Straft Gott mich und meine Familie? Was ist der Fehler?
Hallo, ich bin aus dem kleinen Örtchen Bad Dürkheim. Mit ~19J habe ich eine Ausbildungsstelle angefangen, ich musste sie abbrechen wegen psychischer gesundheitlicher Probleme nachdem ich auf dem Weg Gott zu finden auf die Seite Kath-ZDW gekommen bin und wo es sich quasi alles nur um Teufel, Dämonen, Marienanbetung usw. dreht. Bin dann auf den Exorzismus von Anneliese Michel gestoßen und nachdem ich die Aufnahmen gehört habe wurde ich depressiv und hatte extreme Angst vor Gott dass er sowas den Menschen schickt. Ich befasste mich immer mehr mit dem Katholischen Glauben und kam auf die Marienerscheinungen von Garabandal und Medjugorje die wie sich heutzutage rausgestellt haben doch nicht von der Kath. Kirche als Übernatürlich eingestuft wurden. Ich habe das aber geglaubt, und es hat mir nur psychische Probleme bereitet, Angst und sorge. Deswegen musste ich die Ausbildungsstelle abbrechen und wurde arbeitslos. Ich hatte 2 Monate richtig dicke Angst vor der Hölle. Ich hab mir damals den Katechismus etwas durchgelesen, die Bibel und viele Schriftstellen aus der Bibel in der mit Hölle gedroht wurde. Ich war nervlich am Ende, vor allem da der Katechismus bei quasi allem sagt : Nicht erlaubt. Hoher Sex drive und ich darf kein Selbstanfassen, selbst was in der Ehe sexuell erlaubt ist, ist geregelt. 7 Todsünden, die überhaupt nicht richtig definiert sind und wo ich mich immer gefragt habe, ist das jetzt Todsünde? Wer kann dann noch gerettet werden, dann kommt ja jeder in die Hölle wenn das alles wahr ist. Nur Heilige? Nur die die von der Kath. Kirche heiliggesprochen werden? Da musste ich aus der Not heraus weil der Katechismus ja verbindliche Lehre ist und die Dogmen korrekt sind danach leben, und wenn das falsch ist und mich in die Hölle bringt dann ist es halt so, ich tue was ich kann. Und das funktionierte semi Gut.Was mir im Kopf geblieben ist zu dieser Zeit war, ich muss mir Jesus als Vorbild nehmen,ich muss versuchen die Gebote so gut es geht zu halten, barmherzig sein usw. Die Unzucht war groß, der Rest mmn. ist mir gut gelungen. Dennoch diese ewige ungewissheit ums Heil (im Katechismus gibts glaub ich 6. Dinge die zum Heilverlust führen und die wahrscheinlich jeder irgendwo auf sich selbst beziehen kann). Sonntags bin ich nicht in die Kirche weil meine Eltern auch nicht gingen, nur Ostern und Weihnachten. Als mein Vater krank wurde habe ich kurz danach Gottseidank meine Freundin kennengelernt. Jedenfalls war ich bis ich 30 war 6 1/2 Jahre mit meiner Freundin zusammen ohne Ehe, es lief einfach nicht zwischen uns, aber wir haben uns zusammengerauft und ich hab immer wieder versucht mit ihr auf nen grünen Zweig zu kommen. Leider vergebens, sie hat dann schluss gemacht. Jedoch muss ich zu meiner Schuld sagen dass ich sie nie heiraten wollte und sie das auch wusste, die Liebe hat von meiner Seite gefehlt, ich habe mich nicht von ihr geliebt gefühlt und vice versa, wir waren aus Bedürftigkeit und Gewohnheit zusammen.
Mein Vater starb im Alter von 66 Jahren an Krebs als ich 27 war. Ich wohnte und wohne bis heute mit meiner Mutter zusammen.
Ich hatte mehrere Arbeitsstellen die ich aufgrund von ADS aufgeben musste (routinierte arbeit ohne abwechslung hat mich immer wieder kaputtgemacht, ich bin eingegangen und konnte nicht mehr, ich hab Jobhopping betrieben um irgendwie mal eine vernünftige Stelle zu kriegen, und bei der letzten Stelle wurde ich einvernehmlich durch den Chef gekündigt weil er die halbe Belegschaft entlassen hat und mit psychischen Stress die Leute rausgeekelt hat. Also wurde ich mal wieder arbeitslos. Ich habe oft zu Gott gebetet um eine Arbeitsstelle die mir gefällt, es kam aber keine. Ich lebte weiterhin mit meiner Mutter weil ich mich vor allem um sie kümmern wollte, aber auch irgendwo faul war weil es bequem ist.
