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Christentum, Satanismus und Natur

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Anonymous
 Anonymous
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Ich bekomme regelmäßig Lesevorschläge des interessanten academia Portals in mein Postfach. Eine der dort vorgeschlagenen Rezensionen zu Dagmar Fügmann: "Zeitgenössischer Satanismus in Deutschland" hat mich an einen anderen Text erinnert und so ergab sich eine Assoziationskette.

Der Abschnitt aus der Rezension lautet:

"Das Thema „Satanismus“ aufzuarbeiten stellt auf vielfältige Weise eine Herausforderung dar – begonnen damit, dass es in einer mehrheitlich christlichen Gesellschaft selten nüchtern betrachtet wird, und heute noch Sätze zu provozieren vermögen, wie diejenigen, welche 1964 Gerhard Zacharias seiner Monographie über „Satanskult und Schwarze Messe“ voranstellte, nämlich dass „der Satanismus in einer typischen, unmittelbaren Beziehung zur christlichen Tradition [stünde], ja wir haben in ihm die zentrale Erscheinung der ‚Nachtseite‘ des Christentums vor uns“".

Ich möchte besonders den letzten Satz zur Diskussion stellen für den ich im Folgenden aus einem weiteren Buch zitieren möchte:

"Eine Nachtseite, deren fatale Auswirkung in der ökologischen Krise für jedermann heute deutlich zu spüren sind. Denn durch die Verteufelung des Erdhaft-Vegetativen hat sich der Mensch immer weiter von der Natur entfremdet. [...] Der Mensch identifiziert sich mit der hellen, apollonischen Seite des Göttlichen und verachtet dessen dunkle, dionysische Seite, die sich in der Natur manifestiert. Durch diese hybride Haltung erfährt die Natur eine massive Abwertung, die nur durch eine Wiederanerkennung des dunklen Aspekts des Göttlichen gestoppt werden kann.

Doch wie kam es zu dieser Polarisierung des Daseins, zu der Verdammung der Natur?"

Aus: C. Statler, Shekinah Nr. 1, Seite 47

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Irrwisch
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Ups.......
......ich habe noch nie die Natur verdammt!
Eher ganz im Gegenteil.
Die Natur lehrt mich die Genialität meines Schöpfers.

Die Natur impliziere ich nicht mit dunkler Seite Gottes.

Sie zeigt mir die überaus kreative Seite Gottes.

irrwisch antworten
26 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Ich denke, dass die Idee auf der Verdammung der Natur als von Sünde verdorbener Schöpfung basiert. Nämlich auf dem Konzept, dass mit dem Sündenfall, die gesamte Schöpfung dem Zerfall und dem Tod untergeordnet sind. Die Vergänglichkeit ist das neue Wesen der Natur und der Mensch strebt durch seine Erlösung in eine jenseitige neue Welt in der weder Zerfall noch Tod existieren.

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Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

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Veröffentlicht von: @lavoisine

Ich denke, dass die Idee auf der Verdammung der Natur als von Sünde verdorbener Schöpfung basiert

Nee, das trifft nur auf Sclangen und Frauen zu.

irrwisch antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @irrwisch

Nee, das trifft nur auf Sclangen und Frauen zu.

Gut gekontert 😊 Ohne Schlangen und Frauen würden wir heute noch im Paradies leben.
Und wenn Eva eine Chinesin gewesen wäre, auch.

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Anonymous
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Veröffentlicht von: @draeggsagg

Ohne Schlangen und Frauen würden wir heute noch im Paradies leben.

Wie begründest Du das?

Veröffentlicht von: @draeggsagg

Und wenn Eva eine Chinesin gewesen wäre, auch.

Inwiefern?

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Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @lavoisine
Veröffentlicht von: @lavoisine

Und wenn Eva eine Chinesin gewesen wäre, auch.

Veröffentlicht von: @lavoisine

Inwiefern?

Wären Adam und Eva Chinesen gewesen, hätten sie den Apfel hängen gelassen und die Schlange gegessen. 😀

turmfalke1 antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @lavoisine

Und wenn Eva eine Chinesin gewesen wäre, auch.

Inwiefern?

Ist ein alter Witz, Turmfalke hat es erklärt,
oh Entschuldigung,ich sehe gerade, wirsind ja hier nicht im Smalltalk, also sind hier keine Witze erlaubt 😊

Veröffentlicht von: @lavoisine

Ohne Schlangen und Frauen würden wir heute noch im Paradies leben.

Wie begründest Du das?

Na, ist doch logisch, laut erstem Mosebuch wäre dann der verbotene Apfel (die verbotene Frucht) nicht gegessen worden, was ja der einzige Grund zum Hinauswurf aus dem Paradies gewesen war.

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Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @draeggsagg

Ist ein alter Witz

Achso ein alter Witz.

Veröffentlicht von: @draeggsagg

Na, ist doch logisch, laut erstem Mosebuch wäre dann der verbotene Apfel

Dann ist wohl der verbotene Apfel das Problem.

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Deborah71
(@deborah71)
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Beiträge : 17802

eher ist Latein das Problem...

malus heißt Apfel und böse ; also : iss nicht vom Bösen (Ungehorsam, Rebellion)

deborah71 antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3401

Schon mal überlegt.............
........dass auch Adam daran beteiligt war?

........dass du ohne Frau, deine Mutter, überhaupt nicht existieren würdest?

Es nervt mich, um nicht ein schlimmeres Wort zu gebrauchen, wie du meinst, hier immer wieder Frauen diskreditieren zu müssen.

Ist dir bewusst, was das über dich aussagt?

Ja, du hast Recht, ich bin stinksauer über deine flapsigen und teilweise sehr verletzenden Bemerkungen nicht nur hier, sondern immer wieder in Richtung Frauen!!!

irrwisch antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @irrwisch

Nee, das trifft nur auf Sclangen und Frauen zu.

Wie begründest Du das?

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Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3401
Veröffentlicht von: @lavoisine

Wie begründest Du das?

Ganz einfach damit, dass " Natur" nicht sündigen kann.

Menschen können das aber sehr wohl.

Satanisten sind immer Menschen, die sich unmenschlich entmachtend und versklavend anderen Menschen gegenüber gebärden.
Die schlimmste Verbrechen an der Menschlichkeit verüben.

Von der Natur weiß ich da kein Beispiel, das vergleichbar wäre.

Nein, die Schlange rechne ich in dem Fall nicht zur Natur.
Sie ist für mich ein Symbol für Versuchung.

irrwisch antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Du hast von "Schlangen und Frauen" geredet. Wie ist das zu verstehen?

Veröffentlicht von: @irrwisch

Satanisten sind immer Menschen, die sich unmenschlich entmachtend und versklavend anderen Menschen gegenüber gebärden.

So weit ich das sehe, waren es eher Menschen aus dem Christentum, die Menschen des Teufelsbundes beschuldigt und sie dann verbrannt haben. Und nicht umgekehrt.

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Anonymous
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Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lavoisine

So weit ich das sehe, waren es eher Menschen aus dem Christentum, die Menschen des Teufelsbundes beschuldigt und sie dann verbrannt haben. Und nicht umgekehrt.

na ja. Es gab (und gibt) schon auch Menschen, die Menschen des "Christenbundes" beschuldigt und sie dann verbrannt haben.

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Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3401
Veröffentlicht von: @lavoisine

So weit ich das sehe, waren es eher Menschen aus dem Christentum, die Menschen des Teufelsbundes beschuldigt und sie dann verbrannt haben. Und nicht umgekehrt.

Dann bist du auf zumindest einem Auge blind, fürchte ich.

Richtig ist, dass Hexen im Namen der Kirche nich bis ins 18. oder sogar 19. Jahrhundert verbrannt wurden.

Richtig ist aber auch, dass sich bis heute schlimme Verbrechen in der Satanistenszene ereignen, wo vermeintlich christliche Riten herangezogen werden, die aber SAtanskulte als Hintergrund haben

irrwisch antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @irrwisch

Dann bist du auf zumindest einem Auge blind, fürchte ich.

Bin ich eher nicht. Denn ich sage, dass es eher Menschen aus dem Christentum waren, die das taten, was Du so beschrieben hast. Während Du sagst "Satanisten sind immer Menschen, die".

Veröffentlicht von: @irrwisch

Richtig ist aber auch, dass sich bis heute schlimme Verbrechen in der Satanistenszene ereignen, wo vermeintlich christliche Riten herangezogen werden, die aber SAtanskulte als Hintergrund haben

So etwas gibt es. Wie es überhaupt in allen spirituellen und religiösen Strömungen Missbrauch gibt.

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Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3401
Veröffentlicht von: @lavoisine

Bin ich eher nicht. Denn ich sage, dass es eher Menschen aus dem Christentum waren, die das taten, was Du so beschrieben hast. Während Du sagst "Satanisten sind immer Menschen, die".

Zugestimmt habe ich dir, dass Hexenverbrennungen von der Kirche ausgingen.

Keine Zustimmung erhältst du von mir, was die Satanistenszene angeht.

Darüber hinaus hast du beispielsweise in Afrika " Zauberer" oder auch " Medizinmänner", die Menschen mit Flüchen belegen und in Angst und Schrecken versetzen.

irrwisch antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @irrwisch

Keine Zustimmung erhältst du von mir, was die Satanistenszene angeht.

Es kommt eben darauf an welche Szene Du meinst und was Du darunter verstehst.

Veröffentlicht von: @irrwisch

Darüber hinaus hast du beispielsweise in Afrika " Zauberer" oder auch " Medizinmänner", die Menschen mit Flüchen belegen und in Angst und Schrecken versetzen.

Ja, das stimmt.

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Anonymous
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Veröffentlicht von: @lavoisine

Die Vergänglichkeit ist das neue Wesen der Natur und der Mensch strebt durch seine Erlösung in eine jenseitige neue Welt in der weder Zerfall noch Tod existieren.

Das ist eine gnostische, keine christliche Vorstellung.

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Das ist biblisches Konzept:

Die Schöpfung ist ja unterworfen der Vergänglichkeit – ohne ihren Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat –, doch auf Hoffnung; denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick seufzt und in Wehen liegt.- Römer 8,19-22

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Danke für das Zitat 😊
Dieses Zitat belegt genau das, was ich gesagt habe.
Die Schöpfung harrt darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden, weil durch die Kinder Gottes dann nämlich auch die Schöpfung frei wird von der Vergänglichkeit.
Christen fliehen nicht aus der vergänglichen Schöpfung ins Jenseits (wie du behauptet hattest) sondern tragen bei zur Erlösung der Schöpfung.

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Queequeg
(@queequeg)
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Alpha Centauri
Wie soll das denn aussehen, dass die Schöpfung frei wird von der Vergänglichkeit? Und wieso und inwiefern muss die Schöpfung überhaupt erlöst werden?

Was wird mit "alpha centauri" oder jedem beliebigen "Schwarzen Loch" oder einer Galaxie, wenn sie befreit sind?

queequeg antworten
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Veröffentlicht von: @queequeg

Wie soll das denn aussehen, dass die Schöpfung frei wird von der Vergänglichkeit? Und wieso und inwiefern muss die Schöpfung überhaupt erlöst werden?

Da müsstest du eigentlich Paulus fragen, wie er das gemeint hat 😊
Lavoisine hatte dieses Zitat von Paulus gebracht, um zu belegen, dass Christen die vergängliche Welt fliehen, um ins Jenseits einzukehren. Genau das sagt Paulus aber nicht. Gerade an dieser zitierten Stelle sagt er, dass die Schöpfung darauf wartet, von der Erlösung des Menschen zu profitieren.

Wie ich das sehe, kann ich ja mal kurz beschreiben. Ich glaube, dass die materielle Schöpfung nicht ins Reich Gottes übergehen kann. Der physische Körper bleibt zurück, wenn ein Mensch stirbt, während Seele und Geist weiterleben. Anders war das aber bei Jesus. Sein physischer Körper wurde so verwandelt, dass Er ihn mitnehmen konnte zum Vater. Sein Körper wurde so erlöst von der Existenz in Zeit und Raum und damit frei gemacht von der Vergänglichkeit.

