Karfreitag, Ostern & die USA 2026
An diesem Samstag - zwischen Karfreitag und dem morgigen Osterfest - empfinde ich das, was z.Zt. in den USA geschieht (die sich als christliche Nation mit besonderer Berufung verstehen) und die Unterstützung der Evangelikalen & "bibeltreuen Christen" als eine sehr dunkle Verführung & Verirrung, die mich schaudern lässt.
- Trump, der als Gottesgeschenk gepriesen und als Gottes Werkzeug verstanden wird - ein - für alle offenbar! - so kaputter Verbrecher, Heuchler, Verführer & kranker Egomane als POTUS.
- Hergeth, der als völlig empathieloser "Kriegsminister" agiert, mit apokalyptischem Sendungsbewusstsein und Gebeten, die Gott und Jesus missbrauchen zur Rechtfertigung "heiliger" Kriegsziele.
- Der Sohn von Billy Graham (Franklin), Paula White & Co - die Trump "in Gottes Namen" bestärken und rechfertigen in seinem Tun.
- Und unzählige "fromme Christen", die wohl tatsächlich überzeugt sind, dass Nr. 48 "Gebet & Unterstützung" braucht, statt Widerstand, Protest & Verweigerung!
Jesus, unser Herr und Heiland der Welt, wird gerade erneut gekreuzigt und missbraucht, wo man "in seinem Namen" handelt, sich berufen fühlt & betet ... und ich kann schwer umgehen mit dieser aktuellen, sich christlich verstehenden Perversion.
Der us-amerikanische Papst sieht es, benennt es - Gott sei Dank!
L'Chaim
Ergänzend hier ein Artikel, der belegt, dass die USA nicht als christlicher Staat konzipiert waren:
Die Gründerväter der Vereinigten Staaten kamen aus einer christlichen Nation – Großbritannien, kontrolliert von der protestantischen Kirche von England, geprägt von Jahrhunderten blutiger Religionskriege zwischen verschiedenen christlichen Lagern. Genau deshalb wollten sie etwas anderes bauen. Thomas Jefferson, James Madison, George Washington, Benjamin Franklin – sie alle waren tief von der europäischen Aufklärung beeinflusst, die Vernunft über Offenbarung stellte und religiöse Autorität mit Skepsis betrachtete. Manche bezeichneten sich kulturell als Christen. Andere hingen dem Deismus an – dem Glauben an einen Schöpfer, der die Welt erschaffen hat und sich danach nicht mehr einmischt. Kein Wunder also, dass Jefferson eine eigene Bibel zusammenstellte, aus der er das Alte Testament, alle Wunder, alle übernatürlichen Elemente und sogar die Auferstehung Jesu herausschnitt. Was übrig blieb, war die Moral. Nicht der Glaube.
Die Gründungsdokumente selbst sprechen eine klare Sprache. Die United States Constitution enthält keinen einzigen Verweis auf Gott oder das Christentum – nicht einen. Ihre einzige Erwähnung von Religion findet sich in Artikel VI, der religiöse Tests für öffentliche Ämter ausdrücklich verbietet – damals ein radikaler Bruch mit europäischen Gepflogenheiten. Der Erste Zusatzartikel verhindert jede staatliche Einführung einer Religion und schützt gleichzeitig die freie Religionsausübung aller Überzeugungen. Es ging nicht darum, Religion zu fördern. Es ging darum, den Staat von ihr fernzuhalten – und sie von ihm.
Im Vertrag von Tripolis, 1797 einstimmig vom Senat ratifiziert und von Präsident John Adams unterzeichnet, steht schwarz auf weiß: „Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist in keiner Weise auf der christlichen Religion gegründet.“ Das ist kein Randkommentar. Das ist ein ratifiziertes Dokument der frühen Republik.
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