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Klimawandel - kriegen wir das noch hin?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29421

Da es jetzt in verschiedenen Threads hier auftauchte möchte ich dazu mal ein neues Thema eröffnen. Anlass war die Forderung der Grünen, den Benzinpreis um 16 Cent anzuheben... was direkt heftigen Wiederstand und Protest hervorrief.

Mal ganz davon abgesehen, dass praktisch alle anderen Parteien das Gleiche beschlossen haben, aber jetzt so tun als müsste man nichts ändern... was glauben die Leute eigentlich, was jetzt passieren muss?

Die Folgen des Klimawandels, der seit Jahrzehnten prognostiziert wurde, sind jetzt immer unmittelbarer zu spüren. Trotzdem scheinen viele Leute zu glauben, man müsste jetzt nur ein paar zusätzliche Solarplatten auf die Dächer zu schrauben, Benzinmotoren durch Elektromotoren ersetzen (Aber bitte mit gleicher Leistung!) - und dann ist es auch langsam gut.

Heisst also: Schutz vor dem Klimawandel darf nichts kosten (Oder besser noch: soll der Industrie zusätzliche Gewinne bescheren!) und darf auch keine Einschränkungen beinhalten... weil das ja vor allem die ärmere Bevölkerung treffen würde, und deshalb dürfen wir auch im Grunde nichts ändern. Denn Benzinpreise von 16 Cent mehr sind nicht mehr akzeptabel!

Ok... ich reibe mir da nur verwundert die Augen und denke mir: "Das war's dann wohl...".
Anscheinend haben die wenigsten verstanden, was der Klimawandel bedeutet und was wir jetzt (Und "Jetzt" heisst: Jetzt und innerhalb der nächsten 10 Jahre!) tun müssen, um den Klimawandel noch aufzuhalten.

Denn was neue Technologien und Konzepte betrifft... gerne, immer her damit, das werden wir brauchen! Aber so etwas braucht Zeit... die wir nicht haben!
Selbst wenn man jetzt nach langem hin- und her beschliessen würde, dass wieder mehr Kernkraftwerke gebaut werden (Was mit ziemlicher Sicherheit kommen wird, denn andere Alternativen haben wir praktisch nicht) - dann braucht jedes neue Kernkraftwerk von der Genehmigung über die Planung und Bau bis zur Betriebsnahme etwa 15 Jahre. Das heisst, das Ding geht erst dann ans Netz, wenn es schon zu spät ist!

Von neuen Technologien wie Kernfusion brauchen wir da gar nicht erst anfangen...

Und ja... natürlich wird es die armen Menschen zuerst treffen! Genau das bedeutet ja Armut... man ist weniger flexibel in seinen Möglichkeiten, kann keine höheren Kosten tragen etc... logisch! Und natürlich muss die Politik hier steuernd eingreifen, um einen totalen Absturz zu verhindern.

Aber die Eingriffe müssen massiv sein... sehr massiv sogar, wenn wir den Klimawandel ernsthaft begrenzen wollen.
Die Tendenz, so scheint mir hingegen, geht inzwischen aber dahin, einfach das Problem zu leugnen, sobald die Lösungen allzu unangenehm werden. Und so wird das natürlich nichts...

Wie seht ihr das?

Antwort
604 Antworten
Tamaro
 Tamaro
Beiträge : 2055

900 km für blondierte Haare

Klimawandel - kriegen wir das noch hin?

Zwei Spieler der Schweizer Fussballnationalmannschaft liessen sich als Vorbereitung für das Spiel gegen Italien vom Mittwochabend (3:0 für die Gastgeber) die Haare blondieren. Dazu liessen sie zwei Friseure ihres Vertrauens aus der Schweiz nach Rom einfliegen (900 km).

Oder anderes Bsp. aus der Fussballwelt, in der es kein Bewusstsein für einen "Klimawandel" zu geben scheint: die Nationalmannschaft Saudi-Arabiens liess sich anlässlich eines Testspieles in St. Gallen (2018) 200 Pizzen zustellen, die in einer Pizza Hut-Filiale zubereitet wurden. Da dieses Unternehmen in der Schweiz nicht mehr vertreten ist, liess man diese vom nächstgelegenen Ableger in München hertransportieren. Ich vermute es ging darum sicherzustellen, dass nichts tierisches vom Schwein für die Zubereitung verwendet wurde. Da Pizza Hut auch in Mekka vertreten ist, scheint dafür das Vertrauen vorhanden zu sein.

Einfach mal soviel zu der Frage, ob wir das mit dem Klimawandel noch hinkriegen würden.

tamaro antworten
56 Antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

D.h. ehe wir existentiell ans Eingemachte gehen, müssen wir erst die Allüren der Divas in den Griff bekommen. Damit könnte man schon einiges gewinnen.

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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018
Veröffentlicht von: @tamaro

Dazu liessen sie zwei Friseure ihres Vertrauens aus der Schweiz nach Rom einfliegen (900 km).

Das ist auch ohne den Überbau des Klimawandels eine Kuriosität. Es ist ein Auswuchs, weil es den Menschen zu gut geht. Was willst du machen, den Menschen dieses Verhalten verbieten, weil du dir an den Kopf fast?
Das könnte ich in so einem Fall nachvollziehen Doch was hätte das für Auswirkung, wenn alles, was man für Schwachsinn hält verboten würde. Würdest du in so einer Gesellschaft leben wollen. Es geht schließlich nicht nur um die Themen, die dein Steckenpferdchen sind.
Ein Politiker der Linken sagte über einen Kapitalisten, was mit ihn geschehen würde, wenn der Sozialismus wieder kommt. Er muss dann eine sinnvolle Arbeit machen. Der hat gar nicht begriffen, was Freiheit ist. Freiheit heißt, dass man sinnlose Arbeit machen darf, egal, wie andere darüber denken. Freiheit heißt auch, dass man ein Recht auf Arbeit hat, aber keine Pflicht zur Arbeit. Selbst ein verurteilter Straftäter, darf in Deutschland nicht zur Arbeit gezwungen werden. Die einzige Ausnahme hat pädagogische Gründe.

Was das Fliegen betrifft, es wird darauf hingearbeitet, dass wieder den ganzen Tag über Millionen von Menschen fliegen und das wird negative, wie positive Seiten haben.

orangsaya antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018

Nur um Freunde zu treffen, bin ich mehrfach mehr als 11.000 km geflogen. Das kann man im digitalen Zeitalter auch für Verschwendung halten. Was sind da schon 900 km für blonde Haare?
Freunde zu treffen, wirkt nur nicht so kurios, wie einen Friseur holen.

orangsaya antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

Ich bin auch nicht besser

Ich bin auch nichts Besseres, trotzdem ich erst einmal in meinem Leben geflogen bin und trotzdem ich zuletzt vor etwa drei oder vier Jahren mit jemandem im Auto mitgefahren bin und seither keinen PW mehr von innen gesehen habe (auch kein Taxi).

... und auch ich werde trotzdem miteingeschlossen, wenn der Moderator einer TV-Sendung sagt, "wir alle fliegen ja so gerne in den Urlaub" (oder dergleichen).

Aber auch für mich zählt der statistische Durchschnitt eines Schweizers. Ich habe "den Vorteil", dass ich a) eine grässliche Flugangst habe und b) nicht veranlasst bin zu fliegen oder Auto zu fahren.

Ich denke, es geht nicht darum, etwas Besseres sein zu wollen, sondern dass jeder - wenigstens ein bisschen - sich bemüht, sein Leben umweltfreundlich zu leben. Der erste Schritt ist der schwierigste, danach kann man darauf aufbauen.

Dass du dich vegetarisch ernährst, ist schon viel wert.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Nur um Freunde zu treffen, bin ich mehrfach mehr als 11.000 km geflogen.

Für eine Distanz über 1'000 km ist das Flugzeug auch besser eingesetzt. Der grösste Teil an Kerosin wird ja beim Start verbraucht.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Was sind da schon 900 km für blonde Haare?

Du hast recht, vielleicht sind einfach meine Ansprüche an meine Mitmenschen zu hoch.

tamaro antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2158

...während andere pro Stunde tonnenweise Abgase produzieren, ist ein Teil der Diskussion und ein Teil des Problems

Weil man den Fliegenschiss übersehen kann, das wirklich große aber nicht

Betrachte den Flug einfach als Konjunkturprogramm, dann stimmts wieder 😊

alf-melmac antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

Sich über einen Fliegenschiss aufzuregen

Ich rege mich nicht auf. Ich konstatiere nur. 😊

Veröffentlicht von: @alf-melmac

...während andere pro Stunde tonnenweise Abgase produzieren, ist ein Teil der Diskussion und ein Teil des Problems

Vor etwa 20 Jahren fingen ein paar Exoten damit an, sich vegan zu ernähren. Heute ist es in der Schweiz so, dass die grossen Supermärkte ein unübersehbares Sortiment an veganen Lebensmitteln führen.

Damit die grossen Veränderungen möglich werden, muss zuerst viel Arbeit im Kleinen getan werden. Irgendwann wird tatsächlich etwas möglich, was man nie für möglich gehalten hätte.

Veröffentlicht von: @alf-melmac

Weil man den Fliegenschiss übersehen kann, das wirklich große aber nicht

Fussball-Nationalspieler haben eine gewisse Vorbildfunktion. Wenn sie in einem Werbespot ein bestimmtes Getränk trinken, dann wollen 100 Tausend andere das auch usw. Wegen dieses Folgeeffektes würde ich nicht von einem Fliegenschiss reden.

... und ich find's halt einfach schade. Da werden unzählige Anstrengungen von Einzelpersonen/Familien, die der Umwelt zuliebe auf Ferien mit Flug verzichten, zu Fuss einkaufen gehen, den Bus anstatt das Auto nehmen usw. mit einem Schlag wegen einem solchen Blödsinn zunichte gemacht.

tamaro antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tamaro

Vor etwa 20 Jahren fingen ein paar Exoten damit an, sich vegan zu ernähren. Heute ist es in der Schweiz so, dass die grossen Supermärkte ein unübersehbares Sortiment an veganen Lebensmitteln führen.

ein schönes Bild der Schnelligkeit. Wenn Wir hier was machen würden,..dass würde ähnlich phänomenal funkeln.

Veröffentlicht von: @tamaro

Fussball-Nationalspieler haben eine gewisse Vorbildfunktion.

Jo, jo, danke lieber Tamaro. Ein ganz wesentlicher Faktor. Wenn Germany, z. B. aus dem elendigem Motorsport aussteigt, mit all seinem Rattenschwanz, dann fragt sich der Rest , wenn er in den Spiegel schaut, wo den all seine Pestbeulen und Pickel her sind.

Wir sind Vorreiter! Weil wir eine, intellektuell und religiös gesehen, führende Nation sind.

Anonymous antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2158
Veröffentlicht von: @tamaro

dass die grossen Supermärkte ein unübersehbares Sortiment an veganen Lebensmitteln führen.

vegan ist nicht gleich gesund, da ist viel überteuerter Schrott dabei

alf-melmac antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

Vegan

Veröffentlicht von: @alf-melmac

vegan ist nicht gleich gesund, da ist viel überteuerter Schrott dabei

Darum ging's mir hier jetzt nicht. Ich wollte einfach aufzeigen, was eine Kleinstgruppe in der Gesellschaft erreichen und bewegen kann, wenn sie es geschickt anstellt.

... und wenn die Produkte, wie du schreibst, sogar noch überteuert angeboten werden (können), machen sie wirtschaftlich betrachtet wirklich alles richtig.

tamaro antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

ne, leider bekommen wir nicht hin ohne strikte Verbote. Die Menschheit ist in der breiten Masse zu dumm geworden. Hat aber genug Power um Scheiß ohne Ende zu machen.

Wo Dummheit sich paart mit Hochmut, Herrschsucht und Genusssucht ist mit einer geistigen Welt wenig zu machen.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29421
Veröffentlicht von: @tamaro

Einfach mal soviel zu der Frage, ob wir das mit dem Klimawandel noch hinkriegen würden.

Es soll ja eine Reduzierung über einen Preisanstieg erreicht werden, das heisst solche Sperenzchen werden in der Zukunft extrem teuer.

Das dürfte diesen Leuten aber egal sein. CO2 Produktion wird zu einem Luxusgut, genau wie eine Rolex oder eine Ferrari.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6197
Veröffentlicht von: @lucan-7

Das dürfte diesen Leuten aber egal sein. CO2 Produktion wird zu einem Luxusgut, genau wie eine Rolex oder eine Ferrari.

Ja. Und indem es Luxus wird, CO2 zu produzieren, werden die CO2-Emissionen in toto zurückgehen, weil halt nicht jeder sich Luxus leisten kann.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29421
Veröffentlicht von: @jack-black

Ja. Und indem es Luxus wird, CO2 zu produzieren, werden die CO2-Emissionen in toto zurückgehen, weil halt nicht jeder sich Luxus leisten kann.

Dein Wort in Gottes Ohr... ich bin da, wie gesagt, etwas pessimistischer. Meine Befürchtung ist, dass die Leute eher auf andere Dinge verzichten werden als auf ihr Auto. Was dann eher Restaurantbsitzern, Theatern und Kinos schaden wird.

Natürlich wird die CO2 Produktion zurückgehen, wenn es zu teuer wird. Die Frage ist aber: Wird es auch so weit zurückgehen, dass der gewünschte Effekt eintritt?

Denn die Rechnung "Doppelter Preis für Benzin" = "Halber Verbrauch" geht so definitiv nicht auf.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6197
Veröffentlicht von: @lucan-7

Dein Wort in Gottes Ohr... ich bin da, wie gesagt, etwas pessimistischer. Meine Befürchtung ist, dass die Leute eher auf andere Dinge verzichten werden als auf ihr Auto. Was dann eher Restaurantbsitzern, Theatern und Kinos schaden wird.

Wo unnötig Umweltressourcen verbraucht werden, ist mir wurscht.
Der Charme der CO2-Emissionsbepreisung als Lenkungsmittel ist doch der, dass sie nach oben nicht gedeckelt ist: man kann die Preise theoretisch so lange erhöhen, bis eine Lenkungswirkung einsetzt. Und wenn dies Wirkung erst bei 10 Euro pro Liter Sprit einsetzt - sei's drum...

Es geht nicht darum, dass ich die Leute zur richtigen Form des Glücks zwingen will. Wenn Du denkst, es sei richtiger, sein knappes Geld für einen Theaterbesuch auszugeben statt für's Autofahren, dann bist Du jemand, der durch eine höhere Spritbesteuerung profitieren würde. Arbeitsleistung würde durch eine CO2-Steuer insgesamt wertvoller in Relation zum Einsatz von natürlichen Rohstoffen werden. Indirekt würden also z.B. arbeitsintensive Wirtschaftszweige wie die Kulturindustrie oder die Gastronomie profitieren: Ein Besuch beim Restaurant um die Ecke wäre plötzlich in Relation zur Spritztour um den Block günstiger. Und sogar in Relation zum Daheim-Kochen (falls die CO2-Steuer, vermittelt durch höhere Strom- und Gaspreise, sich auch beim täglichen Kochen, Braten und Dünsten im Portemonnaie bemerkbar macht).

Veröffentlicht von: @lucan-7

Natürlich wird die CO2 Produktion zurückgehen, wenn es zu teuer wird. Die Frage ist aber: Wird es auch so weit zurückgehen, dass der gewünschte Effekt eintritt?

Wie gesagt: eine bloße Frage des politischen Willens, da die die preisliche Daumenschraube wider umweltsäuisches Verhalten ja beliebig fest anzuziehen ist.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Denn die Rechnung "Doppelter Preis für Benzin" = "Halber Verbrauch" geht so definitiv nicht auf.

Das weiß ich nicht. Mein Bauchgefühl weist eher sogar in die Gegenrichtung: Da in der Wirtschaft Anreize schon wirken, wenn sie nur einen einstelligen Prozentsatz des Umsatzes betreffen, denke ich, dass eine reale (d.h. gemessen am Durchschnittseinkommen) Preiserhöhung von endlicher Ressourcen durchaus schon viel früher zu wirken begänne.

Benzin war laut diesem Artikel 2011 in Relation zu 1960 nur halb so teuer. Im Artikel wird das relativiert, indem man sagt: viele andere Produkte "des täglichen Bedarfs" seien ja auch billiger geworden.

Bei diesen Artikeln besteht es aber vermutlich aus Objekten, zu deren Produktion ebenfalls Energie aufgewendet werden muß in relativ hohem Anteil zu ihrem Preis. Nicht nur das Autofahren würde ja durch eine CO2-Bepreisung teurer, sondern auch das Brot beim Bäcker, das Hemd aus der H&M-Filliale, der Apfel vom türkischen Obsthändler und das Klebeband für den Heimwerker vom Obi. Je geringer der Arbeitskostenanteil an den Produktionskosten - desto teurer werden dann die Verbrauchsgüter. Umgekehr gilt dann aber: je höher der Arbeitskostenanteil am Gesamtpreis, desto günstiger: Wenn im Theater nur der Strom für die Bühnenbeleuchtung als CO2-abhängig in denTicketpreis einfließt, der sich ansonsten aus den Gagen für Regisseur, Schauspieler und Bühnenbildner zusammensetzt, dann wird das Theaterbillet in Relation zu allen Gütern des "täglichen Bedarfs" günstiger. Wenn man sich also von dem wenigen, was einem nach all den Preiserhöhungen (die selbstverständlich kommen und spürbar die am Kosum gemessene Lebensqualität der "Kleinen Leute" mindern werden) noch im Geldbeutel geblieben ist, "mal was leisten" möchte - dann kann doch glatt der Theaterbesuch anstelle des Steakessens beim Argentinier sich als günstiger herausstellen.

Menschliche Arbeitskraft, menschliche Leistung - sie werden wirtschaftlich wieder wertvoller werden bei der Produktion - in Relation zum Einsatz endlicher Umweltressourcen.

Ganz zu unrecht wird ja oft - gerade auch in den USA - grünes Denken mit Sozialismus durcheinandergebracht: wenn menschliche Arbeitskraft wieder konkurrenzfähiger wird in Relation zu auf Ressourcenverbrauch beruhender maschineller Arbeitskraft, stärkt das natürlich die wirtschaftliche Machtposition der Anbieter, d.h. der Arbeiter: es ist auch im Sinne z.B. der Gewerkschaften, wenn die "Produktionsmittel" (Maschinen, die mittels Energieverbrauchs produzieren), welche sich in der Hand der Kapitalisten befinden, weniger mächtig im Markt werden.

Auch unter diesem Blickwinkel denke ich, dass eine höhere Umweltverbrauchsbesteuerung (von der die CO2-Emissionssteuer nur eine Variante ist: den Verbrauch von Wasser, die Landversiegelung oder die Förderung von Bodenschätzen sollte man ebenfalls wesentlich höher besteuern!) eher den sozial Schwächeren als den Reichen zugute käme. Was die Reichen vermutlich längst kapiert haben und auch daher alles daran setzen, das Lügennarrativ von den besonders unter einer CO2-Steuer leidenden "Kleinen Leuten" weiter zu spinnen.

Nachtrag vom 18.06.2021 1646
Korrektur:
Nicht völlig [del]Ganz[/del] zu unrecht wird ja oft - gerade auch in den USA - grünes Denken mit Sozialismus durcheinandergebracht: (...)

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29421
Veröffentlicht von: @jack-black

Wo unnötig Umweltressourcen verbraucht werden, ist mir wurscht.
Der Charme der CO2-Emissionsbepreisung als Lenkungsmittel ist doch der, dass sie nach oben nicht gedeckelt ist: man kann die Preise theoretisch so lange erhöhen, bis eine Lenkungswirkung einsetzt. Und wenn dies Wirkung erst bei 10 Euro pro Liter Sprit einsetzt - sei's drum...

Für mich hätte selbst eine Verdreifachung des Benzinpreises keine allzu dramatischen Auswirkungen... Benzinkosten machen nur einen sehr geringen Teil meiner laufenden Kosten aus. Ich könnte zwar in den meisten Fällen genau so gut mit dem Fahrrad fahren... aber wenn ich es nicht tue, dann wäre das finanziell gesehen auch nicht weiter dramatisch. 16 Cent sind da ein schlapper Witz... ich habe mir bereits kürzlich ein sparsameres Auto gekauft. Mit der Erhöung wäre ich noch nicht mal auf dem alten Niveau.

Veröffentlicht von: @jack-black

Wie gesagt: eine bloße Frage des politischen Willens, da die die preisliche Daumenschraube wider umweltsäuisches Verhalten ja beliebig fest anzuziehen ist.

Ich fürchte nur, dass der Effekt hier nicht rein wirtschaftlicher Natur wäre. Teure Rolexuhren und Kaviar waren seit jeher den reichen Menschen vorbehalten. Wenn aber Dinge, die gerade eben noch für jedermann alltäglich waren, plötzlich nur noch sehr reichen Menschen möglich sind... dann setzt das ganz andere Kräfte frei. Dann ist die Motivation zum Widerstand um einiges höher. Oder die Bereitschaft, Populisten zu wählen, die diese "Ungerechtigkeit" wieder rückgängig machen.

Ganz anders sähe es aus, wenn die reichen Schnösel genau so leiden müssten wie der Rest... das liesse sich politisch mit Sicherheit besser durchsetzen, wenn es denn schon sein muss...

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10219
Veröffentlicht von: @lucan-7

ich habe mir bereits kürzlich ein sparsameres Auto gekauft.

Was ja bedeutet, dass du mit dem neuen Wagen weniger cO2 produzierst.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ganz anders sähe es aus, wenn die reichen Schnösel genau so leiden müssten wie der Rest...

Eine Reichensteuer wär in jedem Fall angebracht.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29421
Veröffentlicht von: @hkmwk

Was ja bedeutet, dass du mit dem neuen Wagen weniger cO2 produzierst.

Richtig. Aber es ist trotzdem noch ein Verbrennungsmotor.

Und auch mit dem alten Wagen hätte ich mir eine Verdreifachung des Benzinpreises leisten können. Ich hätte dann halt an anderer Stelle sparen müssen, aber das wäre kein großes Problem gewesen.
Dabei bin ich kein begeisterter Autofahrer... für mich ist das einfach nur ein Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu kommen.

Ich denke, ich werde trotzdem demnächst wieder mehr Fahrrad fahren. Aber das ist dann eine ganz bewusste Entscheidung, völlig unabhängig vom Benzinpreis.

Wie gesagt, ich halte eine Benzinpreiserhöhung allein nicht für ausreichend. Es wird unterm Strich nur wenig am CO2 Ausstoß ändern, dafür aber anderen Wirtschaftszweigen schaden, für die dann halt kein Geld mehr zur Verfügung steht.

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

Erhöhter Benzinpreis

Veröffentlicht von: @lucan-7

Für mich hätte selbst eine Verdreifachung des Benzinpreises keine allzu dramatischen Auswirkungen.

Das Problem ist, dass eine Erhöhung des Benzinpreises sich auf alle Güter des täglichen Lebens niederschlägt. Somit zahlen am Ende alle mehr, auch jene, die überhaupt nicht autofahren.

Der Transport wird ja teurer und der Häuserbau/Renovationen ebenso (als Beispiele).

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29421
Veröffentlicht von: @tamaro

Das Problem ist, dass eine Erhöhung des Benzinpreises sich auf alle Güter des täglichen Lebens niederschlägt. Somit zahlen am Ende alle mehr, auch jene, die überhaupt nicht autofahren.

Richtig.

Und der Sinn des Ganzen soll ja sein, dass dann entsprechend weniger Güter transportiert werden. Denn wenn alles teurer wird, dann wird auch insgesamt weniger gekauft.

Das scheint den meisten Leuten aber nicht klar zu sein. Die denken, die Lastwagen könnten trotzdem so viel liefern wie vorher. Aber wenn sie das tun, dann ändert sich auch nichts am CO2 Ausstoß.

Aber weil die Leute das nicht einsehen und die Nachfrage ungebrochen bleiben wird, wird es unterm Strich auch nichts bringen.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

...meinst du, es wäre eine Lösung, die Globalisierung zu versuchen wieder weniger werden zu lassen? Oder gibt es dann den Einwand, es wäre nationalistisch, das hindert mich auch, darüber nachzudenken! Jetzt frage ich mal, was du da denkst... 🤨

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29421
Veröffentlicht von: @tsiporit

...meinst du, es wäre eine Lösung, die Globalisierung zu versuchen wieder weniger werden zu lassen?

Unbedingt! Das hat nichts mit "Nationalismus" zu tun, sondern mit Transportwegen. Da fallen ungeheure Mengen an CO2 an.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10219
Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber weil die Leute das nicht einsehen und die Nachfrage ungebrochen bleiben wird, wird es unterm Strich auch nichts bringen.

Du scheinst von einer Nachfrageflexibilittä von Null auszugehen. Das ist eine sehr extreme Meinung.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29421
Veröffentlicht von: @hkmwk

Du scheinst von einer Nachfrageflexibilittä von Null auszugehen. Das ist eine sehr extreme Meinung.

Nein. Eine Verteuerung wird auch eine Reduzierung mit sich bringen. Aber diese Reduzierung wird die geplanten Ziele nicht allein erfüllen können, weil die Kunden zunächst die höheren Preise hinnehmen werden und anderweitig sparen.

Und alternative Techniken werden sich nicht schnell genug durchsetzen können. Die meisten Autos, die jetzt auf der Straße sind, werden auch noch viele weitere Jahre in Betrieb sein.

Wo genau soll man da etwas einsparen?

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10219
Veröffentlicht von: @lucan-7

Eine Verteuerung wird auch eine Reduzierung mit sich bringen. Aber diese Reduzierung wird die geplanten Ziele nicht allein erfüllen können

Woher weißt du das?

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29421
Veröffentlicht von: @hkmwk

Woher weißt du das?

Weil die Benzinkosten für die meisten Menschen keine derartig großen Summen ausmachen, dass sie sich wegen ein paar cent mehr deshalb einschränken müssten. Man wird die Mehrkosten zähneknirschend hinnehmen.

Sollte dann eine wirklich erhebliche Steigerung auf Treibstoffkosten kommen, dann hätte das so katastrophale wirtschaftliche Folgen, dass das kein Politiker auf seine Kappe nehmen wird.

Solange keine echten Alternativen bestehen wird sich da nichts durchsetzen lassen.

lucan-7 antworten
Ratsdaed
(@ratsdaed)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 676

Die Erhöhung kommt so oder so. Ob mit den Grünen oder mit der CDU. Das haben beide schon angekündigt. Die Ankündigung der CDU ist nur unter dem Sperrfeuer auf die der Grünen untergegangen.
Der Unterschied ist, die Grünen je 75€ aus den staatlichen Einnahmen zurückzuzahlen, die CDU will es hingegen bis 2025 nur staffeln. Aber es ändert nichts an dem was bereits beschlossen wurde.

ratsdaed antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29421
Veröffentlicht von: @ratsdaed

Die Erhöhung kommt so oder so. Ob mit den Grünen oder mit der CDU. Das haben beide schon angekündigt. Die Ankündigung der CDU ist nur unter dem Sperrfeuer auf die der Grünen untergegangen.
Der Unterschied ist, die Grünen je 75€ aus den staatlichen Einnahmen zurückzuzahlen, die CDU will es hingegen bis 2025 nur staffeln. Aber es ändert nichts an dem was bereits beschlossen wurde.

Und es wird auch nichts daran ändern, dass das nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist... der Klimawandel lässt sich nicht mit marktwirtschaftlichen Methoden aufhalten, weil diese Methoden erst dann greifen, wenn es bereits zu spät ist.

lucan-7 antworten
Ratsdaed
(@ratsdaed)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 676

Er lässt sich gar nicht aufhalten. Man schaue sich die Streitereien an. Es gibt ja auch selbst trotz sichtbaren Wetterungewöhnlichkeiten Klimaleugner. Aktuell sprechen viele Dokus nur davon, dass die Polkappen und Gletscher schmilzen. Die Unwetter in verschiedenen Regionen werden heftiger. Sibirien, aber auch schon hier vor der Haustür sieht man, dass etwas ungewöhnliches im gange ist.
Die Preiserhöhungen spalten die Gesellschaft immer weiter, dass tut sie schon seit Jahren. Es wird irgendwann mal zu einem Konflikt kommen. Ich rede nicht nur von Deutschland, alle Nationen werden die Preise anpassen, denn die Gier ist groß und grad Deutschland wird durch seine ständig steigenden Preise auch etwas überlegen müssen.
Leider wird es nicht besser. Ich höre jetzt auch nicht auf den Müll zu trennen, aber bringen tut das auch nichts.
E-Mobilität ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Es wurde schon gesagt, dass sie nur eine Übergangslösung ist. Es gäbe viele Dinge die man politisch und wirtschaftlich umsetzen könnte. Es wird aber sobald nicht passieren.
Meine Gedanken ufern hier wieder aus, sorry.

LG ratsdaed

ratsdaed antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29421
Veröffentlicht von: @ratsdaed

Meine Gedanken ufern hier wieder aus, sorry.

Tja, mir fällt da ähnliches ein... ich wäre eigentlich gerne optimistischer was die Zukunft betrifft, aber die momentane Entwicklung bietet dafür leider keinen Anlass.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

...wenn erstmal etwas eingeführt ist, ist es furchtbar schwer, dieses wieder rückgängig zu machen..
Großflächige Landwirtschaft, Massentierhaltung..............

(bin wieder da) 😊

Anonymous antworten
Ratsdaed
(@ratsdaed)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 676

Ich bin sehr optimistisch. Wie du sehe ich diese Welt in den Abgrund driften. Das tut sie aber schon seit dem ersten Sündenfall. Dass es größere Ausmaße annimmt und heftiger wird ist nur eine logische Folge der Population.
Ich möchte fast sagen, dass jedes Heilmittel, das der Mensch sich derzeit ausdenkt nur eine Art Ibuprofen ist.

ratsdaed antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29421
Veröffentlicht von: @ratsdaed

Wie du sehe ich diese Welt in den Abgrund driften. Das tut sie aber schon seit dem ersten Sündenfall. Dass es größere Ausmaße annimmt und heftiger wird ist nur eine logische Folge der Population.

Ich sehe darin allerdings keine Notwendigkeit. Wir verfügen sehr wohl über die Mittel, unser Leben in der Welt einigermaßen angenehm zu gestalten, ohne dabei alles zu zerstören.

So lange aber häufig nicht solche Leute als politische Führer bestimmt werden, denen das Volk und die Welt wirklich etwas bedeutet, sondern selbstsüchtige Egomanen allgemeine Bewunderung erfahren wird sich am momentanen Zustand auch nicht viel ändern...

lucan-7 antworten
Ratsdaed
(@ratsdaed)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 676

Du sagst es. Es ist aber eben ein Prozess, wie bei allem. Wie Rom eben auch nicht an nur einem Tag erbaut wurde. Es geht allerdings nicht nur um politische Führer. Die Gewaltbereitschaft unpolitischer Leute letztes Jahr dürfte offenbart worden sein.
Es ist leicht sich auf den Richterstuhl zu setzen, aber wenn der Mensch dazu in der Lage wäre gerecht sein zu können, würde es nie Kompromisse geben müssen. Es wäre dann immer gerecht und wahr.

Als Beispiel:

Für Grünenwähler mag das Wahlprogramm die einzig logische Konsequenz sein, für einige vielleicht sogar zu lasch. Von den anderen mag es aber wiederum zu radikal sein, denn es bedeutet auf jeden Fall einen staatlichen Eingriff in ihr Privatleben und wenn es nur um Konsum gehen mag. Wiederum andere sehen sie als Feinde, die sich das alles nur aus den Fingern saugen und leugnen ggf. sogar den Klimawandel. Und doch werden sie sich alle nicht einig.

Du hast es aber treffend in deinem ersten Absatz formuliert:

Veröffentlicht von: @lucan-7

unser Leben in der Welt einigermaßen angenehm zu gestalten, ohne dabei alles zu zerstören.

Mir sagt das folgendes: Auch du glaubst nicht daran, dass der Mensch dazu ein Paradies zu schaffen und selbst wenn wird dabei etwas auf der Strecke bleiben müssen.
Was ist deine logische Konsequenz daraus? Alle egoistischen Politiker "entmachten"? Dann kommt wieder die Allerweltsfrage:
Wer kann das bestimmen? Ein Politiker, der Interessen einer Gruppierung vertritt ist ja nicht gleichzeitig egoistisch, er spricht für jemanden. Ob du zu dieser Interessensgemeinschaft gehörst, sei dahin gestellt. Ob es Arme, Witwen, Waisen, Kinder etc. sind liegt im Auge des Betrachters. Ein Staatsanwalt, der mich anklagt ist also auch ein selbstsüchtiger Egomane, weil er mir etwas Böses will und mein Verteidiger ist gerecht und strotzt vor Nächstenliebe?
Es ist alles leider nicht so einfach. Die Frage ist worauf dein Fokus liegt.
Das mit dem Richterstuhl empfehle ich jedem gerne nochmal zu überdenken.
Dieses Jahr sind Bundestagswahlen. Es ist offenbar zu beobachten, dass jede Partei sich die Wut und den Frust über die aktuelle Bundesregierung der Wähler zunutze macht um sich als besser darzustellen. Kurioserweise und das finde ich tatsächlich amüsant gewinnt derzeit eben die Partei an Popularität, die seit 16 Jahren regiert und schon einige Missbrauchsfälle (Maskenaffären etc.) vorgefallen sind, die Wähler wissen noch gar nicht, was die CDU plant (Wahlprogramm erst seit heute). Dagegen frage ich wiederum, was stimmt mit den Wählern nicht?
Die Welt ist in Aufruhr und das wird eine Weile so bleiben.

LG ratsdaed

ratsdaed antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

...hab' grad mitgelesen und mir fiel dazu diese Predigt ein, welche den Unterschied zwischen Richten und Zurechtweisung behandelt:

https://youtu.be/txwhofF1ea8

(hab' ich auch an Lucan-7 gesandt)

😊

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @ratsdaed

Es geht allerdings nicht nur um politische Führer. Die Gewaltbereitschaft unpolitischer Leute letztes Jahr dürfte offenbart worden sein.

Ich sehe bestimmte Politiker immer auch als Indikator für einen bestimmten Zeitgeist in einer Gesellschaft. Es geht also um die Frage: Was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn ein bestimmter Typ Politiker dort erfolgreich ist?

Wir können uns hier in Deutschland auch darüber streiten, ob Merkel besser oder schlechter ist als Söder, ob Baerbock Kanzlerin sein sollte oder nicht, wem Merz nützt und wem er schadet oder warum Lindner in der Regierung haben will oder nicht. Auch da gibt es sich wiedersprechende Interessen.

Wenn man dann aber Typen wie Trump oder Putin nimmt, oder noch weiter in die Extreme geht zu faschistischen Tyrannen, die massenhaft Menschen ermorden lassen und denen trotzdem zugejubelt wird, dann fragt man sich doch, wie so etwas möglich ist... warum werden Menschen, die in erster Linie rücksichtslos und brutal sind, für gute Führer gehalten und bewundert?

Ich fürchte, dass da Gefühle angesprochen werden, die vor vielen tausend Jahren vielleicht einmal gut und nützlich waren... aber in einer modernen Zivilisation mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Was eigentlich bedeuten würde, dass die Evolution auf Dauer für eine entsprechende Auslese sorgen müsste. Gemeinschaften, die unter einem brutalen Führer schlechter dastehen würden gegen Gemeinschaften mit fähigen Politikern nicht bestehen.

Leider ist das in der Realität nicht so... Veränderungen werden hier nicht schnell genug etabliert oder greifen gar nicht erst, etwa weil die Geburtenrate in armen Ländern höher ist, so dass es gar nicht erst zu einem entsprechenden Richtungswechsel kommt....

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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Politevolution kein Grund für Optimismus

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich fürchte, dass da Gefühle angesprochen werden, die vor vielen tausend Jahren vielleicht einmal gut und nützlich waren... aber in einer modernen Zivilisation mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Was eigentlich bedeuten würde, dass die Evolution auf Dauer für eine entsprechende Auslese sorgen müsste.

Ich fürchte, dass "die Evolution" andere Maßstäbe hat als du. Diktatoren o.ä. waren immer wieder in der Geschichte sehr erfolgreich. Eine Gesellschaft mit viel Gewaltpotential stärker als eine eher friedliche Gesellschaft.

Nimm das römische Reich. Die Republik wurde vom Kaiserreich abgelöst. Aber auch da war Rom fortschrittlicher als die umliegenden Völker, wobei die Römer die militärische Verteidigung zunehemend (wenn auch zunächst nebenbei) tributpflichtigen oder eingewanderten Völkern überließen.

Als dann massenweise Germanen vor den Hunnen flohen, die sich nicht so schnell an die römische Zivilisation anpassten, führte das dazu, dass auch in innepolitischen Auseinandersetzungen die Germanen ein immer wichtiger Machtfaktor wurden, und insbesondere Westrom schließlich nur noch den äußeren Rahmen für Germanenreiche abgab - bis Odoaker den längst unwichtig gewordenen letzten Kaiser absetzte. Die Barbaren haben sich gegen die Zivilisation durchgesetzt.

Und das ist eigentlich die Regel: Zivilisationen können sich gegen Barbaren nur durch technischen Vorsprung behaupten, und durch Härte, die zu Menschenrechtsverletzungen führt. Wobei andererseits technischer Vorsprung ein Mindestmaß von Freiheit für neue Ideen benötigt - das war im Ostblock nicht gegeben ...

Langer Rede kurzer Sinn: Egoistische Typen sind oft "durchsetzungsstark", und ein durchsetzungsstarker Politiker hat eine evolutionären Vorteil oft auch für seine Untertanen. Die Gefühle, die Trump und Bolzonaro zum Erfolg verhelfen, sind also "evolutionstechnisch" durchaus sinnvoll.

Natürlich ist zu viel Egoismus nicht gut - aber Charakter ist ja auch nicht immer konstant, und "absolute Macht verdirbt absolut". Und es gibt auch andere "politökologische Nischen", etwa Diplomatie ... weshalb die obigen Ausführungen bewusst einseitig sind. Aber auf "Evolution" zu hoffen, um brutale Führer aussterben zu lassen, ist wohl Illusion.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @hkmwk

Ich fürchte, dass "die Evolution" andere Maßstäbe hat als du. Diktatoren o.ä. waren immer wieder in der Geschichte sehr erfolgreich. Eine Gesellschaft mit viel Gewaltpotential stärker als eine eher friedliche Gesellschaft.

Das ist richtig. Die Evolution hat in dem Sinne keine Moral.

Ich meinte in diesem Fall aber auch nicht, dass die Führung eines Landes "unmoralisch" handelt, sondern dass sie tatsächlich den Menschen im Land objektiv schaden... etwa wenn sie die Wirtschaft ruinieren und die Menschen hungern lassen. Und Mangelernährung ist ein Faktor, der sehr wohl evolutionär wirksam ist.
Allerdings ist die Generationenfolge dafür zu lang... und die Regime ändern sich zu schnell, als dass das wirklich Auswirkungen haben würde.

Und so wird die Menschheit wohl noch eine ganze Weile mit Trieben und Instinkten ausgestattet sein, die mittlerweile ziemlich aus der Zeit gefallen wirken...

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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...wenn es einem Staat dann einigermaßen geht, kann es auch sein, dass sich plötzlich verschiedene Gruppen bekämpfen, unterstützt von Waffenlieferungen aus dem dem Ausland - und die finanziellen Mittel fließen dann in diese Richtung und die normale Bevölkerung leidet darunter..

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich meinte in diesem Fall aber auch nicht, dass die Führung eines Landes "unmoralisch" handelt, sondern dass sie tatsächlich den Menschen im Land objektiv schaden...

Nur das hängt entweder an Sanktionen, oder an Fehlern, die nicht grundsätzlich mit "egoistischer Politiker o.ä." zusammenhängen.

Wenn der Schaden zu groß ist, dann bricht ein System auch zusammen. Paradebeispiel wär das "dritte Reich".

Außerdem ist "Menschen schaden" kein Evolutionsfaktor. Arme tendieren dazu, sich stärker zu vermehren als Reiche: Bei Armen kommt es in der "Alterssicherung" allein auf die Zahl der Kinder an, ein Reicher wird mehr in die einzelnen Kinder investieren, weil die auch wissen müssen, wie man den Reichtum zusammenhält. Ist natürlich auch wieder vereinfacht (weshalb ich am Besten gar nicht erst versuche, "reich/arm" zu definieren 😉). Aber die Tendenz ist da. Schon in 2.Ms 1 erwähnt 😉

So somit könnte es evolutionär ein Vorteil sein, wenn es den Leuten nicht allzu gut geht ...

Die Frage war ja, warum Leute auch "schädliche" Politikern unterstützen (z.B. wählen). Meine These ist, dass die im Durchschnitt evolutionär vorteilhaft sind.

Warum scheiterte Napoleon, warum war Dschingis Khan erfolgreich? Ich bezweifle, dass das an einem Charkterunterschied lag - und bin überzeugt: Sollte es doch am Charakter gelegen haben, war das noch nicht erkennbar, bevor sie an die Macht kamen. So dass irgend welche Gefühle, die genetisch oder sozial vererbt werden können, nicht helfen, um zu unterscheiden, ob eine Person im Einzelfall evolutionär vorteilhaft sind - und wie gesagt: evolutionär vorteilhaft ist nicht das gleiche wie gut für die (potentiellen) Unterstützer.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und so wird die Menschheit wohl noch eine ganze Weile mit Trieben und Instinkten ausgestattet sein, die mittlerweile ziemlich aus der Zeit gefallen wirken...

Tja, ich denke, dass sie nicht wirklich "aus der Zeit gefallen" sind.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @hkmwk

Nur das hängt entweder an Sanktionen, oder an Fehlern, die nicht grundsätzlich mit "egoistischer Politiker o.ä." zusammenhängen.

Es gibt genug Beispiele für Potentaten, die ihr Land massiv ruinieren... man schaue sich nur mal die Situation in vielen afrikanischen Staaten nach dem Ende der Kolonialzeit an. Natürlich hat die Einmischung anderer Länder auch immer eine Rolle gespielt, aber etliche Herrscher haben das Land praktisch als ihr Privateigentum betrachtet, welches sie nach Gutdünken ausplündern konnten - mit verheerenden Folgen für die Menschen.