Als letztes Jahr im April meine Freundin schluss machte und eine F+ mit nem anderen Typen angefangen hat, wars vorbei für mich. (Wir haben immer noch guten Kontakt, ob sie mich liebt kann ich nicht sagen, aber verlassen kann ich mich mmn. nicht auf sie um es nochmal zu probieren, und auch die Liebe fehlt von meiner Seite).
Neue Frau kennengelernt, reiner Sex aber ohne liebe, habe mich dann nach paar Monaten getrennt weil ich gemerkt habe sie weiß nicht was Liebe bedeutet. Habe an dem Punkt schon eine Frau zum heiraten gesucht. 7-8 Frauen gedated, keine Dabei die (trotz Kirchengängerinnen) wirklich Christlich war oder passen würde für eine Ehe.
Im Letzten Jahr hatte meine Mutter 2 Schlaganfälle, (sie ist 70), sie hatte kaum folgeschäden, ich war durch die ganze Situation irgendwann so gestresst (Arbeitslosigkeit, Mutter krank, keine Frau, kein Geld usw) dass ich Cannabis probiert habe, was dann noch in einer Panikattacke geendet ist und seit dem ich noch zusätzlich ne Angststörung habe. Mein Leben wurde immer schlimmer, ich habe beschlossen mich als IT-Ler selbständig zu machen, wollte ein Spiel programmieren und hatte Pläne für die Zukunft damit ich endlich den Hintern hochkriege und meiner Mutter und mir endlich ein schönes Leben bereiten kann und auch eine Frau finden. Immer mit Gott an meiner Seite, ich habe immer wieder zu Gott um eine Frau gebetet, darum dass er mir hilft mich selbständig zu machen und er für mich das Fundament setzt, und er mich davor bewahre dem Geld zu dienen, sondern nur so wie ich es brauche um glücklich zu sein, und ich würde auch gerne spenden. Durch lauter Langeweile aber auch Neugier habe ich mich seit Januar intensiv mit dem Glauben auseinandergesetzt da ich endlich Gott finden wollte. Ich habe die Bibel komplett durchgelesen, auch die Apokryphen die lt. kath. Lehre erlaubt sind zu lesen aber nicht als wahr gehalten werden sollen, nur als Inspiration. Das führte zu noch mehr Verwirrung bei mir. In meinem Kopf brannte ein Kampf zwischen Katholisch vs. Evangelisch vs Freikirchen - wer hat recht? Die Katholiken haben "komische und schwer umsetzbare Lehren" aber Marienwunder und Eucharistiewunder die ich nicht wegdiskutieren kann. Im Katholischen soll das volle Heil sein, im Evangelischen nur durch Christus, im Katholischen gibts Heilige und Kirchenlehrer die sich aber widersprechen in ihren Aussagen und Meinungen, es fehlte der Rote Faden. Ich ging wochenlang jeden Sonntag zur Messe um die Eucharistie zu empfangen da sie ja durch die Eucharistiewunder recht bedeutsam und wichtig sein muss. Das führte mich aber eher noch mehr weg von Gott weil ich irgendwann so viel wusste und gelesen habe dass ich völlig verwirrt war, was jetzt davon stimmt. Ich wusste nicht mehr was ich glauben soll, bis heute stecke ich in einer riesigen Glaubenskrise weil ich einfach nicht die "konfession" bzw. Kirche und Gemeinde finden kann die mir inneren Frieden gibt. Ich ging nach der Sonntagsmesse zu einem polnischen Pfarrer in der Hoffnung dass er mir meine Glaubensfragen beantworten kann, über Aussagen und Heilige die mich verunsichern, über den Glauben an Gott an sich, Katechismus usw. Leider war der Pfarrer wie sich später herausstellte strenger Missionar und einer der beiden Leiter von nem Christlichen Evangelisationszentrum (Leben im Licht). Durch meine Polnischen Wurzeln bin ich mit meiner Mutter zur Polnischen messe gegangen, die Sprachbarriere (bin völlig unbeholfen im polnischen wenns um christliche Texte geht und kommunikation mit dem Pfarrer, ich habe so ein richtiges Bauernpolnisch drauf und verstehe nur die hälfte und kann nicht richtig formulieren was ich fragen will) ... jedenfalls hat mich der Pfarrer ins