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Die Rechten und Jesus

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Meriadoc
Themenstarter
Beiträge : 990

Bin ich der einzige der sich wundert? 

Rechte Pöbler halten die Bibel hoch. Wettern gegen HS, gegen Andersdenkende, Hautfarbe und gegen Abtreibung (finden aber Waffen okay) . In USA die Evangelikale voran und hier wohl auch. Irgendwie gruselig. 

Wie soll ein gemäßigter Christ sich gegenüber „radikalisierten“ Christ verhalten? M. 

 

 

Antwort
253 Antworten
53 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @meriadoc

Wie soll ein gemäßigter Christ sich gegenüber „radikalisierten“ Christ verhalten? 

Gute Frage - ich hab keine Antwort. 

Zumal ein 'gemäßigter Christ' in den Augen der 'Radikalisierten' gern als 'lau' betrachtet wird. 

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@chai 

Je länger ich darüber nachdenke, ich wäre gerne ein radikaler Christ. Radikal, an die Wurzel gehend, von der Wurzel aus. Keine falschen Kompromisse mehr, weil es vielleicht zu fromm rüberkommen würde, die Bibel, meinen Glauben ernster nehmen und beziehungspflege mit an erste Stelle setzen. Mich für die Wahrheit und für echte Liebe einsetzen, egal aus welcher Richtung die Lüge und der Hass auch vergiften wollen. Und nicht darüber schweigen, dass Gott die Menschen liebt und Jesus der Erlöser von unserer Schuld ist und wahrhaft frei macht.

Mich ausstrecken nach ihm, nach seinem Licht und so erfüllt von ihm sein, jederzeit anderen von diesem großen Glück zu bezeugen, dass es nichts besseres auf Erden gibt. 
Stell dir vor, alle Christen wären so radikal. 

ga2 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@ga2 

Gefällt mir!

Nun ist Dir aber auch klar, dass man unter einem "radikalen Christen" gemeinhin etwas anderes versteht. Nämlich das, was Meriadoc eingangs anspricht. Leute, die eben nicht nur "Beziehungspflege" betreiben, sondern gegen alle hetzen, die nicht hetero und cisgender sind, eine andere Sexualmoral haben (ich erinnere mich noch gut an Christen, die anderen Christen das Christsein abgesprochen haben, weil sie Sex vor der Ehe haben), die meinen, dass eine Frau ihrem Mann zu gehorchen hat, Kinder gebären und zugunsten von Mann und Kindern auf eigene Erwerbstätigkeit verzichten soll, für die Abtreibung eine schlimmere Sünde ist als Lüge und Hetze und eine menschenverachtende Politik und die xenophob sind.

Ich habe in einem anderen Thread schon einen Artikel verlinkt, indem über amerikanische Christen berichtet wird, denen Jesus zu links ist.

Eine zentrale Figur der christlichen Religion, Jesus, stempeln konservative Christen in den https://www.fr.de/politik/usa-amerika-politik-us-praesident-kultur-american-dream-9-11-terror-militaer-land-90012213.html","storyElementPosition"18} }" data-id-em="1">USA vermehrt als zu „schwach“ und zu „links“ ab, erzählte Russell Moore, ehemaliger Spitzenbeamter der Southern Baptist Convention (SBC) dem NPR. Von mehreren Pastoren habe er von derselben Entwicklung gehört. Nach Zitieren von gängigen Bibelstellen über Jesus, wie der berühmten „die andere Wange hinhalten“-Passage, kämen immer häufiger Reaktionen wie „Wo haben sie das her? Liberale Gesprächsthemen?“ Den Kritikern zufolge würden Predigten über Jesus nicht mehr funktionieren – sie seien nicht stark und „konservativ“ genug. „Wenn wir an den Punkt kommen, an dem die Lehren Jesu selbst als subversiv für uns angesehen werden, dann stecken wir in einer Krise“, erklärte Moore.

Klick

 

 

alescha antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@alescha 

Hat m. das radikalisiert irgendwo konkret gemacht?

Das fehlt mir irgendwie noch immer.

Wenn man so über eine Jana Highholder schreibt wie dieser eine Artikel hier im Thread, wären einige Christen die ich kenne, rechts und vielleicht sogar schon „rechte Hetzer“einschließlich mir selbst und das greift aber eben in den mir bekannten Fällen auch viel viel zu kurz.

Weil wie im Fall von Jana H. keiner erwähnt, mit wem sie alles an ihrem Küchentisch sitzt und ihnen eben auch Jesu Liebe zeigen will, oder dass jemand trotz des Wunsches nach einer strikteren Einwanderungspolitik sich auch um Migranten ehrenamtlich kümmert und Hilfen anbietet bzw. aufzeigt, oder jemand, der Abtreibungen strikt ablehnt, zum Beispiel junge Frauen unterstützt, die sich doch für ihr Kind entschieden haben und selbst bewusst nur Pflegekinder aufgenommen hat. Es ist so leicht zu urteilen (wo es über ein bewerten hinausgeht). Ich denke bei solchen Artikeln wie dem von dir erwähnten, geht es manchmal auch nur darum, zu zeigen wie schlecht die Amis, amerikanischen Christen und vor allem die Trump Unterstützer sind (im Gegensatz zu den Deutschen)
Ich zweifle nicht, dass es auch Leute geben mag, denen manche von Jesu Worten zu lasch sind. 
Und ich kenne eine Freundin, die der Ansicht ist, dass eben auch mal über Schuld , Buße und Erlösung gepredigt werden muss. Was ich inzwischen auch so sehe im Gegensatz zu ganz früher, wo ich das nicht aushalten konnte und am liebsten nur liebe Worte gehabt hätte.

Solche, die nur groß mit Worten sind, gibt es natürlich leider auch immer. Wie überall.

 

ga2 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@ga2 

Hat m. das radikalisiert irgendwo konkret gemacht?

Ich sehe diesen Thread im Zusammenhang mit dem Thread über Charlie Kirk.

Wenn man so über eine Jana Highholder schreibt wie dieser eine Artikel hier im Thread, wären einige Christen die ich kenne, rechts und vielleicht sogar schon „rechte Hetzer“einschließlich mir selbst und das greift aber eben in den mir bekannten Fällen auch viel viel zu kurz.

Mir sagte jetzt der Name Jana Highholder nichts. Aber an der Aussage, "ihre radikalen Ansichten überschneiden sich oft mit denen rechter und demokratiefeindlicher Bewegungen – eine gefährliche Nähe" ist meiner Meinung nach was dran. Insbesondere was die Haltung zu Homosexualität, Transgender, das Festhalten an der traditionellen Familie (bzw. was man dafür hält), Abtreibung, Islam etc. betrifft. 

geht es manchmal auch nur darum, zu zeigen wie schlecht die Amis, amerikanischen Christen und vor allem die Trump Unterstützer sind (im Gegensatz zu den Deutschen)

Nunja, der Pastor, der sich so äußert, ist ja nun selbst Amerikaner. Russell Moore, ehemaliger Spitzenbeamter der Southern Baptist Convention (SBC).

Und sogar der Papst, ebenfalls Amerikaner, hat J.D. Vance schon mal Nachhilfe gegeben, und ihn darauf hingewiesen, dass das Gebot der Nächstenliebe keiner Priorisierung folge, wie Vance meinte. Klick.

Konservative Ansichten zu manchen Themen ist das eine, rassistische Positionen aber das andere. Und da hat nicht nur das US-Christentum ein Problem - man hielt ja auch die Sklaverei und Rassentrennung für gottgewollt - sondern auch das deutsche, insbesondere mit Blick auf das 3. Reich. Da gab es aber entsprechende Schuldbekenntnisse. Gibt es die für amerikanische Kirchen und Glaubensgemeinschaften auch? (Ich weiß es nicht, vielleicht mag mich da jemand informieren).

Ich glaube auch kaum, dass jemand wie Trump unter deutschen Christen so viel Erfolg hätte. Die AfD jedenfalls hat zumindest bei unseren Großkirchen keinen guten Stand, das geht bis dahin, eine Mitgliedschaft in der AfD und ein Kirchenamt für unvereinbar zu halten. 

 

alescha antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1854

@alescha das mit dem Kirchenamt habe ich schon mal wo gelesen, warum ist aber eine Mitgliedschaft dann nicht allgemein ein Ausschlussgrund aus der Kirche? Bei anderen Vereinigungen gibt es Unvereinbarkeitsbeschlüsse.

der_alte antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

@der_alte   Exkommunikation gibt es in der evangelischen Kirche nicht und der Vatikan hat nicht einmal Hitler hinausgeworfen

 

jigal antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1854

@jigal in der ev. gibt es doch Gemeindezucht? Und vllt. hat der Vatikan ja nun Konsequenzen gezogen.

der_alte antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

@der_alte ich kenne keine Gemeindezucht. Die Unvereinbarkeit wurde demokratisch beschlossen.

 

jigal antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@jigal Nunja, Gemeindezucht klingt so nach Peitsche, Spießrutenlaufen und hartem Durchsetzen von Gesetzen und Regeln.

Dabei ist nach meinem Eindruck der Bibelstelle, die davon spricht, etwas anderes. In Matthäus 18, 15-20 finden wir ein genau festgelegtes Verfahren, wie mit Geschwistern umgegangen werden soll, die sich außerhalb der Standards der Gemeinde bewegen.

Das funktioniert auf 3 Eskalationsstufen. Auf jeder dieser Stufe wird der "Sünder" nicht nur mit seinem Tun konfrontiert, sondern er hat auch Gelegenheit, seine Sicht der Dinge zu äußern. Das kann ein seelsorgerlicher Prozess sein, der für die Beteiligten Klarheit schafft.

Und wenn es auf Stufe 3 keine Einigung geben sollte, könnte ich mir vorstellen, dass die betroffene Person von selber merkt, dass er in den Kreis nicht hineinpasst und er wird sich neu orientieren müssen.

Die Unvereinbarkeit wurde demokratisch beschlossen.

Das klingt für mich jetzt etwas merkwürdig. Kann Wahrheit oder der richtige Weg Ergebnis einer Abstimmung sein?

Wenn man denn einen Sünder ausgrenzen will, dann würde ich wärmstens empfehlen, das gemäß des Prozederes zu machen, den Jesus angeordnet hat.

Auf Stufe 1 redet die Person mit ihren Peers. Das ist der Kreis mit der größten Intimität, der engsten Beziehungen. Ganz viel dürfte hier schon zu klären sein.

Die nächste Stufe sind die Ältesten. Die Personen also, die das meiste Fachwissen und die meiste Erfahrung haben dürften. Sie können vermutlich am besten argumentieren, warum ein Problem wirklich ein Problem darstellt und weshalb die Gemeinde hier eine Grenze ziehen muss.

Die letzte Stufe ist dann die Gemeinde selbst. Vermutlich dürfte hier nicht mehr ganz viel zu retten sein - aber Jesus möchte denn doch, dass alle an der Entscheidung beteiligt sind.

Die meisten Gerichtsverfahren, bei denen es wirklich um etwas geht, erlauben mehrere Instanzen. Das hat gute Gründe und diese greifen auch bei dem mehrstufigen Verfahren der Gemeindezucht.

goodfruit antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

@goodfruit  Die  Evangelischen Kirchen sind demokratische Kirchen auf dem Grundsatz des Priestertum aller Gläubigen. Ich vergleiche es mal politisch.  Kirchengemeinderat ist wie Stadtrat, Bezirkssynode wie Kreistag und Landessynode wie Landtag.  Man setzt sich zusammen und kommt zu einer Erkenntnis der Unvereinbarkeit. So hat man bei der eingetragenen Lebenspartnerschaft hier damals entschieden für meine Kirche, es gibt keine Traugottesdienste.  Bei der Ehe für alle hat man knapp entschieden Gottesdienste sind möglich. Es besteht aber keine Pflicht für Pfarrerinnen und Pfarrer diese durchzuführen.

Ja und mit Schlümpfen zu reden ist so sinnvoll wie einem Ochsen ins Horn zu pfetzen.

 

jigal antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@jigal Ich denke, dass es bei Gemeindezucht um etwas anderes geht. Da geht es nicht um den großen politischen Rahmen, sondern da geht es um konkrete Fälle, Brüder und Schwestern, die sich nicht in dem Rahmen bewegen, den die Gemeinde für den Ihren gewählt hat. Da muss man dann also entweder am Rahmen arbeiten - oder aber am Bruder, dem der Rahmen nicht gefällt. Bekommt man etwas passendes hin, dass darf der Bruder bleiben - sonst wäre er immer in Stein des Anstoßes und es ist besser für alle, wenn er sich eine andere Gemeinschaft sucht. Das will Gemeindezucht, so wie ich die verstehen. Das Ziel ist es, Konflikte aus der Gemeinde herauszuhalten.

Da kann es natürlich auch um Fragen der Transsexualität gehen. Und insbesondere wenn diese Thematik von der betroffenen Person immer wieder ins Licht gerückt wird, könnte ich mir gut vorstellen, dass es zu einem Verfahren nach dem Konzept der Gemeindezucht kommt.

goodfruit antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

@goodfruit ist mir wurscht.

jigal antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@goodfruit @jigal

Ich hätte da was für euch ... so in Sachen "Zucht" und dem Verständnis dafür. Ist ja 'n altes Wort - wie haben es die Leute damals verstanden (und wie verstehen wir es heute)? Was sagt die Schrift?

https://www.herder.de/communio/reihen/brot-in-der-wueste-die-bibel-ausgelegt/den-ruf-der-weisheit-hoeren-das-buch-der-sprichwoerter-weisheit-fuer-anfaenger-und-fortgeschrittene/

"Gemeinde-Zucht" verstehe ich als Erziehung, als Unterweisung in all dem, was Gott gelehrt hat für die Gemeinde. All inklusive.

neubaugoere antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@der_alte
"Gemeindezucht"?
Ja - manchmal mag man sich sowas wünschen. 
Vielleicht schon deshalb, weil es ja ganz bestimmt immer andere treffen wird - und man selbst dadurch auf der "richtigen" Seite stehen wird. 

Aber Nein! Weil sonst die Kirche zur Sekte wird, mit einigen "Anstandswauwaus", "Sittenkontrollinstanzen", "Hexereikontrollausschüssen" und einem ebenso selbstgerechten wie überforderten "Inner-Circle". 

Strengere Maßstäbe bei der Berufung von Mitarbeitern - ok, aber das "Fußvolk" ist so willkommen, wie es nun mal ist. 

bepe0905 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@bepe0905 Wobei man halt die Mitarbeiter auch so nehmen muss, wie sie nun mal sind. 
Wenn man alle Willigen wegbeißt, muss man sich auch nicht wundern, wenn irgendwann niemand mehr da ist ...

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@alescha 

Mir sagte jetzt der Name Jana Highholder nichts. Aber an der Aussage, "ihre radikalen Ansichten überschneiden sich oft mit denen rechter und demokratiefeindlicher Bewegungen – eine gefährliche Nähe" ist meiner Meinung nach was dran. Insbesondere was die Haltung zu Homosexualität, Transgender, das Festhalten an der traditionellen Familie (bzw. was man dafür hält), Abtreibung, Islam etc. betrifft. 

Einfach so die Meinung übernehmen, weil es so gut zum Narrativ passt? 

ga2 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@ga2 

Ich weiß, es ist inzwischen Mode, anderen eine eigenständige Meinungsbildung abzusprechen.🙄 

alescha antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@alescha 

Ich habe dich so verstanden, dass du dich second oder vielleicht sogar thirdhand über Jana Highholder informiert hast, diese Einordnungen übernommen hast und dir aufgrund dessen eine Meinung gebildet hast, anstatt dir wenigstens einen groben Überblick über ihre Veröffentlichungen zu verschaffen und in ein paar von ihr veröffentlichte Beiträge reinzuhören.

Es passt halt so gut zusammen, gell? Die neo konservative reaktionäre Christin, als die sie geschildert wird.

Kann man natürlich machen.

 

ga2 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@ga2 

Es passt halt so gut zusammen, gell? Die neo konservative reaktionäre Christin, als die sie geschildert wird.

Liest Du meine Beiträge eigentlich?

Um Frau Highholder geht es mir nicht. Und Frau Highholder ist auch nicht die einzige konservative Christin. 

Ich kannte die bis jetzt gar nicht! 

Ich habe dich so verstanden, dass du dich second oder vielleicht sogar thirdhand über Jana Highholder informiert hast, diese Einordnungen übernommen hast und dir aufgrund dessen eine Meinung gebildet hast, anstatt dir wenigstens einen groben Überblick über ihre Veröffentlichungen zu verschaffen und in ein paar von ihr veröffentlichte Beiträge reinzuhören.

Dann hast Du mich falsch verstanden.

Kann man natürlich machen.

Nur habe ich das halt nicht. Kommt das mal bei Dir an?

Ich verstehe auch nicht, warum Du Dich da so festbeißt. Mein Punkt war doch ein ganz anderer. 

 

alescha antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@alescha 

Kommt das mal bei dir an?

Bei mir ist etwas angekommen.

Danke, aber vermutlich nicht das, was du vielleicht gerne gesendet hättest?

 

 

 

ga2 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@ga2 

Ich weiß nicht. Mir ist nicht ganz klar, wie Du von dem, was ich schrieb, auf Jana Highholder kommst. Mir fehlt der Zusammenhang. 

Ich habe mich lediglich auf eine Aussage in einem Artikel über sie bezogen, in dem festgestellt wurde: "ihre radikalen Ansichten überschneiden sich oft mit denen rechter und demokratiefeindlicher Bewegungen – eine gefährliche Nähe" ist meiner Meinung nach was dran. Insbesondere was die Haltung zu Homosexualität, Transgender, das Festhalten an der traditionellen Familie (bzw. was man dafür hält), Abtreibung, Islam etc. betrifft." Und ich meinte, dass da was dran sei. 

Denn die Schnittmenge ist ja unbestreitbar, was manche Positionen zum Thema Homosexualität, Transgender, Abtreibung, Gendern, die Rolle der Frau u.a. betrifft. 

Siehst Du das anders?

Wohlgemerkt, damit sage ich nicht, dass Frau Highholder rechtsradikal ist. Oder andere konservative Christen. Ich sage nur, dass sich da manche Positionen überschneiden.

Und ich übernehme da auch keine Meinung. Ich habe mich schon vor der Ermordung Kirks gefragt, wie ein Großteil der Evangelikalen Trump gut finden kann oder hierzulande manche Christen die AfD. 

Und dann kommt halt oft sowas wie "Trump/die AfD ist gegen Abtreibung" oder eine Rückbesinnung auf christliche Familienwerte (=Vater-Mutter-Kind(er) und die Frau bleibt zuhause und kümmert sich um den Nachwuchs).

Also ob das alleine eine christliche Politik ausmacht.

Im übrigen haben auch viele konservative Christen hierzulande wenig Verständnis dafür, wie man für Trump oder die AfD Sympathien hegen kann und distanzieren sich von den Evangelikalen in den USA, zumindest von den Trump-Fans unter ihnen, die Trump die Stange halten, und das sind ja nicht wenige. 

alescha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @alescha

Denn die Schnittmenge ist ja unbestreitbar, ...

Das mit den Schnittmengen ist halt auch schwierig. 
Ich stelle für mich Schnittmengen mit so ziemlich jedem Schublädchen fest. 

chai antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@chai 

Schon.

Wird halt schwierig, wenn die Schnittmenge mit Rechtsradikalen dazu führt, dass rechten und demokratiefeindlichen Strömungen gewählt werden, die dann eine Politik betreiben und ein Gebaren an den Tag legen, was sich nicht so recht in Einklang mit der Lehre Jesu vereinbaren lässt.

alescha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@alescha Ist mir schon klar. 

Deshalb kann ich auch nur noch das (aus meiner Sicht) kleinste Übel wählen. 

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@alescha 

Eigentlich wollte ich mich hier ja zurückhalten, aber das ist irgendwie eine Steilvorlage, finde ich. Sorry.

Wird halt schwierig, wenn die Schnittmenge mit Rechtsradikalen dazu führt, dass rechten und demokratiefeindlichen Strömungen gewählt werden,

 

Als Folge davon darf man also keinerlei Äußerung öffentlich tätigen, die auch nur ansatzweise andeuten könnte, dass man in Deutschland oder Europa durch Migration Probleme haben könnte bzw. es zuviel Migration geben könnte und man die natürlich nicht vorhandenen eventuellen Probleme dadurch vielleicht eventuell doch nicht wirklich gut handlen konnte/kann? 😅

Oder für das Leben demonstrieren, weil da auch mal Rechte mitmarschieren?

Oder unpopuläre biblische Wahrheiten, so wie man sie halt versteht, äußern?

Oder als Arzt oder Ärztin die  Transistion von Kindern/Jugendlichen kritisch sehen, weil diese zum einen noch in der Entwicklung sind und die Folgen einer T. in dem Alter einschließlich aller medikamentösen Nebenwirkungen noch gar nicht richtig erforscht sind?

Ein perfekter Maulkorb 👍

Was mir dabei auffällt ist ein gewisser doppelter Maßstab.

Israelkritik ist für viele ja Usus, erlaubt und nötig und steht für sie nicht im Zusammenhang mit Antisemitismus, egal wie absurd die Kritik auch ist oder Zusammenhänge, Datenbasis, Umstände oder die Pluralität der israelischen Gesellschaft  auch sein mögen.

Auch egal, dass die Feinde Israels (Iran, der es auslöschen will und wo eine Uhr dazu die Zeit rückwärts zählt, Hamas, die mehrfach erklärt haben, den 7.10. immer wieder wiederholen zu wollen)

diese Kritik als Zuspruch und Ermutigung auffassen.
Und auch egal, dass sich auf der Welt die physischen Angriffe auf Juden häufen

(und das eben leider mehrheitlich aus muslimischen oder linken Kreisen) Obwohl in der Bibel steht, „Tröstet mein Volk“ und nicht „Kritisiert ihre gewählten Chefs, wenn die eine andere Meinung vertreten, als ihr sie gutheißt und kritisiert auch sonst alles, was euch an negativem auffällt.“

Dahingegen gilt ein Rückbesinnen auf traditionelle christliche Werte, die die Nächstenliebe nicht ausschließt und ein Infragestellen mancher gesellschaftlichen Entwicklungen oft als „rechts“ „faschistisch“ oder „reaktionär“ und viele scheinen ein künftiges 1933 2.0 zu sehen, wenn man sowas äußert oder befürwortet.

Ich sehe inzwischen Maulkörbe, Cancelculture, Ausgrenzung von andersdenkenden Christen, statt dass man als Geschwister das verbindende Element, das Erlösungswerk Jesu zu sucht.
Es heißt in der Bibel, wenn jemand vom Weg abgekommen ist, soll man mit ihm reden, wie mit jemandem, der von Jesus nichts weiß.

Wie sieht diese Rede wohl aus?

„Du böser Nazi, bereu endlich und änder dich!“ oder  „Jesus hat den Preis für dich bezahlt, er will dich heilen. Gott ist gnädig, lerne ihn kennen, ich helfe dir dabei“?

Diese ganzen Diskussionen, ob Amerika jetzt zur faschistischen Diktatur wird oder ein Schwarzmalen, bei dem fast alles was rechts der Linken/Spd steht braun gemalt wird und auch mit Nationalsozialismus als Angstbild gearbeitet wird, nervt mich nur noch.

Zum einen, was in den USA geschieht, können wir eh nicht ändern. 

Zum anderen, wenn wir weiterhin in Deutschland ein Viertel der aktiven Wähler ausgrenzen und auch konservative Parteien aus Angst, die AfD zu unterstützen, einen auf links machen, sollte jedem eigentlich klar sein, dass da etwas grundverkehrt läuft. 
Ich erinnere mich an den Spruch „Hast du was gegen Ausländer?!“ der gerne mal angebracht wurde, wenn man mit dem Verhalten einer türkischen Person Probleme hatte. Als ob der Grund in der anderen Nationalität gelegen hätte. Irgendwie haben wir inzwischen ein gesamtgesellschaftliches Klima in der Art, scheint mir.

Wenn man Lob von der Hamas oder Katar bekommt, sollte man sich als Regierung übrigens fragen, was man verkehrt gemacht hat.

Und letztlich sind wir Christen doch in Gottes Hand, oder? Wir beten doch „Dein Wille geschehe“. 
Und so wird es sein.

Für uns wichtig, uns immer wieder persönlich an Jesus und Gottes Wort zu orientieren. Beziehung leben halt und uns von da leiten lassen.

ga2 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@ga2 

Als Folge davon darf man also keinerlei Äußerung öffentlich tätigen, die auch nur ansatzweise andeuten könnte, dass man in Deutschland oder Europa durch Migration Probleme haben könnte bzw. es zuviel Migration geben könnte und man die natürlich nicht vorhandenen eventuellen Probleme dadurch vielleicht eventuell doch nicht wirklich gut handlen konnte/kann? 😅

Oder für das Leben demonstrieren, weil da auch mal Rechte mitmarschieren?

Oder unpopuläre biblische Wahrheiten, so wie man sie halt versteht, äußern?

Oder als Arzt oder Ärztin die  Transistion von Kindern/Jugendlichen kritisch sehen, weil diese zum einen noch in der Entwicklung sind und die Folgen einer T. in dem Alter einschließlich aller medikamentösen Nebenwirkungen noch gar nicht richtig erforscht sind?

Wie kommst Du jetzt darauf? Was hat das damit zu tun, dass man womöglich rechtsextrem und demokratiefeindlich wählt? Lies Dir doch bitte den Satz, auf den Du Dich beziehst, nochmal durch. (Und ja, ich hätte statt rechts rechtextrem schreiben sollen.)

Und mir ist auch nicht klar, warum Du hier den "man darf ja nichts mehr sagen" Narrativ bedienst. Ist es für Dich schon ein Redeverbot und Maulkorb, wenn man für seine Meinung mit Widerrede rechnen muss?

Und mit Deinen Ausführungen über Israelkritik und Antisemitismus kann ich an dieser Stelle nicht wirklich was anfangen, tut mir leid.

Dahingegen gilt ein Rückbesinnen auf traditionelle christliche Werte, die die Nächstenliebe nicht ausschließt und ein Infragestellen mancher gesellschaftlichen Entwicklungen oft als „rechts“ „faschistisch“ oder „reaktionär“ und viele scheinen ein künftiges 1933 2.0 zu sehen, wenn man sowas äußert oder befürwortet.

Das Problem ist nicht "rechts" oder "reaktionär", sondern rechtsradikal oder rechtsextrem.

Natürlich gibt es auch Linke, a.k.a. linksgrünversiffte oder woke Gutmenschen, die hier übers Ziel hinausschießen und mit dem Begriff "Nazi" und "faschistisch" etwas inflationär unterwegs sind.

Dem Rest dürfte klar sein, dass z.B. nicht jeder, der z.B. gegen Abtreibungen ist, rechts, faschistisch oder reaktionär ist und deswegen gleich rechtsextremistische Parteien wählt. 

Wobei für mich auch noch darauf ankommt, wie das "Infragestellen mancher gesellschaftlicher Entwicklungen" so aussieht. Wenn das beispielsweise so aussieht, dass man Personen, die nicht in das binäre heteronormative Cisgender-System passen, herabsetzt und diffamiert, muss man sich nicht wundern, dass da Gegenwind kommt. Sowas lässt sich auch nicht mehr mit christlichen Werten vereinbaren. 

Und wenn eine Christin etwa soweit geht, dass man an der Grenze auf Flüchtlinge schießen dürfe, muss die sich nicht wundern, dass sie im rechtsextremen Spektrum verortet wird, denn solche Denkweisen haben nichts mit traditionellen christlichen Werten zu tun. 

Wenn eine Christin Lügen aus politischem Kalkül Lügen über andere verbreitet, hat das auch nichts mehr mit traditionellen christlichen Werten zu tun. 

auch konservative Parteien aus Angst, die AfD zu unterstützen, einen auf links machen

Nimm's mir nicht übel, aber hier muss ich gerade bitter lachen. Wo, bitte, macht die CDU/CSU gerade einen auf links? Nenne mir bitte Beispiele. Im Gegenteil machen die gerade wieder einen auf rechts, im irrigen Glauben, damit Wähler von der AfD zurückholen zu können. Die Migrationspolitik, die die Regierung gerade verfolgt, ist alles andere als links. Die Sozialpolitik u.a. mit ihrem Bürgergeldempfänger- und Rentnerbashing ist das glatte Gegenteil von links. Die eher rückwärtsgewandte Energiepolitik ist auch nicht links. Die Idee aus dem Innenministerium, Daten zum früheren Geschlechtseintrag und früheren Vornamen von trans Menschen zu speichern und weiterzugeben, ist auch nicht links.

Dazu kommen etliche Aussagen von Unionspolitikern, die so oder so ähnlich auch von der AfD hätten kommen können. Versuche des Stimmenfangs am rechten Rand.

Mir fallen also etliche Punkte ein, wo die derzeitige Regierung eher einen auf rechts macht. Jetzt würde mich interessieren, wo Du meinst, dass sie im Gegenteil einen auf links macht.

Ich erinnere mich an den Spruch „Hast du was gegen Ausländer?!“ der gerne mal angebracht wurde, wenn man mit dem Verhalten einer türkischen Person Probleme hatte. Als ob der Grund in der anderen Nationalität gelegen hätte. Irgendwie haben wir inzwischen ein gesamtgesellschaftliches Klima in der Art, scheint mir.

Und ich beobachte, dass jedesmal, wenn sich irgendwo jemand daneben benimmt, sofort "unsere Goldstücke", "die Fachkräfte", "Merkels Gäste" irgendwelche Mohammeds oder Mustafas, also kurz Migranten, als Tatverdächtige in den Raum geworfen werden. Und wenn es dann heißt, dass der Täter ein Deutscher war, wird sofort nach dem Vornamen gefragt. 

Wenn es Dich interessiert, lese Dir mal das durch:

240123-update-hassbedrohungengewalt.pdf

und 

https://netzpolitik.org/2020/facebook-und-parteien-bei-hass-kommentaren-liegt-die-afd-vorn/#netzpolitik-pw

Das Problem ist nicht nur die linkswoke cancel culture

Und letztlich sind wir Christen doch in Gottes Hand, oder? Wir beten doch „Dein Wille geschehe“. 
Und so wird es sein.

Für uns wichtig, uns immer wieder persönlich an Jesus und Gottes Wort zu orientieren. Beziehung leben halt und uns von da leiten lassen.

Amen dazu!

Das heißt aber nicht, dass man Probleme, auch innerhalb des christlichen Spektrums, nicht benennen darf. 

 

 

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@ga2 

Als Folge davon darf man also keinerlei Äußerung öffentlich tätigen, die auch nur ansatzweise andeuten könnte, dass man in Deutschland oder Europa durch Migration Probleme haben könnte bzw. es zuviel Migration geben könnte und man die natürlich nicht vorhandenen eventuellen Probleme dadurch vielleicht eventuell doch nicht wirklich gut handlen konnte/kann? 😅

Hast du das schon mal ausprobiert...? Ich frage mich nämlich immer, was da eigentlich passieren soll, wenn man die Migrationspolitik hierzulande kritisiert.

Ich selber arbeite in einem eher linksliberalem Umfeld und habe auch öfters mit Flüchtlingen zu tun... und gerade deshalb habe ich keine Probleme damit, auf Probleme hinzuweisen, von denen es nicht gerade wenig gibt - unter anderem auch die Tatsache, dass etliche Leute hierher kommen, die keinerlei Tendenz dazu zeigen, sich hier integrieren zu wollen.

Freilich, wenn ich an dieser Stelle kritisiere, dann tue ich es sehr spezifisch und konkret - wenn man sich hier auf stumpfe "Ausländer raus!" Rufe oder "Mehr Abschiebungen!" beschränkt, dann darf man sich nicht wundern, wenn man in eine bestimmte Schublade gesteckt wird.

Wenn man aber konkret darauf hinweist, dass bestimmte kulturelle Unterschiede eine Integration sehr schwer machen und das keineswegs nur an den Angeboten hier in Deutschland, sondern auch an der mangelnden Bereitschaft der Betroffenen liegt... dann spricht man ein konkretes Problem an, das von der Politik (vor allem aus der linken Ecke) viel zu sehr ignoriert wird.

Oder für das Leben demonstrieren, weil da auch mal Rechte mitmarschieren?

Wenn da die Leute AfD Flaggen oder Symbole von "Die Heimat" oder "Der dritte Weg" zeigen... dann sollte man sich halt gut überlegen, ob man sich da wirklich einreihen möchte.

So etwas nicht zuzulassen liegt halt in der Verantwortung des Veranstalters.

 

Oder als Arzt oder Ärztin die Transistion von Kindern/Jugendlichen kritisch sehen, weil diese zum einen noch in der Entwicklung sind und die Folgen einer T. in dem Alter einschließlich aller medikamentösen Nebenwirkungen noch gar nicht richtig erforscht sind?

Auch da kommt es drauf an, ob man informiert ist oder einfach nur irgendwelche Vorurteile und Verschwörungserzählungen nachplappert.

Tatsache ist, dass "Transsexualität" unter biologischen Mädchen zugenommen hat, wobei sich das in vielen Fällen als Irrtum herausstellt. Es fällt diesen Mädchen einfach schwer, sich selber anzunehmen, weshalb sie die Flucht in die Vorstellung antreten, lieber ein Junge sein zu wollen.

Solche Phänomene müssen von entsprechenden Fachleuten natürlich berücksichtigt werden, das erfordert einen entsprechend sensiblen Umgang.

Auf der anderen Seite hat eine Transition in jungen Jahren vielen Betroffenen schon sehr geholfen. Nicht allein deshalb, weil das Ganze dann unauffälliger stattfindet und man es den Leuten später weniger ansieht.

Wer hier nur eine Seite sieht und die andere ignoriert, der braucht sich nicht zu wundern wenn es Gegenwind gibt...

 

Ich sehe inzwischen Maulkörbe, Cancelculture, Ausgrenzung von andersdenkenden Christen,

Das gibt es auch.

Oft gibt es aber lediglich Gegenstimmen und Debatten, die einem selbst nicht immer zustimmen. Und so ist das eben in einer funktionierenden Demokratie... da gibt es verschiedene Meinungen.

Und das hat dann nichts mit "Cancel Culture" zu tun.

 

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @alescha
 

Ich sehe diesen Thread im Zusammenhang mit dem Thread über Charlie Kirk.

Ich auch. Und ich sehe da auch ein großes Verwechslungspotential 
(zumindest für mich - ich weiß nie, in welchem Thread ich mich grad befinde).

Mir sagte jetzt der Name Jana Highholder nichts. 

Mir auch nicht. Aber ich ließ mich von meinen Töchtern aufklären. 
Jetzt weiß ich, was eine 'Christfluencerin' ist (nicht so schlimm wie eine 'Tradwife').
Ich find's ein bissel erstaunlich, dass die jungen Frauen heute enger denken wie die Generationen vor ihr - aber ich denk auch mal, dass es da halt immer mal in die eine und dann in die andere Richtung ausschlägt. 

Ich glaube auch kaum, dass jemand wie Trump unter deutschen Christen so viel Erfolg hätte.

Ich persönlich auch nicht, aber evtl. liegt das eben auch an dem anderen Verständnis von Christentum. 

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@chai 

Jana Higholder war mir lange ein Begriff durch ihren Poetryslam. Extrem berührende, mut  machende und inspirierende Beiträge. Ich habe auch ihre Beiträge aus ihrer Corona Quarantäne verfolgt. Ab und an mal einen ihrer Beiträge zwischendurch gehört.
Und zu Beginn dieser Debatte noch etwas genauer geschaut/gehört.

Sie wird mE darauf „festgenagelt“, dass sie sich auch mal derart geäußert hat, was nicht in die heute allgemein geltende Meinung wie Frauen sich äußern müssten, passt.

Das macht aber mW nur einen sehr geringen Anteil ihrer Beiträge aus und sie zwingt weder, noch verurteilt sie. Bietet eher die Perspektive, kann man es auch anders sehen?

Ihre Beiträge fordern einerseits mich als Christin heraus, weisen aber immer auf Gottes große Liebe zu den Menschen hin.

Hier ein Beitrag in dem sie über Vergebung, Schuld und Gnade spricht.

ga2 antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@alescha 

Der Threadersteller schreibt hier irgendwo von einem befreundeten „radikalisierten“ Ehepaar, seine Antwort an mich sind Allgemeinplätze.

Ich möchte immer noch konkret wissen, wie sich deren „Radikalisierung“ jetzt konkret in Worten und Taten zeigt. Was sich da genau geändert hat, dass er sie jetzt als „radikalisiert“ bezeichnet.

ga2 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@ga2 

Dafür kann ich nichts. Ich bin nicht für die Beiträge von meriadoc verantwortlich.

Ich kann nur schreiben, welchen Eindruck ich von der evangelikalen Szene oder zumindest Teile der evangelikalen Szene habe.

Und wenn da schon Pastoren und Leute mit nicht unbedeutenden Positionen die Feststellung machen, dass Jesus schon als "links" abgestempelt wird, und man einen Mann nicht nur Personen wie Charlie Kirk feiert sondern auch verurteilte Sexualstraftäter, die in einem fort lügen, hetzen und diffamieren und die christliche Lehre mit Füßen treten, darf man sich doch als deutscher Christ, auch als konservativer, so seine Gedanken machen, wie die Kollegen in den USA wohl ticken.

alescha antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

[Beitrag auf Wunsch des Verfassers gelöscht. MfG AleschaMod]

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1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 857

@chai 

Rechtsnationale Christen glauben eh an einen anderen Jesus als den, der in den Evangelien verkündigt wird!

Denen geht es um ein Wohlstandsevangelium. Wenn man rechtsnationale C. fragt, warum Jesus viele sozialistische Positionen vertritt, kommen sie ins Schwimmen und deuten die Evangelien um, wie es damals bei den "Deutschen C." geschah.

 

Daher ist es schwierig, mit rechtsnationalen C. zu diskutieren bzw. Gemeinschaft zu haben.

1-ichthys antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@1-ichthys Ich bin kein Freund vom Begriff 'Wohlstandsevangelium'. 
Das ist auch so ein Begriff, der unterschiedlich genutzt wird. Wie so viele. 
Aber ich denke, ich weiß, was Du meinst.

chai antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@1-ichthys 

Also fassen wir zusammen.

"linke" und "Mitte" Christen glauben an den einzigen richtigen Jesus (natürlich völlig unabhängig wie man zur Dreieinigkeit, Abtreibungen und sexuellen Moral steht...) und alle "rechten" Christen glauben automatisch an ein Wohlstandsevangelium und anderen Christus? 🙂

kappa antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3214

@kappa 

Auch wenn das nicht an mich gerichtet war:

linke" und "Mitte" Christen glauben an den einzigen richtigen Jesus

Ich denke, auch „rechte“ Christen glauben an Jesus. Ich möchte ihnen gar nicht ihren Glauben absprechen.

Nur merken manche nicht, dass Teile ihrer politischen Ansichten sich gar nicht mit dem decken, was Jesus sagt.

stern antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

@stern

Nur merken manche nicht, dass Teile ihrer politischen Ansichten sich gar nicht mit dem decken, was Jesus sagt.

Ist das denn bei den Linken so viel anders? Das ist ein dünnes Eis.

mikefrommuc antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3214

@mikefrommuc 

Das ist bei den „linken“ und den „mittigen“ auch nicht anders. Und wieso? Weil der Maßstab immer Jesus ist, für jeden der an ihn glaubt. 

stern antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 857

@mikefrommuc 

Der Threadersteller fragte aber nach rechten Christen in den USA.

1-ichthys antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@mikefrommuc 

Es geht hier jetzt aber um rechte Christen.

Die "linken" Christen fallen zumindest nicht dadurch auf, dass sie sich publikumswirksam mit der Bibel ablichten lassen, beten oder sich segnen lassen (warum fällt mir da wieder Matthäus 6,5 ein?) und gegen Minderheiten (Migranten, LGTBTQ) hetzen und Abtreibungsgesetze durchsetzen oder durchsetzen wollen, die eine Abtreibung nur noch bei Gefahr für das Leben der Mutter (nicht aber bei Inzest und Vergewaltigung) vorsehen. 

Die rechten Christen sind in den USA eine Gruppe, die erheblichen Einfluss ausübt - und das halt nicht unbedingt zum Guten, wie man in den USA nun sehen kann. Denn eine freiheitlich-demokratische Grundordnung ist nicht unbedingt eine ihrer Prioritäten. 

Während "linke" Christen eher nicht dazu tendieren, ihre Überzeugungen - selbst wenn sie konservativ sind - als Maßstab dafür zu nehmen, wie andere Menschen zu leben haben. 

Nächstenliebe ist eine ganz zentrale Lehre Christi, und Verstöße dagegen sehe ich jetzt eher bei rechten oder, präziser, rechtsradikalen und rechtsnationalen Christen. 

alescha antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@alescha 

Gott sei Dank treten Sie für ungeborenes Leben ein (sonst macht es ja niemand) und auch eine gewisse Verantwortung, mit wem man denn ins Bett springt.

Lustbefriedigung hat im Zeitgeist halt einen höheren Stellenwert als bei dem Christentum was in moralischen Grundüberzeugungen bis auf die ersten Christen zurück zu verfolgen ist .

Was mit dem Medienwirksamen Auftreten mit Bibel angeht, das ist komplett was anderes wie zur Zeit Jesu.

Damals war es eine Religiöse Gesellschaft wo man quasi hohes Ansehen bekommen hat, den Glauben zur Schau zu stellen.

Heute ist es das exakte Gegenteil, man wird belächelt bis verachtet. 

kappa antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@kappa 

Was mit dem Medienwirksamen Auftreten mit Bibel angeht, das ist komplett was anderes wie zur Zeit Jesu.

Damals war es eine Religiöse Gesellschaft wo man quasi hohes Ansehen bekommen hat, den Glauben zur Schau zu stellen.

Heute ist es das exakte Gegenteil, man wird belächelt bis verachtet.

"Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, um sich vor den Leuten zu zeigen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten." (Matthäus 6, 5-6)

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@kappa 

Gott sei Dank treten Sie für ungeborenes Leben ein (sonst macht es ja niemand) und auch eine gewisse Verantwortung, mit wem man denn ins Bett springt.

Ach, und "linke" Christen machen das nicht? Die sind dann für Abtreibung und für wildes durch-alle-Betten-Hüpfen?

Damals war es eine Religiöse Gesellschaft wo man quasi hohes Ansehen bekommen hat, den Glauben zur Schau zu stellen.

Heute ist es das exakte Gegenteil, man wird belächelt bis verachtet. 

Die Evangelikalen sind in den USA eine politisch sehr einflussreiche Gruppe. Sieht man ja. 

Warum lässt sich denn Trump mit der Bibel ablichten? Warum gibt es Bilder, die Trump im Kreis betender und ihm Hände auflegender Menschen zeigen? Weil man damit belächelt und verachtet wird? Oder weil man damit Wähler gewinnt?

alescha antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@alescha 

Hallo Alescha,

Trump macht das natürlich um die Religiösen als Wähler zu gewinnen.

Beim Beispiel von Jesus geht es aber um Zwischenmenschliches, Lokales.

Im Bibelbelt wird das vermutlich funktionieren - in LA oder New York eher nicht. 

Hier geht es aber nicht nur um die USA sondern auch um unsere Heimat. In Deutschland kannste egal wo hingehen, da ist nichts mit "Ansehen" durch öffentlichen Glauben.

Ich kenne tatsächlich kein Fall wo Linke Gruppen sich für das Ungeborene Leben sich eingesetzt haben. Wenn es Linke Christen gibt wo das tun, finde ich das natürlich gut - dann muss ich mich entschuldigen. Ich habe wie gesagt das noch nicht gehört.

kappa antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@kappa 

Trump macht das natürlich um die Religiösen als Wähler zu gewinnen.

Eben. Und er ist ja nicht alleine damit.

Hier geht es aber nicht nur um die USA sondern auch um unsere Heimat. In Deutschland kannste egal wo hingehen, da ist nichts mit "Ansehen" durch öffentlichen Glauben.

Ich sage mal so: Wer seinen Glauben öffentlich zelebriert, bezweckt etwas damit. Und damit meine ich jetzt nicht Dankesgesten, wie es z.B. gläubige Fußballer beim Torjubel machen. Oder auch keine Verweise auf den Glauben in Interviews. Sondern das, was tatsächlich in den USA gang und gäbe ist. Das ist in Deutschland so nicht üblich.

Wenn es Linke Christen gibt wo das tun, finde ich das natürlich gut - dann muss ich mich entschuldigen. Ich habe wie gesagt das noch nicht gehört.

Jetzt müsste man mal definieren, was man unter "linken Christen" versteht. Was verstehst Du darunter?

Ich denke, man kann als Christ politisch links orientiert sein, in Glaubensfragen aber eher konservativ.

 

 

 

alescha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @alescha

Hier geht es aber nicht nur um die USA sondern auch um unsere Heimat. In Deutschland kannste egal wo hingehen, da ist nichts mit "Ansehen" durch öffentlichen Glauben.

Ich sage mal so: Wer seinen Glauben öffentlich zelebriert, bezweckt etwas damit. Und damit meine ich jetzt nicht Dankesgesten, wie es z.B. gläubige Fußballer beim Torjubel machen. Oder auch keine Verweise auf den Glauben in Interviews. Sondern das, was tatsächlich in den USA gang und gäbe ist. Das ist in Deutschland so nicht üblich. 

Genau das. 
Dieses Bibel-Hochhalten zieht hier einfach nicht so.

chai antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@alescha 

Hi, ich meine einfach Christen aus dem Linken Spektrum.

In Gegenden die sehr sehr Religiös sind könnte man mit öffentlichen Pauschalen Gesten natürlich auf jeden Fall persönlichen Profit schlagen. Ich glaube nur nicht das des allgemein so ist bzw. das es große Gebiete gibt wo das nicht funktioniert 

kappa antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@kappa 

Hi, ich meine einfach Christen aus dem Linken Spektrum.

Und die sind dann alle fürs wilde durch die Betten hüpfen und halten Abtreibung lediglich für eine weitere Form der Familienplanung?

Wie viele Christen aus dem linken Spektrum kennst Du?

alescha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@kappa 
1.
Ich denke, man muss da wirklich zwischen hier (Deutschland) und dort (USA) unterscheiden. Ich sehe dort nicht mehr (echte) Moral als hier, es wird halt nur medial genutzt. Ist ja nicht so, als ob der 'Hüter der Moral' selber eine moralisch weiße Weste hätte. 

2.
Das mit der Abtreibung hatten wir schon öfters - wenn nicht viel fürs vorhandene Leben getan wird, ist der propagierte Schutz des ungeborenen Lebens auch nicht viel wert. 

3. 
Während hier überlegt wird, ob sich die Religion überhaupt politisch äußern darf, mischt sich die Religion dort sehr aktiv in die Politik ein. Und ich wage zu behaupten, dass nicht jeder Politiker dort wirklich gläubiger ist als hier.

chai antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@chai Hi zu 

1) Ja da gibt es ein Unterschied. Aber in dem Thread ist es nicht mehr ganz klar ob es um Europa oder die USA geht. 

Wurde ja auch die Frage gestellt wie man mit solchen Christen umgehen soll. Da wir hier in Deutschland sind kann man schon davon ausgehen daß es hier auch um Deutschland geht.

Auch in den USA ist es ein Unterschied im Bibel Belt oder in New York das zu öffentlich machen 

 

Zu 2

Entweder es ist vor Gott Mord oder nicht. Das kann nicht abhängig vom Sozialstaat sein.

In Deutschland wird keine Frau mit einem Neugeborenen verhungern. Hier wird -bezogen auf unsere Demografie und der Inflation oder Mieten zwar zu wenig für Familien- getan, aber trotz allem ist es nicht so das man ein Lebensunwürdiges Leben führen muss nur weil ungeplant ein Kind kommt.

In der Schweiz zum Beispiel - wurde mir von einer Schweizerin mitgeteilt - sind die meisten Kinder die angetrieben werden die Zweiten oder Dritten.  Also bevor man zwei Kindern zumutet in einem Zimmer zu schlafen, wird lieber einem das Leben verwehrt.

 

3 trifft auf die USA sicher schon zu . In Deutschland halt kaum

 

kappa antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@kappa 

Entweder es ist vor Gott Mord oder nicht. Das kann nicht abhängig vom Sozialstaat sein.

Hier ist eher die Doppelmoral mancher Christen gemeint.

Da wird sich für das ungeborene Leben eingesetzt, z.T. ohne Rücksicht auf die Mutter. Es gab ja durchaus schon Fälle, wo schwangere Frauen gestorben sind, weil Ärzte sich aufgrund restriktiver Abtreibungsgesetzgebung lebensrettende Maßnahmen unterlassen haben. Es gibt Fälle, wo Kinder, die durch Missbrauch schwanger geworden sind, das Kind austragen müssen oder in andere Bundestaaten reisen müssen. Charlie Kirk selbst sagte, dass, wenn seine 10jähige Tochter durch eine Vergewaltigung schwanger würde, das Baby zur Welt gebracht würde.

Es sind aber zum guten Teil die selben Leute, die im Umgang mit geborenem Leben nicht zimperlich sind. Sei es beim Runterfahren sozialer Leistungen, Einsparungen im Gesundheitswesen, einer harten Migrationspolitik. Ich habe gelesen, dass eine schwangere Migrantin, die von der ICE eingefangen wurde, ihr Kind dank der miesen Behandlung verloren hat. Und hierzulande wollte die gläubige Christin von Storch an der Grenze auf Frauen und Kinder schießen lassen. O.k., das mit den Kindern hat sie zurückgenommen.

Ich weiß noch, dass Christen frohlockten, als Planned Parenthood Förderungen gestrichen wurden, das wurde als Schlag gegen die "Abtreibungsindustrie" gefeiert. Dass Abtreibungen nur einen kleinen Teil der Leistungen von Planned Parenthood ausmachen war nicht bekannt oder wurde ignoriert. Hauptsächlich wird sich dort gekümmert, dass Frauen gar nicht erst ungewollt schwanger werden, man sorgt für die medizinische Versorgung Schwangerer, es gibt Vorsorge gegen Geschlechtskrankheiten etc. Aber all das ist ja nicht so wichtig - Hauptsache, man hat vermeintlich was gegen Abtreibungen getan.

Meine Meinung ist, dass ungeborenes Leben natürlich schützenswert ist - geborenes aber nicht minder. Und dem, der sich für ungeborenes Leben einsetzt, sich aber ansonsten für eine menschenfeindliche Politik einsetzt, erlaube ich mir Heuchelei und eine Doppelmoral zu attestieren. 

 

alescha antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@kappa Ich würde den Begriff des Wohlstandsevangeliums da mal raushalten. Der hat seine ganz eigene Problematik.

Bei MAGA sind auch wohl Amische mit dabei, denen es ganz sicher nicht um Wohlstand geht.

Die rechte geistliche Strömung nehme ich als von Law-and-Order geprägt wahr. Sie sind fixiert auf Gesetze, auf Sünde und das Bestrafen von Sündern. In der Bibel finden wir die am ehesten bei den Pharisäern.

Sie lehnen Gnade, Barmherzigkeit, Teilen von Gütern, Wohlwollen gegenüber Menschen anderer Rasse, weiblichen Geschlechts (wenn es um berufliche Karriere geht), und erst recht anderer politischer Ausrichtung ab.

Einen Jesus, der Sünder annimmt statt sie zu verurteilen, der ihnen die Schuld nimmt und in einen Neuanfang hineinführt, ist ihnen vermutlich unheimlich.

Wenn ich an die Amisch denke, dann sind die sehr bemüht, den Willen Gottes zu tun. Aber sie wollen aus ihren frommen Leistungen heraus den Willen Gottes tun - nicht aus einer angstfreien (weil Jesus die Strafe für unsere Sünden getragen hat) Beziehung zum Herrn, die auch in Taten münden wird - nur eben keine selbstgewählten nach den Beispielen aus der Bibel, sondern als Diener des Herrn, der uns über den Heiligen Geist konkret dazu triggert.

Die Gesellschaft, die durch beide Wege geformt wird, ist jeweils komplett anders. Dort, wo das Gesetz noch das Zentrum ist, wird es Härte, Verfolgung und Angst geben. Dort, wo ich von Schuld befreit frei leben darf, kann Liebe werden und eine Gesellschaft entstehen, bei denen die Menschen sich gegenseitig fördern statt anzuklagen. Das ist dann schon viel eher Himmelreich.

goodfruit antworten
Arcangel
Beiträge : 6387

@meriadoc

Also erst einmal nur, weil sich jemand als Christ bezeichnet, bedeutet dies noch lange nicht, dass er oder sie als Nachfolger Christi lebt. 

Nicht jeder der sich Christ schimpft ist auch Christ, etwas, das gerade in den USA eine Rolle spielt. 

arcangel antworten
5 Antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3214

@arcangel 

bedeutet dies noch lange nicht, dass er oder sie als Nachfolger Christi lebt. 

…dann ist er aber auch kein „Bruder im Herrn“….sondern eventuell im schlechtesten Fall ein Wolf im Schafspelz…und im besten ein sehr verirrtes Schaf, das man erst wieder einholen muss auf die Weide….

stern antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@stern 

Ich kann nicht beurteilen, was im Herzen eines Menschen ist. Was ich aber beurteilen kann, ist, was ein Mensch sagt oder tut. 

arcangel antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3214

@arcangel 

Ich kann nicht beurteilen, was im Herzen eines Menschen ist. Was ich aber beurteilen kann, ist, was ein Mensch sagt oder tut. 

Er war in erster Linie ein Mensch, dessen Tod als -menschlich betrachtet- völlig unnötig war. 

Ein Urteil ist überflüssig und vermutlich auch nicht angemessen was seine Person angeht, da muss ich dir recht geben.

Aber ob er mit seinen Worten und Taten an das heranreicht, für was Jesus steht- das kann ich schon beurteilen.

stern antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@stern 

Aber ob er mit seinen Worten und Taten an das heranreicht, für was Jesus steht- das kann ich schon beurteilen.

Und da gibt es genug Videos, um das zu beurteilen, und wie gesagt, da zeichnet sich für mich zumindest ein ambivalentes Bild. Manches ist klar politisch rechtskonservativ motiviert und bei anderem sehe ich die christliche Position. 

arcangel antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @stern

@arcangel 

bedeutet dies noch lange nicht, dass er oder sie als Nachfolger Christi lebt. 

…dann ist er aber auch kein „Bruder im Herrn“….sondern eventuell im schlechtesten Fall ein Wolf im Schafspelz…und im besten ein sehr verirrtes Schaf, das man erst wieder einholen muss auf die Weide….

Wie schon erwähnt - 'Christ' ist kein geschützter Begriff. 'Bruder im Herrn' auch nicht. 

chai antworten


Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188

@meriadoc Tja, wie verhält man sich gegenüber denen, die einfach nicht so sein wollen, wie man selber ist? Erstmal akzeptieren vielleicht? Und dann sehen, wo man Gemeinsamkeiten hat.

deleted_profile antworten
neubaugoere
Beiträge : 19188

@meriadoc 

Kennst du denn persönlich so viele? Wieso nicht einfach wie jeden anderen auch: mit Respekt und der Liebe Jesu, weil wir hier sind, um sie alle zu lieben.

Veröffentlicht von: @meriadoc

Bin ich der einzige der sich wundert? 

Rechte Pöbler halten die Bibel hoch. Wettern gegen HS, gegen Andersdenkende, Hautfarbe und gegen Abtreibung (finden aber Waffen okay) . In USA die Evangelikale voran und hier wohl auch. Irgendwie gruselig. 

Wie soll ein gemäßigter Christ sich gegenüber „radikalisierten“ Christ verhalten? M.

Ja, wie sollen wir den Menschen begegnen? ...

Ich wundere mich maximal darüber, was du dir alles in deinen Kopf reinziehst (Eigenverantwortung) und dich dann wunderst, wenn es dich überfordert und dir Kopfschmerzen bereitet.

neubaugoere antworten


JohnnyD
Beiträge : 1778

@meriadoc

Eigenwahrnehmung mit der Realität abgleichen.

Du schreibst von "Rechten" und bezeichnest die dann als radikalisierte Christen.

Rechte sind eine Variante im normalen demokratischen Spektrum. Wenn du bereits damit Probleme hast, dann bist du jedenfalls kaum derjenige, der gemäßigter Christ ist. 😉 

johnnyd antworten
Tojak
 Tojak
Beiträge : 655

@meriadoc 

Es gibt einige Beispiele, wie es richtig geht.

Aktuell in den USA die Bischöfin Mariann Edgar Budde, die Trump sehr klar und direkt ins Gewissen geredet hat, in ihrer Predigt bei seinem Inaugurations-Gottesdienst (oder wie das sonst heißt). In der US-Geschichte fallen mir Martin Luther King ein. Auch Jimmy Carter, dessen christliche Prägung auch in seiner Präsidentschaft erkennbar war.

In der deutschen Geschichte kann man sich an der Bekennenden Kirche orientieren, die sich den Nazis widersetzt hat. Ich empfehle zur Lektüre die "Barmer Theologische Erklärung" und Dietrich Bonhoeffers Aufsatz "Nach zehn Jahren". Auf der katholischen Seite fällt mir der Bischof (später Kardinal) August Graf von Galen ein, der ebenfalls klar gegen die Nazis Stellung bezogen hat.

Was sich in den USA jetzt gerade öffentlich und gefühlt erdrutschartig abspielt (Ausschaltung demokratischer Institutionen, Rechtsmissbrauch, Abschaffen der Gewaltenteilung, Einschränkung der Pressefreiheit), haben wir in Deutschland auch schon mal erlebt.

Radikale, rassistische und gewaltbereite Evangelikale gibt es in den USA dagegen nicht erst neuerdings. Sie haben dort eine lange Tradition.

tojak antworten


GoodFruit
Beiträge : 4219

@meriadoc Jesus hat das, dem anderen den Glauben abzusprechen, als eine der schwersten Sünden herausgestellt. Zu behaupten, der Bruder habe nicht den heiligen Geist, ist No-Go.

Von daher muss man sehr, sehr vorsichtig sein, wenn man hier ausgrenzen will.

Aber es gibt nun einmal Positionen, die sind hochproblematisch, die sind geeignet, das Evangelium komplett zu zerstören, den Weg Jesu ans Kreuz komplett sinnlos erscheinen lassen.

Und diese Gefahr sehe ich bei vielen amerikanischen Christen aus der Law-and-order Richtung, also die ganz, ganz Rechten.

Mir scheinen ihre Positionen von extremen Ausprägungen des Calvinismus geprägt zu sein.

Der Calvinismus hat ja als eine wichtige Lehre die Prädestination, die Vorherbestimmtheit unseres Weges Zeit Lebens, ja schon vor unserer Geburt.

Ich halte diese Position aus einem Missverständnis der Position der Ewigkeit, die Gott zu eigen ist, begründet. Gott ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Gott ist der Dimension der Zeit enthoben, die eine einschränkende Dimension der materiellen Welt zu sein scheint. Damit ist klar, dass Gott überall ist - auch überall in unserer persönlichen Geschichte und damit ist Gott genauso gegenwärtig zu dem Zeitpunkt unserer Geburt, heute und auch, wenn uns ganz große Dinge gelingen oder wir ganz tief fallen. Gott weiß das alles - aber wir sind deshalb nicht Gottes Marionetten und hier liegt der Irrtum bei den Calvinisten vor. Zu dem von Gott geschaffenen Menschen gehört die Freiheit - was die Freiheit Gutes wie auch ganz, ganz böses zu tun einschließt. Dir Freiheit ist das Designelement, das den Menschen zum Menschen in Gottes Schöpfungsabsicht als Gottes Gegenüber macht.

Nehme ich dem Menschen die Freiheit, wie das grad auch rechte Christen in den USA versuchen, so raube ich Gott seine Kinder, denn es geht nicht in erster Linie darum, ob wir gutes oder böses tun, sondern es geht darum eine liebevolle, vertrauensvolle Beziehung zum Herrn haben, die Jesus sogar in Zeiten schlimmster Sünde durchtragen kann.

Das sieht man bei den Ultrarechten Christen anders. Wer da sündigt, wer da abweicht, der hat sein Lebensrecht verwirkt, der hat sich als Verdorben erwiesen.

Neulich stieß ich in einem Gespräch auf die theologische Grundlage dazu: Jesus stellt in Matth. 7 klar, dass aus schlechten Bäumen (und Bäume stehen in der Bibel ja oft für Menschen) nichts Gutes kommt:

15 Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch in Schafskleidern, im Inneren aber sind sie reißende Wölfe. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? 17 Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. 18 Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. 19 Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 20 An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen. 

Und die Argumentation ist jetzt die: Oh, ein Mensch, der Böses getan hat. Er ist fremdgegangen? Er hat betrogen? Er hat gestohlen? Beliebt sind hier Vergehen, auf die im AT die Todesstrafe stand.

Der Mensch wird als böse erkannt. Und nach der Prädestination, ist er zum Bösen bestimmt und da er ja nun mal böse ist, wird sich das nach Matt. 7 nicht mehr ändern. Weg mit dem Kerl! Und das kann drastische Folgen bis zur Erschießung haben. Man trifft ja keinen guten und gut wird der ja nicht mehr ...

Und mit so einer Theologie habe ich so meine Schwierigkeiten. Sie sehen nicht auf das, was Jesus uns mit dem Tod am Kreuz erworben hat, dass ein Christ jede Sünden durch Christi Blut restlos auslöschen kann. Die Ignoranz gegenüber der zentralen Aussage des Evangeliums kommt mir vor, als würde Jesus am Kreuz ins Gesicht gespuckt!

Da ist keine Option der Umkehr mehr, keine Abkehr von der Sünde möglich. Da ist auch keine Gnade im Spiel: Man versucht es nicht, wie Jesus es fordert, 7x70 mal zu vergeben. Es wird da vermutlich (das weiß ich nicht) auch nicht die Regel zur Gemeindezucht eingehalten, die ja einen konkreten und einzuhaltenden Vorgang beschreibt, bei dem von der Größe und der Bedeutung des Personenkreises her eskalierend, der Sünder konfrontiert wird. Und dann steht am Ende auch nicht die Hinrichtung, sondern der Rausschmiss aus der Gemeinde.

Ich möchte noch einmal zur Ehrenrettung von Calvin daran erinnern, dass er selber von der Unmöglichkeit gesprochen hat, zu erkennen, wer gerettet wird und wer nicht. Warum sollte ein Sünder nicht Minuten vor dem Tod umkehren?

Das ist der Kontext, aus dem ich die extreme christliche Rechte in den USA verstehe. Mit Evangelium hat das in meinen Augen nicht einmal entfernt mehr etwas zu tun. Sorry, ist so, denn der Zentrale Punkt, die Kreuzestheologie und die daraus erwachsende Möglichkeit der Umkehr, werden komplett ignoriert. Das hätte sich Jesus bei Ihnen also ruhig schenken können ...

Und da stehen sie dann mit der Waffe im Halfter und der Bibel in der Hand und wollen alles platt machen, was nicht so tickt wie sie.

Ich kann mir vorstellen, dass ein Gesprächsbereiter Charlie Kirk ihnen ein Dorn im Auge war - denn die Gesprächspartner von ihm sieht man nicht als zu überzeugende sondern platt zu machende Personen.

Es sind in seit Columbus die schrägsten religiösen Gruppierungen in die USA ausgewandert. Die sehen sich als Eliten und die sind dabei zu übernehmen und den kulturellen Fortschritt seit der Sklavenbefreiung und Martin Luther King etc. zurückzunehmen und durch biblische Gesetze zu ersetzen - und dabei das NT komplett zu übersehen. Die Freude, diese theologischen Kräfte hier nicht in Europa zu haben, trübt sich ein durch den Blick auf die Perspektive, dass die USA unsere Schutzmacht ist und bislang uns kulturell in die Zukunft gezogen hat. Das dürfte vorbei sein. Jetzt muss Europa liefern: militärisch, wirtschaftlich, kulturell. Wir können das. Aber dazu sollten wir dringend aufwachen und den A.... hochbekommen!

goodfruit antworten
1 Antwort
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@goodfruit 

Das mit dem Calvinismus ist vermutlich ein guter Punkt um gewisse Dinge zu erklären.

Zumindest ist die USA sehr schroff. Allerdings ist nicht alles schlecht, grundsätzlich ist der Glaube sehr stark verankert und man kann nicht alles an einzelnen Punkten festmachen.

Was die Sachen angeht wie Millitär, da möchte ich gar nicht das wir einen auf USA machen. Soziale Marktwirtschaften in noch dazu überalterten Gesellschaften wie Deutschland funktionieren nicht indem man den halben Haushalt in die Armee steckt. 

kappa antworten
Seite 2 / 3
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