Der christliche Rechtsdrall
Diesen interessanten Artikel der christlichen Publizistin Liane Bednarz habe ich gerade gefunden und er bestätigt leider meinen Eindruck: Im christlichen, insbesondere evangelikalen und katholisch-traditionalistischen Milieu ist ein deutlicher Rechtsruck zu beobachten.
"Gerne wird in der Szene auch so getan, als lebten wir hier in einer Art Diktatur, gegen die man „Widerstand“ leisten müsse. Das war so, vor allem weil Angela Merkel ein Feindbild der Christen und Christinnen mit Rechtsdrall ist, nicht nur während der Flüchtlings-, sondern auch während der Corona-Krise.
Dabei zeigten ausgerechnet nicht wenige Christen, die dezidierte Abtreibungsgegner sind und sich als „Lebensschützer“ verstehen und von denen man eigentlich Rücksicht erwarten würde, ausgesprochene Ressentiments gegen die Corona-Schutzmaßnahmen und sympathisierten mit den „Querdenkern“, die von einer „Corona-Diktatur“ sprachen."
Wie denkt ihr darüber?
Meine eigenen Beobachtungen sind selbstverständlich nicht empirisch, aber ich pflege in den sozialen Netzwerken noch einen losen Kontakt zu einigen (ehemaligen) Mitgliedern hier. Dabei hat sich bei jenen aus dem evangelikalen Spektrum fast ausnahmslos eine solche Haltung offenbart, wie oben beschrieben - regelrecht ins Wahnhafte gesteigert und teilweise sogar in die QAnon-Bewegung abgedriftet.
Wo seht ihr euch?
Beste Grüße
Mo
Ich denke das liegt daran, dass das linke Spektrum der Politik von Themen vereinnahmt wurde die einer christlichen Sensibilität wiedersprechen.
Soziale Gerechtigkeit ist ja heute nur noch ein Randthema.
Hallo Arcangel,
Veröffentlicht von: @arcangelSoziale Gerechtigkeit ist ja heute nur noch ein Randthema.
dann könnten doch die ja so sensiblen Christen dieses Thema für sich entdecken.
Schließlich steht dazu recht viel in der Bibel und ist irgendwie auch im christlichen Bereich nicht gerade ganz oben angesiedelt.
LG
Stafen