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Hausfrau u. Mutter, mit krankem Mann, keine gesellschaftliche Anerkennung

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo,
Ich wusste nicht so recht, in welches Forum dieser Thread passt, da es einerseits und vor allem um etwas sehr persönliches geht, das aber andererseits eine sehr gesellschaftliche Komponente hat.

Zu meiner Person bzw. meinem Hintergrund: Ich bin schon immer und durchgängig sehr gut in der Schule gewesen, dafür erhielt ich viel Anerkennung. Nach meinem Abitur habe ich studiert und mit einem Einserdurchschnitt abgeschlossen (wobei, so muss ich ehrlich sagen, mit Einsern in dem Fach nur so geschmissen wird).

Nach meinem Studium habe ich kurz gearbeitet. Soweit, so gut. Die gesellschaftliche Anerkennung war mir gewiss.
Ich habe einen Mann aus wohlhabendem (nicht reichem!) Haus geheiratet. Ich bin Hausfrau und Mutter geworden. Das war einige schon nicht so recht und man kriegte Kommentare zu hören, dass heute die Mütter doch arbeiten würden und „Klar, mit dem wohlhabenden Mann hast du dich ins gemachte Nest gesetzt“. Mein Mann hatte und hat gesundheitliche Probleme, körperliche und wegen mehrerer traumatischer Ereignisse, psychische. Damit meine ich nicht, dass er sich für die Queen halten würde oder dergleichen Verrücktheiten. Etwas derartiges ist es ganz und gar nicht, aber er braucht Zuspruch und Liebe. Er ist nicht mehr in dem Beruf tätig, den er ursprünglich ergriffen hat, sondern ist in einem Beruf tätig, den er eigentlich nie gelernt hat. Sehr erfolgreich inzwischen doch es war eine Ochsentour und hat alles von ihm gefordert.

Wir haben uns dagegen entschieden, dass unsere vier Kinder eine Krippe besuchen, was uns allerlei negative Kommentare einbrachte. Nachdem alle unsere Kinder in Kindergarten und Schule waren, habe ich versucht halbtags wieder berufstätig sein sein. Es ist gescheitert und zwar daran, dass die Kinder dauernd krank waren und ich mir kein Kindermädchen für diesen Fall suchen wollte, da ich denke ein kranke Kind gehört zur Mutter. Keines meiner Kinder ist ernsthaft krank. Es waren und sind diese ganz normalen Infekte des Kleinkindalters. Ich weiß nicht, wie andere Leute es schaffen.

Inzwischen, ein Jahr später, bin ich wieder berufstätig von zuhause aus als freie Mitarbeiterin. Meine beruflichen Leistungen sind vorsichtig ausgedrückt, miserabel. Ich glaube, dass ich es aufgeben werden muss. Wir haben eine Putzfrau (zwei Mal die Woche kommt sie) trotzdem bin ich ewig mit dem Haushalt beschäftigt. Vielleicht bin ich nicht organisiert genug. Ich weiß es nicht.

Ich weiß, dass ich als Christin nicht so stolz sein sollte und um ein dienendes Herz beten sollte, aber warum macht die Gesellschaft es mir so schwer? Ich weiß, dass ich geliebt werde, von meinem Mann, meinen Kindern, aber für den Rest der Welt bin ich einfach nur die faule Frau, die den gut verdienenden Mann geheiratet hat. Eine, die es sich gut gehen lassen will. Dass ich sehr hart arbeite und bei vier Kindern, wenn man sie entsprechend fördern will und ihnen die Hobbies finanziert, auch von einem guten Verdienst nicht mehr viel übrig bleibt, sieht fast keiner.

Wenn ich nun tatsächlich das arbeiten wieder aufgebe, wird es für mich sehr schwer sein, mit der Verachtung, die viele für eine Frau in einer solchen Position haben, umzugehen.

Antwort
43 Antworten
Lulisa
 Lulisa
Beiträge : 127

Hallo Anonyma,
Was machst du dir Sorgen, was die Gesellschaft denkt oder die Nachbarn, Freunde oder sonstwer?
In der Bibel werden die Frauen geehrt, die ihren Männern und Kindern vorbildlich dienen. Wir sind doch abhängig was Gott über uns denkt, nicht was die Welt denkt.
Jesus sagt auch in Seinem Gleichnis zu Martha: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe.
Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden. Lukas 10.41,42
Jesus ehrt so auch die Frauen, die zu Seinen Füssen liegen, und Sein Wort mit Freuden aufnehmen, ....so können sie es in ihrer Familie weitergeben, und darauf liegt ein großer Segen.
Du hast auch das gute Teil erwählt, lass dich nicht beirren, lass sie alle reden, ...Gott freut sich über deine Hingabe.

