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Georgia on my mind

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MrOrleander
Themenstarter
Beiträge : 2133

Noch kein endgültiges Ergebnis, ich weiß. Dennoch spiele ich mit dem Gedanken, eine Flasche Sekt kalt zu stellen. 😀
Wer hätte das gedacht? Ich, alter Pessimist, jedenfalls nicht.

Antwort
222 Antworten
Herbstrose
Beiträge : 14193

Stimmt, da ist ja noch was.

Auf den Sekt verzichte ich. Hab keine Hand frei. Muss noch einen Pullover fertig stricken.

herbstrose antworten


Lucan-7
Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @mrorleander

Dennoch spiele ich mit dem Gedanken, eine Flasche Sekt kalt zu stellen.

Keine schlechte Idee... mir hat eh gerade ein Vorwand gefehlt 😉

Ich hoffe nur, die Freude ist nicht verfrüht... ein paar tausend Stimmen entscheiden über 2 Jahre Weltpolitik. Hätte ich auch nicht für möglich gehalten...

lucan-7 antworten
ALF.MELMAC
Beiträge : 2153

https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-der-anruf-des-us-praesidenten-in-georgia-hat-folgen-fuer-sein-team-a-ba342c8d-c213-456a-a64c-974f4dabe433

Eine Trump Anwältin mußte ihre Kanzlei verlassen

Wegen des berühmten Telefonats: Findet mir noch Stimmen in Georgia

alf-melmac antworten
14 Antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

Nebenbei erwähnt. Ich habe mich gefragt, wer das Telefonat wohl veröffentlicht hat? Weiß man da etwas?
Sinnvoll wäre doch, dass der Innenminister von Georgia es selbst war. Der wird doch eine nachvollziehbare Wut auf Trump gehabt haben.

eldarion antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15878
Veröffentlicht von: @eldarion

Sinnvoll wäre doch, dass der Innenminister von Georgia es selbst war.

Ich meine, dass ich das so gelesen habe.

deborah71 antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2153

Ich meine auch, das so gelesen zu haben....

alf-melmac antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292

Ja, meines Wissens das war Brad Raffensperger, der es aufgrund eines Tweets von Trump veröffentlichte.

lombard3 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348

Wenn Köpfe rollen ...
... freut sich der Jakobiner und applaudiert - bis er selber unter der Guillotine liegt ..

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267

Und was möchtest du jetzt damit sagen? Dass man Leuten alles durchgehen lassen soll?

lucan-7 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @lucan-7

Und was möchtest du jetzt damit sagen? Dass man Leuten alles durchgehen lassen soll?

Dass die Lust, bei politischen Machtwechseln Köpfe rollen zu lassen , auch so ihre Schattenseiten hat.

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

Dass die Lust, bei politischen Machtwechseln Köpfe rollen zu lassen , auch so ihre Schattenseiten hat.

Unsinn. Das sind ganz normale Vorgänge. Mal sind sie gerechtfertigt, mal weniger... mal trifft es die einen, mal die anderen. War schon immer so.

lucan-7 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @lucan-7
Veröffentlicht von: @lucan-7

Dass die Lust, bei politischen Machtwechseln Köpfe rollen zu lassen , auch so ihre Schattenseiten hat.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Unsinn. Das sind ganz normale Vorgänge. Mal sind sie gerechtfertigt, mal weniger... mal trifft es die einen, mal die anderen. War schon immer so.

Wenn der Vorgang oben so normal wäre, hätte er es wohl nicht zu einem Spiegel-Artikel gebracht.
Die Formulierung "Die ersten Köpfe rollen schon" klang mir auch ein bisschen schadenfroh, da mag ich mich aber täuschen.

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

Wenn der Vorgang oben so normal wäre, hätte er es wohl nicht zu einem Spiegel-Artikel gebracht.

Der Spiegel bauscht Berichte gerne mal auf, genau wie andere Medien auch. Die leben davon.

Veröffentlicht von: @staffan

Die Formulierung "Die ersten Köpfe rollen schon" klang mir auch ein bisschen schadenfroh, da mag ich mich aber täuschen.

Ein wenig Schadenfreude wird man sich nicht verkneifen können, wenn es Leute, die hetzen und beleidigen (bzw. Hetzer unterstützen) einmal selber trifft. Auch das ist normal.

lucan-7 antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973

Köpfe rollen ist eine Metapher. Besagte Anwältin hat versucht das Recht zu brechen und in zivilisierten Ländern ist es üblich Rechtsbrüche (vor allem von Anwälten) zu ahnden. Oder bist du Anarchist der das doof findet und meint jeder soll machen was er will?

johannes22 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753

Das Telefonat

Veröffentlicht von: @alf-melmac

Wegen des berühmten Telefonats: Findet mir noch Stimmen in Georgia

Ich hab mir mal das veröffentlichte Transkript (Englisch) des Telefonats durchgelesen.

Interessanterweise wurde das, was Trump sagte, oft nicht ganz richtig dargestellt. Der Tenor war eher:

Ich habe mit mehreren Hunderttausend Stimmen Vorsprung gewonnen, das ist eindeutig, schaut euch nur an, wie viele zu meinen Wahlkampfauftritten kamen und wie viele bei den Demokraten. Das Ergebnis sieht anders aus, also muss da Wahlfälschung vorliegen.

Und dann zählt er verschiedene Vorwürfe auf, die diesen Betrug belegen sollen. Das Team von Raffensperger hat dann die Vorwürfe entkräftet: Es waren keine 4.500, sondern nur 2 (in Worten: zwei) tote Wähler, die "gewählt" haben, das Video mit den mehrfach gezählten Stimmen (hat ein Rep oder Trump-Fan ins Netz gestellt) ist manipuliert, das Original zeigt was Anderes, und so weiter.

Wie dann der Betrug mit den Wahlmaschinen erwähnt wurde, sagte Trump sinngemäß: Nein, das Thema brauchen wir nicht aufzuwerfen, die anderen Punkte reichen schon aus, um mir einen Vorsprung in Georgia zu sichern, schließlich brauche ich nur 11.799 Stimmen - das ist dann der Satz, der so häufig zitiert wurde.

Gegen Ende sagt dann Mr. Germany (der heißt tatsächlich so) sinngemäß zu Trump: Nein, ihren Anwälten kann ich nicht alle Informationen geben [Datenschutz]. Ich kann aber denen erklären, was wir alles untersucht haben, und ihnen dann erklären, woher wir wissen, dass "das falsch ist, das falsch ist, das falsch ist, das falsch ist, das falsch ist." (here’s how we know this is wrong, this is wrong, this is wrong, this is wrong, this is wrong).

Mitchell gehörte zu Trumps Team, als er mit Raffensperger und dessen Team telefonierte, und hat ihn natürlich unterstützt. Mit jeder Menge Falschaussagen. Das hat sie nun davon.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267

Trumps Zweideutigkeiten

Veröffentlicht von: @hkmwk

Wie dann der Betrug mit den Wahlmaschinen erwähnt wurde, sagte Trump sinngemäß: Nein, das Thema brauchen wir nicht aufzuwerfen, die anderen Punkte reichen schon aus, um mir einen Vorsprung in Georgia zu sichern, schließlich brauche ich nur 11.799 Stimmen - das ist dann der Satz, der so häufig zitiert wurde.

Es ist richtig, was Trump sagte ist zweideutig. Er sprach davon, Stimmen zu "finden"... das kann man so auslegen, dass er von echten Stimmen spricht, die er für unterschlagen hält und die es "wiederzufinden" gilt... oder als Aufforderung, irgendwie Stimmen zu beschaffen, auf welche Weise auch immer.

Es wird aufgrund dieser Zweideutigkeit vermutlich zu keiner Verurteilung kommen, dafür ist Trump zu glatt und zu vorsichtig mit seinen Formulierungen.

Und so wird es immer wieder sein... es wird zwar klar sein, was Trump meinte... aber man wird ihm kaum etwas ankreiden können, und wenn manche Leute das als Aufforderung zu etwas illegalem betrachten, dann wird Trump sich umgehend davon distanzieren und behaupten, so hätte er das ja nie gemeint.

lucan-7 antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2153
Veröffentlicht von: @hkmwk

Ich habe mit mehreren Hunderttausend Stimmen Vorsprung gewonnen, das ist eindeutig, schaut euch nur an, wie viele zu meinen Wahlkampfauftritten kamen und wie viele bei den Demokraten. Das Ergebnis sieht anders aus, also muss da Wahlfälschung vorliegen.

Da ist gar nichts eindeutig, die Wahlbeteiligung war noch nie so hoch, die von den Reps heftig bekämpfte Briefwahl war hier mitentscheidend, das wissen auch Trump und seine Helfer.

Natürlich waren die Aufrufe zur Manipulation des Wahlergebnisses indirekt, aber wie immer wurden auch hier keine Beweise geliefert sondern nur Behauptungen aufgestellt.

alf-melmac antworten


Deborah71
Beiträge : 15878

CNN zeigt live....
die Situation vor dem Capitol.

Nicht gerade gemütlich da....

deborah71 antworten
41 Antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1477

Gucken wir auch gerade. Es ist unfassbar, was da abgeht. Aber gut, wir hatten ja unsere eigenen Demonstranten, die schon halb im Reichstag standen...

tinkerbell antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15878

NTV zeigt live....
..ich bin jetzt zu ntv rüber. In Deutsch ist es doch einfacher zu verstehen...

Ja, die Demo hier hatte ich auch im TV gesehen...

Das sind doch keine Lösungen... aber vllt muss es sein, damit er sich selbst endgültig zerlegt.

deborah71 antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1477

Er hat das, was er wollte und angekündigt hat. Bin gespannt, wie das heute endet.

tinkerbell antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

Das wird Konsequenzen haben. Auf twitter relativiert Trump ja plötzlich schon. Begreift er womoglich, dass ihm das gewaltig auf die Füße fallen wird?
Zu einem Quasi-Putsch aufzurufen ist eine Sache. Wenn dann aber tatsächlich die Lage völlig ausser Kontrolle gerät, ist das was ganz anderes.
Ich denk, die Chancen steigen, dass er tatsächlich noch im Gefängnis endet.

eldarion antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15878

Bislang wirkt es wie ein Schmierentheater...alles genau einstudiert... auch die Go home-Rede....

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @eldarion

Das wird Konsequenzen haben. Auf twitter relativiert Trump ja plötzlich schon. Begreift er womoglich, dass ihm das gewaltig auf die Füße fallen wird?

Na ja, diesmal kann er halt schlecht behaupten, die Antifa sei schuld gewesen.

Obwohl ich ihm auch das zutrauen würde. Vermutlich wird in den nächsten Tagen etwas ähnliches von ihm kommen... "linke Provokateure" in der Menge, die all die friedlichen Patrioten provoziert haben... kennt man ja schon. 🙄

lucan-7 antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1477

Es gibt schon solche Nachrichten
Bei Twitter kursieren schon Beiträge, dass es verkleidete Linke / Antifas waren, die Trump nur in ein schlechtes Licht rücken wollen. Wenn man will, kann man sich alles einreden.

tinkerbell antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2421
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Bei Twitter kursieren schon Beiträge, dass es verkleidete Linke / Antifas waren, die Trump nur in ein schlechtes Licht rücken wollen. Wenn man will, kann man sich alles einreden.

Der "lustige" Mensch mit Hörnern ist ja auch ganz unzweifelhaft ein Linker / Antifa. Natürlich. Der hat sich nur verkleidet. Der nackte Oberkörper ist nur ein gut gemachter Jumpsuit. Oh Mann. *facepalm* Manche Leute sind wirklich erstaunlich.

lubov antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Auf twitter relativiert Trump ja plötzlich schon.

Twitter hat die Kommentar- und Likefunktion bereits eingeschränkt.

herbstrose antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Aber gut, wir hatten ja unsere eigenen Demonstranten, die schon halb im Reichstag standen...

Da gab es aber keine Frau mit Schußverletzungen. Und keine nicht ganz unwichtige Reichtagssitzung, deren weiterer Verlauf verhindert werden konnte.

Aber nun. Bürgerkriegsähnliche Zustünde wurden befürchtet. Wenn es denn hierbei bleiben sollte (und der Verwundeten gute Besserung!), dann wäre es noch glimpflich abgelaufen.

mrorleander antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3022

Anfang vom Ende

Veröffentlicht von: @mrorleander

Wenn es denn hierbei bleiben sollte

Das, fürchte ich, wird nicht geschehen. Die Masse reagiert nach eigenen Gesetzen und lässt sich nicht bremsen. Ich fürchte, das ist der Anfang vom Ende.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @queequeg

Das, fürchte ich, wird nicht geschehen. Die Masse reagiert nach eigenen Gesetzen und lässt sich nicht bremsen. Ich fürchte, das ist der Anfang vom Ende.

Welches "Ende" soll das denn sein? Es sind nur ein paar Tausend.

Die werden sich irgendwann zurückziehen und dann in ihren Heimatorten genau den gleichen Unfug weiter erzählen, den sie immer erzählt haben. Ist ja nicht so, als hätte die Regierung kapituliert... von Trump mal abgesehen, der dreht gerade total durch...

lucan-7 antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

Scheinbar gibt es da nun auch endlich ehebliche Spannungen zwischen Trump und Pence.
Auf twitter beschuldigt er Pence quasi als Feigling.

Donald J. Trump
@realDonaldTrump
·
2 Std.
Mike Pence didn’t have the courage to do what should have been done to protect our Country and our Constitution, giving States a chance to certify a corrected set of facts, not the fraudulent or inaccurate ones which they were asked to previously certify. USA demands the truth!

Ich hab mich immer gefragt, wann Pence seine unterwürfige Loyalität
bereuen wird.

eldarion antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3022
Veröffentlicht von: @lucan-7

Die werden sich irgendwann zurückziehen

Dein Wort in Gottes Ohr. Ich glaub nicht dran. 1000 vernünftige Menschen produzieren als aufgeheizte Masse nicht 1000-fache Vernunft, sondern 1000-fache Unvernunft, die zudem noch fatal ansteckend ist.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @queequeg

1000 vernünftige Menschen produzieren als aufgeheizte Masse nicht 1000-fache Vernunft, sondern 1000-fache Unvernunft, die zudem noch fatal ansteckend ist.

Ja, aber da ist ja keiner sonst, den man anstecken könnte. Wer ausser diesen Spinnern sollte denn jetzt noch auf die Straße gehen?

Das wird sich spätstens morgen verlaufen haben. Aber Biden ist wirklich nicht zu beneiden mit dem, was ihm Trump da hinterlässt...

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3022
Veröffentlicht von: @lucan-7

Das wird sich spätstens morgen verlaufen haben.

Ich will es hoffen. Aber ich fürchte, dass die Welle durchaus den weiten Bereich der Südstaaten überschwemmen kann.

Und Biden - ja, es gibt gar nicht genug Daumen, die man ihm drücken möchte.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15878
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526
Veröffentlicht von: @queequeg

Aber ich fürchte, dass die Welle durchaus den weiten Bereich der Südstaaten überschwemmen kann.

Im Süden (Georgia) hat Trump ja nun wieder verloren. Und durch die Bilder der heutigen Tages werden die Trump-Anhänger eher weniger, als mehr werden, denke ich. Das sind nur die ganz radikalen. Und viele von denen sind nur begrenzt ernst zu nehmen. Habt ihr den Irren mit den Hörnern auf dem Kopf im Kapitol gesehen? Wie ein Büffel mit Kriegsbemalung.

Trotzdem stinkt der Fisch vom Kopf. Ich hoffe sehr, dass das ein juristisches Nachspiel für Trump haben wird.

eldarion antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267

Noch ein Impeachment...

Veröffentlicht von: @eldarion

Trotzdem stinkt der Fisch vom Kopf. Ich hoffe sehr, dass das ein juristisches Nachspiel für Trump haben wird.

Es wird ja bereits über ein weiteres Impeachement nachgedacht und, wie man hört, sogar vorbereitet... zwei Wochen bevor er sowieso weg ist.

Da geht's echt drunter und drüber gerade... aber ich denke mal, Trump hat soeben den Bogen überspannt und seinen eigenen Abgang endgültig besiegelt. Ich wüsste nicht, womit die Republikaner es noch rechtfertigen könnten, ihn weiter zu halten.

Nicht wegen der Wähler oder der Macht... dafür würden die jederzeit ihre Seele verkaufen. Sondern wegen seiner Unberechenbarkeit und Unkontrollierbarkeit. Damit ist im wahrsten Sinne des Wortes kein Staat mehr zu machen.

lucan-7 antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1477

Tja...

Veröffentlicht von: @lucan-7

Es wird ja bereits über ein weiteres Impeachement nachgedacht und, wie man hört, sogar vorbereitet... zwei Wochen bevor er sowieso weg ist.

Wenn die Regierung sich noch einen Hauch von Respekt erhalten will, bleibt ihr gar nichts anderes übrig.

Die angeschossene Frau ist ihren Verletzungen erlegen. Der Twitter-Account des Präsidenten wurde gesperrt. Es ist unfassbar. Nicht auszudenken, wie sich die Staatschefs gewisser anderer Länder jetzt ins Fäustchen lachen werden...die große Weltmacht, Hüter der Demokratie, selbsternannter Beschützer der Freiheit und dann solche Bilder und ein Präsident, der es schafft, selbst in einer angeblichen Deeskalationsansprache noch Öl ins Feuer zu kippen.

Warum kam eigentlich niemand auf die Idee, ihn zu kidnappen und erst nach der Amtseinführung von Biden freizulassen... (Scherz, bevor jetzt die Aufschreie kommen).

tinkerbell antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2421
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Warum kam eigentlich niemand auf die Idee, ihn zu kidnappen und erst nach der Amtseinführung von Biden freizulassen... (Scherz, bevor jetzt die Aufschreie kommen).

Wir in der Familie haben seit das Wahlerbenis klar wurde, uns ähnlich "ernsthaft" gefragt, ob es nicht klug wäre, ihm irgendwas ins Essen zu mischen, was ihm gut schmeckt, gut bekommt und ihn ansonsten sanft und ruhig und kooperationsbereit macht. Hat er sich eigentlich mittlerweile mal wieder geäußert? Schließlich gibt es mehr Kanäle als Twitter und Instagramm.

lubov antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Facebook hat ihn für 24 Std. gesperrt. CNN meldet, er habe zugesagt, am 20. sein Amt geordnet zu übergeben.

herbstrose antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1597

Das sind noch fast 2 Wochen.....
Wäre zu schön, um wahr zu sein.

belanna antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

er habe zugesagt, am 20. sein Amt geordnet zu übergeben.

Wenn das mal nicht wieder eine seiner unzähligen Lügen ist.

ungehorsam antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @ungehorsam

eine seiner unzähligen Lügen

Ach was, Trump lügt doch nicht...
Er verbreitet "alternative Fakten".

suzanne62 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15878
Veröffentlicht von: @ungehorsam

er habe zugesagt, am 20. sein Amt geordnet zu übergeben.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Wenn das mal nicht wieder eine seiner unzähligen Lügen ist.

Im ganzen veröffentlichen Text angesehen steht da eine Kampfansage und das ist nicht ordentlich.

deborah71 antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1237
Veröffentlicht von: @herbstrose

er habe zugesagt, am 20. sein Amt geordnet zu übergeben.

es stellt sich mir die Frage, was Trump unter "geordnet" versteht.
Geordnete, bewaffnete Anhänger, die in Reihen vor dem weißen Haus stehen?

murphyline antworten
chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @lubov

ob es nicht klug wäre, ihm irgendwas ins Essen zu mischen, was ihm gut schmeckt,

Das dürfte schwierig sein denn er mag nur Hamburger. aber vielleicht findet er einen Weg Selbstmord zu begehen. Ich denke er steht kurz davor. Wir sollten auf seine Gesundheit achten und darauf das er nicht six feet under endet.
Es wird verrückt.

chubzi

chubzi antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205
Veröffentlicht von: @lubov

Schließlich gibt es mehr Kanäle als Twitter und Instagramm.

Kennt er die denn auch? 😀

lhoovpee antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2019
Veröffentlicht von: @eldarion

Ich hoffe sehr, dass das ein juristisches Nachspiel für Trump haben wird.

Zitat aus einem der ständig aktualisierten SPON-Artikel:

Die demokratische Abgeordnete des Repräsentantenhauses, Ilhan Omar, kündigte bei Twitter an, dass sie die Anklageschrift zur Amtsenthebung des US-Präsidenten verfasse. Trump sollte vom Repräsentantenhaus angeklagt und vom Senat seines Amtes enthoben werden, schrieb sie. »Es ist eine Frage der Erhaltung unserer Republik, wir müssen unseren Eid erfüllen.«

jack-black antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3022

Auch in Kansas: Demonstranten dringen ins Kapitol ein
So die letzten Nachrichten.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @queequeg

So die letzten Nachrichten.

Nichts was mich jetzt wundern würde. Ein paar haben es halt nicht nach Washington geschafft. Aber das sind trotzdem Minderheiten.

lucan-7 antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1237

mir macht das Angst.
Erst dieser versuchte Sturm auf den Bundestag, dann die "Besucher" der AFD, die versuchten im Bundestag aufzumischen, nun dieser Sturm aufs Capitol. Das hat Methode.
Diese QAnon Bewegung, die auch hier in Deutschland die Querdenker und Corona-Leugner beeinflusst, hat anscheinend eine große Macht über ihre Anhänger.
Ich habe in meinem Umfeld einige Menschen, die so denken und immer mehr in den Strudel der Lügen geraten. Als ob sie ausgewechselt sind und keine Vernunft mehr haben.

murphyline antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267

Fake Bilder

Veröffentlicht von: @murphyline

Erst dieser versuchte Sturm auf den Bundestag, dann die "Besucher" der AFD, die versuchten im Bundestag aufzumischen, nun dieser Sturm aufs Capitol. Das hat Methode.

Ja, hat es. Aber in erster Linie geht es um die Macht der Bilder... nicht um die Realität.

Insofern ist der "Putsch gegen den Reichstag" genau so "Fake" wie der "Putsch gegen das Capitol".

Tolle Bilder... aber nichts dahinter...

lucan-7 antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1237

ja, aber die Bilder haben symbolische Wirkung. Und deswegen glaube ich, dass diese Aktionen bewusst gewählt und die Teilnehmer manipuliert wurden.

murphyline antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @murphyline

ja, aber die Bilder haben symbolische Wirkung. Und deswegen glaube ich, dass diese Aktionen bewusst gewählt und die Teilnehmer manipuliert wurden.

Es sind Leute, die sich gerne manipulieren lassen - für das Gefühl, selber groß und besonders zu sein, an der Spitze einer "Bewegung" zu stehen. Aber diese Bewegung ist immer noch nur eine kleine Minderheit, und deren ganze Organisation dient einzig dazu, eben solche Bilder zu produzieren und größer zu erscheinen als sie sind.

Woran auch die Medien nicht ganz unschuldig sind. Man hat fast den Eindruck, dass Gruppierungen wie die "proud boys" oder KKK dort das Stadtbild prägen wenn man hierzulande Berichte liest... dabei haben beide Organisationen praktisch keinen Einfluss. Was natürlich nichts am Nationalismus und Rassismus vieler Amerikaner ändert, aber es gibt halt keine übergreifende Organisation für einen Putsch oder ähnliches.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15878
Veröffentlicht von: @murphyline

mir macht das Angst.

Das scheint auch die Absicht gewesen zu sein im Capitol. Seht her, wir marschieren da einfach rein und ihr könnt nichts dagegen machen.

Dabei war die Demo angemeldet und sehr viele friedliche Leute sind früh wieder weg gegangen. Nur die "Ihr seid Besonders, wir lieben euch" -Leute waren angestachelt, den Laden aufzumischen.

Trump ist hier einen Schritt zu weit gegangen. Evtl hat er auch das geplant, um als tragischer Held oder Märtyrer sich zu inszenieren.

Der Möchtegern-Indianer ist Jake Angeli, ein Q-Anon Schamane, der Schauspieler werden will. Gibt nen wiki-Artikel dazu in Englisch.
Der spielte seine Rolle gut... sollte wohl an die Schlacht bei Tippecanoe erinnern.

Bange machen gilt nicht.

deborah71 antworten
love.israel
(@love-israel)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 125
Veröffentlicht von: @murphyline

Ich habe in meinem Umfeld einige Menschen, die so denken und immer mehr in den Strudel der Lügen geraten. Als ob sie ausgewechselt sind und keine Vernunft mehr haben.

Leider muss ich dies auch feststellen.

Anfangs lächelt man noch, wenn Menschen darüber fabulieren, ob die Amerikaner jemals auf dem Mond gelandet sind und warum die Aufnahmen verraten, dass es sich um einen großen Betrug handelt.

Wer sich solche Infos über Youtube besorgt wird feststellen müssen wie schnell eine Meinungsblase entsteht, denn gerade bei Youtube werden schnell ähnliche Videos angeboten und nach sehr kurzer Zeit nur noch solche Videos. Und leider neigen wir Menschen dazu Meinungen, die unser Weltbild unterstützen den Vorzug zu geben.

Verschwörungstheorien haben leider in Deutschland eine lange Tradition. Das tausendjährige Reich wäre ohne die Verschwörungstheorien nicht denkbar gewesen und leider sind dies nicht nur politisch denkende Menschen gewesen, die solch einen Unsinn in die Welt setzten. Viele religiös denkende Menschen haben da sehr mitgeholfen und ihren Anteil am kommenden Unheil gehabt.

Beängstigend ist, dass es jetzt heißt, die politische Situation in Europa von 2021 wäre der von 1918 nicht unähnlich.

Hier noch ein Beispiel von Realitätsverdrängung aus der Vergangenheit:
Beim großen Brand von London 1666 war anfangs nicht absehbar, dass nach dem Ereignis 80% von London zerstört werden würde. Als den Leuten schließlich bewußt wurde in welcher Katastrophe sie sich befanden gab es Vorfälle wie den Uhrmacher, der sich an den Tisch setzte und anfing Uhren zu reparieren. Trotz Aufforderung weigerte er sich zu fliehen. Nach dem Feuer fand man einige seiner Werkzeuge und seine Knochen. Psychologie: man leugnet die Gefahr und macht einfach weiter. Das Feuer wird mich 1666 in London nicht erwischen und 2021 ist klar, dass Corona nur ein Schwindel ist oder nicht schlimmer als die Grippe. Beides ist falsch und kann lebensgefährliche Folgen haben.

love-israel antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15878
Veröffentlicht von: @love-israel

Wer sich solche Infos über Youtube besorgt wird feststellen müssen wie schnell eine Meinungsblase entsteht, denn gerade bei Youtube werden schnell ähnliche Videos angeboten und nach sehr kurzer Zeit nur noch solche Videos. Und leider neigen wir Menschen dazu Meinungen, die unser Weltbild unterstützen den Vorzug zu geben.

Ja, das ist übel. Über die Cookies und die Erfassung, was man gerade mal gesucht hat, wird ein Profil erstellt und die anderen Themen bekommt man so gut wie nicht mehr angeboten. Da muss man schon gezielt nach was suchen, um eine Änderung der Angebote zu erreichen.

deborah71 antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

[url]Psychologie: man leugnet die Gefahr und macht einfach weiter.[/url]

Interessante Geschichte.
Vielleicht kann man es aber auch so erklären, dass die Angst vor der Veränderung größer sein kann, als die Angst vor dem Tod.

eldarion antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1237

manchmal hilft nur noch Humor, um diesen Wahnsinn zu ertragen:
"Hunderttausende Büffel verlassen Weidegründe, weil sie glauben, dass sie jetzt USA regieren "
https://www.der-postillon.com/2021/01/bueffel.html

murphyline antworten
Deborah71
Beiträge : 15878

kam gerade auf CNN durch

deborah71 antworten
93 Antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Wir haben phoenix an. Da läuft es auch als Laufband. Schatz ist total aus dem Häuschen.

herbstrose antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267

Ich folge Orleanders Beispiel und habe gerade den Sekt kalt gestellt... 😀😀

lucan-7 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Bei dem, was in Washington los ist, steht dir noch der Sinn nach Sekt?

herbstrose antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @herbstrose

Bei dem, was in Washington los ist, steht dir noch der Sinn nach Sekt?

Was in Washington geschieht, ändert nichts am Ergebnis in Georgia. Ich verstehe Deinen Gedanken, aber wenn wir so wollen: Wie könnte wir jemals eine Flasche Sekt feiernd öffnen, wo es doch zu jedem Zeitpunkt auf dieser Welt schreiendes Unrecht gibt?
Die Geschehnisse in Washington sind Trump. Sie sind das, für was er steht. Sie sind das, zu was er aufgerufen hat. Wenn es dabei bleibt, also einer Verwundeten, wäre das schon beinahe ein Wunder.
Wenn es irgendetwas gibt, was moderaten Republikanern die Augen öffnen oder weiten kann, dann sind es diese Szenen in Washington. Ein Präsident, der zum Furor anstachelt. Eine Ivanka Trump, die diese Gewalttäter als Patrioten anspricht. Ohne Gewalt würde es nicht gehen, das war jedem bewußt. Aber solange es bei diesem Maß an Gewalt bleibt, ist das kein Grund zur Trauer.

mrorleander antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348

Doppelte Maßstäbe?

Veröffentlicht von: @mrorleander

...Die Geschehnisse in Washington sind Trump. Sie sind das, für was er steht. Sie sind das, zu was er aufgerufen hat. Wenn es dabei bleibt, also einer Verwundeten, wäre das schon beinahe ein Wunder. ...

Seltsam, dass für die Ausschreitungen einiger (Wieviele sind es denn eigentlich von der Gesamtzahl der Protestierer?) jetzt in Washington Trump verantwortlich sein soll, für die ja wohl viel massiveren Verwüstungsorgien im Rahmen der vielfach bejubelten Black-lives-matter-Proteste letztes Jahr aber anscheinend wirklich niemand der damals doch recht zahlreichen BLM-Supporter aus den Reihen der Demokraten sich zumindest mitverantwortlich zu fühlen braucht.

Ich versteh es einfach nicht.

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

Seltsam, dass für die Ausschreitungen einiger (Wieviele sind es denn eigentlich von der Gesamtzahl der Protestierer?) jetzt in Washington Trump verantwortlich sein soll, für die ja wohl viel massiveren Verwüstungsorgien im Rahmen der vielfach bejubelten Black-lives-matter-Proteste letztes Jahr aber anscheinend wirklich niemand der damals doch recht zahlreichen BLM-Supporter aus den Reihen der Demokraten sich zumindest mitverantwortlich zu fühlen braucht.

Weil es ein Unterschied ist, ob man mit Lügen Menschen aufhetzt und direkt zur Gewalt aufruft (In diesem Fall zum Sturm auf die Regierung) oder zu einer friedlichen Demonstration für gleiche Rechte?

Veröffentlicht von: @staffan

Ich versteh es einfach nicht.

