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Was hört ihr gerade?

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Irrwisch
Themenstarter
Beiträge : 3643

Nachdem der bestehende Thread von 2021 ist und schon 84 Seiten hat, finde ich es an der Zeit, einen neuen zu starten.

 

Ich denke, miteinander zu teilen, welche Musik wir gerade hören, vielleicht auch in welchen aktuellen Lebenssituation, kann auch Andere inspirieren, ihnen sogar Trost, Hilfe, neuen Mut oder Fröhlichkeit schenken.

 

Bitte schreibt in die Eingangszeile Interpret(in)und Titel, wenn möglich.

 

Herzlichen Dank allen Mitschreibenden und Lesern

Inge

Antwort
883 Antworten
hundemann
Beiträge : 602

https://www.youtube.com/watch?v=qBWeDVmbrnY&list=RDqBWeDVmbrnY&start_radio=1&pp=ygUhZHUgYmlzdCBkdSBqw7xyZ2VuIHdlcnRoIG9yaWdpbmFsoAcB

"Gott gab dich nicht auf."

 

Ein Lied von Jürgen Werth, der heute 75 Jahre alt/jung wird.

Seine Lieder haben mein Leben im Glauben geprägt, getröstet.

Danke dafür.

 

liebe Grüße,

hundemann antworten
1 Antwort
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29343

@hundemann 

Hab den Jürgen mal hier bei seinem Besuch im CVJM erlebt. Eines seiner schönsten Lieder für mich: 

Jürgen Werth – Wie ein Fest nach langer Trauer (Lyric Video)

deborah71 antworten


Deborah71
Beiträge : 29343

Herr, Deine Liebe Ist Wie Gras Und Ufer

Das Lied hatte sich der Jugendpastor zu seiner Einsetzung in der ref. Kirche gewünscht. Es wird selten gehört meine ich. 

deborah71 antworten
1 Antwort
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@deborah71 … als Kind war das mein Lieblingslied. 😊 ❤️

seidenlaubenvogel antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 2341

@irrwisch 

Unsere zweite Tochter steht nun also auch am Anfang ihrer Schwangerschaft ... Gestern war sie, mit ihrem Mann und dem Labrador-Familienhund "Buddy" (in Holland wohnend) zu Besuch ... Zum Abend dann, für heute und morgen, die beiden (um die Ecke hier wohnenden) Enkeltöchter zur Übernachtung bei Omi & Opi ... 

Egal, ob unsere Kinder schon erwachsen sind oder wir heranwachsende Enkelkinder haben - im Nachklang zu gestern höre ich einen Song, der mich bewegt ... großartig, ein Gebet, ursprünglich ein Song von Bob Dylan, hier voller Herz gesungen von Susan Tedeshi:

https://www.youtube.com/watch?v=l_A3pIx4Eso

Ja, Amen.

L'Chaim

awhler antworten


Chey
 Chey
Beiträge : 1223

Ich höre im Radio gern 80er und 90er Songs. Es gibt ja inzwischen Sender, die sogar so heißen. 

Womit ich mich schwer tue, ist, dass solche Sender sich selbst auch als Oldie-Sender bezeichnen. 🤔 

Oldies sind 60er, vielleicht auch noch 70er.

80er und 90er waren doch quasi gestern noch hochaktuell.

VG Chey

chey antworten
25 Antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3318

@chey 

80er und 90er waren doch quasi gestern noch hochaktuell.

Unser Datum sagt aber was anderes 🙃

nämlich dass das jetzt 30-40 Jahre her ist, dass diese Musik „druckfrisch“ im Radio lief. Sorry fürs Desillusionieren 😀!

stern antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2341

@chey 

Wie relativ doch alles ist *lach*

Als JG 58 sind die 60er noch Oldies für mich, die 70er MEINE ZEIT (und bis heute mein musikalischer Wurzelgrund), die (fortgeschrittenen) 80er größtenteil arm und nicht meins (mit Ausnahmen), die (fortschreitenden) 90er z.T. eine Wieder-Auferstehung meiner alten (zwischendurch schwächelnden) Heroes ... 

Und frag mich mal, was gerade hip ist? ... "Something' s happenin' and you dont' know, what it is, do you, Mr. Jones?" (Dylan)

L'Chaim

awhler antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1591

@chey 

Schließe mich @stern an…

Wenn man nach vielen Jahren frühere Bekannte wieder trifft und sich erschreckt, wie „alt“ die inzwischen aussehen. 😅
Den eigenen Alterungsprozess kriegt man selbst ja nicht unbedingt so mit.

Wenn dann noch „Jungspunde“ dazu kommen, sind die alten Beknnten und man selbst plötzlich uralt…😄

Andererseits kann ich selbst inzwischen manchem, was ich in den 80ern gern gehört hab, musikalisch so gar nichts mehr abgewinnen und was ich damals „aus Prinzip“ abgelehnt hab, betrachte ich milder.

Vielleicht ein Stück einer gewissen Alter-smilde und Alter-sweisheit? 😉😄

Hätte ja auch was.

 

 

 

ga2 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4880

@ga2 Es ist wie überall. Einiges bleibt und bei anderem kommt die Frage auf, wie man jemals ...

(Ist ja nicht nur musikalisch so, auch kleidungs- und frisurentechnisch gibt's da so ein paar Dinge, die besser in der Versenkung bleiben. Manchmal ist es gut, dass nicht alles dokumentiert wurde ...) 

chai antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7596

@chai 

Ich habe die Songs der 60-er und siebziger Jahre nie vergessen und höre sie auch heute noch ziemlich oft.

Neu ist aber der Rückgriff auf die Lieder (teils mit Filmen) der 50-er. Oft eine Musik, die ich dann lange für zu schmalzig hielt- Stichwort Peter Alexander. Das höre ich heute anders.

queequeg antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4880

@queequeg Bei Peter Alexander krieg ich Huhnhaut 😲

chai antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2341

@chai 

Kindheitserinnerung, die frühen 60er, Kindergartenkind ... Opa hatte eine Musiktruhe und ich liebte es, wenn er seine Musik auflegte - u.a. "Kirschen in Nachbars Garten" von Peter Alexander ... und (kann ich heute noch ansingen) "Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär", "Man müsste noch mal zwanzig sein und so verliebt wie damals" und "Liebling, auch wir werden älter" von Willi Schneider 😎 🤣 

Meine erste LP mit 12? "DEEP PURPLE IN ROCK"!

L'Chaim

awhler antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7596

@awhler 

Ja, das sind solche Lieder, in denen ich heute mehr sehe als damals. Vor allem kommt in ihnen eine große Sehnsucht nach Frieden zum Ausdruck.

Einiges ist mir bei der Zusammenstellung der Musikstücke - für die Biografie - aufgefallen, was mir vorher nicht so bewusst war. So z.B., dass bei so gut wie allen Bands vor 1965 die Jungen ganz brav mit Anzug und Krawatte und ordentlich gekämmten Haaren auftraten und nach 1965 fast gar nicht mehr. Auch der Musikstil ist damals zum größten Teil anders geworden. Die früheren Songs vermittelten im Prinzip eine „heile Welt“, in der es allenfalls als individuelles Schicksal auch Brüche geben konnte.

In den 50-er Jahren herrschten so gut wie nur deutschsprachige Schlager vor, die zumeist irgendeine Sehnsucht nach der weiten Welt - vor allem dem Süden, und hier besonders Italien - zum Ausdruck brachten. Klar, die Leute hatten den Krieg und den Zusammenbruch erlebt. Die Zerstörung ihrer Heimat, aber auch die Zerstörung ihrer Ideale. Eine „heile Welt“ gab es schon lange nicht mehr. Aber mit der hohen Kunst der Verdrängung konnte man darüber hinwegsehen und sich wünschen, dass es wieder so wird wie früher - nur ein bisschen wärmer. „Wärmer“ - das war dann nicht nur einfach eine klimatische Kategorie. Die Sonne Italiens stand auch durchaus symbolisch für ein wärmeres Lebensgefühl, fernab von den Zwängen und Anstrengungen des Wiederaufbaus. In diesen Jahren musikalisch ausgedrückt vor allem durch z.B. Catherina Valente („Komm ein bißchen mit nach Italien“) und Vico Torriani („Addio, donna grazia“).

