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Ist das Ende internationaler Frundschaft und Kooperation unabwendbar?

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Anonymous
 Anonymous
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Hallo zusammen,

ich bin groß geworden in einem Umfeld internationaler Offenheit, freundschaftlicher internationaler Bündisse und Bezeihungen.

Mir wurde beibebracht, dass es gut ist, anderen Menschen - grade auch Ausländern und anderen Nationen gegenüber aufgeschlossen zu sein und ihnen freundschafltich und interessiert zu begegnen. Ich habe darin großen Reichtum gefunden, denn im Austausch der Kulturen liegt ewas den Horizont erweiterndes, bereicherndes und Wachstumsföderndes - auch grade für das persönliche Wachstum. Und das dürfte für alle Seiten, die an solchen Begegnungen beteiligt sind, so sein.

Das alles scheint nun vorbei. Die Nationen mauern sich ein, schotten sich ab, rüsten auf, kappen Bezeihungen und sehen mehr auf den eigenen Gewinn als auf das gemeinsame Vorankommen und Wohlergehen.

Das ist nicht nur schade, weil es eine große Kapazität der Menschheit raubt - das ist in Zeiten gewaltiger militiärischer Möglichkeiten auf gefährlich für die ganze Erde und die Zivilisation als solches.

Was undenkbar schien ist jetzt in vielen Staaten Realität und es scheint Europa so eetwas zu sein, wo es noch so ein wenig die Insel der Glückseeligen gibt. Autoritäre Regime überall - und was das schlimmste ist; auch in dem Staat, der so viele Jahre die Fürhung in unserer westlich orientierten Welt hatte: die USA.

Hier ein Zeitungsartikel aus der NZZ, der sich damit beschäftigt:
https://www.nzz.ch/international/trump-und-das-aufbegehren-der-jacksonianer-ld.1533149?utm_source=pocket-newtab

Wir müssen aufpassen, dass aus Freunden nicht Lehnherren werden, dass aus guten bilateralen Bezeihungen nicht Knechtschaft wird. Es wird schwer sein, sich gegen die Unmoral und die Egomanie zu stemmen, die in Richtung autoritärer Verhältnisse unterwegs ist und das Vorankommen der Menschheit blockiert und die Weichen auf eine Realisation der endzeitlichen Perspektive stellt.

Als einfacher Bürger eines zum Glück noch demokratischen Staates, der sich tapfer dem Wahn der Extremisten entgegenstellt, habe ich nicht viele Möglichkeiten. Das wichtigste Instrument dürfte das Gebet sein. Und hier haben wir ja auch schon Aufrufe bei Jesus.de gehabt und ich will das gerne wieder tun. Vielleicht sollte man sich im RL auch zu Gebetsgemeinschaften zusammentun.

Insbesondere was die USA angeht blutet mein Herz. Es ist die USA ein wunderschönes Land mit großer Kapazität. Ich will es lieben, ich will ihm Wohlergehen, Gesundung und Starkwerden wünschen - aber ich will keinen Koloss, der die Welt diktiert und durch eine egoistische Agenda die Welt ins Chaos stürzt. Aber auf genau diesem Weg sehe ich die USA. Ich kann mir nciht vorstellen, dass dort im LAnd, das ja mal Inbegriff der Freiheit war, alle diese Entwicklung gutheißen - und doch scheinen alle mitzumachen - jedenfalls die großen Konzerne, die so viel Einfluss auf unser Leben hier haben.

Es wäre so schön, wenn es der Menscheit gelänge, die Welt zu einem guten Platz zu machen und zu erhalten, wo sie das schon ist. Und ich will das als meine Hoffnung wahren - auch wenn das Himmelreich im neuen Jerusalem politisch aktuell die realistischere Option nach dem absoluten Verfall in der Primitivität und Bösartigkeit zu sein scheint.

Gibt es da noch Menschen, die die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht sterben lassen wollen?

LG
Ecc

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Anonymous
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Das sehe ich nun auch überhaupt nicht so wie du.

Leider gibt es in vielen Ländern heute populistische Strömungen, die Abschottung predigen. Aber es gibt auch starke Strömungen internationaler Zusammenarbeit.

Und besser war das auch noch nie:

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

ich bin groß geworden in einem Umfeld internationaler Offenheit, freundschaftlicher internationaler Bündisse und Bezeihungen.

Als ich geboren wurde, 1968, war das noch die Hochzeit der Einflussnahme europäischer Länder auf ihre afrikanischen Kolonien. Sowohl die Sowjetunion als auch der Westen rüsteten ihre Gefolgsleute auf und versuchten, ihre Einfluss-Sphären zu halten.

Die Folgen dieser Hochrüstung und politischen Einflussnahme baden die afrikanischen Länder noch heute aus.

Auch bin ich großgeworden im Kalten Krieg. Von Zusammenarbeit keine Spur. Vielmehr kann ich mich sehr gut an die Angst, in Ost wie in West, erinnern, dass doch mal jemand die erste Atomrakete losschickt. Und die Befürchtung war damals so real wie nur irgendwas. (eher größer noch als heute)

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Anonymous
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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @polyglott

Leider gibt es in vielen Ländern heute populistische Strömungen, die Abschottung predigen. Aber es gibt auch starke Strömungen internationaler Zusammenarbeit.

Nun, ich blicke zurück auf Zeiten, wo internationale Kontakte ein Ziel waren, wo man Freude daran hatte, mit Menschen aus aller Welt etwas zusammen zu machen - und zwar etwas Konstruktives, das allen dient.

Ich sehe das heute schwieriger. Aus dem liberalen Umfeld, in dem sich internationale Kontakte locker entwickeln konnten, ist ein oft stark autoritäres Umfeld geworden, bei dem Du Dir zum einen überlegen musst, ob ethische eine Zusammenarbeit überhaupt vertretbar ist und was Du Deinen Partnern antust, wenn von ihnen eine Zusammenarbeit in freiheitlichem Sinne erwartest.

Veröffentlicht von: @polyglott

Als ich geboren wurde, 1968, war das noch die Hochzeit der Einflussnahme europäischer Länder auf ihre afrikanischen Kolonien. Sowohl die Sowjetunion als auch der Westen rüsteten ihre Gefolgsleute auf und versuchten, ihre Einfluss-Sphären zu halten.

Ich blicke hier vor allem auf Europa, weil ich da zu Hause bin - und auf die Länder, die unmittelbar Einfluss auf unser Wohlergehen haben.

Ich habe immer im Westen gelebt und da habe ich die ausländischen Truppen hier nie als Besatzer erlebt. Die Soldaten, mit denen man mal Kontakt hatte (meist leben sie ja sehr zurückgezogen, aber wenn da Kasernen in der Nähe ist, kommt es dann doch hin und wieder mal zu einer Begegnung) waren absolut in Ordnung - Menschen, die mir keine Angst gemacht haben sondern eher schon das Vertrauen in die Zukunft gefestigt haben - sie waren mir sehr willkommen.

Veröffentlicht von: @polyglott

Die Folgen dieser Hochrüstung und politischen Einflussnahme baden die afrikanischen Länder noch heute aus.

Afrika ist eine andere Sache und hat mindestens genauso viel mit der Käuflichkeit und Dummheit der afirkanischen Elite wie mit den bösen Besatzern zu tun. Heute verkaufen sie sich grad an China ...

Veröffentlicht von: @polyglott

Auch bin ich großgeworden im Kalten Krieg. Von Zusammenarbeit keine Spur. Vielmehr kann ich mich sehr gut an die Angst, in Ost wie in West, erinnern, dass doch mal jemand die erste Atomrakete losschickt. Und die Befürchtung war damals so real wie nur irgendwas. (eher größer noch als heute)

Klar erinnere ich mich auch daran. So eine Gefahr liet immer in der Luft solange es soclhe Waffen gibt. Aber das Gebiet, das auch diese Waffen verteidigten war frei und es ließ sich gut darin leben.

