Benachrichtigungen
Alles löschen

Doppelbödigkeit in Sachsen

Seite 1 / 2

Banji
Themenstarter
Beiträge : 3581

Während ein Bischof seinen Hut nehmen musste, weil er als Student u.a. in einer Verbindung war, bleibt die Justizministerin im Amt, obwohl sie Mitglied einer linksradikalen Punkband war, deren Schlagzeile in einem Lied lautete:
"Advent, Advent, ein Bulle brennt - erst eins, dann zwei, dann drei ... "

Nach den linken Gewalttaten in Leipzig hat das was.

Antwort
147 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Doppelödig.. nennen wir es doch beim Namen

Das ist eine heuchlerische, verlogene Doppelmoral

Aber... nichts neues

Nimm Jürgen Trittin, den Strassenschläger Joschka Fischer, die (wie es die Welt einmal formulierte) "furchtbaren Anwälte"* der RAF wie Otto Schily, die vor keiner Niederträchtigkeit zurückschreckten um die Taten ihrer Mandanten kleinzureden.

Wenn es Linke/Linksradikale zu den Futtertrögen der bürgerlichen bzw. politischen Macht zieht, spielt die eigene Vergangenheit keine Rolle mehr

* https://www.welt.de/politik/article854507/Die-furchtbaren-Anwaelte-der-Roten-Armee-Fraktion.html

Veröffentlicht von: @banji

Nach den linken Gewalttaten in Leipzig hat das was.

Das war doch die Polizei lt. SPD Vorständin Esken selber schuld
Sie hätten besser Tee und Gebäck reichen sollen, statt zu versuchen Recht und Gesetz durchzusetzen

Anonymous antworten
18 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @scylla

Wenn es Linke/Linksradikale zu den Futtertrögen der bürgerlichen bzw. politischen Macht zieht, spielt die eigene Vergangenheit keine Rolle mehr

Nun, wenn man Anwälte betrachtet, dann müssen die so sein. Es ist das in einem Rechtsstaat ja grade ihr Job! Es gibt doch für einen Mandanten nichts schlimmeres als ein netter Anwalt der seinen Mandanten nicht engagiert vertritt. Ich denke da mal an den freundlichen Zausel, der den Wettermoderator Jörg Kachelmann anfangs vertreten hat. Bestimmt ein netter Kerl und vielleicht hat er sogar fachlich einiges drauf - aber vor Gericht hast Du mit so einem an der Seite schon verloren. Anwälte müssen hart, fies und immer auf der Seite sein, die sie vertreten. Sonst taugen die einfach nichts. So funktioniert unser Rechtssystem - und zwar für jeden, egal, was der nun verbrochen haben mag oder nicht.

Auch wenn Otty Schily nicht unbedingt auf meiner politischen Wellenlänge liegt, habe ich vor ihm als Persönlichkeit große Achtung.

Anonymous antworten
Vigil
(@vigil)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 386

Genau so! Danke.

vigil antworten
joe390
(@joe390)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 465
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Anwälte müssen hart, fies und immer auf der Seite sein, die sie vertreten.

Das mag ja richtig sein. Dennoch: Wenn jemand auf diese Weise RAF-Mitglieder vertritt, die dem deutschen Staat den Krieg erklärt haben, ist es ein Unding, dass er anschließend Bundesinnenminister wird.

Entweder er hat sich mit seinem Job als RAF-Anwalt identifiziert, dann kann er im Anschluss nicht aus Überzeugung den Staat vertreten. Oder er hat sich nicht damit identifiziert und wie eine Maschine einen Job gemacht. Dann wird er es aber als Innenminister genauso machen, nämlich als "Job" und nicht auf Basis von echten Überzeugungen.

joe390 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @joe390

Entweder er hat sich mit seinem Job als RAF-Anwalt identifiziert, dann kann er im Anschluss nicht aus Überzeugung den Staat vertreten. Oder er hat sich nicht damit identifiziert und wie eine Maschine einen Job gemacht. Dann wird er es aber als Innenminister genauso machen, nämlich als "Job" und nicht auf Basis von echten Überzeugungen.

Oder er identifiziert sich mit dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit, das jedem Angeklagten das Recht auf Verteidigung zusteht, um einen fairen Prozess zu garantieren.

Manche Leute machen auch einfach nur ihren Job...

lucan-7 antworten
joe390
(@joe390)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 465
Veröffentlicht von: @lucan-7

Oder er identifiziert sich mit dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit, das jedem Angeklagten das Recht auf Verteidigung zusteht, um einen fairen Prozess zu garantieren.

Das kling so schön logisch. Aber trifft eine sterile Logik die Realität? Ich glaube nicht, dass ein Mensch RAF-Mandat und Ministeramt wirklich getrennt bekommt. Der Mensch hat Terroristen, die die staatliche Ordnung gehasst haben, vertreten, und wurde dann (ausgerechnet!) Innenminister!

Veröffentlicht von: @lucan-7

Manche Leute machen auch einfach nur ihren Job...

Ich will aber keine Minister, die "einfach nur ihren Job machen", sondern denen das Land etwas bedeutet, das ihnen anvertraut ist.

joe390 antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @joe390

Aber trifft eine sterile Logik die Realität?

Du meinst wir sollten besser alle Anwälte von rechtsextremen Tätern vom VS beobachten lassen, weil die wahrscheinlich alle verkappte Terroristen sind? Wie ist es denn mit Mördern, sind alle Anwälte von Mördern (z.B. den Mördern ihrer eigenen Frauen oder Kinder) verkappte Mörder?

littlebat antworten
joe390
(@joe390)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 465

Quatsch. Es geht nicht darum, dass Verbrecher, ob nun Mörder oder rechts- oder linksextreme Terroristen, einen Strafverteidiger bekommen. Aber den Verteidiger von staatsfeindlichen Gesinnungstätern (egal ob von rechts oder links) zum Innenminister zu machen, hat schon mehr als nur ein G'schmäckle, wie die Schaben sagen würden.

joe390 antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @joe390

Aber den Verteidiger von staatsfeindlichen Gesinnungstätern (egal ob von rechts oder links) zum Innenminister zu machen, hat schon mehr als nur ein G'schmäckle, wie die Schaben sagen würden.

War er denn so ein alter RAF-Sympathisant als er Innenminister war? Ich hatte ihn deutlich anders als extrem links in Erinnerung... aber vielleicht täuscht mich da was.

littlebat antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1340
Veröffentlicht von: @joe390

Ich glaube nicht, dass ein Mensch RAF-Mandat und Ministeramt wirklich getrennt bekommt.

Neben seinem Ministeramt darf er natürlich nur sehr begrenzt Nebentätigkeiten ausüben. In diesem Fall liegen zwischen diesen Tätigkeiten aber mehrere Jahrzehnte.

Veröffentlicht von: @joe390

Der Mensch hat Terroristen, die die staatliche Ordnung gehasst haben, vertreten, und wurde dann (ausgerechnet!) Innenminister!