Ab den 60-er Jahren wurde dann der amerikanische Einfluss rasant immer größer und damit auch englischsprachige Musik, die die „italienische Phase“ regelrecht ablöste. Es ging dann nicht mehr darum, eine „alte Welt“, die einem irgendwie abhandengekommen war, wiederzufinden, sondern es wurde eine „neue Welt“, die amerikanische, attraktiv. Diese war, wiewohl ganz anders geartet, ihrerseits aber auch wieder eine „heile Welt“ - musikalisch ausgedrückt durch z.B. Connie Francis („Die Liebe ist ein seltsames Spiel“), Pat Boone („Love letters in the sand“), The Cordettes („Mr. Sandman“), Roy Orbison („Only the lonely“) und vor allem auch Doris Day („Que sera, sera - whatever will be, will be“), die überdies filmisch mit Rock Hudson überzeugend („Bettgeflüster“, „Ein Pyjama für zwei“) den „american way of life“ darstellte.

Dass diese Lieder in Deutschland so beliebt wurden, lag aber nicht einfach nur an der zunehmenden Amerikanisierung, sondern auch daran, dass sie nahtlos an die Hoffnungen und Sehnsüchte der frühen Jahre anknüpften. Kein Wunder, stammten sie doch durchweg aus den 50-er Jahren und kamen erst so spät über uns. Ähnlich wie vorher die deutschen Schlager sangen auch sie von einer im Prinzip „heilen Welt“, die nicht in Frage stand. Klar, diesen Bruch der gesellschaftlichen Wirklichkeit wie in Deutschland hatte es in Amerika nicht gegeben. Selbst die durch den Krieg bedingten Veränderungen der Wirtschaft mit ihren Folgen glichen mehr einer beschleunigten Evolution, als einer Umwertung aller Werte. Amerika war - und ist bis heute - seinen Einwohnern „God´s own country“.

So etwas wie einen Bruch des nationalen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses hat Amerika erst im Gefolge des „Vietnam-Krieges“ mit seinen Höhepunkten in den Jahren 1965 - 1975 und der Rassenunruhen (1963 „Marsch der 200.000 nach Washington“ mit Martin Luther King, „I have a dream“) erfahren. Aber selbst das stellte nicht die ganze Nation in Frage und änderte auch nichts an der Haltung und dem Anspruch der USA als Weltmacht Nr. 1 und Führer der westlichen Welt. Immerhin war es eine nicht unbeträchtliche Minderheit in den USA, die mit der Politik und dem Selbstverständnis ihres Landes nicht mehr einverstanden war und gegen den Vietnam-Krieg protestierte. Dieser Protest verbreitete sich schnell in der ganzen westlichen Welt und wurde von den nach 1945 Geborenen geradezu aufgesogen. Endlich konnte dem diffusen „Unbehagen in der Kultur“ Ausdruck verliehen werden. Die „68-er“ hatten begriffen, dass ihnen in Politik, Gesellschaftstheorie, Religion, Moral und vielen anderen Bereichen des Lebens etwas vorgemacht worden war, was keinen Anspruch auf Wahrheit erheben durfte: „Der Muff von 1000 Jahren unter den Talaren“, „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“ oder der legendäre Satz von Fritz Teufel, „Wenn es denn der Wahrheitsfindung dient“, nach der Aufforderung, sich als Angeklagter beim Eintreten des Richters zu erheben.

Das kam auch in der Musik ab 1965 deutlich zum Ausdruck. Es ging nicht mehr wie früher, wenn jemand ein irgendwie geartetes schlimmes Schicksal erlitten hatte, quasi um einen Unfall in einer ansonsten sinnvollen und geordneten Wirklichkeit. Jetzt wurde eine Welt gezeigt, die als solche nicht in Ordnung war und so eines Sinnes völlig entbehrte (Barry McGuire, „Eve of destruction“, 1965; Donovan, „The universal soldier“ 1965). Es wurden bohrende Fragen gestellt (Joan Beaz, „Blowing in the wind“, 1965; Jethro Tull, „Aqualung“ 1971) oder sich direkt dem Leben, so wie es war, verweigert (Joan Beaz, „We shall overcome“, 1963). Entsprechend war auch die Musik weitaus aggressiver und fordernder als vorher. Während es vorher mehr oder weniger volksmusikartige Songs waren, wurde jetzt harter Rock gespielt. Alles in allem war diese Musik Vorbereiter, Wegbegleiter und auch selbst Ausdrucksform eines neuen politischen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses der damals jungen Generation, das dann in der Folge das wurde, was man mit „68-er-Bewegung“ bezeichnete. Und vor allem war diese Musik wirklich Protest, der auch ankam: die ältere Generation lehnte sie - und mit ihr gleich auch die Menschen, die sie machten oder gerne hörten - ziemlich unisono als schrecklich ab. Im Verein mit der anderen Musik änderte sich auch die Kleidung und das Styling. Jeans und Parkas waren „in“ und natürlich lange Haare bei den Männern. Wer so rumlief war ein „Gammler“ oder Kommunist. Etliche Dramen haben sich damals in den späten Kinderzimmern abgespielt und die Autorität der Eltern/der Älteren ging zunehmend gegen Null.

Neben dieser mehr oder weniger aggressiven direkten Protesthaltung - teilweise aber auch mit ihr verwoben - etablierte sich in der Zeit von 1965 bis etwa 1971, wiederum von Amerika ausgehend, eine Lebensart der jungen Menschen, die zwar ebenfalls Protest ausdrückte, aber weniger in der Konfrontation, als in der Abkehr von gesellschaftlichen Konformitäten und Entwicklung eines eigenen, freieren Lebensstils in allen möglichen Bereichen. Wohn­gemein­schaften entstanden, die es vorher so gut wie gar nicht gab, „freie Liebe“ wurde geradezu ein Markenzeichen dieser Bewegung und natürlich auch Marihuana. Entgegen den „Revoluzzern“, die eine mehr oder weniger klare Vorstellung von dem hatten, wie ihre Gesellschaft aussehen sollte und die auch dafür kämpften, bis hin zum Terrorismus - in Deutschland die „Rote Armee Fraktion“ („RAF“) von Andreas Baader und Ulrike Meinhof - war diese „Flower Power“ Bewegung eher apolitisch. Zwar ging es letztlich auch um eine Veränderung der Gesellschaft, aber hier eher durch Verweigerung des Etablierten und Entwicklung einer neuen (Sub)Kultur. Nicht der politische Kampf war angesagt, sondern eine Haltung des „Leben-und-leben-lassen“.

Die Musik, die diese Szene hervorgebracht hat, war dann auch weniger aggressiv, in den Melodien leichtfüßig und gefällig und in den Texten herrschte ganz überwiegend ein positives, optimistisches Lebensgefühl vor mit Sonne, Strand und der Lust am Leben. Typisch hierfür das „California Dreaming“, der „The Mamas and the Papas“, 1965, und die Lieder der „Beach Boys“ (z.B. „Surfin´ USA“, 1963). Die Erfahrungen mit Drogen wurden nur sehr symbolisiert besungen, positiv wie z.B. bei „Peter, Paul und Mary“ mit „Puff, the magic dragon“, 1963, und in ihren negativen Konsequenzen bei den „Eagles“ mit „Hotel California“, 1976.