LG
Ecc

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Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Nun, ich blicke zurück auf Zeiten, wo internationale Kontakte ein Ziel waren, wo man Freude daran hatte, mit Menschen aus aller Welt etwas zusammen zu machen - und zwar etwas Konstruktives, das allen dient.

Das wird doch auch heute noch gemacht: so viele Freiwillige in internationalen Projekten in aller Welt; Stiftungen, die weltweit Gutes tun; Fridays for Future - Demos in vielen Ländern und Zusammenarbeit dabei; Auslandsstudenten; lebendige Städtepartnerschaften...

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

ist ein oft stark autoritäres Umfeld geworden, bei dem Du Dir zum einen überlegen musst, ob ethische eine Zusammenarbeit überhaupt vertretbar

Das kann man sich natürlich fragen. Ein Freund von uns stand vor der Frage, ein Förderprogramm für chinesische Studenten an seiner Uni mit aufzulegen. Ihm war bewusst, dass nur Chinesen aus bestimmten Kreisen davon profitieren würden können, in Deutschland zu studieren. Letzten Endes haben sie das Programm trotzdem aufgelegt: Denn es ist immer noch besser, wenn einige Chinesen auch das freiheitliche deutsche System mal erleben können (egal ob es nur privilegierte Studenten sind). Fragen von (Industrie)Spionage sind natürlich auch wieder ganz andere. Und da hoffe ich, dass Verantwortliche ihre Verantwortung wahrnehmen.

Aber davon, dass generell das Misstrauen in internationalen Beziehungen stärker geworden sei, davon erlebe ich nichts.

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Anonymous
 Anonymous
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Du bist 64 geboren? Ich 68.

Ich bin groß geworden in einem Land, das zweigeteilt war und wo mir in der Schule gelehrt wurde, dass es auch gar nicht mehr anders geht weil die zwei völlig verschiedenen (wie heißen die nun? Gesellschaftsformen? Wirtschaftsformen?) von Kapitalismus (äh, Demokratie) und Sozialismus bzw. Kommunismus gar keine Einheit mehr zulassen (das System der DDR brach dann ja auch zusammen und wurde vom Westen geschluckt).

Zwei Weltkriege, einer in jüngster Vergangenheit meine eigenen Eltern und Großeltern betreffend - sonst hätte ich einen Opa mehr gehabt und meine Mutter wäre auf einem Bauernhof in Pommern groß geworden...
Kalter Krieg, Eiserner Vorhang.

Das wir nun 70 Jahre Frieden in Deutschland haben, in der EU, dass sich die Weltmächte angenähert haben, das war dann alles doch eher Neuzeit.

Das kippt nun wieder teilweise, aber wir hatten schon immer Krisenzeiten.
Abwarten, was "nach Trump" passiert ...

Und WANN war die USA der "Inbegriff für Freiheit"?
Der Westen war den DDRlern auch angeblich oft ein "Land der wunderbaren Sachen und Lebensmittel und Möglichkeiten" ...
Und doch hat auch der Kapitalismus seine Kehrseiten.

Und wie gesagt - WANN war die USA das was Du nennst?
Als sie die ersten Einwohner ihres Landes und ihrer Freiheit beraubten, sie vertrieben und töteten?
Als die ersten Siedler dann unter Lebensgefahr in diese Gebiete fuhren und dort Land urbar machten und siedelten?

Als die Krieg tobten mit Mexiko, der Bürgerkrieg Südstaatler - Nordstaatler?
Wie gesagt der "Kalte Krieg"?

Für wenn war wann die USA das Land das Du benennst?

Als die hungernde irische Bevölkerung dorthin versuchte zu flüchten, aber grausame Überfahrten auf See bestehen vor allem Überleben musste und dort dann vor dem Nichts stand und nicht an jeder Ecke einer rief "hier wartet die Freiheit und trotzdem Arbeit oder Geld zuhauf"?

In der Welt, in der ich lebe, war es immer schwierig, auch für viele Menschen in den USA.

Ja, natürlich gibt es Hoffnung auf eine bessere Welt, die dann perfekt sein wird und unsterblich.

Nur nicht mehr hier auf der jetzigen irdischen Welt vermutlich.

Einzelne Menschen werden hier nichts ausrichten können.
Ob Gott noch mal Gnadenzeit schenkt (oder zumutet denen die weiterhin leiden müssen ...) und noch einige Jahrzehnte oder Jahrhunderte dran hängt, wird die Zeit zeigen.

Im Moment höre ich bei vielen eine große Resignation, weil sie als Einzelpersonen an der Welt gar nichts ändern können.
"Ich fliege nie Flugzeug, da habe ich noch 1000 Fahrten mit meinem Motorrad gut".
Ja, ähm, und dann schaut man sich mal die Flugzeuge am Himmel täglich an und diesen Grauschimmer am Himmel auch bei Sonnenschein (wir wohnen immer noch in der weiter entfernten Einflugschneise bzw. "Wartekreiszone" des Hamburger Flughafens, die kreisen weit inzwischen bei dem Verkehr, der dort mittlerweile ständig herrscht).
Als Flugstreik war, da bekamen wir mit mal eine Ahnung davon, was früher mal ein himmelblauer Himmel war - gar nicht so dunstig graublau, sondern so ein tiefes sattes Blau. Schööööön...

Meine Hoffnung setze ich auf Jesus.
Das ist meine Hoffnung auf eine bessere Welt, und die stirbt nie.
Die lebt ewiglich - dann als Sehen statt als Hoffen - und die dann aufgebaute Welt ebenso.

Liebe Grüße
Karibu

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Vor 1990 hatten wir einen Zustand, der "Kalter Krieg" genannt wurde. Zwei Supermächte und ihre Vasallen standen sich waffenstarrend gegenüber. Im Ostblock wurden Aufstände oder demokratisch gewählte Regierungen durch Intervention der "Bruderstaaten" niedergeschlagen.
Wir haben eine Regierung, die sehr wohl um die Probleme in anderen Ländern weiß und sich um deren Lösung bemüht. Ganz aktuell sollen Verhandlungen zur Beilegung des lybischen Bürgerkrieges in Berlin stattfinden. Unsere Kanzlerin hat eingeladen.
Oder die Verhandlungen zum Ostukraine-Konflikt in Minsk - Deutschland war Mitinitiator.
Auch in Afrika gibt es ein großes Engagement.
Es gibt Städtepartnerschaften und Schulpartnerschaften.
In Deutschland vermittelt der Verein "Experiment e.V." Schüler, Studenten und junge Erwachsene einen kurzen oder längeren Aufenthalt in deutschen Familien. Auf diese Weise hatten wir einen Gast aus Jemen und einen Gast aus Burkina Faso.
Wir hatten über ein EU-Programm Kollegen aus Spanien in unserem Betrieb. Ich habe auch von einem Ausbildungsprogramm für junge Spanier in Deutschland gehört.

Jedes Land ist auf internationale Freundschaft und Kooperation angewiesen. Manche tun so, als brauchen sie das alles gar nicht. Selbst Nordkorea macht zaghafte Versuche einer Öffnung, als Beispiel sei die gemeinsame Olympiamannschaft genannt.

ungehorsam antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @karibu20

Das kippt nun wieder teilweise, aber wir hatten schon immer Krisenzeiten.
Abwarten, was "nach Trump" passiert ...

Das Problem sind sicher nicht einzelne Staaten, die da merkwürdige Dinge treiben. Das Problem ist die Masse an Staaten, der Zeitgeist, der in diese Richtung geht und der Umstand, dass der Staat, der sich als Weltpolizei sieht, in eine ähnliche Richtung driftet.

Die USA hat massive PRobleme im Land und es braucht da wirklich den Ruck zur Umkehr und zum Aufbau von Strukturen, wo die Menschen wieder gut arbeitenund leben können. Das ist ganz wichtig.

Aber wenn das Land sich jetzt abschottet, zuerst an sich selber denken will, was sein gutes Recht ist, dann sollte es nicht vergessen, woher die Probleme kommen - und die sind überwiegend Hausgemacht: mit Turbokapitalismus dem jede ethische und gesetzliche Grenze genommen wurde, mit krassen Gehaltsunterschieden und einer Verarmung des Mittelstandes, mit einer oft veralteten oder verlotterten Industrie (siehe Boing) - und dabei den Anspruch, die Besten der Welt zu sein.

Wenn das Netz, das mich mit getragen hat zum Kraken wird, der mich beliebig steuern will, dann ist ein Punkt gekommen, wo man entweder die Verbindungen löst oder aber (und das würde ich favorisieren) ins Gespräch zu gehen und zu versuchen eine Rückkehr in die Situation gegenseitiger Achtung, dem gegenseitigen Wohlwollen und auf Augenhöhe zu kommen. Wenn es Probleme gibt, dann will ich gerne hefen, die zu lösen und ich bin auch bereit, dafür Opfer zu bringen. Aber wenn man versucht, das Band der Freundschaft durch Handschellen zu ersetzen, dann ist das eine ungute Beziehung von der letztendlich niemand etwas hat.

Veröffentlicht von: @karibu20

Und WANN war die USA der "Inbegriff für Freiheit"?
Der Westen war den DDRlern auch angeblich oft ein "Land der wunderbaren Sachen und Lebensmittel und Möglichkeiten" ...
Und doch hat auch der Kapitalismus seine Kehrseiten.

Nun, die USA war sicher nicht immer das Paradies der Freiheit und wenn ich da an Sklaverei, Rassentrennung, Mac Carthy Area denke, dann gibt es dunkle Flecken - aber in all dem hat das Volk einen Freiheitskampf gekämpft, einen Lebensstil bewahrt, der es zum Vorbild machte. Darin ist die USA groß geworden und deshalb war die USA für mch immer mehr als man in materiellen Kategorien ausdrücken kann.

Veröffentlicht von: @karibu20

Und wie gesagt - WANN war die USA das was Du nennst?
Als sie die ersten Einwohner ihres Landes und ihrer Freiheit beraubten, sie vertrieben und töteten?

Ja, das war alles andere als Schön und das ist eine Schuld, die dort noch heute getragen wird - aber da wollen wir mal unsere eigenen Schuld nicht vergessen ...
Das fatale aber ist, dass Präsident Trump sich einen Präsidenten zum Vorbild genommen hat, der eben im Kampf gegen die Indianer sich so ungut hervorgetan hat, dem man ein Herz aus Stein nachsagte - und übribens war ein Lied, das im Zusammenhang mit der Inauguration des Präsidenten stand "Heart of Stone".
https://www.rollingstone.de/donald-trump-vergreift-sich-schon-wieder-an-den-rolling-stones-1185397/

Wenn Amerika gesunden soll, dann braucht es ein vitales, liebendes Herz und keins aus Stein. Und wir sollten es nicht zulassen, dass r unsere Herzen gleich mit versteinert.

Veröffentlicht von: @karibu20

Ja, natürlich gibt es Hoffnung auf eine bessere Welt, die dann perfekt sein wird und unsterblich.

Die USA war immer ein Land der Hoffnung - grad auch für die Einwanderer, von denen Du da sprachst. Es gibt zahllose Filme, die sich mit diesem Thema beschäftigen. In kaum einen Land kann man es wirklich so weit nach oben schaffen und in kaum einem Land der ersten Welt leben so viele Menschen unter schwierigsten Bedingungen. Vielleicht hat das eine auch mit dem anderen zu tun und die Freiheit ist auch ein Stück Wildnis, die ein Risiko, unterzugehen, in sich trägt. Aber es gibt dort sicher auch eine Solidarität über Rassengrenzen hinweg, die da hilft, hindurchzukommen - aber selbst das scheint zu schwinden.

Veröffentlicht von: @karibu20

Im Moment höre ich bei vielen eine große Resignation, weil sie als Einzelpersonen an der Welt gar nichts ändern können.

Nun, ich habe große Hoffnung - aber ich habe auch Befürchtungen, die ich hier mit Euch teile. Und das eine hat mit dem anderen in so weit zu tun, als wir die Hoffnung verlieren würden, wenn wir hier den Absturz in die Distrophie - wohlmöglich als wie in Skalverei gehaltene Kolonie eines Überwachungsstaates - erleben würden.

Solange wir noch frei entscheiden, noch frei wirtschaften können, sind wir gut beraten, die PRobleme der Zukunft anzugehen und auch als Wirtschaftsstandort stabil zu bleiben.

Ich sehe da ein PRoblem darin, dass unsere Ingenieure perfekte Perfektionierer sind - aber wenn es um die Etablierung ganz neuer Technologien geht, fehlt oft die Vision, die Durchhaltekraft, die Fähigkeit, die Dinge bis zur Marktreife zu bringen und so neue Standards zu setzen. Aber diejenigen, die diese Schritte sonst für uns gemacht haben, sind nicht mehr bereit die Früchte daraus zu teilen. So brauchen wir denn viel Mut und Entschlossenheit sowie Wachsamkeit gegen ungute Entwicklungen, die uns den Raum für Kreativität und wirtschaftliches wie gesellschaftliches Gestalten nehmen könnten.

Veröffentlicht von: @karibu20

Meine Hoffnung setze ich auf Jesus.
Das ist meine Hoffnung auf eine bessere Welt, und die stirbt nie.
Die lebt ewiglich - dann als Sehen statt als Hoffen - und die dann aufgebaute Welt ebenso.

Ja, das ist als Christ natürlich auch meine Hoffnung. Natürlich hoffe ich auch auf eine Zeit im Neuen Jerusalem. Aber zunächst einmal denke ich, dass Gott uns hier mit großen Möglichkeiten ausgestattet hat, Himmelreich zu bauen und zu leben. Und von diesen Möglichkeiten nutzt die Christenheit im Moment so gut wie nichts.

LG
Ecc

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Anonymous
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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Sorry, aber DAS

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

ber in all dem hat das Volk einen Freiheitskampf gekämpft, einen Lebensstil bewahrt, der es zum Vorbild machte. Darin ist die USA groß geworden und deshalb war die USA für mch immer mehr als man in materiellen Kategorien ausdrücken kann.

stößt mir seit einigen (mehreren?) Jahren ständig "sauer auf".
Hm, eigentlich schon lange.
Schon bei "der mit dem Wolf tanzt" - wo ich keine Träne vergaß beim sterbenden Pferd oder Wolf - "nur Film" und die neben mir hing genug tränenüberströmt am Hals ihres damaligen Freundes - habe ich am Ende Rotz und Wasser geheult.
Beim Abspann! Warum? Weil es stimmte, was da steht, weil es Realität für Tausende von Indianern war!

Das ist das Tribut und der grausame Preis, den das echte eigentliche Volk der "USA" gezahlt hat.
Das, was Du als "Freiheitskampf kämpfendes Volk" bezeichnest, was meiner Meinung nach eine falsche Verglorifizierung und daher (Selbst-) Dartstellung der USA ist, das ist ja gar nicht das Volk der USA.
Das sind die später angesiedelten Eroberer und Menschen aus verschiedenen anderen Ländern Europas, die dort einfach das Land besetzten und für sich in Anspruch nahmen!

Das hat daher stets einen bitteren Beigeschmack, nicht umsonst ging immer durch die Gespräche über Trump das "wenn er alle Ausländer rausschmeißt, muss er auch gehen, denn er ist selber einer".

Etwas, das wir genau wie die Nazizeit meiner Meinung nach nie vergessen dürfen bei dem "tollen freiheitlichen Land USA", das auf dem Leid und Blut der Ureinwohner aufgebaut wurde.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Es gibt zahllose Filme, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Leider auch viel zu heroische Falschabbildungen der Wirklichkeit, meines Erachtens nach.
Je nachdem, aus welcher Sichtweise sie gedreht wurden.
Ich glaube ehrlich gesagt, dass auch Du das Land als zu heroisch wundervoll ansiehst, und nicht die Tatsachen vieler Menschen auch dort.
Die kochen auch nur mit Wasser und ihr Gesundheitssystem ist eine Katastrophe!

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

olange wir noch frei entscheiden, noch frei wirtschaften können, sind wir gut beraten, die PRobleme der Zukunft anzugehen und auch als Wirtschaftsstandort stabil zu bleiben.

WER entscheidet frei?
Vor einigen Jahrzehnten Schröder, als er als Bundeskanzler tatsächlich etwas bewegen wollte (und ich meine Meinung über die SPD eine Zeit lang revidierte ...) und die Reicheren mehr bluten lassen wollte als die Armen?
Wo die Firmen sagten "öööh, dann gehen wir eben ins Ausland mit unseren Firmen, ätsch!" und er daraufhin zurückruderte (zurückrudern musste)?
In unserer globalen Abhängigkeit?
Von den gerodeten Feldern in Brasilien, weil wir ihr Soja kaufen für unsere Tier?
Von den Bodenschätzen in Ländern, die Manche am liebsten platt machen würden mit ihrer Politik (also wegen der Politik dort in dem Land)?
Ich weiß gerade nicht, was Du mit frei meinst, denn weder Firmen noch Regierungen sind letztlich frei in ihren Entscheidungen, da spielt soviel hinein immer.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Technologien geht, fehlt oft die Vision, die Durchhaltekraft, die Fähigkeit, die Dinge bis zur Marktreife zu bringen und so neue Standards zu setzen.

Da gibt es viele Grenzen, kennst Du Dich in diesem Bereich aus oder nimmst Du das nur so mal an?
Es gibt da finanzielle Schwierigkeiten, unüberwindbare Mängel usw.

Himmelreich bauen?
Das beziehst Du jetzt auf die wirtschaftliche und internationale Lage?
Ungehorsam hat schon manche guten Ansätze die heute da sind genannt, es gibt auch oft bessere Staatsbedingungen (Soziale Einrichtungen und Abgaben-Steuer für Arbeitslose, Rentner und Kranke, usw.) als früher - meiner Meinung der demokratischen Regierung aufgebaut auf biblischen Grundsätzen zu verdanken -
Die Christenheit soll Jesus verkünden - was die sozialen Möglichkeiten nicht ausschließt in vielfacher Form, die aber auch vorhanden sind - in erster Linie -
Was möchtest Du, was vor allem die Christen tun, was sie nicht nutzen?
Hast Du da mal konkrete Beispiele?

Was ich auch immer wieder sehe, ist diese wahnsinnige Hilfe zwischen den Ländern, eine enorme Solidarität in Krisenzeiten.
Wenn Länder (-Regierungen) keine Hilfe annehmen, wie Brasilien oder Australien bei ihren Bränden, dann ist ihnen nicht zu helfen.
Aber die Hilfsangebote waren da.
Liebe Grüße
Karibu

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Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @karibu20

Je nachdem, aus welcher Sichtweise sie gedreht wurden.
Ich glaube ehrlich gesagt, dass auch Du das Land als zu heroisch wundervoll ansiehst, und nicht die Tatsachen vieler Menschen auch dort.
Die kochen auch nur mit Wasser und ihr Gesundheitssystem ist eine Katastrophe!

Hallo Karibu,

danke für Deine Antwort.
Ein Exportschlager der Amerikaner sind ihre Filme - und das nicht umsonst. Sie sind große Schauspieler und sie verstehen es, in Szene zu setzen - und da machen sie bei sich selber nicht halt.

Wenn man mit Amerikanern spricht, findet man sicher auch solche, die da ganz offen und ehrlich reden, wie sie ihr Land bisher erlebt haben - aber generell ist da doch ein Stolz da, der ihnen anerzogen wurde und die heroische sicht ist häufiger als eine sicht in die Problembereiche der amerikanischen Gesellschaft.

Das muss man sicher mit berücksichtigen und ich habe das vermutlich nicht genug getan.

Ich denke,d ass viele Amerikaner um ihre Schuld im Zusammenhang mit den indianischen Stämmen wissen. Und ich kann mir vorstellen, dass da viele auch um Frieden bemüht sind. Aber hier kommt meine Sorge auch wieder zum Ausdruck: Eine der ersten Aktionen von Trump war es, eine Pipeline durch Indianerland zu genehmigen. Und sein politisches Vorbild ist ein Präsident, der sich durch Grausamkeit im Kampf gegen die Indianer hervorgetan hat. Das alles sind für mich auch mit Zeichen einer auf Konfrontation und Selbstbereicherung ausgerichteten Politik.

Veröffentlicht von: @karibu20

Vor einigen Jahrzehnten Schröder, als er als Bundeskanzler tatsächlich etwas bewegen wollte (und ich meine Meinung über die SPD eine Zeit lang revidierte ...) und die Reicheren mehr bluten lassen wollte als die Armen?
Wo die Firmen sagten "öööh, dann gehen wir eben ins Ausland mit unseren Firmen, ätsch!" und er daraufhin zurückruderte (zurückrudern musste)?

Nun, ich glaube das Schröder sich da aber auch gut hat "veräppeln" lassen. Er hatte bei "Industrie" bzw. "Arbeiter" wohl immer das VW Werk, wo er ja schon als Niedersächsicher Ministerpräsident praktisch Chef war, vor Augen. Den Menschen ging es damals gut (heute sicher immer noch) und da gab es an sich nicht viel Grund, Rechte oder Materielles zu erkämpfen. Für ihn war das wohl so eine Art Modell, das er gerne verbreiten wollten und so ist denn seine Agenda auch verknüpft mit dem NAmen des Industirelenkers Peter Hartz , dr sicher viele gute Ideen hatte - am Ende aber mehr oder wenige für drastischen Sozialabbau bis hin zur Erniedrigung von Menschen, die keine ARbeit finden, steht.

Und was das Abwandern angeht - viele haben es ja gemacht und von denen, die das überlebt haben, sind doch viele auch zurückgekehrt. Schröder ist der Genosse der Bosse. Er hat eine GRundlage gelegt, auf der Frau Merkel konfortabel arbeiten konnte und wenn es in uneren Staatsfinanzen gut aussieht, dann hat er da sicher seinen Anteil. Aber er hat auch durch die zu große Industirenähe die SPD letztendlich unglaubwürdig gemacht und in den Ruin getrieben. Das ist zumindest meine Einschätzung.

Veröffentlicht von: @karibu20

Ich weiß gerade nicht, was Du mit frei meinst, denn weder Firmen noch Regierungen sind letztlich frei in ihren Entscheidungen, da spielt soviel hinein immer.

Sicher gibt es viele Abhängigkeiten, aber einen guten Politker zeichnet ja auch aus, da geschickt damit umzugehen.
Die Freiheit, die ich meine, ist in der ersten Linie das schaffen eines gesellschaftlichen Klimas, in dem man frei denken, frei reden und sich frei bewegen darf - und das sogar noch gefördert wird und so dann Kultur, Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft von einem lebendigen Austausch beflügelt wird.

Veröffentlicht von: @karibu20

Da gibt es viele Grenzen, kennst Du Dich in diesem Bereich aus oder nimmst Du das nur so mal an?
Es gibt da finanzielle Schwierigkeiten, unüberwindbare Mängel usw.

Nun, wenn wir alleine mal den Automobilbereich sehen. Da gab es schon lange Anreize, ökologisch vertretbarere Konzepte zu entwickeln. Geforscht wurde ja seit JAhrzehnten und man hat sicher viel herausgefunden und entwickelt - allein mangelte es an Mut, die Sachen auch umzusetzen und über den Prototyp hinaus zu gehen. Heute haben da japanische oder Südkoreanische Firmen die Nase vorne und die haben da keine beseeren Startbedingungen gehabt. Von daher denke ich mal, dass das PRoblem auch mit einer gewissen Bräsigkeit zu tun hat.
Man dachte, man habe das nicht nötig - und nun hätte man es nötig gehabt und kommt da nur schwer heraus.

