Georgia on my mind
Noch kein endgültiges Ergebnis, ich weiß. Dennoch spiele ich mit dem Gedanken, eine Flasche Sekt kalt zu stellen. 😀
Wer hätte das gedacht? Ich, alter Pessimist, jedenfalls nicht.
soll eine ehemalige Trump-Anwältin zahlen für die Behauptung der Wahlmaschinenmanipulation
Das wird teuer....
Nachtrag vom 08.01.2021 1813
1,3 Milliarden Dollar - sollte das heißen...
Veröffentlicht von: @alf-melmac1,3 Milliarden Dollar - sollte das heißen...
Hab's korrigiert...
Danke 😊
Amerika und seine Schadenssummen.......
Waaaah
Das ist doch eher symbolisch.
das kann man bestimmt runterhandeln auf 200 Millionen ... 😊
Und wenn man nix hat??
Nicht mal 200 Dollar?
M.
eidesstattliche Versicherung abgeben, wie bei uns....
200
Veröffentlicht von: @meriadocNicht mal 200 Dollar?
200 Dollar wird die Anwältin bestimmt haben. Vermutlich auch 2 Mio (da könnte ich mich natürlich irren, aber gute Anwälte haben i.d.R. auch viel Kohle).
Aber 200 Millionen? Das könnte so manches Anwaltbüro in den Ruin treiben - auch in den USA.
Helmut
Twitter sperrt Trump
Twitter und Facebook haben Trump ja nun stummgeschaltet.
Mein erster Gedanke war "Wurde auch Zeit".
Nun stellt sich aber die Frage, welche Macht man damit Twitter und Co zubilligt. Haben die damit einfach nur ihr Hausrecht durchgesetzt, oder üben sie eine eigene Macht aus?
Ist es eine Art Gefahrenabwehr, oder unangemessene Einmischung?
Dieser Artikel gibt mir doch zu denken.
https://www.welt.de/kultur/article224046450/Twitter-Sperre-gegen-Trump-zeigt-den-Macht-Exzess-von-Big-Tech-Ein-Kommentar.html
Wie seht ihr das?
Veröffentlicht von: @eldarionWie seht ihr das?
Ich sehe das auch sehr kritisch. Die großen Internetkonzerne werden zu einer eigenen Macht im Staat.
Um sich die Dimensionen klar zu machen muss man sich nur vorstellen, Zuckerberg (Oder jemand, der ihm persönlich nahesteht) würde irgendwann einmal Präsident werden wollen.
Oder Bundeskanzler... facebook gibt es nicht nur in den USA.
Da ist einiges nicht mehr im Lot.
so was hatten wir noch nie
da müssen neue Regeln her
die kommen ganz bestimmt
Wie es gerade passt: An anderer Stelle würde "Welt"-Chef Poschardt in gestelzten Worten was von der unternehmerischen Freiheit der Privatwirtschaft zusammenulfen, die es zu respektieren gelte.
Müsste man endlich auch bei der AfD machen. Da gab es immer wieder scharfe Entgleisungen.
M.
Veröffentlicht von: @eldarionMein erster Gedanke war "Wurde auch Zeit".
Es wäre schon längst an der Zeit gewesen. Jetzt kommt das in etwa so 'rechtzeitig', wie die Absetzbewegungen prominenter Republikaner.
Die Nachrichten, für die Trump auf Twitter nun dauerhaft gesperrt wurde, sind m.E. keiner Sperrung wert. Da hat der Präsident schon sehr viel Gravierenderes von sich gegeben.
Veröffentlicht von: @eldarionoder unangemessene Einmischung?
Grundsätzlich sollte ein Privatunternehmen sich seine Nutzer aussuchen dürfen. Trump steht ja immer noch die klassische Presseverlautbarung zur Verfügung. Aber die Reichweitenverschiebung wird bei dem Paar Trump-Twitter besonders deutlich. Gut finde ich das nicht...
Ich habe im Nachbarthread eben auch schon gefragt: Heute früh - oder gestern abend- meine ich in den Nachrichten gesehen zu haben, dass nur ein Twitter-Account von Trump gesperrt wurde - während er über einen anderen Account weiter twittert. Der eine war irgendwas mit Trump und President, der andere wohl nur sein Name, oder so, oder ähnlich? Ist das so? Welchen Sinn ergibt dann so eine Sperrung?
Gesperrt wurde Trumps persönlicher Account, den er wohl vorwiegend nutzte. Der Account des Präsidenten, der am 20. Januar dann an Biden geht, existiert auch weiterhin.
Ah, ok, danke.
Veröffentlicht von: @lubovWelchen Sinn ergibt dann so eine Sperrung?
Twitter möchte seinen Ruf retten falls es da was zu retten gibt, verlogen daran ist das sie ja ungeheuer von Trump profitiert haben es wurde ja ständig Twitter zitiert, ganz schöne Werbung.
Der gesperrte war sein Privataccount. Es gibt noch den offiziellen Account des Präsidenten. Der wird aber vermutlich vom Regierungssprecher mitverwaltet.
In dem ( mittlerweile Abo-gesperrtem ) von mir verlinktem Artikel, wurde noch erwähnt, dass Trumps radikale Fans gerade die Sperrung als
Beleg ihrer Verschwörung betrachten. Nach dem Motto "Der Präsident wird von den linken Medien mundtod gemacht... "
"Die Sperrung der Nutzerkonten des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf Twitter setzt dem Kurznachrichtendienst zu. Die in Frankfurt am Main gelisteten Aktien verloren am Montag bis zu acht Prozent an Wert, nachdem der Dienst am Freitagabend dauerhaft die Trump-Accounts gesperrt hatte. Auch im vorbörslichen US-Handel büßten die Aktien rund sieben Prozent ein. Mit dem Ausschluss verlor Trump kurz vor Ende seiner Amtszeit sein wichtigstes Kommunikationsmittel."
Gute Kunden wollen gepflegt werden....
Veröffentlicht von: @eldarionTwitter und Facebook haben Trump ja nun stummgeschaltet.
Nun, das kann einen Donald Trump doch nicht aufhalten: Jetzt pöbelt er halt mit dem Megafon aus Fenstern vom Weißen Haus weiter.
Er hätte wohl auch Geld genug, sich seinen eigenen Kanal aufzumachen. Auch Telegram hat schon genügend Leute von seiner Sorte...
Veröffentlicht von: @eldarionNun stellt sich aber die Frage, welche Macht man damit Twitter und Co zubilligt. Haben die damit einfach nur ihr Hausrecht durchgesetzt, oder üben sie eine eigene Macht aus?
Sie haben ihn nicht stummgeschaltet, sie haben ihn nicht entmachtet, sie haben nur dafür gesorgt dass er nicht mehr ihre Plattformen nutzen kann. Das ist alles. In einem Netz voller sozialer Medien sollte man Twitter & Co. auch nicht überbewerten.
Er kann seine Anhänger immer noch erreichen und mobilisieren, er kann immernoch den Knopf drücken, er kann immernoch die Welt in den Abgrund stürzen, auch ohne Facebook und ohne Twitter.
Dem stimme ich voll zu. Die Frage ist nur, ob es richtig ist, dass ein Konzern die Entscheidung darüber trifft, was sagbar ist und was nicht.
Welche Legitimation haben diejenigen, die die Entscheidung treffen, wer "abgestellt" wird und wer nicht.
Es geht mir dabei gar nicht mal um Trump. Ich bin froh, dass da mal Sendepause herrscht. Aber ich finde, dass Recht und Gesetz darüber richten sollte, wem man das Recht auf ( virtuelle) Meinungsäußerung abspricht.
Twitter ( oder welche Plattform auch immer) könnte leicht auf die Idee kommen, auch andere Meinungen auszublenden, die vielleicht nicht ganz dem Zeitgeist entsprechen.
Nur weil es mit Trump zweifellos den richtigen getroffen hat, muss es nicht immer richtig sein.
Veröffentlicht von: @eldarionAber ich finde, dass Recht und Gesetz darüber richten sollte, wem man das Recht auf ( virtuelle) Meinungsäußerung abspricht.
Trump hat praktisch schon immer gegen die Twitter-Richtlinien verstoßen. Und wie diese Richtlinien aussehen entscheidet im Wesentlichen der Konzern selbst.