Es gab also genug Menschen, die ihn besser kannten als wir beide und ihm dieses konkrete Amt zutrauten.

johnnyd antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @joe390

Das kling so schön logisch. Aber trifft eine sterile Logik die Realität?

Treffen deine Phantasie und dein Unterstellungen die Realität denn besser...?

Mnachmal kann man auch einfach sagen man weiss es halt nicht und gut ist's...

lucan-7 antworten
joe390
(@joe390)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 465
Veröffentlicht von: @lucan-7

Treffen deine Phantasie und dein Unterstellungen die Realität denn besser...?

Ich denke, das tut sie. Es ist ja keine aus der Luft gegriffene Phantasterei, sondern ich hege Zweifel daran, dass jemand, der Extremisten vertreten hat, die den Staat als Feindbild hegten, als Innenminister geeignet ist bzw. war. Es bleiben berechtigte Zweifel an der persönlichen Integrität und Loyalität gegenüber dem Staat. Es geht ja nicht um "einfache" Verbrecher oder auch Mörder, sondern um Gesinnungstäter. Ich denke, diese Skepsis ist durchaus nachvollziehbar.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Mnachmal kann man auch einfach sagen man weiss es halt nicht und gut ist's...

Klar, den Kopf in den Sand stecken kann man immer. Man kann sich aber auch seine Gedanken machen. Und sogar äußern. Insbesondere in einem Diskussionsforum.

joe390 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @joe390

Ich denke, das tut sie. Es ist ja keine aus der Luft gegriffene Phantasterei, sondern ich hege Zweifel daran, dass jemand, der Extremisten vertreten hat, die den Staat als Feindbild hegten, als Innenminister geeignet ist bzw. war.

Wenn du jedem Anwalt dieselbe Gesinnung wie die seiner Mandanten unterstellst dürfte es in Deutschland keine vertrauenswürdigen Anwälte mehr geben... ist das wirklich deine Ansicht?

Ich habe ja nichts dagegen dass du Schily kritisierst. Aber wenn du seine Gesinnung in Zweifel ziehst, dann sollest du das auch genau begründen können. Dass er als Anwalt Teil eines rechtsstaatlichen Prozesses war dürfte da wohl kaum ausreichen.

lucan-7 antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1340

Ein Strafverteidiger verteidigt nicht die Gesinnung des Mandanten, sondern die Interessen des Beschuldigten an einem rechtsstaatlichen Strafprozess.

johnnyd antworten
klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421
Veröffentlicht von: @joe390

Das mag ja richtig sein. Dennoch: Wenn jemand auf diese Weise RAF-Mitglieder vertritt, die dem deutschen Staat den Krieg erklärt haben, ist es ein Unding, dass er anschließend Bundesinnenminister wird.

Mit dieser Argumentation hätte kein einziger Rechtsanwalt aus der Nazi-Zeit und keiner aus der DDR jemals wieder als Anwalt arbeiten dürfen, geschweige denn politische Ämter ausfüllen. Durften sie aber (vorausgesetzt, sie hatten sich während ihrer Zeit als Anwalt nicht schuldig gemacht).

Anders verhält es sich mit Richtern. Wer Unrechtsurteile gefällt hatte, durfte m.W. nach dem Ende der DDR kein Richter mehr sein. Und hier fängt allerdings auch diese ewige Gewissensfrage an: Wenn ein Jurist, egal ob Richter oder Anwalt, unter ihrem Regime nach Gesetz der Diktatur gehandelt haben, somit also rechtskonform, war das dann nach heutiger Sicht unter unserem Gesetz illegal oder sittenwidrig oder wie auch immer?

Bei Schily lässt sich zumindest feststellen, dass er als Anwalt der RAF (wiederum meines Wissens) nie etwas Illegales getan hat. Sonst hätte man ihm sicher die Zulassung entzogen. Und als Innenminister galt er ja doch eher als "scharfer Hund" - manchmal auch am Rande des Gesetzes wenn es um Strafverfolgung ging.

klappstool antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1340
Veröffentlicht von: @joe390

Das mag ja richtig sein. Dennoch: Wenn jemand auf diese Weise RAF-Mitglieder vertritt, die dem deutschen Staat den Krieg erklärt haben, ist es ein Unding, dass er anschließend Bundesinnenminister wird.

Warum?

Veröffentlicht von: @joe390

Entweder er hat sich mit seinem Job als RAF-Anwalt identifiziert, dann kann er im Anschluss nicht aus Überzeugung den Staat vertreten.

Warum? Wieso muss man sich in seiner Rolle als Verteidiger mit seinem Mandanten identifizieren? Ich halte es für hinderlich, wenn man sich zu sehr mit seinen Mandanten identifiziert.

Veröffentlicht von: @joe390

Dann wird er es aber als Innenminister genauso machen, nämlich als "Job" und nicht auf Basis von echten Überzeugungen.

Das ist eine unbegründete Behauptung.
Selbstverständlich kann man aus voller Überzeugung Mörder gegenüber der Justiz verteidigen und (Jahrzehnte später übrigens) eine Behörde leiten, die Tatverdächtige einfängt und der Justiz zuführt.

johnnyd antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @joe390

Das mag ja richtig sein. Dennoch: Wenn jemand auf diese Weise RAF-Mitglieder vertritt, die dem deutschen Staat den Krieg erklärt haben, ist es ein Unding, dass er anschließend Bundesinnenminister wird.

1) Warum so etwas? Wir leben in einem Staat mit Gewaltenteilung. Die Judicative , die Executive und die Legislative sind getrennte Systeme. Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich - egal, ob es Terroristen, Kleinkriminelle oder unbescholtene Bürger sind - für alle gilt das gleiche Recht, die Verfahren sehen identisch aus und jeder hat das Recht einen Anwalt zu nehmen, dessen Job es ist, seinen Mandanten so gut es ihm irgend möglich ist zu verteidigen. In Deutschland gibt es keine politischen Gefangenen und es sollte vo so einem System auch keine Sonderbehandlung für Terroristen geben - obwohl man da sicher besondere Maßnahmen ergreifen muss, um eine Flucht zu verhindern - denn dafür ist allein der Staat zuständig und wenn ein Häftling abhanden kommt, dann kann man das dem Häftling nicht anlasten.

Und was den Bundesinnenminster angeht, so hat er dort nach meiner Meinung einen großartigen Job gemacht.

Veröffentlicht von: @joe390

Entweder er hat sich mit seinem Job als RAF-Anwalt identifiziert, dann kann er im Anschluss nicht aus Überzeugung den Staat vertreten.

Ich weiß jetzt nicht, woher Du Dein Grundwissen über das Funktionieren des deutschen Staates und eines freiheitlichen Rechtsstaates generell nimmst - aber es gibt keine "RAF-Anwälte". Es gibt Anwälte, die besondere Mandanten haben, die sie in einem für den Justizprozess normalen Verfahren zu vertreten haben. Noch einmal: Es gibt in Detuschland keine politischen Gefangenen und es wäre ein Graus, wenn es so etwas je wieder geben sollte.

Die Terroristen haben Straftaten begangen, für die sie sich vor Gericht verantworten müssen. Für den Prozess steht ihnen ein Anwalt zur Seite, der sie nach Kräften zu entlasten sucht. Das ist sein Job komplett unabhängig von seiner Gesinnung - und wenn er die Terroristen nicht optimal verteidigt, dann ist er ein schlechter Anwalt und im Grunde genommen seinen Beruf verfehlt.

Veröffentlicht von: @joe390

Dann wird er es aber als Innenminister genauso machen, nämlich als "Job" und nicht auf Basis von echten Überzeugungen.

Ich denke, dass ein Anwalt, der wirklich Anwalt "mit Felisch und Blut" ist, sich mit dem Rechtssystem identifiziert, in dem er seine Ausbildung gemacht hat und in dem er beruflich tätig ist. Seine Sympathie gilt da allein der Gerechtigkeit, wie sie das GEsetz definiert - und die wird er durchsetzen und wenn er in die Legislative wechselt, dann wird er um Gesetze bemüht sein, die dem Geist dieser Gerechtigkeit entsprechen. Da gibt es nicht den geringsten Widerspruch.

Bitte mache Dir doch mal ein Bild von diesem Otto Schily:
https://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/13/otto-schily-rechtsanwalt-minister-spd-bilanz/seite-2

In dem Interview bekommt man auch einiges von seinen persönlichen Seiten mit - und sicher auch vieles, was Dich vielleicht überraschen wird.
Ich schätze seine Zeit als Anwalt für die RAF als die optimale Vorbereitung für eine Tätigkeit als Bundesinnenminister ein. Keiner kannte die Gesetze wie er und keiner kannte auch die Lücken und das, was nützlich ist und was in der Sache kontraproduktiv ist, wie er es tat. Sein "Otto Katalog" gilt als Meilenstein in der Terrorbekämpfung. Wir verdanken Otto Schily als Anwalt der RAF, dass er uns allen gezeigt hat, wie Rechtsstaat funktioniert, indem er seine Mandanten engagiert vertreten hat, wie es seiner Aufgabe als Anwalt entsprach und wir verdanken Otto Schily als Bundesinnenminster (neben anderem) ein Anti-Terrorgesetz, das ausgesprochen wirkungsvoll war. Mit so einem Gesetz hätte sich der deutsche Terrorismus durch die RAF bei weitem nicht so entwickeln können, wie er es zuvor ohne dieses Gesetz konnte.

Bitte mach Dich doch mal mit den Grundlagen unseres Rechtsstaates vertraut. Das ist nämlich so was von genial! Gerechtigkeit pur - für jeden (zumindest vom Konzept her). Es gibt nichts besseres!

Und was Otto Schily angeht, so ist er für mich einer der größten deutschen Politker und Persönlichkeiten überhaupt. Und es fällt mir wirklich nicht schwer, das hier so zu schreiben.

Viele Grüße
Ecc

Anonymous antworten
joe390
(@joe390)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 465

Interessante Aspekte, danke für den Link. Schade, dass die erste Seite nicht frei lesbar ist.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Bitte mach Dich doch mal mit den Grundlagen unseres Rechtsstaates vertraut. Das ist nämlich so was von genial! Gerechtigkeit pur - für jeden (zumindest vom Konzept her). Es gibt nichts besseres!

Das habe ich auch nicht bestritten. Im Gegenteil, das würde ich so ebenfalls voll unterschreiben und bin dankbar für unser Rechtssystem.

joe390 antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1340
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Es gibt doch für einen Mandanten nichts schlimmeres als ein netter Anwalt der seinen Mandanten nicht engagiert vertritt.

Schlimmer ist ein nicht netter Anwalt, der seinen Mandanten nicht engagiert vertritt.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Ich denke da mal an den freundlichen Zausel, der den Wettermoderator Jörg Kachelmann anfangs vertreten hat. Bestimmt ein netter Kerl und vielleicht hat er sogar fachlich einiges drauf - aber vor Gericht hast Du mit so einem an der Seite schon verloren.

Es gab zumindest zwei dieser 'Zausel'; dem Honorar nach zu urteilen, waren das nicht gerade Anfänger. Ob man vor Gericht 'verliert' oder nicht, hängt nur sehr wenig an der Persönlichkeit des Strafverteidigers. Im Fall Kachelmann war wohl mehr die Darstellung gegenüber den Medien wichtig.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Anwälte müssen hart, fies und immer auf der Seite sein, die sie vertreten.

Man muss als Anwalt seinen Job machen; hart und fies braucht man dabei nicht zu sein. An den richtigen Stellen wach und konsequent reicht und bringt mehr.

johnnyd antworten


Herbstrose
Beiträge : 14193

Nett, dass du Sachsen so heraushebst. So etwas gibt es auch anderswo. Bundesweit. Europaweit. Weltweit.

herbstrose antworten
6 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Was bei einem sächsischen Bsichof galt, muss doch bei einer sächsischen Justizministerin auch gelten oder?

Es streicht dieses (orwellsche) Doppeldenk, das hier inzwischen einge meisterlich beherrschen, recht deutlich hervor.

Beim einen heisst es *hinfort mit ihm* bei der anderen
*das ist doch schon soooooo lange her*

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193
Veröffentlicht von: @scylla

Was bei einem sächsischen Bsichof galt, muss doch bei einer sächsischen Justizministerin auch gelten oder?

Das hast du Recht. Allerdings gab und gibt es diesen Gebrauch von zweierlei Maß nicht nur regional begrenzt.

herbstrose antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Natürlich gibt es Doppelbödigkeit in der Politik an sich überall.

Aber im aktuellen Fall bezog ich mich auf die beiden Vorgänge, die halt in Sachsen sichtbar wurden.

Erzähle mir von anderen ähnlichen Fällen im Bundesgebiet ...

banji antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Dazu wurde schon anderweitig geschrieben.

Alleine wenn du dir anschaust, wer alles - insbesondere in den Anfangsjahren - so alles im Bundes- oder Landtag saß und gar ein Führungsamt bekleidete ...

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @scylla

Was bei einem sächsischen Bsichof galt, muss doch bei einer sächsischen Justizministerin auch gelten oder?

Nicht unbedingt - denn das eine ist staatlich (weltlich) und das andere ist kirchlich (geistlich). Beiden wurde wegen der Sache ja nicht der Prozess gemacht - d.h., dass es hier nicht um eine Rechtsangelegenheit geht.

Vor dem Recht her ist also keiner bzw. keine von beiden zu verurteilen und sie sind frei und vor dem Gesetz ohne Schuld.

Wenn ich aber für kirchliche Fragestellungen ein Gesetz+X habe - d.h., dass ich zusätzliche Anforderungen in Bezug auf Persönlichkeiten im kirchlichen Dienst stelle - dann muss ich mir überlegen, was das sein kann und wo es da Grenzen geben sollte.

