Ihr müsst mehr beten - Kiew erfriert
Hab heute schon hochgerufen, Hey Gott, tu mal was. Die Menschen in Kiew erfrieren bald grausam.
Auf gehts
@meriadoc Bin mir nicht sicher: Ist das Satire?
Falls nicht - ich hab da mal wieder echte Probleme, hinter die Logik hinter solch religiöser Denke zu kommen...
Warum sollte Gott jetzt auf Gebets-Interventionen hin das Wetter ändern? Wenn es ihn geben sollte und wenn er wollte, dass die Leute in Kiev nicht erfrieren - könnte er da nicht z.B. das Herz Putins verändern oder sowas? Ich meine: Angesichts des Klimawandels ist man doch für jeden Tag, an welchem die Temperaturen mal nicht über dem langjährigen Mittel liegen, dankbar - jetzt Gott zu bitten, dass die Leute bei etwas kuscheligeren Gradzahlen bombardiert und abgeschlachtet werden mögen, hieße doch, Gott für reichlich ohnmächtig und nicht nachhaltig denkend darzustellen.
Wenn sich Putins Herz aus irgendwelchen windelweichen Entscheidungsfreiheits-Gründen von Gott nicht erweichen lassen sollte - dann könnte ER ja z.B. ganz physikalisch (so, wie es beim Eingreifen ins Wettergeschehen ja auch geschehen müsste) einen Dachziegel herunterfallen lassen auf Putins Kopf - oder gleich ein paar Dutzend Dachziegel auf all seine willigen Kumpane, die an der Organisation des Angriffskriegs beteiligt sind.
Ich wusste nicht, wie ich es ausdrücken sollte.... jetzt kommt ein Bild: mein Kopfkino zeigt mir gerade den Takttrommler auf einer römischen Galeere... und das bringe ich nicht mit meinem Gottesbild und Gebet zusammen.
@jack-black also ich finde es nicht schön, wenn bei Minus 20 Grad Leute verrecken oder frieren. Unabhängig von dem langjährigen Mittel. Das sind Lebensfeindliche Temperaturen.
Die Winter werden allgemein übrigens seit 3/4 Jahren zumindest in unserer Region in Deutschland kühler. Die Summe der Gradtagszahl stieg wieder kontinuierlich an. Lieber kühlere Sommer und milde Winter....aber es ist kein Wünsch Dir was.
Warum er Putins Herz nicht ändert- Vermutlich weil wir Menschen Autonom sind. Sonst wären wir kein Ebenbild Gottes.
Als Beispiel für alle, die sich seit Kriegsbeginn engagieren:
Aktion Deutschland hilft z.B. ist stark in der Ukraine engagiert.Lässt sich googeln. Dahinter sind die 3G aktiv: Gebet, Geben, Gehen als Herzenshaltung und Tat.
Auch für die Beendigung des Krieges von Rußland aus wird gebetet.
Die Threadüberschrift suggeriert z.B. Gott tut nichts, weil ihr ihm nicht genug im Ärmel hängt. Das ist mMn ein sehr schräges Gottesbild und achtet nicht die langjährigen treuen Beter, verspottet sie als faul und unterstellt Schuld an der Dauer des Krieges.
Aus welchem Grund Spott gewählt wurde, weiß ich nicht.... ist aber keine feine englische Art des Umgangs unter Christen.
Dass Jack auf diesen Mißstand den Finger legt, kann ich voll verstehen.
Die Threadüberschrift suggeriert z.B. Gott tut nichts, weil ihr ihm nicht genug im Ärmel hängt. Das ist mMn ein sehr schräges Gottesbild und achtet nicht die langjährigen treuen Beter, verspottet sie als faul und unterstellt Schuld an der Dauer des Krieges.
Vermutlich löst die Überschrift bei verschiedenen Menschen verschiedene Assoziationen aus.
Ich hab jetzt zum Beispiel nicht gedacht, dass Gott deshalb nichts tut, weil es zu wenige Beter gibt. Ich habe das nur als allgemeine Bitte bzw. Aufforderung/Motivationsversuch gelesen und nicht als Spott.
Vermutlich löst die Überschrift bei verschiedenen Menschen verschiedene Assoziationen aus.