Evangelisationszentrum eingeladen und wir haben eine hl. Messe gefeiert. Ich hab 2 Tage nicht geschlafen weil ich endlich meine Glaubensfragen beantwortet haben wollte. Völlig übermüdet und gestresst kam ich an, in der Hoffnung er hilft mir mit meinen Fragen. Nichts, nada. Er lud mich ein mit den Gläubigen seiner Gemeinde zu essen und ich hörte von hinten als ich eine rauchen war wortgemäß "los! Den müssen wir bekehren!", er dachte ich habe das nicht gehört. Ich sagte aber nichts dazu. Danach fingen die Gläubigen stories auszupacken dass wenn der heilige Geist dich trifft dass man nichts dagegen tun kann, dass sie Muslime schon zum Christentum bekehrt haben usw. Während der Messe hat mir übrigens einer der Gläubigen gegen den Fuß getreten als die Hl. Hostie kam weil ich saß und einfach gestresst und übermüdet war, ich solle gefälligst aufstehen. Das machte mir noch weniger Mut und traumatisierte mich. Genau so wie die Gespräche mit den Gläubigen bei denen es nur drum ging mich vom Glauben zu überzeugen - der Pfarrer hat übrigens auch die Messe für mich gefeiert (ich bin getauft, gefirmt, katholisch etc.). Danach ging es ins Pfarrerliche Büro. Ich hatte 1000 fragen gestellt, der Pfarrer antwortete auf keine einzige er sagte nur "es ist halt so im katholischen", er sagte ich soll mir das Buch Glaube und Vernunft (Fides et Ratio) von Johannes Paul II durchlesen. Als ich nachhause fahren wollte kam er mit zum Auto, stand die ganze zeit direkt am Auto (ich hab mich verdammt unwohl gefühlt) und betete, ich hab mich von ihm einfach nur bedrängt gefühlt. Und er guckte auch dauernd nach was ich gerade mache. Als ich nachhause fuhr war ich enttäuscht und traumatisiert, ich dachte hoffentlich wird mir das Buch von JPII wenigstens meine Fragen beantworten. Aber das hat mich noch mehr traumatisiert... Auch Dinge wie : "Wir sind nur geschaffen um Gott zu dienen und nichts weiteres" laut Katechismus und Lehre von JP II im Buch haben mein Weltbild komplett zerlegt. Und soweit ich weiß ist auch das zu glauben im Katholischen verbindlich. Sprich so wie ich es verstanden habe sollen wir betende Roboter sein und nicht mehr materiell denken. (Laut meinem Verständniß des Katholischen glaubens).
Zuhause habe ich gebetet : "Herr Jesus Christus, rette mich, ich übergebe dir mein Leben weil ich mit den ganzen Glaubenszweifeln nicht mehr leben kann, sei mein Kompass und führe mich, du bist mein Herr.". Ab da an gings noch mehr bergab. Ich habe das mit der Selbstbefriedigung (weil ich keine Frau habe) zwar jetzt einigermaßen im Griff, aber dafür sogar noch mehr Zweifel bekommen welche "Lehre" jetzt wahr ist, und wie ich den Glauben endlich gesund leben kann. Am nächsten Tag gings mir so schlecht weil ich völlig überfordert war und ich einfach die ganze Nacht nur dachte was jetzt passiert, ob diese ganzen Bekehrungsgeschichten aus dem Internet wahr sind etc, und ich war durch den Pfarrer traumatisiert , dass ich meiner Mutter am nächsten Tag sagte ich muss zum Arzt und brauch Beruhigungsmedis, sie weiß dass ich sehr gläubig bin. Als sie merkte dass es mir nicht gut ging, ging sie trotzdem zur Reha obwohl ich sie tausendmal gebeten hab zuhause zu bleiben weils mir heute richtig schlecht geht und ich nicht allein sein will. Dann stürzte mein Hund die Treppe runter, ich bin beim Psychologen an dem Tag gelandet zur Beruhigung und meine Mutter hat den 3. Schlaganfall erlitten während der Reha (alles am selben Tag). Es ging weiter bergab, mein Nervensystem ist einfach auf Anschlag seit der Geschichte weil ich das als Strafe gottes sah, aber wissen tue ich es nicht. Ich betete ohne Ende damit Gott meine Familie und mich nicht weiter straft, ich habe meiner Mutter auch gesagt sie soll Jesus ihr Leben übergeben (sie ist auch nervlich am Ende nachdem mein Vater starb). Es führte aber zu nichts, unsicherheit hat sich bei mir breit gemacht ob ich Jesu mein Leben übergeben habe, deshalb hab ichs mehrmals nochmal im Gebet übergeben. Bin zu zwei Deutschen Pfarrern gegangen die sprachen Gott ist liebe und mir viel Hoffnung und Mut gemacht haben, aber es hat sich nichts geändert trotz vieeeel Gebet und Gesprächen. Eines Tages hat mir der Pfarrer dann noch auf Whatsapp geschrieben "Kommst du zur Messe heute, jeder Muss das Kreuz Christi auf sich nehmen, bitte sage mir bescheid ob du kommst oder nicht"... wieder wurde es aufgedrängt. Ich habe das Gefühl Gott will mir einfach nicht helfen. Auch bei so dingen wie, ich Sündige weil ich aus Fleisch bin, aber in der Kath. Kirche bin ich im Stand der Todsünde wenn ich mich mal selbstbefriedige weil ich den Druck nicht mehr aushalten kann, wenn ich theoretisch eine Frau finden würde mit der ich zusammenlebe oder Sex vor der Ehe habe, auch wenn die Beziehung zur Ehe führt... kirchenrechtlich darf ich die HL. hostie nicht annehmen, und das ist die Sache. Es ist kein schönes Gefühl im Stand der Todsünde zu leben wegen sowas... auch wegen Dingen wie "Schimpfwörter benutzen, usw". Wenn ich mir den Beichtspiegel anschaue vergehts mir was alles sünde ist. Im Evangelischen fühle ich mich auch nicht zuhause weil ich die Bibel mittlerweile nicht mehr lesen kann, ich deute, verstehe jede Stelle falsch oder interpretiere notorisch rum wie das gemeint sein könnte. Es sind einfach zu viele Informationen die ich durchs Internet usw. gelernt habe und Bücher. Ich finde mit der Bibel keinen roten Faden mehr und es gibt mehr als genug widersprüchliche Stellen für mich und Stellen die ich absolut nicht nachvollziehen kann (Nächsten Lieben, Vater und Mutter - aber dann bringt Christus das Schwert und wir sollen Vater Mutter etc. Hassen). Und dann wechsel ich mal die Übersetzung und die Aussage ist ne völlig andere ... sowohl in der Deutschen Übersetzung (Einheit, Schlachter usw.) als auch wenn ich sie in Englisch lese. Ich drehe mich mit den Aussagen nur noch im Kreis. Dass im Gottesdienst gelehrt wird dass es wichtig ist Täglich die Bibel zu lesen machts mir nicht besser. Ich musste das jetzt erstmal einstellen weil ich nicht kann und zugrunde gehe mit dem ewigen grübeln.
Ich musste den Beitrag einfach mal schreiben und Bete um euer Gebet und um eure Hilfe, mir gehts echt nicht gut in sachen Glaubensfragen. Ich hoffe der Herr Christus wird mir helfen. Vielleicht hat jemand von euch Tipps, Bücherempfehlungen, Anreize oder sonstiges dazu zu sagen 🙁
Liebe Grüße
Veröffentlicht von: @dominik1995_rlp
... weil ich die Bibel mittlerweile nicht mehr lesen kann, ich deute, verstehe jede Stelle falsch oder interpretiere notorisch rum wie das gemeint sein könnte.
Du erinnerst mich an den Musiker Knut Kiesewetter mit seinem "Keiner hat mich richtig lieb". Es kann bei dir daran liegen, dass in dir eine Art Aufbegehren durch die steifen Interpretationen entsteht und dass tief in deiner Seele dir die Lebendigkeit und Fortschrittlichkeit fehlt. - Das kann ein gutes Zeichen sein ...
Guten Abend noch einmal,
Du hast sehr viel von Fragen geschrieben die du hast.
Suche im Internet ein Blogger namens "katholisch Glauben" das müsste der Manuel aus dem Raum München sein. Kein geborener, aber ein Katholike der sich extrem viel auch mit Theologie usw. Beschäftigt hat.
Der kann sehr viele Dinge sehr gut erklären.
Hat YouTube Kanal meine ich
Hallo nochmal,
ich hatte ja angekündigt, nach ein paar Internetseiten zu schauen, die dich nicht so durcheinander bringen sondern eher ermutigen und stärken.