So wie ich das sehe, haben wir in Deutschland ein generelles Problem mit dem politischen Status Quo. Im Westen haben wir eine freiheitliche Demokratie mit einem eher liberalen Ansatz während es mir im Osten doch viele Fans preußischer Traditionen zu geben scheint - vor denen mir als alter Wessi ziemlich graust. Ich mag kein völkisches Denken, weil ich schon zu viele nette und fähige Menschen aus aller Herren Länder kennengelernt habe, ich mag keinen Kadavergehorsam, weil ich weiß, dass jeder immer und überall für seine Entscheidungen selbst verantwortlich ist und daher derartige Konzepte untauglich und gefährlich (siehe Missbrauch in der NS Zeit) sind, ich mag keine Unfreiheit weil ich weiß, dass Deutschland nur als kreatives LAnd der Tüftler und Entwickler eine Chance hat. Alles andere läuft nur auf Militarismus hinaus - und dessen Früchte mag ich nicht. Ich bin lieber Bauer und Gärtner als Räuber und Verbrecher ...
womit ich nichts gegen die Bundeswehr sagen will, die ich für wichig halte. Aber um etwas verteidigen zu können muss erst mal etwas da sein - und mit preußischen Konzepten geht das nur im Eroberungsstil. Es gibt keine preußische Kultur - nur prueßischen Kulturbesitz. Als Deutsche können und dürfen wir uns so einen Ausrutscher nicht noch einmal leisten. Unsere Zukunft sehe ich mit unseren Stärken in einem vereinten Europa.

LG
Ecc

Anonymous antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Nicht unbedingt - denn das eine ist staatlich (weltlich) und das andere ist kirchlich (geistlich). Beiden wurde wegen der Sache ja nicht der Prozess gemacht - d.h., dass es hier nicht um eine Rechtsangelegenheit geht.

Diesen Einwand hatte ich sofort im Kopf, als ich den EP las.

Die Vergangenheit des Bischofs ist wohl erst kürzlich ans Licht gekommen - er selbst hatte es verschwiegen. Man könnte argwöhnen, er hat es absichtlich verschwiegen, um seine Chancen bei der Wahl zu erhöhen. Das wirft wiederum Fragen nach dem Umgang mit dem Achten Gebot auf.

Wie der Fall bei der Justizministerin liegt, ist mir nicht bekannt, jedoch darf man davon ausgehen, daß ihre Vergangenheit schon vor der Nominierung bekannt war. Wenn die Koalitionspartner die Personalie tolerieren, dann ist das eben so. Am Ende könnte die Vergangenheit der Ministerin die AfD weiter stärken, aber das müssen die Regierungsparteien in Sachsen selber wissen.

ungehorsam antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @banji

bleibt die Justizministerin im Amt, obwohl sie Mitglied einer linksradikalen Punkband war

https://www.freiepresse.de/nachrichten/sachsen/justizministerin-meier-distanziert-sich-von-punk-liedtexten-artikel10693856

Da war die Dame zwarte 16 Jahre alt! Willst jetzt jedem seine Jugendsünden unter die Nase reiben? Da könnte schnell keiner mehr irgendwas machen. Da lob ich mir doch den ollen Adenauer: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?

Was nun den Bischof angeht, so bekleidet der ja kein politisches sondern ein geistliches Amt. Er hat seine umstrittene Haltung ja nicht nur als Jugendlicher gehabt sondern hat als Student durch entsprechende Verbindungen ein klares Bekenntnis abgelegt und war auch später noch in dieser Weise unterwegs:
https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Rentzing

Ich spüre da einen klaren Hang zum Totalitären bei dem Herrn heraus, den ich mit unserer Verfassung und damit mit dem Amt nur schwer vereinbar halte. Jesus hat uns ermahnt, uns im Rahmen, dessen, was unsere Christenpflicht Gott und unserem Nächsten gegenüber ist, den König, d.h. der aktuell herrschenden politischen Macht, nicht ablehnend gegenüber zu stehen. Eine Person, die als gereifte PErsönlichkeit noch völkisches Denken vertreten hat und sich nie davon sitanziert hat, die hat da wohl ein Problem ...

Insofern sehe ich da eher zweierlei Maß bei Dir. Du kannst nicht die Taten einer Jugendband mit dem akademischer Werk einer gereiften Persönlichkeit vergleichen.

Anonymous antworten
23 Antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Da war die Dame zwarte 16 Jahre alt!

Und Rentzing war Student. Da mögen vielleicht 4-5 Jahre dazwischen liegen. Die willst du doch wohl nicht allen Ernstes in die Waagschale legen?
Zumal Verbindungsstudent zu sein und Hasslieder im Blick auf Polizisten zu singen und zu spielen sind dann doch zwei sehr unterschiedliche Sachen.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Insofern sehe ich da eher zweierlei Maß bei Dir. Du kannst nicht die Taten einer Jugendband mit dem akademischer Werk einer gereiften Persönlichkeit vergleichen.

Rentzing hat sich von seinen früheren Einstellungen genauso erst distanziert als der Fall öffentlich wurde, genauso wie diese Dame.
Warum machst du so einen Unterschied?

Wikipedia ist kein neutrales lexikalisches Werk, jeder kann mit seiner persönlichen Meinung diese fragwürdige Schwarmintelligenz "bereichern". Und dabei Mobbing für alle Zeiten in Stein meißeln.

banji antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @banji

Da mögen vielleicht 4-5 Jahre dazwischen liegen. Die willst du doch wohl nicht allen Ernstes in die Waagschale legen?

In dem Alter sind 4-5 Jahre WELTEN!
Nicht unsonst wurde man früher mit 21 erst volljährig....

belanna antworten
klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421
Veröffentlicht von: @banji

Und Rentzing war Student. Da mögen vielleicht 4-5 Jahre dazwischen liegen. Die willst du doch wohl nicht allen Ernstes in die Waagschale legen?

Der Gesetzgeber unterscheidet ja schon geistige Reife. Wenn 16 ähnlich anzusiedeln wäre wie 19, dürfte man ganz sicher auch mit 16 Auto fahren. Bei Wehrpflicht würden Menschen mit 16 eingezogen werden statt mit 18. Renzing allerdings tat was er tat im Alter von 23 - 26. Ich halte das reifemäßig für einen himmelweiten Unterschied.

Und nein, was Wikipedia angeht hast du Unrecht. Was du beschreibst, war mal ganz zu Anfang so. Mittlerweile werden alle erstellten Texte penibel gegengelesen, redigiert und ggflls gelöscht. Betroffene können falsche Texte über sich selbst selbstverständlich ändern lassen oder selbst ändern. Zeitweise galt Wikipedia als der Enzyklopädia Britannica ebenbürtig (weiß nicht, ob das heute noch so ist).

klappstool antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @klappstool

Zeitweise galt Wikipedia als der Enzyklopädia Britannica ebenbürtig

Na ja, das englische Wiki gilt als seriöser als das deutsche ...

Wahr ist, dass bei Wiki nix in Stein gemeißelt ist, sondern noch geändert werden kann.

Helmut

hkmwk antworten
klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421
Veröffentlicht von: @hkmwk
Veröffentlicht von: @hkmwk

Zeitweise galt Wikipedia als der Enzyklopädia Britannica ebenbürtig

Na ja, das englische Wiki gilt als seriöser als das deutsche ...

Danke für deine Ergänzung. Allerdings hat Wikipedia-Gründer Jimmy Wales mal genau das Gegenteil gesagt: Die deutsche Wikipedia sei präziser als die englische.

https://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Internet-Wikipedia-Gruender-Deutsche-Ausgabe-besser-als-englische-4225200.html

klappstool antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292

Zahlendes Mitglied

Veröffentlicht von: @banji

Rentzing hat sich von seinen früheren Einstellungen genauso erst distanziert als der Fall öffentlich wurde, genauso wie diese Dame.
Warum machst du so einen Unterschied?

Er war doch aber, so wie ich es aus den Links verstanden habe, zahlendes Mitglied und sagte nichts bei der Bischofswahl, während die Frau es bereits vor ihrer Wahl bekannt machte.

Vielleicht könnte das als legitimer Unterschied angesehen werden?

lombard3 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @banji

Und Rentzing war Student. Da mögen vielleicht 4-5 Jahre dazwischen liegen.

Rentzing war auch danach noch weiter zahlendes Mitglied.

Veröffentlicht von: @banji

Zumal Verbindungsstudent zu sein und Hasslieder im Blick auf Polizisten zu singen und zu spielen sind dann doch zwei sehr unterschiedliche Sachen.

Kommt wohl sehr auf die Verbindung an.

Veröffentlicht von: @banji

Rentzing hat sich von seinen früheren Einstellungen genauso erst distanziert als der Fall öffentlich wurde, genauso wie diese Dame.
Warum machst du so einen Unterschied?

Wenn man zahlendes Mitglied bleibt, dann ist das wohl kaum eine "Distanzierung", denkst du nicht? Zumal er die Sache auch noch verschwiegen hat, weil katholische Priester eigentlich gar nicht Mitglied einer schlagenden Verbindung sein dürfen... das ursprüngliche Verbot wurde inzwischen wohl aufgehoben, aber es widerspricht immer noch der traditionellen katholischen Ethik.

Veröffentlicht von: @banji

Wikipedia ist kein neutrales lexikalisches Werk, jeder kann mit seiner persönlichen Meinung diese fragwürdige Schwarmintelligenz "bereichern". Und dabei Mobbing für alle Zeiten in Stein meißeln.

Dabei beziehst du dich auf welche Falschaussage genau...?

lucan-7 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

katholische Priester

Entschuldige, hier muß ich dich korrigieren. Herr Rentzing ist evangelisch.

ungehorsam antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Entschuldige, hier muß ich dich korrigieren. Herr Rentzing ist evangelisch.

Was in der Argumentation, dass Priester keine Duelle austragen sollten, nicht viel ändert. Ausdrücklich verboten ist es ja auch für die Katholiken nicht mehr.

lucan-7 antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1340
Veröffentlicht von: @banji

Zumal Verbindungsstudent zu sein und Hasslieder im Blick auf Polizisten zu singen und zu spielen sind dann doch zwei sehr unterschiedliche Sachen.

Ja, Verbindungsstudent zu sein ist kein Problem. Es gibt viele streng katholische Studentenverbindungen.

Problematischer wären seine publizistischen Beiträge von damals; das ist der Punkt, der mit dem Verfassen und Absingen von Hetzzeilen gegen Menschen in Polizeiuniform zu vergleichen wäre.

johnnyd antworten
Tertullian
(@tertullian)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 409
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Ich spüre da einen klaren Hang zum Totalitären bei dem Herrn heraus, den ich mit unserer Verfassung und damit mit dem Amt nur schwer vereinbar halte.

Kannst Du diesen "Hang zum Totalitären" auch innerhalb seiner Amtszeit als Bischof nachweisen? Herr Kretschmann war übrigens ebenfalls noch als Student linksextrem unterwegs (das Argument alleine zieht also nicht), trotzdem nehme ich ihm seinen Gesinnungswandel ab. Ich denke immer noch, dass die Vorwürfe Rentzing gegenüber letztlich auch ein Vorwand waren, da er kirchenpolitisch (!) für einige Kritiker aus der "falschen" Ecke kam.

BTW: Den kirchenpolitischen Hang zum Totalitären sehe ich übrigens gerade von der anderen Seite bei der "Nordkirche". Dort wurde jüngst nämlich der Gewissensschutz in der Frage der Segnung/Trauung gleichgeschlechtlicher Paare aufgehoben. Rentzing war in dieser Frage jedenfalls wesentlich toleranter, auch wenn er persönlich kein Befürworter war.

tertullian antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tertullian

Kannst Du diesen "Hang zum Totalitären" auch innerhalb seiner Amtszeit als Bischof nachweisen? Herr Kretschmann war übrigens ebenfalls noch als Student linksextrem unterwegs (das Argument alleine zieht also nicht), trotzdem nehme ich ihm seinen Gesinnungswandel ab. Ich denke immer noch, dass die Vorwürfe Rentzing gegenüber letztlich auch ein Vorwand waren, da er kirchenpolitisch (!) für einige Kritiker aus der "falschen" Ecke kam.

GEnerell will ich jedem Umkehr und Vergebung zugestehen. Das ist sogar meine Christenpflicht und das tue ich gerne, weil ich weiß, dass ich auch Vergebung bedarf und immer mal wieder bedürfen werde.

Das erfordert aber, dass ich mich klar bekenne und mich abwende vom unguten Weg, insbesondere wenn ich davor stehe, irgendwo Verantwortung zu übernehmen, wo eine bestimmte Vergangenheit einfach nicht geht.

Herr Kretschmann ist schon eine ganze Weile nicht mehr Student und noch als er auf aussichtslosen Posten grüne und wertkonservative Ansichten vertrat (mit klar christlichem Fundament) wurde er als Mose in der Wüste verlacht - und nicht als linksextremer Hallodri.

Herr Kretschmann hat im Übrigen die klare Abwendung dieser linksextremen Positon klar vorgenommen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Kretschmann

Zitat daraus:
Nachträglich bezeichnete er diese „68er-Sozialisation“ als „fundamentalen politischen Irrtum“.[9]

Veröffentlicht von: @tertullian

Kannst Du diesen "Hang zum Totalitären" auch innerhalb seiner Amtszeit als Bischof nachweisen?

Nach dem Wikipedia Artikel über Herrn Rentzing gibt es sehr wohl Pfarrer, die sich in ihrer Not gegen rechtsextreme Kräfte nicht ausreichd gestütz sahen.

Im übrigen hat Herr Rentzig sich inzwischen ja klar von den völkisch gesinnten Texten, die unschöne Einblicke in sein Weltbild erlaubten, distanziert - und zwar ziemlich klar:
https://www.evangelisch.de/inhalte/162571/15-11-2019/landesbischof-meister-verabschiedet-carsten-rentzing-aus-dem-amt

Für mich hätte er damit im Amt bleiben können und hätte das sogar begrüßt. Denn was will man mehr - er hat die Klarheit geschaffen, die für das Amt notwendig war. Sein Rückzug kam aber jawohl aus eigenem Antrieb und ist für mich nicht ganz nachvollziehbar. Schlimmstenfalls wird er jetzt von politisch extremen Kräften zum Opfer stilisiert, das er ja eigentlich nicht ist. Es gab kein Amtsenthebungeverfahren oder dergleichen. Mich verwundert ein wenig die von ihm gezeigte Naivität in Zusammenhang mit den rechten Strukturen in seinem Amtsbezirk.
Für mich war der Rücktritt kein guter Weg. Ich denke, dass eine klare Abgrenzung vom Rechtsextremen genügt hätte, um ihm eine neue Chance zu geben. Es ist sicher nicht gut, am Amt zu kleben - aber es ist vielleicht auch nicht gut, ein Amt einfach so aufzugeben.

Veröffentlicht von: @tertullian

Kannst Du diesen "Hang zum Totalitären" auch innerhalb seiner Amtszeit als Bischof nachweisen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Rentzing

Daraus:
Am 27. September 2019 initiierten ein Kirchvorsteher und drei Pfarrer der Landeskirche die Petition „Nächstenliebe verlangt Klarheit“. Diese forderte den Bischof auf, seine Mitgliedschaft in der schlagenden Verbindung zu beenden, seinen Auftritt in der „Bibliothek des Konservativismus“ zu erklären und sich öffentlich und deutlich „von allen nationalen, antidemokratischen und menschenfeindlichen Ideologien“ zu distanzieren. Dass er stattdessen bisher „auf Gespräch, Verständnis und gemeinsame Zukunftsgestaltung“ mit der AfD gesetzt habe, lasse eine inhaltliche Nähe vermuten: „Das Amt der Einheit entbindet Sie nicht vom Wort der Klarheit“. Sorge bereite, dass die Landeskirche durch die unklare Positionierung des Bischofs in Sachsen und in der EKD „zunehmend an den Rand gerät“.[38] Die Mitgliedschaft in einer schlagenden Verbindung sei unvereinbar mit dem Bischofsamt, unter anderem, weil sich die Verbindung nicht von den Verbrechen der Wehrmacht abgrenze und der christliche Glaube dem dort gepflegten Nationalismus widerspreche.[37]

In einem Interview am 6. Oktober 2019 wollte sich Rentzing nicht zur Petition äußern; er habe die Erstunterzeichner zu einem Gespräch eingeladen. Der Bibliotheksgründer Caspar Schrenck-Notzing und dessen Veröffentlichungen, etwa für die Junge Freiheit und die Nationalzeitung, seien ihm nicht bekannt gewesen. Nationalistisches, antidemokratisches und extremistisches Denken sei ihm immer fremd geblieben. Er verorte sich in keinem politischen Lager, habe aber immer wieder erklärt, dass die Kirche an der Seite der Schwachen und Schutzbedürftigen stehen müsse.[21]

Am 8. Oktober 2019 erhielt der Leipziger Pfarrer Frank Martin, ein Initiator der Petition, aus unbekannter Quelle umfangreiches Material zu Rentzings früheren Texten. Martin sandte Rentzing dieses am 10. Oktober zu, damit er als Erster darauf reagieren konnte. Im Landeskirchenamt Sachsens kannten einige die Texte bereits.[39] Am 11. Oktober 2019 befragte die Kirchenleitung Rentzing zu jenen Texten.[40] Kurz darauf kündigte er an, er werde zum nächstmöglichen Zeitpunkt zurücktreten, um Schaden von der sächsischen Landeskirche abzuwenden. Die Diskussion um seine Person schade deren Einheit. Inhaltliche Gründe gab er nicht an und erwähnte seine Mitgliedschaft in der Studentenverbindung nicht, sondern erklärte nur allgemein, er vertrete Positionen von vor 30 Jahren heute nicht mehr. Er stehe für „konservative Positionen und Werte“, die er für sich als richtig erkannt habe.[41] Auch die für „Fragmente“ verfassten Texte erwähnte er nicht. Am 12. Oktober machten Medien diese Texte erstmals bekannt. Sie zeigen laut Arnd Henze (ARD) eine durchgehende Verachtung der liberalen Demokratie, ein autoritär-elitäres und völkisches Staatsverständnis.[3][42]

Sein Rückzug wird auch weniger von seiner belastenden und angeblich abgelegten Weltsicht als vielmehr von seinem mangelhaften Krisenmanagement gesehen:
https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/medien/Medial-ungluecklich;art378,202468

Anonymous antworten
Tertullian
(@tertullian)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 409

Deine Ausführungen finde ich jetzt ein wenig widersprüchlich. Einerseits schreibst Du, Rentzing hätte aus Deiner Sicht im Amt bleiben können, andererseits versuchst Du ihm einen nach wie vor vorhandenen "Hang zum Totalitären" nachzuweisen, der wiederum für einen Rücktritt sprechen würde.

Krisenmanagement ist so eine Sache. Natürlich gab es die offene Rücktrittsforderungen der zuständigen Gremien nicht. Aber letztlich weiß niemand von uns, was so alles in letzter Zeit in seinem E-Mail-Postfach gelandet ist. Nicht jeder ist dazu gemacht, dass ihn das im Zweifel kalt lässt. Menschen gehen mit derartigen Stressfaktoren unterschiedlich um. Stressresistenz mag eine Tugend sein, aber wenn man nur noch Leute in öffentliche Ämter lässt, die hier übermenschlich reagieren, blieben auch nicht nur die Richtigen übrig, sondern vermutlich in der Hauptsache eiskalte Machtmenschen.

tertullian antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tertullian

Deine Ausführungen finde ich jetzt ein wenig widersprüchlich. Einerseits schreibst Du, Rentzing hätte aus Deiner Sicht im Amt bleiben können, andererseits versuchst Du ihm einen nach wie vor vorhandenen "Hang zum Totalitären" nachzuweisen, der wiederum für einen Rücktritt sprechen würde.

Nun, um das mal zu klären:
Wenn Renzig die Wende vom Saulus zum Paulus gemacht hätte (wie er ja bekundet), dann hätte er bleiben sollen - dann wäre es sogar sehr gut gewesen, wenn er geblieben wäre.

Aber wenn Renzigs Worte nicht so ganz der Realität entsprechen (was aktuell mein Eindruck ist - und den habe ich ja versucht ausführlich zu belegen) - dann ist es gut, dass er nicht länger Bischof ist.

Durch die Uneindeutigkeit der Abkehr, die sich in einem Festhalten an alte Bindungen äußert, mag man die innere Abkehr von der Demokratiefeindlichkeit nicht so recht glauben - mir zumindest geht es so. Und das ist für mich ein klarer "Hang zum Totalitären".

Anonymous antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Ich spüre da einen klaren Hang zum Totalitären bei dem Herrn heraus, den ich mit unserer Verfassung und damit mit dem Amt nur schwer vereinbar halte.

Kannst du mir das "Totalitäre" näher erklären? Was ist an ihm "totalitär"?

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

die als gereifte PErsönlichkeit noch völkisches Denken vertreten hat

Kannst Du mir mal eine Originalquelle nennen (am besten auch Beispiele) , aus der "völkisches Denken" bei Rentzing hervorgeht?

banji antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @banji

Kannst du mir das "Totalitäre" näher erklären? Was ist an ihm "totalitär"?

Dann lies doch mal den Wikipedia Beitrag zu ihm:
https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Rentzing

In seinen Fragmente Texten hat er sich gegen die Demolratie ausgesprochen - und was bleibt da noch? Er hat Opfer der Abtreibung mit Opfern einer Militärdiktatur verlgichen - so als ob das Menschenschlachten in Südamerika damit zu rechtfertigen sei. Sorry, so jemanden brauchen wir nicht im Bischofsamt. Eine Person, die so ein Amt bekleidet, muss wissen, dass man Opfer aus Verbrechen nicht gegeneinander aufrechnen darf.

Das Problem des Herrn Renzig sind aber nicht diese Texte: Er hätte als Bischof gleich dazu Stellung enhmen können, hätte sagen können, dass er sich davon distanziert und das es nicht länger seiner Meinung entspricht - frei nach Adenauers: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?
Er hätte einen Strich ziehen können unter seiner etwas wirren politischen Vergangenheit. Aber statt sich öffentlich von der rechtsextremen Studentverbindung zu trennen, gibt er lieber das Amt des Bischofs auf. Das ist eine Entscheidung, die wir wohl respektiveren müssen.

Er hat in vielfacher Hinsich rechtsextreme gefördert und wohl Pfarrer, die in ihrem Amt Probleme mit Vertretern dieser politischen Richtung hatten, nicht den Rücken gestärkt. Es gibt viele Fälle, in denen man ihm seine Förderung von Rechtsextremen vorgeworfen hat - worauf er dann immer sagte: oh, ich wusste gar nicht, dass das Rechtsextreme sind. Da fühle ich mich erhlich gesagt etwas veräüüelt. Sein Name ist nicht Hase - er heißt [Gestrichen, unnötige und beleidigende Mutmaßung. MfG AleschaMod] Bei Gott ist kein Ding unmöglich - und auch das wird man heilen können. Man muss es aber auch wollen.

Anonymous antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Wikipedia ist nicht neutral und wertfrei. Was ich von einem lexikalischen Werk aber erwarte. Ich habe übrigens den Abschnitt durchaus gelesen. mehrfach. Er hat mich motiviert nach den Originaltexten zu fragen. Vor allem hinsichtlich der Punkte, die du hier anführst.

Wenn du deine Bewertung aber nur aus Wikipedia ableitest, finde ich das schwach.

Ich frage dich also nochmal: Zitiere mir bitte mit Quellenangabe, die Texte, auf Grund derer du dieses vernichtende Urteil gefällt hast. Und speise mich bitte nicht mit second-hand-Artikeln ab.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Er hat in vielfacher Hinsich rechtsextreme gefördert

Das kannst du sicher auch belegen. Ansonsten ist das, was du diesbezüglich hier betreibst Rufmord.

banji antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @banji

Zitiere mir bitte mit Quellenangabe, die Texte, auf Grund derer du dieses vernichtende Urteil gefällt hast. Und speise mich bitte nicht mit second-hand-Artikeln ab.

Schau halt in die Quellenangaben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fragmente_%E2%80%93_das_konservative_Kulturmagazin

Hier kannst du ne Einordnung probieren.

littlebat antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Wo "Fragmente" von Wikipedia eingeordnet werden weiß ich. Diese Quellenangaben geben aber zur Sache nichts her.

Ich würde gerne mal die Originaltexte von Rentzing lesen, auf die sich Ecclesia bezog und die ihn zu seinem vernichtenden Urteil bewegen.

banji antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960

Originaltext
Bitteschön: https://www.mdr.de/sachsen/landesbischof-sachsen-rechtsextreme-texte-100.html

(War übrigens im Wikipedia-Artikel über Rentzings Rücktritt verlinkt)

alescha antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Vielen Dank !

banji antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @banji

Wo "Fragmente" von Wikipedia eingeordnet werden weiß ich.

Mir ging es eher um die anderen Autoren, die da so mitgeschrieben haben. Das ist ja keine Erfindung.

littlebat antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Banji,

Problematische Texte aus den Fragmente Veröffentlichungen hast Du ja schon von anderen hier bekommen.

Wenn er sich davon klar distanziert hat - dann sind die für mich aber kein Problem. Er hat sich ja gerne als eine Art vom Saulus zum Paulus gewandelte Persönlichkeit inszeniert. Wenn mir jemand so etwas erzählt, dann nehme ich das ihm zunächst einmal ab, erwarte aber, dass der Bruch mit der unguten Vergangenheit wirklich eindeutig ist und es keine Brücken gibt, über die man immer mal wieder am alten Saft saugt.

Aber genaus das scheint Renzig gemacht zu haben. Wenn er diesen Saulus-Paulus Schritt gemacht hat, dann wäre es weise gewesen, dies auch vor seiner Wahl zum Bischof publik zu machen und ein klares Bekenntnis abzulegen. Hielt er für unnötig. Nun denn, vielleicht auch noch nicht sooo schlimm.

Das aber alles nur, wenn es zumindest mal äußere Zeichen gegeben hätte, dass er die Umkehr geschafft hat. So hätte er aus der schlagenden Studentenverbindung im Coburger Convent austreten können und sich von derartigen Verbindungen distanzieren können. Seine Wende wäre glaubhafter gewesen.

Dass er noch nach seiner Lebenswende hier einen Vortrag hielt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bibliothek_des_Konservatismus

... zeigt mir, dass da eine Wende wohl noch nicht so ganz vollzogen ist. Das ist kein Ort für Konservative - das ist ein Ort für rechts-Konservative.

Und wenn Herr Renzig dann sagt, er habe das ja alles nicht gewußt - dann hört es vollends bei mir auf. Er hat in diesen Zirkeln jahrelang verkehrt, er hat in diesem Geist unschöne Artikel verfasst, in denen er die Demokraite für ungeeignet hielt (habe übrigens grad ein Buch über den Beginn des ersten Weltkriegs gelesen und da wird deutlich, dass es vor allem auch komplett unfähige Monarchen und ihre Mitarbeiter, die den Kontinent in den Untergang letztendlich zweier Weltkriege stürzten - das aber nur mal am Rande), in denen er die politischen Morde in Südamerika relativiert und sich als Führungskraft damit diskreditiert - und da sollen ihm all diese Zusammenhänge unbekannt sein? Für wie doof hält der uns?