Das glaube ich so aber nicht, weil ich prinzipiell an die Bibel glaube sondern weil ich selbst erlebe, was meine Erlösung bewirkt und wie sie sich segensreich auf meinen Körper und meine ganze Umgebung auswirkt.

Veröffentlicht von: @queequeg

Was wird mit "alpha centauri" oder jedem beliebigen "Schwarzen Loch" oder einer Galaxie, wenn sie befreit sind?

Da kann ich dir leider keine Antwort geben. Ich ziehe immer nur Rückschlüsse aus dem, was ich erlebe, und eine befreite Galaxie war bisher noch nicht dabei. Vorstellen kann ich mir Licht in irgendeiner Form, aber es könnte auch ganz anders sein, was ich mir noch nicht vorstellen kann.

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Anonymous
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Veröffentlicht von: @geebee

Lavoisine hatte dieses Zitat von Paulus gebracht, um zu belegen, dass Christen die vergängliche Welt fliehen, um ins Jenseits einzukehren. Genau das sagt Paulus aber nicht.

Natürlich sagt Paulus das, weil diese Welt im Jenseits existieren wird.

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Veröffentlicht von: @lavoisine

Natürlich sagt Paulus das, weil diese Welt im Jenseits existieren wird.

Wie meinst du das?

Mir wäre es lieber, ganz konkret über das zu sprechen, was ich kenne.
Es ging ja ursprünglich um dieses Zitat und dass du dem Christentum die Schuld daran gibst:

Denn durch die Verteufelung des Erdhaft-Vegetativen hat sich der Mensch immer weiter von der Natur entfremdet. [...] Der Mensch identifiziert sich mit der hellen, apollonischen Seite des Göttlichen und verachtet dessen dunkle, dionysische Seite, die sich in der Natur manifestiert. Durch diese hybride Haltung erfährt die Natur eine massive Abwertung, die nur durch eine Wiederanerkennung des dunklen Aspekts des Göttlichen gestoppt werden kann.

So sieht z.B. die Gnosis die Natur, das Christentum aber nicht.
Das Christentum sieht die Natur des Menschen zwar auch als verdunkelt an, doch der christliche Weg ist es, von Jesus Licht in die Dunkelheit bringen zu lassen. Als Christ lässt man sich von Jesus heilen, oder sollte es zumindest. Es soll eine Veränderung geben, aber nicht, indem man Triebe unterdrückt sondern indem man zulässt, dass sie gereinigt werden, ihre dunkle Seite verlieren.
Die Sexualität z. B. ist ein gutes Beispiel dafür. Die Sexualität an sich ist eine ganz bedeutende Kraft, die dem Menschen von Gott geschenkt wurde um Freude zu erleben, den Fluss des Lebens und die von Gott verliehene Kraft zu spüren, einem anderen Menschen Liebe zu schenken, Nähe und Einssein zu spüren. Leider ist die Sexualität aber oft Mittel zum Zweck, um Defizite auszugleichen: die Gefühle von Machtlosigkeit und Liebesmangel z.B. Der Partner wird benutzt und damit missbraucht, um den eigenen Mangel nicht mehr spüren zu müssen, wenn auch nur für kurze Zeit. Das wäre die dunkle Überlagerung der Sexualität, die Leid verursacht.
Auf dem Weg mit Jesus zeigt Er einem diese Defizite und heilt sie gleichzeitig. Die Erfahrung, nicht genug geliebt zu werden, heilt Er z.B. indem Er Seine Liebe schenkt. Das ist ein längerer Weg, der auf der unmittelbaren Beziehung zu Jesus basiert. Es bringt nichts, die Lehre von Jesus nur als moralische Verpflichtung zu sehen, weil das nur zu einer Unterdrückung der Sexualität führen würde.

