Resilienz
Hallo ihr lieben,
ich glaube, eine gewisse Resilienz zu besitzen. Die könnte aber hier und da stärker sein. Mit jeder Grätsche die mich begegnet, muss ich mich immer mehr darauf achten mich aufzuraffen. Nur prägt das innerlich doch und der Frust meldet sich in mir immer lauter.
Wie geht ihr damit um. Ich weiß, Resilienz wird immer wichtiger. Kein Wunder bei all den Einflüssen. Was sind eure Erfahrungen und Ratschläge.
Was ist für dich denn eine "Grätsche"? Eine Enttäuschung, dass es nicht so läuft, wie du dir vorgestellt hast?
Mir ist gerade nicht klar, worauf ich bei "Grätsche" antworten sollte.
Ich glaube, Resilienz war schon immer wichtig, seit der Steinzeit quasi…denn immer gab es schon Momente im Leben, die einen am Boden gedrückt hielten…dass es in den letzen zwanzig Jahren mehr kn den Fokus gerät, liegt denke ich an der Aufmerksamkeit, die man diesem Thema gerade schenkt. Und zurecht. Denn es ist das, das einen langfristig wieder aufstehen lässt und einen nicht in der Verzweiflung oder Verbitterung lässt.
wenn man sie in Krisensituationen nicht entwickelt (gern auch mit Hilfe), dann bleibt man in seinem Sumpf stecken.
Ich finde, sie lenkt den Fokus extrem auf die eigenen Ressourcen, Stärken und Kräfte und weg von der Ursache der Katastrophe (was sie auch immer sein mag und wie lange sie auch schon dauern mag).
https://www.youtube.com/watch?v=JzIqHyIoKws&list=RDJzIqHyIoKws&index=1&pp=8AUBoAcB
"und ich steh wieder auf wenn ich am Boden lieg" Peter Maffay
.....ein uraltes Lied was mir aber selbst schon oft geholfen hat......
Und Gottes Liebe........wieder fromm........
Aber Gott bittet mich nicht IHN zu lieben, weil Er unsere Liebe braucht, sondern weil ich Seine Liebe zu
Ihm brauche.
Mir hilft es los zu lassen. Das ich auf Christus und Seine Liebe angewiesen bin.
Wenn ich mich ständig anklage oder abwerte stehe ich in Gefahr zu vergessen, das ich von Gott
vorbehaltlos geliebt bin, trotz meiner Fehler, meinem Versagen, meinen Schwächen, körperlich,
seelisch und psychisch.
Menschen können uns das auch sagen.
Und das kannst du auch...versuchen, immer wieder aufzustehn, auf Gott, Menschen, Tiere zugehn....
Mein Hund spürt, wenn es mir nicht so gut geht, und er fordert mich auf, raus zu gehn............
liebe Grüße,
Ich habe mir bislang wenig Gedanken darüber gemacht.
Außer, daß ich mich nicht mehr für alles verantwortlich fühle, sondern manchmal eine bewusste Scheiß-drauf-Haltung an den Tag lege.
Beispiel: Meine Mutter ist gestürzt und hat sich den Oberschenkelhals gebrochen. Die Ärzte wollten sie zwei Wochen in die stationäre Reha tun, sie wollte aber nicht. Entgegen dem Rat der Ärzte ist sie wieder heim. Da sie nicht fortgeschritten dement ist, denke ich: Wenn sie jetzt nochmal auf die Fresse fliegt, ist es nicht meine Schuld. Sie ist volljährig und muss selber wissen was sie tut.
Ich tu was ich kann. Und was ich nicht ändern kann, ist auch nicht mein Fehler.
Und ich habe mir auch angewöhnt, statt abends immer den Riesenberg an Aufgaben zu sehen, der noch zu erledigen ist, eher alles in kleine Portiönchen hächseln und abends denken: Das und das habe ich heute geschafft!
Vielen Dank,
sowas nenne ich z. B. eine Grätsche die mich verunsichert. Wie du damit umgehst und den Wunsch der anderen akzeptierst. Natürlich ist der Wunsch deiner Mutter verrückt.
Ich kenne auch diese Berge und versuche es nach und nach abzuarbeiten.
M.
Um mal einen andere Blick auf Resilienz zu werfen:
Der Begriff stammt ursprünglich aus der Werkstoffkunde und beschreibt die Fähigkeit eines Materials, nach Verformung (durch Zerquetschung, erheblichen Druck etc.) wieder in die Ursprungsform zu gelangen. Wenn ich es richtig weiß, hat man in den 1950ern erstmals angefangen die Idee von Resilienz in die Kinder- und Jugendpsychologie zu übernehmen.
Richtig en vogue wurde das Resilienzstreben nicht ganz zufällig mit der Individualisierung des Selbst. Wir reden seither nicht mehr darüber, dass es vielleicht nicht allzugut ist, ständig zerquetscht zu werden, sondern vielmehr darüber, wie es jeder Einzelne schafft nach ständigen Zerquetschungen wieder in die Ursprungsform zu kommen (oder sogar in eine noch bessere Form). Und zwar ganz auf eigene Faust. Wer es nicht schafft, hat leider schlechte Karten in unserer Gesellschaft.
Insbesondere die systemischen Ansätze versuchen Resilienz breiter zu denken (das setzt sich derzeit eher in der Stadtplanung als bei einer Idee von der guten Gesellschaft durch) und irgendwie müssen wir nunmal auch die schwierigen Zeiten des Lebens bewältigen - deswegen würde ich das Konzept nicht ganz ad acta legen. Gleichzeitig finde ich es gut zu wissen, dass es auch andere vielversprechende - weniger individualisierte - Ideen gibt, um das Leben gut zu bewältigen.
Viwelleicht war einer der fatalsten Glaubenssätze, die uns in den 1990ern eingehämmert wurden: "Jeder ist seines Glückes Schmied!"
Die Idee, daß wir ganz allein für uns verantwortlich wären, hat zu viel schlechtem geführt. Dazu, nicht zu schätzen zu wissen, was man hat und wen man hat, Beziehungen und Freundschaften werden heutzutage schnell fortgeschmissen, aber auch zu diesem Selbstoptimierungswahn.
Und zwar sollen wir uns ständig selbst optimieren, um den Anforderungen noch besser zu entsprechen. Also um noch auspressbarer zu sein. Wir sollen immer fit, fröhlich und ausgeglichen sein.
Unser wachstumsbasiertes Wirtschaftssystem kommt an ein physikalisches Ende. Das Finanzsystem stellt Wachstumsanforderungen, die wir nicht mehr erfüllen können, und darunter leiden wir immer mehr.
Aber statt für Veränderungen zu insistieren und ein neues nachhaltiges System zu fordern, sollen wir an uns selbst rumdoktorn, um noch geschmeidiger und anpassungsfähiger zu sein.
Nur ja keine Ecken und Kanten haben.
Viwelleicht war einer der fatalsten Glaubenssätze, die uns in den 1990ern eingehämmert wurden: "Jeder ist seines Glückes Schmied!"
Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Weder sind wir komplett hilflose Opfer, noch sind wir alleine für uns selbst verantwortlich.
Die Idee, daß wir ganz allein für uns verantwortlich wären, hat zu viel schlechtem geführt. Dazu, nicht zu schätzen zu wissen, was man hat und wen man hat, Beziehungen und Freundschaften werden heutzutage schnell fortgeschmissen, aber auch zu diesem Selbstoptimierungswahn.
Und zwar sollen wir uns ständig selbst optimieren, um den Anforderungen noch besser zu entsprechen. Also um noch auspressbarer zu sein. Wir sollen immer fit, fröhlich und ausgeglichen sein.
Meistens ist das Leben ein Leiden, aber ein Leiden, welches uns doch verrät, dass wir leben. Und es gibt immer wieder diese Momente, die uns sagen, dass sich das alles lohnt.
Unser wachstumsbasiertes Wirtschaftssystem kommt an ein physikalisches Ende. Das Finanzsystem stellt Wachstumsanforderungen, die wir nicht mehr erfüllen können, und darunter leiden wir immer mehr.
Aber statt für Veränderungen zu insistieren und ein neues nachhaltiges System zu fordern, sollen wir an uns selbst rumdoktorn, um noch geschmeidiger und anpassungsfähiger zu sein.
Nur ja keine Ecken und Kanten haben.
Willst du ein System, das nicht funktioniert durch ein anderes System, das genau so wenig funktioniert, ersetzen? Das haben schon viele versucht. Nach der ersten Euphorie kam immer die Ernüchterung. Ich vertraue lieber auf Gott und darauf, dass ich noch viele Momente haben werde, in denen ich weiß, dass das Leben sich lohnt.
Veränderungen müssen von innen heraus kommen, damit sie Bestand haben. Man kann damit anfangen, Menschlichkeit im positiven Sinne zu üben.
"lieber Gott wenn es dich gibt zeig mir deinen Weg......." Peter Maffay...
"Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott........." ja wenn du diesen Satz hörst, wenn du am Boden
bist, dann zieht dich dieser Satz noch mehr runter.
Gott, und die Kirche, die Menschen, sind oft das reine Gegenteil. Die Kirche , die Menschen,
sind oft vorhersehbar, aber nicht immer verlässlich. Gott ist in Seinem Handeln auch
oft nicht vorhersehbar, aber im Nachhinein finde ich ihn selbst verlässlich.
Es gibt Zeiten, da kann ich Gottes Handeln nicht verstehen. Hiob klagt lange Zeit über
Gottes vermeintlich ungerechtes Handeln. Die Psalmen sind voll mit Gebeten, die
Unverständnis und Schmerz gegenüber Gott ausdrücken.
Gott lässt diese Schreie zu. Aber mit tut es selbst gut, dieses mal raus zu singen,
raus zu schreien, wenn ich Gottes Handeln nicht verstehen kann.
Oder auch, wenn ich mein eigenes Handeln nicht mehr verstehen kann.
Ich glaube, Er hat mich trotzdem noch im Blick. Und mitten in meinem Unverständnis
und Schmerz, darf ich mich wie ein Kind in seine Arme werfen, weinen, klagen..........
und trotzdem wieder vertrauen.
Gott wurde Mensch, vertrauen auf IHN, und auch auf vertrauenswürdige Menschen......
Tieren........
liebe Grüße,