Und das seltsame ist eben, dass die Menschen das immer wieder so hingenommen haben oder diese Leute sogar dafür bewunderten, was sie taten. Und daran ändert sich auch durch die Evolution nichts... falls die Bewunderung selbstsüchtiger und grausamer Anführer irgendwie genetisch bedingt sein sollte, so wurde diese Genetik jedenfalls immer wieder weitervererbt... und ein Ende ist nicht abzusehen.

Und nur falls man mich hier missversteht, weil ich Afrika als Beispiel wählte: Wir hatten hier auch unseren größenwahnsinnigen Potentaten, der verehrt und geliebt wurde... da unterscheiden sich die Menschen in ihrem inneren Wesen nirgendwo voneinander...

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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Veröffentlicht von: @lucan-7

man schaue sich nur mal die Situation in vielen afrikanischen Staaten nach dem Ende der Kolonialzeit an

Da spielt neben der von dir erwähnten Einmischung der Kolonialmächte (das fängt schon mit der Art von Verwaltung an, die sie "hinterlassen" haben) auch mit, dass da Völker willkürlich auseinandergerissen und andererseits sich befeindende Völker in einen Staat gepresst wurden. Versuch dir nur vorzustellen, was passiert wäre, wenn um 1920 ein Staat von der Marne bis an die Elbe gegründet worden wäre, wobei das ja noch fast "natürliche" Grenzen wären im Vergleich zu Afrika.

Die Mehrheit der Wähler hat für den Anführer ihrer Ethnie gestimmt - nach einem Staatsstreich sah das ähnlich aus.

Vor gefühlt einer Woche hörte ich im Radio (oder Fernsehen?), dass es in den meisten afrikanischen Sprachen den Unterschied zwischen "Feind" und "Gegner" nicht gibt. Auch das erklärt Einiges ...

Veröffentlicht von: @lucan-7

aber etliche Herrscher haben das Land praktisch als ihr Privateigentum betrachtet, welches sie nach Gutdünken ausplündern konnten - mit verheerenden Folgen für die Menschen.

Das Paradebeispiel ist der ehemalige belgische Kongo (hieß zeitweise Zaire, heute wieder genauso wie der ehemalige französische Kongo), in dem der belgische König mit schlechtem Beispiel vorangegangen war.

Es gibt auch funktionierende Staatswesen in Afrika ...

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und nur falls man mich hier missversteht, weil ich Afrika als Beispiel wählte

Wenn man die schlechten Voraussetzungen mit berücksichtigt, ist es da tatsächlich kaum anders als in Europa, was Politik etc. angeht.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @hkmwk

Wenn man die schlechten Voraussetzungen mit berücksichtigt, ist es da tatsächlich kaum anders als in Europa, was Politik etc. angeht.

Die Menschen sind überall dieselben... aber die Umstände waren in Afrika vielerorts halt besonders schlecht. Nicht nur, dass die Kolonialmächte praktisch alle bestehenden Strukturen zerstört haben und auch später nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht waren... hinzu kam eben auch eine gewisse "Häuptlingsmentalität", nach der ein politischer Führer einen Staat praktisch als sein Eigentum betrachten konnte - statt sich für die Bewohner verantwortlich zu fühlen.

Dass solche Führer attraktiv erscheinen ist vermutlich auf mehrere Ursachen zurückzuführen, aber Menschen sind generell dafür empfänglich... und das ist es auch, was mir immer wieder Angst macht, wenn ich an die Möglichkeiten denke, die einem tyrannischen Überwachungsstaat mittlerweile zur Verfügung stehen. Wenn ich dann sehe, was für Gestalten da auch hierzulande zugejubelt wird wird mir ganz anders...

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Die Menschen sind überall dieselben...

Zitat:
"Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht."
Abraham Lincoln

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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https://www.tagesschau.de/thema/%C3%A4thiopien/

..ganz aktuell!
Ich mag Afrika sehr, gerade deshalb..

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Anonymous
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(@Anonymous)
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...da ist auch ein theologischer Hintergrund dabei, der Unterschied zwischen Richten und Zurechtweisung! Dies wurde mir mal durch Stift Heiligenkreuz klar, hier eine Predigt dazu:

https://youtu.be/txwhofF1ea8

😊

(könnt' mir das auch mal als Thema für einen Thread vorstellen)

Sende das Video auch Ratsdead!

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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Beiträge : 10219

Außerdem
Die Experten, die die Bundesregierung beraten, haben sich für 30 Cent mehr bis 2025 ausgesprochen.

Helmut

hkmwk antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 1449

Naja das ungerechte daran- in der Stadt geht es insbesondere als Nichtfamilie - auch ohne jeden Tag Auto zu fahren.

Nun der Konservative Gegenentwurf: Familie mit 3 Kindern und Landeier. Kein Geld für ein gescheites E Auto oder zwei - keine Öffentlichen die brauchbar sind....

Man möge mir ein Cybertruck bezahlen dann komme ich halbwegs zurecht auch wenn ich dann noch das Problem der Ölheizung habe. Lösungen ohne Öl und Gasbasis sind wieder extrem Kostenintensiv.

Klar, ich spare dann an den laufenden Kosten. Aber ich hab dann ein Kredit an den Haken wo mich, sofern ich Ihn nicht bedienen kann, mir und meiner Familie das ganze Haus kosten kann.

Im Nachhinein bedaure ich es nicht 50 oder 70 TE mehr Kredit aufgenommen zu haben und dafür zentraler mit Massivbauweise... Wohlgemerkt für eine 30 bis 60 Jahre alte Hütte.

derneinsager antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6197
Veröffentlicht von: @lucan-7

Für mich hätte selbst eine Verdreifachung des Benzinpreises keine allzu dramatischen Auswirkungen...

Da ich kein Auto (und auch keinen Führerschein...) besitze, würde das für mich sogar erstmal überhaupt keine direkten Auswirkungen haben. Nur: welches Argument adressierst Du mit Deinem Ausnahme-Beispiel? 🤨

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich fürchte nur, dass der Effekt hier nicht rein wirtschaftlicher Natur wäre.

Selbstverständlich nicht. Es gibt kein "rein wirtschaftlich". Ökonomie ist immer auch politisch.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ganz anders sähe es aus, wenn die reichen Schnösel genau so leiden müssten wie der Rest...

Wenn du reicher als derDurchschnitt bist, wirst Du weniger leiden als als "der Rest". Was willst Du daran ändern? Du kannst selbstverständlich gern ganz prinzipiell die "Systemfrage" stellen. Aber ob Du da noch rechtzeitig den Kapitalismus abgeschafft bekommst?

Wenn wir darüber nachdenken, wie wir das Problem in den Griff bekommen könnten (Konjunktiv!), dann sollten wir nicht sämtliche Ansätze mit Extrempositionen schon rein denkerisch verunmöglichen.

hmwk hatte schon weiter unten auf die Einführung einer Reichensteuer hingewiesen, die sicherlich vonnöten wäre. Man könnte die schöner benennen, z.B. Innovations-Solidaritätsabgabe. Wenn die Bevölkerung einen Sinn in zusätzlichen, zweckgebundenen Abgaben erkennen kann, ist sowas rein aus der Populismus-Perspektive denkbar, wir erinnern uns an den Soli für die Deutsche Einheit. Für den klimakompatiblen Gesellschaftsumbau ließen sich - den politischen Willen vorausgesetzt! - entsprechende Vermögens-Abgaben in Gesetze gießen.

Aber auch dann würde es Leute geben, die noch immer so viel mehr als der Durchschnittsbürger haben, dass sie sich entsprechend umweltsäuiger verhalten können. Was hab ich mich gerade gestern über den in allen Nachrichten nochmal werbewirksam aufgeschäumten Weltraumflug dieses Milliardär-Heinis aufgeregt... 😀 Sowas wird man nicht verhindern können. Aber: in Zeiten, in denen der Durchschnittsbürger aufgrund der hohen Preise für CO2-Emissionen immer mehr zu knapsen hat, werden auch derartige Schnösel-Aktivitäten immer schwerer als "cool" zu verkaufen sein. Auch die reichen Sichwichtigfinder werfen ja ab und an einen Blick in die Presse und wollen nicht nur als Arschgeigen portraitiert werden.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @jack-black

Da ich kein Auto (und auch keinen Führerschein...) besitze, würde das für mich sogar erstmal überhaupt keine direkten Auswirkungen haben. Nur: welches Argument adressierst Du mit Deinem Ausnahme-Beispiel?

Ich denke eben nicht, dass das so eine große Ausnahme darstellt. Das Ziel einer Verteuerung ist ja die Reduzierung des Verbrauchs.

Wenn die Leute aber nach wie vor die gleiche Menge an Benzin verbrauchen und lediglich mehr dafür bezahlen (Und das Geld anderswo einsparen), dann stellt sich auch kein entsprechender Effekt ein. Benzin stellt für mich nur einen kleinen Teil der laufenden Kosten dar, obwohl ich das Auto praktisch täglich benutze.

Und die Kosten für LKW können nicht beliebig erhöht werden, weil sich dadurch praktisch alle Konsumgüter übermäßig verteuern würden. Und eine Reduzierung der Grundversorgung kann nicht Sinn der Sache sein.

Veröffentlicht von: @jack-black

Wenn du reicher als derDurchschnitt bist, wirst Du weniger leiden als als "der Rest". Was willst Du daran ändern?

Es geht um die Akzeptanz in der Bevölkerung. Natürlich werden sich reiche Leute immer mehr leisten können und unabhängiger sein als der Rest - das ist ja das, was "Reichtum" ausmacht.

Wenn man aber Benzinmotoren verbietet, statt ihren Einsatz einfach nur teurer zu machen, dann betrifft das alle Menschen unabhängig von ihrem Einkommen. Wobei ein Verbot ja nicht total sein muss, man kann Ausnahmen zulassen (Etwa Oldtimer).

Veröffentlicht von: @jack-black

Aber auch dann würde es Leute geben, die noch immer so viel mehr als der Durchschnittsbürger haben, dass sie sich entsprechend umweltsäuiger verhalten können.

Sicher. Nur sollte das nicht so offensichtlich sein. Wenn mir mein Auto unmöglich gemacht wird und ich dann reiche Schnösel sehe, die unbekümmert mit ihren PS-starken Benziner-Schlitten die Gegend verpesten, dann sorgt das für reichlich Frust.
Wenn ich die hingegen in protzigen Elektrofahrzeugen sehe, dann bin ich eher dazu geneigt zu denken, dass wir tatsächlich alle an einem Strang ziehen. Ich denke, man sollte das nicht unterschätzen.

