Gefühl, immer von anderen bei allem eingeladen werden zu müssen. Man verliert einfach seine soziale Würde. Leider aber ist das dann auch oft der Grund, warum viele, alte Menschen desinformiert sind, wo sie sich Unterstützung holen können. Eine Seniorenhilfe, die ihnen mal einen Lebensmittelgutschein zusteckt, den Friseur bezahlt oder die Tierarztrechnung, kennen sie gar nicht. Von einem SoVD, der bei Rechtsstreitigkeiten mit dem Amt unterstützend zur Seite steht, haben sie erst rechts nicht gehört. Die Seniorenhilfe erzählte mir heute, dass ganz viele Senioren am Telefon nicht mal ihren Namen sagen können, weil sie sofort anfangen zu weinen, so schlecht geht es ihnen. Nicht nur finanziell, sondern auch seelisch. Mich hat das derart erschüttert, dass mir heute den ganzen Tag lang die Tränen kommen. Hat mich alles sehr angefasst.

strandlaeufer antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@scylla 

Bei der EMR trifft das wohl tatsächlich so zu. Leider. 

goldapfel antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3877

@goldapfel Erwerbsminderungsrente habe ich nicht bedacht. Ich bin von einer normalen Rente ausgegangen und hätte die Unterlagen dann schon eingereicht, wenn ich sehe, die Rente reicht nicht.  Die Engangsfrage klang für mich, mit der ersten Rentenzahlung zu merken, dass es nicht reicht.  Ich kenne ja einige Rentner die sind vorher zur Rentenberatung und  es war mindestens ein halbes Jahr vorher klar, wann der letzte Arbeitstag sein wird. Die Rentenberater hätten dann auf die Grundsicherung hingewiesen. Bei einer Kollegin die lange krank war und die Altersgrenze noch nicht erreicht hat, waren es auch mindestens 4 Monate in der klar war, sie muss in die Rente.

jigal antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@jigal 

Strandläufer schrieb, den Antrag gleich mit Vorliegen des Bescheides persönlich eingereicht zu haben. Ich weiß auch nicht, warum man da jetzt so drauf rumreiten muss? 

Es ging bei dem Posting um Rat, was Strandläufer jetzt tun kann, bzw. um Erfahrungswerte von anderen in Bezug auf die Dauer der Bearbeitungszeit eines Antrags auf Grundsicherung.

Schuldzuweisungen a la "warum hat man nicht früher" oder "andere haben das schon früher gemacht"  halte ich hier in keinster Weise für sinnvoll. 

goldapfel antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@goldapfel Man kann den Antrag auf Grundsicherung nicht stellen, wenn der Rentenbescheid noch nicht vorliegt. Das war meine Info. Hierbei geht es um den endgültigen Rentenbescheid, den man erhält, wenn man die Rente beantragt hat. Mit der Berechnung, die man jedes Jahr vorher bekommt, kann man keine Grundsicherung beantragen.

strandlaeufer antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@strandlaeufer 

Das wäre auch mein Gedanke gewesen. Ohne etwas Handfestes keine Möglichkeit den Antrag zu stellen.

goldapfel antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@jigal Was ich Dir gerne noch sagen möchte: ich empfinde es als bodenlose Unverschämtheit, dass der erste Kommentar, den ich zu meiner sozialen Situation bekommen habe, gleich in die Richtung ging "warum hast du nicht rechtzeitig vorgesorgt" oder "du musst ja wenig verdient haben" und "hast du keine jährlichen Rentenbescheide bekommen". Willst Du das eigentlich allen Menschen vor den Latz knallen, die derzeit unter Alterarmut leiden? Bist Du nicht darüber informiert, wie es derzeit in Deutschland aussieht und warum so viele, alte Menschen bei der Tafel anstehen müssen? In welchem lila Lala-Land lebst Du, dass Du das nicht auf dem Zettel hast? Danke nochmals nachträglich, dass Du mir mit Deinem Kommentar gleich zu Anfang so richtig einen vor den Bug gegeben hast. Kein Wunder, dass sich so viele Alte ihrer Armut schämen und sich damit lieber in ihrer Wohnung verkriechen, bevor sie sich solch dumme Bemerkungen anhören müssen.

strandlaeufer antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15502

@strandlaeufer 

(Ich finde es) Gut, dass du das noch mal gesagt hast. Was wenig bis gar nicht hilfreich ist, darf auch angesprochen werden. Ich möchte dir Mut machen, das beizubehalten.
Dennoch möchte ich auch darauf hinweisen, dass eben nicht jeder Mensch eine Sensibilität für derartige Situationen entwickelt hat oder entwickeln konnte (nie gelernt ist eben nie gelernt, darf aber gelernt werden). Und ja, jeder darf sagen, wenn etwas (ein Kommentar o.ä). wehgetan hat. Damit der andere das weiß und die Gelegenheit hat, zu lernen. Von daher noch mal: Sehr gut, dass du es angesprochen hast.

Gottes Segen euch beiden (dir und jigal).

neubaugoere antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@neubaugoere Ich konnte erst jetzt etwas dazu sagen, weil ich damals, aufgrund meiner angeschlagenen Situation, dazu nicht in der Lage war. Wem Informationen zum Thema Altersarmut fehlen, wird auf YouTube unter diesem Stichwort fündig. Oder einfach mal auf die Website von "Lichtblick Seniorenhilfe" schauen.

Ich danke Dir für Deinen Comment. ❤️ 

strandlaeufer antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3877

@strandlaeufer  Es ist anders rüber gekommen. Ich bin Anfang 50 und bekomme schon ein paar Jahre Renteninformationen und wer in meinem Bekanntenkreis die letzen Jahre in Rente ging, hat sich Monate vorher ausrechnen lassen.

Ich finde es wichtig, dass es Grundsicherung gibt und es müssten alle, die über Jahrzehnte gearbeitet haben auch genügend Rente bekommen, für die sie ja eingezahlt haben.

Also dachte ich  es kam ein Beischeid und der blieb liegen, was ich nicht verstehen würde.

jigal antworten


Tagesschimmer
Beiträge : 1248

@strandlaeufer Eine schwierige Situation. Ja, Ämter sind so eine Wissenschaft für sich. Am besten stellt man so früh wie möglich einen Antrag, auch wenn man noch gar nicht alle Unterlagen hat. Tut mir Leid für dich. Dass man in reichlich 2 Monaten etwas bekommt, ist wohl eher die Ausnahme. Was hat dir denn der Sozialverband geraten außer der Klage?

Folgendes fällt mir ein: 

- Du könntest persönlich vorsprechen und dich nicht abwimmeln lassen, bis du einen ganz nahen Termin bekommst oder sofort bedienst wirst.

- Bist du in einer Gemeinde? Dort würde ich nach Hilfe fragen.

- Du könntest mit deinem Vermieter sprechen. Aus deinen Unterlagen geht hervor, dass das Geld auf alle Fälle kommt. Vielleicht lässt er sich auf eine Stundung ohne Zinsen ein. Sollte er auf Zinsen bestehen, versuche mit dem Sozialverband zusammen ein Schreiben an das Sozialamt aufzusetzen, in dem das Amt bei Untätigkeit bis zu einer bestimmten Frist die Zinsen übernehmen muss. Das muss unbedingt schriftlich sein, nicht dass er die Gelegenheit ergreift, dich rauszusetzen. 

- Auf die Idee, einen kleinen Job zu übernehmen, bist du bestimmt schon gekommen und du hast deine Gründe, warum das nicht geht. Dabei währe ein Job auf Übungsleiter- oder Ehrenamtspauschale gut, da dir dieses Einkommen nicht auf Sozialleistungen angerechnet wird. Außerdem darfst du Nachbarschaftshilfe leisten. Die muss nicht nur bei direkten Nachbarn, sondern kann auch bei Bekannten sein.

- Es gibt recht viele Möglichkeiten, essen geschenkt zu bekommen. Zwar wird bei der Tafel der Bescheid verlangt, aber wenn du deinen Notfall schilderst und die Unterlagen mitbringst, kannst du wahrscheinlich auch etwas bekommen. Außerdem gibt es Foodsharing in verschiedenen Varianten: öffentliche Ablagestellen und Kühlschränke, Gruppen in regionalen sozialen Netzwerken wie nebenan.de. Dann verschenken Leute bei Kleinanzeigenportalen öfter mal was. Jetzt gehen auch wieder die Märkte los. Wenn du da freundlich kurz vor Ende fragst, bekommst du schnell mal was geschenkt. Was nicht mehr einwandfrei ist, wird dann oft weggeworfen. Außerdem gibt es noch die guten, alten Suppenküchen. Die haben oft richtig gutes Essen. Aber bei der Wahl deiner Tischparter solltest du nicht zu wählerisch sein.  

- In der Natur findest du auch schon einiges: Bärlauch und Girsch ernte ich selbst gerne, einfach weil es sehr gesund ist. Im Netz findest du noch viele Tipps dazu. Außerdem macht das sammeln an der frischen Luft gute Laune. 

tagesschimmer antworten
5 Antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@tagesschimmer Der Sozialverband hat mir geraten, dem Sozialamt eine Frist zur Bearbeitung meines Antrags zu setzen und mit einer Untätigkeitsklage zu drohen und mit Einleitung eines einstweiligen Rechtsschutzverfahrens vor dem Sozialgericht. Vermutlich werde ich den Schritt vor Gericht auch gehen. Der Sozialverband meinte, dass das Amt oftmals sehr schnell reagiert, sobald mit einem Verfahren gedroht wird. Bis jetzt habe ich jedoch noch keine Reaktion.

Danke für Deine vielen Ideen, um an Essen oder einen Job zu kommen, aber das geht für mich nicht, da ich erkrankt bin. Ich beziehe meine Lebensmittel über einen Lieferdienst.

strandlaeufer antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248

@strandlaeufer Dann ist deine Situation ja noch schwieriger, kein Wunder, dass du mit psychischen Problemen zu tun hast. Goldapfels Idee finde ich gut, mal mit Caritas oder Diakonie zu sprechen. Mir fällt noch die Telefonseelsorge ein, die oft auch gute Tipps hat.

tagesschimmer antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@tagesschimmer Danke schön.

strandlaeufer antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248

@strandlaeufer Ich frage mich, ob du in deinem Bekanntenkeis vielleicht doch jemanden hast, der von sich aus gern helfen würde, wenn er es nur wüsste. Wie wäre es, einfach mal so alte Bekannte anzurufen ohne direkt Hilfe zu erwarten. Ein offenes Ohr für sie haben und dann auch von dir erzählen. Kannst du das ohne eine konkrete Erwartung? Immerhin hättest du dem einen oder anderen etwas Freude gebracht. 

Dann bleibt die Möglichkeit, den Vermieter um Stundung zu bitten und die Telefonseelsorge. Wenn du sie über Festnetz und nicht Handy anrufen kannst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du ein lokales Büro erreichst, das über die Hilfsmöglichkeiten vor Ort bescheid weiß. Manchmal gibt es Beratung beim paritätischen Wohlfahrtsverband oder bei der AWO. Wir haben hier eine Stadtteilkoordinatorin, die sehr engagiert ist. Bald sind auch Wahlen. Vielleicht findest du einen Abgeordneten, der sich einsetzt.

Ich wünsche dir einen ermutigenden Tag, an dem du den Frieden Gottes erlebst. 

 

tagesschimmer antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@tagesschimmer Ich habe mich jetzt an den Verein "Lichtblick Seniorenhilfe" gewandt. Sie helfen mit Lebensmittelgutscheinen aus.

strandlaeufer antworten
Goldapfel
Beiträge : 1999

@strandlaeufer 

Das was du schreibst klingt entweder nach Überlastung des Amtes oder nach Methode. Besteht die Möglichkeit, dass du mit einer Vertrauensperson persönlich auf dem Amt auftauchst? Vielleicht kannst du dort vorab wenigstens ein Schreiben bekommen, um dich als Berechtigte für die Tafel legitimiert?

Hast du Familie oder eine Gemeinde, die dich mit unterstützen könnte? Als Darlehen zB?

Bei uns gibt es beispielsweise eine Diakoniekasse, die Geschwister mit Hilfebedarf unterstützt.

Gibt es bei euch vor Ort Caritas oder Diakonie? Auch dort kann man Hilfe oder Unterstützung bekommen.

Ich bete für dich, dass du nicht den Mut verlierst und dein Antrag rasch bewilligt wird.

Liebe Grüße, Goldapfel 

 

goldapfel antworten
1 Antwort
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@goldapfel Ja, das war auch mein Gedanke: entweder Überlastung des Amtes oder Methode.

Nein, ich bin in keiner Gemeinde und bin auch aus der Kirche schon vor Jahren ausgetreten. Mit der Tafel wird es nicht klappen, das ist zu weit weg, den Weg schaffe ich nicht. 

Ich danke Dir, dass Du für mich betest, das hilft mir am Meisten grade.

 

 

 

 

strandlaeufer antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 300

@strandlaeufer Hallo Strandläufer, das tut mir Leid. Ich fürchte fast es ist Strategie das man hingehalten wird und kämpfen muss. Wenn du im Recht bist, werden sie am Ende nachgeben.

kappa antworten
3 Antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@kappa Danke für Dein Mitgefühl. Ich merke grade, dass ich das sehr brauche. Habe eigentlich keine psychische Kraft für diesen Kampf, aber muss ihn wohl gehen.

strandlaeufer antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 300

@strandlaeufer Also ich kann mir auch vorstellen das es nicht einfach ist. Wenn Probleme anhalten dann geht das schon tief. Wenn du aber merkst das es einem quasi schon Deppressiv zu machen droht, dann wäre auch gut sich Hilfe zu holen für die Psyche. Wenn man früh einsetzt ist bestimmt an besten sich hier zu stärken oder Hilfe bekommen mit der Situation umzugehen.

kappa antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@kappa Ich habe letztens im Warteraum des Bürgerservicebüros eine Psychotherapeutin getroffen, die meinte, sie hätte so viele Klienten, dass sie nur noch 3 Tage die Woche arbeiten könne, weil sie sonst selber draufzahlen müsse mit ihrer Gesundheit. Sie sagte, alle hätten Existenzängste, und sie könne ihnen ja auch nicht weiterhelfen, nur Techniken zeigen, um mit den Ängsten besser umzugehen. Meine "Technik" ist eigentlich das Gebet.

strandlaeufer antworten
Channuschka
Beiträge : 4379

@strandlaeufer 

Mal erkundigt wie lange die Bearbeitung eines Antrag dauern darf? Da gibt es nämlich oft Regelungen zu - und dann bringt es manchmal was, wenn man einen Behördenleiter oder so cc setzt beim Nachfragen.

Ich bin ja der Meinung, dass Grundsicherung und Aufstockung höchstens drei Wochen bis zur Genemigung dauern dürften, sobald alle Unterlagen eingereicht sind (oder ein guter Grund vorliegt, warum etwas noch nicht eingereicht werden konnte). Aber leider können sich viele, die dort arbeiten nicht vorstellen, dass man keine Rücklagen hat....

channuschka antworten
5 Antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@channuschka 

Behördenleiter mit einzubeziehen, hat wohl schon öfter schnelle Ergebnisse gebracht. 

Manche Beamten tun aber immer noch so, als sei die Bewilligung von Sozialleistungen eine Gnade, die sie aus ihrer persönlichen Börse zu leisten hätten.

Leider lassen sich dadurch meist gerade die einschüchtern, die wirklich drauf angewiesen sind. Meine subjektive Einschätzung.

goldapfel antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4379

@goldapfel 

Leider lassen sich dadurch meist gerade die einschüchtern, die wirklich drauf angewiesen sind. Meine subjektive Einschätzung.

Naja, es ist halt ein Abhängikeitsgefühl da, wenn man tatsächlich drauf angewiesen ist. Das macht was im Auftreten aus. Und ich vermute auch, dass es etwas mit Bildung und daraus kommendem Selbstwertgefühl zu tun hat, ob man sich wehrt und wie. Und Erfahrungen im Umfeld zeigen, dass egal ob blöde Sprüche kommen, warum man studiert hat und trotzdem auf Leistungen angewisen ist - ein B.A., M.A. Dipl. oder Dr. vor, bzw. nach, dem Namen kann tatsächlich auch was ändern, wie man behandelt wird und wie schnell es geht.

channuschka antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@channuschka Ich lasse den Sozialverband für mich eintreten. Sie kennen solche Situationen aus Erfahrung und unternehmen die richtigen Schritte.

strandlaeufer antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@goldapfel Ja, man fühlt sich tatsächlich so, als sei es die "persönliche Gnade" des Bearbeiters des Antrags. Sind das alles Beamte? Ich lasse mich nicht einschüchten. Wenn irgendwann meine Wohnung bedroht ist, ist mir mit einer Einschüchterung nicht mehr gedient. Inzwischen ist mir mehr als klar, warum im Sozialamt mehrere Sicherheitsbeamte unterwegs waren ...

strandlaeufer antworten
Strandlaeufer
(@strandlaeufer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 31

@channuschka Bei meiner persönlichen Antragstellung vor Ort wurde mir sogar von der sehr netten Sachbearbeiterin gesagt: "Bitte scheuen sie sich nicht, nach einem Überbrückungsdarlehen zu fragen, das bekommen sie dann. Sie müssen ihre Rücklagen nicht antasten." Zuerst bin ich dann, weil ich es alleine schaffen wollte, an meine Ersparnisse gegangen, das waren aber nur 1200 €. Dann habe ich meine Kontoauszüge eingereicht und um das Darlehen gebeten. Keine Reaktion, bis heute. Und mein Ansuchen war Mitte Februar! Die können sich jetzt also sehr gut vorstellen, dass man keine Rücklagen mehr hat, und unternehmen trotzdem nichts. Das ist das Erschreckende. Vermutlich hat es damit was zu tun, welchem Sachbearbeiter der Antrag am Ende auf dem Tisch liegt, also Willkür. Dann ist es auch egal, wie lange es für das Amt rechtlich dauern darf, wenn sie sehen, die Person ist existentiell bedroht, dann handelt man. Eine Untätigkeitsklage kann man nach 3 Monaten einreichen. Vor das Sozialgericht kann man jetzt schon gehen, und das werde ich auch tun, aber das alles kann noch mal 4-6 Wochen dauern.

strandlaeufer antworten


Seite 1 / 2
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?