Veröffentlicht von: @eldarionDie Frage ist nur, ob es richtig ist, dass ein Konzern die Entscheidung darüber trifft, was sagbar ist und was nicht.
Was auf ihrer Plattform sagbar ist und was nicht, sollten sie selbst entscheiden können - und sie müssen es auch! Denn bisher gingen die Beschwerden bei Facebook, YouTube etc. eher in die Richtung, dass dort Dinge gesagt wurden die nicht unter die Meinungsfreiheit fielen und unkontrolliert verbale Straftaten verübt wurden.
Veröffentlicht von: @eldarionDie Frage ist nur, ob es richtig ist, dass ein Konzern die Entscheidung darüber trifft, was sagbar ist und was nicht.
Das ist viel zu hoch gehängt und hat mit der Wirklichkeit offensichtlich nichts zu tun.
Veröffentlicht von: @eldarionAber ich finde, dass Recht und Gesetz darüber richten sollte, wem man das Recht auf ( virtuelle) Meinungsäußerung abspricht.
Kann Trump bzw. die Regierung ja machen. Gerichte werden erst tätig, wenn man sie anruft.
Veröffentlicht von: @eldarionTwitter ( oder welche Plattform auch immer) könnte leicht auf die Idee kommen, auch andere Meinungen auszublenden, die vielleicht nicht ganz dem Zeitgeist entsprechen.
Klar. Das macht j.de auch.
Veröffentlicht von: @billy-shearsIn einem Netz voller sozialer Medien sollte man Twitter & Co. auch nicht überbewerten.
Man sollte es allerdings auch nicht unterbewerten. 😊 Twitter genießt zur Zeit einen herausragenden Stellenwert unter Politikern, Kultur- und Medienschaffenden. Twitter wird - nicht zuletzt in Deutschland - gern als Alternative zu den traditionellen (Print-)Medien gesehen, und das meint nicht nur in Bezug auf das allgegenwärtige Erregungspotential (der berüchtigte Shitstorm), sondern insbesondere auf die Präzision der Debatte ( https://www.zeit.de/2020/45/igor-levit-polemik-twitter-zeitungsartikel-spaltung-oeffentlichkeit ).
Twitter ist somit nicht ein 'soziales' Medium unter vielen, sondern hat enormes Gewicht. Natürlich kann sich ein US-Präsident auch anderer Verlautbarungsorgane bedienen und wird dort weiterhin alle Beachtung finden, die sein Amt mit sich bringt, aber das gilt nicht für den Normalbürger, -politiker, -medienschaffenden, ...
Daher ist es fragwürdig, ob ein privates Unternehmen mit einem für die Meinungsbildung derart wichtigen Produkt hier auch künftig eine quasi monopolartige Stellung innehaben sollte.
Man sollte es allerdings auch nicht unterbewerten.
Okay, dann anders gefragt: hat Twitter C-SPAN verstummen lassen?
Nein, das können sie nicht.
Veröffentlicht von: @mrorleanderTwitter genießt zur Zeit einen herausragenden Stellenwert unter Politikern, Kultur- und Medienschaffenden.
Phhh- was ist Twitter schon gegen Jesus.de. Ein Zwerg 😉
Veröffentlicht von: @billy-shearsIn einem Netz voller sozialer Medien sollte man Twitter & Co. auch nicht überbewerten.
Ich würde sagen, wir erleben gerade wie einige wenige Konzerne ihre Macht ausspielen... Trump ist mittlerweile von den meisten wichtigen sozialen Kanälen ausgeschlossen, und Amazon zeigt seine Macht durch die Sperrung von parler, so dass auch andere Netzwerke plötzlich off sind.
Die Argumentation ist dabei reichlich verlogen... Trump hat schon immer gegen die Richtlinien verstoßen, aber er hatte halt auch die Macht. Jetzt hat er sie nicht mehr, und jetzt ist die Sperrung plötzlich kein Problem mehr...
Trump-Sperrung als Botschaft an Biden?
Viele Demokraten wollen ja die Macht von Alphabet, Amazon & Co. beschränken oder die Konzerne zerschlagen.
Nun konnte ich lesen, dass die Twitter-Sperrung von Trump für die Konzerne eigentlich eine prima Gelegenheit ist, der Politik und auch speziell den Demokraten so ganz nebenbei und prophylaktisch mal zu zeigen, wo der Hammer hängt. Nur so für den Fall, dass sie vielleicht zu aufdringlich werden und die Geschäfte zu sehr stören sollten.
Eigentlich gibt es doch keine schönere Machtdemonstration als mal eben den amtierenden Präsidenten stumm zu schalten, zumal der noch aktuelle sich so schnell nicht wird revanchieren können.
Das glaube ich nicht. Trump ist ja twitter-mäßig nicht aus der Welt und kann immer noch den Präsidenten-Account nutzen. Insofern ... näää.. 😊
Veröffentlicht von: @staffanEigentlich gibt es doch keine schönere Machtdemonstration als mal eben den amtierenden Präsidenten stumm zu schalten, zumal der noch aktuelle sich so schnell nicht wird revanchieren können.
Politikern zu demonstrieren, dass sie nichts zu melden haben, wäre wohl das dümmste, was ein Konzern tun kann. Denn damit bringt man die Politik auf die Idee, hier viel stärker einzugreifen und zu regulieren.
Dass man allerdings versucht, sich jetzt beim neuen Präsidenten einzuschmeicheln... davon gehe ich allerdings schon aus.
in den Medien allgemein wird neu diskutiert werden müssen, auch in den USA
Ist es wirklich Free Speech, Freie Rede, wenn zur Erschiessung eines Menschen aufgerufen wird?
Dürfen oder müssen offensichtliche Lügen einfach so weiterverbreitet werden?
Bei uns sind die Grenzen da viel enger als in USA oder GB....
Das Recht zu lügen...
Veröffentlicht von: @alf-melmacDürfen oder müssen offensichtliche Lügen einfach so weiterverbreitet werden?
Interessante Frage: Gibt es ein Recht zu lügen?
Und welche Gremien sollen darüber entscheiden, was als "Lüge" und was als "Meinung" gelten soll?
Veröffentlicht von: @lucan-7Und welche Gremien sollen darüber entscheiden, was als "Lüge" und was als "Meinung" gelten soll?
Helmut Schmidt soll mal gesagt haben: "Ein Politiker muss immer die Wahrheit sagen, aber muss nicht alles sagen was er weiß."
Ich finde den Satz sympathisch, wobei sich mir hier die Frage stellt, ob unterdrücktes Wissen falsch ist (wenn es um die öffentliche Sicherheit, kann es hingegen sogar hilfreich sein). Lüge ist es ja nicht, denn man erzählt ja nicht das Gegenteil von Wahrheit..
Veröffentlicht von: @klappstoolHelmut Schmidt soll mal gesagt haben: "Ein Politiker muss immer die Wahrheit sagen, aber muss nicht alles sagen was er weiß."
Wenn ein Politiker sagt: "Der Impfstoff ist da", dabei aber gefährliche Nebenwirkungen verschweigt, von denen er Kenntnis hat, dann würde ich das nur bedingt als "Wahrheit" bezeichnen. Auch wenn ich Schmidt nicht unterstellen will, derartiges im Sinn gehabt zu haben.
Es ist halt ein komplexes Thema.
Was ist das Problem?
Wir haben Gesetze, welche das Recht auf Meinungsfreiheit begrenzen und etwa Verleumdungen, Volksverhetzung, üble Nachrede u.a. unter Strafe stellen.
Warum haben die bisher gereicht und tun es jetzt angeblich nicht mehr?
Soziale Netzwerke sind ja nur neue Wege der Meinungsverbreitung, an den grundsätzlichen Regeln, was erlaubt ist und was nicht sollten sie eigentlich nicht ändern.
Versteh es nicht.
Recht auf Reichweite?
Veröffentlicht von: @staffanWir haben Gesetze, welche das Recht auf Meinungsfreiheit begrenzen und etwa Verleumdungen, Volksverhetzung, üble Nachrede u.a. unter Strafe stellen.
Warum haben die bisher gereicht und tun es jetzt angeblich nicht mehr?
Weil die Wirkung in sozialen Netzwerken eine Andere ist. Wenn ich mich hier irgendwo auf den Marktplatz stelle, schimpfe und Blödsinn erzähle, dann juckt das vermutlich niemanden.
Wenn ich aber gezielt in sozialen Netzwerken Lügen verbreite, dann kann das in seinen Auswirkungen einer "Volksverhetzung" gleichkommen. Vor allem dann, wenn ich eine entsprechende Reichweite habe.
Es fragt sich also beispielsweise, ob es neben dem "Recht auf freie Meinungsäusserung" auch ein "Recht auf Reichweite" gibt. Genau diese Problematik wird ja gerade deutlich.
Veröffentlicht von: @lucan-7Interessante Frage: Gibt es ein Recht zu lügen?
Veröffentlicht von: @lucan-7Interessante Frage: Gibt es ein Recht zu lügen?
Die andere Frage ist. welcher Papst soll denn festlegen, was Lüge und Wahrheit ist. Klar, es gibt viele Dinge, da kann man sich klar und deutlich vor Augen halten, was Wahrheit und Lüge ist, aber es gibt im Ganzen Bereiche, die in eine Grauzone führen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Und welche Gremien sollen darüber entscheiden, was als "Lüge" und was als "Meinung" gelten soll?
Das Grundproblem mit der Meinung ist, wenn jemand was etwas, was für den Anderen eine Lüge ist. glaubt, dann bildet er daraus seine Meinung, Verbietet man jemand eine Lüge, dann verbietet man ihm eine Meinung. Wenn es auch unüblich ist, Lüge als Grundlage für eine Meinung zu halten, Wenn man aber nur auf den Anderen schaut, dann erkennt man es leichter, als bei sich selber. Wie willst du eine freie Gesellschaftsordnung schaffen, wenn man die Lüge, verbietet? Schließlich war so ein Verbot für Diktaturen ein wichtiges Instrument.
Veröffentlicht von: @lucan-7Interessante Frage: Gibt es ein Recht zu lügen?
Zumindest im Arbeitsrecht gibt es das. Wird eine Frau im Einstellungsgespräch danach gefragt, ob sie demnächst schwanger werden möchte, muß sie darauf nicht wahrheitsgemäß antworten, denn es handelt sich laut Gesetzgeber um eine unzulässige Frage.
Eben. Und ich betrachte Lügen als Teil der Meinungsfreiheit, in einem erweiterten Sinn.
Gründe dafür kann es viele geben - und natürlich kann es missbraucht werden.
Gefährlich wird es dann, wenn es überhand nimmt und gesellschaftlich relevante Entscheidungen bestimmt. Dafür braucht es Kontrollmechanismen.
Bisher bestanden diese Mechanismen im Wesentlichen aus dem Widerspruch vertrauenswürdiger Experten. Und genau diese Mechanismen funktionieren jetzt nicht mehr.
Es gab auch ursprünglich die Ansicht, dass die "Schwarmintelligenz" im Internet hier korrigierend eingreifen würde... das hat sich jetzt als reichlich naive Hoffnung erwiesen.
Aber Lösungen brauchen wir so oder so...
Geht es dabei nicht mehr um die Frage der Unzulässig sich Auskunft zu erteilen, als um die Frage der Lüge?
Die Natur will es, dass ich nicht schwanger werden kann, aber es gibt Bereiche, das gebe ich auch keine klare Auskunft. Beim Fragebogen des Arztes, in einer Behörde, oder bei einer Versicherung z.B.. Da schreibe ich unter Umständen "unbekannt" drauf und das hat auch einen Grund.
Eine Schwanger ist eigentlich grundsätzlich nicht verpflichtet jemanden zu sagen, dass sie schwanger ist. Antwortet sie auf Frage in ihrem sozialen Umfeld so. dann kann sie es ohne Folgen verneinen.
Veröffentlicht von: @orangsayaGeht es dabei nicht mehr um die Frage der Unzulässig sich Auskunft zu erteilen, als um die Frage der Lüge?
Gute Frage! 😀
Nebenbei ...
Veröffentlicht von: @orangsayaEine Schwanger ist eigentlich grundsätzlich nicht verpflichtet jemanden zu sagen, dass sie schwanger ist
Im vorliegenden Fall geht es sogar um die Frage, ob sie plant, in den nächsten Jahren Kinder zu bekommen. Theoretisch könnte das (wo es jetzt auch Vaterschaftsurlaub gibt) auch ein Mann gefragt werden - das wäre natürlich genauso unzulässig.
Helmut
Veröffentlicht von: @lucan-7Gibt es ein Recht zu lügen?
Juristisch z.B. als Angeklagter und in vielen Bereichen solange man nicht gerade Zeuge ist.
Moralisch können sogenannte Notlügen auch besser als die Wahrheit sein.
Und oft ist es auch eine Frage des Standpunktes ob etwas wahr oder gelogen ist.
Ich finde es inakzeptabel wenn soziale Medien wie z.B. j.de da entscheiden was erlaubt ist und was nicht.
Veröffentlicht von: @tentIch finde es inakzeptabel wenn soziale Medien wie z.B. j.de da entscheiden was erlaubt ist und was nicht.
Wer sonst soll denn innerhalb dieses Bereiches hier entscheiden, was geht und was nicht?
Eine soziale Plattform dient ja meist einem bestimmten Sinn und Zweck. Was diesem Zweck dienlich ist und was nicht sollte hier sicher nicht vom Staat entschieden werden.
Veröffentlicht von: @lucan-7Eine soziale Plattform dient ja meist einem bestimmten Sinn und Zweck. Was diesem Zweck dienlich ist und was nicht sollte hier sicher nicht vom Staat entschieden werden.
Stell dir vor Obama wäre gesperrt worden und nicht Trump, dann dürfte klar werden warum soziale Medien kontrolliert werden müssen.
Veröffentlicht von: @tentStell dir vor Obama wäre gesperrt worden und nicht Trump, dann dürfte klar werden warum soziale Medien kontrolliert werden müssen.
Und vom wem? Vom Staat etwa?
Dann wäre Donald Trump nicht gesperrt worden, sondern alle demokratischen Politiker...
Veröffentlicht von: @lucan-7Und vom wem? Vom Staat etwa?
Veröffentlicht von: @lucan-7Dann wäre Donald Trump nicht gesperrt worden, sondern alle demokratischen Politiker...
Gerichte bei strafrechtlich relevanten Inhalten. Sonst muss man eben darauf verzichten soziale Medien anzubieten.
Veröffentlicht von: @tentGerichte bei strafrechtlich relevanten Inhalten.
Das ist ja jetzt schon der Fall. Es geht eben nicht nur darum, was "strafrechtlich relevant" ist, sondern auch um Lügen und Verschwörungsideologien.
Veröffentlicht von: @tentSonst muss man eben darauf verzichten soziale Medien anzubieten.
Ein Politiker, der so etwas fordert dürfte keine Chance auf eine Wiederwahl haben.
Veröffentlicht von: @tentSonst muss man eben darauf verzichten soziale Medien anzubieten.
Ich denke, der Betreiber eines Forums etc. kann im Rahmen seines Hausrechts durchaus auch Äußerungen zulassen oder nicht.
Menschen, denen das nicht recht ist, können auf juristischem oder politischem Weg dagegen vorgehen - oder sich eine ihnen genehmere Plattform suchen, oder?
Veröffentlicht von: @lubovMenschen, denen das nicht recht ist, können auf juristischem oder politischem Weg dagegen vorgehen
Ich bin ja auch für einen politischen Weg um juristische Wege zu eröffnen.
Veröffentlicht von: @lubovoder sich eine ihnen genehmere Plattform suchen, oder?
Wenn das geht, welche echte Alternative hat Trump z.B. zu Twitter?
Veröffentlicht von: @tentIch bin ja auch für einen politischen Weg um juristische Wege zu eröffnen.
Kennst du hier das amerikanische Recht. In Deutschland hätte er vielleicht Möglichkeiten, denn es ist kein Privatraum indem man das Hausrecht ausübt, sondern ein öffentlicher Raum. Politiker in Deutschland haben auch erfolgreich gegen Vorgehensweisen von sozialen Medien geklagt.
Veröffentlicht von: @tentWenn das geht, welche echte Alternative hat Trump z.B. zu Twitter?
Trump hat bereits eine Alternative und die heißt Twitter. 😈 Der Präsidentenaccount der Regierung ist schließlich nicht gesperrt. Allerdings hat Trump seit der Einleitung der Amtsenthebung bevorzugt Kreide zu essen.
Alternativen
Veröffentlicht von: @tentWenn das geht, welche echte Alternative hat Trump z.B. zu Twitter?
Ich erinnere mich dunkel, vor ein paar Tagen gehört zu haben, das Trump demnächst eine eigene Internetplattform eröffnen will.
Helmut
Reichweite
Veröffentlicht von: @lucan-7Eine soziale Plattform dient ja meist einem bestimmten Sinn und Zweck. Was diesem Zweck dienlich ist und was nicht sollte hier sicher nicht vom Staat entschieden werden.
Nur wie du woanders gesagt hast: Es gehrt auch um die Reichweite. Die Presse wurde auch schon als "vierte Gewalt" (neben Legislative, Exekutive und Jurisdiktion) genannt, twitter ist inzwischen mindestens so mächtig wie eine große Tageszeitung.
Bei Tageszeitungen gibt es ja Beispiele, wie schädlich die für Demokratie sein können (Hugenberg!). Weshalb es beispielsweise das Recht gibt, einen Widerruf drucken zu lassen, um Lügen möglichst einzugrenzen. Für twitter fehlt noch eine Vorschrift, die Ähnliches bewirkt (und wie müsste die aussehe?).
Vermutlich würde schon ein Algorithmus, der einen Anteil (sagen wir, 10%) an "Gegenmeldungen" serviert und nicht nur die eigene "Blase", so Manches verhindern. Nur wie man den für alle großen unsozialen Netzwerke (und was heißt "groß"? Fällt jesus.de darunter?) verbindlich macht, das wird schwierig. Wenn die USA es vorschreiben, gibt es dann demnächst wohl Server auf Tuvalu oder in China, oder wer weiß wo ...
Helmut
Der Hammer hängt immer noch bei den Staaten wie man unschwer an China erkennen kann wo Youtube, Twitter und Google keine Rolle spielen. Trump konnte auch mühelos Google dazu zwingen etwas zu tun was gegen seine Interessen war nämlich Huawei das Android zu verweigern.
Veröffentlicht von: @johannes22Der Hammer hängt immer noch bei den Staaten wie man unschwer an China erkennen kann wo Youtube, Twitter und Google keine Rolle spielen. Trump konnte auch mühelos Google dazu zwingen etwas zu tun was gegen seine Interessen war nämlich Huawei das Android zu verweigern.
So eine Vorgehensweise ist ein alter Hut. Wenn man nur an die CoCom Liste denkt.
Veröffentlicht von: @staffanViele Demokraten wollen ja die Macht von Alphabet, Amazon & Co. beschränken oder die Konzerne zerschlagen.
Der Wettbewerb gehört gehört geschützt. Wäre in den Zeiten vor Corona da was geschehen, dann hätten wir heute ganz andere Probleme und nach Corona werden wir uns noch mehr damit auseinandersetzen müssen.
Veröffentlicht von: @staffanNun konnte ich lesen, dass die Twitter-Sperrung von Trump für die Konzerne eigentlich eine prima Gelegenheit ist, der Politik und auch speziell den Demokraten so ganz nebenbei und prophylaktisch mal zu zeigen, wo der Hammer hängt.
Interessanter Gedankengang, aber es ist nur Spekulation. Auf der anderen Seite war sich Twitter sicherlich bewusst, dass Trump ihren Unternehmen nützlich ist. Aber Twitter wird auch merken, dass auf US Ebene sie die Geister, die sie riefen, nicht lost werden. 85 Millionen Wähler, wovon sich ein große Batzen hintergangen fühlt, sind nicht durch löschen des Kontos auszuradieren. Was die künftige 'Regierung betrifft, so stände ihr es gut, wenn sie für einen möglichst friedlichen und reibungslosen Übergang sorgt. Wenn ich Pelosi so erlebe, dann passiert da eher das Gegenteil. Es dient dem Frieden bestimmt nicht, wenn die Demokraten weiter Öl ins Feuer gießen.
Veröffentlicht von: @staffanEigentlich gibt es doch keine schönere Machtdemonstration als mal eben den amtierenden Präsidenten stumm zu schalten, zumal der noch aktuelle sich so schnell nicht wird revanchieren können.
Ich denke Donald Trump wird in Zukunft noch viel Einfluss haben. Wenn er nicht nochmal kandidiert, dann ist er möglicherweise noch ein Königsmacher. Trump ist in den USA nicht das Problem, sondern er ist eine Erscheinung die aufgrund eines bestehenden Problems möglich ist. Das wissen auch die Senatoren, deswegen ist die Befürchtung, wenn sie gegen Trump vorgehen, sie gegen sich vorgehen nicht ganz unberechtigt. Twitter sollte sich auch fragen, ob sie mit der Sperrung langfristig nicht auch gegen sich vorgehen.
Veröffentlicht von: @eldarionTwitter und Facebook haben Trump ja nun stummgeschaltet.
Ironischerweise schützen sie damit Trump vor sich selber. Es ist für ihn besser, wenn er bis zum 20. Juni im Homeoffice bleibt.
Veröffentlicht von: @eldarionNun stellt sich aber die Frage, welche Macht man damit Twitter und Co zubilligt.
Es gibt auch noch Plattformen, die sind vom Potential her viel direkter eine Meinungsmacht. Wikipedia zum Beispiel. Wiki wirkt wie eine Enzyklopädie ist aber mehr. Passieren politische Ereignisse, wie z.B. der arabische Frühling, dann ist Wiki ein Machtinstrument .
Veröffentlicht von: @eldarionWie seht ihr das?
Merkel, die die Sperrung kritisch sieht hält es für geboten, dass der Staat den Rahmen setzen soll, und kein Privatunternehmen. Meine Meinung ist, wir leben in einer BRD, und keiner DDR.
Es wäre auch absurdes Theater, wenn ein Staat den Präsidenten sperren würde. So etwas fand in der Vergangenheit ehr im Rahmen eines Umsturzes statt.
Veröffentlicht von: @eldarionTwitter und Facebook haben Trump ja nun stummgeschaltet.
Mein erster Gedanke war "Wurde auch Zeit".
Es scheinen sich ja schon erste Entzugserscheinungen zu zeigen. Er frißt Kreide. Ich denke er ist abhängig von der Droge Twitter. Wer andauernd einen zwitschert wird nun mal abhängig. Vielleicht gibt es demnächst eine Selbsthilfegruppe für Twitterer. 😉
chubzi
Ich kenne einen Organisten, der nach Georgia ausgewandert ist.
Ab und zu überträgt er derzeit auf Facebook so kleine Orgelkonzerte und er sieht seeeehr zufrieden aus.
Ein schönes Land, viel Wald, viel Wasser, viele Felder, meist Baumwolle und Nüsse....
... und Pfirsiche!
Vergiss die Pfirsiche nicht!
die Melonenvielfalt könnte man auch noch erwähnen, bes. lecker bei warmen Wetter, schon zum Frühstück, Melonen in allen möglichen Farben und Varianten, hab ich sonst nie wieder gesehen.... 😊
gegen Rudy Giuliani, den ehemaligen Bürgermeister von New York und Trump-Advokaten
"Wie die »New York Times« berichtet, hat die Wahlmaschinenfirma Dominion Klage gegen Trumps Anwalt Rudy Giuliani eingereicht."
"... werde Giuliani beschuldigt, »eine virale Desinformationskampagne über Dominion« durchgeführt zu haben, die sich aus »nachweislich falschen« Anschuldigungen zusammensetze. Ihm werde zudem vorgeworfen, sich dadurch über anfallende Anwaltskosten und seinen Podcast bereichert haben zu wollen."
jetzt braucht der Anwalt einen guten Anwalt 😊
Nun darf Donald eine staatsanwaltliche Untersuchung erwarten.