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Gründe für das Desaster

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Blackhole
Themenstarter
Beiträge : 926

Achtung, Roman:
Das erste was die neue Bundesregierung in Sachen Corona wird tun müssen ist, die entgleiste Kommunikation einfangen. Sonst bleibt die Impfquote zu niedrig und die Leute gehen im nächsten Lockdown, wenn der nötig wird, mit dem Messer aufeinander los.
Mittlerweile hat sich ein Tonfall eingeschlichen, meine Güte!!
Es wird nur noch ÜBEReinander geredet (und hergezogen), aber nicht mehr MITeinander. **

Mehrere Hintergründe bremsen in diesem Land die Impfrate.

- Wir haben ohnehin irgendwie eine gewisse Wissenschaftsfeindlichkeit in der Gesellschaft. Hängt auch damit zusammen daß diese Steiner-Sekte ( https://www.spiegel.de/kultur/waldorfschule-und-impfgegner-in-steiners-sekte-a-8242889d-190f-479f-bf6d-a22ccab54013?fbclid=IwAR39h9osbYssLQiGkWYD59XCP7I0I1pkuGcGfTHPgfUTHOey-FJ2gHeVVSw ) nicht nur über die Waldorfschulen sondern über alle möglichen Ecken viel wissenschaftsfeindliches, praktisch schon magisches Gedankengut in die Gesellschaft gestreut hat.

- Leider haben wir nicht nur Christian Drosten, sondern auch Hendrik Streeck. Und bei dem fragt man sich mittlerweile, ob der seinen Hochschulabschluss im Lotto gewonnen hat. ( https://uebermedien.de/57343/hendrik-streeck-der-mann-der-dauernd-falsch-liegt-aber-immer-wieder-als-corona-experte-gebucht-wird/ ) Und große Teile der Politik haben auf ihn gehört.

- Ein sehr guter Freund von mir brachte mich auf folgendes: Klar, ich weiß daß mRNA nicht DNA ist und die Impfung keine "Gentherapie". Ich habe das auf Facebook selbst schonmal ausführlich erklärt ( https://www.facebook.com/m.s.b.a.alles/posts/4703446279735212 ). Dennoch schlägt jetzt die jahrelange oft mit wenig Sachkenntnis geführte Debatte um Gentechnik zurück, denn viele denken wenn sie etwas hören das auch nur so ähnlich wie DNA klingt: "Hilfe, Genmanipulation!!!" Also daß alles was auch nur ansatzweise so ähnlich klingt wie DNA unsere Gene manipuliert, hat sich bei vielen felsenfest festgesetzt.

- Das trifft genauso auf das Thema Klimaschutz zu: Es fehlt eine Perspektive. Immer NUR schlechte Nachrichten bewirken irgendwann das Gegenteil von dem was man erreichen will. Das RKI, die Politik und alle hätte auch mal kommunizieren müssen welche Voraussetzungen da sein müssen, um von einem Ende des Notstandes sprechen zu können (auch wenn der momentan noch weit weg ist). Also nicht nur ab welchen Inzidenzen alles zu gemacht werden muss, sondern was Vorraussetzung ist, damit das und das wieder sicher stattfinden kann.

- Zu den "Meisterleistungen" zählt, daß nach bald zwei Jahren noch keiner daran gedacht hat, einen sachkompetenten Krisenstab einzurichten. Genau wie das Bundesinnenministerium nach der Sturzflut im Juli keinen Pieps von sich gegeben hat. Auf Bundesebene haben wir nicht viel mehr als Jens Spahn. Öffnungen und Lockerungen geschahen im Sommer teilweise auch im Hinblick aufs Wahlergebnis.

- Die Justiz schlug leider nicht an einem Ende zu wo sie hätte zuschlagen zu: Gewisse Youtube-Videos die von "Impftoten" erzählen, und weiß der Geier was, dürften eigentlich Straftatbestände wie Volksverhetzung und Verleumdung erfüllen. Hinter denen die einfach nur verunsichert sind, stehen diejenigen die bewusst lügen. Und das sind Verbrecher. Wer sich noch die Arbeit macht, solchen Schwurbelquark zu produzieren, ist nicht einfach verunsichert, aufs Glatteis geführt von den vielen Kommunikationspannen, sondern machthungrig, bis zu dem Punkt wo Menschenleben egal sind.

- Wären die Impfzentren für das eingesetzt worden wofür sie ideal gewesen wären: Eine ganze relativ gesunde Mannschaft zackig durchimpfen, eine Freiwillige Feuerwehr, einen THW-Ortsverband, eine Fußballmannschaft, wären sie super gewesen. Aber komplett alles über die Impfzentren zentralisieren, das war die Schnapsidee schlechthin.
In der Maimarkthalle habe ich die Erfahrung gemacht: Lief toll, stand keine 20 Minuten in der Schlange, war nach weiteren 15 Minuten wieder draußen. Für mich selbst kann ich nicht klagen!
Andere jedoch hätten etwas mehr Ansprache, etwas mehr Betreuung gebraucht, statt einem Papierstapel den man so schnell garnicht lesen konnte. Das hat bei manchen schon psychische Hürden aufgebaut.
Meine Mutter wollte auch nicht in die Maimarkthalle, sondern hat sich beim Hausarzt auf die Liste setzen lassen. Und dann saß sie da mit ganz alten ganz gebrechlichen Leuten die es nie im Leben in die Maimarkthalle geschafft hätten, auch wenn sie von der Priorisierung her schon 5 Mal dran gewesen wären.

- A propos Schnapsideen: Die Hospitalisierungsrate als entscheidenden Wert für Maßnahmen zu nehmen, war glaube ich, die vom RKI. Erstens kommt selten einer sofort nach Beginn der Erkrankung ins Krankenhaus, zweitens wird verspätet gemeldet. Das sorgt also dafür, daß ein weit zurückliegendes Infektionsgeschehen gemeldet wird. Auf den dritten Punkt hat mich jemand auf Twitter gebracht: Wenn keiner mehr ins Krankenhaus kann, weil Krankenhäuser voll, rauscht die Hospitalisierungsrate auf 0. Egal ob ganz ganz viele ins Krankenhaus müssten oder nicht.

