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Ehe fuer alle Schweizer*innen


Ich-bin-doch-ich
Themenstarter
Beiträge : 58

Im Bundesblatt Nr. 57 vom 31. Dezember 2020 wurde in der üblichen staubig-trockenen Art das Gesetz zur "Schweizerisches Zivilgesetzbuch (Ehe für alle)" vorgestellt https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2020/9913.pdf . Nach der gut-eidgenössischen Schlammschlacht des Referendums dürften wir gegen Ende 2021 auch die "Ehe für alle" haben (natürlich nicht nur für Schweizer*innen!)
Wie war das in Deutschland seit Mitte 2017? Meines Wissens besteht die Bundesrepublik ja noch, hat sich da etwas wesentlich verändert?
Oder sollen wir unsere Bunker und Luftschutzanlagen bezugsbereit machen?

Mindestens zwei Parteien haben ihr Referendum angekündigt, es dürfte da interessant werden, Ausländer*innen werden wohl Bier und Popcorn bereitmachen...

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DerNeinsager
Beiträge : 1449

Naja da muss man klären wer oder was das Gebilde Deutschland eigentlich sein soll.

Als internationalistisches grünrotes Niemandsland da wächst und gedeiht es prächtig 🙂

Ein Deutschland im traditionellen Sinn und mit Konservativen Werten und Stärken ist doch eh so gut wie weg und seitdem halt vielleicht noch ein Stückchen mehr. Diese Sache alleine aber hat keine grundlegend verändernten Auswirkungen....

Nachtrag vom 31.12.2020 1814
Etwas einseitig und Düster die Sichtweise, ich weis. So nehme ich es eben wahr, hab den Vergleich durch Freunde zu anderen Volksgruppen der Migranten und weis in etwa was dort normal ist.

derneinsager antworten
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Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Ein Deutschland im traditionellen Sinn und mit Konservativen Werten und Stärken ist doch eh so gut wie weg und seitdem halt vielleicht noch ein Stückchen mehr

Oh wie schlimm - seit 1918 haben wir keinen Kaiser mehr! Eine 1000jährige bewährte Institution, einfach ersatzlos wegradiert! Ein Kaiser hätte in Deutschland eine Ehe für alle niemals zugelassen. Und diese ganzen Linksgrünen - die wären ins Gefängnis gewandert.
Ach ja - und ohne Schlesien, Ostpreußen, Hinterpommern, die Neumark und sonstige Territorien, über denen einst eine deutsche Flagge wehte, ist Deutschland nicht wert, diesen Namen zu tragen.

ungehorsam antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16885

Wann war denn "Deutschland im traditionellen Sinn"?

Veröffentlicht von: @derneinsager

Ein Deutschland im traditionellen Sinn und mit Konservativen Werten und Stärken ist doch eh so gut wie weg und seitdem halt vielleicht noch ein Stückchen mehr. Diese Sache alleine aber hat keine grundlegend verändernten Auswirkungen....

Was genau wäre denn dieses "Deutschland im traditionellen Sinn"? Oder besser: Von welchem Zeitpunkt genau redest du hier?

Biedermeier? Preussens Glanz und Gloria? Weimarer Republik? Adenauers Zeiten?

Die 68er können es ja dann schon wieder nicht sein... welcher Zeit genau trauerst du hier also nach?

lucan-7 antworten


Suzanne62
Beiträge : 7628
Veröffentlicht von: @ich-bin-doch-ich

Nach der gut-eidgenössischen Schlammschlacht des Referendums dürften wir gegen Ende 2021 auch die "Ehe für alle" haben (natürlich nicht nur für Schweizer*innen!)

Glückwunsch! Das freut mich für alle, die gerne heiraten möchten, es aber bisher noch nicht dürfen.

Veröffentlicht von: @ich-bin-doch-ich

Wie war das in Deutschland seit Mitte 2017? Meines Wissens besteht die Bundesrepublik ja noch, hat sich da etwas wesentlich verändert?

Nein, es hat sich dadurch nicht viel verändert - es musste sich kein(e) Heterosexulle(r) von seiner Frau/ihrem Mann scheiden lassen, um eine gleichgeschlechtliche Ehe einzugehen und es ist auch keinem heterosexuellen Ehepaar dadurch irgendetwas weggenommen worden.
Von daher habe ich den Aufriss, den einige konservative christliche Kreise deswegen gemacht haben, nie verstanden.

Veröffentlicht von: @ich-bin-doch-ich

Oder sollen wir unsere Bunker und Luftschutzanlagen bezugsbereit machen?

Nee, so schlimm war es dann doch nicht.....ich glaube, die meisten haben sich inzwischen dran gewöhnt. Oder zumindest damit abgefunden.

suzanne62 antworten
2 Antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 8051
Veröffentlicht von: @suzanne62

Nee, so schlimm war es dann doch nicht.....ich glaube, die meisten haben sich inzwischen dran gewöhnt. Oder zumindest damit abgefunden.

Zumal der Ansturm aller nichtheterosexueller Ehewilligen auf die Standesämter doch sehr verhalten ist.

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Zumal der Ansturm aller nichtheterosexueller Ehewilligen auf die Standesämter doch sehr verhalten ist.

Weil sie nach wie vor eine Minderheit sind. Das wird auch so bleiben.

ungehorsam antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 2989

In meinem Leben hat sich nichts geändert. Was ist denn der Unterschied zur eingetragenen Lebenspartnerschaft. Ändert sich das Erbrecht? Auskünfte wie Ehepartner im Krankenhaus hat man mit der Partnerschaft auch schon erreicht. Fürs Finanzamt ist es nicht unerheblich, das verpartnerte mehr Steuern zahlen.

Auswirkungen auf meine Gemeinde gab es nicht. Es gab keine Anfrage eines homosexuellen Paares nach einem Traugottesdienst,
das liegt eben auch daran, dass es nur einen geringen Prozentsatz betrifft und diese dann noch selten Mitglied einer Gemeinde sind.

Die Kirchen mussten sich jetzt mehr positionieren. In Baden das an die Schweiz angrenzt hat das Kirchenparlament (Landessynode) knapp entschieden. Vorher war die Regelung homosexuelle Paare seelsorgerlich zu begleiten, aber keine Gottesdienste. Jetzt als Ehe hat man sich entschieden Gottesdienste möglich zu machen, aber keinen Pfarrer oder Pfarrerin dazu zu zwingen den Gottesdienst zu machen.
Sollte es ein theologisches Problem geben, würde es jemand anderes machen für den oder die es kein Problem ist.

jigal antworten
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Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1654
Veröffentlicht von: @jigal

Was ist denn der Unterschied zur eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Das Adoptionsrecht. Verheiratete homosexuelle Paare können "gemeinschaftlich ein nicht leibliches Kind annehmen". Das gilt in Deutschland seit Oktober 2017, in der Schweiz dann vermutlich auch (?). Ob es noch weitere Unterschiede gibt, weiß ich nicht.

In der Schweiz wurde zusammen mit der Ehe für alle noch dafür gestimmt, dass "lesbischen Paaren die Zeugung von Kindern per Samenspende erlaubt werden soll". Link

miss-piggy antworten


ALF.MELMAC
Beiträge : 2155

Das Matterhorn steht noch.... 😊

alf-melmac antworten
1 Antwort
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Das steht ja auch nur zur Hälfte in der Schweiz.

ungehorsam antworten
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