Vor einiger Zeit habe ich irgendwo gesehen, dass du nach der Kundalini in Zusammenhang mit christlichen Gruppen fragtest. Leider habe ich deinen Beitrag damals nicht mehr wiedergefunden, als ich endlich Zeit fand, dazu etwas zu schreiben. Hier passt das aber auch ganz gut rein, denn die Kundalini spielt eine wichtige Rolle bei dieser Reinigung. Die Kundalini ist die große erdhafte Kraft im Menschen, die an sich weder gut noch schlecht ist. Es kommt halt darauf an, von welchem Geist sie kontrolliert wird.
In der Bibel drehen sich ganz zentrale Stellen um die Erweckung der Kundalini, aber immer in Bildern verschlüsselt: die ganze Offenbarung des Johannes, die Geschichte von Noach (1. Mose 6-9, 1. Mose 9, 18-29). Ham ist das mystische Feuer. Die Anbetung Gottes (Sem) und die schöne Seele (Jafet) sollen das Feuer, die erdhafte Seite des Menschen, kontrollieren. Dann wird die Seele weit und schön, und das ist genau das, was geschieht, wenn die Kundalini vom Geist Gottes kontrolliert wird.
Dasselbe findest du in der Geschichte mit Elijah in der Höhle, wo zunächst Feuer und Sturm vorüberziehen und dann das wunderschöne Säuseln Gottes.
Die Menora z.B. zeigt die erwachte Kundalini mit den aktivierten Chakren und zeigt gleichzeitig, wie die Chakren zu Bewußtseinsräumen werden, indem sie sich um das Herzzentrum herum vereinigen.

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Veröffentlicht von: @geebee

Das Christentum sieht die Natur des Menschen zwar auch als verdunkelt an, doch der christliche Weg ist es, von Jesus Licht in die Dunkelheit bringen zu lassen. Als Christ lässt man sich von Jesus heilen, oder sollte es zumindest. Es soll eine Veränderung geben, aber nicht, indem man Triebe unterdrückt sondern indem man zulässt, dass sie gereinigt werden, ihre dunkle Seite verlieren.

Das soll auch durch die Gnosis geschehen.

Was ich meine ist die Tatsache, dass diese irdische Schöpfung nicht wirklich erlöst wird. Sie ist am Ende der Offenbarung vernichtet und durch eine neue Schöpfung ersetzt in der dann alles Vollkommen ist.

Aber die uns jetzt umgebende Natur ist laut Bibel dem Untergang geweiht.

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Anonymous
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Das wird zwar meistens (?) so verstanden, aber ich bezweifle, dass es so gemeint ist.
Ich denke, die materielle Schöpfung wird insoweit verändert, dass sie ihre materiellen Eigenschaften verliert.
Ganz interessant sind da die Forschungen zum Urknall. Man glaubt zur Zeit, dass es anfangs nur Quarks gab, die noch nicht aneinander gebunden waren. Es gab anfangs noch keine Protonen, also noch keine Materie in diesem Sinne.
Angenommen, die Materie, die wir kennen, würde wieder in diesen Zustand versetzt. Könnte man dann nicht auch davon sprechen, dass sie neu gemacht ist? Sie wäre dann zwar nicht aus dem Nichts neu erschaffen worden, aber doch zu etwas ganz Neuem geworden mit ganz neuen Eigenschaften.

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Queequeg
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Ahriman
Keine Ahnung, ob es im Parsismus so etwas wie Satanismus gibt. Aber die "Person" eines Satan - Ahriman - gab es da schon lange vor der christlichen Vorstellung Satans.

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Anonymous
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Veröffentlicht von: @queequeg

Keine Ahnung, ob es im Parsismus so etwas wie Satanismus gibt. Aber die "Person" eines Satan - Ahriman - gab es da schon lange vor der christlichen Vorstellung Satans.

Ein Ahrimanismus ist so weit ich weiß nicht überliefert. Aber wie Du richtig sagst, existierte Ahriman als Teil eines dualistischen Weltbildes lange vor der christlichen Variation.

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Anonymous
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Hallo lavoisine,

generell ist es so, dass ich als Christ das materielle und geistliche meines Seins und meiner Mitwelt nicht auseinanderdividiere. Die Natur ist nicht böse und mein Körper ist von Gott geschaffen und immerhin deas Gefäß für den Geist.

Das Auftrennen von Geist und Natur/Körper ist eine gnostische Strömung. Das ist nichts christliches sondern im Gegenteil eher etwas, vor dem auch Paulus die Leser seiner Briefe immer wieder warnt.