Nicht nur die Überschrift. Würdest du deinen Chef so kumpelhaft ansprechen: Hey Chef, tu mal was....
Veröffentlicht von: @deborah71Würdest du deinen Chef so kumpelhaft ansprechen: Hey Chef, tu mal was....
Ich denke, Gott kommt damit zurecht.
@deborah71 Demgegenüber heißt es, dass man mit Gott reden kann wie mit einem Freund.
Und mit einem Freund würd ich unter Umständen auch so reden.
Gott redete mit Abraham von Angesicht zu Angesicht wie mit einem Freund, d.h. er redete deutlich und nicht in Rätseln oder Bildern, wie mit anderen Propheten.
Den Vers würde ich nicht heranziehen, um hemdsärmelig wie mit einem Kumpel mit Gott umzugehen.
Ich habe aber nicht vor, weiter über mein Empfinden bzgl des Eingangspost zu diskutieren. Für mich passt es nicht.
@deborah71 Schon ok.
Wobei ich mir grad so überlegt hab, dass Gott mit einem solchen ungefilterten Stoßseufzer vielleicht mehr anfangen kann als mit einem wohlformulierten Sonntagsgebet.
Vermutlich hat beides seine Berechtigung.
für mich selbst gibt es mehrere Möglichkeiten, um mit Gott in
Beziehung zu kommen. Danken, bitten, klagen, weinen, schreien...
Gott versteht.....
Aber wenn ein Mensch nur klagt, weint, schreit, weint, zynisch ist......
ist das als Mitbeteiligter nicht immer leicht zu ertragen. Aber Gott
erträgt es...................
liebe Grüße,
Du nennst zwei Eckpunkte. Dazwischen gibt es noch die berufenen Fürbitter, die zwischen 1 - 8 Stunden oder mehr beten und in Dauerbereitschaft für einen Gebetsauftrag von Gott her stehen.
Nicht nur die Überschrift. Würdest du deinen Chef so kumpelhaft ansprechen: Hey Chef, tu mal was
Ja…darin sehe ich jetzt tatsächlich weniger ein Problem.
also ich finde es nicht schön, wenn bei Minus 20 Grad Leute verrecken oder frieren. Unabhängig von dem langjährigen Mittel. Das sind Lebensfeindliche Temperaturen.
Das ist dort normalerweise aber kein Problem. Die Leute können ja ihre Wohnungen heizen. Wenn denen von den Russen nicht alles absichtlich zerstört werden würde, damit sie frieren, leiden und sterben.
Warum er Putins Herz nicht ändert- Vermutlich weil wir Menschen Autonom sind. Sonst wären wir kein Ebenbild Gottes.
Wozu dann das Gebet? Wenn man davon ausgeht, dass Gott weder das Wetter ändert noch Putins Herz erweicht... dann wird das auch nichts nützen.
Ausser vielleicht dem Beter selbst, damit man ein besseres Gefühl hat. Auch das hat seinen Wert... aber dann kann man das auch so sagen.
Bittet und euch wird gegeben
Was willst Du mir damit sagen? Erkennbarerweise ist es nicht so. Oder denkst Du, dass vor dem Beginn des Kriegs nicht auch schon gebetet worden wäre, dass der gar nicht erst beginnen möge? Und was ist mit all den betenden Ukrainern und Russen, den Ukrainerinnen und Russinnen, die vermutlich täglich darum beten, dass ihre Angehörigen in diesem Krieg nicht verletzt/getötet werden?* Zig Millionen Gebete wurden ganz offensichtlich nicht erhört.
Auf das von Dir zitierte Versprechen, das die Bibelautoren Jesus in den Mund legten, ist ganz offensichtlich kein Verlass.
Die Aufforderung, noch mehr zu beten und immer weiter zu beten - die hat nichts damit zu tun, dass/ob Gott dann irgendwann doch mal eingreift. Sondern damit wird nur anderen Gläubigen signalisiert: Guck mal, ich bin gläubig und wenn Du ebenso gläubig wärest wie ich, dann wäre die Welt ein viel besserer Platz.
