Benachrichtigungen
Alles löschen

Freunde

Seite 1 / 2

Ratsdaed
Themenstarter
Beiträge : 674

Hallöchen zusammen.

Habt ihr als Christen auch nichtchristliche und nichtjüdische Freunde oder gute Bekannte? Wenn ja, wie funktioniert es mit dem Glauben und wenn nein, warum nicht? Haltet ihr in der Regel Abstand von Nichtchristen und Nichtjuden und wie funktioniert es da im Alltag und in der Arbeitswelt?

LG

Ratsdaed

Antwort
10 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo Ratsdaed,

ja klar habe ich nichtgläubige Freunde. Sie kommen in der Regel aus der Zeit, als ich noch wenig gläubig war. Wie funktioniert es - mit gegenseitigem Respekt. Jesus hat die Liebe geboten, die bezieht sich auf alle Menschen. Meine Freude respektieren, dass der Glaube ein zentrales Element meines Lebens ist, und stören sich auch nicht daran bzw. machen mit, wenn bei uns vor jeder Mahlzeit ein kleines christliches Lied gesungen wird.

Und im Alltag und in der Arbeitswelt sehe ich überhaupt keine Probleme. Man kooperiert wo es erforderlich ist. Wenn ich freundlich zu jemandem sein will, denn ich nicht kenne, frage ich doch auch nicht, ob er Christ ist. Es reicht doch, dass er ein Mensch ist. Jesus soll bei allem was ich tue dabei sein, das ist doch wichtiger als ob mein Gegenüber gläubig oder ungläubig ist.

Neulich hat einer meiner Freunde geäußert, dass er Zweifel am Glauben hat und sich überlegt ins agnostische Lager zu wechseln. Da sagte ich zu ihm, du weißt, dass der Glaube hast wichtigste in meinem Leben ist, aber du kannst dir sicher sein, dass ich dir die Freundschaft nicht aufkündigen werde, wenn du ins andere Lager wechselst.

Da sich meine Religiosität zum größten Teil in meinem Inneren abspielt, habe ich wenig Probleme mit der "Welt". Und die wenigen Dinge, die ich nach außen lebe, die versuche ich so dezent zu machen, dass sich niemand stört. Wir singen dieses Lied vor jeder Mahlzeit auch im Restaurant. Aber so gedämpft, dass niemand es mit bekommt und sich daran stören könnte.

Bei den Umgang mit Freunden und Bekannten hoffe ich immer auf das Wunder. Es könnte doch sein, dass Jesus sie empfänglich macht. Also in aller Freundlichkeit mit ihnen verkehren und stets auf Jesus und sein Wunder hoffen, statt sie zu belehren oder mit ihnen zu brechen.

Was sind deine Erfahrungen?

Liebe Grüße

Jadwin

Anonymous antworten
1 Antwort
Ratsdaed
(@ratsdaed)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 674

Kann ich dir noch nicht beantworten. Ich frage weil ich neulich eine Reportage auf YT gesehen hab in der ein paar Jugendliche Christen gefragt wurden ob sie auch Freunde außerhalb der Gemeinde haben, da waren sie sprachlos.

ratsdaed antworten


Irrwisch
Beiträge : 3403

Guten Morgen!

Freunde sind für mich eine Kostbarkeit.
Unsere Freundschaft mache ich weder an meinem, noch an ihremGauben fest.

Sondern zum Beispiel daran, dass ich sie zur Not auch nachts anrufen kann, wenn ich dringend Hilfe brauche.
Oder daran, dass sie auch dann noch für mich da sind, wenn sich Andere von mir abwenden.

lg
Irrwisch

irrwisch antworten
Vigil
 Vigil
Beiträge : 386

Heute wird mich, ev. Prädikant, ehem. katholisch, eine (deutsche) jüdische Freundin der Familie besuchen. Und wir werden sicher auch religiöse Themen erörtern. Da haben wir immer viele Gemeinsamkeiten, zumindest schon in den Schriften des AT.
Meine beiden besten Freunde sind der eine katholisch, befreundet seit der Schulzeit, der andere, ev. Kirchensteuer zahlender atheistischer Marxist, befreundet seit der Studienzeit, also 55 bzw. 50 Jahre. Auch mit ihnen wird über "Glauben" gesprochen. Nicht gestritten. Denn ich achte sie, wie sie mich achten - mit allem, wie sie sind und denken, wie ich bin und denke.
Und ich bin umgeben vom Menschen in meinem Dorf, die alles mögliche "sind" und denken. Meiner Offenheit ihnen gegenüber tut das keinen Abbruch.

vigil antworten


Orangsaya
Beiträge : 2931

Zunächst wie ist deine Frage gemeint?
Bei Z.J. werden außerhalb der Gemeinschaft offenbar ungern gesehen und mindestens Jugendliche und Junge Menschen können von der Gemeinschaft Probleme bekommen, denn sie könnten ja auf den falschen Weg kommen. Aber trotz der klareren Linie, kann man es nicht grundsätzlich sagen. Ein Freund von mir hatte als Jugendlicher es dicke, die hatten ein gemeinsames Interesse. Das war Basteln mit Strom. Sie reparierten und bauten Radios, in einem Ausmaß, welches über den Experimentierkasten hinaus ging. Das wurde vom Vater gefördert und er bezahlte beiden teures Zeug für ihre Leidenschaft.

