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Enteignung für bezahlbaren Wohnraum

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo,

das es besonders in den Großstädten kaum noch bezahlbaren Wohnraum für Normal- oder Geringverdiener gibt, ist allseits bekannt. Schuld daran sind angeblich die Wohnungsbauunternehmen, die Wohnungen aufkaufen, um sie zu renovieren und dann teuer zu vermieten.

Nach den Vorstellungen der Linken sollen diese nun enteignet werden. Das Land Berlin kauft denen dann zwangsweise alle Wohnungen ab - ja, und dann? Was haben die Mieter davon?

https://www.welt.de/politik/deutschland/article191485329/Steigende-Mieten-Kipping-wuenscht-sich-bei-Enteignungen-mehr-Mut-von-der-SPD.html

Das hilft den Mietern doch nur dann, wenn im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus dann auch die Mieten entsprechend begrenzt werden.

Was haltet Ihr von der Idee, diese Wohnungskonzerne zu enteignen, damit die Mieten bezahlbar werden? Ist das wirklich das Mittel der Wahl gegen unbezahlbare Mieten?

Grüssle von Katrin

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96 Antworten
Queequeg
Beiträge : 3024
Veröffentlicht von: @katy3

und dann? Was haben die Mieter davon?

Dass die Mieten gesenkt werden können, weil die Politiker wiedergewählt werden wollen. Das interessiert die Großkonzerne, die Wohnungen als Besitz haben keinen Deut.

Ich denke, dass Wohnraum genauso wenig Privateigentum sein muss, wie Luft und Wasser.

queequeg antworten
4 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich sehe das zum Teil anders. Jeder sollte das Recht auf eigene 4 Wände haben, das darf eigentlich kein Luxus sein. Allerdings sollte nicht jeder das Recht haben damit zu spekulieren, weil er dann damit anderen schadet. So ähnlich wie mit Weizen oder andere Dinge mit denen man im großen Stil spielt

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Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3024
Veröffentlicht von: @eddie78

Recht auf eigene 4 Wände

Klar, aber genau darum geht es ja gar nicht. Es geht um Konzerne, die zigtausend Wohnung haben und damit so operieren, dass die Menschen vielfach keine Chance haben, darin wohnen zu bleiben, weil sie eben doch Spekulationsobjekte sind.

queequeg antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

Spekulation gehört immer geregelt und ist es zu einem großen Teil bereits jetzt. Die andere Frage ist, ob das die Ursache ist, oder eine schlechte Politik über Jahrzehnte. Schließlich gibt es eine Bedarfsanalyse für die Regionen und die Politik hat die letzten Jahrzehnte die Förderungen gekürzt. Teilweise sogar verteuert. Als die Wohnungen ausländischer Armeen in den 90. leer standen, hat man diese teils nicht auf den Markt geworfen, um die Immobilienpreise stabil zu halten.

orangsaya antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

Nehmen wir an, es würde Realität. Dann wurde das passieren, was mit anderen staatlichen Unternehmen auch passiert. Es würde das Unternehmen von der Politik ausgelagert. Billiger würde etwas genauso, wie der Strom bei den Lieferanten, bei dem die Kommune dazugehörigt. Nämlich gar nicht. Nur ein paar Pfeffersäcke aus der Politik, würden sich zum Vorstand erheben lassen und bekommen Geld für nichts.

orangsaya antworten


Jimmy
Beiträge : 142

Hallo Katy,

jetzt mal marktwirtschaftlich gedacht:
selbst wenn es juristisch gut möglich wäre, dass einige Wohnhäuser enteignet würden, was wäre dann die Folge in dieser Stadt?

Da das Risiko einer Entwignung relativ hoch wäre,

wären einzelne private Häuserbauer total abgeschreckt und würden sofort aufhören, in dieser Stadt irgendwelche Wohnung neu zu bauen.
Die Wohnungsbauunternehmen würden sich auch sagen: Lieber investieren wir in Wohnungen in anderen Städten.

