Miete ... wann ist es zuviel
Es gibt ja eine schöne Debatte um die Vergesellschaftung von Mietwohnungen in Berlin.
Die eine Seite ist, dass man keine Wohung findet, die andere, dass die findbaren gefühlt oder real zu teuer sind.
Aber wie beim Gehalt redet niemand gern konkret über Geld. Man verdient zuwenig, aber behält schön für sich, wieviel man verdient.
Ich möchte jetzt nicht wissen, wieviel Miete ihr zahlt, aber ich möchte gern wissen, wieviel Miete pro qm und Monat kalt ihr für angemessen und tragbar haltet und wann ihr anfangt euch abgezockt zu fühlen. 🙂
das hängt doch von Lage, Zustand der Wohnung, Größe und anderen Faktoren ab.
Bedenklich finde ich, wenn ein normal verdienender Mensch keine Wohnung mehr findet, wo nicht 40 bis 50 % des Einkommens für Wohnung drauf gehen.
VG
Chey
das hängt doch von Lage, Zustand der Wohnung, Größe und anderen Faktoren ab.
Eigentlich nicht. Der Schmerzgrenze ist eher von Einkommen abhängig, als von der Wohnung. Oftmals korrelieren die Einkommen und die Lebenshaltungskosten miteinander.
Bedenklich finde ich, wenn ein normal verdienender Mensch keine Wohnung mehr findet, wo nicht 40 bis 50 % des Einkommens für Wohnung drauf gehen.
Kannst du das mal in Euro übersetzen? Was ist normal verdienend?
Deutsches Durchschnittsgehalt ist aktuell 54.000 Euro Brutto pro Jahr, macht alleinlebend 2800 netto pro Monat. Davon 40% sind 1120.- Euro warm. Macht bei 50 qm 22 Euro/qm inkl. Nebenkosten. Bei 80 qm 14 Euro/qm inkl. Nebenkosten.
wenn ich in Hamburg 70er Bau Hochhaus Mümmelmannsberg oder neues Loft Elbchaussee miete, sind da naturgemäß sehr große Unterschiede. Und das finde ich auch nachvollziehbar.
Ich denke, Deine 1.120 EUR warm sind schon eine gute Größe für 80 qm. Dafür sollte was zu finden sein, ist es aber in manchen Großstädten kaum noch.
VG
Chey
Ich denke, Deine 1.120 EUR warm sind schon eine gute Größe für 80 qm. Dafür sollte was zu finden sein, ist es aber in manchen Großstädten kaum noch.
Das wären etwa 11 Euro ohne NK. Also 11 Euro kalt ist ok?
Das wären etwa 11 Euro ohne NK. Also 11 Euro kalt ist ok?
Das kommt ganz auf die Region an, aber auch auf die Wohnlage und Bausubstanz.
Ich besitze durch Erbschaft ein vermietetes 2-Familienhaus in Thüringen an der Grenze zu Bayern, das wir im vergangenen Jahr komplett renoviert haben - vieles in Eigenleistung.
Die Kaltmiete dort liegt bei 6,- bis maximal 7,- Euro. Das Problem dabei ist, dass die Materialkosten für dir Renovierung (neue Fenster, neues Dach mit Isolierung, neue Fußböden, neue Heizung (Pelletheizung), neuer Außenputz, neue Innenrenovierung (Putz, Tapete, Farbe) genauso viel kosten wie in Berlin, München und Frankfurt. Da kommt man als Vermieter finanziell allenfalls auf eine "schwarze Null" und ohne die erwähnte Eigenleistung wäre es ein finanzielles Desaster...
Glücklicherweise bin ich auch an einem Miethaus in Wiesbaden beteiligt. Hier liegt die Kaltmiete lt. Mietspiegel für Wohnungen in unserer Wohnlage zwischen ca. 10,- und 15,- Euro. Das ist noch weit entfernt von Mieten in Städten wie München, Frankfurt, Hamburg oder Berlin, aber auch hier ist die Tendenz deutlich steigend.
Mit 11,- Euro kalt bzw. ca. 14,- Euro warm dürfte deine Miete also noch in einem vernünftigen Rahmen liegen.
Hi,
meine letzte Miete waren 300 € kalt für ein Zimmer mit 26 m2, ohne Balkon, ohne Keller in einem Kaff ohne gescheite Anbindung. Dafür mit engem Bad, ohne Rolläden und Gastherme die regelmäßig aus ging
Keine Ahnung was angemessen ist, das war viel zu viel für ein uraltes abgeschriebenes Gebäude.
Weil wir fast am Hungertuch nagen würden wieder jeweils allein zu leben, wohnen wir als Paar mit Kindern was sich gegenseitig jeden Tag anstresst zusammen in einem engen Haus was die Lebensqualität deutlich dämpft bis unglücklich macht.
Es gibt ja nicht mal teure Wohnungen hier in der Nähe im Dorf....