Das hab ich auch gemacht- aber ich dachte trotzdem bei jeder Seite, dass ich nicht weiss, wie sie auf dich wirkt. Und wie du selbst auch schon gemerkt hast, bist auch schon überladen mit den ganzen Informationen, deshalb war meine Idee doch nicht so ausgereift.
Was ich dir gern an die Hand geben möchte ist allerdings die Zusicherung, dass du geliebt und gewürdigt bist von unserem Herrn. Und zwar so wie du jetzt bist. Du musst dich gar nicht verändern, um irgendwie zu sein (besser, keuscher, …) damit du von ihm angenommen wirst. Er nimmt dich erstmal an. Und dann verändert er dich - dh unter dem Vertrauen, dass du ihm entgegenbringst, dass er es gut mit dir meint, er dich nicht alleine oder im Stich lässt- in diesem Vertrauen wirst du verändert werden…denn wenn du Gott vertrauen kannst, dass er es gut mit dir meint, dann gibt dieses Vertrauen dir Ruhe und Kraft.
Hallo!
Ich hab mir nicht alle Kommentare durchgelesen, vielleicht hat der ein oder andere, die ein oder andere schon ähnliches geschrieben, aber es ist mir wichtig das los zu werden:
Nein, Gott straft nicht. Jesus hat alle Sünden auf sich genommen, weil er weiß, dass wir nicht sündenfrei leben können. Wenn du dein Leben Jesus gibst (was du offensichtlich tust), dann heißt das nicht, dass du perfekt sein musst. Ja, man versucht nicht zu sündigen und er ist da, er hilft, er unterstützt, er führt dich. Es passieren trotzdem Fehler. Er liebt uns! Ihm ist wichtig, dass wir ihm vertrauen und eine Beziehung aufbauen. Nicht, dass wir uns selbst bestrafen und depressiv werden oder gar Angst vor ihm haben! Jesus ist Liebe! Er verzeiht, bitte Gott beim Gebet um Verzeihung. Ich bitte ihn oft mir zu helfen zB geduldiger zu sein oder mir zu verzeihen, wenn ich eine Situation nicht gut gehandhabt habe. Ich spüre seine Nähe. Es ist wichtig, dass man ehrlich ist, zu sich und zu ihm. Versucht, das richtige zutun, aber nicht verzweifeln, wenn es mal nicht gelungen ist.
Ich kannte jemanden, dem ging es ähnlich wie dir. Die Religion wurde benutzt um diesen Menschen fertig zu machen. Er hatte nur Angst und Paranoier, dachte überall sind der Teufel und Dämonen. Er wurde eingeliefert, ich weiß leider nicht was aus ihm geworden ist. Lass das nicht zu! Das würde Jesus nicht wollen! Du kennst das neue Testament, er war mit Sündern unterwegs und hat sie zu seinen Jüngern gemacht. Deswegen gehöre ich keiner Religion oder Kirche an. Viele (nicht alle!) interpretieren und benutzen den Glauben für ihre Zwecke. Ich tu mich gern mit anderen Gläubigen zusammen, philosophiere über Gott und bespreche die Bibel, lass mich aber keiner Kirche oder einer Religion zuordnen und schon gar nicht zu irgendwas drängen. Ich folge Jesus Christus. Punkt. Meine Kinder gehen mit der Schule manchmal in die katholische Kirche und weil sie keine Erstkommunion haben, bekommen sie keine Hostie und werden vor allen anderen zur Seite gebeten. Es sind Kinder, reine Seelen, Jesus liebt Kinder. Sie haben nichts verbrochen und glauben so sehr an Gott und lieben Jesus. Es sind Menschen, die diese Regeln machen und andere ausschließen. Jesus hat mit Prostituierten, Zolleinnehmern und Mördern das Brot geteilt. Du scheinst ein kluger Mann zu sein, lass dich nicht davon runterziehen oder beeindrucken. Such Jesus in deinem Herzen und nicht in einer Religion oder Kirche. Ich habe meinen Kindern auch gesagt, dass sie nicht beichten müssen/sollen. Sie brauchen keinen "Mittelsmann" zwischen sich und Gott. Sie sollen direkt mit ihm reden! Es ist nicht notwendig einem Fremden seine Sünden zu erzählen und sich mit irgendwelchen Gebeten, hundertmal aufgesagt "reinzuwaschen". Ebenso wenig muss man Heilige oder Maria anbeten. Es gibt nur einen Gott und zu dem betet in Ruhe, für sich.