D. h. der private Wohnungsbau ginge dort drastisch zurück.
Die Wohnungssuchenden müssten allein von der Stadt bzw. vom Land hoffen, dass diese viele neue Wohnungen zu einem bezahlbaren Preis bauen und vermieten würden.

Da bin ich dann mal gespannt, wie schnell die Kommunen das schaffen würden und ob die Erwartungen der Leute wirklich erfüllt würden.

Gruß, Jimmy

jimmy antworten
Lucan-7
Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @katy3

Was haltet Ihr von der Idee, diese Wohnungskonzerne zu enteignen, damit die Mieten bezahlbar werden? Ist das wirklich das Mittel der Wahl gegen unbezahlbare Mieten?

Nein, das ist sicher nicht das Mittel der Wahl. Enteignungen sollten erst im Extremfall stattfinden, wenn alle anderen Versuche versagt haben, und es keine andere Möglichkeit einer gesunden Stadtentwicklung mehr gibt. Wo genau diese Grenze liegt ist natürlich schwer zu sagen, dafür ist das Thema viel zu komplex.

lucan-7 antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Würde man wie die unfähige Grünschwarze Regierung nicht das erschließen von Flächen zum Adventure machen, gäbe es das Problem vielleicht gar nicht so.

Was für eine Gutmenschenheuchelei, einerseits werden Hunderttausenden ins Ländle geholt, anderer Seits werden Arbeitsplätze und Wohnraum blockiert. Pervers sowas. Leiden tun die, welche sich am unteren Rand befinden, aber nicht nur die. Ich hab eine überteuerte Bruchbude auf dem Land kaufen müssen obwohl ich eigentlich aus Heilbronn komm. Dort muss man schon Akademiker sein und Glück haben um sich Eigentum aus eigener Kraft bescheren zu können. Sonst, viel Spaß bei 4-5 Zimmer Wohnungen suchen

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Anonymous
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Beiträge : 0

Das Sozialismus nicht funktioniert wissen wir doch eigentlich. Man kann keine Preise vorschreiben. Wenn man das doch tut, dann hat das eben an anderer Stelle unangenehme Konsequenzen.

In Berlin ist es ja nun so, dass die Stadt kaum Neubauflächen ausweist, weil die Grünen lieber Parkanlagen anlegen. Ein Mangel an Fläche führt logischerweise zu höheren Bauplatzpreisen. Dazu kommt dass im Zuge der CO-2 Politik und auch sonstiger Vorschriften das Bauen extrem teuer geworden ist.
Hohe Mietpreise sind daher ein Ergebnis der Politik. Wären Mietpreise ungerechtfertigt hoch, wäre es ja für Mieter rentabel selbst ein Grundstück zu erwerben, um dort zu bauen.

Veröffentlicht von: @katy3

Nach den Vorstellungen der Linken sollen diese nun enteignet werden. Das Land Berlin kauft denen dann zwangsweise alle Wohnungen ab - ja, und dann? Was haben die Mieter davon?

Die haben nichts davon, weil dadurch auch nicht mehr Wohnungen entstehen.

Veröffentlicht von: @katy3

Das hilft den Mietern doch nur dann, wenn im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus dann auch die Mieten entsprechend begrenzt werden.

Wer soll den da als Bauherr auftreten?

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7 Antworten
Woozel
(@woozel)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 69
Veröffentlicht von: @qdspieler

In Berlin ist es ja nun so, dass die Stadt kaum Neubauflächen ausweist, weil die Grünen lieber Parkanlagen anlegen.

Warst du schon mal in Berlin?
Bis auf das Gleisdreick sind meines Wissens nach kaum "neue" Grünanlagen dazugekommen. Und im Zuge der Nachverdichtung sind diese Grünanlagen auf jeden Fall absolut wichtig. Man erstickt sonst im Sommer in der Stadt.
Das Problem ist einfach, dass immer mehr Menschen in die gleichen Ecken wollen, das nennt man Siedlungsdruck. Auch um den Berliner Speckgürtel herum wird es teurer.