- Vielleicht wäre es ganz nützlich wenn nicht nur über die Sterberate gesprochen wird, sondern auch über die Rate, wieviele Menschen bei 50.000 Infektionen pro Tag hinterher schwerbehindert sind ( https://www.deutschlandfunk.de/long-covid-was-wir-ueber-langzeitfolgen-von-covid-19-wissen-100.html?fbclid=IwAR2ZtOCYTG06AbUVeQWO0MzzVcpvpSGGMKqVaHV4ZLvUQ8YLbWwXwmPh9o4 ), und zwar vielleicht für den Rest des Lebens.

** Man verdammt und verurteilt z.B. auf Twitter Weihnachtsmärkte (ich selbst sehe die auch mit einigermaßen Bauchschmerzen), denkt aber nicht daran daß es für die Schausteller jetzt um die nackte Existenz geht. Die Hilfen für letztes Jahr müssen jetzt zurückgezahlt werden.

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61 Antworten
Ungehorsam
Beiträge : 3336

Ich erlebe unser Land im Augenblick führungslos. Ich stimme mit dir überein, daß die versäumte Einrichtung eines Krisenstabes ein schwerer Fehler war.
Weiter stimme ich mit dir in Bezug auf die "Steiner-Sekte" überein. Ich habe schon seit dreißig Jahren eine Broschüre, wo vor ihrer Gefährlichkeit gewarnt wird. Waldorf-Schulen und -Kindergärten werden im Allgemeinen eher belächelt, aber dort wird die Saat schon bei den Kindern gelegt für das, was wir jetzt erleben.

Was du noch nicht erwähntest, was ich aber auch für gefährlich halte, ist der Einfluß von "Russia Today" auf Aussiedler aus der ehem. Sowjetunion. Es ist von daher nicht verwunderlich, daß die Impfbereitschaft unter ihnen nicht besonders stark ausgeprägt ist, so wie das Vertrauen in unseren Rechtsstaat und die Demokratie westlicher Prägung ganz allgemein.

Daß die Professoren Drosten und Streeck nicht immer einer Meinung sind, halte ich ja noch für ziemlich normal, denn für sie gilt das selbe wie für Ärzte und Theologen auch: Zwei Virologen - drei Meinungen. Würde man beide in ein und die selbe Talkshow einladen, hätte das wahrscheinlich einen äußerst hohen Unterhaltungswert.

ungehorsam antworten
8 Antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 926

Nein, die Fehler von Hendrik Streeck sind schon hanebüchen, wie im Text dargelegt.
Z.B. ist die Behauptung: "Neue Covid-Varianten sind nicht beunruhigend, weil die Masern noch ansteckender sind" schon jenseits von Gut und Böse.

Nachtrag vom 23.11.2021 1805
Aber den Einfluss von RT hatte ich vergessen, danke für den Hinweis.

blackhole antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 639
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Was du noch nicht erwähntest, was ich aber auch für gefährlich halte, ist der Einfluß von "Russia Today" auf Aussiedler aus der ehem. Sowjetunion. Es ist von daher nicht verwunderlich, daß die Impfbereitschaft unter ihnen nicht besonders stark ausgeprägt ist, so wie das Vertrauen in unseren Rechtsstaat und die Demokratie westlicher Prägung ganz allgemein.

Ich werde seit einiger Zeit auch nicht das Gefühl los, dass der staatl. Russensender RT mit seiner Propaganda gegen die Impfung die BRD destabilisieren will! Möglichst viele Tote und ein Aufstand gegen die Regierenden scheint auf seinen Fahnen zu stehen. Umso deutlicher muss man sich von dieser Propaganda distanzieren und auch die sog. Russlanddeutschen vor der Gefährlichkeit warnen, was aber wahrscheinlich leider unmöglich ist.

1-ichthys antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @1-ichthys

Ich werde seit einiger Zeit auch nicht das Gefühl los, dass der staatl. Russensender RT mit seiner Propaganda gegen die Impfung die BRD destabilisieren will!

Wenn man bedenkt, dass staatliche Organe in Russland FÜR die Impfung werben, dann scheint mir das in der Tat recht eindeutig zu sein...

lucan-7 antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 639

yepp

1-ichthys antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Könnte man nicht Helene Fischer für Aufklärungskampagnen einspannen? Sie stammt ja selber aus einer Aussiedlerfamilie und ist nach meiner Einschätzung in diesem Milieu auch sehr beliebt. Sozusagen als "Anti-Wendler".

ungehorsam antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Könnte man nicht Helene Fischer für Aufklärungskampagnen einspannen?

Könnte man.

Aber wäre es wirklich so vorteilhaft, wenn man damit die Botschaft vermittelt: "Schlagerstars sind glaubwürdige Experten - hört auf sie!"?

lucan-7 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

"Schlagerstars sind glaubwürdige Experten - hört auf sie!"?

Außer Wendler, Xavier Naidoo und Nena.

ungehorsam antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 926

"Durchgeimpft.... in der Nacht.... du hast Freiheit mir gebracht!"

blackhole antworten


ALF.MELMAC
Beiträge : 2153

wir sollten das vereinfachen:

Die Wissenschaftler sind sich nicht einig

aus deren Aussagen wrden die Entscheidungen getroffen

Die Erhebung der Daten - wie zähle ich Erkrankte, Tote - ist unklar,

Das ausländische Mächte mitmischen und aufmischen - RT hetzt gegen <impfung in D, ist aber für Impfung in Russland

Politik findet keine einheitliche Linie, so ist es im Impfgesetz vorgesehen, wg der Flexibilität, wird aber mißverstanden

alf-melmac antworten
9 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @alf-melmac

Die Wissenschaftler sind sich nicht einig

Das klingt mir zu sehr nach: "Die Wissenschaftler haben auch keine Ahnung!"

Tatsache ist, dass es innerhalb der Experten hohe Übereinstimmungen gibt - genau so wie es auch Dinge gibt die nach wie vor unklar sind. Was aber von seriösen Wissenschaftlern auch so kommuniziert wird.

Ein Problem sind die Quacksalber mit akademischem Grad, die die Gelegenheit nutzen, öffentliche Aufmerksamkeit zu erhalten und ihr Ego zu polieren, indem sie einfach mal was ganz anderes behaupten als der Rest.

Solche Leute bringen die Wissenschaft in Verruf und erschweren die Situation zusätzlich.

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 2837
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ein Problem sind die Quacksalber mit akademischem Grad, die die Gelegenheit nutzen, öffentliche Aufmerksamkeit zu erhalten und ihr Ego zu polieren, indem sie einfach mal was ganz anderes behaupten als der Rest.

eigentlich ist das in der Wissenschaft doch ein ganz normales Verhalten. Egal in welchem Fach gibt es immer einen, der genau das Gegenteil von allen anderen behauptet um auf sich aufmerksam zu machen. Solange die Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, unter sich blieben, waren die kein großes Problem. Und haben vielleicht sogar andere auf neue Ideen gebracht.
Nur werden jetzt Menschen ganz ohne Vorbildung mit dieser Art konfrontiert und denen fällt es schwer das einzuordnen.

Genauso wie oft Studien zitiert werden, die noch nicht durch das Peer-Review-Verfahren sind. Das wird zwar meistens genannt, aber ich vermute viele wissen nicht was das bedeutet.

Ich war immer dafür Wissenschaft für alle zugänglich zu haben, aber gerade seh ich immer mehr, dass es Menschen, die mit dem ganzen universitär-wissenschaftlichen Abläufen und Gehabe nie was zu tun hatten, damit überfordert sind und verunsichert.

channuschka antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @channuschka

eigentlich ist das in der Wissenschaft doch ein ganz normales Verhalten. Egal in welchem Fach gibt es immer einen, der genau das Gegenteil von allen anderen behauptet um auf sich aufmerksam zu machen. Solange die Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, unter sich blieben, waren die kein großes Problem.

Das Problem sind nicht irgendwelche eigenbrödlerischen Gelehrte, die an der Universität von ihren Kollegen belächelt werden.
Das Problem sind Leute, die irgendwann mal ein wissenschaftliches Studium durchlaufen und sich im Beruf ein gewisses Ansehen erarbeitet haben - und meinen, sie könnten sich jetzt damit wichtig tun, indem sie Dinge kommentieren, von denen sie in Wahrheit keine Ahnung haben.

Sich einen Doktortitel zu erarbeiten ist inzwischen keine große Sache mehr. Und er bedeutet leider nicht automatisch, dass diese Leute auch wirklich wissenschaftlich argumentieren... gerade im medizinischen Bereich sind die Hürden da wohl nicht sonderlich hoch.

Veröffentlicht von: @channuschka

Ich war immer dafür Wissenschaft für alle zugänglich zu haben, aber gerade seh ich immer mehr, dass es Menschen, die mit dem ganzen universitär-wissenschaftlichen Abläufen und Gehabe nie was zu tun hatten, damit überfordert sind und verunsichert.

Ja... aber da liegt die Ursache noch viel tiefer. Das fängt mit unserem Schulsystem an, welches das Abitur mit anschliessendem Studium praktisch zur Standard-Ausbildung gemacht hat.

Und das heisst jetzt nicht, dass ich hier elitär denke... jeder, der bereit ist zu lernen und das Interesse hat, sollte auch die Möglichkeit zum Studium erhalten.
Aber dabei sollte nicht der akademische Anspruch auf der Strecke bleiben... genau das ist aber längst der Fall. Die Universitäten sind völlig überlaufen.
Und während das Niveau beständig sinkt ist der Hauptschulabschluss, der früher ganz normal war, gar nichts mehr wert.

Da bedarf es dringend einer Reform... auch wenn es natürlich immer irgendwelche Spinner mit akademischem Grad geben wird, die irgendwelchen Blödsinn reden... daran wird auch eine Reform nichts ändern.

Aber das Vertrauen in die Institution und die Experten ist dahin. Und das ist wirklich übel...

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 2837

Wen hast du im Sinn?

Ich dachte bei meinem Beitrag eher an Drosten und Streeck und Lauterbach. Also an Lehrstuhlinhaber, die definitv mehr haben als ein Studium durchlaufen und eine medizinische Doktorarbeit geschrieben. Denn die haben tatsächlich mit dem was eine Doktorarbeit sein sollte, oft wenig zu tun. Nicht immer es gibt Ausnahmen, aber doch immer öfter.

das Niveau der Universitären Ausbildung ist wieder ein ganz anderes Thema.

channuschka antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530
Veröffentlicht von: @alf-melmac

Die Erhebung der Daten - wie zähle ich Erkrankte, Tote - ist unklar,

Der einzige Weg, von politischen Wünschen unbeeinflusste Daten zu erhalten, ist der Blick in die Statistik zur Übermortalität. Die anderen Statistiken würde ich mir gar nicht erst anschauen. vor allem dann nicht, wenn ich verschiedene Länder verlgeichen möchte, weil die Zählung der Corona Toten wohl nicht nach einheitlichen Kriterien erfolgte. Die Werte in der Seite unten sind da neutral:

https://mpidr.shinyapps.io/stmortality/

goodfruit antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2153
Veröffentlicht von: @goodfruit

https://mpidr.shinyapps.io/stmortality/

Danke für den Link!

alf-melmac antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530

https://mpidr.shinyapps.io/stmortality

Hallo Alf,

hast Du mal verschiedene Länder ausprobiert. Schweden ist da ja so ein Klassiker, weil sie einfach den anderen Weg gegangen sind.

Israel steht für mich für das Land, dass gleich zu Beginn maximal auf Impfung gesetzt hat - und ich finde die Übermortalität dort gradezu erschreckend!

Viele Länder, die zeitweise als Musterschüler gehandelt wurden, sind in große Probleme geraten - bei anderen ist weniger los, obwohl da nicht alles so optimal lief.

Die Zahlen auf dieser Seite sind für mich ein Goldstandard in der Beobachtung des Verlaufs der Epidemie.

goodfruit antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753

Übermortalität

Veröffentlicht von: @goodfruit

Die Werte in der Seite unten sind da neutral:

https://mpidr.shinyapps.io/stmortality/

Erschreckend zu sehen, dass die Übersterblichkeit aktuell in D höher ist als vor einem Jahr. Trotz Impfung.

Und was macht die Ampel? Sie will erst mal abwarten, was das neue Inf-Schutz-Ges gebracht hat ...

Der einzige Lichtblick ist, dass die7-Tage-Inzidenz seit Ende Oktober nicht mehr exponentiell, sondern linear steigt. D.h. zu Weihnachten haben wir, wenn es so bleibt, "nur" ca. 100.000 neue Fälle pro Tag.

Aber wer garantiert, dass es so bleibt und sich nicht Effekte überlagert haben, die das im Grunde exponentielle Wachstum "verschleiern"? Also es mehr (150.000?) Fälle pro Tag sein werden?

Helmut

hkmwk antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530

Mein Eindruck (und mehr ist es nicht) ist der, dass in Anbetracht wirklich sehr vieler Infektionen, die Menschen jetzt vorsichtig werden. Was die Impfungen angeht, so scheint im Moment eher der Impfstoff denn die impfwilligen Menschen der Flaschenhals im System zu werden.

Das Andere ist, dass viele Verläufe - insbesonders bei bereits geimpften - grade eher milde sind. So trägt denn die ganze Welle zur Immunsierung der Menschen bei.

Als Spahn sagte, dass nach dieser Welle die Menschen entweder geimpft, genesesn oder gestorben sind, wurde viel Kritik geübt. Aber wenn ich mir das mal ehrlich anschaue, dann muss ich sagen: so ist es!

Wer sich da heute nicht hat impfen lassen oder sich mehr oder weniger in ständige Isolation begibt, den erwischt es. Und wenn er es überstanden hat, dann hat er erst einmal eine Immunisierung.

Angeblich soll ja das "Genesen" kein guter Schutz für die neuste Omicron Variante sein. Aber da frage ich mich, wie man das bei erst so wenigen analyiserten Fällen sagen will. Überhaupt scheint es da ja eher weniger schwere Verläufe zu geben - aber auch das lässt sich nicht sicher sagen, weil wir noch viel zu wenig darüber wissen.

goodfruit antworten
GoodFruit
Beiträge : 1530
Veröffentlicht von: @blackhole

Mittlerweile hat sich ein Tonfall eingeschlichen, meine Güte!!

Veröffentlicht von: @blackhole

Steiner-Sekt

Veröffentlicht von: @blackhole

Hochschulabschluss im Lotto gewonnen

Veröffentlicht von: @blackhole

Schwurbelquark

Q.e.d.

goodfruit antworten
20 Antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 926

Man folge dir in diesen Thread:
https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl [post_uid]=12896262
Uns sehe selbst, weswegen auch ich die Geduld mit dir verloren habe.

Zunächst plädierst du dafür, eine sechsstellige Anzahl Tote und noch viel mehr Schwerbehinderte einfach hinzunehmen. Davon bist du immerhin abgerückt.

Das Gefasel von wegen "Nocebo-Effekt", als ob erfahrene Intensivmediziner eine psychische Krise nicht von einer schweren Entzündung quer durch alle Organe bis ins Gehirn unterscheiden könnten, ist für einen Biologen eine Schande.

Bei einer Krankheit die erst seit Herbst 2019 existiert, sind natürlich noch Fragen offen. Eine Frage die gerade geklärt wird ist, ob man durch wiederholte Erkältungen durch andere Coronaviren dagegen sogar immun geworden sein kann.
Wenn man jedoch alles ignoriert von dem die Leute "an der Front" berichten, also Intensivmediziner, Pathologen, Neurologen, Lungenärzte usw. usf., und wovon Covid-Überlebende berichten, viele davon vorher kerngesund und optimistisch, und stattdessen daherschwurbelt was einem beliebt, irgendwas mit Psyche, dann ist das weder Biologie noch sonst eine Wissenschaft.

Sondern ein Schlag ins Gesicht für alle oben genannten.

blackhole antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530
Veröffentlicht von: @blackhole

Das Gefasel von wegen "Nocebo-Effekt", als ob erfahrene Intensivmediziner eine psychische Krise nicht von einer schweren Entzündung quer durch alle Organe bis ins Gehirn unterscheiden könnten, ist für einen Biologen eine Schande.

Blackhole! Wir reden hier über ganz verschiedene Phasen der Erkrankung. Jede Erkrankung kommt an Punkte, wo die Entwicklung in positive oder in die ungünstige Richtung verlaufen kann. Welche Richtung der Verlauf da nimmt, hängt von verschiedenen Faktoren ab - z.B. davon, wie gut das Immunsystem aufgestellt ist. Ist es durch starke Angst vor sehr ungünstigen Verläufen, die medial geschürrt sein kann, blockiert, wird die Entwicklung eher in ungünstige Richtung verlaufen. Hier können wir dann von dem Nocebo Effekt sprechen.

Eine maximal eskalierte Erkrankung selbst wird nicht mit Nocebo Effekten erklärbar sein. Das will ich auch nicht tun und habe es nie getan. Aber jede Erkrankung fängt mal klein an und im sensiblen Bereich des Entstehens, hätte möglicherweise ein Krankenhausaufenthalt verhindert werden können,wenn der Körper in einem Zustand gewesen wäre, maximale Abwehrleistung zu bringen.

Veröffentlicht von: @blackhole

Sondern ein Schlag ins Gesicht für alle oben genannten.

Jeder Einzelne, den Du da aufführst, wäre sicher froh um jeden, den er nicht versorgen muss. Und da wäre es dann vielleicht auch nicht schlecht, sich mal ganz einfachen medizinischen Prinzipien zu erinnern, an welchen Stellen es am Einfachsten ist, einen schweren Verlauf zu verhindern. Da gehört sicher Impfen dazu. Aber es ist ganz sicher nicht die einzige Maßnahme, an die man hier denken kann.

Angst jedenfalls, ist nur schädlich.

Nur, um mal zu veranschaulichen, was unsere Medien da so veranstalten, ein blick auf die Titelseite von Spiegel online:

ttps://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-werden-die-kliniken-in-sachsen-bald-triage-regelungen-anwenden-muessen-a-1e8ad482-b573-4a25-b522-4cd1d854c46c

https://www.spiegel.de/gesundheit/ricardo-lange-der-berliner-intensivpfleger-ueber-das-sterben-in-der-corona-pandemie-a-a89ddb25-cedf-43f1-9fe7-9abaeab1fa82

Zum Glück sind die Artikel hinter ner Paywall. Aber istdas nicht auffällig, dass in einer Phase, wo die Menschen und ihre Immunsysteme gestärkt gehörten, das Immunsystem psychisch untergraben wird, indem man ausschließlich auf den schlimmsten Verlauf und den Tod fokussiert. Genz ehrlich: Als Naturwissenschaftler finde ich das maximal dämlich!

goodfruit antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 926

😕

Du hast wirklich den Pfad der Biologie verlassen und bist bei der Esoterik gelandet.

Auf jeden Fall musst du das Gebiet der Psychosomatik nicht extra erfinden, das existiert schon.
Wende dich an Fachleute und lerne dazu.

Und was schwere Krankheitsverläufe auch bei Patienten in den ersten Wochen der Pandemie, als noch kaum jemand so richtig wusste was da los ist, ausgelöst hat: Wende dich an die Archive der Pathologen!

Veröffentlicht von: @goodfruit

Entstehens, hätte möglicherweise ein Krankenhausaufenthalt verhindert werden können,wenn der Körper in einem Zustand gewesen wäre, maximale Abwehrleistung zu bringen.

Ja. Durch Impfung.
Als Biologe müsstest du eigentlich wissen daß das Immunsystem nicht allein durch "positives Denken" stark wird, sondern durch ein gutes Zusammenspiel all seiner Bestandteile, insbesondere der Fähigkeit, gefährliche Erreger zu speichern und wiederzuerkennen.

blackhole antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530
Veröffentlicht von: @blackhole

Immunsystem nicht allein durch "positives Denken" stark wird,

Es ging mir nie um "allein"!
Damit hast Du den Grundlegenden Ansatz meiner Kritik überhaupt nicht verstanden.

Es geht ja eben darum, die Impfung nicht allein dastehen zu lassen sondern mit einer Vielzahl sinnvoller Begleitmaßnahmen zu stärken. Der Artikel, der zeigt, dass starker Stress sogar den Impferfolg gefährden kann, hast Du auch wohl nicht gelesen, oder?

Das Fokussieren auf eine Maßnahme allein habe ich so noch nie in den medizinischen Behandlungen, die mir bislang zu Teil geworden sind, erlebt. Ich halte das für einen erheblichen Rückschritt.

goodfruit antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 926

Du behauptest den ganzen verlinken Thread durch, daß die Impfung sinnlos wäre. "Impfung schafft keine Immunaktivität", originaler Satz von dir.

blackhole antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530
Veröffentlicht von: @blackhole

Du behauptest den ganzen verlinken Thread durch, daß die Impfung sinnlos wäre. "Impfung schafft keine Immunaktivität", originaler Satz von dir.

Nein, das behaupte ich nicht!
Die Corona Impfungen schaffen keine Impfsterilität. Sie vermögen es nicht, die Menschen davor zu bewahren, dass sie erkranken und zum Träger und Weitergeber des Virus werden. Das ist nun mal so, ob ich es behaupte oder nicht.

Das unterscheidet diesen Impfstoff von den meisten klassischen Impfstoffen. Gegen Pocken konntest Du einmal durchimpfen - und das Virus war weg. Das geht hier nicht!

Das bedeutet nicht, dass die aktuellen Impfstoffe wirkungslos wären! Nur wenn Du die Sache Epedemiologisch betrachtest, dann ist die Wirkung der Corona Impfstoffe eine andere als wir die bei den meisten anderen klassischen Impfstoffen haben. Du wirst damit allein schwerlich das Virus los.

Und wenn ich dann auch noch nicht bereit bin, die Impfung dahingehend zu unterstützen, dass die Immunsysteme der Geimpften wie Ungeimpften maximal performant bin, dann verschenke wertvolles Kapital im Kampf gegen das Virus.

Veröffentlicht von: @blackhole

Impfung sinnlos wäre. "Impfung schafft keine Immunaktivität", originaler Satz von dir.

Könntest Du dieses Zitat bitte mit einem Link belegen? Die Sucher ergab kein Ergebnis - ich finde ihn schlicht und ergreifend nicht.

goodfruit antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 926

Da gehts los:
https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl [post_uid]=12896262
Durch dein sich teilweise selbst widersprechendes Gefasel mag durchsteigen wer will, den ganzen Thread durch, ich habe weder Zeit noch Lust dazu, alles nochmal aufzudröseln.

blackhole antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530

Tja, da hast Du dann wohl nur Überflogen statt gelesen.
Das Zitat, das Du anführst, findet sich nicht in dem Text. Habe ihn in Word rüberkopiert und dort dann eine Suche gestartet.

Es gibt eine Stelle, wo ein derartiger Zusammenhang herkommen könnte: In dem Posting zitiere ich ja aus verschiedenen Papern. In einem geht es um den Faktor "Stress" der grade bei älteren Menschen dazu führen kann, dass eine Immunreaktion durch die Impfung stark vermindert ist - sogar ausbleiben kann. Ich hatte dies angeführt um zu belegen, dass Stress den Impferfolg gefährden kann.

Daraus aber ableiten zu wollen, ich würde behaupten, eine Impfung würde generell nicht zu einer Immunreaktion führen, ist wohl nicht gerechtfertigt. Für so etwas darf man auch mal gerne "Sorry" sagen ...

goodfruit antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @goodfruit

Ist es durch starke Angst vor sehr ungünstigen Verläufen, die medial geschürrt sein kann, blockiert, wird die Entwicklung eher in ungünstige Richtung verlaufen. Hier können wir dann von dem Nocebo Effekt sprechen.

Die, die eine starke Angst vor schweren Verläufen haben, haben sich bezeiten impfen lassen.

Die, die jetzt auf den Intensivstationen liegen, sind zumeist ungeimpft. Und damit meist Leute, die dachten, daß das Virus sie schon nicht erwischen wird und wenn, sie dann nur eine harmlose Erkältung haben werden. Andernfalls hätten sie sich ja impfen lassen.

Daher wird dieser Angst-Aspekt wohl nicht signifikant sein.

alescha antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530
Veröffentlicht von: @alescha

Daher wird dieser Angst-Aspekt wohl nicht signifikant sein.

... wir wissen es nicht.

Es gäbe so viel zu erforschen und mit Forschung zu begleiten in diesen Tagen. Irgendwie habe ich aber das ungute Gefühl, dass von all dem nicht viel passiert.

goodfruit antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @goodfruit

Welche Richtung der Verlauf da nimmt, hängt von verschiedenen Faktoren ab - z.B. davon, wie gut das Immunsystem aufgestellt ist. Ist es durch starke Angst vor sehr ungünstigen Verläufen, die medial geschürrt sein kann, blockiert, wird die Entwicklung eher in ungünstige Richtung verlaufen.

Solche Effekte gibt es zwar, aber so gravierend wie du suggerierst sind sie nicht.

Angst-Artikel haben auch positive Effekte: Sie bewirken, dass die Leute sich ängstlicher, also vorsichtiger Verhalten - und damit tragen sie dazu bei, Infektionen zu verhindern.

Gestärkte Abwehrkräfte aller Art sorgen ja auch dafür, dass mit entsprechender mentaler Vorbereitung Menschen auf ca. 150°C heißer Glut mit nackten Füßen tanzen können, ohne Schaden zu nehmen - aber trotzdem wäre ich dafür, bei einem Hochhausbrand Feueralarm auszulösen, auch wenn der Ängste weckt und damit die Abwehrkräfte gegen das Feuer schwächt.

Helmut

hkmwk antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530
Veröffentlicht von: @hkmwk

Angst-Artikel haben auch positive Effekte: Sie bewirken, dass die Leute sich ängstlicher, also vorsichtiger Verhalten - und damit tragen sie dazu bei, Infektionen zu verhindern.

Das, was ich zu Angst bzw. Stress und Funktion des Immunsystems gefunden habe, ist, dass es einen postivien Effekt der Angst als Mobilisierung von Kräften für eine kurze Phase gibt.
Dann ist alles geschwind mal hellwach und passt auf, hat die Gefahr im Fokus.

Eine negative Dimension von Angst habe ich erreicht, wenn das Signal mich überwältigt und ich in Panik verfalle. Dann bin ich geblockt und nicht mehr zu rationalem HAndeln fähig. Die Gefahr sehe ich hier weniger.

Aber es gibt noch eine ungute Dimension von Angst bzw. dem Stress, der damit verbunden ist: Wenn ich über längere Zeiträume ständig mit Angst konfrontiert werde, es also ein chroischer Zustand ist, in Alarmbereitschaft zu sein, dann ruiniert das mein Immunsystem. Ich werde anfälliger für Krankheiten.

Veröffentlicht von: @hkmwk

entsprechender mentaler Vorbereitung Menschen auf ca. 150°C heißer Glut mit nackten Füßen tanzen können, ohne Schaden zu nehmen

Ich dachte nun weniger an solche mentalen Trainings als wie vielmehr daran - trotz Bewußtsein um eine Gefahrenlage - zuversichtlich sich der Zukunft zu stellen, sich mit geeigneter Ernährung und Sport fit zu halten und als Christ gerne auch das Gebetsleben zu verstärken.

Ich kann nicht sagen, um wie viel das die Möglichkeiten, eine Infektion schon in der Anfangsphase einzudämmen erhöht - aber ich gehe mal davon aus, dass es mindestens ein kleiner Prozentsatz ist, dem ein schlimmerer Verlauf so erspart geblieben wäre.

Ich will das jetzt nicht empfehlen - aber ich will mal davon bereichten: Wenn ich merke, dass bei mir eine Infektion losgeht, dann habe ich dafür ein homöopathisches Präparat (Aconit D12 oder C30), ich trinke einen heißen Ingweraufguß mit Zitrone und halte mich warm. Bislang habe ich fast immer damit aufkommende Erkältungen abwehren können.
Wenn ich aber mir sage - hab ich grade keine Lust dazu, wird scohn nicht so schlimm werden - dann ist es oft so, dass ich danach mehr Zeit brauche, um die Erkältung wieder zurückzu-"kämpfen". Ich gehe durch eine Phase von Schnupfen und wenns blöd läuft auch Husten hindurch.
Das ist meine Erfahrung und ich weiß nicht, ob dieses Aktiv werden zu Beginn der Infektion schon dem Körper ein Signal gibt, dass er sich jetzt mal mit seinem Immunsystem "auf die Hinterbeine stellen soll" - oder aber ob eine der Maßnahmen ein solches Signal begünstigt oder mit Inahltsstoffen voranbringt.

Was ich zur Corona Infektion weiß ist, dass die Abwehr sofot anspringen sollte. Die Impfung ist da sicher ganz wichtig. Aber auch da muss das Immunsystem umgehend auf die Gefahr reagieren und ich bin mir sicher, dass ein Immunsystem in einem gesunden, kräftigen und positiv gestimmten Körper da schneller und performanter zu Werk geht, als wenn der Körper in ängstlicher Erwartung so vor sich hindimmt.

goodfruit antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 2837

Dann solltest du viel mehr für die Impfung werben.

Da die Impfung schwere Krankheitsverläufe verhindert (also allermeistens zu mindest), wird mir der Impfung viel mehr soziale Interaktion wieder möglich.

Und zwischen ist ja sicher, dass Lockdown, wirtschaftliche Existenzängste dadurch, Stress durch Homeoffice und Homeschooling, soziale Isolation, etc. sich jetzt schon stark auf die Psyche vorallem der Kinder auswirkt. Auch ich hab das letztes Jahr extrem bemerkt.

Da her bin ich auch so froh über die Impfung. Es gibt mir eine gewisse Sicherheit mein Leben nicht unnötig aufs Spiel zu setzten (also nicht mehr als eh schon. Ich fahr täglich Autobahn um zur Arbeit zu kommen. Da könnte ich auch sagen ich setzte mein Leben aufs Spiel). Und es gibt mir eine Sicherheit, nicht die anderen um mich zu sehr zu gefährden. Zumindest nicht die geimpften. Die Impfung nimmt mir also Angst. Ich geh zwar vielleicht mehr Risiken ein mich mit Corona zu infizieren, weil ich nicht mehr so vorsichtig bin, aber meiner psychischen Gesundheit geht es dadurch viel besser. Um weiter eine möglichst Hohesicherheit zu haben, teste ich mich zwei Mal die Woche selbst.

channuschka antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753

Vielschlucker?

Veröffentlicht von: @goodfruit

Wenn ich merke, dass bei mir eine Infektion losgeht, dann habe ich dafür ein homöopathisches Präparat (Aconit D12 oder C30),

D12 ist schon sehr verdünnt (1 ppb), aber da könnte ein hochaggressives Molekül schon noch messbare Wirkungen erzielen. Ich lass das mal "so stehen" ...

Aber D30? Ein Molekül auf ca. 1660 m³ multipliziert mit dem Atomgewicht des betreffenden Moleküls? Wie viel von dem Zeug willst du schlucken, bis wenigsten die theoretische Möglichkeit besteht, dass da etwas in dir wirken kann?

Helmut

Nachtrag vom 26.11.2021 1617
Ups, jetzt habe ich selber einen Fehler gemacht, den ich sonst bei anderen moniere: ein ppb ist nicht 1:1Billion, sondern 1:1Milliarde (engl. billion). Also ist D12 nur 0,001 ppb bzw,. 1 ppt.

Diese Konzentration ist in D für praktisch alle (kennt j́emand ne Ausnahme?) Schadstoffe zulässig.

hkmwk antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 926

Ach, die Limoflasche neben mir ist garnicht leer? Die Limo ist nur homöopathisch verdünnt? Und löscht durch geheimnisvolle Fernwirkung meinen Durst?

blackhole antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530

Hallo Helmut,

theoretisch ist bei D12 schon fast nichts ehr drin. Und bei einem Molekül (außer es kann einen anaphylaktischen Schock verursachen) sehe ich keine Gefahr.

Die Homöopathie hat sich ja aus Beobachtungen entwickelt, wo Hahnemann Probanden den Stoff unverdünnt gegeben hat und beobachtet hat, was für Veränderungen am Menschen sich da zeigen - und dann hat er Erkrankungen, die ebensolche Auffälligkeiten zeigten, in Zukunft mit einer starken Verdünnung dieser Substanz behandelt.

Im Fokus stand dabei zunächst der Versuch, diese Substanzen, die vielfach hochtoxisch waren, in einer Konzentration zu verabreichen, die keine Gefahr darstellte.

Und dann hat man weiter verdünnt - und statt dass die Wirkung weniger wurde, wurde sie mehr. Es haben da dann andere Homöopathen Hochpotenzen erzeugt, die enorme Wirkungen zeigten und Hahnemann selber wurde das unheimlich und er hat sie aufgefordert, den Unfug bleiben zu lassen. Diese hohen Verdünnungen wurden also nicht geplant sondern resultieren aus Erfahrnungen, die man mit der Technik machte.

Was nun die "Verdünnung" angeht, so gehe ich davon aus, dass der Prozess des Potenzierens überhaupt kein verdünnen ist, sondern dass nach dem Mazerieren/Extrahieren des Ausgangsstoffes in die Urtinktur hinein, alles Mögliche an Zellinhalten und Molekülen in die Lösung geht (DNA und RNA werden im alkoholischen ausgefällt und so stabilisiert) und im Alkohol konserviert und entwässert - anorganische Stoffe werden nur verrieben und dürften in unterschiedlicher Partikelgröße in der Urtinktur auftreten.

Hier kann man sich mal anschauen, wie Globuli von Allium cepa (Zwiebel) gemacht werden:
https://www.youtube.com/watch?v=ReqsIM_fahg

Schau Dir mal an, was beim Verschütteln und beim Überführen von einer Verdünnung in die nächste passiert.

Also wenn mich jemand bitten würde, etwas zu verschütteln, dann würde ich das anders machen. Ich würde Bewegungen mit ganz vielen Freiheitsgraden ausführen - je wilder desto besser.
Das passiert hier grade nicht. Die Bewegung hat nur eine Dimension. Es wird rauf und runter bewegt und an den Wendepunkten ist die Bewegungsumkehr gedämpft.

Welche Erwartung hast Du für die Verteilung von Molekülen unterschiedlicher Größe und elektrischer Ladung in dieser alkoholischen Wassersäule? Meine Erwartung wäre die, dass sich da eine Ordnung einstellt - es wird nicht der ganze Inhalt gleichmäig auf die ganze Flüssigkeit verteilt, sondern es kommt zu einer Fraktionierung - ähnlich einem Latte macchiato.

Und nun wird nach dem Fraktionieren (wie ich das nennen würde) die Flasche kurz abgestellt, wodurch schwere Fraktionen noch einmal absinken werden - und dann wird das Obere in die nächste Flasche hineingetropft: genau 10 Tropfen in 90 bzw 990 Tropfen Alkohl je nachdem ob ich eine D oder C Potenz herstelle. Für den nächsten Schritt werden exakt wieder 10 Tropfen übertragen und dann wieder.

Das hat zru Folge, dass, wenn nur eine Fraktion mit sagen wir sehr leichten und kleinen Molekülen übertragen wird, diese Fraktion nie kleiner wird. Die Schritte der Potenzierung sind dann keine weitere Fraktionierung mehr sondern nur ein Aufreinigen dieser einen Fraktion. Und dann würde auch die Anzahl der Moleküle von Potenzierungsschritt zu Potenzierungsschritt kaum abnehmen sondern es bliebe immer was in der Lösung über, dass dann auf die Globuli aufgetragen werden kann.

So stelle ich mir das vor. Einen Beweis für die Annahme habe ich nicht. Da müsste man mal nachmessen. Die Chemie hat heute enorme analtische Möglichkeiten und ich wäre total neugierig, ob man da nicht doch etwas finden könnte.

Damit sehe ich die theoretische Möglichkeit, dass in homöopathischen Präparaten sehr wohl ein stofflicher Gehalt da sein kann.

goodfruit antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @goodfruit

Und dann hat man weiter verdünnt - und statt dass die Wirkung weniger wurde, wurde sie mehr.

Das dürfte psychosomatisch erklärbar sein (Placebo-Effekt).

Hahnemann hat manches Gutes angestoßen, das bis heute in der Schulmedizin beachtet wird, aber was die Verdünnungen und "Potenzierung" angeht, war er auf dem Holzweg.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Welche Erwartung hast Du für die Verteilung von Molekülen unterschiedlicher Größe und elektrischer Ladung in dieser alkoholischen Wassersäule?

Hat mit meiner Argumentation nichts zu tun. Solange es noch Moleküle gibt (bei D-12 würde ich sehr grob geschätzt 1 Mio. Moleküle in einem Tropfen erwarten, je nach Molekulargewicht auch eine Null mehr oder weniger), kann man über Strukturen, "Komplexe" etc. nachdenken bzw. sich was vorstellen.

Nur bei D-30 ist kein Molekül vom verdünnten Stoff mehr da, außer es war evtl. zufällig im Leitungswasser enthalten 😉

Veröffentlicht von: @goodfruit

Und nun wird nach dem Fraktionieren (wie ich das nennen würde) die Flasche kurz abgestellt, wodurch schwere Fraktionen noch einmal absinken

Das klappt aber nicht bei kurz, sondern nur (1) gekühlt (damit thermische bzw. Brownsche Bewegung nicht ständig durchmischt und (2) mindestens einen Tag stehen lassen.

Helmut

hkmwk antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530
Veröffentlicht von: @hkmwk

Nur bei D-30 ist kein Molekül vom verdünnten Stoff mehr da, außer es war evtl. zufällig im Leitungswasser enthalten 😉

Wie gesagt: nach meiner Einschätzung des Herstellungsverfahrens ist das eher keine Vedünnung sondern eine Extraktion gefolgt von einer Fraktionierung mit anschließendem Aufreinigen der Fraktion, das sich fast beliebig wiederholen lässt, ohne dass Substanz verloren geht.

Einen Nachweis, dass das Potenzieren tatsächlich ein Verdünnen darstellt, scheint es mir nicht zu geben.

goodfruit antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @goodfruit

Wie gesagt: nach meiner Einschätzung des Herstellungsverfahrens

Die ist aber wissenschaftlich gesehen Humbug, hab ich ja schon erläutert.

Helmut

hkmwk antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530
Veröffentlicht von: @hkmwk

Die ist aber wissenschaftlich gesehen Humbug, hab ich ja schon erläutert.

Die Meinung darfst Du gerne haben. Solange Du keinen Beweis lieferst ist es weiter eine Meinung.

goodfruit antworten


Ungehorsam
Beiträge : 3336

- Wir haben ohnehin irgendwie eine gewisse Wissenschaftsfeindlichkeit in der Gesellschaft. Hängt auch damit zusammen daß diese Steiner-Sekte ( https://www.spiegel.de/kultur/waldorfschule-und-impfgegner-in-steiners-sekte-a-8242889d-190f-479f-bf6d-a22ccab54013?fbclid=IwAR39h9osbYssLQiGkWYD59XCP7I0I1pkuGcGfTHPgfUTHOey-FJ2gHeVVSw) nicht nur über die Waldorfschulen sondern über alle möglichen Ecken viel wissenschaftsfeindliches, praktisch schon magisches Gedankengut in die Gesellschaft gestreut hat.

Ich habe gerade "Extra3" gesehen. Auch Christian Ehring hat den negativen Einfluß der Steiner-Jünger thematisiert.

ungehorsam antworten
1-ichthys
Beiträge : 639
Veröffentlicht von: @blackhole

und die Leute gehen im nächsten Lockdown, wenn der nötig wird

Es kann und darf aber nicht mehr sein, dass Geimpfte die gleichen Einschränkungen wie Ungeimpfte tragen müssen, denn dann kann man nicht zum Impfen motivieren und es wäre auch unfair gegenüber denen, die etwas gegen die Ausbreitung des Virus getan haben, auch wenn dies nicht 100 %-ig möglich ist.

Und wenn ich jetzt wieder lese, dass planbare OPs verschoben werden, um Covid-Patienten zu behandeln, dann kriege ich so langsam einen Hals! Ich rede nicht von Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen oder bei denen Impfdurchbrüche bestehen. Aber wenn jemand ein Impfverweigerer ist und auf der anderen Seite steht z. B. ein schwerst Krebskranker, dann muss der Krebskranke über kurz oder lang sterben, damit der Impfverweigerer gerettet werden kann? Da fehlt mir inzwischen das Verständnis!

1-ichthys antworten


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