Veröffentlicht von: @jack-black

Wenn wir darüber nachdenken, wie wir das Problem in den Griff bekommen könnten (Konjunktiv!), dann sollten wir nicht sämtliche Ansätze mit Extrempositionen schon rein denkerisch verunmöglichen.

Ich wäre schon froh über auch nur realistische Ansätze... wenn ich so lese, was Laschet, der ja aufgrund seiner völligen Verweigerung jeglicher politischer Äusserung der nächste Kanzler werden wird, gegen den Klimawandel zu tun gedenkt (Nichts, das irgendetwas ändern würde), dann sage ich mal: Das war's dann wohl.

Wir sollten schon mal anfangen, uns mit den Ratten gut zu stellen. Denn die werden den Planeten wohl doch früher übernehmen als gedacht....

lucan-7 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

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Tja, Fußballer sind auch nicht immer die hellsten Kerzen uff'der Torte.

neubaugoere antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6197
Veröffentlicht von: @tamaro

Zwei Spieler der Schweizer Fussballnationalmannschaft liessen sich als Vorbereitung für das Spiel gegen Italien vom Mittwochabend (3:0 für die Gastgeber) die Haare blondieren. Dazu liessen sie zwei Friseure ihres Vertrauens aus der Schweiz nach Rom einfliegen (900 km).

In einem Privatflugzeug oder im Linienverkehr?

Veröffentlicht von: @tamaro

Einfach mal soviel zu der Frage, ob wir das mit dem Klimawandel noch hinkriegen würden.

Was soll das für eine - öhm... Antwort/Anmerkung? - auf die Frage sein? Willst Du belegen, dass wir's nicht hinkriegen, oder ist der Umstand, dass das jetzt zum Thema wurde, also die Wokeness hinsichtlich des Klimaproblems inzwischen erhöht wurde, ermutigend in dem Sinne: Dass wir uns mehr über den Klimaeffekt dieser Aktion als über die lächerlichen Frisuren echauffieren, zeigt, dass das Problembewußtsein inzwischen in erheblichem Ausmaß vorhanden ist und zu hoffen steht, dass sich daraus auch Konsequenzen im praktischen Handeln ergeben?

Vor vierzig Jahren gab's eine entsprechende Wokeness noch nicht, wie sich aus diesem SPON-Artikel von 1979 ablesen läßt. Da hatte man gegenüber Leuten in den USA, die sich einen Swimmingpool mit Mineralwasser aus Frankreich von Perrier befüllen ließen, noch nichts weiter vorzubringen, als dass es sich bei ihnen um "Snobs" handele.

Der Vorwurf gegenüber denen, die rare Güter verschwendeten, war noch rein ästhetischer Natur. Dass jemand, der so handelt, damit direkt auch dem Rest der Menschheit schadet, also tatsächlich ethische Vorwürfe anzubringen seien - dieses Bewußtsein mußte sich erstmal entwickeln...

Und auch hier wieder: Dass ein paar reiche Schnösel zwecks Protzerei und Imagepflege sich ihren Privatfriseur einfliegen lassen ist nicht das Problem. Denn soviele reiche Schnösel, die das finanziell sich leisten können, gibt's nicht (und es dürfte einige geben, die sich's leisten könnten, es aber nicht tun...).
Das Problem ist, dass sie dafür vermutlich kein Privatflugzeug chartern mußten, weil ständige Linienverbindungen zwischen Italien und der Schweiz sich rentieren, es also genügend Leute gibt, die es sich leisten können, aus beruflichen (wie der Friseur) oder privaten Gründen diese Linien zu frequentieren. Weil's halt zu billig ist.
So billig wie die Schnöselei, den eigenen Imagewert mit einer Haarblondierung steigern zu wollen (und dies offensichtlich sogar hinzukriegen).

jack-black antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055
Veröffentlicht von: @jack-black

In einem Privatflugzeug oder im Linienverkehr?

Das weiss ich nicht. Ich ging jetzt ohne genauere Informationen darüber zu haben davon aus, dass es sich um einen Linienflug handelte.

Veröffentlicht von: @jack-black

Was soll das für eine - öhm... Antwort/Anmerkung?

Damit wollte ich andeuten, dass die Gesellschaft womöglich noch sehr weit davon entfernt ist, sich klimafreundlich zu verhalten und das Bewusstsein bei einem relevanten Anteil der Menschheit dafür noch nicht sehr gross ist.

Veröffentlicht von: @jack-black

Willst Du belegen, dass wir's nicht hinkriegen

Belegen will ich damit gar nichts. Aber die Hoffnung auf einen baldigen Mentalitäts-Wandel in der Gesellschaft ist wohl vergebens.

Gerade Nationalspieler hätten eine gewisse Vorbildfunktion. Das wird ja auch von der Werbung genutzt. Wenn sich Fussballer nun so verhalten, wird sich das auf die Durschnittsmenschen und Fussballfans auswirken, indem sie sich ihrerseits alle möglichen - auch unsinnige - Dinge gönnen. Vielleicht fahren sie 150 km zu ihrem Lieblingsrestaurant oder ihrer Lieblings-McDonald's-Filiale oder was weiss ich, was denen noch alles in den Sinn kommt.

Veröffentlicht von: @jack-black

Dass wir uns mehr über den Klimaeffekt dieser Aktion als über die lächerlichen Frisuren echauffieren, zeigt, dass das Problembewußtsein inzwischen in erheblichem Ausmaß vorhanden ist und zu hoffen steht, dass sich daraus auch Konsequenzen im praktischen Handeln ergeben?

So viel ich mitgekriegt habe, gaben die Frisuren vor allem deshalb zu reden, weil die Spieler miserabel gespielt haben. Den Link zur Klimaproblematik stammt da eher von mir (unter Einfluss eines Leser-Kommentars). Dass die Friseure eingeflogen wurden, war im ensprechenden Blick-Artikel, auf den sich die Empörung wohl bezog, nur ganz nebenbei erwähnt.

tamaro antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tamaro

Damit wollte ich andeuten, dass die Gesellschaft womöglich noch sehr weit davon entfernt ist, sich klimafreundlich zu verhalten

so irre viel Zeit bleibt uns ja jetzt doch nicht. Nehmen wir es also als gegeben hin. Von Gott so zugelassen, weil die Uhr schon lange tickt.

Ganz Ernst gemeint! Ändern? Wo Dummheit waltet.....????? Oha!
gruß

Anonymous antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055
Veröffentlicht von: @plusmehr

Nehmen wir es also als gegeben hin.

Das schaffe ich eben nicht, das einfach so hinzunehmen. 😊

Ich kann gar nicht anders, als versuchen umweltbewusst zu leben.

tamaro antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

da ist alles drin. Danke. Grammatikalisch sowieso. Wortgewandt und spitzfindig Eloquent. Humorvoll mit Biss,.,..und ab in die Bio Theo Tonne.

Schade.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559
Veröffentlicht von: @tamaro

Zwei Spieler der Schweizer Fussballnationalmannschaft liessen sich als Vorbereitung für das Spiel gegen Italien vom Mittwochabend (3:0 für die Gastgeber) die Haare blondieren. Dazu liessen sie zwei Friseure ihres Vertrauens aus der Schweiz nach Rom einfliegen (900 km).

Und dann sah es vor allem nicht mal gut aus 😀

tristesse antworten


ALF.MELMAC
Beiträge : 2158

Eine alte Idee lebt wieder auf

https://www.spiegel.de/geschichte/eisberge-im-schlepptau-wuesten-bewaessern-mit-eis-aus-der-antarktis-a-a8c20c5b-a5b0-47bd-8a38-9b7cbe8a67e3

"Zugleich liegen rund 70 Prozent des Süßwassers der Welt ungenutzt herum: als Eis vor allem in der Antarktis. Jährlich löst sich dort mehr Süßwasser in Form von Eisbergen ab, als der weltweite Verbrauch an Süßwasser beträgt – doch die Berge lösen sich ungenutzt im Salzwasser des Meers auf und lassen den Meeresspiegel steigen."

HOCH LEBE DER TECHNISCHE FORTSCHRITT 😊

alf-melmac antworten
37 Antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10219

Fortschritt

Oft würden sie gefragt, ob man nicht auch große Eisberge an ferne Orte zerren könne, sagt die Firmensprecherin. »Es wäre toll, wenn es ginge« – doch allein der Treibhausgas-Footprint einer solchen Aktion würde sie unvertretbar machen.

Das wäre also ein Schritt fort vom Ziel. Fort-Schritt wörtlich genommen.

Helmut

hkmwk antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6197

Treffer!

Veröffentlicht von: @hkmwk

Das wäre also ein Schritt fort vom Ziel. Fort-Schritt wörtlich genommen.

Auf den Punkt gebracht!
Angesichts solcher Schildbürgerstreiche kann ich nicht umhin, nochmal das Leibniz-Zitat zu bringen:

Handelt es sich z.B. um die Erhaltung unserer Gesundheit und selbst unseres Lebens vermittelst einer zuträglichen Lebensweise, so entgegnen die Leute, denen man einen solchen Rath giebt, sehr oft, dass unsere Tage gezählt seien und dass es vergeblich sei, gegen das zu kämpfen, was Gott uns bestimmt habe. Dabei ergreifen aber dieselben Leute mit Hast die lächerlichsten Mittel, wenn das vernachlässigte Uebel sich nähert.

Eine der Erhaltung der Gesundheit und selbst des Lebens zuträgliche Lebensweise wäre es, nicht so absurd viel fossile Energieträger in die Luft zu blasen, wie es gerade (pro Kopf) in den Emiraten geschieht. Wo sich abzuzeichnen beginnt, dass die entsprechenden Folgen solch dummen Verhaltens einzutreten drohen, werden lächerliche Mittel wie das durch-die-Gegend-Kutschieren von Eisbergen in Erwägung gezogen... Weil man nicht mal Symptom und Ursache voneinander zu unterscheiden gewillt ist...

jack-black antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2158
Veröffentlicht von: @hkmwk

doch allein der Treibhausgas-Footprint einer solchen Aktion würde sie unvertretbar machen.

was zu beweisen wäre, vor allem bei langfristiger Betrachtung...

alf-melmac antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6197

Strandbekleidung

Veröffentlicht von: @alf-melmac

HOCH LEBE DER TECHNISCHE FORTSCHRITT 😊

Der "kulturelle Fortschritt" kann nicht gemeint sein, wenn man das etwas rachitisch daherstolpernde Werbevideo betrachtet, welches da die Pinguine und Eisbären auf den vor die Küste der Emirate geschleppten Eisbergs phantasiert: Die am Strand herumstehende Zuschauermenge besteht aus weiß gekleideten Männern und schwarz gekleideten Frauen. Dabei liegt die Ankunft ja noch ein Vierteljahrhundert in der Zukunft und bis dahin könnte es sich ja herumgesprochen haben, dass auch für Frauen die schwarze Vollverhüllung womöglich nicht gerade die gesündeste Strandbekleidung darstellt.

Im Ernst: würde jemand von Euch in Erwägung ziehen, richtig Geld in ein Projekt zu stecken, das mit so einem Video beworben wird?

jack-black antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10219
Veröffentlicht von: @jack-black

wenn man das etwas rachitisch daherstolpernde Werbevideo betrachtet

Welches Video? Ich hab auf der Spiegel-Seite kein Video gesehen, dass von Eisbergtransport handelt.

Veröffentlicht von: @jack-black

Im Ernst: würde jemand von Euch in Erwägung ziehen, richtig Geld in ein Projekt zu stecken

Mal unabhängig von der Frage, wie professionell das Video ist: Eis schmilzt sogar bei Minusgraden unter Druck. Also Schleppseile um nen Eisberg zu ziehen und dann losziehen wird dafür sorgen, dass die Schlepptaue durchs Eis "wandern". Wenn dann noch der Äquator überquert werden soll, wird der Eisberg auf diese Weise vermutlich peu a peu zerkleinert ...

Bis Südafrika oder Australien - da frag ich besser nen Experten, bevor ich mich dazu äußere. Aber von der Antarktis bis zum Arabischen Golf? Da investiere ich lieber in Erdöltransport per Segelschiff 😉

Helmut

hkmwk antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6197
Veröffentlicht von: @hkmwk

Welches Video? Ich hab auf der Spiegel-Seite kein Video gesehen, dass von Eisbergtransport handelt.

Is aber eins da - im Artikel wird sogar auf dessen Inhalt Bezug genommen (Eisbären auf einem Eisberg aus der Antarktis...). Scheinst einen gut funktionierenden Werbeblocker zu haben. 😉

Veröffentlicht von: @hkmwk

Eis schmilzt sogar bei Minusgraden unter Druck.

Richtig.
Ansonsten wäre so ein Unternehmen ja auch eine technologisch eher triviale Angelegenheit, über die man nicht seit Jahrzehnten mit eher fehlenden konkreten Eegebnissen forschen und planen müßte.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Da investiere ich lieber in Erdöltransport per Segelschiff 😉

Mit Dir als Verkehrs- und Umweltwesir wird meine geplante Weltherrschaft als Öko-Kalif vermutlich gleich doppelt gut funktionieren. Wie sehen Deine Gehaltsforderungen aus?

jack-black antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10219

OT: Jobbeschreibung

Veröffentlicht von: @jack-black

Wie sehen Deine Gehaltsforderungen aus?

Weiß ja noch gar nicht, ob du mir als Arbeitgeber gefällst ... wie sieht denn die Stellenbeschreibung aus, was wird da geboten?

Helmut

hkmwk antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6197
Veröffentlicht von: @hkmwk

Weiß ja noch gar nicht, ob du mir als Arbeitgeber gefällst ... wie sieht denn die Stellenbeschreibung aus, was wird da geboten?

Du und Deine Familie werden in meiner Ökodiktatur Privilegien erhalten. Sonntags dürft Ihr (allerdings kein Schweine-) Fleisch essen. Darüber hinaus gibts eine Krankenversicherung inklusive Zahnersatzzusatzklausel. Und alle bekommen nachträglich eine Ausnahmegenehmigung, wenn z.B. von regimefeindlich investigativen Journalisten bei Euren Kindergeburtstagen mal Kerzen (böööööse CO2-Emittenten!) auf der Torte entdeckt werden und solche Bilder dann durch die feindliche ausländische Presse gehen.
Deinen alten Ford Thunderbird brauchst Du nicht auf Wasserstoffantrieb umrüsten. Es muß schon sowas wie einen sichtbaren Unterschied zwischen der ökogeknechteten verratenen Bevölkerung und meinen Bonzen geben. Außerdem wird die erste ausschließlich von Radfahrern nutzbare Autobahn, die unter meiner Herrschaft gebaut wird und sämtliche Kontinente über alle Ozeane hinweg miteinander verbindet, nach Dir benannt werden. Oder nach dem Lieblingsmeerschweinchen Deiner Enkelkinder, je nachdem...

Nachtrag vom 19.06.2021 2028
Du darfst natürlich auch mit deinem Thunderbird über die nach Dir benannte Autobahn fahren!

jack-black antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @jack-black

Außerdem wird die erste ausschließlich von Radfahrern nutzbare Autobahn, die unter meiner Herrschaft gebaut wird und sämtliche Kontinente über alle Ozeane hinweg miteinander verbindet, nach Dir benannt werden. Oder nach dem Lieblingsmeerschweinchen Deiner Enkelkinder, je nachdem...

Hey, Jack-Black! Die Meeris wollen auch mitreden!!!

https://youtu.be/8_4cCM6R5aY

😎😎😎

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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Job abgeelhnt

Veröffentlicht von: @jack-black

Du und Deine Familie werden in meiner Ökodiktatur Privilegien erhalten.

Ich arbeite nicht für Diktatoren.

Helmut

hkmwk antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
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Veröffentlicht von: @jack-black

Pinguine und Eisbären

Veröffentlicht von: @jack-black

Zuschauermenge besteht aus weiß gekleideten Männern und schwarz gekleideten Frauen

Da sagen sich die lieben Tierchen bestimmt: Hier sind wir richtig, die sehen ja aus wie wir.... 😈😈😈

alf-melmac antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
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Humus und Nährstoffe

Veröffentlicht von: @alf-melmac

HOCH LEBE DER TECHNISCHE FORTSCHRITT 😊

Ich habe den Eindruck, das stellt man sich dann doch etwas gar einfach vor. Einfach ein bisschen Süsswasser auf den Sand oder die vertrocknete Erde schütten und schon grünt und blüht es wunderbar von selbst und die dicken süssen Weintrauben warten nur darauf gepflückt zu werden.

Das ist doch gar nicht möglich. Es ist für mich auch nicht vorstellbar, dass die Sahara so einfach - dank dem Klimawandel - im Nu ergrünen und blühen kann. Gut, in Israel haben sie die Tröpfchenbewässerungs-Methode entwickelt und auch eine Quasi-Wüste fruchtbar gemacht. Da liegt also offenbar Potenzial drin. Im Schweizer Fricktal gibts eine Firma, die sich auf die Zucht von Getreidesorten, die in trockenem und heissem Klima gedeihen können, spezialisiert hat.

Aber ansonsten gilt es zu beachten, dass für die Fruchtbarkeit des Bodens es auch eine Humusschicht und Nährstoffe braucht. Mit Süsswasser alleine ist es nicht getan.

Ich sähe zudem auch Potenzial in der Bewässerung durch Trinkwasseraufbereitungs-Anlagen. Ich fand es damals eindrücklich, wieviel Trinkwasser von einem US-Flugzeugträger im Rahmen der Hilfsaktionen nach dem Erdbeben auf Haiti innert kurzer Zeit aufbereitet werden konnte. Aber wahrscheinlich braucht dieser Vorgang riesige Mengen an Energie.

tamaro antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
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Hast du schon mal einen Film gesehen, wenn es in einer Wüste nach Jahren mal plötzlich regnet?

Auf einmal sprießen da Pflanzen und Kräuter hoch und eine unvermutete Tierwelt taucht da auf einmal auf

Ich schau mal nach, ob ich einen finde, bei youtube oder so

Veröffentlicht von: @tamaro

in Israel haben sie die Tröpfchenbewässerungs-Methode entwickelt und auch eine Quasi-Wüste fruchtbar gemacht.

die züchten sogar Fische in der Steinwüste, dort wurden Täler und Talsenken mit Meerwasser vollgepumpt

alf-melmac antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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Veröffentlicht von: @alf-melmac

die züchten sogar Fische in der Steinwüste, dort wurden Täler und Talsenken mit Meerwasser vollgepumpt

Meines Wissens haben sie doch vor allem den See Genezareth "leergepumpt".

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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ja, soweit bin ich auch schon gekommen. Dort muss Neues Wasser her.

Oh ha, deckst du ein Kapitel auf, kommen 10 neue dazu.

Toller Film mit Tom Hanks, oder?

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

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aber das hab ich auch gesehen. Danke, dass du mir die Erinnerung an den alten Walt Disney, glaub ich zumindest, wach gehalten hast.
Ist das ein schönes Bild. Innerhalb von Stunden.

Danke ALF

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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Veröffentlicht von: @tamaro

Ich habe den Eindruck, das stellt man sich dann doch etwas gar einfach vor. Einfach ein bisschen Süsswasser auf den Sand oder die vertrocknete Erde schütten

Erstens ist er größte Teil der Sahara keine Sandwüste, und zweitens ist der Sahara-Sand relativ nährstoffreich.

Den Sand fruchtbar zu machen dürfte ein lösbaren Problem sein, wenn Wasser zur Verfügung steht. Felswüste (wo der Boden als "Sand" weggeweht wurde) dürfte mehr Probleme bereiten.

Veröffentlicht von: @tamaro

Ich sähe zudem auch Potenzial in der Bewässerung durch Trinkwasseraufbereitungs-Anlagen. Ich fand es damals eindrücklich, wieviel Trinkwasser von einem US-Flugzeugträger im Rahmen der Hilfsaktionen nach dem Erdbeben auf Haiti innert kurzer Zeit aufbereitet werden konnte. Aber wahrscheinlich braucht dieser Vorgang riesige Mengen an Energie.

Das wäre vermutlich der sinnvollste Einsatz für Sonnenenergie in der Sahara. Aber das Wasser ins Landesinnere zu bringen dürfte nur in Ausnahmefälle gelingen. Also werden nur die Küsten so bewässert. Einige zig Kilometer landeinwärts dürfte das Maximum sein.

Ansonsten muss man eben auf mehr Niederschläge hoffen.

Helmut

hkmwk antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
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Veröffentlicht von: @hkmwk

Aber das Wasser ins Landesinnere zu bringen dürfte nur in Ausnahmefälle gelingen

Eine Wasserpipeline zu bauen ist viel weniger aufwendig als eine Ölpipeline

Vor allem in warmen Ländern

alf-melmac antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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Veröffentlicht von: @alf-melmac

Eine Wasserpipeline zu bauen ist viel weniger aufwendig als eine Ölpipeline

Mag sein. Das ändert aber nix daran, dass Energie benötigt wird, um das Wasser von der Küste bergauf ins Landesinnere zu befördern. Dazu die Reibung ...

Vielleicht ist es einfacher, das Wasser zu spalten, und den Wasserstoff zu verschicken. Hat den Nebeneffekt, dass am Ziel der Wasserstoff als Energiequelle genutzt werden kann, es würde also nicht nur Wasser, sondern auch Energie verschickt ... wär aber technisch aufwändiger als ne Wasser-Pipeline.

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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du hast ganz schön was auf dem Kasten. Danke.

Kann ich nicht mithalten. Eine Weisheit für sich, die du da offenbarst, die nicht verloren werden sollte.

Da hat dir der Herr eine ganze besondere Gabe und Aufgabe mit auf den Weg gegeben.
Gruß nach Berlin. Na auch schön warm dort oben? Grad ???? Jetzt ?

Anonymous antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
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angeblich kann man Gaspipelines auch für Wasserstofftransporte nutzen

alf-melmac antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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keine Ahnung, aber ich denke das die Technologie, Wissenschaft und Forschung unser Rettungsanker sein wird.

Aber nur wenn diese drei Großen dieser Welt, die Weisheit und Liebe für sich entdecken.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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jepp, gut. Danke seh ich auch so.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tamaro

Ich habe den Eindruck, das stellt man sich dann doch etwas gar einfach vor. Einfach ein bisschen Süsswasser auf den Sand oder die vertrocknete Erde schütten und schon grünt und blüht es wunderbar von selbst und die dicken süssen Weintrauben warten nur darauf gepflückt zu werden.

na, der ALF hat da gar nicht so unrecht.

Prof. Lesch und die These das durch Solarstrom in der Wüste produziert, nach Europa importiert, durchaus für alle Beteiligten sich eine Win/ Win Situation herausstellen kann.
Incl. der These, das Wasserentsalzungsanlagen, das nötige Süßwasser produzieren, ( schon mal an sich eine neue Arbeitsplatz Kiste ) um dann dort vor Ort die Anlagen regelmäßig zu reinigen,...

...was dort durch das an sich ja saubere Abfluss Wasser , jetzt ja nicht mehr salzig, ganz schnell neue Vegetationen Ersprießen lässt, die ihrerseits ganze Bauernfamilien mit Ziegen und so ernähren können. Also Landwirtschaft am Rande der Photovoltaikplatte.
Irre. Dort geht`s lang! Scheiß ein auf das All mit Jeff und co. Was sollen wir dort? Noch mehr Weltraumschrott? Mit soviel Kerosin im Hintern. Mist! Sind wir noch recht meschugge?

Anonymous antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

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Veröffentlicht von: @alf-melmac

"Zugleich liegen rund 70 Prozent des Süßwassers der Welt ungenutzt herum: als Eis vor allem in der Antarktis. Jährlich löst sich dort mehr Süßwasser in Form von Eisbergen ab, als der weltweite Verbrauch an Süßwasser beträgt – doch die Berge lösen sich ungenutzt im Salzwasser des Meers auf und lassen den Meeresspiegel steigen."

Auch wenn sie in Wüstenklima auf die eine oder andre Weise verdunsten, werden sie mit den Meeresspiegel heben ...

goodfruit antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2158
Veröffentlicht von: @goodfruit
Veröffentlicht von: @goodfruit

"Zugleich liegen rund 70 Prozent des Süßwassers der Welt ungenutzt herum: als Eis vor allem in der Antarktis. Jährlich löst sich dort mehr Süßwasser in Form von Eisbergen ab, als der weltweite Verbrauch an Süßwasser beträgt – doch die Berge lösen sich ungenutzt im Salzwasser des Meers auf und lassen den Meeresspiegel steigen."

Viel Wasser wird in den Boden fließen und den Grundwasserspiegel anheben...

alf-melmac antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

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Veröffentlicht von: @alf-melmac

Viel Wasser wird in den Boden fließen und den Grundwasserspiegel anheben...

Nun, wenn es im zirkulierenden System drin ist, dann ist es irgendwann auch im Meer. Es ist ja nicht so, dass diese Eisberge die Wasserhaltekapazität der Böden erhöhen würden. Das Wasser wird verbraucht, es verdunstet, es wird Teil des Grundwassers - und es landet irgendwann im Meer.

Wobei Eisberge, die auf dem Wasser schwimmen (z.B. fast die ganze Arktis) ist im Falle ihres Auftauens ohne große Bedeutung auf den Meeresspiegel. Es war ja vorher schon im Meer, hat da als Eis eine Verdrängung gehabt, die sich auf den Meeresspiegel auswirkt. Als Wasser hat es weniger Volumen und weniger Verdrängung - dafür sind jetzt die Teile, die vorhet oberhalt der Wasseroberfläche waren, jetzt mit im System drin. Das hebt sich nahezu auf. Somit kein Effekt auf den Meeresspiegel.

Wenn wir aber Eis haben, das vorher auf einer Landmasse war (Eisschild der Antarktis oder Grönlands schmilzt) dann kommt da Wasser ins System, das vorher ohne Einfluss auf die Höhe des Meeresspiegels war. Dieses Eis, würde es schmelzen, hat gravierenden Einfulss auf den Meeresspiegel und die Berechnungen, wonach ein Anstieg des Meeresspiegels um 70 m droht, können rechnerisch leicht nachvollzogen werden. Da ist eine erhebliche Gefahr drin. Im Eisberg, der eh im Mer schwimmt, weniger - da ist nahezu null Auswirkung auf den Meeresspeigel.

Wenn aber der Eisberg von Eis stammt, das zuvor zum Antartkischen Eisschild gehörte, dann kann es so eine problematische Größe sein. Da es denn nun mal Eisberg ist, wird es eh schmelzen - in wärmeren Regionen nur eben etwas schneller als wenn er vor Ort bliebe ...

goodfruit antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10219
Veröffentlicht von: @goodfruit

Wenn wir aber Eis haben, das vorher auf einer Landmasse war (Eisschild der Antarktis oder Grönlands schmilzt)

Das passiert ja gerade. Die Gletscher in Grönland und in der Antarktis wandern schneller ins Meer, d.h. das Eis schmilzt allmählich ab.

Der Meeresspiegel ist ja deshalb auch schon etwas gestiegen.

Helmut

hkmwk antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
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Beiträge : 2158
Veröffentlicht von: @goodfruit

Nun, wenn es im zirkulierenden System drin ist, dann ist es irgendwann auch im Meer. Es ist ja nicht so, dass diese Eisberge die Wasserhaltekapazität der Böden erhöhen würden. Das Wasser wird verbraucht, es verdunstet, es wird Teil des Grundwassers - und es landet irgendwann im Meer.

,

Das wissen wir so gar nicht, aber wenn Grundwasser da wäre, wächst auch was an Pflanzen, was auch Wasser speichert. Wie sich das genau auswirken wird, können wir nur nachträglich messen.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Anstieg des Meeresspiegels um 70 m
droht

Auch das wissen wir nicht, aber Desasterszenarien verkaufen sich immer bestens in Zeitungen und Büchern....

alf-melmac antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10219
Veröffentlicht von: @alf-melmac
Veröffentlicht von: @alf-melmac

Anstieg des Meeresspiegels um 70 m droht

Auch das wissen wir nicht

Du hast das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen. Es ging darum, was "rechnerisch" droht, also um wie viel der Meeressiegel steigt, wenn alles Eis (Grönland und Antarktis) schmilzt. Das wissen wir: Es sind 70m.

Wie viel davon tatsächlich (und wie schnell) abschmelzen wird, das wissen wir allerdings nicht.

Helmut

hkmwk antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219
Veröffentlicht von: @hkmwk

Wie viel davon tatsächlich (und wie schnell) abschmelzen wird, das wissen wir allerdings nicht.

Ja, das stimmt.

Aber ich habe mir mal die Mühe gemacht das mit dem schmelzenden Eis nachzurechnen.

Dabei bin ich darauf gekommen, dass Eisberge oder auch die ganze Arktis als schwimmender Eiskörper abtauen können, ohne, dass das gröere Auswirkungen auf den Meeresspeigel hat, weil Eis größere Ausdehnung hat als Wasser und die Eismassen unter der Wasseroberfläche eine riesige Verdrängung haben, die wegfällt, wenn das Eis schmilzt. Da passt dann in etwas die geschmolzene Eismasse über der Wasseroberfläche rein (nicht ganz, aber fast).

Das Eis, das auf Landmassen auflagert, hat ja keine Verdrängung im Wasser. Da bedeutet alles Wasser, was von daher ins Meer kommt, eine Erhöhung des Meeresspiegels. Und da hat es vor allem in der Antarktis gigantische Mengen an Süßwasser. Sollte das alles abscmelzen, dann wäre wirklich eine Erhähung des Meeresspiegels um 70 m zu erwarten. Vielleicht schon mal ein kleines Grundstück kaufen für ne gute Zeit in "Göttingen at the sea" ...

goodfruit antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10219
Veröffentlicht von: @goodfruit

Vielleicht schon mal ein kleines Grundstück kaufen für ne gute Zeit in "Göttingen at the sea" ...

Na ja, ob so ein Kauf noch in 100 oder so Jahren respektiert wird, falls der Meeresspiegel tatsächlich so hoch steigen wird?

Helmut

hkmwk antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2158

ist eine Lieblingsbeschäftigung von Untergangspropheten

man nehme nur rückblickend die Prognosen des Club of Rome von 1972 oder die Jimmy Carter Studie Global 2000

Kein Öl mehr, kein Kupfer mehr, keine Rohstoffe etc.

Neue Entwicklungen, technischer Fortschritt, alles bleibt auf der Strecke bei den Prognosen

Ein paar Vulkanausbrüche oder Atombombenzündungen können Erde schneller abkühlen als uns lieb ist, ebenso nachlassende Sonnenkraft

Veröffentlicht von: @goodfruit

Vielleicht schon mal ein kleines Grundstück kaufen für ne gute Zeit in "Göttingen at the sea" ...

Warum nicht in Grönland oder auf dem Mond, Mars? 😊

alf-melmac antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1274

Nun haben wir aber bereits jetzt ziemlich massive Folgen des Klimawandels.
Nie dagewesene Hitzewelle in Nordamerika und Skandinavien, 2018, 19 und 20 drei Dürrejahre hintereinander bei uns....

Die Ölkonzerne passen ihre Offshore-Plattformen schon dem höheren Meeresspiegel an.

blackhole antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

Also von Dürre kann man dieses Jahr bei uns ja nicht gerade reden. Eher vom Gegenteil.

alescha antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1274

Ist auch gut so.
https://www.ufz.de/index.php?de=37937
Die Karte für den Gesamtboden bis 1,8 Meter Tiefe ist für den Osten noch ziemlich rot, für den Westen war sie bis vor wenigen Wochen noch tiefrot.

blackhole antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6197

Danke für den Link, hab mir den mal gebookmarked.

jack-black antworten
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