Hier noch ein paar Links mit Inhalten zu dem Vorgang:
https://eulemagazin.de/carsten-rentzing-das-steht-in-den-fragmente-texten/

https://www.sueddeutsche.de/politik/sachsen-bischof-rentzing-1.4638896

http://wolff-christian.de/abenteuerlicher-beschluss-der-saechsischen-landessynode/

https://www.ikvu.de/kontexte/texte-personen/kommentar2019-02-dittrich.html

https://www.meine-kirchenzeitung.de/c-aktuell/nach-ruecktritt-abgetaucht_a15646

Das zum Beleg einiger Dinge, die ich davor angeesprochen habe.

Was mich extrem verwundert ist, dass Herr Renzig, wenn er denn im Recht gewesen wäre, nicht um sein Recht gekämpft hätte. Glaube mir - ich hätte ihn hier und auch sonstwo nach kräften verteidigt, wenn er uns hätte plausibel darlegen können, warum die Vorwürfe nicht greifen. Hat er aber nicht gemacht. Er hat sich einfach so zurückgezogen, hat einen auf "Opfer" gemacht und dazu dann auch noch die Töchter instrumentalisiert:

Beleg hierfür seine Abschiedsrede:
https://engagiert.evlks.de/fileadmin/userfiles/EVLKS_engagiert/B._Landeskirche/Landessynode/Herbst_2019_Bilder/Freitag/Persoenliches_Wort_an_die_Landessynode_Rentzing.pdf

Da ist viel Anklage drin, Anklage, die der Deinen, lieber Banji, der mir hier Rufmord vorwirft, nicht unähnlich ist.

Weißt Du Banji, wenn mich jemand anklagt, was jederzeit passieren kann, und das stimmt nicht - dann tue ich gut daran mich an der Aufklärung der Vorwürfe zu beteiligen. Da ist es unklug, sich beleidigt zurückzuziehen und einfach nur zu sagen: ihr seid ja alles so gemein zu mir! Ich frage mich ernstlich, warum Herr Renzig das nicht gemacht hat. Er war immerhin Landesbischof, was eine Führungspersönlichkeit ist. Von der kann ich jawohl erwarten, dass die das Format hat, sich derartigen Angriffen - insbesondere, wenn sie haltlos sein sollten - zu stellen und Klarheit zu schaffen. So wie er gegangen ist, bleibt bei mir der NAchgeschmack, dass da einiges im Trüben geblieben ist, dass seine rechtsradikale Vergangenheit noch nicht so ganz aufgehört hat und er nicht einmal die Vorwürfe zum Anlass nehmen mochte, um eine klare Linie der Distanz und des Abbruchs von Brücken zu undemokratischen Kräften vorzunehmen und so dann Klarheit in seiner Position herzustellen.

Die ganze Sache ist natürlich extrem schade und belastend auch für die Kirche. Aber wenn wir hier diejenigen, die Renzig mit dem Bekanntmachen seiner Vorgeschichte zu einem klaren Bekenntnis drängen wollten als Täter und den armen Renzig zum Opfer stilisieren (wie er es selber tat), dann läuft etwas falsch.

Noch einmal: Bei einem klaren Bekenntnis, bei einer klaren Distanzierung von den rechtsextremen Kräften hätte ich es sogar begrüßt, wenn er Bischof geblieben wäre. Als Aussteiger hätte er sogar helfen können, unser großes gesellschaftliches Problem zu überwinden. So aber wurde er selber zum Problem der Kirche und ich wünsche ihm immer noch, dass er mit hilft, dieses Problem zu lösen - für die Kirche und für ihn privat.

Er hat als Bischof sicher viele gute Worte gesagt - aber ohne ein eindeutiges Bekenntnis fällt es schwer diesen Worten zu glauben - mir jedenfalls.

Anonymous antworten


Lombard3
Beiträge : 4292

Mehr Ausführlichkeit
Hallo,

erst durch die Links von Ecclesia verstand ich die Hintergründe besser.

Kannst du ggf. ausführlicher die Hintergründe und Zusammenhänge erklären?

lombard3 antworten
Orangsaya
Beiträge : 2875

Genau genommen ist dieses Lied ein Aufruf zum Landfriedenbruch.
Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, soll man einer 16 jährigen das nachtragen.
Das Problem ist, dass die Grünen eine Partei ist, in der immer wieder ein Konflikt zwischen Staat und ihren Mitglieder auftaucht und hier uneinsichtig ist. Was ist eigentlich aus denen geworden, die als Mitglieder der Grünen Jugend auf die deutsche Fahne gepunktet haben. Sind die erwachsen geworden, oder urinieren sie immer noch?
Ich bin mir sicher, wäre es in der jungen Union gewesen, hätte die Partei ihrer Jugend gezeigt, dass hier eine rote Linie überschritten wurde.
Das sind im Hinblick der Grünen noch harmlose Dinge. So haben sie einen Straftäter, der wegen Unterstützung der Terrorbande RAF verurteilt wurde, von den Grünen nicht nur zum Mitglied des Bundestag gemacht, sondern er wurde von den Grünen zum Parlamentarische Kontrollgremium der Geheimdienste eingesetzt. Das muss man sich vor Augen halten. Da unterstützt jemand eine politische Mörderbande und der wird dann zur Kontrolle des Geheimdienst eingesetzt. Kann so eine Partei Verantwortung übernehmen? Die Begründer der jetzigen Grünen kamen aus dem linksextremistischen Spektrum und einigen hat es wohl Spaß gemacht, wenn ein Polizist verhauen wird. Diese Vergangenheit klebt wie Dreck unter den Nägeln und hin und wieder wird etwas davon offensichtlich. Ich weiß nicht, ob der Ministerpräsident Kretschmer mit diese Koalition glaubwürdig sein wird.

orangsaya antworten
3 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @orangsaya

Ich weiß nicht, ob der Ministerpräsident Kretschmer mit diese Koalition glaubwürdig sein wird.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist es in Baden-Württemberg. Und wenn die Preußen einen König wollen, dann sollen sie halt. Wir setzen dann einfach Winfried Kretschmann ne Krone auf - geschmiedet von Daimler und Porsche!

Anonymous antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist es in Baden-Württemberg.

Ja, und der sächsische MP heißt Kretschmer und ist Mitglied der CDU.

ungehorsam antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Ja, und der sächsische MP heißt Kretschmer und ist Mitglied der CDU.

Das weiß ich - und beiden verbindet nicht nur ein etwas ähnlicher Name, sondern dass sie einer Regierung aus den klassischen alten Regierungsparteien und den Grünen bilden - wobei Kretschmann (hier jetzt Regierung mit der CDU nachdem es bereits eine Koalition mit der SPD gegebenhatte) selber bei den Grünen ist und dort einen wertkonservativen an der Realität orienteriten Kurs vertritt.

Anonymous antworten


Seite 1 / 2
Teilen: