Benachrichtigungen
Alles löschen

Chemische Reinigungen - warum gibt es kaum noch welche?

Seite 1 / 2

ALF.MELMAC
Themenstarter
Beiträge : 2153

Ist euch das schon mal aufgefallen?

Die Anzahl der chemischen Reinigungen hat stramm abgenommen. Früher hatte man in jedem Ortsteil mindestens eine. Aber nach und nach wurden die immer weniger.

Wenn man Glück hat, gibt es noch irgendwo eine Annahmestelle in der Nähe, wo die Wäsche dann zu einer Zentralreinigung gebracht wird, was natürlich alles ein paar Tage dauert.

Woher kommt das?

Weiß jemand was darüber?

Antwort
19 Antworten
Tineli
Beiträge : 1365

Die meisten Menschen ziehen sich eher praktisch-leger an. Klamotten, die man in die eigenen Waschmaschine schmeißt, statt sie teuer chemisch zu reinigen.
Folglich braucht man kaum noch chemische Reinigung. Vielleicht mal für einen besonderen Fleck oder die Festtagskleidung, die man nicht normal waschen darf. Das wars dann.
Was bringst du denn so in die chemische Reinigung? Ich hab ewig keine mehr gebraucht...

tineli antworten
3 Antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Hier bringen vor allem alleinstehende Herren ihre Oberhemden in die Reinigung. Wobei hier die Reinigungen nicht unbedingt chemisch reinigen. Es ist wohl eher der Bügelservice, der für die Hemden genutzt wird.

Anzüge gibt man ebenfalls besser in die Reinigung.

herbstrose antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875
Veröffentlicht von: @herbstrose

Anzüge gibt man ebenfalls besser in die Reinigung.

Für Anzüge, die man in die Reinigung geben muss, gab es vorwiegend zwei Gruppen. Einmal die, die es beruflich brauchen und die die so eine Kleidung in der Güte trugen, war es eine Standesfrage.

Es gab zwar weniger Menschen die Jeans und sonstige waschbare Kleidung trugen, aber die einfachen Menschen haben es gemieden, ihre Kleidung zur Reinigung zu bringen. Die Kleidung wurde ausgelüftet und punktuell gereinigt. Wichtig war, dass sich die Form der Kleidung hält und das optisch kein Schmutz zu erkennen ist. Das macht man heute kaum noch. Vermutlich hat sich das Hygienegefühl geändert. Die Kleidung muss ganz gewaschen werden und duften. Da bietet sich für diese Gruppe waschbare Kleidung statt Anzüge ab,

orangsaya antworten
Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1365
Veröffentlicht von: @orangsaya

Da bietet sich für diese Gruppe waschbare Kleidung statt Anzüge an,

Zumal es ja inzwischen auch durchaus normal waschbare Anzüge gibt und die Anzugmode auch nicht mehr so steif ist wie früher. Anzüge sind ja nicht mehr zwingend aus feinem Wollstoff, der eine normale Wäsche nicht verträgt.

tineli antworten


Herbstrose
Beiträge : 14193

Diese Beobachtung teile ich nicht
Auf meinem Arbeitsweg hab ich zwei Textilreinigungen, dann noch eine im nächsten Supermarkt, dazu fallen mir spontan noch zwei Waschsalons ein.

herbstrose antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 944

Das sind ja im weitesten Sinne Reparaturbetriebe. Die sind allgemein weniger geworden. Dann der Name und das Image. Das ist sowas von unhip.

tagesschimmer antworten


bepe0905
Beiträge : 1088

Die Auflagen (Umweltschutz, Entsorgung der Reinigungsmittel, Geruchsfilter in den Anlagen) sind inzwischen so gestiegen, dass es sich kaum noch lohnt. In den 70-er Jahren (und danach) war eine Chemische Reinigung eine einfache und schnell zu realisierende Möglichkeit, sich selbständig zu machen. Die Anlagen wurden oft im Leasing übernommen, der Laden (z.B. ehemaliger kleiner "Tante-Emma-Laden" im Wohnviertel) angemietet (wobei der Hausbesitzer froh war, keinen Leerstand zu haben) und daher waren die Investitionskosten eher gering.
Heute will niemand über einer Chemischen Reinigung wohnen und es will auch niemand mit den Klamotten dorthin laufen. Daher sind die Reinigungen meistens in den großen Einkaufszentren zu finden (ist bei Metzgern, Bäckern und Apotheken übrigens ähnlich).

bepe0905 antworten
tristesse
Beiträge : 16837
Veröffentlicht von: @alf-melmac

Wenn man Glück hat, gibt es noch irgendwo eine Annahmestelle in der Nähe, wo die Wäsche dann zu einer Zentralreinigung gebracht wird, was natürlich alles ein paar Tage dauert.

Wir haben bei uns über die Stadt verteilt rund 20 Reinigungen. Besonders wenig finde ich das nicht und "mehrere Tage" dauert das bei denen, wo ich mal drauf geschaut hab, auch nicht unbedingt.

Natürlich haben wir in Zeiten der bügelfreien Wäsche, Hemdentrocknungsautomaten, Wäschetrocknern, etc. bestimmt weniger Bedarf an Reinigungen, aber so skandalös finde ich es nicht, dass es nicht mehr so viele sind wie früher.

tristesse antworten


Seite 1 / 2
Teilen: