Eintritt in Kirchen
Der Kölner Dom wird zukünftig Eintritt verlangen: 12 EUR je Erwachsener, 6 EUR für Jugendliche ab 14. Es gibt einige Ermäßigungen auf 6 EUR. Gottesdienste sind frei.
EKD-Kulturbeauftragter: Maßvolle Eintrittsgebühr für Kirchen angemessen | Jesus.de
Da kommt eine Familie, je nach Alter der Kinder, schnell mal auf 30 EUR oder mehr.
Es werden wohl weitere Kirchen bald nachziehen.
Finanziell nachvollziehbar, aber christlich?
Und wie ist das mit Kirchenmitgliedern, die wie jeder andere auch jetzt Eintritt für ihre eigenen Gebäude bezahlen müssen?
Was meint Ihr dazu? Generell und zur Höhe des Eintritts. Ist das maßvoll?
VG
Chey
@chey Ich war noch nie im Kölner Dom, kann also im schlecht beurteilen, ob der Besuch soviel wert ist. Das Problem ist mir aber vertraut.
Den Mitgliedern der betreffenden Gemeinde gegenüber finde ich Eintritt unangemessen. Da sollte man Lösungen finden, bin ich der Meinung (was mit den heutigen technischen Möglichkeiten auch kein Problem wäre - wenn man denn wollte...)
Vor ein paar Wochen war ich im Münster in Freiburg. Allgemein üblich ist Eintritt zum Turm. Den habe ich schon in Straßburg, Freiburg und Ulm bezahlt. Ich glaube Freiburg und Ulm sind es 5 Euro.
Zugang zum Kirchenschiff ist frei. Was ich öfter hatte ( Freiburg und Speyer) Bereiche die Geld kosten wie die Kaisergräber in Speyer oder die Apsis in Freiburg. Das aber immer in annehmbarer Höhe von zwei, drei Euro.
In Speyer hatte ich den Eindruck es gibt viele die sehen so etwas als touristischen Ort. Mütze abnehmen bei Männern, in Speyer sah ich viele mit Mütze. Ich finde es in Ordnung wenn ich in dem Dom gehe um die Kaisergräber zu sehen. Auf einer Lutherreise mussten wir in der Gruppe pro Nase 1 Euro bezahlen. Ich glaube es war in Mansfeld.
Bei der Hagia Sophia haben wir Eintritt bezahlt, da sie damals seit Atatürk ein Museum ist.
In Dresden war die Frauenkirche und die Schlosskirche frei. Die Mittagsandacht in der Frauenkirche war gut Infos zur Kirche, ein paar Lieder und Botschaft. Mittagsandacht gab es in Freiburg auch, ob in Köln kann ich nicht sagen. Die Andachten wären dann frei.
In Mainz gibt es eine katholische Kirche mit Chagall Fenstern, die ist auch frei. Spenden sind natürlich möglich.
Ich sehe die Kosten die durch Touristen entstehen und verstehe dann z.B. bei den Luthermuseen, wenn dort die Toilettenbenutzung etwas kostet, wenn man nicht schon Eintritt fürs Museum bezahlt hat.
Warum fragt man den Kulturbeauftragte der EKD? Es ist ein römisch-katholischer Dom.
Mit der Regelung in Köln ist ein kurzes Gebet im Dom nicht mehr möglich. Es werden dann sicher auch weniger Besucher Kerzen anzünden.
Der Eintrittspreis ist viel zu hoch.
Warum fragt man den Kulturbeauftragte der EKD? Es ist ein römisch-katholischer Dom.
Die Frage wurde vom evangelischen Pressedienst gestellt. Da haben die Journalisten wohl im Blick, von das ein Modell auch für evangelische Kirchen sein kann.
@hkmwk Es gibt wenige evangelische Kirchen die eine so starke Frequenz von Touristen haben wie die Bischofskirchen der römisch-katholischen Bistümer.
Die Frauenkirche in Dresden schien mir nicht so voll zu sein und das Ulmer Münster auch nicht.
Der Eintrittspreis in Köln ist deutlich zu hoch. In Ulm war ich bereit 5 Euro für den Turm zu bezahlen, gefühlte 2 oder 3 Euro für den unteren Bereich des Domes in Speyer war ich auch bereit.
Von den Touristen im Kaiserdom kommen die wenigstens an das andere Ende der Straße zur Kirche des Protestantismus. Es war dort immer wenig los, als ich dort war.
Ich stimme Claussen in allem, was ich lese, zu.
Statt 12 Eus nen Zehner - dann wär's rund 😉
L'Chaim
Was mich verwundert, ist, dass auch er Kirche als reinen Gottesdienstraum sieht. Gerade in Großstädten aber können sie doch auch zwischendurch ein Ort der Besinnung sein.
Ich würde es für sinnvoll halten, hierfür kostenfrei zumindest einen Raum anzubieten, vielleicht einen kleinen Nebenraum im Dom, wenn es so was gibt.
Und ich könnte mir vorstellen, dass so eine Gebühr, insbesondere in der Höhe, auch zu Austritten führt und dann im Saldo nichts bringt.
VG
Chey
Ja, ein abgetrennter Bereich zum Gebet & zur Besinnung wäre eventuell eine gute Lösung, der nicht nur bei Messen/Gottesdiensten frei zugänglich ist.
Wer nun die Domgebühren zum Anlass nimmt, "aus der Kirche" auszutreten und wie sich das zu Buche schlägt, weiß ich nicht und kann ich nicht einschätzen. Fakt ist, dass Bauunterhaltung (wie überhaupt die Finanzfrage) für Kirchen grundsätzlich ein sehr schwieriges z.T. sehr belastendes Thema ist, bei dem es schnell um Grundsätzliches geht.
Die meisten Besucher in den Besucherströmen haben auch im Kölner Dom wohl eher ein touristisches Interesse (was ja völlig ok ist), und da würde ich die Frage "Offene Kirche" nicht zu sehr "moralisieren" wollen und da hat die Empörung ("Wie kommt die Kirche dazu, nun auch noch Geld zu nehmen?") für mich Grenzen ...
L'Chaim
Ja, ein abgetrennter Bereich zum Gebet & zur Besinnung wäre eventuell eine gute Lösung, der nicht nur bei Messen/Gottesdiensten frei zugänglich ist.
Das ist auch so vorgesehen. Es wird einen freien Bereich geben, wo man beten oder eine Kerze anzünden kann.
Noch eine Anmerkung dazu: Es wird keine Überprüfung geben, wer da in den freien Bereichen tatsächlich betet. Ob man da Trennwände aufstellt, um nicht in den Rest des Doms schauen zu können ist auch fraglich (so hoch können die auch gar nicht sein).
Das bedeutet, dass etliche Touristen, die keinen Eintritt zahlen wollen, in diese Bereiche strömen werden. Und das kann auch nicht im Sinn des Erfinders sein.
Denn bisher konnte man sich, trotz der Menschenmassen, relativ ungestört in eine stille Ecke setzen und hatte dort auch seine Ruhe. Wenn das nicht mehr geht, dann verfehlt der Bau seinen Zweck.
Man darf gespannt sein...
Der Kölner Dom ist ein imposantens Bauwerk, das eine Besichtigung auf jeden Fall lohnt. Ich war erst kürzlich wieder da und habe eine Runde gedreht (Und Kerzen angezündet).
Aber 12 € Eintritt sind viel zu viel. Die meisten Leute bleiben ja nur kurz. Das steht in keinem Verhältnis.
Natürlich ist der Erhalt teuer, der Dom ist eine Dauerbaustelle, weil das Gebäude permanent verfällt. Aber da sollte es andere Möglichkeiten geben, immerhin zieht der Dom auch Touristen an, die dann umliegend sehr viel Geld ausgeben.
Man wird sehen, ob es da einen spürbaren Rückgang gibt... dann wird man das wohl schnell wieder ändern.
Veröffentlicht von: @lucan-7Der Kölner Dom ist ein imposantens Bauwerk, das eine Besichtigung auf jeden Fall lohnt. Ich war erst kürzlich wieder da und habe eine Runde gedreht (Und Kerzen angezündet).
Aber 12 € Eintritt sind viel zu viel. Die meisten Leute bleiben ja nur kurz. Das steht in keinem Verhältnis.
Wir haben schon gern mal in Kirchen reingeguckt, aber wenn wir als Familie mit drei Kindern im Teenie-Alter den Dom hätten angucken wollen, wären das 60 Euro gewesen, die wir sicher nicht ausgegeben hätten.
Ein kleinerer Beitrag ist sicher ok, aber 12 Euro pro Person ist aus meiner Sicht nicht 'maßvoll', sondern ziemlich heftig.
Vor Jahren waren wir in Dresden und ich bin mir - im Gegensatz zu @jigal - sicher, dass die Frauenkirche damals auch Eintritt verlangt hat und wir dann eben weitergezogen sind. War für unsere Begriffe eh ein teures Pflaster.
@chai Offene Kirche - Frauenkirche Dresden Hier steht bei offener Kirche ist die Besichtigung kostenlos möglich.
Der Kuppelaufstieg kostet Geld.
Preise
Erwachsene: 12 € | Ermäßigte: 7 € | Familien: 24 €
Panometer-Rabattkarte: 10 € | Schülergruppen: 4 € p. P. | Kuppelführung: 14 €
ich bin mir - im Gegensatz zu @jigal - sicher, dass die Frauenkirche damals auch Eintritt verlangt hat und wir dann eben weitergezogen sind.
Die Frauenkirche ist ansich (noch) gratis. Nur der Kuppelaufstieg kostet 12 (7) Euro für Erwachsene (Jugendliche). Familien 24 Euro. Ja das ist viel Geld, aber Schnipo kostet inzwischen auch über 20 und nicht mehr 7 Euro und das deutsche Durchschnittsgehalt liegt inzwischen eben auch bei 52.000 Euro Brutto.
Finanziell nachvollziehbar, aber christlich?
In vielen grossen Kirchen Europas üblich. Die meisten Menschen schauen sich diese Kirchen als Tourist an und nicht als Gläubige.
Gläubige und Kinder (immerhin) bleiben gratis. Alles in Butter.
Damit hab ich weniger Mühe, als mit den vielfach (ausserhalb von Veranstaltungen) ganicht mehr zugänglichen Kirchen.
Und wie ist das mit Kirchenmitgliedern, die wie jeder andere auch jetzt Eintritt für ihre eigenen Gebäude bezahlen müssen?
Müssen sie ja nicht.
Generell und zur Höhe des Eintritts. Ist das maßvoll?
12 Euro ist ok. Touris hauen ja sonst auch ein Sack voll Geld auf den Kopf.
Mailänder Dom ist ab 22 Euro aufwärts.