Im Grunde genommen war das ja schon von Anfang an so:
Ihr Mann Carl Benz hatte das erste Auto erfunden. Sie hatten all ihr Geld und viel, viel Zeit in die Entwicklung gesteckt und nun hatte Carl der Mut verlassen. Er traute sich nicht den Schritt, aus dem Prototyp ein Produkt zu machen. Und da entführte seine Frau Berta das Gefährt einfach, um einen Verwandtenbesuch zu machen. Ohne ihren Mut würde es heute keine Autos von Mercedes Benz geben!

Das scheint mir für die deutsche Industrie oder überhaupt für uns deutschen etwas typisch zu sein. Die Amerikaner hauen das Zeugs viel eher raus - und wenn Herr Musk ein Produkt vorstellt, dann wird es schon mal peinlich - aber erfoglreich ist er trotzdem oder vielleicht weil er so verwegen ist, auch mal halbgares zu servieren.

Veröffentlicht von: @karibu20

Himmelreich bauen?
Das beziehst Du jetzt auf die wirtschaftliche und internationale Lage?
Ungehorsam hat schon manche guten Ansätze die heute da sind genannt, es gibt auch oft bessere Staatsbedingungen (Soziale Einrichtungen und Abgaben-Steuer für Arbeitslose, Rentner und Kranke, usw.) als früher - meiner Meinung der demokratischen Regierung aufgebaut auf biblischen Grundsätzen zu verdanken -

Himmelreich bauen fängt im Herzen jedes einzelnen Christen an: Die Liebe zu Gott und dem Nächsten, der Wunsch, dass der Wille des Herrn wird und Gestalt annimmt - das ist schon Hmmelreichbauen, zumindest mal der Anfang.

Aber Himmelreich buaen können wir nicht alleine. Jesus hat für uns Gemeinschaften vorgesehen und da hapert es zumindest mal bei mir.

Ich denke, dass es da wirklch ganz groß werden kann. Aber dazu müssen viele erst einmal Kleinglaube und Ichbezoenheit ablegen. Wenn wir wirklich vor Gott Kinder werden , was bedeutet, dass wir all unseren Verstand, unser selbst-machen-wollen, unsere Eitelkeit und das Schielen auf Lohn ablegen, dann kann großes Werden, dann können wir großes Erbitten und erleben.

Manchmal sind es alte Menschen, die einen langen Weg zu und mit Gott gegangen sind, die so etwas bauen. Ich denke da z.B. an Sabine Ball.

Oder aber ganz junge Kerle, die ganz einfach verwegen Jesus folgen ohne dabei Hintergedanken oder große Pläne zu haben. Hier ist mir Shane Claiborne ein Beispiel.

Veröffentlicht von: @karibu20

Was ich auch immer wieder sehe, ist diese wahnsinnige Hilfe zwischen den Ländern, eine enorme Solidarität in Krisenzeiten.
Wenn Länder (-Regierungen) keine Hilfe annehmen, wie Brasilien oder Australien bei ihren Bränden, dann ist ihnen nicht zu helfen.
Aber die Hilfsangebote waren da.
Liebe Grüße
Karibu

Ja, das ist gut, dass es diese Hilfsbereitschaft und Hilfen gibt. Aber es ist eben auch wichtig, dass da etwas nicht nur zwischen den Staaten sondern auch zwischen den Menschen ist und dass es da ein Klima gibt, das das fördert.

Liebe Grüße
Ecc

Anonymous antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 945
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

ich bin groß geworden in einem Umfeld internationaler Offenheit, freundschaftlicher internationaler Bündisse und Bezeihungen.

Ich nicht, aber meine Kinder schon. Sie haben auch nicht nur einen Blick für ein paar befreundete Staaten, sondern persönliche Kontakte zu den verschiedensten Menschen, die sie irgendwann irgendwo kennengelernt haben. Diese Menschen sind selbst oft gar nicht mehr im Land ihrer Eltern/Großeltern. Es gibt einfach nicht mehr diese klaren Verortungen, Gruppierungen und Zugehörigkeiten.

Wenn die jetzt lebende christliche Generation im Geist und in der Kraft des Elia gehen soll, dann bedeutet das auch, dass sich Herzen wieder zuwenden sollen. In meinen Augen nicht nur die Herzen von verschiedenen Altersgruppen, sondern auch Herzen von anderen getrennten Gruppen.

Die fortschreitende Trennung von Gruppen sehe ich auch. Eigentlich weniger über Kontinente hinweg, mehr unter sozialen Gruppen. Aber wie auch immer, ich sehe auch, wie sich auf eine neue Weise Menschen einander zuwenden. Da sprosst etwas neues auf. Ich sehe z.B. sehr viel mehr als noch vor 20 Jahren übergemeindliche und internationale Verbundenheit in christlichen Kreisen. Das ist, was ich selbst mit unterstützen kann.

tagesschimmer antworten
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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Hallo Tagesschimmer,

danke für Deine Antwort. Ich kann das sehr gut nachvollziehen und stimme dem allen zu.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Die fortschreitende Trennung von Gruppen sehe ich auch. Eigentlich weniger über Kontinente hinweg, mehr unter sozialen Gruppen. Aber wie auch immer, ich sehe auch, wie sich auf eine neue Weise Menschen einander zuwenden. Da sprosst etwas neues auf. Ich sehe z.B. sehr viel mehr als noch vor 20 Jahren übergemeindliche und internationale Verbundenheit in christlichen Kreisen. Das ist, was ich selbst mit unterstützen kann.

Ja, das ist sicher auch so. Und es ist bedauerlich.

Es gibt sicher auch weiterhin internationale Kontakte sowie auch ORganisationen, die damit beschäftigt sind, solche zu knüpfen. Ich habe auch den Eindruc, dass diese Entwicklung weniger von den Menschen ausgeht als von einem Zeitgeist, der von außen in die Gesellschaften hineingetragen wurde. So etwas wird ja auch hier versucht und da bin ich auch dabei, darauf aufmerksam zu machen und sich gegen derartige PRopaganda, die oft sehr unterschwellig daherkommt (oft natürlich auch offen trollig) zu wehren.

LG
Ecc

Anonymous antworten


Lucan-7
Beiträge : 15342

Veränderung ist anstrengend
Mir scheint inzwischen, dass jede Bewegung, sowohl schlechte wie gute, immer auch eine Gegenbewegung im Schlepptau haben. Und so ist das eben auch mit Globalisierung und Völkerfreundschaft (Obwohl beide nur bedingt miteinander zu tun haben).

Manchen Leuten wird's da unheimlich, weil es Veränderung bedeutet. Und Veränderung ist anstrengend. Da muss man umdenken, sich umgewöhnen. Das bedeutet Risiken und Abschied von der Welt, wie man sie kennt.

Und je weiter die Sache voranschreitet, desto unheimlicher wird sie für viele... und irgendwann sammeln die sich und begehren auf.

Mit Vernunft hat das nichts zu tun, das scheint ein sozialer Automatismus zu sein. Im Moment hat die Gegenbewegung das Ruder und drückt mit Macht dagegen... bis es irgendwann zur Katastrophe kommt, welche die Menschen unzweifelhaft erkennen lassen, dass es so nicht weiter geht.

Und dann kommt das hier wieder ins Spiel:

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Das alles scheint nun vorbei. Die Nationen mauern sich ein, schotten sich ab, rüsten auf, kappen Bezeihungen und sehen mehr auf den eigenen Gewinn als auf das gemeinsame Vorankommen und Wohlergehen.

...die Erkenntnis, dass das gemeinsame Vorgehen aller Menschen am Ende auch ein Mehrgewinn für alle Menschen ist.
Aber dafür muss der Karren offenbar wieder mal ähnlich in den Dreck gefahren werden wie schon in den Weltkriegen zuvor... leider. Die Menschheit lernt, aber leider nur langsam und zäh.

lucan-7 antworten
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Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Gibt es da noch Menschen, die die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht sterben lassen wollen?

Ja! Ein Begründungsversuch aus meinem beruflichen Kontext: Es gibt eine Theorie der langen Wellen der Konjunktur (Länge 40 bis 60 Jahre), die Kondratiefftheorie. Sie ist wie ein Orientierungsraster der Industriegeschichte, so daß man Regelhaftigkeiten erkennen und daraus Annahmen für künftige Entwicklungen ableiten kann - einschließlich der Wechselwirkungen zwischen Ökonomie und Gesellschaft.

Beispiele für solche Regelhaftigkeiten: Im langen Aufschwung, also wenn die Wirtschaft gut läuft und der "große Topf" größer wird, beseitigt man internationale Handelsschranken, im langen Abschwung, wenn der Topf kleiner wird, baut man sie wieder auf. Im langen Aufschwung gedeihen Globalisierung und Zusammenarbeit, im langen Abschwung zieht man sich schutzsuchend zurück in die Isolation und ist sich selbst der Nächste. Im langen Aufschwung sind die Menschen experimentierfreudig und wählen eher links, im langen Abschwung sehnen sie sich nach "besseren Zeiten" zurück und wählen eher rechts.

Wir befinden uns gerade in einem langen Abschwung. Wenn an der Theorie also was dran ist, kann man daraus die Antwort ableiten, daß auch wieder Zeiten kommen werden, in denen die Welt wieder mehr zusammenrückt.

Abschwungzeiten sind Zeiten des Wandels und der Unsicherheit. Das Gute daran: Die Dinge sind nicht mehr festgefügt wie im langen Aufschwung, sondern stehen sozusagen "auf Kipp". Man kann also mitgestalten und etwas bewegen. Und man sollte auch mitgestalten, damit sie nicht in die falsche Richtung kippen.

Das alles gilt aber nicht isoliert, denn es ist überlagert von einem geistlichen Zyklus, den mal jemand so beschrieben hat:

1. Von der Unfreiheit zu tiefem Glauben
2. Vom Glauben zu großem Mut
3. Vom Mutigsein zur Freiheit
4. Von der Freiheit zum Wohlstand
5. Vom Wohlstand zur Selbstzufriedenheit
6. Von der Selbstzufriedenheit zum Egoismus
7. Vom Egoismus zur Gleichgültigkeit
8. Von der Gleichgültigkeit zurück in die Unfreiheit

Ich denke, es ist offensichtlich, wo wir gerade stehen, und wie das auch gesellschaftliche (und wirtschaftliche) Entwicklungen beeinflußt. Aber es ist eben auch der Hebel, an dem wir als Christen in der Hoffnung auf eine bessere Welt ansetzen können.

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Veröffentlicht von: @joseph

Ja! Ein Begründungsversuch aus meinem beruflichen Kontext: Es gibt eine Theorie der langen Wellen der Konjunktur (Länge 40 bis 60 Jahre), die Kondratiefftheorie. Sie ist wie ein Orientierungsraster der Industriegeschichte, so daß man Regelhaftigkeiten erkennen und daraus Annahmen für künftige Entwicklungen ableiten kann - einschließlich der Wechselwirkungen zwischen Ökonomie und Gesellschaft.

Ich bin ein absoluter Freund der Beobachtung und Beachtung solcher ganz langfirstiger Schwingungen, Entwicklungen und Verläufe.

Und zumeist setzen die sich auch gegen alle Widerstände so durch und man kann sie immer mehr oder weniger ausgeprägt beobachten.

Allerdings leben wir auch in einer Zeit, wo der Mensch immer stärker Manipulativ in natürliche Entwicklungen eingreift und da dann alles durcheinanderbringt. So kann ich notwendige Entwicklungen oder Veränderungen aufhalten - oder aber ich kann Entwicklungen puschen, die dafür noch gar nicht reif sind. Am Ende hat dann der Mensch meist mehr kaputt gemacht als gerettet.

Veröffentlicht von: @joseph

Abschwungzeiten sind Zeiten des Wandels und der Unsicherheit. Das Gute daran: Die Dinge sind nicht mehr festgefügt wie im langen Aufschwung, sondern stehen sozusagen "auf Kipp". Man kann also mitgestalten und etwas bewegen. Und man sollte auch mitgestalten, damit sie nicht in die falsche Richtung kippen.

Ja, das stimmt. Und da muss man aufpassen, welche Kräfte wo an welchen Schrauben drehen oder drehen wollen und dann abschätzen, was die Folgen davon sind.

Veröffentlicht von: @joseph

Das alles gilt aber nicht isoliert, denn es ist überlagert von einem geistlichen Zyklus, den mal jemand so beschrieben hat:

1. Von der Unfreiheit zu tiefem Glauben
2. Vom Glauben zu großem Mut
3. Vom Mutigsein zur Freiheit
4. Von der Freiheit zum Wohlstand
5. Vom Wohlstand zur Selbstzufriedenheit
6. Von der Selbstzufriedenheit zum Egoismus
7. Vom Egoismus zur Gleichgültigkeit
8. Von der Gleichgültigkeit zurück in die Unfreiheit

Ich denke, es ist offensichtlich, wo wir gerade stehen, und wie das auch gesellschaftliche (und wirtschaftliche) Entwicklungen beeinflußt. Aber es ist eben auch der Hebel, an dem wir als Christen in der Hoffnung auf eine bessere Welt ansetzen können.

Das ist ein interessanter Zyklus - und da gehen wir grad massiv in die Gleichgültigkeit hinein, gegen die ich mich massiv stemme. Und wir sind darin schon so weit fortgeschritten, dass die Unfreiheit schon um die Ecke guckt.

Das ist eine interessante und vermtulich sogar richtige Sichtweise. Nur was sollen wir tun? Wir wissen, dass wir die Sache nur durch Glauben überwinden. Wir können uns und andere auf Mechanismen der Resilenz gegen Unfreiheit vorbereiten. Es ist keine gute Zeit auf die wir zugehen. Aber ich denke, dass jede Zeit auch ihre Chancen hat und selbst wenn die großen Erweckungen im Moment noch nicht dran sind, so können wir vielleicht doch die Samen schon mal säen.

Viele Grüße
Ecc

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Weitblick mit Kondratieff
(Hatte die letzten Tage ein paar "analoge" Verpflichtungen...)

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Ich bin ein absoluter Freund der Beobachtung und Beachtung solcher ganz langfirstiger Schwingungen, Entwicklungen und Verläufe.

Dann ist diese Leseprobe sicher spannend für Dich: http://www.erik-haendeler.de/download/haendeler_geschichte_der_zukunft_auflage9.pdf

Ich bin seit den 1990ern von dieser Theorie fasziniert. Sie hilft, die unüberschaubare und scheinbar zusammenhanglose Fülle der Tagesnachrichten zu ordnen und einzuordnen. So beunruhigend vieles ist, es ist ein gutes Gefühl, von den großen Zügen der Kondratiefftheorie her zu sehen, daß gewissermaßen "alles nach Plan läuft".

Aber es ist trotzdem nicht harmlos. Viele Entwicklungen heute erinnern mich an die 1920er Jahre (auch ein langer Abschwung, der in die Weltwirtschaftskrise der 1930er mündete). Damals wurde die demokratische Regierung der vielen Probleme nicht mehr Herr und warf hin - und warf damit die Macht in den Schoß eines Verführers, der das Heil versprach, aber am Ende alles kaputt machte. Ich wünschte mir, die Politiker und Entscheider heute hätten mehr Weitblick und würden die Weichen weiser und zukunftsträchtiger stellen. Doch Kondratieff blieb immer im Schatten von Keynes und ist heute fast vergessen...

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Nur was sollen wir tun? Wir wissen, dass wir die Sache nur durch Glauben überwinden. Wir können uns und andere auf Mechanismen der Resilenz gegen Unfreiheit vorbereiten.

Man kann auch mit Unfreiheit leben. Als alter "Ossi" bin ich darin gut geübt. Dem Glauben tut Unfreiheit sogar gut, denn dann kostet er etwas, und er wird ernsthaft. Das ist ja weltweit zu beobachten: Überall, wo Verfolgung ist, wächst die Kirche. Wo keine Verfolgung ist, wird sie lau. Ich bin jedenfalls sehr, sehr dankbar für die Erfahrung, schon in der DDR zum Glauben gefunden zu haben.

Dennoch: Unfreiheit muß ja nicht sein. Wir müssen ja nicht erst bis dahin kommen. Ich denke, hier sind wir Christen herausgefordert, umzukehren - und zumindest für unser Land und seine Entscheider sehr ernsthaft zu beten.

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
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Man kann auch mit Unfreiheit leben. Als alter "Ossi" bin ich darin gut geübt. Dem Glauben tut Unfreiheit sogar gut, denn dann kostet er etwas, und er wird ernsthaft. Das ist ja weltweit zu beobachten: Überall, wo Verfolgung ist, wächst die Kirche. Wo keine Verfolgung ist, wird sie lau. Ich bin jedenfalls sehr, sehr dankbar für die Erfahrung, schon in der DDR zum Glauben gefunden zu haben.

Wie recht du hast. Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht.

ungehorsam antworten
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Ich freue mich, das zu lesen.

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
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Du schriebst: "Man kann auch in Unfreiheit leben."
Ja, man kann. Aber ich möchte es nicht mehr. Die Freiheit ist mir sehr kostbar.

ungehorsam antworten
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Veröffentlicht von: @ungehorsam

Die Freiheit ist mir sehr kostbar.

Mir auch. Ich hoffe und bete, daß wir sie nicht wieder verlieren.

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Veröffentlicht von: @joseph

Ich bin seit den 1990ern von dieser Theorie fasziniert. Sie hilft, die unüberschaubare und scheinbar zusammenhanglose Fülle der Tagesnachrichten zu ordnen und einzuordnen. So beunruhigend vieles ist, es ist ein gutes Gefühl, von den großen Zügen der Kondratiefftheorie her zu sehen, daß gewissermaßen "alles nach Plan läuft".

Hallo Joseph,

Vielen Dank für Deine Mail, die mir viele wichtigen Aspekte enthält und vieles deutlich macht, von dem auch ich glaube, dass es in der Welt wirksam ist. Es gibt eine Rhythmik, Zyklenund Prozesse, die alles durchdringen und die Geschicke und Geschichte der Welt mitbestimmen. Es ist spannend, das mit zu verfolgen.

Aber ich bin ja Christ und ich weinß, das Gott die Zügel in der Hand hält und dass ihm kein Ding unmöglich ist. Wir Christen und christliche Gemeinden sind die "Herausgerufenen" - denn das ist die Bedeutung von "Ecclesia". Die Begrifflichkeit war in der griechischen Welt verankert und stand für die Menschen, die die gewählten Vertreter waren, die die lokalen Geschicke lenkten und darüber entschieden.

Ich denke, dass wir Christen ähnliches sein sollen - auf jeden Fall für die geistliche Welt, die im Himmelreich auch materiell Gestalt annehmen kann. Und Himmelreich ist nicht irgendwann und irgendwo sondern kann hier und jetzt sein, wenn wir uns Gott nur hingeben, es mit ihm, nach seinem Willen und uns als sein Werkzeug bauen lassen.

Es gibt viele Dinge, die die Menschen beeinflussen können. Wir können die Dinge einfach passieren lassen - oder aber wir können die Dinge auch mitgestalten und ihnen ein christliches Gesicht und vor allem ein christliches Herz geben.

William Shakespeare: Die Sterne zwingen nicht, aber sie machen geneigt. (1564-1616)

Nun ist es zwar heute so, dass wir nicht mehr so unbedingt an die Macht der Sterne glauben und in christlichen Kreisen ist das ja eh verpönt. Aber über viele Jahrhunderte und JAhrtausende war das ein wichtiger Aspekt, in dem man die Ursache, für große Veränderungen sah. Keppler war Angestellt, um seinem König die Sterne in dieser Weise zu lesen, die Weisen aus dem Morgenland waren STerndeuter - zu Jesu Zeiten herausragende Wissenschaftler.

Aber ich will hier nicht über Astrologie reden, sondern über Beispiele, wo Menschen glauben, dass es da Einflussgrößen gibt, die uns entscheidend beeinflussen.

Andere Beispiele wären: Unsere Gene, Schwankungen zwischen philosophischen Strömungen, geistliche Hochs und Tiefs (es gibt so viele Beispiele, wo großen Erlebnissen Entmutigungen folgen und andeers herum große Entmutigungen sich als Wehen für etwas ganz großes im positiven Sinne herausstellen).

Ich kann jetzt all diese Dinge nehmen und mich als ein Spielball davon sehen. Da muss ich halt mit, die STrömung ist zu stark, da komme ich nicht dagegen an. Es ist weise, im System mitzuschwingen ...

Aber eben auch: Sei ein lebendiger Fisch - schwimme doch gegen den Strom!

„Der Weise regiert seine Sterne.“
Thomas von Aquin

Das ist ein Perspektivwechsel. Ich finde den Satz von Thomas von Aquin sehr wichtig. Wir sind nicht die Spielbälle, wir sind die Gestalter. Die Apokalypse, die wir in der Offenbarung finden, kann uns entmutigen - kommt ja eh alles, wie es kommen soll. Wenn wir so denken, dann kehren wir ein Mutmachbuch der Bibel in das Gegenteil seiner Intention. Wir sind berufen zu überwinden und nicht uns den Strömungen hinzugeben.

Was unsere Gene angeht, so wissen wir durch Erkenntnisse der Epigenetik, dass es uns möglich ist, durch ein verändertes Mindset gravierende köperliche und psychische Defizite zu überwinden und in neue erbauende Programme hineinzukommen. Es ist unsere Entscheidung, wohin wir wollen - und Gott ist mit uns, wenn wir uns für das Gute entscheiden.

Ich habenuelich eine PRedigt von Pierrot Fey, der PAstor in der Taube in Heidelberg ist, gehört. Er ist sehr tief in der geistigen Welt unterwegs, hat eine gute prophetische Gabe und er meinte, dass wir vor einer Entschdigung stehen:
Es gibt zwei Wege: entweder, wir geben uns einem totalen Zusammenbruch mit vielen Opfern hin und erleben danach aus der Not heraus eine große Erweckung - oder aber wir kommen jetzt in eine Erweckung hinein, in der wir Gott die Zügel über uns und der Welt in die Hand geben.

Veröffentlicht von: @joseph

Man kann auch mit Unfreiheit leben. Als alter "Ossi" bin ich darin gut geübt. Dem Glauben tut Unfreiheit sogar gut, denn dann kostet er etwas, und er wird ernsthaft.

Ja, das ist sicher richtig so. Aber es ist doch eigentlich ein Trauerspiel, dass wir die Entmutigung, dass wir das Herrschen satanischer Systeme bedürfen, um Gott in unseren Herzen und dann irgendwann wieder in der Welt groß zu machen.

Ich habe Eure friedliche Revolution, die das Ender der DDR markierte, immer bewundert. Gott wurde stark in Euch und mit Euch hat er Satan eine Zeit lang gebunden.

Aber was kam dann: Freiheit, sich zu bewegen, Materielle Wohltaten - aber wo blieb da Gott? Der Osten unseres LAndes ist einer der großen Weißen Flecken der Welt in Bezug auf Glauben an Gott. Da Vakkum drängt danach sich zu füllen - und wo man da nicht Gott hineinruft, da füllt es dann halt wer anders. Im Westen sieht es nicht besser aus.

Ich sehe dieses Schwanken zwischen Aufbau und Verderben zwischen Glaube und Gleichgültigkeit nicht als ein Naturgesetz - zumindest nicht als ein unüberwindliches Naturgesetz.

Manchmal glaube ich sogar, dass Gott solche Zeiten schenkt, um die Menschen wieder in seine Nähe zu bringen - denn dann lerne wir beten und wie gut es im Schutz seiner Flügel ist.

https://dailyverses.net/de/angst

Menschenfurcht bringt zu Fall;
wer sich aber auf den Herrn verlässt, wird beschützt.
Spr 29, 25

Wenn wir uns dem System hingeben, dann stehen wir in der Gefahr, dem falschen Gott die Ehre zu geben - und drüber zu Fall zu kommen. Warum tun wir so etwas? Ist unser Gott wirklich so klein, wie wir glauben? Kann uns die Welt etwa Angst machen, wenn der Herr groß in uns ist?

Veröffentlicht von: @joseph

Das ist ja weltweit zu beobachten: Überall, wo Verfolgung ist, wächst die Kirche. Wo keine Verfolgung ist, wird sie lau.

Was Du da beschreibst, ist sicher so zu beobachten. Aber ist das ein Fluch, der nicht überwindbar wäre, den Jesu Blut nicht brechen könnte?

Noch einmal:
„Der Weise regiert seine Sterne.“
Thomas von Aquin

Wir sind berufen, die Herausgerufenen zu sein. Wir haben den Auftrag, geistig zu leiten. Wenn wir schwach sind und lassen unsere Schwäche nicht durch Gottes stärke füllen, dann ist die Wlet um uns verloren und wir kommen unserem Auftrag, den Sinn unseres Christseins, nicht nach.

Veröffentlicht von: @joseph

Dennoch: Unfreiheit muß ja nicht sein. Wir müssen ja nicht erst bis dahin kommen. Ich denke, hier sind wir Christen herausgefordert, umzukehren - und zumindest für unser Land und seine Entscheider sehr ernsthaft zu beten.

Hey Josepf - da ist ja genau das "Dennoch" von dem ich die ganze Zeit rede! Ja, wir müssen Gott in die Situation hineinholen, wir müssen ihn bitten, die Zügel in die Hand zunehmen. Mit ihm und durch ihn (und vielleicht uns oder Menschen, die er benutzt) müsen wir das Böse binden und das Gute aufrichten. Und letzteres muss auch sein. Da, wo wir Christen lau werden, wo nicht der Heilige Geist das Land durchströmt und durchtränkt - da werden andere Mächte den Raum nutzen, um präsent zu werden. Es ist also in unserer Hand.

Ich denke, dass wir mit der Einsicht eine klare Aufgabe haben. Und ich denke, dass da auch charismatische Fähigkeiten notwendig sein werden. Wo prophetisch Teufeleien aufgedeckt werden, können von Gott gestärkte und gelenkte gute Kräfte sich um das PRoblem kümmern, die Mächte binden und ihre Pläne durchkreuzen.

Wo Christen mit der Vollmacht Gottes auftreten, muss das Böse weichen. Es hat nicht den Hauch einer Chance. Es geht nicht darum einen Sieg zu erringen - denn der ist vor ca. 2000 Jahren auf Golgatha längst errungen. Es geht darum, das da ergangene Urteil jetzt wieder in den Vollzug zu bringen. Das möge Gott wirken und ich bitte ihn hiermit öffentlich und von ganzem Herzen und im Geist in Jesu Namen, das für uns zu tun. AMEN!

LG
Ecc

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Anonymous
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Veröffentlicht von: @ecclesiaja

"Ecclesia". Die Begrifflichkeit war in der griechischen Welt verankert und stand für die Menschen, die die gewählten Vertreter waren, die die lokalen Geschicke lenkten und darüber entschieden.

Spannend! Das wußte ich nicht. Das erweitert mein Bild von der Berufung der Gemeinde. Danke für die Info.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Ich habe Eure friedliche Revolution, die das Ender der DDR markierte, immer bewundert. Gott wurde stark in Euch und mit Euch hat er Satan eine Zeit lang gebunden.

Das ist mir erst später der Wende nach und nach klargworden, wie sehr das ganze Wendegeschehen, beginnend mit den Montagsgebeten, geistlicher Natur war. Bis dahin, daß die Mauer schlußendlich durch Verwirrung der Feinde gefallen ist, gerade so, wie man es auch in der Bibel liest: Auf einem Zettel fehlte eine Information. Als die Leute vor den Übergängen standen, wußten die Grenzer nicht, was sie tun sollten. Denn am Donnerstagabend waren alle Autoritäten schon im Wochenende. Niemand war erreichbar, es waren keine Befehle zu bekommen...

Es war wirklich Gottes Handschrift. Und das alles in einer Zeit, in der Länder eher zerfielen (Sowjetunion, Jugoslawien, Tschechoslowakei).

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Aber was kam dann: Freiheit, sich zu bewegen, Materielle Wohltaten - aber wo blieb da Gott?

Ja, das ist wirklich ein Trauerspiel. Gott hat große Gnade gegeben, und der Mensch hat's vergeigt.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Ich sehe dieses Schwanken zwischen Aufbau und Verderben zwischen Glaube und Gleichgültigkeit nicht als ein Naturgesetz - zumindest nicht als ein unüberwindliches Naturgesetz.

Manchmal glaube ich sogar, dass Gott solche Zeiten schenkt, um die Menschen wieder in seine Nähe zu bringen - denn dann lerne wir beten und wie gut es im Schutz seiner Flügel ist.

Das denke ich auch. Dieses Hin und Her ist ja schon im Alten Testament sichtbar: Immer wenn es Israel gut geht, fallen sie von Gott ab. Dann geht es ihnen schlecht, und sie finden wieder zurück zu Gott. Ich denke schon, daß man das zumindest als eine Regelhaftigkeit betrachten kann: Wenn es dem Menschen zu lange zu gut geht, kommt er auf dumme Gedanken.

Das Herz des Menschen ist ein "trotzig und verzagt Ding". Solch ein Gegensatz neigt nun mal zum Zykeln. Es braucht viel Willenskraft, dagegen anzugehen und immer einen geradlinigen Mittelweg anzustreben. Irgendwann ist unsere kleine Kraft erschöpft. Wie gut, daß Gott uns in eben diesen Zeiten zu sich zieht. Ich strebe es daher gar nicht erst an, immer der perfekte Christ zu sein. Ich bitte in guten Zeiten Gott darum, mich in schlechten Zeiten in seiner Gegenwart zu halten.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

uns dem System hingeben

Nein, nicht dem System. Sondern inmitten des Systems dem Glauben an Jesus. Ich hatte inmitten der politischen Unfreiheit eine ungeahnte geistliche Freiheit gefunden, eine völlig neue Dimension, die es erst mal zu entdecken und auszukosten galt.

Was Gesellschaft und Politik betraf, habe ich in der Bibel einen Raum entdeckt im Spannungsfeld zwischen "der Obrigkeit untertan" und "Gott mehr gehorchen als den Menschen". Vor allem mit Gottes Forderung nach der Unterordnung unter das System habe ich lange gerungen. Erst im Rückblick habe ich verstanden, daß mir gerade diese Unterordnung eine unglaubliche Vollmacht verliehen hat. Ich konnte auf Augenhöhe mit den Ideologen und Genossen reden - auch kritisch. Hätte ich versucht, das System zu bekämpfen, dann hätten sie ein leichtes Spiel mit mir gehabt.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Was Du da beschreibst, ist sicher so zu beobachten. Aber ist das ein Fluch, der nicht überwindbar wäre, den Jesu Blut nicht brechen könnte?

Ich denke, aus geistlicher Sicht ist es die Spannung, die im Nebeneinander von Licht und Finsternis in unserer Welt liegt. Jesus hat den Feind besiegt, aber der Feind treibt noch sein Unwesen. Das Reich Gottes ist schon da, aber es kommt noch.

Und aus psychologischer (und biologischer) Sicht kann ich ergänzen, daß Streß (= Anpassungsdruck) uns stärkt. Er ist an sich nicht schlecht, sondern geradezu lebensnotwendig. Wenn wir aber ständig zu viel davon haben, läßt er uns ausbrennen. Und wenn wir zu lange zu wenig davon haben, läßt er uns kraftlos werden.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Ich denke, dass wir mit der Einsicht eine klare Aufgabe haben.

Das denke ich auch. Also daß die Gabe eine Aufgabe beinhaltet. Unklar ist mir oft, worin genau die Aufgabe besteht: Andere alarmieren? Die Mißstände bekämpfen? Eine Initiative gründen? Eine Petition einreichen? Selber in die Politik gehen und mitgestalten? Oder "nur" beten? Die Berufungen können so unterschiedlich sein...

Anonymous antworten


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