Altersvorsorge durch Kapitalanlage / Aktien ergänzend zur Rente als ´Pflicht`` ?
In der Familien gab es heftige Diskussion um die Frage anlagenbasierte Altervorsorge.
Aus meiner Sicht wäre das grundsätzliche eine Katastrophe und absolut unchristlich. Ich denke Folgendes:
Wenn immer mehr Menschen mehr oder weniger gezwungen werden, ihr Geld in Aktien etc. anzulegen, wird doch nur erreicht, dass der Druck auf Unternehmen ect. wahnsinnig ansteigt, die entsprechenden Renditeerwartungen zu erfüllen. Wie wollen sie es machen? Doch nur, indem sie die Ausbeutung von Menschen und Natur an andere Stelle erhöhen. Bereits der jetzige ´Erfolgdruck` führt doch dazu, dass immer mehr Fonds durch Green-washing und andere Methoden die Welt plündern - wobei noch die Frage offen, wieviel von dem Gewinn bei den Rentner ankommt und wieiviel vorher für Prämien und andere Gratifikation an die Raubritter der Welt ausgezahlt wird.
Woher kommen die Gewinne? Z.B. durch die Zinsen der Schuldner, die größten sind die Staat. Also was passiert. Das Geld (Zinsen) gibt der Staat an die Banken, die davon einen Teil an die Rentner weitergeben. D.h. mit anderen Worten, der Staat bezuschusst die Renten sowieso. Jetzt unmittelbar, ohne Zwischenprofiteure. Siehe auch Rister-Rente. Die einzigen die wirklichen Ertrage haben, sind die, die diese anbieten.
Das System, die Renten aus den je laufenden Erträgen des BSP zu finanzieren ist da im Prinzip gesünder und christlicher. Auch wenn ich einsehe, dass es irgendwie reformiert werden muss.
@herbert Hier die Haltung unseres Bundeskanzlers in der Frage:
https://www.youtube.com/shorts/FLf-vcRfivA
Das könnte schon auch Probleme mit sich führen.
Ein Stück weit reicht man das Deutsche demografische Problem damit an den Rest der Welt weiter. Ein Problemchen wenn mehr Auszahlung wie Einzahlung ansteht wird es letztlich immer geben.
Auch wenn das Geld dann zurück zu den hiesigen Anlegern fließt, könnte es zu Verwerfungen kommen. Die Summe an Geld nimmt zu, nicht jedoch automatisch auch die produzierten Güter. Es wäre auch dieselbe Art von "Personen", also eine Gruppe mit ähnlichem Kauf-Verhalten. Ich fürchte das dies in gewissen Bereichen zu Inflation führen wird.
Klar scheint zu sein, ab ca. 2045 den halben Haushalts in Rentenzahlungen zu stecken. Klar ist auch eine ältere Bevölkerung, braucht mehr Krankenkasse Ressourcen. 5 Prozent BIP (knapp die Hälfte ...des Haushalts) hat man sich für Trump auch auf die Fahne geschrieben.
Das hört sich erstmal nicht seriös geplant an.
Was in Deutschland ein Problemchen wird, das vielerorts die Immobilienblase derart aufgeheizt ist, das die Hälfte des Gehaltes und quasi dann die ganze Rente dafür drauf geht, einen anderen noch Reicher zu machen. Was soll da ein bisschen Aktien PiPaPo groß reißen. Eine Hilfe ja, eine totale Entlastung - nein.
Zwei Klassen Gesellschaft. Mit und ohne Eigentum. Fies!
Langfristig aufgrund der Demografie könnte es sich in Summe lockern, in den Ballungsgebieten wo die Wirtschaft noch stark ist leider eher nicht so schnell. Gut für die wo Geld haben, schlecht für die wo auf Vermieter angewiesen sind.
Bin selbst in der Predullie. Haben zwar eine Immobilie (naja, die Bank) aber ich möchte mit meiner "besseren Hälfte" darin nicht gerade zusammen Alt werden. Brauche also eine Zweite, kleinere geht auch. Aber alles irre teuer für Bruchbuden wo nicht viel gemacht wurde. Oft Schadstoffbelastet bis Bj.1993. Zeit läuft mir davon ...:(. Tut Gott kein kleines Wunder klappt des nicht mehr.
Wieso steigt der Druck auf die Unternehmen, wenn sehr viel mehr Geld von vielen Leuten in Aktien gesteckt wird? Das klingt widersprüchlich.
Kleinaktionäre sind keine relevante Größe. Manche von ihnen haben ihren Auftritt in der Hauptversammlung und holen sich dort Würstchen und Kuchen ab. Ende.
