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Berlin, Berlin

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Martha
 Martha
Themenstarter
Beiträge : 1617

Der SPIEGEL hat enthüllt, dass Fr Eralp Angst vor Ibrahim Ibrahim hat.

Die Medien kümmern sich entsprechend.

Ich wünsche, dass die jungen Frauen, die nach Regierungsverantwortung streben, von der Altkanzlerin bereit sind, zu lernen: "Immer vom Ende her denken!"

Elif Eralp offenbart Angst vor Terrorsympathisanten

Elif Eralp möchte Regierende Bürgermeisterin Berlins werden. Doch in einem internen Vermerk zeigt die Linkenpolitikerin, dass sie sich vor Terrorsympathisanten mit Kontakten zur Hamas fürchtet. Kann so jemand für die Sicherheit in der Hauptstadt verantwortlich sein? Die SPIEGEL-Titelstory.

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29 Antworten
Deborah71
Beiträge : 30017

@martha 

Hab heute schon einen Artikel dazu gelesen. Sie ist also ziemlich hart aus ihren rosaroten Träumen aufgewacht. 

Ist ein Gebetsthema für mich. 

deborah71 antworten
2 Antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1617

@deborah71 

Vorbildlich.

.......

Ich kapier's nicht. Lassen die sich alle nur treiben und checken im Vorfeld nicht, wen sie da im Gepäck haben und wer das Ruder übernehmen wird? 

Oder hatten sie unterschätzt, wie Fr. Emdes Fanclub - bzw. die Mannen , denen sie als Cheerleaderin dient - den Laden aufmischen werden und Fakten in Zahlen schaffen??

Wie naiv kann frau sein???