Aber ich weiß, dass es einige chrsitliche Gemeinschaften gibt, die hier auf Abwegen geraten sind und das auch so sehen. Aber ich schätze diesen Anteil von Christen für relativ gering ein.

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Anonymous
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Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Das Auftrennen von Geist und Natur/Körper ist eine gnostische Strömung. Das ist nichts christliches sondern im Gegenteil eher etwas, vor dem auch Paulus die Leser seiner Briefe immer wieder warnt.

Paulus verwendet die Begriffe anders. Bei ihm sind die sündige Natur, das Fleisch eher geistliche Konzepte, während der Körper ein Gefäß ist, mit dem Gott verherrlicht werden soll. Dafür bedarf es aber der Erlösung vom Fleisch (im Fleisch sein) und von der sündigen Natur.

Trotzdem ist der irdische Körper dem Zerfall untergeordnet, wie alle Schöpfung.

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Deborah71
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Vermischung
Nein. Keine Vermischung von griechischen Göttern und anderen, die nicht der Vater Jesu Christi sind unter einem Strohmanmotiv bzgl Natur.

2. Kor 6, 14 Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?
15 Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial(Fußnote 8 Ruchloser, Satan)? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?
16 Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie Gott gesagt hat: "Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein."
17 Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab!, spricht der Herr. Und rührt Unreines nicht an! Und ich werde euch annehmen
18 und werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.

deborah71 antworten
Tatokala
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Spontan habe ich den Eindruck, daß hier ein Definitionsproblem aufgeworfen wird. Bei "Satanismus" denkt man in der Regel an Leute, die sich sektenartig organisieren, um "schwarze Messen" zu feiern.

Im letzten zitierten Absatz scheint aber die Polarisation Gut-Böse (wie sie im Christentum ja auch existiert) generell als "Satanismus" bezeichnet zu werden, zumindest bezieht man sich darauf. So kommt mir das vor.

Das sind aber verschiedene Dinge.

tatokala antworten
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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Im ersten Teil geht es tatsächlich um sich selbst als satanistisch bezeichnende Gruppen. Und geht um die Frage, ob sie als Nachtseite des Christentums entstanden sind.

Und das kann man meiner Meinung nach tatsächlich so sehen, weil sich die meisten satanistischen Strömungen innerhalb eines christlich geprägten Weltbildes auf die Seite Luzifers oder Satans stellen und der Interpretation einen anderen Twist geben. So greifen sie das Versprechen "Ihr wedet sein wie Gott" auf oder wie John Milton schrieb "Lieber in der Hölle herrschen als im Himmel dienen".

Im zweiten Absatz geht es um die Auswirkungen der Ablehnung des angeblich satanischen. Dadurch, dass Gott nicht als Wesen gesehen wird, der aus allem besteht, das existiert, sondern als das absolute und einzig Gute, wird die "gefallene Schöpfung" als Böse betrachtet.

Das schließt sowohl die menschliche Natur ein, die seit dem Sündenfall von sündigen Trieben durchzogen ist. Sei es der Sexualtrieb, der Trieb Essen zu müssen, die Unausweichlichkeit körperliche und seelische Schmerzen zu empfinden und letztendlich der unausweichliche irdische Tod. Das alles wird ja als schlecht dargestellt. Im Himmel werden sich die Tiere nicht mehr essen, auf dieser Erde schon. Auf der Erde gibt es Naturkatastrophen und ich nehme an, das wird es im Himmel auch nicht mehr geben. Auch keine Notwendigkeit zu Essen, damit der Körper langsamer zerfällt. Mit anderen Worten: Da wo dann Gott wieder alles in allem ist, gibt es das Prinzip "Ordnung strebt zu Unordnung" nicht mehr.

Das Argument in dem zweiten Teil ist nun, dass daraus eine Vernachlässigung der irdischen Natur entsteht. Das sie eben nicht mehr, wie im Paradies angeordnet, gepflegt und umsorgt wird, sondern jetzt nur noch dem Streben ins Jenseits gilt.

Anonymous antworten


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