Natürlich muss ein Unternehmen profitabel sein. Übrigens nicht nur für Anleger, sondern auch für die eigenen Arbeitnehmer. Und für Geschäftspartner und das Finanzamt ist das auch wichtig, jedenfalls in der Breite.
Veröffentlicht von: @johnnydWieso steigt der Druck auf die Unternehmen, wenn sehr viel mehr Geld von vielen Leuten in Aktien gesteckt wird? Das klingt widersprüchlich.
Weil die Gewinnerwartungen steigen. Der Blick ist nicht auf das einzelne Unternehmen zu richten. Vereinfacht: dass ganze Geld was Rentner einzahlen muss angelegt werden. Ab einer gewissen Menge Geldes sind die Unternehmen aber satt. Wohin dann mit dem Geld?
bisher hat Grund und Boden meist Bestand gehabt, es gibt auch die Möglichkeit etwas zu kaufen und zu vermieten mit etwas Eigenkapital kann die Miete den Kredit abzahlen. Auf Dauer könnte das vielleicht auch eine gute Anlagemöglichkeit für die Rente sein. Wohnen und essen müssen die Menschen immer. In den Bereichen kann nicht wirklich gespart werden.
@lightfire89 Grund und Boden kann mit einer Zwangshypothek belastet werden (recht aktueller Artikel dazu im Handelsblatt https://www.handelsblatt.com/adv/firmen/zwangshypothek.html). War 1948 beim Lastenausgleich aktuell, mit bis zu 50% Vermögensabgabe. Und 1923 bei der Hyperinflation. So wird das im Haus ich wohne (als Eigentümer) wahrscheinlich schon zweimal belastet (da es von mind. 1905 ist, wahrscheinlich aber wesentlich älter, denke mal um 1840).
@ga2 ja weil am Ende eine Klammer ist:
https://www.handelsblatt.com/adv/firmen/zwangshypothek.html
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1923 und 1948 waren extreme Situationen die Ihre Vorgeschichte hatten.
Natürlich heißt das nicht, dass nicht irgendeine durchgeknallte ideologiefanatische Regierung jedweder Richtung nicht irgend sowas in der Art beschließen könnte, aber ich sehe das momentan (noch) nicht. Auch wenn manche Umverteilungsphantasien haben mögen.
1948 ging es hauptsächlich um Entschädigungen für die eigenen Flüchtlinge und um Reparationszahlungen bzw. Wiederaufbau m.W.n.
@ga2 1923 wurden/sollten Inflationsgewinne u.a. abgeschöpft werden.
Heute wird das Sondervermögen bedient werden müssen, ebenso Lücken in der Rentenversicherung. Die Klimaneutralität die angestrebt ist kommt auch nicht von alleine.
Auch mögliche Klimareparationen stehen im Raum: https://www.boell.de/de/2025/07/30/internationaler-gerichtshof-betont-verbindlichkeit-und-ermoeglicht-klimareparationen
Oder deutsche Reparationen in Bezug auf herero in Namibia die immer wieder im Raum sind.
Etliche Dinge die mit Ressourcen unterfüttert werden müssen/müssten (einige sind schon da wie das Sondervermögen oder die Lücken in der Rentenversicherung, andere wie die Reparationen sind noch unsicher in Eintritt und Höhe).
Grund und Boden kann mit einer Zwangshypothek belastet werden (recht aktueller Artikel dazu im Handelsblatt https://www.handelsblatt.com/adv/firmen/zwangshypothek.html).
Das ist kein "recht aktueller Artikel" des Handelsblatt, sondern eine Anzeige eines Unternehmens, dass erst irrarionale Ängste erzeugt und dann damit abkassiert.
Wohin das mit dem Boden als Kapitalanlage führt sehen wir ja an den Mieten oder an der industriellen Landwirtschaft im Osten.
Allerdings ist das auch ein gute Argument für meine These. Denn Grund und Boden sind endlich und wenn dann immer noch Geld da ist, wohin damit?
Ich bitte darum bei der Dikussion davon auszugehen, dass es eben nicht allen Menschen möglich ist, Eigentum zu erwerben. Im übrigen zeigt ja auch hier die Geschichte der Landwirschaft, die ja existentiell auf Grund un Boden angewiesen, dass im Erbfall entweder einige Kinder leer ausgehen oder aber der Landbesitz immer kleiner wird, bis er unwirtschaftlich wird.
Nicht nur aus dem Gesichtspunkt der sozialen Gerechtigkeit muss meiner Meinung nach das Problem so diskutiert werden, dass eine Lösung für alle funktioniert.