Und dann zahlt man halt weiter brav seine Steuern, nickt "Sondervermögen" in zwölfstelligem Umfang ab und stimmt für die Wiedereinführung der Wehrpflicht, weil ja erhöhte Rüstungsausgaben und große Armeen so sehr im Sinne Gottes sind, der anders den Frieden auf der Welt nicht geregelt kriegt.
*Dies ist ja nicht der erste Krieg zwischen sich als christlich verstehenden Parteien, in welchem auf beiden Seiten dringliche Gebets-Eingaben gen Himmel versendet wurden. Jemand hat mal Wahnsinn so definiert: "Immer wieder das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten."
Sondern damit wird nur anderen Gläubigen signalisiert: Guck mal, ich bin gläubig und wenn Du ebenso gläubig wärest wie ich, dann wäre die Welt ein viel besserer Platz.
Ich glaube, wenn ich andere Menschen auffordere, mit mir zu beten, kann das einfach auch nur ein Ausdruck des gemeinsamen Ziels sein, auf das man hofft und um das man bittet.
Es muss nicht ein Signal sein, um anderen Menschen ein schlechtes Gewissen zu machen. Gesendete Botschaft und empfangene Botschaft sind des öfteren nicht identisch.
Du denkst an diesen Vers?
Mt 18, 19 Und auch das versichere ich euch: Wenn zwei von euch hier auf der Erde eins werden über irgendeine Sache, die sie erbitten wollen, dann wird sie ihnen von meinem Vater im Himmel gegeben werden.20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, da bin ich in ihrer Mitte.“
Die Schwierigkeit liegt im Eins werden in Christus hinein. Es geht nicht um eine ungefähre Zustimmung.
Du denkst an diesen Vers?
Mt 18, 19
Ja.
Die Schwierigkeit liegt im Eins werden in Christus hinein. Es geht nicht um eine ungefähre Zustimmung.
Ja…
Gott kann auch durch uns Menschen wirken. Geld spenden, Menschen aufnehmen........ja auch beten......
Aber bin ich selbst bereit, nicht nur reden, sondern auch tun.......
In der Bibel lese ich von vielen Vorbildern, aber auch in der heutigen Zeit, gibt es Vorbilder.
Menschen, die still und leise helfen..........oder auch mal auf die Straße gehen, demonstrieren,
ihr Leben wagen..........
liebe Grüße,
@tamaro Ebenso wie Putin könnte auch Selenski den Krieg beenden, wenn er wollte - er müsste "einfach nur" die Konditionen der Gegenseite akzeptieren.
Ebensowenig wie Putin würde ihm allerdings das Ende des Krieges ausreichen. Es sollen halt schon bestimmte Konditionen erfüllt werden. Ehrlicher wäre also das Gebet: "Lieber Gott, sorge bitte dafür, dass der Krieg zu meinen/unseren Bedingungen endet!"
Freilich: so wenig Putin an seinen Gott und dessen tatsächliche Parteinahme im Krieg glaubt (auch wenn die PR, die Kyrill1 ihm da kostenfrei anbietet, gern mitgenommen wird), so wenig glaubt Selenski daran, dass Gott sich hier einschalten würde. Es wird stets in Hinblick auf das Publikum gebetet. Den anderen Gläubigen gegenüber stellt man sich als fromm dar, um so Solidaritätseffekte hervorzurufen. So läuft das, seit öffentlich für Kriegs-Ergebnisse gebetet wird, eine never-ending Schmierenkommödie.
Naja, solange applaudiert wird...
Den anderen Gläubigen gegenüber stellt man sich als fromm dar, um so Solidaritätseffekte hervorzurufen. So läuft das, seit öffentlich für Kriegs-Ergebnisse gebetet wird, eine never-ending Schmierenkommödie.
Wobei es unklar bleibt, wie gläubig Putin, Selenskyj oder andere Personen denn nun tatsächlich sind. Aber ginge es ihnen nur um das Gebet, dann könnten sie das in aller Stille tun, ohne irgendwem davon zu erzählen.
In der Öffentlichkeit geht es immer um die Inszenierung und die Wirkung bei den Zuhörern, nicht um irgendeine Wirkung bei Gott.
Man mag vielleicht sagen, dass das eine das andere nicht ausschließt... aber die Bibel ist diesbezüglich ziemlich klar und lehnt dergleichen Zurschaustellung von Frömmigkeit klar ab.