Liebe Grüsse
Lulisa

lulisa antworten
5 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ein dienendes Herz
Ich habe um ein dienendes Herz gebetet. Aber leider: so leicht ist es nicht. Es macht mir etwas aus, was „die Welt“ über mich denkt und leider habe ich das Gefühl, dass mir vorgeworfen wird ich hätte mich ins gemachte Netzt gesetzt.
Manche denken man sei gesellschaftlich nutzlos, wenn man nicht arbeite. Auch in der Gemeinde, leider, vertreten einige Damen diese Meinung. Es ist mir nicht egal, wie sehr ich mich auch bemühe.

Es wird mir daher sehr schwer fallen meine freiberufliche Tätigkeit aufzugeben.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Liebe Anonyma,

Veröffentlicht von: @anonyma-70d98c9d4

Es macht mir etwas aus, was „die Welt“ über mich denkt

Deine Mitmenschen werden immer irgend etwas über dich denken, egal wie du dich entscheidest. Hättest du nur ein Kind und würdest Karriere machen, gäbe es auch welche, die sich das Maul über dich zerreissen.

Du solltest jetzt das tun, was für deine Familie und dich richtig ist, egal was andere denken. Vier Kinder zu erziehen, erfordert täglich eine ganze Menge Energie, da bist du auch ohne noch berufstätig zu sein, ziemlich gefordert und solltest dir kein schlechtes Gewissen machen.

Ich hatte auch vier Kinder, wir waren allerdings nicht wohlhabend, aber wir konnten damals von einem Gehalt leben. Als ich späer, als das jüngste Kind in der Schule war, wieder berufstätig wurde und noch eine Ausbildung machte, gab es auch Stimmen die meinten, ich würde jetzt meine Familie vernachlässigen. Wie frau es macht ist es nicht richtig.

Ich wünsche dir dass du dich von der Meinung, die andere über dich haben, freimachen kannst.

Entscheidend seid ihr, du, dein Mann, deine Kinder. Wenn ihr euch das leisten könnt, dann genießt diese Jahre. Für kleinere Kinder gibt es nichts schöneres, als wenn die Eltern Zeit für sie haben.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Sorry, hatte mich gerade mit dem Wort vertan. Hab festgestellt, dass als freiberuflich etwas anders bezeichnet wird. Peinlich.

Anonymous antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Schau, das Gegenteil ist der Fall.
Ohne Mütter von Kindern, gibt es später keinen Staat mehr der Funktioniert und in der Lage ist, die dann alte Bevölkerung zu versorgen. Früher war mal jeder für sich selber Verantwortlich. Ohne Großgrundbesitz oder Kinder- Sense. Heute ist es anders, aber trotzdem ist das System abhängig von Menschen die sich für die Familie entscheiden. Je mehr Bildung, gutes Einkommen und verlockung des tollen Leben es gibt, je mehr ist das Wertzuschätzen finde ich.

Grüße

derneinsager antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1067

Ich denke, da geht es um die Überzeugung, ob eine anwesende Mutter (bzw. Eternteil) nötig ist.

tagesschimmer antworten


tristesse
Beiträge : 17988

Hallo anonyma,
ich kann dich nur bedingt verstehen, weil ich trotz mangelnder Kaierre, keinem Ehemann, geschweige denn Kindern niemals gesellschaftlicher Ächtung ausgesetzt war. Allenfalls Mitleid und dumme "Auf jeden Topf passt ein Deckel" Sprüche, was nicht schön aber ertragbar ist.

Ich möchte dich aber zu drei Dingen ermutigen, die sind unabhängig davon, welchen Stand man lebt:

1. Umgib dich nicht mit Menschen die dich verachten, sondern mit welchen, die dir wohl gesonnen sind. Damit meine ich nicht, dass sie dir nach dem Mund reden. Aber sie sollten dich schätzen. Verbringe deine Zeit mit Menschen, die dich für gering achten so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

2. Schau nicht auf das, was du nicht erreicht hast, sondern sei dankbar für das, was du erreicht hast. Du hast mit 4 Kindern, einem nicht unproblematischen Ehemann und deiner Selbstständigkeit mehr erreicht als viele andere. Sei darauf stolz und präsentier das auch so im Umfeld.

3. Identifiziere dich über deine Gotteskindschaft und nicht darüber, was andere bin dir halten. Denn du stehst am Ende deines Lebens nicht vor denen, sondern vor dem Schöpfer. Und es geht darum, dass du seinen Willen getan hast. Er verleiht für auch Würde ohne gesellschaftliche Anerkennung und Kaierre.

Ich wünsche dir da Mut und Eintritt in eine ganz neue Freiheit auf dich stolz zu sein.

Gruß Trissi

tristesse antworten
4 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Vielen lieben Dank für deine Antwort und deine Mut machenden Worte. Mich nicht von der Meinung „der Welt“ abhängig zu machen fällt mir schwer, aber ich muss es versuchen.
Bitte entschuldige, wenn ich etwas kritisiere. Du hast meinem Mann als nicht unproblematisch bezeichnet. Er ist nicht problematisch. Er ist ein lieber, freundlicher und herzensguter Mann, dem es bloß manchmal nicht gut geht. Das hat er sich so nicht ausgesucht. Er braucht ein bisschen Trost und dass jemand für ihn da ist.

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14194

Ich finde nicht, dass ein kranker Mann immer unproblematisch ist. Es erfordert oft viel Kraft, das auszuhalten. Und da spreche ich aus Erfahrung. Es ist nicht einfach, etwas zu planen, weil ich im Voraus nie weiß, wie es meinem Mann gehen wird oder wie lange er durchhält.
Zuerst war da der ständig wechselnde Schichtdienst, später seine Erkrankung. Ich war quasi alleinerziehend. Und das Geld war immer knapp. Damals gab es hier noch keine U3-Betreuung. Etwas Regelmäßiges zu machen fiel auch aus. Aber: das alles liegt hinter uns. Heute bin ich stärken denn je. Mich haut so schnell nichts mehr aus der Bahn.

Ich hab mich nie darum geschert, was andere sagen. Ich bin in einem sozialistischen Land in einer Gläubigen Familie aufgewachsen. Ich hatte zwar in der Schule bis zu einem gewissen Grad Anerkennung, aber das Wichtigste wurde mir verwehrt: Bildung, die meinen Leistungen angemessen gewesen wäre.

Mittlerweile bin ich zufrieden. Gott hatte und hat - im Nachhinein betrachtet - immer einen Platz für mich und meine Fähigkeiten.

herbstrose antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17988

Hallo,
gern geschehen 😊

Vermutlich haben wir beide eine unterschiedliche Vorstellung von "problematisch".

Für mich sagt dieser Begriff nichts darüber aus, ob ein Mensch lieb und herzensgut ist.
Ich weiß wovon ich rede, ich hab auch Depressionen überstanden.

Auch liebe und nette Menschen können es einem schwer machen und ich glaub dir, dass er bis auf seine schlechten Zeiten ein toller Ehemann und Vater ist. Ich kann es ja auch nur aus deinen Beiträgen herleiten.

Mit Sicherheit aber würde ich einen Menschen als "nicht unproblematisch" einstufen, der nachts seine Frau wach hält, um zu reden, weil er ansonsten Gefahr läuft sich umzubringen.

Das hat wie gesagt erst mal mit dem Charakter ja nichts zu tun.

tristesse antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

klasse Beitrag! Ich bin davon überzeugt, dass diese Ermutigungen ihr weiterhelfen werden!

Gruß Helle

helle antworten
Irrwisch
Beiträge : 3403

Schätze doch lieber Deine Schätze, liebe..............
............Anonyma!

Ein herzensguter Mann, 4 liebe Kinder und im der Hinterhand eine Berufsausbildung, sind nicht das deine wirklichen Schätze, deine wahren Schätze?!

Du wirst dich immer an gesellschaftlicher Meinung reiben, du wirst ihr nie genug sein, wenn du sie zum Massstab deines Lebens machst.
Wenn du dich von deren Anerkennung abhängig machst.

Ich hbe 3 Kinder, inzwischen erwachsen.

Bis meine Jüngste 10Jahre alt war habe ich nicht in meinem Berug geabeitet.

Weil es mir wichtig war, für meine Kinder da zu sein.
Wenn sie mittags aus der Schule kommen und " abladen" müssen.
Ein Ohr und ein Herz brauchen, was für sie da ist. Im besten Fall ein Elternteil, in meinem Fall mich.
2 Arme, die sich um sie schützed schliessen.
Einen Mund, der ihnen mutmachende, tröstende, korrigierende oder
zärtliche Worte sagt.
Hände, die ein warmes Essen für sie bereitet haben und die ihnen liebevoll über den Kopf streichen.

Wer ist da schon " die Gesellschaft?"

Das alles kann sie doch überhaupt nicht leisten!

Versuche doch vielleicht einmal, ein Tagebuch zu führen.
In dem du fest hältst, was dir Mann und Kinder täglich geben.
Was du durch die erhältst und sein kannst.

Mach dich bitte nicht von " der Gesellschaft" abhängig.
diese anonyma Masse weiß überhaupt nicht zu schätzen, was u deinen Kindern für ein gutes Fundaent gibst.
Aber deine Kinder werden es einmal sehr zu schätzen wissen.
Denn Geborgenheit, Bindung und Liebe ist durch kein berufliches Entgeld und keine gesellschaftliche Anerkennung zu bezahlen und zu haben.

Ich wünsche dir einen Standortwechsel.
Und damit einen Blickrichtungswechsel.

Schau auf deine Schätze, weg vom Tand der Gesellschaft!

Dann wirst du viel reicher beschenkt als jede noch so gute berufliche Karriere es dir je lohnen könnte

Ausserdem.............Kinder werden erwachsen.
Deine Ausbildung, dein Beruf bleibt dir.

Ich habe es überreich ( nicht in finanzieller Hinsicht) gelohnt bekommen,als ich nach 17 Jahren Familienmanagerin wieder beruflich einsteigen konnte.
Und zwar in meinen Beruf, den ich sehr liebte.
Und das, obwohl mir die Sachbearbeiterin auf dem Arbeitsamt dahingehend im Vorfeld null Chancen eingeräumt hatte.

Aber es gibt da den Einen über uns, der er gut mit mir gemacht hat.

Halte daran auch fest.

Sei herzlich ermutigt

Inge

irrwisch antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Liebe Anonyma,

ich habe deinen Beitrag gelesen und finde du hast dein Problem gut beschrieben.

Veröffentlicht von: @anonyma-70d98c9d4

Wir haben uns dagegen entschieden, dass unsere vier Kinder eine Krippe besuchen, was uns allerlei negative Kommentare einbrachte. Nachdem alle unsere Kinder in Kindergarten und Schule waren, habe ich versucht halbtags wieder berufstätig sein sein. Es ist gescheitert und zwar daran, dass die Kinder dauernd krank waren und ich mir kein Kindermädchen für diesen Fall suchen wollte, da ich denke ein kranke Kind gehört zur Mutter. Keines meiner Kinder ist ernsthaft krank. Es waren und sind diese ganz normalen Infekte des Kleinkindalters. Ich weiß nicht, wie andere Leute es schaffen.

Meinen Respekt für Eure Entscheidungen. Schaffen es die anderen wirklich besser? Die Statistik sagt, dass die Berufstätigkeit der Frauen mit dem 3. Kind deutlich zurück geht und ihr habt eben vier Kinder. Insofern: Nicht alle sind von der Leyden Typen. Die meisten bringen es eben nicht besser hin, wobei noch die Frage ist, was ist denn eigentlich besser. Und die kleineren Krankheiten können auch aufreibend sein. Ginge es dir besser, wenn eines deiner Kinder eine besondere Krankheit oder Beeinträchtigung hätte, weil du dann dein Nicht- oder Wenigarbeit besser begründen könntest? Je mehr Kinder, desto mehr kranke Kinder, das ist eben einfach so und auch die kleinen Nöte der Kleinen können aufreibend sein.

Ich denke, dass du ungefähr meiner Generation angehörst, und da gilt eben nur, wenn man sowohl Kinder als auch Beruf hat. Eines von beiden reicht nicht. Kaum eine Generation macht sich so viel Stress. Das ist aber das Problem des Rollen- und Menschenbildes dieser Generation und nicht deines.

Veröffentlicht von: @anonyma-70d98c9d4

Inzwischen, ein Jahr später, bin ich wieder berufstätig von zuhause aus als freie Mitarbeiterin. Meine beruflichen Leistungen sind vorsichtig ausgedrückt, miserabel. Ich glaube, dass ich es aufgeben werden muss. Wir haben eine Putzfrau (zwei Mal die Woche kommt sie) trotzdem bin ich ewig mit dem Haushalt beschäftigt. Vielleicht bin ich nicht organisiert genug. Ich weiß es nicht.

Das kann man von außen nicht beurteilen. Aber es kommt so rüber, als ob du ein schlechtes Bild von dir hast. Und mit einem schlechten Bild seiner selbst, lebt es sich nicht besonders angenehm.

Ich vermute, es trifft dich, was die anderen über dich denken und das tut es wahrscheinlich deshalb, weil ein Teil von dir denkt, sie haben recht.

Du möchtest nicht stolz sein und ein dienendes Herz entwickeln. Da fällt mir der Spruch ein, den ich jahrelang meiner Frau gepredigt habe: Du kannst das Gute nicht aus dir raus pressen wie aus einer Zitrone den Saft. Was ich damit sagen möchte ist: Lass dich von Gott lieben. Tanke auf. Finde das Tor zum heiligen Jerusalem der Gegenwart Gottes, das zu dir passt. Ich weiß nicht, bist du ein musikalischer Typ, empfänglich für Kunst, Poesie oder ist eher Gottesdienst, Bekenntnis und Gebet dein Ding. Liebst du die Stille, die Natur das Licht? Finde heraus, wie du tickst, wie du in die Gegenwart Gottes kommen kannst.

Nichts anderes kann dich überzeugen, dass du geliebt bist. Fühlst du dich geliebt, ist alles was die anderen sagen egal. Du kommst auch zu einem neuen Denken über dich selbst, über deine Rolle usw. Nichts anderes kann dich in den Frieden, in die Zufriedenheit, in die Freude führen.

Suche nicht die äußere Lösung. Hadere nicht mit deiner Situation, nicht mit dir, nicht mit der Umwelt. Lass dich lieben und lebe.

Alles Liebe und Gute

Ralf

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DerNeinsager
Beiträge : 1449

Hallo, da kann ich dich voll verstehen. Meiner Meinung nach ist das eine Folge der schlimmsten Deutschen Verwerfung in der Gesellschaft, der Aberkennung der Wert einer eigenen Familie. Dies ist in anderen westlichen Staaten (USA, GB, FR etc) völlig anders: Kinder und große Familien sind ein Zeichen für Wohlstand. Schau dir die ganzen Promis an von dort: Alle haben massig Kinder. In D? Keines, eines....vielleicht zwei. Hier zählt vorrangig Karriere. Auf Dauer tut das einem Volk nicht gut, alles gerät ins Ungleichgewicht, große Familien haben es noch schwerer weil große Teile der Bevölkerung sich ja noch nichtmal reinversetzen können, es werden über Jahrzehnte zu wenig große Wohnungen gebaut etc. die Liste wäre lang.

Allerdings betrifft diese Mentalität eher ethnisch Deutsche: Migranten ticken da anders. Ich glaube das unser Lebensstil nicht Göttlich ist (hinter dem ja auch fast alle Parteien von Links zur Mitte stehen samt den Medien und entsprechend werden die Früchte sein, die verdienten Früchte für die Gesellschaft sein.

Heißt aber auch langfristig wird sich das ändern, da die entsprechende Bevölkerungsgruppe sich jede Generation quasi halbiert.

Das macht es euch nicht leichter, aber meiner Meinung nach seit ihr auf dem Richtigen Weg, so wie die meisten Menschen auf der Welt in der Beziehung, unsere Gesellschaft ist im Sack auf Deutsch gesagt. Mutter sein ist Hart wenn man 4 Kinder hat, du verdienst die Anerkennung meiner Meinung nach.

Hab weit ausgeholt, ich weis

VG und guten Rutsch

derneinsager antworten
1 Antwort
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @derneinsager

Dies ist in anderen westlichen Staaten (USA, GB, FR etc) völlig anders: Kinder und große Familien sind ein Zeichen für Wohlstand.

Mit dem Unterschied, dass man hier bezahlbare Betreuung hat, in vielen anderen Ländern nicht. Außerdem ist es in der Schweiz, in Frankreich oder den USA völlig normal, dass beide Eltern Vollzeit arbeiten gehen, sobald die Kinder 6-12 Monate alt sind. Also die typisch deutsche Hausfrau und Mutter, ist weltweit eher unbekannt und ein Phänomen der oberen Zehntausend.

Die Mentalität der Deutschen ist vor allem, dass sie über alle Modelle, die Familien so ergreifen was zu meckern haben. Aber Deutsche haben eh immer was zu meckern, sonst sind sie nicht glücklich. Daher kann man das ruhig ausblenden 😌

littlebat antworten


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