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Jeder Diktator braucht Atombomben!

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 15613

Wenn uns der Krieg in Ukraine eines lehrt, dann doch wohl das: "Wenn du ein mieser Diktator bist... dann sieh' zu, dass du Atombomben hast!"

Denn mal angenommen Putin hätte keine Atombomben.
Ich schätze mal, dann wäre die Flugverbotszone kein Thema mehr.
Dann wäre auch ein Eingreifen der Nato kein großes Thema.
Dann würde man das Chaos der russischen Bodentruppen ausnutzen... ein paar Bomben drauf, den Rest erledigt die Ukrainische Infanterie.
Und Putin bekommt einen Friedensvertrag diktiert, der eine Aufgabe seiner Macht und freie Wahlen beinhaltet.

Tja. Wird nicht passieren. Weil: Atombomben!

Ich schätze mal, der Iran wird das aufmerksam beobachten. Und noch so ein paar Diktatoren mehr, die man bislang gar nicht auf dem Schirm hatte.

Vielleicht überlegt sich auch Taiwan gerade, dass die eigene Position mit ein paar Atombomben wesentlich verbessert werden könnte.

Gefällt mir alles nicht. Im kalten Krieg schien die Sache klar... aber langsam wird es unheimlich.

Was meint ihr?

Also, bis nächsten Dienstag?

Antwort
37 Antworten
Alescha
Beiträge : 6036
Veröffentlicht von: @lucan-7

Was meint ihr?

Vorher unbedingt Stiftung Warentest konsultieren. Nach Angaben der Prüfer erhielten nur zwei von 37 gezündeten Atombomben die Bewertung "gut".

alescha antworten
3 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17047

Ich bin nicht humorlos, aber bei dem Thema finde ich sowas nicht lustig.

tristesse antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6036

Und ich finde, daß sich manches nur noch mit schwarzem Humor ertragen läßt.

alescha antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17047

Mir bleibt es bei sowas einfach im Hals stecken...

tristesse antworten


MrOrleander
Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @lucan-7

Wenn uns der Krieg in Ukraine eines lehrt, dann doch wohl das: "Wenn du ein mieser Diktator bist... dann sieh' zu, dass du Atombomben hast!"

Das ist jetzt aber keine taufrische Erkenntnis, hm? 😊

Veröffentlicht von: @lucan-7

Gefällt mir alles nicht. Im kalten Krieg schien die Sache klar... aber langsam wird es unheimlich.

Nordkorea, Pakistan, womöglich bald der Iran: Nuklearmächte mit mehr oder weniger irrer Staatsideologie gibt es schon länger. Was uns gerade schockiert ist eher, daß eine vermeintliche berechenbare Nuklearmacht in unserer Nachbarschaft überdreht, ihre militärische Macht nicht länger auf irgendwelche minderinteressanten Staaten wie Afghanistan oder Tschetschenien, sondern gen Westen richtet. Noch vor kurzem wäre niemand auf die Idee gekommen, ein korruptes Staatsgebilde wie die Ukraine in die EU aufzunehmen. Doch plötzlich wird die Ukraine salonfähig, weil sie zum Symbol von Putins Haß auf den Westen und seine Werte wird.
"Unheimlich" ist das aber seit eh und je: Menschen sollten über keine Atomwaffen verfügen.

mrorleander antworten
3 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15613
Veröffentlicht von: @mrorleander

Das ist jetzt aber keine taufrische Erkenntnis, hm?

Nein. Aber es macht dennoch einen Unterschied, ob eine Kenntnis rein theoretisch existiert... oder ob man sie in allen Konsequenzen praktisch vorgeführt bekommt.

Veröffentlicht von: @mrorleander

"Unheimlich" ist das aber seit eh und je: Menschen sollten über keine Atomwaffen verfügen.

Für eine verhältnismäßig kurze Zeit konnte man sich zumindest der Illusion hingeben, dass diese Ansicht allgemein anerkannt wäre...

lucan-7 antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @lucan-7

Nein. Aber es macht dennoch einen Unterschied, ob eine Kenntnis rein theoretisch existiert... oder ob man sie in allen Konsequenzen praktisch vorgeführt bekommt.

Das soll keine Kritik an Dir sein, aber für mich war diese "Kenntnis" immer real. Ich hätte die Gefahr tatsächlich nicht in Russland vermutet, sondern eher die Katastrophe zwischen Indien und Pakistan vermutet, aber so ist lediglich näher gerückt, was ich schon immer befürchtet habe.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Für eine verhältnismäßig kurze Zeit konnte man sich zumindest der Illusion hingeben, dass diese Ansicht allgemein anerkannt wäre...

Wenn diese Ansicht jemals anerkannt gewesen wäre, gäbe es keine Atomwaffen. Aber wir sind 'nur' Menschen, hochintelligente Lebewesen mit einem gehörigen evolutionären Balast, und als solche sehe ich schwarz für die Zukunft: Wenn uns nicht die Klimakrise ins Chaos stürzt, dann werden uns nationalistisch oder religiös aufgeladene Hasardeure ein Grab schaufeln. Solange es nach 'Wachstum für alle' aussah, ließen sich entsprechende Impulse noch einhegen. Doch was nun, wo es recht bald ans Verzichten gehen wird? 'Wozu sollte es die Welt noch geben, wenn es kein Russland mehr gibt?' - grotesker und gleichzeitig all zu menschlich läßt sich das Denken des Homo Sapiens kaum in Worte fassen.

mrorleander antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15613
Veröffentlicht von: @mrorleander

Wenn diese Ansicht jemals anerkannt gewesen wäre, gäbe es keine Atomwaffen.

Nun, es war wohl seinerzeit Obama, der die Idee einer atomwaffenfreien Welt ins Spiel brachte.

Sicher, auch Obama war klar, dass er dergleichen nie erreichen würde. Aber alleine, dass die Idee von einem US Präsidenten ausgesprochen wurde konnte man als Beginn einer positiven Entwicklung auffassen... einer Entwicklung in die richtige Richtung, in der Schritt für Schritt Spannungen und Misstrauen abgebaut würden. Und Diktatoren vielleicht auch nicht mehr als die Heilsbringer betrachtet werden würden, die sie vielen zu sein schienen.

Falls es jemals so eine Entwicklung gab, dann wurde sie spätestens jetzt ausmanövriert.
So wie jede Entwicklung, egal wie positiv oder negativ sie sein mag, immer eine Gegenentwicklung hervorbringt.

So kämpft sich die Menschheit von Generation zu Generation weiter, von Fehlschlag zu Fehlschlag... und der nächste Fehlschlag könnte richtig heftig werden.

Hoffen wir mal, dass künftige Generationen daraus lernen und das Ganze wieder hinbiegen...

lucan-7 antworten
Herbstrose
Beiträge : 14193

Diktatoren vergangener Jahrhunderte kamen ohne aus. Pinochet beispielsweise.

herbstrose antworten


DerElch
Beiträge : 96
Veröffentlicht von: @lucan-7

Und Putin bekommt einen Friedensvertrag diktiert, der eine Aufgabe seiner Macht und freie Wahlen beinhaltet.

Noch nie hat jemand Russland irgendwas diktiert. Dafür müsste man es erobern. Unmöglich. Da haben sich schon viele die Zähne ausgebissen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Vielleicht überlegt sich auch Taiwan gerade, dass die eigene Position mit ein paar Atombomben wesentlich verbessert werden könnte.

Taiwan hat sein Atomwaffenprogramm offiziell eingestellt. Sie würden ihre Position verbessern, wenn die Republik China auch dejure ein souveräner Staat wäre. Ist sie aber nicht und bis auf wenige Ausnahmen haben alle Staaten defacto den Anspruch der VR China auf Taiwan anerkannt.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich schätze mal, der Iran wird das aufmerksam beobachten. Und noch so ein paar Diktatoren mehr, die man bislang gar nicht auf dem Schirm hatte.

Von wem würde der Iran denn protektioniert, wenn man ihn in die Steinzeit bombt? Kannst dir sicher sein, dass das passiert, bevor die die Kernwaffen einsatzfähig haben.

derelch antworten
1 Antwort
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @derelch

Ausnahmen haben alle Staaten defacto den Anspruch der VR China auf Taiwan anerkannt.

Ganz genau so ist es. Es heißt dann meistens nicht Botschaft, sondern Institut, oder es formal nur eine nur eine Wirtschaftsvertretung. Taiwan als eigenständiges Land ist im Grunde das Produkt eines Bürgerkrieges. Ob nun die Volksrepublik China, oder die Republik China, beide erheben Anspruch auf ein Land und ein China. Was daraus wird, entscheidet nicht die Geschichte, sondern die Zukunft. Ähnlich, wie in Deutschland, dass ebenfalls lange kein UN-Mitglied war. Westdeutschland definierte seine Grenzen in den Grenzen von 1937, oder 1938. Das war im GG verankert. Die DDR hatte ebenfalls einen Anspruch auf ein geeintes Deutschland. Zuletzt sagte es Honecker von Gefühlen überwältigt, bei seinem "Staats"besuch, in Bonn. Das Problem war nicht nach dem Streben einer Einheit, sondern das Streben nach einem System, das ging nicht versöhnbar auseinander. Auch hier gibt es Parallelen.
Was die Ein-Land-Politik beinhaltet ist auch noch nicht klar. Siehe die Auseinandersetzungen mit der Sowjetunion, Indien und China. Auch die Frage, wie weit das Gebiet von China ins Meer geht, ist unklar. Für mich am Tisch fällt es schwer, China überhaupt als ein Land zu sehen. Abgesehen von den gewärtigen Fakten, sehe ich weniger ein einheitliches Land, sondern gemeinsame Kulturen. Ähnlich, wie in Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Belgien, Italien, usw.. Das rechtfertigt aber nicht eine einheitliche Souveränität.

orangsaya antworten
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