Das nachzuvollziehen ist eine Frage der ausreichenden Information.

lucan-7 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Weißt du, wenn jemand zu seinen bereits auf der Straße befindlichen Anhängern sagt, sie sollen zum Capitol gehen und ihren republikanischen Vertretern auf die Finger schauen, dass in ja ihre Arbeit richtig machen ...

herbstrose antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @staffan

Seltsam, dass für die Ausschreitungen einiger (Wieviele sind es denn eigentlich von der Gesamtzahl der Protestierer?) jetzt in Washington Trump verantwortlich sein soll

Wer außer ihm und den Scharfmachern in rechtspopulistischen Medien soll es denn sonst sein? 'Kommt alle her. Das wird wild' hatte Trump bereits im Dezember getwittert. Und nun ist es wild geworden.

Veröffentlicht von: @staffan

der vielfach bejubelten Black-lives-matter-Proteste

Das ist überhaupt ein interessanter Vergleich. Wurden die Regierungsgebäude im Zuge der BLM-Proteste im Sommer noch von der Nationalgarde geschützt, konnten die Randalierer gestern mehr oder weniger ungestört ins Kapitol spazieren. Nicht wenige Kommentatoren in den USA fragen sich nun, was wohl geschehen wäre, wenn nicht weiße Proud Boys und Konsorten, sondern Muslime oder Schwarze versucht hätten, das Kapitol zu stürmen.

mrorleander antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @mrorleander

Das ist überhaupt ein interessanter Vergleich. Wurden die Regierungsgebäude im Zuge der BLM-Proteste im Sommer noch von der Nationalgarde geschützt, konnten die Randalierer gestern mehr oder weniger ungestört ins Kapitol spazieren. Nicht wenige Kommentatoren in den USA fragen sich nun, was wohl geschehen wäre, wenn nicht weiße Proud Boys und Konsorten, sondern Muslime oder Schwarze versucht hätten, das Kapitol zu stürmen.

Die wären vermutlich zusammengeschossen worden. Das war kein Sturm auf das Kapitol, die sind da ganz ganz entspannt reingegangen. Man kann das gar nicht glauben.

johannes22 antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526
Veröffentlicht von: @johannes22

Die wären vermutlich zusammengeschossen worden.

Reine Spekulation. Die BLM-Proteste sind auch nicht zusammengeschossen worden.
Im übrigen - versetze dich mal in die Lage eine Wachpostens vor dem Kapitol. Es waren viel zu wenige Sicherheitskräfte vor Ort. Was ein krasser Organisationsfehler ( oder aber vielleicht sogar Absicht war).
Welche Möglichkeit haben jetzt die zu Beginn viel zu wenigen Wachleute gehabt? So viele Leute lassen sich durch wenige entweder gar nicht aufhalten, oder man schießt in die Menge.
Somit lag der Fehler klar bei den Behörden. Nicht bei den wenigen Wachleuten, die von Anfang an da waren.

eldarion antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @eldarion

Reine Spekulation. Die BLM-Proteste sind auch nicht zusammengeschossen worden.

Nein, die wurden bereits zusammengeschlagen bevor sie auch nur auf dumme Ideen gekommen sind. Schliesslich war bei diesen Demonstrationen in Washington immer ausreichend Polizei vor Ort.

Es gehört nicht viel Phantasie, was im Vorfeld passiert wäre und wie es ausgegangen wäre, wenn nicht weisse, sondern schwarze Fanatiker in Washington aufgekreuzt wären.

Es erscheint mir jedenfalls undenkbar, dass es Bilder von einem schwarzen Radikalen in Nancy Pelosis Büro gegeben hätte..

lucan-7 antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973

Das linke Photo zeigt wie das Kapitol bei den BLM Demos geschützt wurde:

https://twitter.com/Volker_Pudt/status/1347052279757737985/photo/1

Fällt dir was auf?

johannes22 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267

Falsches Bild

Veröffentlicht von: @johannes22

Das linke Photo zeigt wie das Kapitol bei den BLM Demos geschützt wurde:

Nein, tut es nicht... das Bild zeigt das Lincoln Memorial:

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-irrefuehrende-tweets-zu-kapitol-sturm-in-washington,SLOyVlo

Die Tendenz ist dennoch richtig und die Fragen bleiben...

lucan-7 antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Vielleicht wurde es dann bewusst so kommen gelassen? Wenn man absichtlich wenig Personal stellte

Oder die BLM Demos waren angemeldet und man war deshalb vorbereitet?

derneinsager antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @derneinsager

Oder die BLM Demos waren angemeldet und man war deshalb vorbereitet?

Die jetzigen Demos wurden seit langem erwartet. Und es wurde auch mit Gewalt gerechnet. Trotzdem gab es nicht genügend Schutz... und der Verdacht, dass dahinter Absicht steckt, drängt sich durchaus auf.

lucan-7 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Die Demos gestern waren ebenfalls angemeldet

herbstrose antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1237
Veröffentlicht von: @eldarion

( oder aber vielleicht sogar Absicht war).

Das war Absicht. Trump hat auch unter Polizisten und Sicherheitsleuten viele Anhänger.

Nachtrag vom 07.01.2021 2342
Beim Brand der Synagogen im 3. Reich hat die Polizei und Feuerwehr auch nicht eingegriffen.

murphyline antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @mrorleander
Veröffentlicht von: @mrorleander

Seltsam, dass für die Ausschreitungen einiger (Wieviele sind es denn eigentlich von der Gesamtzahl der Protestierer?) jetzt in Washington Trump verantwortlich sein soll

Veröffentlicht von: @mrorleander

Wer außer ihm und den Scharfmachern in rechtspopulistischen Medien soll es denn sonst sein? 'Kommt alle her. Das wird wild' hatte Trump bereits im Dezember getwittert. Und nun ist es wild geworden.

Hast Du hier beim Zitieren vielleicht ein klein wenig geflunkert? So wie Du den Satz abschneidest, ändert sich der Sinn. Das "Seltsam" bezog sich weniger auf den Satzteil mit Trump, sondern auf den Gegensatz, dass bei den Capitol-Ausschreitungen Trumps Schuld so klar sein soll (und anscheinend ja auch ist), bei den BLM-Krawallen letztes Jahr aber wohl absolut niemand der politischen Unterstützer zumindest mitverantwortlich gewesen sein soll (den Satzteil hast du vergessen).

Veröffentlicht von: @mrorleander
Veröffentlicht von: @mrorleander

der vielfach bejubelten Black-lives-matter-Proteste

Veröffentlicht von: @mrorleander

Das ist überhaupt ein interessanter Vergleich. Wurden die Regierungsgebäude im Zuge der BLM-Proteste im Sommer noch von der Nationalgarde geschützt, konnten die Randalierer gestern mehr oder weniger ungestört ins Kapitol spazieren. Nicht wenige Kommentatoren in den USA fragen sich nun, was wohl geschehen wäre, wenn nicht weiße Proud Boys und Konsorten, sondern Muslime oder Schwarze versucht hätten, das Kapitol zu stürmen.

Die Regierungsgebäude waren bei den den BLM-Protesten gut geschützt, OK, aber in den zahlreichen anderen Städten der BLM-Ausschreitungen gab es wohl insgesamt um die 20 Tote und so einige geplünderte und zerschlagene Läden und Geschäfte.

Was werden deren Inhaber eigentlich davon halten, dass ihre zerstörten Existenzen damals kein großes Thema waren, um so mehr aber die Capitol-Ausschreitungen jetzt? Der Staat hätte die Ressourcen gehabt, um das Capitol zu schützen, die Ladeninhaber hatten diese Möglichkeit nicht und hätten den Staat als Schutz gebraucht, der war aber nicht da.

Und leistet ein partielles Gewährenlassen von Gewalt nicht weiterer Gewalt Vorschub?

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @staffan

Hast Du hier beim Zitieren vielleicht ein klein wenig geflunkert?

Muß man ja gar nicht. Trump hat sich ja nun mehrfach so geäußert, daß es nicht überrascht, daß seine Fans das irgendwann zum Anlaß nehmen zur Tat zu schreiten. Und der Zusammenhang zwischen Trump-Rede und Stürmung des Kapitols ist so offensichtlich, daß sich selbst ein Großteil von Trumps Steigbügelhaltern von Trump abwendet.

Mir ist jetzt nicht erinnerlich, daß politische Unterstützer der BLM-Bewegung derart viel Öl ins Feuer gegossen hätten wie Trump mit seiner Rhetorik und den permanenten Aufrufen, sich gegen das Wahlergebnis zu wehren.

Du verkennst ganz einfach auch Ursache und Wirkung. Nicht, daß ich die gewaltsamen Ausschreitungen bei den BLM-Protesten gutheiße. Aber sie sind die Folge von nach wie vor stattfindender Diskriminierung Schwarzer und besonders der Polizeigewalt, der Schwarze ausgesetzt sind.

Der Mob, der das Kapitol gestürmt hat nimmt eine angeblich gestohlene Wahl zum Anlaß. Ungeachtet der Tatsache, daß es für den von Trump immer wieder behaupteten Wahlbetrug keinerlei Beweise gibt.

Veröffentlicht von: @staffan

Was werden deren Inhaber eigentlich davon halten, dass ihre zerstörten Existenzen damals kein großes Thema waren, um so mehr aber die Capitol-Ausschreitungen jetzt? Der Staat hätte die Ressourcen gehabt, um das Capitol zu schützen, die Ladeninhaber hatten diese Möglichkeit nicht und hätten den Staat als Schutz gebraucht, der war aber nicht da.

Man kann ja nun wirklich nicht behaupten, daß die Staatgewalt bei den BLM-Protesten zimperlich gewesen wäre, oder?

Und allein die Erstürmung des Kapitols hat jetzt 5 Tote gefordert. Und wer weiß, was den Krawallnasen sonst noch einfällt, beispielsweise bei der Inauguration Bidens.

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348

BLM und ihre Unterstützer

Veröffentlicht von: @alescha

Mir ist jetzt nicht erinnerlich, daß politische Unterstützer der BLM-Bewegung derart viel Öl ins Feuer gegossen hätten wie Trump mit seiner Rhetorik und den permanenten Aufrufen, sich gegen das Wahlergebnis zu wehren.

Es gibt schon heftige Vorwürfe, etwa hier:
https://nypost.com/2020/08/19/democrats-stay-silent-on-violence-in-their-cities-devine/
Kurzes Zitat als Beispiel:

There was Massachusetts Rep. Ayanna Pressley on Saturday, the day before Haner, 40, was bashed senseless, calling for “unrest in the streets” to defeat President Trump.
“There needs to be unrest in the streets for as long as there’s ­unrest in our lives,” she told MSNBC.

Hier also Rufe nach "unrest in the streets" vor dem Hintergund der BLM-Krawalle.

Es geht nicht um ein gegenseitiges Aufrechnen von Verfehlungen, der Punkt ist, das inzwischen wohl viele mit politischer Gewalt zu spielen scheinen, wenn es gerade passt.

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960

Also erstens: Der Artikel der New York Post ist ja wohl stark tendenziös. Sätze wie

But violence and disorder is a Democratic strategy to dislodge Donald Trump from the White House.

(Aber Gewalt und Unordnung sind eine demokratische Strategie, um Donald Trump aus dem Weißen Haus zu vertreiben.) zeigen, woher der Wind weht, weitere Artikel der Autorin sind schlicht Demokraten-Bashing.

Daß Ms Devine den Satz

Veröffentlicht von: @staffan

There needs to be unrest in the streets for as long as there’s ­unrest in our lives

(Es muss Unruhe auf den Straßen geben, solange es Unruhe in unserem Leben gibt) als Aufruf zur Gewalt versteht wundert da nicht sonderlich.

Ich mußte jetzt erst mal nachschauen, wer diese Ayanna Pressley überhaupt ist. Sitzt im Repräsentantenhaus, o.k. Laut Wikipedia jemand, der sich "insbesondere für Maßnahmen gegen Waffengewalt, Rassismus, häusliche Gewalt und ökonomische Ungleichheit" einsetzt. Nunja, damit ist sie vielen Konservativen ein Dorn im Auge. Wer so drauf ist kann ja nur ein gewaltbereiter Umstürzler sein.

Und bei Wikipedia lese ich über die New York Post:

Die New York Post (von 1801 bis 1934 New-York Evening Post) ist eine konservative Boulevardzeitung aus New York und eine der ältesten Tageszeitungen der USA. Sie wird heute von der mit Rupert Murdoch assoziierten News Corporation herausgegeben. [...] 1977 wurde sie von Rupert Murdochs News Corporation gekauft und bald wie alle seine Blätter auf einen konservativen Kurs gebracht. Patriotismus und ähnliche Themen werden betont. Einer der bekanntesten Redakteure der Post ist John Podhoretz, der Sohn des neokonservativen Publizisten Norman Podhoretz.

Alles klar.

Aber davon ab: Du merkst schon den Unterschied, ob eine Angehörige des Repräsentantenhauses, die dem Durchschnittsdeutschen unbekannt ist, von Unruhen spricht, oder der PotUS höchstselbst ziemlich konkret zum Kampf aufruft?

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @alescha

Also erstens: Der Artikel der New York Post ist ja wohl stark tendenziös. Sätze wie

But violence and disorder is a Democratic strategy to dislodge Donald Trump from the White House.

(Aber Gewalt und Unordnung sind eine demokratische Strategie, um Donald Trump aus dem Weißen Haus zu vertreiben.) zeigen, woher der Wind weht, weitere Artikel der Autorin sind schlicht Demokraten-Bashing.

Veröffentlicht von: @alescha

Daß Ms Devine den Satz

Veröffentlicht von: @staffan

There needs to be unrest in the streets for as long as there’s ­unrest in our lives

(Es muss Unruhe auf den Straßen geben, solange es Unruhe in unserem Leben gibt) als Aufruf zur Gewalt versteht wundert da nicht sonderlich.

Veröffentlicht von: @alescha

Ich mußte jetzt erst mal nachschauen, wer diese Ayanna Pressley überhaupt ist. Sitzt im Repräsentantenhaus, o.k. Laut Wikipedia jemand, der sich "insbesondere für Maßnahmen gegen Waffengewalt, Rassismus, häusliche Gewalt und ökonomische Ungleichheit" einsetzt. Nunja, damit ist sie vielen Konservativen ein Dorn im Auge. Wer so drauf ist kann ja nur ein gewaltbereiter Umstürzler sein.

Veröffentlicht von: @alescha

Und bei Wikipedia lese ich über die New York Post:

Die New York Post (von 1801 bis 1934 New-York Evening Post) ist eine konservative Boulevardzeitung aus New York und eine der ältesten Tageszeitungen der USA. Sie wird heute von der mit Rupert Murdoch assoziierten News Corporation herausgegeben. [...] 1977 wurde sie von Rupert Murdochs News Corporation gekauft und bald wie alle seine Blätter auf einen konservativen Kurs gebracht. Patriotismus und ähnliche Themen werden betont. Einer der bekanntesten Redakteure der Post ist John Podhoretz, der Sohn des neokonservativen Publizisten Norman Podhoretz.

Alles klar.

Deine Argumentation auf den Kern gebracht: Der Text kann nicht stimmen, weil er aus einer "feindlichen" Ecke kommt. Damit ließe sich natürlich auch alles bei FR, TAZ oder Volksverpetzer.de über rechte Gruppen vom Tisch wischen. Aber da wär Dir wahrscheinlich schon wichtig, dass man die Vorwürfe Ernst nimmt. Hier nun, wo die Demokraten schlecht da stehen, soll das aber wohl nicht gelten, der Hinweis auf den Hintergrund der Zeitung soll als Argument reichen, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Text braucht es nicht.

Doppelte Maßstäbe eben.

Aber geschenkt, zum Thema politische Gewalt in den USA als Werk vieler Hände vielleicht noch ein Hinweis auf ganz aktuell https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus224024264/Kapitol-in-Washington-Angriff-auf-das-heilige-Erbe-der-USA.html?cid=onsite.onsitesearch, von Barri Weiss, ehemals WSJ, NYT, sehr Trump-kritisch, aber ansonsten in wesentlichen Punkten inhaltlich bei dem von Dir abgelehnten NYP-Text.
Leider hinter Bezahlschranke, daher vielleicht ein paar Zeilen daraus:

Nach der Ermordung von George Floyd durch die Polizei gab es in vielen Städten und Orten im Lande Proteste. Aber sie waren nicht nur friedlich: Die Schäden dieses kollektiven Aufruhrs lagen bei über einer Milliarde US-Dollar, es waren die höchsten in der Versicherungsgeschichte.
...
Statuen von George Washington und Frederick Douglass wurden von begeisterten Menschenmengen niedergerissen. Geschäfte wurden zerstört. Parlamentarier wurden vom Mob belästigt. Mitten in der Nacht marschierten Demonstranten durch gewöhnliche Wohnstraßen der Stadt und wählten Häuser aus, deren einzige „Sünde“ darin bestand, dass dort eine amerikanische Flagge hing. Im Juni verließ die Polizei von Seattle ein Revier im Stadtteil Capitol Hill, was dazu führte, dass Anarchisten im Monat darauf eine autonome Zone einrichteten, die von amerikanischen Kriegsherren regiert wurde. Zwei unbewaffnete schwarze Teenager wurden getötet, bevor die Regierung endlich etwas unternahm. Im Juli wurde ein Gerichtsgebäude in Portland in Brand gesteckt.

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @staffan

Deine Argumentation auf den Kern gebracht: Der Text kann nicht stimmen, weil er aus einer "feindlichen" Ecke kommt.

Nein. Ich zweifle nur die Einordnung des Satzes an.

Veröffentlicht von: @staffan

Damit ließe sich natürlich auch alles bei FR, TAZ oder Volksverpetzer.de über rechte Gruppen vom Tisch wischen.

Du wirst staunen, aber auch beim Volksverpetzer habe ich schon das eine oder andere Mal gedacht, daß eine bestimmte Aussage jetzt überbewertet ist.

Veröffentlicht von: @staffan

Hier nun, wo die Demokraten schlecht da stehen, soll das aber wohl nicht gelten, der Hinweis auf den Hintergrund der Zeitung soll als Argument reichen, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Text braucht es nicht.

Das ist genau das, was ich der NYPost vorwerfe. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Aussage von Ayanna Pressley. Die findet nämlich gar nicht statt. Weil: Ist ja eh eine Linksradikale. Paßt schon.

Veröffentlicht von: @staffan

Leider hinter Bezahlschranke, daher vielleicht ein paar Zeilen daraus:

Ja und, was willst Du mir damit beweisen? Daß es im Zuge der BLM-Demonstrationen zu Ausschreitungen kam habe ich doch nirgends in Abrede gestellt.

Wohl aber, daß prominente Demokraten derartige Eskalationen befeuert hätten.
Der einzige Beweis von Dir ist der Bericht über eine relativ unbekannte Angehörige des Repräsentantenhauses mit einem Satz, der von einer Demokraten-Basherin entsprechend ausgelegt wurde, der aber problemlos auch anders verstanden werden kann.

Während bei Trump die Sache jedoch anders liegt. Erstens ist er das Staatsoberhaupt, zweitens heizt er schon seit Monaten die Stimmung negativ auf, und drittens ist der Zusammenhang zwischen seiner Rhetorik im allgemeinen und seiner Rede unmittelbar vor dem Sturm aufs Kapitol so offensichtlich, daß selbst der Rückhalt unter bisher treuen Parteifreunden schwindet und selbst Republikaner der Einsatz des 25. Amendment, das es erlaubt, den Präsidenten wegen Unfähigkeit abzusetzen, zum Einsatz zu bringen.

Also, Dein Whataboutism überzeugt mich hier nicht wirklich.

alescha antworten
staffan
(@staffan)
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Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @alescha
Veröffentlicht von: @alescha

Hier nun, wo die Demokraten schlecht da stehen, soll das aber wohl nicht gelten, der Hinweis auf den Hintergrund der Zeitung soll als Argument reichen, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Text braucht es nicht.

Das ist genau das, was ich der NYPost vorwerfe. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Aussage von Ayanna Pressley. Die findet nämlich gar nicht statt. Weil: Ist ja eh eine Linksradikale. Paßt schon.

Veröffentlicht von: @staffan

Leider hinter Bezahlschranke, daher vielleicht ein paar Zeilen daraus:

Ja und, was willst Du mir damit beweisen? Daß es im Zuge der BLM-Demonstrationen zu Ausschreitungen kam habe ich doch nirgends in Abrede gestellt.

Veröffentlicht von: @alescha

Wohl aber, daß prominente Demokraten derartige Eskalationen befeuert hätten.
Der einzige Beweis von Dir ist der Bericht über eine relativ unbekannte Angehörige des Repräsentantenhauses mit einem Satz, der von einer Demokraten-Basherin entsprechend ausgelegt wurde, der aber problemlos auch anders verstanden werden kann.

Eine Kongressabgeordnete ist nun wirklich kein kleines Licht und das "anders verstanden werden können" wird zweifellos auch Trump für sich reklamieren.

Im übrigen kann man in den beiden Texten schon mehr Substanz finden, etwa dass besonders die demokratisch geführten Städte betroffen waren, die Politik, festgenommene "rioter" ohne Anklage und damit straffrei zu lassen, die Einrichtung einer polizeifreien Zone in Portland mit den beschriebenen Folgen. Anscheinend gab es eine Art verbreitetes Gewähren lassen mit im Ergebnis etwa 20 Toten und einer Milliarde Dollar materiellem Schaden. Zu diesem Zerstörungsumfang zu schweigen, jetzt bei Trump aber besonders laut zu reagieren, finde ich schon etwas, nun ja, widersprüchlich. Ob diese Ansicht richtig ist, mag ja jeder für sich selber entscheiden.

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @staffan

Eine Kongressabgeordnete ist nun wirklich kein kleines Licht

Im Vergleich zum US-Präsidenten schon. Meinst Du nicht auch?

Veröffentlicht von: @staffan

das "anders verstanden werden können" wird zweifellos auch Trump für sich reklamieren.

Mag sein.

Nur: Er hat ja nicht nur eine einzige Aussage in der Richtung getätigt. Seit Monaten spricht er von Wahlbetrug, ruft seine Fans zum Widerstand auf, setzt Verantwortliche unter Druck, Wahlergebnisse nicht anzuerkennen oder Stimmen zu beschaffen. Das ist nicht mehr "anders zu verstehen". Das ist sogar schon so deutlich, daß sich zahlreiche Getreuen von ihm abwenden.

Findest Du nicht, daß das eine andere Qualität hat?

Veröffentlicht von: @staffan

dass besonders die demokratisch geführten Städte betroffen waren, die Politik, festgenommene "rioter" ohne Anklage und damit straffrei zu lassen, die Einrichtung einer polizeifreien Zone in Portland mit den beschriebenen Folgen. Anscheinend gab es eine Art verbreitetes Gewähren lassen mit im Ergebnis etwa 20 Toten und einer Milliarde Dollar materiellem Schaden.

Wo steht das?

Auf der anderen Seite gibt es Berichte über übermäßige Polizeigewalt gegen Demonstranten.

Man kann jetzt trefflich diskutieren, wer jetzt wo angeblich was toleriert hat oder wo die Staatgewalt unverhältnismäßig vorgegangen ist.
Das ändert alles nichts an der Tatsache, daß der Präsident des Landes, das als ein Gralshüter der Demokratie gilt, eine Wahl nicht anerkennt, weiter von Betrug faselt, obwohl es dafür keinerlei Beweise gibt und zahlreiche Gerichte seine Klagen abgeschmettert haben, Verantwortliche unter Druck setzt, die Wahl nicht anzuerkennen oder die Ergebnisse zu manipulieren und seine Anhänger zu Protesten aufruft. Daß sich das irgendwann in Form von Krawallen Bahn bricht war nicht überraschend.

Und es besteht ja die Gefahr, daß es nicht das letzte Mal war.

Vom Rechtsradikalismus und speziell von der QAnon-Bewegung, die in Trump so eine Art Erlöser sieht, geht eine nicht zu unterschätzende Gefahr aus: https://www.spiegel.de/politik/ausland/sturm-aufs-kapitol-qanon-die-gefaehrlichste-bewegung-unserer-zeit-gastbeitrag-a-26108c0f-9ee2-4304-bbe1-ab00b0b7b7e6

Die Leute sind bewaffnet, haben Sympathisanten, haben Polizei und Militär schon infiltriert und ihrem Helden wurde sein Amt gestohlen.

alescha antworten
staffan
(@staffan)
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Veröffentlicht von: @alescha
Veröffentlicht von: @alescha

dass besonders die demokratisch geführten Städte betroffen waren, die Politik, festgenommene "rioter" ohne Anklage und damit straffrei zu lassen, die Einrichtung einer polizeifreien Zone in Portland mit den beschriebenen Folgen. Anscheinend gab es eine Art verbreitetes Gewähren lassen mit im Ergebnis etwa 20 Toten und einer Milliarde Dollar materiellem Schaden.

Wo steht das?

Das meiste davon doch in den beiden von mir oben angegebenen Quellen NYP und Bari Weiss in der Welt:
- zu betroffenen demokratischen Städten und zur Praxis, festgenommene "rioters" straffrei zu lassen im NYP-Text,
- zur Gesamtschadenshöhe von einer Milliarde Dollar und zur Einrichtung einer polizei- und damit rechtsfreien Zone in Seattle im paper der Bari-Weiss,
- zu der Zahl von gesamt mindestens 19 Toten mit Stand 08. Juni 2020 in en.wikipedia.org/wiki/Violence_and_controversies_during_the_George_Floyd_protests , dort auch eine Bezifferung der Schäden an kleinen Läden und Geschäften allein in Minneapolis auf 200 Millionen Dollar.

Veröffentlicht von: @alescha
Veröffentlicht von: @alescha

Eine Kongressabgeordnete ist nun wirklich kein kleines Licht

Im Vergleich zum US-Präsidenten schon. Meinst Du nicht auch?

Dann als "Bonbon" und als Beispiel für die Positionierung hochrangiger Demokraten zu den BLM-Protesten vielleicht noch ein Interview mit Kamela Harris herself vom 18. Juni 2020, in dem sie ihrer totalen Begeisterung über die laufenden Proteste breiten Raum gibt und dafür viel aufmunternde Worte findet, aber nicht ein Wort für die damit verbundenen "riots" mit bis dahin schon mindestens 19 Toten. https://www.youtube.com/watch?v=NTg1ynIPGls Befeuert sie damit hier nicht gewalttätige Proteste genau so, wie man es jetzt Trump vorwirft?

Veröffentlicht von: @alescha

Nur: Er hat ja nicht nur eine einzige Aussage in der Richtung getätigt. Seit Monaten spricht er von Wahlbetrug, ruft seine Fans zum Widerstand auf, setzt Verantwortliche unter Druck, Wahlergebnisse nicht anzuerkennen oder Stimmen zu beschaffen. Das ist nicht mehr "anders zu verstehen". Das ist sogar schon so deutlich, daß sich zahlreiche Getreuen von ihm abwenden.

Veröffentlicht von: @alescha

Findest Du nicht, daß das eine andere Qualität hat?

Sein Verhalten jetzt ist leider sehr betrüblich, keine Frage, er hätte rechtzeitig das Votum der Gerichte anerkennen sollen, und er hätte die Protestler zurückhalten müssen. Die meisten anderen Anklagen gegen ihn teile ich nicht. Insbesondere nicht den Vorwurf, er hätte durch einen Sturm auf das Capitol quasi einen Putsch veranstalten wollen. Für einen Putsch braucht man militärisch kompetentes Personal, da schickt man keine Clowns im Karnevals-Outfit, wie wir sie gesehen haben.

Aber noch mal, mir geht es hier weniger um Trump-Verteidigung oder BLM-Anklagen, sondern darum, wie sehr hier doppelte Maßstäbe angelegt werden.

Zu Deinem Spiegel-Link ganz kurz: Rechtsterror ist gefährlich (erinnere an das Oklahoma-Attentat), keine Frage, aber der Autor baut hier wohl einen Popanz auf.

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @staffan

- zu betroffenen demokratischen Städten und zur Praxis, festgenommene "rioters" straffrei zu lassen im NYP-Text,

Sorry, habe ich nicht gefunden.
Aber da wir bei Whataboutismen sind: Was ist mit Polizisten, die Afroamerikaner in den Rücken schießen (mit der Folge einer Querschnittslähmung) und straffrei davonkommen?
Die Polizeigewalt ist ja der Auslöser der Proteste.

Veröffentlicht von: @staffan

Befeuert sie damit hier nicht gewalttätige Proteste genau so, wie man es jetzt Trump vorwirft?

Nein. An welcher Stelle denn? Hilf mir mal nach, ich habe jetzt keinen Satz gefunden, der gewalttätige Proteste befeuert. Wo findest Du ihn? Gerne als Zitat oder Minutenangabe, damit ich das auch finden kann.

Veröffentlicht von: @staffan

Die meisten anderen Anklagen gegen ihn teile ich nicht. Insbesondere nicht den Vorwurf, er hätte durch einen Sturm auf das Capitol quasi einen Putsch veranstalten wollen. Für einen Putsch braucht man militärisch kompetentes Personal, da schickt man keine Clowns im Karnevals-Outfit, wie wir sie gesehen haben.

Da stimme ich Dir sogar zu, für einen Putschversuch im eigentlichen Sinne halte ich das auch nicht. Trotzdem konnte man quer durch seine Amtszeit beobachten, daß ihm ein autokratisches System lieber wäre als eine Demokratie. Jüngstes Exempel sein Versuch, Druck auf Wahlleiter auszuüben.
Wer weiß, ob er nicht mit der Umwandlung der Demokratie in eine Autokratie nicht Erfolg gehabt hätte, wenn er noch 4 weitere Jahre bekommen hätte.

Veröffentlicht von: @staffan

Aber noch mal, mir geht es hier weniger um Trump-Verteidigung oder BLM-Anklagen, sondern darum, wie sehr hier doppelte Maßstäbe angelegt werden.

Du konstruierst diese doppelten Maßstäbe, indem Du Äpfel mit Birnen vergleichst.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @alescha

Da stimme ich Dir sogar zu, für einen Putschversuch im eigentlichen Sinne halte ich das auch nicht.

Das war eher eine Theaterinszenierung eines Putsches. Der eigentliche Putschversuch wurde von seinen Anwälten ausgeführt (Was abgewiesen wurde), vor allem aber von ihm selbst, indem er Verantwortliche unter Druck setzte, die Wahl zu seinen Gunsten zu fälschen.

Und in diesem Zusammenhang bekommt der Sturm aufs Kapitol gleich noch einmal einen ganz anderen Geschmack...

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960

Ganz recht.

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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Veröffentlicht von: @alescha
Veröffentlicht von: @alescha

- zu betroffenen demokratischen Städten und zur Praxis, festgenommene "rioters" straffrei zu lassen im NYP-Text,

Sorry, habe ich nicht gefunden.

Aber schön, dass Du die die anderen Stellen zu den Todeszahlen und der Milliardenschadenshöhe offenbar gefunden hat.😊
Zu Deiner Frage: Folgende Passagen gegen Ende des NYP-Artikels waren gemeint:

... for the violence and lawlessness that has engulfed Portland, Ore., Seattle, Chicago, Atlanta, Minneapolis and, yes, New York City. ....
... Democratic leaders deliberately disempowered their police forces, refused to prosecute rioters and are obstructing attempts by the president to send in federal authorities to impose law and order.
In Portland, District Attorney Mike Schmidt has declared he will not prosecute rioters arrested by police.
The same immunity applies in Seattle and in New York, where protesters arrested by police ­haven’t been prosecuted for two months.
“Under the new policy, the DA’s Office declines to prosecute these arrests in the interest of justice,” announced Manhattan District Attorney Cyrus Vance Jr. in June.
How, exactly, is it in the interest of justice to allow some people who serve your political interests to break the law with impunity and not others?

Veröffentlicht von: @alescha

Aber da wir bei Whataboutismen sind: Was ist mit Polizisten, die Afroamerikaner in den Rücken schießen (mit der Folge einer Querschnittslähmung) und straffrei davonkommen?
Die Polizeigewalt ist ja der Auslöser der Proteste.

In so einem Fall stellt sich eben kein Staatsanwalt hin und sagt schon im Vorhinein "Das wird nicht verfolgt". Es gibt eine staatsanwaltliche Ermittlung, so wie es sein muss, und je nach Ergebnis dann ein Verfahren oder nicht (Wobei es natürlich Fälle krasser Ungerechtigkeit geben mag, keine Frage, aber der Verfahrensweg wird eingehalten).

Veröffentlicht von: @alescha
Veröffentlicht von: @alescha

Befeuert sie damit hier nicht gewalttätige Proteste genau so, wie man es jetzt Trump vorwirft?

Nein. An welcher Stelle denn? Hilf mir mal nach, ich habe jetzt keinen Satz gefunden, der gewalttätige Proteste befeuert. Wo findest Du ihn? Gerne als Zitat oder Minutenangabe, damit ich das auch finden kann.

Natürlich hat Harris in dem Interview nicht gesagt "Geht, plündert und brandschatzt.", genausowenig wie Trump gesagt haben dürfte "Geht und stürmt das Kapitol."

Aber die Frau Senatorin plaudert hier drauflos, wie toll, super und wichtig sie die Proteste findet, kein Wort zu den Ausschreitungen, so als wäre alles in Ordnung, obwohl die Proteste zu der Zeit vielerorts schon völlig aus dem Ruder gelaufen und in Krawalle entartet waren mit da schon über 19 Toten und Schäden zumindest im hohen dreistelligen Millionenbereich.

Und wenn die Frau Harris sich dann freut, die Proteste würden weitergehen, wenn sie den Druck von der Straße lobt, ohne ein Wort der Distanzierung von den Krawallen oder der Aufforderung zur Gesetzestreue, dann sendet sie unausgesprochen schon die Botschaft, die Krawalle seien nicht erwähnenswert und irgendwie auch nicht zu beanstanden. Einem Trump hätte man das nie durchgehen lassen.

Im Übrigen ist dieses Interview vielleicht auch ein schönes Dokument für die von demokratischer Seite ausgehende Spaltung der ameriknischen Gesellschaft: Wichtig sind nur die eigenen Zielgruppen, die Opfer der anderen Seite sind völlig egal.

Veröffentlicht von: @alescha

Trotzdem konnte man quer durch seine Amtszeit beobachten, daß ihm ein autokratisches System lieber wäre als eine Demokratie. Jüngstes Exempel sein Versuch, Druck auf Wahlleiter auszuüben.
Wer weiß, ob er nicht mit der Umwandlung der Demokratie in eine Autokratie nicht Erfolg gehabt hätte, wenn er noch 4 weitere Jahre bekommen hätte.

Wie kann man sich denn diesen Druck auf Wahlleiter vorstellen?
Diese Diktaturperspektive, ist die jetzt nicht einfach eine Fortschreibung der für die Trump-Präsidentschaft gezeichneten Horrorszenarien? Trump würde sich als Putin-Marionette erweisen und die Welt in neue Kriege stürzen und noch viel schlimmeres hieß es ja vor vier Jahren.

Aber wer weiß, vielleicht hast Du ja diesmal recht und ich lieg völlig daneben. 😊

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
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Veröffentlicht von: @staffan

... for the violence and lawlessness that has engulfed Portland, Ore., Seattle, Chicago, Atlanta, Minneapolis and, yes, New York City. ....
... Democratic leaders deliberately disempowered their police forces, refused to prosecute rioters and are obstructing attempts by the president to send in federal authorities to impose law and order.
In Portland, District Attorney Mike Schmidt has declared he will not prosecute rioters arrested by police.
The same immunity applies in Seattle and in New York, where protesters arrested by police ­haven’t been prosecuted for two months.
“Under the new policy, the DA’s Office declines to prosecute these arrests in the interest of justice,” announced Manhattan District Attorney Cyrus Vance Jr. in June.
How, exactly, is it in the interest of justice to allow some people who serve your political interests to break the law with impunity and not others?

Ähm, guck mal in die FAQ. Dort kannst Du nachlesen:

Jesus.de ist eine deutschsprachige Community. Wir bitten deshalb um Verständnis dafür, dass wir anderssprachige Texte in der Regel nicht stehen lassen. Ausnahmen sind englischsprachige Texte, die für eine Diskussion wichtig und ohne deutschsprachiges Äquivalent sind; in diesem Fall bitten wir aber um eine kurze Zusammenfassung in deutscher Sprache.

Klick.

Zumindest in Portland war es wohl so, daß Mr. Schmidt beschloß, kleinere Vergehen nicht zu verfolgen.
Oder, wie es jemand formulierte:

Andrew Phelps, who was downtown near the protests on Saturday, said Mr. Schmidt was in the difficult position of trying to tamp down chaos while not criminalizing peaceful dissent. Charging those who did not injure anyone may do more harm than good, he said, adding, “It’s a difficult situation, and the solutions will be difficult as well.”

(Andrew Phelps, der am Samstag in der Nähe der Proteste in der Innenstadt war, sagte, Mr. Schmidt sei in der schwierigen Lage, das Chaos einzudämmen, ohne friedliche Proteste zu kriminalisieren. Die Anklage gegen diejenigen, die niemanden verletzt haben, kann mehr schaden als nützen. Er fügte hinzu: "Es ist eine schwierige Situation, und die Lösungen werden auch schwierig sein.")
Quelle: https://www.nytimes.com/2020/08/23/us/portland-protests-prosecute.html

Es war also eine Abwägung der Verhältnismäßigkeit, ich könnte mir vorstellen, daß man kleinere Vergehen auch schlicht nicht verfolgt hat, um die Gerichte nicht zu überlasten.

Schwerere Vergehen wurden durchaus verfolgt, es ist also nicht so, daß Krawallmachern aus politischen Gründen ein Freibrief ausgestellt worden wäre - was ja der Eindruck ist, den die von Dir zitierte Quelle erwecken möchte.

Wie dem auch sei, ich habe ja schon erklärt, warum dieser Whataboutism ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen ist.

Veröffentlicht von: @staffan

Natürlich hat Harris in dem Interview nicht gesagt "Geht, plündert und brandschatzt.", genausowenig wie Trump gesagt haben dürfte "Geht und stürmt das Kapitol."

Seltsamerweise sehen ja selbst nicht wenige Unterstützer Trumps die Rede als Auslöser für den Sturm auf das Kapitol.

Und es geht ja nicht nur um eine einzelne Rede. Ein Teil der Leute, die das Capitol gestürmt haben, sind ja schon mit dem Vorsatz, Krawall zu machen, nach Washington gekommen. Das war nix spontanes, das war geplant. Warum? Weil Trump, wie schon erläutert, schon seit Monaten Stimmung gegen das Wahlergebnis macht, dazu aufruft, die Wahl nicht anzuerkennen, von Diebstahl faselt und seine Fans dazu aufruft, sich das nicht bieten zu lassen. Es gibt unzählige Verlautbarungen dieser Art, über Monate hinweg.
Du greifst jetzt, um jetzt eine ungerechte Bewertung zu konstruieren, ein Interview mit Kamala Harris heraus, in dem sie es leider versäumt hat, sich von gewalttätigen Ausschreitungen zu distanzieren.

Veröffentlicht von: @staffan

Einem Trump hätte man das nie durchgehen lassen.

Weil er permanent sowas macht. Und sogar offen Sympathie für gewaltbereite Rechte zeigt. Man nehme da allein die Aufforderung an die Proud Boys: "Proud Boys, stand back and stand by, but I'll tell you what, I'll tell you what, somebody's got to do something about Antifa and the left, because this is not a right-wing problem." (Haltet euch zurück und haltet euch bereit, aber ich sage Euch was, ich sage Euch was, jemand muß etwas gegen Antifa und die Linke tun, weil dies kein rechtes Problem ist." Das wurde dann prompt von den Angesprochenen als eine Art Marschbefehl verstanden. Aber Du wirst jetzt vermutlich sagen, daß er da natürlich komplett falsch verstanden worden ist.

Könnte man, wenn das nur eine einmalige Entgleisung gewesen wäre. Ist es aber nicht.

Veröffentlicht von: @staffan

Wie kann man sich denn diesen Druck auf Wahlleiter vorstellen?

Das geht so:

»Ich will 11.780 Stimmen finden, was eine mehr ist, als wir haben«, sagte Trump laut Audio-Mitschnitt, den die »Washington Post« veröffentlichte.

»Es kann nicht sein, dass ich Georgia verloren habe«, sagte Trump. »Es kann nicht sein. Wir haben mit Hunderttausenden von Stimmen gewonnen.« Belege für seine Aussagen nannte der US-Präsident nicht. »Die Menschen in Georgia sind wütend, die Menschen im Land sind wütend. Und es ist nichts falsch daran, wenn Sie sagen, Sie wissen schon, dass Sie nachgerechnet haben«, sagte Trump.

Der Wahlleiter, Brad Raffensperger, Secretary of State des Bundesstaates Georgia, höchsten Ämter, ist nicht nur Republikaner, sondern war einer seiner frühesten Anhänger. Und läßt sich nicht beeindrucken. Und darauf droht Trump:

Wie aus dem Bericht hervorgeht, wiesen Raffensperger und sein Anwalt die Anschuldigungen von Trump zurück und erklärten ihm, dass er sich auf widerlegte Verschwörungstheorien stütze. Trump wiederum drohte Raffensperger: »Sie wissen, was sie (gemeint sind offenbar die Demokraten, Anm. d. Red.) getan haben, und Sie berichten es nicht. Das ist eine Straftat. Das ist ein Risiko für Sie und für Ihren Anwalt«, so ist es in dem Mitschnitt zu hören.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/ich-will-11-780-stimmen-finden-a-adac0166-360d-4f8c-987c-730c336ca5fe

Kann man jetzt natürlich auch als unverbindliche Meinungsäußerung sehen. 😌

Trump beschimpft permanent Leute, die sich ihm nicht beugen oder gar widersprechen.
Und dann kann es halt schon mal vorkommen, daß seine Anhänger das zum Anlaß nehmen, die Betreffenden auch zu beschimpfen oder sie zu bedrohen. Nettes Beispiel: Trump erwartet von Pence, daß er ihn statt Biden im Kongreß zum Sieger ausruft. Der Vize Pence hält sich aber an die Verfassung. Reaktion Trumps:

Er twitterte, Pence "fehle der Mut", das Nötige zu tun. Kurz danach trat Trump vor dem Weißen Haus vor Zehntausenden seiner Anhänger auf und forderte von ihnen, zum Kapitol zu marschieren. Sie sollten dort den "Schwachen" unter den Republikanern zeigen, was der rechte Weg sei.

Was der rechte Weg für Pence sein sollte, da hatten einige von Trumps Anhängern sehr konkrete Vorstellungen: direkt in die Hölle. Wenig später erschallten vor dem Kapitol die Rufe: "Hängt Mike Pence! Hängt Mike Pence!" Aufständische errichteten vor dem Kapitol einen Galgen für Pence. Nur symbolisch, wie es schien.

Ein Pressefotograf der Agentur Reuters aber berichtet später, er habe mindestens drei Aufständische sagen gehört, sie suchten den "Verräter" Pence, um ihn im Kapitol aufzuknüpfen.

https://www.sueddeutsche.de/politik/mike-pence-donald-trump-weisses-haus-impeachment-1.5171492

Nancy Pelosi sollte übrigens erschossen werden.

Man muß schon sehr wohlwollend sein um zu sagen, daß Trumps permanente aggressive und diffamierende Rhetorik nichts damit zu tun hat.

alescha antworten
staffan
(@staffan)
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Veröffentlicht von: @alescha

Es war also eine Abwägung der Verhältnismäßigkeit, ich könnte mir vorstellen, daß man kleinere Vergehen auch schlicht nicht verfolgt hat, um die Gerichte nicht zu überlasten.

Veröffentlicht von: @alescha

Schwerere Vergehen wurden durchaus verfolgt, es ist also nicht so, daß Krawallmachern aus politischen Gründen ein Freibrief ausgestellt worden wäre - was ja der Eindruck ist, den die von Dir zitierte Quelle erwecken möchte.

Das mag stimmen, ok, aber ändert das irgendwas am Gesamtbild der Verharmlosung und des Ignorierens von Gewalt im Zusammenhang mit BLM? Der Artikel der überhaupt nicht Trump-affinen Barri Weiss zeichnet ja ein ganz ähnliches Bild und die Vorwürfe dort erscheinen mir doch sehr fundiert und substantiiert. Und wenn man sucht, findet man auch mühelos noch weitere Belege. Insofern seh ich auch das Interview mit Kamala Harris nicht als Ausrutscher, sondern als für diesen Kontext typisch.

Veröffentlicht von: @alescha

Der Wahlleiter, Brad Raffensperger, Secretary of State des Bundesstaates Georgia, höchsten Ämter, ist nicht nur Republikaner, sondern war einer seiner frühesten Anhänger. Und läßt sich nicht beeindrucken. Und darauf droht Trump:

Wie aus dem Bericht hervorgeht, wiesen Raffensperger und sein Anwalt die Anschuldigungen von Trump zurück und erklärten ihm, dass er sich auf widerlegte Verschwörungstheorien stütze. Trump wiederum drohte Raffensperger: »Sie wissen, was sie (gemeint sind offenbar die Demokraten, Anm. d. Red.) getan haben, und Sie berichten es nicht. Das ist eine Straftat. Das ist ein Risiko für Sie und für Ihren Anwalt«, so ist es in dem Mitschnitt zu hören.

Veröffentlicht von: @alescha

Kann man jetzt natürlich auch als unverbindliche Meinungsäußerung sehen. 😌

Das ist tatsächlich eine interessante Geschichte des Spiegel, auch bei SZ, Zeit und anderen. Alle berufen sich wohl auf die Washington Post, die aus wenigen zusammenhanglosen Sätze aus der Telefonkonferenz die story machten, Trump wolle Raffensperger dazu bringen, irgendwie die fehlenden 11000 Stimmen zu "besorgen" (also die Wahl zu fälschen). Die Vorwürfe sehen auch erstmal sehr überzeugend aus.

Inzwischen sind nicht nur die wenigen zitierten Sätze aus der Konferenz bekannt, sondern das komplette Transkript der Konferenz ist online bei CNN. https://edition.cnn.com/2021/01/03/politics/trump-brad-raffensperger-phone-call-transcript/index.html Und so gibt es nun lange Artikel , die das Transkript im Deatil analysieren und die Interpretation der WP rundheraus bestreiten, also keinen Versuch zur Wahlfälschung erkennen (auch wenn Trump ansonsten durchaus einigen Quatsch verzapft hat.) https://www.achgut.com/artikel/heute_entscheidet_sich_in_georgia_die_zukunft_der_usa .

Dieses Beispiel ist so typisch dafür, wie sich scheinbare Horrormeldungen zumindest oft bei näherer Betrachtung sehr relativieren oder ganz in Luft auflösen.
Weiteres Beispiel: WDR-Meldung hier im Sommer: Trump würde seine Anhänger auffordern, ihre Stimme zweimal abzugeben (per Brief und vor Ort). Ich hab nachgeschaut, und soweit ich das beurteilen kann, stimmte der Vorwurf nicht, reiner fake. Nch ein Beispiel: Es hieß, er hätte am Nationalfeiertag, den 04 Juli, eine hetzerische Rede gegen BLM gehalten und damit das Land weiter gespalten. Ich hab nachgelesen und fand die Rede völlig in Ordnung mit klarem Bekenntnis zu Gleichheit vor dem Gesetz, gegen white supremacy und ähnlichem, für Demonstrationsfreiheit, aber eben auch mit sehr deutlicher mit Mahnung zur Gewaltfreiheit.

Als Gipfel der Horrmeldungen, die dann als heiße Luft zerplatzten, gab es im Sommer die Klage des Berliner Bürgermeisters, Trump sei Schuld, dass Berlin zu wenig Corona-Masken habe, weil er 3m die Belieferung untersagt habe. Absoluter Fake.

Es ist schwierig sich zu informieren. Um auf den Anfang zurückzukommen, deine Einwände gegen den NYP-Artikel find ich absolut berechtigt, der Text ist sicher sehr gefärbt, aber die Washington Post im Besitz von Trumps Intimfeind Jeff Bezos und Lieferant der story an den Spiegel, auf die du hier verwiesen hast und aus der vielleicht doch jetzt etwas die Luft entweicht, ist eben auch alles andere als neutral.

So langsam bin ich jetzt an einem Punkt, wo von meiner Seite alles gesagt ist. Es reicht mir jetzt auch allmählich hier als advocatus diaboli, zumal der böse Donald in vielem natürlich kein Sypathieträger ist mit seinem häufig doch großkotzigen und schroffen Auftreten. Aber der große Satan ist er für mich halt auch nicht, und ich finde schon, dass er in vielem auch Respekt verdient. In dem Punkt werden wir uns hier jetzt wohl nicht mehr einig werden, aber das ist jetzt vielleicht aucch gar nicht schlimm, es war eine spannende Diskussion, danke dafür, aber für mich ist jetzt allmählich doch genug. 😊

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

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Veröffentlicht von: @staffan

Das mag stimmen, ok, aber ändert das irgendwas am Gesamtbild der Verharmlosung und des Ignorierens von Gewalt im Zusammenhang mit BLM? Der Artikel der überhaupt nicht Trump-affinen Barri Weiss zeichnet ja ein ganz ähnliches Bild und die Vorwürfe dort erscheinen mir doch sehr fundiert und substantiiert. Und wenn man sucht, findet man auch mühelos noch weitere Belege. Insofern seh ich auch das Interview mit Kamala Harris nicht als Ausrutscher, sondern als für diesen Kontext typisch.

Selbst wenn taugt das nicht, um von zweierlei Maß zu reden. Aus Gründen, die ich hier schon mehrfach erwähnt habe. Man kann es drehen und wenden wie man will, das sind zwei Paar Stiefel, aus denen man kein "doppelte Maßstäbe" konstruieren kann.

Und achgut... da sage ich jetzt mal nix dazu.

Veröffentlicht von: @staffan

Ich hab nachgeschaut, und soweit ich das beurteilen kann, stimmte der Vorwurf nicht, reiner fake.

Wie kommst Du darauf, hat er das nun gesagt oder nicht? Ach nee, da hat er ja nur ein Späßchen gemacht.

Fakt ist: Es sind nicht nur die bösen Linken von der Antifa, die das Verhalten Trumps für antidemokratisch halten.

Veröffentlicht von: @staffan

In dem Punkt werden wir uns hier jetzt wohl nicht mehr einig werden

Sieht so aus.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

Es geht nicht um ein gegenseitiges Aufrechnen von Verfehlungen, der Punkt ist, das inzwischen wohl viele mit politischer Gewalt zu spielen scheinen, wenn es gerade passt.

Leider gibt es da ein Ungleichgewicht zwischen Ideal und Realität.

Das Ideal lautet, keine Gewalt anzuwenden. Will man aber politisch etwas bewegen, dann ist Gewalt (oder die Androhung davon) ein geeignetes Mittel, um Aufmerksamkeit zu bekommen und Menschen zu mobilisieren.

Und leider ist es nicht so, dass die Seite, die Gewalt anwendet, automatisch verliert. Auch wenn Gewalt zunächst einmal verurteilt wird kann sie dennoch etwas bewegen.
Das gilt für einen Mob aus Schwarzen, der gegen Rassimus kämpft genau wie für einen Mob aus Weissen, die gegen das "Establishment" kämpfen... nach den ersten Verhaftungswellen wird sich die Politik mit den Ursachen befassen und gegebenenfalls etwas ändern.

Das gilt allerdings nicht für die Organisatoren... denn wenn diese mit Aufrufen zur Gewalt in Verbindung gebracht werden schaden sie ihrer Sache, die dann insgesamt als "kriminell" eingestuft wird. Das gilt für Donald Trump genau so wie für die Organisatoren von BLM.

Der wesentliche Unterschied: Die einen kämpfen für Gleichstellung, die anderen für Spaltung. Gleichstellung bedeutet, dass es keinen Grund mehr für Randale gibt... Spaltung bedeutet, dass es immer Gründe geben wird.

lucan-7 antworten
Lombard3
(@lombard3)
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Whataboutismus
Ist das nicht Whataboutismus?

Rechtfertigt denn ein Fehler eines anderen, den gleichen oder einen schlimmeren Fehler zu machen?

lombard3 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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Veröffentlicht von: @lombard3

Ist das nicht Whataboutismus?

Veröffentlicht von: @lombard3

Rechtfertigt denn ein Fehler eines anderen, den gleichen oder einen schlimmeren Fehler zu machen?

Natürlich nicht, das wäre dann wohl Whataboutism, völlig einverstanden.
Das hab ich aber eben gerade nicht gemacht und habe eben nicht gesagt: "Die Capitol-Krawalle waren nicht schlimm, weil die BLM-riots schlimmer waren." Darum geht es überhaupt nicht und das ist hier überhaupt nicht die Intention.
Der Punkt ist hier das Messen mit zweierlei Maß, dass die Maßstäbe, die jetzt an Trump angelegt werden, bei BLM weitgehend ignoriert wurden und dass nur die Gewalt einer Seite gesehen wird.

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

Der Punkt ist hier das Messen mit zweierlei Maß, dass die Maßstäbe, die jetzt an Trump angelegt werden, bei BLM weitgehend ignoriert wurden und dass nur die Gewalt einer Seite gesehen wird.

Die Krawalle, die Donald Trump angezettelt hat, sind für sich genommen nichts Besonderes. So etwas passiert auf der ganzen Welt immer wieder. Auch die Behauptung einer Wahlfälschung kommt sicher öfters vor, für sich genommen.

Aber hier tritt der Präsident der USA selbst als Urheber auf, mit seiner ständig verbreiteten Lüge über die "Wahlfälschung" und das Aufhetzen seiner Anhänger.

Zwar hätte das real nicht zu einem echten Staatsstreich führen können, weil die Chaoten dafür nicht organisiert genug waren... aber die Choreographie entsprach sehr wohl einem "Staatsstreich", inszeniert vom Präsidenten der USA höchstselbst!

Und das hat dann doch noch einmal ein ganz anderes Gewicht, als wenn irgendwelche Leute irgendwo einen Mob auf der Straße aufhetzen und es zu Plünderungen kommt. Und um diese unterschiedliche Dimension geht es hier auch.

Denn was die Aktion selbst betrifft hat es natürlich in den USA schon weit schlimmere Vorfälle gegeben... aber in dieser Art, von höchster Stelle provoziert - das ist tatsächlich einmalig.

lucan-7 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @lucan-7

Zwar hätte das real nicht zu einem echten Staatsstreich führen können, weil die Chaoten dafür nicht organisiert genug waren... aber die Choreographie entsprach sehr wohl einem "Staatsstreich", inszeniert vom Präsidenten der USA höchstselbst!

Wie schon oben gesagt, für einen Staatsstreich braucht man Leute mit besonderer Kompetenz, da schickt man keine Clowns im Karnevals-Outfit, wie wir sie gesehen haben.

Staatsstreich- oder Putschvorwürfe halte ich daher für ziemlich abwegig.

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

Wie schon oben gesagt, für einen Staatsstreich braucht man Leute mit besonderer Kompetenz, da schickt man keine Clowns im Karnevals-Outfit, wie wir sie gesehen haben.

Staatsstreich- oder Putschvorwürfe halte ich daher für ziemlich abwegig.

Deshalb schrieb ich ja auch von Aktion, die als Staatstreich "choreographiert" wurde.

Und das ist kein Zufall. Trump hat genau das organisiert mit seiner Behauptung, die Wahl sei "gestohlen" worden, und man müsse sich das Recht zurückholen.

Genau so finden Staatstreiche statt, und so sehen auch die Bilder aus, die wir gesehen haben. Trump liess ja auch keinen Zweifel daran, dass er einen solchen Staatstreich für gerechtfertigt hält - schliesslich behauptet er ja, die Macht stünde ihm von rechts wegen zu.

Es haben Leute schon mit schlechteren Begründungen geputscht. Und man darf auch nicht vergessen, das Trump Oberbefehlshaber des Militärs ist. Das heisst, man sollte ihn in dieser Hinsicht durchaus ernst nehmen. Möglicherweise haben wir es nur der Tatsache zu verdanken, dass Trump noch nie Verantwortung für irgendetwas übernommen hat, dass nicht wirklich ein Putsch durchgeführt wurde. Versucht hat er es auf jeden Fall, allein schon dadurch, dass er versucht hat, Entscheidungsträger unter Druck zu setzen, um die Wahl noch zu "drehen".

Das alles zusammen geht weit über das hinaus, was wir jemals von BLM gesehen haben... das sind einfach völlig verschiedene Dinge.

lucan-7 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @lucan-7

Und das ist kein Zufall. Trump hat genau das organisiert mit seiner Behauptung, die Wahl sei "gestohlen" worden, und man müsse sich das Recht zurückholen.

Na ja, die Geschichten von der "gestohlenen Wahl" gab es ja auch schon vor vier Jahren von der anderen Seite.

Der Putin hätte mit seinen Hackern in den Wahlkampf eingegriffen, der armen Hillary den Sieg gestohlen und Trump so zum Präsidenten gemacht, so hieß es. Wochenlang war das Thema hier beim WDR.

Und als das durch war, ging es weiter mit der Firma Cambridge Analytica, die sich unberechtigt Facebook-Daten verschafft hatte.

Diese seien dann in den Trump-Wahlkampf geflossen und sooo hätte er dann gewinnen können. Auch diese story hat dem WDR ja insgesamt viele, viele Sendestunden gefüllt.

Wahlverlierer gibt es nicht, nur beklaute eigentliche Gewinner.😊

Veröffentlicht von: @lucan-7

... Trump liess ja auch keinen Zweifel daran, dass er einen solchen Staatstreich für gerechtfertigt hält - schliesslich behauptet er ja, die Macht stünde ihm von rechts wegen zu.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Möglicherweise haben wir es nur der Tatsache zu verdanken, dass Trump noch nie Verantwortung für irgendetwas übernommen hat, dass nicht wirklich ein Putsch durchgeführt wurde. Versucht hat er es auf jeden Fall, allein schon dadurch, dass er versucht hat, Entscheidungsträger unter Druck zu setzen, um die Wahl noch zu "drehen".

Das hätte ich ja doch schon gerne mal im Original gelesen, wo geht das denn?

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

Na ja, die Geschichten von der "gestohlenen Wahl" gab es ja auch schon vor vier Jahren von der anderen Seite.

Nein. Die Wahlniederlage selbst wurde nicht bestritten. Es ist ein Unterschied, ob man die möglichen Gründe für eine Wahlniederlage analysiert, etwa die Rolle sozialer Medien oder versuchter Manipulation von aussen - oder ob man die Wahlergebnisse selbst in Frage stelle, wie es jetzt der Fall war.

Veröffentlicht von: @staffan

Das hätte ich ja doch schon gerne mal im Original gelesen, wo geht das denn?

Ich habe den Eindruck, du hast vieles nicht gelesen...

Ich beziehe mich auf das hier:

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-01/georgia-us-wahl-donald-trump-einflussnahme-medienbericht-wahlfaelschung

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

sondern auf den Gegensatz, dass bei den Capitol-Ausschreitungen Trumps Schuld so klar sein soll (und anscheinend ja auch ist), bei den BLM-Krawallen letztes Jahr aber wohl absolut niemand der politischen Unterstützer zumindest mitverantwortlich gewesen sein soll (den Satzteil hast du vergessen).

Zum einen bestanden die BLM Proteste nicht ausschliesslich aus "Krawall", vielmehr wurden friedliche Demonstrationen von Krawallen begleitet. Keiner dieser Krawalle wurde meines Wissens so unmittelbar durch Reden eines hochrangigen Politikers ausgelöst wie das jetzt bei Trump der Fall war. Der Zusammenhang ist hier so offensichtlich, dass sich auch seine Parteifreunde distanziert haben.

Und dafür, dass Trump in Richtung der Radikalen "Wir lieben euch!" (Und zwar WÄHREND das Chaos noch anhält!) twittert fällt mir auch beim besten Willen kein Vergleich zu den BLM Protesten ein. Dass Trump diese Sache bewusst angestoßen hat kann kaum jemand ernsthaft bezweifeln.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2019

Rot
... selbstverständlich...

jack-black antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Aber sowas von dunkelrot...

M.

Anonymous antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348

Bei den Capitol-Ausschreitungen gibt es inzwischen wohl 5 Tote. Das ist schlimm und nach allem was man weiß, trägt Trump wohl ein gerüttelt Maß an Verantwortung. Sein Ansehen ist völlig am Boden, er ist die Unperson schlechthin, der große Lügner, großmäulig, halbseiden und völlig unseriös - und alle seine noch lebenden Vorgänger erscheinen auf einmal als Lichtgestalten, deren Glanz im Kontrast zu Trump jetzt noch heller strahlt und die zu personifizierten Symbolen seriöser und vor allem ehrlicher Politik geworden sind - anders als der große Lügner Trump.

Aber erinnern wir uns, wie hoch war noch einmal der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte von Bush mit den Massenvernichtungswaffen im Irak in 2003 und wie viele Leben haben die daraus erwachsenen Kriege eigentlich gekostet? Und wieviel Tote hat eigentlich das Libyen-Chaos unter Obama gebracht, wo Biden als Vice-president ja nicht nur am Rande stand? Wieviele Tote haben im Vergleich eigentlich Trumps Kriege gekostet? Gab es welche?

Ich will nicht Trumps Rolle bei den Capitol-Ausschreitungen rechtfertigen. Aber für meine Bewertung zählt die Gesamtbilanz einer Präsidentschaft und da weiß ich nicht, ob aus einer etwas distanzierten Betrachtung der jetzt gezeichnete Schwarz-Weiß-Kontrast zwischen Trump auf der bösen und seinen Vorgängern auf der guten Seite wirklich so Bestand haben wird.

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @staffan

Wieviele Tote haben im Vergleich eigentlich Trumps Kriege gekostet? Gab es welche?

Trump erhöhte die Anzahl von US-amerikanischen Drohnenangriffen im Vergleich zu seinem Vorgänger Obama deutlich, in den ersten Monaten seiner Amtszeit bereits um 432 Prozent.[27] Insgesamt wurden in Trumps ersten zwei Amtsjahren bereits mehr Drohnenangriffe durchgeführt als Obamas acht Jahren. Zugleich verbot Trump dem US-Militär, die Opferzahlen amerikanischer Luftschläge zu veröffentlichen – Obama hatte solche Veröffentlichungen seinerzeit vorgeschrieben.

Klick
Warum verbietet Trump das wohl?

Und wenn Trumps Kriege weniger Opfer gefordert haben: Wie viele Opfer hat womöglich Trumps Umgang mit der Corona-Pandemie gefordert, wie viele Opfer Trumps Klimapolitik, Gesundheitspolitik, etc.? Schwer zu berechnen.

Veröffentlicht von: @staffan

Aber erinnern wir uns, wie hoch war noch einmal der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte von Bush mit den Massenvernichtungswaffen im Irak in 2003 und wie viele Leben haben die daraus erwachsenen Kriege eigentlich gekostet?

Ich kann mich noch gut an die berechtigte Empörung daran erinnern. Ich finde das noch heute skandalös und käme auch nie auf die Idee, Bush als Lichtgestalt hinzustellen.

Aber trotzdem halte ich den Schaden, den Trump der Demokratie zugefügt für größer als den, den Bush verursacht hat.

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @alescha
Veröffentlicht von: @alescha

Wieviele Tote haben im Vergleich eigentlich Trumps Kriege gekostet? Gab es welche?

Trump erhöhte die Anzahl von US-amerikanischen Drohnenangriffen im Vergleich zu seinem Vorgänger Obama deutlich, in den ersten Monaten seiner Amtszeit bereits um 432 Prozent.[27] Insgesamt wurden in Trumps ersten zwei Amtsjahren bereits mehr Drohnenangriffe durchgeführt als Obamas acht Jahren. Zugleich verbot Trump dem US-Militär, die Opferzahlen amerikanischer Luftschläge zu veröffentlichen – Obama hatte solche Veröffentlichungen seinerzeit vorgeschrieben.

Klick
Warum verbietet Trump das wohl?

Die Zahlen gingen hoch von Bush zu Obama und dann weiter unter Trump, aber lässt sich das vergleichen etwa mit dem Irak?

Veröffentlicht von: @alescha

Und wenn Trumps Kriege weniger Opfer gefordert haben: Wie viele Opfer hat womöglich Trumps Umgang mit der Corona-Pandemie gefordert, wie viele Opfer Trumps Klimapolitik, Gesundheitspolitik, etc.? Schwer zu berechnen.

Da würd ich ja nicht von Berechnung sprechen sondern von substanzloser Spekulation, aber Ansichtssache, geschenkt.

Es geht mir nicht darum, Trump als besseren Präsidenten darzustellen, sondern nur darum, dass ich dieses völlig negative Bild von ihm hier im Forum halt auch nicht erkennen kann.
Hier im Forum findet er exakt 0,0 % Zustimung, bei den Wahlen hat er fast 50% bekommen, irgendwer muss doch hier falsch liegen.

Veröffentlicht von: @alescha

Aber trotzdem halte ich den Schaden, den Trump der Demokratie zugefügt für größer als den, den Bush verursacht hat.

Interessante Aussage. Der Schaden durch Trump , der mehr wiegt als der Negativposten Irakkrieg in der Bush-Bilanz, wäre in Deiner Buchhaltung dann konkret was ?

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @staffan

Hier im Forum findet er exakt 0,0 % Zustimung

Sehe ich anders. Zum einen kannst Du ja dieses "völlig negative Bild" nicht erkennen. Daneben gab es schon diverse Leute hier, die Trump ganz toll finden.

Veröffentlicht von: @staffan

bei den Wahlen hat er fast 50% bekommen, irgendwer muss doch hier falsch liegen

Man sollte vorsichtig sein, wenn man die Qualität einer Regierung daran bemißt, wie viel Zustimmung sie bei Wahlen bekommen haben. Wenn man sich da in der Geschichte und Gegenwart so umschaut...

Wie dem auch sei, er ist jetzt definitiv abgewählt worden. Eine Mehrheit ist also der Meinung, daß er wohl einiges falsch gemacht hat.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

Der Schaden durch Trump , der mehr wiegt als der Negativposten Irakkrieg in der Bush-Bilanz, wäre in Deiner Buchhaltung dann konkret was ?

Alscha schrieb: "Der Schaden für die Demokratie". Und der ist unter Trump tatsächlich größer als bei irgendeinem Präsidenten vorher. Trump hat die USA in Richtugn einer Autokratie geführt und gezeigt, dass das weder für einen großen Teil der Bevölkerung noch für etliche Republikaner ein Problem darstellt.

Was das für die Zukunft der USA bedeutet wird sich erst noch erweisen.

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

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Netter Versuch
Netter Versuch.

Trump wird für genau das kritisiert, was er tut, so wie seine Vorgänger auch für das kritisiert wurden, was sie taten.

Nach diesen Maßstäben dürftest du nie wieder über deutsche Politiker meckern, nach allem was Hitler angerichtet hat. Da hat selbst Honnecker plötzlich eine super Bilanz...

Aber lass' mich raten: Du kennst bestimmt etliche deutsche Politker, bei denen du solche Vergleiche mit irgendwelchen Vorgängern auch nicht gelten lassen würdest, nicht wahr?

lucan-7 antworten
staffan
(@staffan)
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Beiträge : 348

Sorry, das hab ich nicht verstanden.

Es ging um amerikanische Präsidenten.

Wie kommt da jetzt der Hitler rein?

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

Es ging um amerikanische Präsidenten.

Wie kommt da jetzt der Hitler rein?

Du meintest, dass Donald Trump mit seinen Vorgängern verglichen werden sollte, um seine Politik zu beurteilen. Wenn du das gleiche in Deutschland machst, steht selbst der extremste Radikale noch glänzend da, weil man ihn ja dann direkt mit Hitler vergleichen müsste.

Die Methode taugt also nicht. So wie ich Trump etliches übel nehme nehme ich auch Obama die Ausweitung des Drohnenkrieges und andere Dinge übel, die er verbrochen hat. Das eine schliesst das Andere nicht aus.

lucan-7 antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @staffan

Aber erinnern wir uns

Warum sollten wir?
Trump hat sich selbst zerlegt, nicht, weil er dazu gedrängt wurde, sondern weil es seinem Wesen entspricht. Das ist jetzt das Thema, mit all seinen Auswirkungen auf die USA und vor allem die Republikaner.

Veröffentlicht von: @staffan

Ich will nicht Trumps Rolle bei den Capitol-Ausschreitungen rechtfertigen.

Nein, aber Du möchtest sie relativieren. Da empfände ich den Versuch der Rechtfertigung doch irgendwie... spannender. So dagegen ist das, wie Lucan bereits sagte, nichts weiter als ein sehr durchschaubarer, 'netter' Versuch.

mrorleander antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @mrorleander
Veröffentlicht von: @mrorleander

Ich will nicht Trumps Rolle bei den Capitol-Ausschreitungen rechtfertigen.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Nein, aber Du möchtest sie relativieren. Da empfände ich den Versuch der Rechtfertigung doch irgendwie... spannender. So dagegen ist das, wie Lucan bereits sagte, nichts weiter als ein sehr durchschaubarer, 'netter' Versuch.

Nein, es geht darum, dass inzwischen wohl viele nichts mehr gegen politische Gewalt haben, wenn es ihnen passt.

Die Geschichte von der heilen Welt der amerikanischen Demokratie, in der jetzt Trump als böser Wolf eingedrungen ist, ist leider ein Märchen.

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

Die Geschichte von der heilen Welt der amerikanischen Demokratie, in der jetzt Trump als böser Wolf eingedrungen ist, ist leider ein Märchen.

Dass die Spaltung der Gesellschaft nicht von Trump herbeigeführt, sondern lediglich ausgenutzt wurde ist eine Binsenweisheit die hier kaum jemand bestreitet. Auch in den Medien wird Trump nicht als Ursache, sondern als Ergebnis dieser Spaltung betrachtet.

Allerdings hat er hier immer wieder zusätzlich Öl ins Feuer gegossen und wurde damit das Gesicht des "hässlichen" Amerikas... sozusagen die personifizierte Spaltung.

lucan-7 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2871
Veröffentlicht von: @staffan

Wieviele sind es denn eigentlich von der Gesamtzahl der Protestierer?

Ich glaube es waren 40 bist 50 tausend dort.

Veröffentlicht von: @staffan

für die ja wohl viel massiveren Verwüstungsorgien im Rahmen der vielfach bejubelten Black-lives-matter-Proteste

Na ja, eine Stürmung auf das Parlament hat eine symbolische Wirkung. Nicht nur weil es da historische Hintergründe gibt, sondern es legt eine Schwäche bloß. Man kennt solche Bilder eigentlich nur von instabilen Ländern.
Was BLM betrifft, so sehe ich keinen wesentlichen Unterschied. Ob man ganze Häuserblocks niederbrennt. plündert, und Kulturgut zerstört, oder das Parlament stürmt, beides ist verwerflich und kein Beitrag für eine Demokratie inneren Frieden. Wenn jeder aus seiner Subjektivität heraus, die edelsten Motive für sich in Anspruch nimmt, so sprechen solche Taten gegen eine gute Absicht.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267

Genaue Unterscheidung

Veröffentlicht von: @orangsaya

Was BLM betrifft, so sehe ich keinen wesentlichen Unterschied.

BLM mit Rassisten und Gewalttätern gleichzusetzen kann man wohl nur als Hohn bezeichnen.

In beiden Fällen sollte man zwischen den Demonstranten - also Leute, die für Gerechtigkeit oder konservative Werte auf die Straße gehen - und jenen, die die Gelegenheit zur Gewalt nutzen unterscheiden.

lucan-7 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2871

Wenn Häuser brennen, Supermärkte geplündert werden, Kulturgut wild zerstört wird, dann ist es doch recht schwer vorgebliche edle Motive ernst zu nehmen. Ich denke solche Vorgänge können leicht auch eine Enthemmung dafür sein, wie solche Vorfälle wie in Washington. Das politische Klima wird nur vergiftet.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @orangsaya

Wenn Häuser brennen, Supermärkte geplündert werden, Kulturgut wild zerstört wird, dann ist es doch recht schwer vorgebliche edle Motive ernst zu nehmen.

Heisst also: Du fühlst dich aus irgendeinem Grund veranlasst, eine Demonstration für Freiheit und Frieden zu veranstalten, ich gehe dahin und schmeisse Schaufensterscheiben ein... und schon kann man deine Motive von "Freiheit und Frieden" nicht mehr ernst nehmen?

Das ist schon ein wenig arg vereinfacht, denkst du nicht?

lucan-7 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2871

Was das heißt, ist meine Sache.
Ich sage, dass Vandalismus in einem Staat, indem es Grundrechte gibt, durch nichts zu rechtfertigen ist. Dies unabhängig davon, ob einzelne Hintergründe ich ähnlich sehe, oder nicht. Was das Demonstrationsrecht betrifft, gehört dies in einen freien Staat. Auch dann, wenn der eine oder andere es für Unsinn hält. Die Stürmung vom Kapitol, oder das abrennen von Häusern, hat allerdings nichts mit einer Demo zu tun.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @orangsaya

Was das heißt, ist meine Sache.

Sicher. Die Frage ist halt nur, wie du verstanden werden willst.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Ich sage, dass Vandalismus in einem Staat, indem es Grundrechte gibt, durch nichts zu rechtfertigen ist.

Das war aber nicht das Thema. Ich habe mich darauf bezogen, dass für dich anscheinend die BLM Bewegung als solche gewalttätig ist, da du hier nicht weiter unterscheidest.

Wenn es das ist, was du zum Ausdruck bringen wolltest - bitte sehr, dann passt es ja.

lucan-7 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2871
Veröffentlicht von: @lucan-7

Sicher. Die Frage ist halt nur, wie du verstanden werden willst.

Die Antwort war klar genug. Es reicht, wenn du verstanden hast, dass ich nicht näher nach vorgeblichen Hintergründen frage, wenn ich solche Bilder wie diesen sehe. Auch wenn vorgegeben wird, sie würden sich für mehr Menschlichkeit einsetzen. Die Taten sprechen eine andere Sprache als ihr Vorwand. Das sehe ich bei der Stürmung des Kapitol genauso. Ich weiß nicht, welche Gruppe oder was dahinter steckt, aber da wurden Rohbomben gelegt. Da interessiert es mich herzlich wenig, wenn sie meinen, sie würden sich für amerikanische Freiheitswerte einsetzen.
Auch nicht diejenigen, die die Zerstörung von Kulturgut befürworten und selbst eigentlich friedlich sind. Es gibt nun mal Formen der Auseinandersetzung die zur weiteren Gewalt animieren. Das kann man sehr gut an den Anfängen in Syrien erkennen. Das führte in einen fürchterlichen Krieg. Genauer, zu mehreren Kriegen.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @orangsaya

Auch wenn vorgegeben wird, sie würden sich für mehr Menschlichkeit einsetzen.

Du bist also ernsthaft der Ansicht, die "Black Life Matters" Bewegung, zu der sich ja auch etliche Prominente und Politiker bekennen, setzt sich aktiv für Brandstiftung und Plünderungen ein?

In welcher Blase lebst du?

lucan-7 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2871
Veröffentlicht von: @lucan-7

In welcher Blase lebst du?

Das hat nichts mit einer Blase zu tun. Auch, wenn ich dir abnehme, dass du die Welt, da wo es dir nicht gefällt, auf solche, oder ähnlich niedrige Sichtweisen reduzierst.
Es gibt da schon unterschiede. Hätte Martin Luther King die Brandschatzungen für gut geheißen, oder hätte er die Gewalt abgelehnt. Dies ist ein der Hintergrund, warum ich im Hinblick der Tat die Rechtfertigung als vorgeschobene Begründung sehen. Ich sehe eine riesigen Unterschied zwischen MalcomX und Martin Luther King.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @orangsaya

Ich sehe eine riesigen Unterschied zwischen MalcomX und Martin Luther King.

Ich auch.

Leider, und das habe ich ja auch schon an anderer Stelle geschrieben, kann Gewalt eine politische Wirkung haben - auch zugunster jener, die sie anwenden.

In der Regel ist das allerdings zu unberechenbar, so dass die Leiter einer Bewegung Gewalt ablehnen, um die Kontrolle nicht zu verlieren. Denn ausserhalb militärischer Organisationen geben sie damit das Heft des Handelns aus der Hand.

Was aber nicht ausschliesst, dass denoch der ein oder andere aus Frust damit liebäugelt im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Feuer zu spielen.

Nur wäre mir so etwas von den Organisatoren von BLM nicht bekannt. Gewalttätige Aufstände würden die Bewegung um Jahrzehnte zurückwerfen, Bilder in sozialen Medien, die das Unrecht des Rassismus zeigen, sind da sehr viel wirkmächtiger.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Buuuuuuh,

😕

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @herbstrose

Bei dem, was in Washington los ist, steht dir noch der Sinn nach Sekt?

Ich habe das geschrieben, bevor ich erfuhr dass eine Frau gestorben ist. Das ist tragisch, unabhängig der Hintergründe (die ich nicht kenne). Und ich habe auch nicht vorausgesehen, dass es so weit kommen würde.

Ich vermute (und hoffe), dass diese Aufstände der Tragik letzter Akt sind, welche die Republikaner veranlassen werden, Trump endgültig fallen zu lassen - auch wenn es im Moment, aufgrund seiner Anhänger, noch keiner zugeben wird.

Und ich hoffe - und das ist das Entscheidende hier - dass Biden aufgrund des Wahlergebnisses von Georgia die Gelegenheit erhalten wird, echte Maßnahmen zu ergreifen und einen echten Neuanfang zu starten. Und dass sich bei dieser Gelegenheit auch die Republikaner wieder auf ihre ursprünglichen Werte besinnen und diesen Alptraum beenden.

Den Sekt werde ich morgen trotzdem trinken... aber auch im Gedenken an das, was da jetzt geschieht und in der Hoffnung, dass nicht noch Schlimmeres passieren wird.

Langsam reicht es dort... ich wünsche den Menschen dort Besonnenheit und Frieden.

lucan-7 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348

Neuanfang mit einem Politik-Dino?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und ich hoffe - und das ist das Entscheidende hier - dass Biden aufgrund des Wahlergebnisses von Georgia die Gelegenheit erhalten wird, echte Maßnahmen zu ergreifen und einen echten Neuanfang zu starten....

Biden macht seit 50 Jahren Politik, hat nie was anderes gemacht als Politik und steht wie kaum ein anderer für das Washingtoner Politik-Establishment.

Was soll er denn jetzt auf einmal machen, was er in den vergangenen 50 Jahren nicht zumindest ansatzweise hätte angehen können?

Biden steht für keinen Neuanfang, Biden steht für die in weiten Teile der USA wohl regelrecht verhasste alte Politikerkaste, deren Agieren den Präsidentschaftswahlsieg von Trump vor vier Jahren erst möglich gemacht hat.

staffan antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292

Politik-Dino
Hinsichtlich Namensgebungen hast du ja gut von Trump gelernt, andere zu betiteln

😀

lombard3 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @lombard3

Hinsichtlich Namensgebungen hast du ja gut von Trump gelernt, andere zu betiteln

Woher willst Du denn wissen, dass Trump nicht von mir gelernt hat?
😀

staffan antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292

Stimmt.
😊

lombard3 antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2421

Moin.

Nun, die Wähler in den USA haben letztlich deutlich gemacht, dass sie die Politik von Herrn Trump nicht weiter wollen. Herr Biden ist bekannt, offensichtlich war das, was Herr Biden seit 50 Jahren tut, der Mehrzahl der wählenden Amerikaner lieber als Herr Trumps Agieren der letzten 4 Jahre.

lubov antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @lubov

Nun, die Wähler in den USA haben letztlich deutlich gemacht, dass sie die Politik von Herrn Trump nicht weiter wollen. Herr Biden ist bekannt, offensichtlich war das, was Herr Biden seit 50 Jahren tut, der Mehrzahl der wählenden Amerikaner lieber als Herr Trumps Agieren der letzten 4 Jahre.

Vielleicht ist ja das das Problem. Die einen lieben Trump, die anderen sagen sich "Egal wer Präsident wird - bloß nicht Trump."

staffan antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2421

Warum ist das ein "Problem"? Es wurde gewählt, die Ergebnisse wurden sorgfältig geprüft. Klar gefällt ein Wahlergebnis nicht immer allen, die gewählt haben. Sie haben in 4 Jahren die Chance. Nennt sich demokratische Wahlen.
Und wenn denen, die Herrn Trump jetzt nicht als der Weisheit letzten Schluss empfinden, Herr Biden nicht passt - nun, dann können sie ja einen anderen Kandidaten aufbauen. Also: Was ist daran problematisch?

Ich gebe zu dass ich hoffe, dass die Republikaner jemanden aufbauen und stärken, der mit Trumpismus nichts am Hut hat.

lubov antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @lubov

Warum ist das ein "Problem"? Es wurde gewählt, die Ergebnisse wurden sorgfältig geprüft. Klar gefällt ein Wahlergebnis nicht immer allen, die gewählt haben. Sie haben in 4 Jahren die Chance. Nennt sich demokratische Wahlen.
Und wenn denen, die Herrn Trump jetzt nicht als der Weisheit letzten Schluss empfinden, Herr Biden nicht passt - nun, dann können sie ja einen anderen Kandidaten aufbauen. Also: Was ist daran problematisch?

Das Problem ist die gesellschaftliche Spaltung und die Bildung zweier Lager, die sich unversöhnlich gegenüberstehen und zwischen denen es keine Brücke mehr gibt.

Es macht einen Unterschied ob, wie früher viele Wähler mal einen Demokraten und ein anderes Mal einen Republikaner wählen und dabei relativ offen für beide Optionen sind, oder wie heute anscheinend viele fest zu einem Lager gehören und sich dort in Schützengräben verschanzen.

Veröffentlicht von: @lubov

Ich gebe zu dass ich hoffe, dass die Republikaner jemanden aufbauen und stärken, der mit Trumpismus nichts am Hut hat.

Ja schön, aber wer soll denn dann für die sprechen, die jetzt zu fast 50% Trump gewählt haben? Die Verlierer der Globalisierung, deren Industriearbeitsplätze in chinesische Fabriken gewandert sind, die Beschäftigten in energieintensiven Beschäftigungsbranchen, welche bei der Erreichung der Klimaziele stören und die wohl verschwinden werden, oder die Menschen, die von Hillary so herzerfrischend offen als "basket of deplorables" kategorisiert wurden?

staffan antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Das Problem ist die gesellschaftliche Spaltung und die Bildung zweier Lager, die sich unversöhnlich gegenüberstehen und zwischen denen es keine Brücke mehr gibt.

Das ist doch nichts Neues.

herbstrose antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @herbstrose

Das Problem ist die gesellschaftliche Spaltung und die Bildung zweier Lager, die sich unversöhnlich gegenüberstehen und zwischen denen es keine Brücke mehr gibt.

Veröffentlicht von: @herbstrose

Das ist doch nichts Neues.

In diesem Ausmaß und dieser Intensität vielleicht schon.

staffan antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526
Veröffentlicht von: @staffan

In diesem Ausmaß und dieser Intensität vielleicht schon.

Und das hat weitesgehend Trump zu verantworten. Oder siehts du das anders?

eldarion antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @eldarion

Und das hat weitesgehend Trump zu verantworten. Oder siehts du das anders?

Trump ist das Symptom nicht die Ursache.

johannes22 antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

In diesem Falle ist das Symptom schlimmer, als die ursächliche Krankheit. Natürlich gab vor Trump schon eine Spaltung. Aber Trump hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, die Spaltung zu verstärken.

eldarion antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @eldarion

In diesem Falle ist das Symptom schlimmer, als die ursächliche Krankheit

Nein, ein Symptom ist ein Symptom. Biden wird das nicht ändern können, die USA werden mit hoher Wahrscheinlichkeit im Chaos versinken und deutlich faschistoide Züge annehmen. Eine echte Dystopie. Trumps abdanken wird da nix dran ändern.

johannes22 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @johannes22

Biden wird das nicht ändern können, die USA werden mit hoher Wahrscheinlichkeit im Chaos versinken und deutlich faschistoide Züge annehmen.

Damot rechne ich eigentlich nicht. Trump kam ja nur durch ein Bündnis zwischen Konservativen, Faschisten, Verschwörungsideologen und allgemein Unzufriedenen an die Macht.

Das ist aber kein Bündnis, das dauerhaft Bestand haben kann, weil die Konservativen in den Chaoten keine Vorteile mehr für sich erkennen, wenn die Sache aus dem Ruder läuft.

Deshalb denke ich, dass es in den kommenden Monaten hier zu einer Spaltung im rechten Lager kommen wird - und das, obwohl sie mit den Demokraten am Ruder einen gemeinsamen "Feind" im weissen Haus haben. Aber ich rechne damit, dass ein großer Teil der Republikaner jetzt zurückrudern wird.

lucan-7 antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @lucan-7

Deshalb denke ich, dass es in den kommenden Monaten hier zu einer Spaltung im rechten Lager kommen wird - und das, obwohl sie mit den Demokraten am Ruder einen gemeinsamen "Feind" im weissen Haus haben. Aber ich rechne damit, dass ein großer Teil der Republikaner jetzt zurückrudern wird.

Ich auch, die wollen ja nicht mit Trump untergehen. Nur netto hast du immer noch genauso viel Rechte, dann halt extrem radikalisierte und radikalisierte.

Außerdem ist Trump das Symptom für tiefschürfende soziale Probleme die Briden schlicht und ergreifend nicht lösen wird. Wie auch. Er hat sie doch mitverursacht und verschärft.

Also wird Briden recht schnell entzaubert werden, so richtig verzaubert war er ja nie, er ist nur gewählt worden weil Trump so schrecklich ist.

In 4 Jahren steht der nächste Demoagoge auf der matte und wenn die Republikaner was vernünftiges aufstellen werden sie ein (rechtes) Terrorismus Problem bekommen.

Chaos halt.

johannes22 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @johannes22

Also wird Briden recht schnell entzaubert werden, so richtig verzaubert war er ja nie, er ist nur gewählt worden weil Trump so schrecklich ist.

Einerseits ja... andererseits hat Biden es wiederum so einfach wie kein Präsident zuvor: Für's erste genügt es ihm, einfach nicht Trump zu sein. Und ich habe auch noch von niemandem gehört, dass er von Biden erwartet, Amerika tatsächlich zu versöhnen... nur dass er es halt versuchen muss, also einen Anfang macht. Und das wird er wohl auch tun.

Veröffentlicht von: @johannes22

In 4 Jahren steht der nächste Demoagoge auf der matte und wenn die Republikaner was vernünftiges aufstellen werden sie ein (rechtes) Terrorismus Problem bekommen.

Das ist halt wirklich die Frage, ob die Republikaner nach diesem Vorgeschmack wirklich einen "echten" Diktator aufstellen wollen. Einerseits haben sie gezeigt, dass sie da keine Hemmungen haben... aber Trump hat eben auch die Risiken und die Unberechenbarkeit gezeigt. Und Unberechenbarkeit passt so gar nicht zu den Republikanern... die wollen ihre Geschäfte machen und Ruhe im Karton, Chaos können die nicht brauchen.

lucan-7 antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1237
Veröffentlicht von: @johannes22

Trump ist das Symptom nicht die Ursache.

Trump wird von QAnon als der "Erlöser" verehrt, der die "Elite", die Kinderblut trinkt und die Menscheit unterjochen will, aus der Regierung treibt. Und Trump fühlt sich in dieser Rolle wohl.

murphyline antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @murphyline

Trump wird von QAnon als der "Erlöser" verehrt, der die "Elite", die Kinderblut trinkt und die Menscheit unterjochen will, aus der Regierung treibt. Und Trump fühlt sich in dieser Rolle wohl.

Ja, das Nazis bekloppt sind weiß ich auch. Nazis sind aber nicht die Ursache für gesellschaftlichen zerfall sondern ein Symptom. Deklassierte Mittelschicht halt, die läuft Amok das ist doch nichts neues.

johannes22 antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2421
Veröffentlicht von: @staffan

Ja schön, aber wer soll denn dann für die sprechen, die jetzt zu fast 50% Trump gewählt haben? Die Verlierer der Globalisierung, deren Industriearbeitsplätze in chinesische Fabriken gewandert sind, die Beschäftigten in energieintensiven Beschäftigungsbranchen, welche bei der Erreichung der Klimaziele stören und die wohl verschwinden werden, oder die Menschen, die von Hillary so herzerfrischend offen als "basket of deplorables" kategorisiert wurden?

Nun, die fast 50% waren sicher nicht alle Trumpisten. Sie sind Republikaner. Ich sehe da nochmal einen Unterschied. Längst nicht alle Republikaner sind Trumpisten.

Und wenn die Republikaner es schaffen, einen guten Kndidaten aufzubauen, dann vermute ich, dass selbst der eine oder andere vielleicht nicht ganz so glühende Trumpist zurückkehrt zu einem sachlichen Umgang mit der Welt um ihn herum.

lubov antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267

Jemand für die Menschen...

Veröffentlicht von: @staffan

Ja schön, aber wer soll denn dann für die sprechen, die jetzt zu fast 50% Trump gewählt haben?

Wie wäre es mit jemandem, der ihnen zur Abwechslung mal die unbequeme Wahrheit erzählt?

Der ihnen erklärt, dass wir die Welt nicht um 30, 40 Jahre zurückschrauben können, weil die Zeiten sich ändern, so oder so.

Und dass wirtschaftspolitische Zusammenhänge komplizierter sind als sich einfach irgendwo einen "Schuldigen" dafür zu suchen.

Und vor allem jemand, der ihnen konkrete Möglichkeiten aufzeigt, wie es jetzt weitergehen könnte... damit "Veränderung" für die Menschen nicht zwangsläufig "Verlust" bedeutet.

lucan-7 antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lucan-7

Wie wäre es mit jemandem, der ihnen zur Abwechslung mal die unbequeme Wahrheit erzählt?

Menschen, die unbequeme Wahrheiten erzählen, werden leider nicht gewählt, weil die Wähler hoffen, dass die Wahrheit durch die Nicht-Wahl weniger wahr wird.

Paradox, aba isso.

belanna antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @belanna

Menschen, die unbequeme Wahrheiten erzählen, werden leider nicht gewählt, weil die Wähler hoffen, dass die Wahrheit durch die Nicht-Wahl weniger wahr wird.

Ja, diese Tendenz gibt es... wäre das nicht so, dann gäbe es keine Populisten.

Aber das ist auch eine Frage der Verpackung. Wenn man sagt: "Der Klimawandel ist schuld!", dann wird damit ein weitaus komplexeres Problem beschrieben als wenn man sagt: "Die Chinesen sind schuld!" - wobei es natürlich verführerisch ist, eine Person oder Gruppe als Schuldigen präsentieren zu können, das macht ja den Reiz des Populismus aus.

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15267
Veröffentlicht von: @staffan

Biden steht für keinen Neuanfang, Biden steht für die in weiten Teile der USA wohl regelrecht verhasste alte Politikerkaste, deren Agieren den Präsidentschaftswahlsieg von Trump vor vier Jahren erst möglich gemacht hat.

Ich hätte mir persönlich auch jemand anderen gewünscht.

Aber selbst eine Rückkehr zu alten Verhältnissen würde nach 4 Jahren Trump einen "Neuanfang" bedeuten. Und wenn Biden klug ist (bzw. kluge Berater hat), dann wird er auch manches Anders machen.

Er kann schliesslich kaum so tun, als wäre nichts gewesen.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15878
Veröffentlicht von: @staffan

Was soll er denn jetzt auf einmal machen, was er in den vergangenen 50 Jahren nicht zumindest ansatzweise hätte angehen können?

Seine Erfahrung ist jetzt gefragt für den Übergang in die Stabilisierung der Demokratie und ein positives politisches Erbe für die nächste Generation aufzubauen.

deborah71 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @staffan

Was soll er denn jetzt auf einmal machen, was er in den vergangenen 50 Jahren nicht zumindest ansatzweise hätte angehen können?

Natürlich ist er kein Messias und Wunder sind von ihm keine zu erwarten.
Aber es fehlt ihm nicht an Anstand und er hat seine 5 Sinne beisammen.
Solche komplett durchgeknallten Aktionen wie gestern sind von ihm und seinen Anhängern nicht zu erwarten.
Die USA bekommen einen integren und besonnenen Präsidenten - das ist weiß Gott mehr als sie die letzten 4 Jahre hatten.

suzanne62 antworten


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