martha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 30017

@martha 

eingehüllt in Multikultisoße. 

~~~~~~~~

Eine Katze/ein Katar lässt das Mausen nicht.  Es sei denn, eine Katze/ein Katar wird in ein Lamm verwandelt. 

deborah71 antworten


DerElch
Beiträge : 2278

@martha 

Ich wünsche, dass die jungen Frauen, die nach Regierungsverantwortung streben, von der Altkanzlerin bereit sind, zu lernen: "Immer vom Ende her denken!"

Frau Merkel hat in einer anderen Zeit regiert und in einer Position in der es immer Personenschutz gibt. 
Angst zu haben gehört inzwischen zu einem politischen Amt. Ist normal. Es war nur nicht so klug, das öffentlich zu sagen.

Ist natürlich der Jackpot für die anderen Nichtskönner, besonders die von der CDU. Dass sich auch der Spiegel an der Demontage von Eralp beteiligt ist allerdings schon interessant. 

(kannst du dir eigentlich nicht mal angewöhnen, die Sachen die du diskutieren auch über einen link zugänglich zu machen?)  

derelch antworten
2 Antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8605

@derelch 

Es war nur nicht so klug, das öffentlich zu sagen.

Anscheinend war das gar nicht für die Öffentlichkeit gedacht, siehe mein Beitrag hier. 

 

alescha antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2278

@alescha 

Anscheinend war das gar nicht für die Öffentlichkeit gedacht

Das ist mir schon klar. Allerdings ist in der Position alles öffentlich was man sagt oder noch schlimmer schreibt. Es gibt immer jemanden, der einen Strick dabei hat. 

derelch antworten
lhoovpee
Beiträge : 3572

@martha 

Und was ist jetzt schlimm daran sich vor Terrorsympathisanten zu fürchten? Sollte man den zu jubel oder was?

Worum geht es hier? Etwas mehr Kontext oder ein Link zum Artikel mit mehr Infos wäre Hilfreich. 

lhoovpee antworten


Alescha
Beiträge : 8605

@martha 

Ich wünsche, dass die jungen Frauen, die nach Regierungsverantwortung streben, von der Altkanzlerin bereit sind, zu lernen: "Immer vom Ende her denken!"

Und die jungen Männer nicht? 

Im Prinzip sollte sich jeder, der nach Regierungsverantwortung strebt, "vom Ende her denken". Unabhängig vom Alter und vom Geschlecht. 

Aber stimmt, als Frau ist man nochmal einer anderen Feindseligkeit ausgesetzt. 

Davon ab ist es ein Trauerspiel, was der SPIEGEL hier liefert. Heute hierüber bei Facebook gestolpert:

In der „#Spiegel“-Redaktion muss es richtig frustrierte, alte Männer geben, die es einer Frau mal so richtig zeigen wollen. Und es muss Frauen geben, die wie ihre frustrierten Kollegen jegliche journalistischen Standards über Bord werfen, für deren #Einhaltung sich bislang seriöse Medien auf die Schulter klopften. Vorweg: Früher gab es mal die Übereinkunft, dass Antworten aus Wortlaut-Interviews nicht gebracht werden, wenn sie der Interviewte bei nachträglicher #Durchsicht streicht. Das war anständig und fair.
 
Von Medien wie „Bild“ oder „Nius“ war das nie zu erwarten, deshalb gibt man diesen Gossen- und Latrinen-#Medien auch keine Interviews. Aber beim „Spiegel“ dachte man: „Hey, die wollen doch immer betonen, wie seriös sie sind.“ (Als ich früher in der #Ausbildung zum Journalisten war, galt der „Spiegel“ als absolute Instanz; das ist seither leider jäh in die Brüche gegangen).
Jetzt hat sich der „Spiegel“ berufen gefühlt, eine Interview-Antwort von der Linken-Bürgermeister-Kandidatin von Berlin, Elif #Eralp, doch zu bringen, obwohl die durchgestrichen wurde. Nämlich auf die Frage, ob sie Angst vor einem #Hamas-Sympathisanten habe. Und ich meine: Wir reden hier von einer Terrorgruppe - Angst vor diesen Menschen ist relativ natürlich. Durch einen #Fehler des PR-Teams der Linken kam heraus, dass Eralp wegen dieser Frage Sicherheitsbedenken hatte.
 
Das #LKA habe in der Vergangenheit immer empfohlen, keine konkreten Namen zu nennen. Und surprise: Jede:r Politiker:in ist heutzutage massiver #Bedrohung ausgesetzt; da ist Angst ein täglicher Begleiter. Diese Bedenken haben aber jene frustrierten Männer in der „Spiegel“-Redaktion mal eben vom Tisch gefegt und mit der Veröffentlichung des Vorgangs riskiert, dass Fr. Eralp ins offene Messer laufen könnte. Die „Spiegel“-Kerle vergleichen diese Angst sogar mit einer Anspielung auf „Harry Potter“, womit sie Angst als infantil abstempeln.

