Biblische Begründung für Privateigentum an Produktionsmittel (z.B. Boden)
Hallo zusammen,
mich beschäftigt die Frage, ob in der Ordnung der Schöpfung Privateigentum an Produktionsmittel vorgesehen ist. Gott hat zwar Land Abraham und dem Volk Israel zum Besitz gegeben, was aber nicht bedeutet, dass sie Eigentümer sind. Eigentliche heißt es an verschiedenen Stellen, das die gesamte Erde Gottes Eigentum sei (Ex.19,5) Es heißt auch dass das Volk Israel Gottes besonderes Eigentum sein, so dass jeglicher Besitz Israels dadurch Gott zum Eigentümer hat.
In Gen.1,29 heißt es: "...Seht, ich übergebe euch alle samentragenden Pflanzen auf der ganzen Erde und alle Bäume mit samenhaltenden Früchten; sie sollen euch zur Nahrung dienen. Bei Noah heißt es: "Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt die Erde! " Gen.9,1. Bei Abraham (Gen.12,7 heißt es: "Der Herr erschien dem Abram und sagte: "Dieses Land will ich deinen Nachkommen schenken." Als sich Abraham von Lot wegen der Herden trennt heißt es (Gen.9) "Steht dir nicht das ganze Land offen? .Trenne dich lieber von mir! ..." Steht offen heißt offensichtlich, dass es keine Eigentümer und keine Besitzer gab, obwohl von Sodom und Gomorrah die Rede ist. "Lot ... ließ sich in den Ortschaften am Jordan nieder und schlug seine Zelte bis nach Sodom hin auf". "Zu Abram sagte Gott, nachdem Lot sich von ihm getrennt hatte: "Erhebe deine Augen und schaue von dem Ort, wo du stehst, nach Norden, Süden, Osten und Westen! 15 Denn das ganze Land, das du siehst, will ich dir und deiner Nachkommenschaft für immer zu eigen geben."
Hintergrund ist die Frage, ob die Aussage der beiden Kirchen, dass das Haben von Eigentum eine urmenschliches Bedürfniss sei oder ob es nicht eher so ist, dass in dem Eigentumsgedanken die Verführung Satans lauert und es gerade, weil es vordergründig menschlich - fleischlich - ist, darum geht, Produktionsmittel als Gemeineigentum aufzufassen.
Vorweg: eine psychologische Argumentation, dass Aussicht auf Besitz Menschen motivert zu schaffen und diese auch für das Gemeinwohl erforderlich sei, ist für mich keine biblische sondern ein wirtschaftswissenschaftliche Argumentation.
Die Kirchen haben sich vermutlich an den Geboten orientiert, das Diebstahl eben Diebstahl ist und Neid ebenfalls eine Sünde.
Das macht ohne Eigentum wenig Sinn.
Außerdem wird das auch im alten Testament so geahndet, das profane Dinge zu erstatten sind. Sei es aus Diebstahl oder versehen.