Du könntest auch noch versuchen, in Jesus Namen Dämonen auszutreiben - deine inneren wie Angst und Unsicherheit, aber auch die Versuchungen und Triggerpunkte in deinem Leben. Das mach ich manchmal, wenn ich merk, dass ich wieder sehr an allem und vor allem an mir zweifle. Ich bitte um Kraft und Stärke und sage Wort wörtlich "ihr habt keine Macht über mich, denn mein Leben gehört dem Herrn Jesus Christus".
Zusätzlich möchte ich dir noch sagen, ich habe rausgelesen, dass du immer wieder versuchst in die Gänge zu kommen. Das ist super - aber ich habe ein wenig das Gefühl, wenn es Rückschläge gibt, dass du dich zurückziehst und hoffst, dass Jesus kommt und für dich weitermacht. Prinzipiell eine gute Vertrauensbasis, aber es liegt natürlich weiterhin an dir. Du musst dich weiterhin aufrichten und um die Dinge kümmern. Weiterhin Bewerbungen schreiben, weiterhin ausgehen, weiterhin leben. Vielleicht auch ein bisschen sportlich motivieren, falls du das noch nicht tust. Oder fasten, um einen klaren Kopf zu bekommen.
Abschließend: Es tut mir leid, dass es deiner Mutter gesundheitlich und auch mental nicht so gut geht. Es ist sehr lobenswert, dass du dich um sie kümmerst.
Gottes Segen und alles Liebe!
Tina
Lieber Dominik,
NEIN - weder du noch deine Familie ist von Gott gestraft.
Aber ich gebe zu, dass ich - wäre ich in deiner Situation - wahrscheinlich ähnliche Gedanken hätte und mich genauso verzweifelt fragen würde, woran das alles liegt und wie es weitergehen soll.
In einige Punkten stimme ich den recht drastischen Vorschlägen von Meriadoc zu.
Meiner Ansicht nach hat dich deine ganze verzweifelte Suche nach Gott, Lebensglück und Partnerin, passendem Beruf, Nähe zu Jesus, kirchlichem beistand usw... in eine derart toxische Umgebung geführt, dass du da ohne wirkliche Hilfe (Psychotherapie) nur schwer rauskommst.
Es ist auch kaum möglich, Dir hier mit wenigen Worten einen wirklich hilfreichen Rat mitzugeben. Dazu ist die ganze Lage zu komplex und verwirrend - für dich selbst wie auch für die Leser deines Beitrags.
Kurz und bündig kann ich dir nur raten:
Suche nicht weiter verzweifelt nach neuen Kontakten im religiösen Umfeld, die dich doch nur weiter verunsichern und ratlos machen, sondern setze dir selbst Ziele, die du mit eigener Kraft erreichen kannst (vielleicht nach dem alten, etwas abgedroschenen Spruch: "Hilf dir selbst - dann hilft dir Gott!").
Mein zusätzlicher Tipp: Suche dir einen MUTMACHENDEN Bibelspruch, den du als deine persönliche Lebenseinstellung oder als deinen persönlichen Antrieb sehen kannst. Dann wird es dir auch leichter fallen, deine Ängste vor Verdammnis, Tod und Teufel und deine permanenten Schuldgefühle etwas zu überwinden und vieles, was dich so belastet, gedanklich "in die Tonne zu kloppen".
Vor allem: versuche doch mal, unabhängig von allem, was du über die verschiedenen religiösen Richtungen weißt und was dir davon zugetragen wurde, deinen ganz eigenen undogmatischen Weg zu Jesus zu finden. Aber dazu musst du wohl erst mal den ganzen angesammelten Ballast loswerden.
Ich bin sicher, dass hier einige User für dich beten werden, auch ich.
Sei behütet und gesegnet!
Dschordsch
@dominik1995_rlp Du liebe Güte, Dominik! Lass das alles mal sein und komm zu Dir.
GOTT IST NICHTS ALS BEDINGUNGSLOSE LIEBE.
Kirchen sind Machtinstrumente, die uns davon abhalten, selbständig eine Beziehung mit Gott zu pflegen. Auch Du hast den göttlichen Kern in Dir. Er zeigt Dir den richtigen Weg. Hör auf Dein Herz. Je mehr Du Gott kennen lernst, desto mehr willst Du ihm gefallen und nahe sein. Dann erübrigen sich die ganzen Regeln und Gebote, denn Du willst und kannst gar nicht mehr untadelig leben. Hab Mut und vertraue.
Hi Dominik,
du hast bis jetzt nichts weiter mehr geschrieben.
Wie geht es Dir???
M.