Klick

 

 

 

alescha antworten
10 Antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 495

@alescha 

Es geht dabei um Hamas Kontakte und das sind eben genau die Leute, wo das Bindeglied zur Linken Neukölln besteht. Man muss das jetzt nicht relativieren in Richtung "Jeder Politiker hat Angst." Es sind übrigens genau diese Leute, die die Linke in Berlin zum Problem machen. Wenn also selbst die Spitzenkandidatin vor genau diesen Leuten Angst hat, spricht das schon für sich.

 

rafael antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8605

@rafael 

Wenn also selbst die Spitzenkandidatin vor genau diesen Leuten Angst hat, spricht das schon für sich.

Das mag sein, und das Problem muss sie auch in Griff bekommen. Und jetzt?

 

alescha antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 495

@alescha Wie ich schrieb, beweist es, dass die bisherige Praxis, das Antisemitismusproblem der Linken kleinzureden oder als Masche der CDU einzustufen, jetzt offen liegt: sogar führende Politikerinnen dieser Partei haben Angst vor dem Hamas-nahen Flügel. 

rafael antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2278

@rafael 

jetzt offen liegt: sogar führende Politikerinnen dieser Partei haben Angst vor dem Hamas-nahen Flügel. 

Ah tatsächlich. Dachte es ging um Ibrahim Ibrahim und der ist Mitglied bei den Linken?

Die Pappnasen von der CDU haben die Wahl verbockt. Wer fast die Hälfte der Sitze verliert, braucht nicht durch die Hintertür nach der Macht greifen zu wollen.

derelch antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 495

@derelch Du stellst Dich wahrscheinlich absichtlich dumm.

rafael antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2278

@rafael 

Nö ... ich schätze nur dein unlauteren Diskussionsstil nicht.  

derelch antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 495

@DerElch Ich weiß, Du kannst mit Leuten, die Ibrahim Ibrahim umarmen, leben. Deine Bürgermeisterin des Herzens Emde hat sich mit ihm schön fotografieren lassen.

rafael antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6363

@alescha In der „#Spiegel“-Redaktion muss es richtig frustrierte, alte Männer geben, die es einer Frau mal so richtig zeigen wollen.

Ich weiß nicht, ob da die Motivationslage (frustriert?) richtig erkannt wurde. Und dass es da um ein Männer-Frauen-Dingens geht, würde ich glatt mal bezweifeln. Aber ansonsten stimme ich Dir, bzw. dem von Dir verlinkten Marc Raschke mindestens insofern zu, dass da der SPIEGEL (mal wieder) ganz unten angekommen ist, was journalistische Standards angeht. Ich hatte kürzlich noch überlegt, ob ich mir demnächst doch mal ein SPON-Abo zulegen sollte, weil ich die Website immer noch jeden Tag als erstes anlaufe, um einen kurzen Überblick über die "Themen des Tages" zu bekommen. Zu letzterem reicht es ja, die Überschriften der inzwischen in weit überwiegender Zahl hinter der Bezahlschranke verborgenen Artikel zu lesen. Aber als ich da die Über- und Unterschrift zu dieser Causa las, war mein wirklich erster Gedanke: Okay, das ist jetzt Kampagnenjournalismus der erbärmlichsten Sorte. Zitat, wie es sich jetzt immer noch da findet (die erste Version war meines Erinnerns noch etwas plumper, ich habe sie nur leider nicht mehr wörtlich im Kopf):

Elif Eralp möchte Regierende Bürgermeisterin Berlins werden. Doch in einem internen Vermerk zeigt die Linkenpolitikerin, dass sie sich vor Terrorsympathisanten mit Kontakten zur Hamas fürchtet. Kann so jemand für die Sicherheit in der Hauptstadt verantwortlich sein?

Kann sie? Vielleicht, aber darf sie auch? Sie funktioniert halt, diese Schmierentheater-Dramaturgie. Eine Partei, die tatsächlich Mietwohnungskonzerne zu enteignen und damit Volksentscheide zu berücksichtigen gewillt ist, muss, koste es, was es wolle, von der Macht ferngehalten werden. Da reiht sich der früher einmal als "kritisch links" geltende SPIEGEL mit in die vom Kapital organisierte Phalanx und nennt solche Kumpanei ernsthaft Enthüllung: "Da hat eine Angst vor Gewalt, darf so eine verantwortlich sein?!" Was auch nicht so ganz überraschend kommt, denn dieses "Politjournal" ist schon längst etabliert im cocoonisch-gemütlichen Platzhirschismus und liefert halt den Werbeinserenten und bourgeoisen Abonnenten, was die wollen: Gern Rezepte aus aller Welt, Vergleichstests von lifestyle-Gadgets, pseudo-investigativ-interaktive Recherchehilfen (seit Wochen immer noch ganz weit vorn: War Ihr Opa bei der SS? Was tat Ihre Familie unter Hitler?) Reisetipps nach Übersee und Kackbällchen, mit denen man mißliebige Politiker oder Politikerinnen beschmeissen kann.

Es wird selbstverständlich keine Enteignung der Mietwohnungs-Konzerne geben, da seien die Flaggschiffe der profitorientierten Publikationssfreiheit im Rahmen der FDGO vor! Egal, was der angebliche Souverän Wähler auch mit seinem Kreuzchen auf dem Zettel so wollen mag: den Diskurs und die politökonomischen Entscheidungen bestimmen die, welche sich teure Zeitungsabos ohne nachzurechnen leisten können und die auch im gleich nach den Midterms in eine neue Runde gehenden Angriffskrieg von Israel und den USA gegen den Iran wieder per Rüstungsaktien-Depots investiert sind. Nicht diejenigen, auf deren Konto aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten an jedem Monatsende noch zu viele Tage übrig sind und die sich langsam fragen, was sie denn noch denkzettelmäßig tun müssen, um mal ihre Interessen politisch vertreten zu bekommen: vielleicht dann doch blaun wählen?* 

Und da wundert man sich über die Randale in Frankreich, nennt die "sinnlos" und "nicht nachzuvollziehen" und auf jeden Fall "links", wiewohl sie demnächst die braun-bourgeoise Blondine in den Élysée spülen dürften.

Das hat alles Hand und Fuß, und funktioniert unterm Strich im Sinne des Machterhalts der herrschenden Klasse ziemlich gut. Schließlich wollen die Leute - also die, auf die's ankommt - zuallererst mal Ruhe und Ordnung, nicht die Vergesellschaftung von Produktionsmitteln (und nochmal: wo Wohnen zur Ware wird, werden Mietwohnungen zum Produktionsmittel). Hat doch bisher immer gut geklappt, wozu leisten wir uns denn eine Polizei, wenn nicht zur Durchsetzung des Rechts auf Eigentum? Brennende historische Rathäuser lassen sich wieder aufbauen, irgendwer kriegt den Auftrag schon zugeschoben. Wichtig ist, dass die Privatpaläste geschützt bleiben.

 

 

 

 

 

*Spoiler: Wählen bringt ihnen systembedingt gar nix, und wenn dann die Faschos auch hier bei uns in Regierungsverantwortung gelangen, fallen ganz gewiß keine Mietkosten...

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29934

@jack-black 

Kann sie? Vielleicht, aber darf sie auch? Sie funktioniert halt, diese Schmierentheater-Dramaturgie. Eine Partei, die tatsächlich Mietwohnungskonzerne zu enteignen und damit Volksentscheide zu berücksichtigen gewillt ist, muss, koste es, was es wolle, von der Macht ferngehalten werden.

Ich glaube nicht, dass das der Grund ist. Wohnungen in Regierungsbesitz sind ja grundsätzlich nichts Verwerfliches, auch wenn ich in diesem Fall denke, dass es eine schlechte Idee ist, weil ich sie für nicht finanzierbar halte.

Ich denke, es geht hier tatschlich um Hamas-Sympathisanten und Antisemitismus. Jenen, die Enteignungen fürchten mag es zwar ganz recht sein, wenn man der Linken noch etwas mehr anhängen kann, aber ich denke der Spiegel ist für diese Leute die falsche Wahl.

Aber dass man hier eine Banalität zum Skandal aufbläst und dafür eine vertrauliche, nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Bemerkung ans Tageslicht zerrt ist tatsächlich nicht seriös... so ziemlich jeder Politiker hat Grund, sich vor Hamas-Sympathisanten zu fürchten - sogar die Hamas Sympathisanten selbst, denn in solchen Kreisen ist man nicht gerade zimperlich, wenn man ins Visier gerät.