Hohe Miet- und Grundstückspreise sind weniger der "Politik" als der Lebensrealität geschuldet. Die wenigsten Flächen gehören der Stadt oder dem Land. Und die privaten Eigentümer wollen halt das Maximum rausholen.
Und sollte es doch der überschuldeten Kommune gehören, dann muss der Verkauf genug abwerfen im Sinne der Haushaltskonsolidierung.....

woozel antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @woozel

Hohe Miet- und Grundstückspreise sind weniger der "Politik" als der Lebensrealität geschuldet. Die wenigsten Flächen gehören der Stadt oder dem Land. Und die privaten .

Grundstückspreise ergeben sich aus Angebot und Nachfrage. Wer keine Angebot schafft, durch Ausweisung von Baugebieten, der darf sich nicht über steigende Preise beklagen.
Auch Mieterrechte und Bauauflagen kosten jede Menge Geld.

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Woozel
(@woozel)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 69

Neue Baugebiete fordern jedoch (zumindest hier) eine nachweisliche Planung (und Investition) in die (soziale) Infrastruktur. Und wenn man das nicht leisten will oder kann, kann man eben keine neuen Baugebiete ausweisen.
Zumal dann das Syndrom "NIMN" - Nicht in meiner Nachbarschaft - greift und Proteste gegen neue Baugebiete einfach enorm sind - und dann kommen wieder die berühmten lokalen Verquickungen mit rein.....

woozel antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @woozel

Neue Baugebiete fordern jedoch (zumindest hier) eine nachweisliche Planung (und Investition) in die (soziale) Infrastruktur.

Selbstverständlich. Und das ist ja auch das Problem. Die einen sind in der Lage langfristig zu planen und andere eben nicht.

Die Berliner bekommen völlig zurecht genau die Politik, die sie auch gewählt haben und zwar völlig freiwillig.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @qdspieler

Das Sozialismus nicht funktioniert wissen wir doch eigentlich.

Naja gar nicht funktionieren würde ich jetzt nicht sagen, es gibt ja noch die Genossenschaften war das nicht mal eine sozialistische Idee?
Ich wohne in einerGenossenschaftswohnung , Altbau, erstklassig renoviert und saniert, Wärmegedämmt, wenn was kaputt ist steht noch am gleichen Tag der Handwerker vor der Tür und macht es fertig.
Das ganze in einer absolut angesagten Gegend.
Ich zahle 4 Euro für den Quadratmeter Nutzungsgebühr.

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RalfsImbissbude
(@ralfsimbissbude)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 732
Veröffentlicht von: @skeptischerchrist

Naja gar nicht funktionieren würde ich jetzt nicht sagen, es gibt ja noch die Genossenschaften war das nicht mal eine sozialistische Idee?

Nein, Genossenschaften sind cool, aber nichtstaatlich. Ähnlich wie eine Aktiengesellschaft, nur dass die Privatleute ("Aktionäre") gleichzeitig auch die Kunden/Konsumenten sind.

ralfsimbissbude antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @ralfsimbissbude

Nein, Genossenschaften sind cool, aber nichtstaatlich. Ähnlich wie eine Aktiengesellschaft, nur dass die Privatleute ("Aktionäre") gleichzeitig auch die Kunden/Konsumenten sind.

Und das sie keine Gewinne machen dürfen zumindest nicht die Gemeinnützigen.

Anonymous antworten
Helle
Beiträge : 772

Ich sehe darin eher ein Mittel, den Haushalt zu sanieren. Die Mieten werden nicht sinken, weil die Kommune daran verdienen kann.

Wenn eine Enteignung Schule machen würde, dann würden zahlreiche Unternehmen aus Deutschland abhauen. Denn die könnte es dann genauso treffen.

Gruß Helle

helle antworten


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