Natürlich sind diese Übergänge nicht rasiermesserscharf erfolgt, sondern mit einer gewissen Bandbreite. Gesellschaftskritisches wurde auch schon vor 1965 gesungen und „Heile Welt“ Heifideldeifideldum auch danach (Lynn Anderson, „I never promised you a rosegarden“, 1971; Tammy Wynette, „Stand by your man“, 1968). Aber im Großen und Ganzen dürfte diese Einordnung richtig sein.

Noch etwas Anderes ist mir aufgefallen. Die ganz überwiegende Anzahl aller Songs - egal ob jetzt die frühen mehr oder weniger schmachtvollen Schlager oder die späteren harten Rock-Songs - besingen Probleme mit der Liebe. Zumeist geht es dabei um Verlassen-worden-sein oder Verlassen-wollen, so wie in vielen Liedern von Carol King. Natürlich sind sie dementsprechend auch meist trauriger Melodie. Aber durchaus nicht alle. Gerade letztgenannte bringt nicht nur in ihren Texten, sondern auch in den Melodien selbst eine Lebenslust zum Ausdruck, die geradezu einen Kontrapunkt darstellt.

Insgesamt ist aber eine Mehrzahl der Songs in den Texten oder Melodien eher traurig. Neben den Problemen mit der Liebe - oder mit ihnen verbunden - sind es nach der Protestphase ab 1965 dann etwa ab den 70-er Jahren zunehmend im weitesten Sinn philosophische Themen, die angesprochen werden (Simon and Garfunkel „The Boxer“, 1970; Emerson, Lake & Palmer, „Knife edge“, 1970, „Pictures at an exhibition“, 1971), oft auch mit deutlich religiösen Anklängen (Led Zeppelin, Stairways to heaven“, 1971; Jethro Tull, „Aqualung“, 1971; Eagles, „Hotel California“, 1976; Alphaville, „Forever young“, 1984).

Andererseits gibt es auch richtig fröhliche Lieder, die ihren Texten nach aber eigentlich total deprimierend sind, wie z.B. Righeira, „Vamos a la playa“, 1983, bei der die Menschen nach einer Atombombenexplosion ins Meer fliehen oder Jona Lewie, „Stop the cavalry“, 1980, das paradoxerweise zu einem Weihnachtslied wurde.

Interessant fand ich bei der Bearbeitung der Songs noch, dass ich damals, als sie für mich aktuell waren, von den Texten zwar nicht so sehr viel verstanden habe, sie aber trotzdem ganz offensichtlich „richtig“ bei mir angekommen sind. Jedenfalls haben sie meine Stimmungen einerseits ganz gut abgebildet, andererseits aber auch so poetisch „umgeformt“ oder „überlagert“, dass manches leichter zu ertragen war - unter anderem, weil sie zeigten, dass man mit seinen Gedanken, Gefühlen, Nöten und Zweifeln nicht alleine in der Welt war.

queequeg antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2341

@queequeg 

Danke für diesen wirklich schönen, reflektierenden und lesenswerten Text.

Habe gerade das Freiburg : Aston Villa - Spiel geschaut, deshalb morgen gerne mehr auch nochmal von mir 🙂

Nur ein kleines Bonbon zum Tagesende: Jethro Tull - Du erwähnst sie mit *Aqualung* - waren in den 70ern eine meiner Lieblingsbands und ich hatte fast alle ihre Platten. Was für ein Highlight, dass ich vor ein paar Jahren, als bescheidenes Mitglied einer Kantorei, für drei Abende mit Ian Anderson & Tull auf der Bühne der Wuppertaler Stadthalle stehen und ein paar der Songs mitträllern durfte - .... wenn mir das einer als Teenager erzählt hätte *lach*

Wie auch immer: Musik ist und bleibt ein großes Thema 😀 

L'Chaim

awhler antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7596

@awhler 

Schöne Erfahrungen hast Du da gemacht.

Jethro Tull war wirklich eine der besten Gruppe. Eines der schönsten Stücke war und ist "Bouree".

Auf gleicher Höhe sehe ich Emerson, Lake und Palmer mit z.B. "Take a pebble". "Pictures of an exibition".

Meat Loaf mit "Bat out of hell" und darin "Paradies of the dashboard light".

Deep Purple mit "April".

Jeff Wayne’s Musical Version of the "War of the Worlds ".

Und sicher noch einiges mehr.

queequeg antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4880
Veröffentlicht von: @queequeg

Meat Loaf mit "Bat out of hell" und darin "Paradies of the dashboard light".

Es gibt Schnittmengen ... 

Und zum vorhergehenden Beitrag (das Glöckchen klick ich erst später an, damit ich den Beitrag nochmal ganz in Ruhe lesen kann) - natürlich gab's Lieder, die fröhlich klangen und eigentlich einen sehr ernsthaften Hintergrund hatten. Diese Zusammenhänge haben wir dann erst später begriffen. 

chai antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6208

@queequeg Einiges ist mir bei der Zusammenstellung der Musikstücke - für die Biografie - aufgefallen, was mir vorher nicht so bewusst war.

Für welche Biografie? Sorry, falls die Antwort schon weiter oben gegeben wurde, hab jetzt nicht den ganzen Thread hier durchlesen. Dein Überblick über ein halbes Jahrhundert Musik- und Kulturgeschichte liest sich aber so, als wäre er gewissermaßen für einen amtlichen Anlaß, nicht als Forums-Post formuliert worden (es sind - falls überhaupt, denn mir sind keine aufgefallen - dafür viel zu wenige Sach-, oder auch nur Schreibfehler drin zu finden).

jack-black antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7596

@jack-black 

Na, es ist ein Auszug aus meiner Biografie, die ich für meine Söhne geschrieben habe.

queequeg antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6208

@queequeg Interessant! Insbesondere, dass Du da schön vom Persönlichen abstrahiert hast. Mein Großvater hatte damals (er fing während seiner Kriegsgefangenschaft in einem britischen Lager damit an) eine Familienchronik geschrieben, die ich an sich schon interessant fand. Viel interessanter wurde die aber erst, als mein Onkel die dann erweiterte, indem er wirklich tief in die allgemeinen historischen Hintergründe einstieg und zu den einzelnen Begebenheiten, die unsere Vorfahren zu durchlebten, Bezüge herstellte zu Politik und Mode, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft.

 

A propos Hintergrund und Analyse, und um hier nicht zu off-topic zu werden: Ich wette, dass Rick Beato zu rund der Hälfte der von Dir angeführten Künstler oder Songs schon irgendwelche analysierenden Videos veröffentlicht hat. Den muss ich immer mal wieder "promoten", obwohl er's bei seinen Follower-Zahlen wohl eher nicht nötig haben dürfte.

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4880
Veröffentlicht von: @jack-black
 
... (es sind - falls überhaupt, denn mir sind keine aufgefallen - dafür viel zu wenige Sach-, oder auch nur Schreibfehler drin zu finden).

Genau das find ich gut. 

chai antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6208

@chai Ich ja auch - es fällt halt schon wirklich positiv auf.

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4880
Veröffentlicht von: @awhler

@chai 

Kindheitserinnerung, die frühen 60er, Kindergartenkind ... Opa hatte eine Musiktruhe und ich liebte es, wenn er seine Musik auflegte - u.a. "Kirschen in Nachbars Garten" von Peter Alexander ... und (kann ich heute noch ansingen) "Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär", "Man müsste noch mal zwanzig sein und so verliebt wie damals" und "Liebling, auch wir werden älter" von Willi Schneider 😎 🤣 

Uff. Das ist aber schon hart. 
Mein Onkel, der für mich wie ein Opa war, hörte gern Heintje - ich somit auch. 

Meine erste LP mit 12? "DEEP PURPLE IN ROCK"!

Meine erste LP müsste von Neil Diamond gewesen sein. Und dann hab ich viel Geld in Plattenläden geschleppt. 
Damals gab's hier einen Plattenladen - da konnte man mich oft finden. Geliebt hab ich das Plattencover von Bob Segers 'Against the Wind'. (Insgesamt machen Plattencover mehr her als CD-Hüllen. Nur dass es mal gesagt ist)

chai antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7596

@chai 

Niel Diamond ist auch gut. Und auch der Song "Anchorage" von Michelle Shoked.

queequeg antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2341
Veröffentlicht von: @chai

Und dann hab ich viel Geld in Plattenläden geschleppt. 
Damals gab's hier einen Plattenladen - da konnte man mich oft finden ... (Insgesamt machen Plattencover mehr her als CD-Hüllen. Nur dass es mal gesagt ist)

Oh, ja ... Plattenläden waren zeitweise ein "zweites Zuhause" für mich. Und das Taschengeld und die ersten Einkommen  ging jahrelang in dieses runde  "Schwarze Gold", das sich dann massiv angehäuft hat 😉 

In Essen gab's ELPI, den "Amsterdam Record Shop", "Grammophon", WOM u.a.

Und die Apotheke lieferte literweise den LENCO-Clean-Ersatz, mit der richtigen Mischung aus destill. Wasser und Isopropanol-Alk.

Die Plattencover zierten z.T. die Regale und Schränke ... und immer wieder hat man sie in die Hand genommen, gedreht und gewendet, die Fotos betrachtet, die Lyrics gelesen.

Und wenn wir schon beim Plaudern sind - meine musikalischen "Spielfelder" waren vor allem Prog (Genesis, ELP, Jethro Tull, Camel u.a,), Bluesrock (Rory Gallagher, Allman Brothers Band) und West-Coast-Sachen (CSN&Y, America, James Taylor, Jackson Browne u.a.) ... Höre ich heute noch.

L'Chaim

awhler antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7596

@chai 

Ist das gut oder schlecht?

queequeg antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4880

@queequeg Eher nicht so gut ... 
Diese Gute-Laune-Fassade hat mir noch nie gefallen.

chai antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7596

@chai 
Schade. Ich wünschte Dir besseres ohne Fassade.

queequeg antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4880

@queequeg Kein Problem. 
Es war wohl einfach die Musik dieser Zeit, die den Leuten positive Stimmung 'verkaufen' sollte. 
'Immer nur lächeln und immer vergnügt ...'

chai antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7596

@chai 

"die Musik dieser Zeit, die den Leuten positive Stimmung 'verkaufen'"

Das habe ich ganz früher als völlig schlapp empfunden und gemeint, dass die Leute sich bemühen sollten Stärke zu gewinnen.

Aber je länger ich im Beruf war, desto mehr wurde mir klar, dass sie so sind, wie sie sind und es für mich keinen Auftrag gibt, sie zu ändern.

queequeg antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4880

@queequeg Nee, ändern muss ich sie auch nicht.

chai antworten
hundemann
Beiträge : 602

https://www.youtube.com/watch?v=iHemt4sKV0I&list=RDiHemt4sKV0I&start_radio=1&pp=ygUrZ3Jvw59lciBnb3R0IHdlbm4gZXMgZGljaCBnaWJ0IHBldGVyIG1hZmZheaAHAQ%3D%3D

Lieber Gott.........wenn es Dich gibt...........aber dann..... Peter Maffay

 

liebe Grüße,

hundemann antworten
1 Antwort
büchermaus
(@nettestrickt)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 476

@hundemann 

Danke für das Lied, das kannte ich von Peter Maffay noch nicht. Ich mag seine Lieder sehr.

nettestrickt antworten


hundemann
Beiträge : 602

https://www.youtube.com/watch?v=lAuvwg11ttQ&list=RDlAuvwg11ttQ&start_radio=1&pp=ygUVbHV0eiBzY2hldWZsZXIgbGllZGVyoAcB

"Lebenslust statt Lebensfrust"  Lieder ..........macher  Lutz Scheuffler

 

liebe Grüße,

hundemann antworten
Seite 58 / 63
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