Jetzt will man Frau Eralp anhängen, sich vor ihren "eigenen" Leuten zu fürchten... was aber nur schlecht funktioniert und letztlich ins Gegenteil umschlägt: Wenn sich Frau Eralp vor Hamas-Anhängern fürchtet - dann können ihre eigenen Leute im Umkehrschluss ja wohl kaum solche Anhänger sein...

lucan-7 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 495

@lucan-7 

dann können ihre eigenen Leute im Umkehrschluss ja wohl kaum solche Anhänger sein...

Anzunehmen, dass ihre Partei identisch mit „ihren eigenen Leuten“ ist, halte ich für einen Fehlschluss. Bei Elif Eralp hat man sich häufiger gefragt, ob sie mitbekommen hat, was für Kräfte in ihrer Partei seit dem 7.10. toben. Durch die Spiegel Veröffentlichung weiß man jetzt, wieso sie das nicht thematisiert hat. 

rafael antworten
Martha
 Martha
Themenstarter
Beiträge : 1617

Und jetzt?

Die Antwort gibt "Die Zeit":

Es gibt aus dieser Lage für Elif Eralp nur einen Weg heraus: Sie muss die Debatte von vorn führen.

Am Rande der Linken in Berlin gibt es eine Nähe zu Menschen und Organisationen, von denen nun das ganze Land weiß, dass Eralp vor ihnen Angst hat. Jetzt wäre der Moment, diesen Mitgliedern in ihrer eigenen Partei klarzumachen: Mit Personen, vor denen die mögliche nächste Bürgermeisterin ihre eigene Familie schützen möchte, kann es keine Zusammenarbeit geben. Menschen, die man für gefährlich hält, muss man politisch mit aller Härte bekämpfen. Und jeder, der das anders sieht, kann nicht mehr Teil ihrer Partei sein.

Es ist noch etwas Zweites wichtig: Eralp muss sich dabei auch hinter die Leute stellen, die gegen genau diese Strukturen vorgehen. Polizei, Verfassungsschutz, die entsprechenden Kräfte in der Zivilgesellschaft. Es ist die Aufgabe einer Regierenden Bürgermeisterin, diesen Kampf aufzunehmen. Wenn Eralp das Amt wirklich möchte, muss sie die Aufgabe annehmen.

Das Interviewdesaster bietet ihr eine ungewollte Gelegenheit dazu. Für Samstag ist der Parteitag der Linken geplant, auf dem Eralp eine große Rede halten wollte. Nicht nur dort wird die entscheidende Frage jetzt sein: Ist sie bereit, diese Gelegenheit zu nutzen?

Quelle: Ein Kommentar von Fritz Zimmermann, 29. Oktober 2026, 13:31 Uhr

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-10/elif-eralp-die-linke-berlin-spiegel-enthuellung-angst

martha antworten
7 Antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2278

@martha 

Es ist noch etwas Zweites wichtig: Eralp muss sich dabei auch hinter die Leute stellen, die gegen genau diese Strukturen vorgehen. Polizei, Verfassungsschutz, die entsprechenden Kräfte in der Zivilgesellschaft. Es ist die Aufgabe einer Regierenden Bürgermeisterin, diesen Kampf aufzunehmen. Wenn Eralp das Amt wirklich möchte, muss sie die Aufgabe annehmen.

Also sie soll das aufräumen, was die Vorgängerbürgermeister von SPD und CDU auch schon nicht geschafft haben.

derelch antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 495

@derelch In den Vergesellschaftsplänen will die Linke vor allem mit den Fehlern der eigenen Politik aufräumen. Die Wohnungen, die sie vergesellschaften wollen, wurden nämlich unter der Regierung des linken Senats an Vonovia und Co verkauft. Nicht SPD oder CDU haben Wohnbestand damals an die Konzerne verkauft. Es war die Linke. Surprise, surprise. Redet man natürlich nicht so gerne drüber. 

rafael antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2278

@rafael 

In den Vergesellschaftsplänen will die Linke vor allem mit den Fehlern der eigenen Politik aufräumen. Die Wohnungen, die sie vergesellschaften wollen, wurden nämlich unter der Regierung des linken Senats an Vonovia und Co verkauft.

Guck mal du hast da eine Nebelkerze verloren. Hier hast du sie zurück.

Nicht SPD oder CDU haben Wohnbestand damals an die Konzerne verkauft. Es war die Linke. Surprise, surprise. Redet man natürlich nicht so gerne drüber. 

Weshalb soll man auch über falsche Behauptungen reden ...

 

derelch antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 495

@derelch Die Linke war als Regierungspartei im damaligen Senat nicht am Verkauf und der Privatisierung kommunaler und gesellschaftseigener Bestände beteiligt ?

Elif Eralp hat leider noch nicht auf die Frage reagiert, wie das zusammenpasst.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/elif-eralp/fragen-antworten/die-linke-hat-in-der-rot-roten-koalition-65k-landeseigener-wohnungen-verkauft-und-will-nun-220k-vergesellschaften

Es ist ein Jahrestag, den kaum jemand in Berlin feiern dürfte. Vor genau 20 Jahren beschloss der damalige rot-rote Senat den Verkauf der ehemals Gemeinnützigen Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft (GSW). Fast 66.000 kommunale Wohnungen werden damit vom Land an Immobilieninvestoren verschleudert.

https://taz.de/Ausverkauf-der-Stadt/!6010700/

 

rafael antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29934

@martha 

Es ist noch etwas Zweites wichtig: Eralp muss sich dabei auch hinter die Leute stellen, die gegen genau diese Strukturen vorgehen. Polizei, Verfassungsschutz, die entsprechenden Kräfte in der Zivilgesellschaft.

Große Teile der Linken haben von eben diesen Strukturen ein sehr negatives Bild und machen sie sogar wesentlich für Kriminalität verantwortlich - so nach dem Motto: Kriminalität ist nur eine Reaktion auf Polizeigewalt. Daher wurde ja auch angestrebt, die Polizei einzuschränken und mehr Pädagogen und Streetworker auf die Straße zu schicken, um Kriminalität zu verhindern. Was sicher grundsätzlich sinnvoll ist, aber ganz sicher kein Ersatz für polizeiliche Ermittlungen. Aber Einschränkung der Polizei wird natürlich von einem bestimmten Klientel bejubelt...

Und manche Leute dort glauben ja auch, dass die Unterdrückung der Bevölkerung durch die Hamas auf Israel zurückgeht, und es ohne Israels Eingreifen sicher auch Pride-Paraden im Gaza-Streifen geben würde. Wie sehr diese Ansicht bei den Linken verbreitet ist kann man natürlich nicht sagen, es ist vermutlich eine Einzelmeinung (Interview finde ich jetzt nicht mehr), aber eine sehr einseitige Perspektive und die Ausblendung großer Teile der Realität gehören in der Linken zum guten Ton.    

 

lucan-7 antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1617

@lucan-7 

So isses.

Das hatte ich als Vorwissen vorausgesetzt, als ich den Thread eröffnete.

Man könnte das jetzt weiter ausführen,  aber ich möchte kein weiteres Ragebaiting (Jugendwort des Jahres 2026) provozieren. 

Vllt ergibt sich dsbzgl eine sachliche Auseinandersetzung im weiteren Verlauf?

martha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29934

@martha 

Das hatte ich als Vorwissen vorausgesetzt, als ich den Thread eröffnete.

Ich hatte von der "Linken" bisher keine spezifische Meinung, außer dass sich dort zu viele unterschiedliche Leute tummeln, deren gemeinsamer Nenner die Gegnerschaft zu bestimmten Strukturen ist, die aber keine gemeinsame politische Vision teilen.

Heißt konkret: Die Linke zu wählen ist ein Lotteriespiel, bei dem man am Ende nicht weiß, was man bekommt.

Erst seit kurzem scheint da manches klarer zu werden, und die Entwicklung erinnert mich sehr an die der AfD, die ja zunächst eine konservative Partei mit wirtschaftlichem Schwerpunkt war.

Nach und nach sahen dann Rechtskonservative bis hin zu Rechtsextremisten die Gelegenheit, eine bestehende Struktur zu unterwandern und schließlich zu übernehmen. Die Warnungen gab es schon damals, aber man freute sich lieber über viele neue Mitglieder als die Gefahr zu erkennen.

Ähnliches sehe ich jetzt bei der Linken. Im besten Fall kommt es zu einer Aufspaltung, bei dem eine linke Partei entsteht, die sich eindeutiger zu einem bestimmten Programm bekennt und eine radikale Abspaltung, die sich in der Bedeutungslosigkeit verliert. Im schlechtesten Fall radikalisiert sich die Linke weiter und wird dabei zu einer echten politischen Bewegung, vergleichbar der AfD.

Was passiert werden wir wohl abwarten müssen... dass die Linke sich einfach so von ihren radikalen Mitgliedern befreit halte ich jedenfalls für unwahrscheinlich.

 

 

lucan-7 antworten


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