Ich war damals in einer Jugendgruppe, die vorwiegend aus jungen Erwachsenen bestand. Da war es auf dem ersten Blick offen und tolerant. Die Entwicklung bei einigen war, daß es im sozialen Umfeld nur noch wenige Kontakte gab. Das war keine Vorgabe, sondern ergab sich aus der Wochenstruktur. Montags war Hauskreis, Mittwoch war Gemeindebibelschule, Donnerstag wurde die Jugend der Nachbargemeinde besucht, Freitag war ein Treffen, wo jemand ein Thema vorbereitete, Samstag war man ohne Programm bei Schmalzbrot und Tee zusammen. Sonntags war am Vormittag Gottesdienst, am Nachmittag gemeinsame Ausflug und am Abend sing and pray. Es war wie in dem Lied "Ein Hund lief in die Küche.". Es fing im sieben Tage Rhythmus immer von vorne an. Da war für andere Sachen wenig Raum und entsprechend dünn wurden die Freundschaften außerhalb.
Konkret wurde dies auch thematisiert. Ganz einfach Fragen wie, darf ich in die Disko, in die Kneipe, usw. Haarig wurde es allerdings bei der Partnerwahl. Was ist, wenn sich jamand in einen Ungläubigen verliebt. Geht da eine Partnerschaft, oder kommt man vom Glauben ab? Wie ist es, wenn man einen Partner hat und den Glauben nicht teilen kann. Das gab es auch, aber wurde kritisch gesehen. Auch gab es, wenn auch weniger die Haltung, man muss so schnell wie möglich heiraten, um Sünde zu verhindern. Fairer weise muss ich sagen, es gab auch den absoluten Gegensatz. Da war man in einer Beziehung, bei der mehr als Händchen gehalten wurde. Das war in der Gruppe allerdings mit Konflikt.
War deine Frage diese Richtung?
Ich kann dir sagen, wie ich in der Rückblende das sehe. Die Zeit möchte ich nicht vermissen. Es hat mein Leben bis heute geprägt. Meine Frau habe ich ohne Vorgabe dort kennengelernt. Mit ihr war ich so zusammen, dann lebte ich ohne Trauschein mit ihr und später gründete ich mit Trauschein und ihr eine Familie. Mit ihrer Familie gab es religiös bedingte Probleme, denn es war ein pietistischer Haushalt. Das bietet viel Konfliktpotential. Meine Schwägerin hat das Problem elegant umgangen. Sie hat einen aktiven Katholiken geheiratet. Die Hochzeit war evangelisch. Das Kind ist katholisch. Heimlich!!! Hätten es die Schwiegereltern gewusst, wäre es eine Katastrophe. Der Papst kommt fast dem Antichristen gleich. ...
Aus so einem Problemfeld ergibt sich, daß man schon durch so eine Frömmigkeit bewährt wird. Auf der anderen Seite schränkt es den Glauben zu reflektieren ein und auch sonst verführt so ein Leben dazu, nicht immer ehrlich miteinander umzugehen.

orangsaya antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 1067
Veröffentlicht von: @ratsdaed

Habt ihr als Christen auch nichtchristliche und nichtjüdische Freunde oder gute Bekannte?

Meine engsten Freunde sind Christen. Ansonsten haben bei mir Freundschaften auch viel mit der Zeit zu tun, in der man zusammen ist. Also z.B. Kollegen, da gab es immer Freundschaften, die auch überdauern, aber nicht so eng, wenn man sich nicht mehr automatisch sieht.

Veröffentlicht von: @ratsdaed

Wenn ja, wie funktioniert es mit dem Glauben und wenn nein, warum nicht?

Darüber sprechen wir oder auch nicht, gerade so, wie es für alle passt. Ich nehme an, dass die wirklich tiefen Freundschaften mit Christen sind, weil wir uns auch auf der Glaubensebene tiefer verstehen und dann auch selbstverständlich im Gebet unterstützen.

Veröffentlicht von: @ratsdaed

Haltet ihr in der Regel Abstand von Nichtchristen und Nichtjuden

Wie sollte ich so ein "Brief Gottes an die Menschen" sein?

tagesschimmer antworten


Seite 1 / 2
Teilen: