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Man kann als Christ bei Trum geteilter Meinung sein.


Arcangel
Themenstarter
Beiträge : 5759

Vor 2 Monaten erschienen eine neue PEW Studie.

 

Da wurden einige interessante und weniger interessante Zahlen vorgestellt.

 

Hier aber ein Ergebnis, welches wohl auch auf anderen Gebieten relevant ist. 

Overall, there’s consensus among most American Christians that “good Christians” do not need to take a particular view on Trump:

- 80% of U.S. Christians say good Christians can disagree about Donald Trump.

- 11% say opposing Trump is essential to being a good Christian.

- 7% say supporting Trump is essential to being a good Christian.

 

Insgesamt herrscht unter den meisten amerikanischen Christen Einigkeit darüber, dass „gute Christen“ keine bestimmte Meinung zu Trump vertreten müssen:

- 80 % der US-Christen sagen, dass gute Christen unterschiedlicher Meinung über Donald Trump sein können.

- 11 % sagen, dass es für einen guten Christen unerlässlich ist, Trump abzulehnen.

- 7 % sagen, dass es für einen guten Christen unerlässlich ist, Trump zu unterstützen.

Damit ist offiziell, was ich schon lange vermute. Die in der US-christlichen Szene sehr laute, und sehr präsente, und teils dominante Meinung, dass es eine Christenpflicht ist, Trump zu wählen, ist eine Minderheit, und obendrauf, mehr Christen sehen es als Christenpflicht an, Trump abzulehnen. 

 

 

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Gelöschtes Profil
Beiträge : 29827

@arcangel Viele wählten auch nicht Trump, sondern die Republikaner. Das muss man auch noch einmal unterscheiden. Ich glaube dass die Evangelikalen am lautesten und präsentesten sind. Die Mainline Christen und Katholiken sind sehr leise. Das macht manchmal den Eindruck dass sie nicht da wären. Aber Katholiken machen sogar die meisten Christen in den USA aus

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Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3336
Veröffentlicht von: @seramis1

@arcangel Viele wählten auch nicht Trump, sondern die Republikaner. Das muss man auch noch einmal unterscheiden.

Das ist das eine. Und vielleicht wollten sie einfach die andere Kandidatin noch weniger. 
Ist nicht einfach, wenn man sich zwischen arm dran und Bein ab entscheiden muss.

Ich glaube dass die Evangelikalen am lautesten und präsentesten sind. Die Mainline Christen und Katholiken sind sehr leise.
Das macht manchmal den Eindruck dass sie nicht da wären. Aber Katholiken machen sogar die meisten Christen in den USA aus

Genau. Die sind halt einfach laut und präsent. 

chai antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5759

@seramis1 

Viele wählten auch nicht Trump, sondern die Republikaner.

So wie sich die Republikaner aktuell verhalten, gibt es da keinen grossartigen Unterschied. 

arcangel antworten


MrOrleander
Beiträge : 2395

@arcangel 

80 % der US-Christen sagen, dass gute Christen unterschiedlicher Meinung über Donald Trump sein können.

Das empfinde ich als sehr viel bedenklicher, als die 7% glühender Anhänger. 

mrorleander antworten
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Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5759

@mrorleander 

Ja, die schweigende Masse, die einfach mitgeht, wird immer instrumentalisiert von den Extremen. Dann läuft es halt darauf hinaus, wer besser Polemisieren und Ängste schüren kann. 

arcangel antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 2395

@arcangel 

Bleibt die Frage, wie es 80% der US-Christen schaffen, in dieser Situation "einfach mitzugehen". Wo ist der christliche Glaube, wenn man ihn mal braucht? 😀 

mrorleander antworten
Lucan-7
Beiträge : 27009

@arcangel 

Die in der US-christlichen Szene sehr laute, und sehr präsente, und teils dominante Meinung, dass es eine Christenpflicht ist, Trump zu wählen, ist eine Minderheit, und obendrauf, mehr Christen sehen es als Christenpflicht an, Trump abzulehnen.

Wie das immer so ist mit solchen Befragungen...

Wenn 87% aller Christen in den USA der Meinung wären, dass man unbedingt Trump wählen sollte, aber 80% der Leute der Ansicht sind, dass man nicht unbedingt ein schlechter Christ sein muss,  wenn man es trotzdem nicht tut - dann hätte man auch genau dieses Ergebnis.

Sagt also nicht viel aus, würde ich sagen.

lucan-7 antworten
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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 29827

@lucan-7 es sagen aber nur 11%?

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@seramis1 

es sagen aber nur 11%?

Und 80% sagen, dass "man unterschiedlicher Meinung sein kann" - aber nicht, was sie selber wählen würden.

Wenn die Frage genau so gestellt wurde, dann bleibt die Aussage der Umfrage völlig unklar. Und so was hat man sehr oft bei Umfragen. Deshalb sollte man sich immer die genaue Fragestellung anschauen.

Es gibt ja auch so Umfragen, wo es dann Schlagzeilen gibt wie: "30 % aller Deutschen halten eine Diktatur für vorteilhaft!".

Und die zugehörige Frage lautet dann: "Können sie sich Situationen vorstellen, in denen eine Diktatur besser ist als eine Demokratie?"

Und ja... das kann ich durchaus. Das wären aber extreme Ausnahmefälle... so etwas wie eine Invasion von Ausserirdischen oder Vergleichbares, da KÖNNTE eine Diktatur möglicherweise schneller und besser reagieren. Trotzdem stehe ich voll hinter der Demokratie.

Wenn die Fragestellung also nicht eindeutig ist - dann ist auch die Auswertung wertlos.

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5759

@lucan-7 

Einfach irgendwelche Zahlen zusammenbasteln, und dann einen nichtssagenden Kommentar verfassen. 

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@arcangel 

Einfach irgendwelche Zahlen zusammenbasteln, und dann einen nichtssagenden Kommentar verfassen. 

Dass ich die Zahlen von dir übernommen habe hast du bemerkt...?

Es geht aus den Zahlen auch nicht hervor, ob diese 80% nun Trump gewählt haben oder nicht. Sie halten es lediglich für verzeihlich, wenn Christen das nicht tun.

Über ihre Einstellung zu Trump wird nichts gesagt - das ist aber das, worauf es ankommt.

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5759

@lucan-7 

Du hast die Zahl 80 genommen und die Zahl 7, die beide in meinem Text vorkommen. Und dann hast du 87 daraus gemacht. Ich kann dir auch noch mehr zahlen geben, 9 und 16  und 72 damit kannst du dann noch mehr zahlen basteln. 

Ernsthaft, was soll deine Zahl 87% genau aussagen? 

Wenn 87% aller Christen in den USA der Meinung wären, dass man unbedingt Trump wählen sollte,

An keiner Stelle im Artikel wird davon gesprochen, wie viele Christen Trump gewählt haben. Der Artikel liefert keine Zahlen dazu. 

Most Christians in both political parties feel that good Christians can disagree about Trump: 87% of Republican and Republican-leaning Christians say this, as do 71% of Christians who are Democrats or lean toward the Democratic Party.

Die meisten Christen in beiden politischen Parteien sind der Meinung, dass gute Christen unterschiedlicher Meinung über Trump sein können: 87 % der republikanischen und republikanisch orientierten Christen sagen dies, ebenso wie 71 % der Christen, die Demokraten sind oder zur Demokratischen Partei neigen.

Deine Aussage ist frei von Fakten. 

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@arcangel 

Ernsthaft, was soll deine Zahl 87% genau aussagen?

87% sind nicht der Ansicht, dass man sich als Christ gegen Trump stellen sollte.  7% von denen halten es für eine christliche Pflicht ihn zu wählen.

Von den übrigen 80% wissen wir nur, dass sie den christlichen Glauben nicht von der Wahl Trumps abhängig machen. Trotzdem ist es denkbar, dass sie Trump für die bessere Wahl halten, möglicherweise auch für die "christlichere" Wahl.

Denn mehr geht aus dem Ergebnis nicht hervor. Bei den 80% könnte es sich geschlossen um Leute handeln, die Trump aus christlicher Sicht für die bessere Wahl halten - es aber anderen Christen dennoch nachsehen, wenn sie ihn nicht wählen.

Denn mehr sagt das Ergebnis nicht aus. Darauf habe ich aufmerksam gemacht.

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5759

@lucan-7 

87% sind nicht der Ansicht, dass man sich als Christ gegen Trump stellen sollte.

Woher bitte sehr nimmst du diese Aussage? 

Die findet sich nirgends im Artikel. Und die lässt sich auch nicht begründen. 87% der republikanischen Christen haben die Ansicht, dass man unterschiedlicher Meinung haben kann. Das bedeutet, dass man als Christ für oder gegen Trump sein kann. Diese Aussage sagt nichts darüber aus, für wen sie gestimmt haben. 

Ausserdem sehen es 71% der demokratischen Christen genauso. 

 

 

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@arcangel 

Die findet sich nirgends im Artikel. Und die lässt sich auch nicht begründen.

Doch. Denn diese 87 % gehören nicht zu dieser Gruppe: 

 

"- 11 % sagen, dass es für einen guten Christen unerlässlich ist, Trump abzulehnen."

Von diesen 87% stimmen 7% Trump sogar explizit zu. Die anderen 80% sagen, dass es für einen Christen auch möglich ist, Trump abzulehnen - sie sagen aber nichts zu ihrer eigenen Haltung.

Sie sagen noch nicht einmal etwas darüber, ob sie es persönlich besser finden, als Christ für Trump zu stimmen oder nicht. Sondern lediglich, dass sie jemandem aufgrund seiner Haltung zu Trump nicht das Christsein absprechen.

Deshalb ist die Aussagekraft der Umfrage sehr gering. 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5759

Nochmals

Most Christians in both political parties feel that good Christians can disagree about Trump: 87% of Republican and Republican-leaning Christians say this, as do 71% of Christians who are Democrats or lean toward the Democratic Party.

Die meisten Christen in beiden politischen Parteien sind der Meinung, dass gute Christen unterschiedlicher Meinung über Trump sein können: 87 % der republikanischen und republikanisch orientierten Christen sagen dies, ebenso wie 71 % der Christen, die Demokraten sind oder zur Demokratischen Partei neigen.

die 87% beziehen sich auf die "republikanischen Christen" und nicht wie du weiter oben schreibst

Wenn 87% aller Christen in den USA...

In den 80% vom eingangs Thread sind sowohl Republikaner als auch Demokraten enthalten. Deine konstruierte Zahl von 80 + 7 ist als für die Gesamtheit der Christen in den USA falsch. 

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@arcangel 

die 87% beziehen sich auf die "republikanischen Christen" und nicht wie du weiter oben schreibst

In deinem Eingangsposting ist nur von "US-Christen" die Rede. Darauf habe ich mich bezogen.

Jetzt sind also nur Christen, die die Republikaner gewählt haben.

Und die Sensation, die dich jetzt so sehr beruhigt, ist die Tatsache, dass 80% von denen akzeptieren, dass man als Christ auch jemand anderen als Trump wählen kann?

Wenn man schon deratig tief stapeln muss, dass man es toll findet dass die republikanischen Christen zumindest zu 80% demokratische Ergebnisse respektieren... dann sagt das auch schon eine Menge aus.

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5759

@lucan-7 

Muss ich dir ernsthaft die Statistik erklären? Die Zahl im Eingangspost bezieht sich auf alle US-Christen, darunter Republikaner wie Demokraten. 

Das macht deine Aussage hier falsch

Wenn 87% aller Christen in den USA der Meinung wären, dass man unbedingt Trump wählen sollte, ...

Von den 80% der Christen in Eingangspost befanden sich sowohl solche, die für Trump gewählt haben als auch solche, die nicht für Trump gewählt haben. 

Daraus machst du dann die Milchbuchrechnung, 80% Mitläufer plus 7% Anhänger, macht 87%.

Was nicht zulässig ist. 

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@arcangel 

Muss ich dir ernsthaft die Statistik erklären? Die Zahl im Eingangspost bezieht sich auf alle US-Christen, darunter Republikaner wie Demokraten.

Das war meine Ausagangslage.

Und ich habe dir erklärt, dass dasselbe Ergebnis dabei herauskommen würde, wenn diese 80% fanatische Trump-Anhänger wären, die Trump für sehr viel besser halten, aber zumindest nicht notwendigerweise von Christen erwarten, dass sie Trump wählen.

Und deshalb halte ich die Aussagekraft dieser Statistik für extrem gering. Irgendetwas beruhigendes kann ich da nicht erkennen... und an der Tatsache, dass Trump sich zu einem großen Teil auf die Unterstützung von radikalen Evangelikalen verlässt ändert es auch nichts. 

 

 

 

lucan-7 antworten


Helmut-WK
Beiträge : 9482

@arcangel 

Die in der US-christlichen Szene sehr laute, und sehr präsente, und teils dominante Meinung, dass es eine Christenpflicht ist, Trump zu wählen, ist eine Minderheit

Innerhalb der Christen ist es garantiert so. Spannend wär die Frage, wie das unter den Evangelikalen ist.

Von Linksevangelikalen habe ich zum letzten mal was gehört, kurz bevor Lula da Silva gewählt wurde, und ihr ahnt es schon - das war ein Bericht über Brasilien (in der Tagesschau).

hkmwk antworten
1 Antwort
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5759

@hkmwk 

Die Unterscheidung zwischen Christen und Evangelikal wird dir in den USA auch nicht viel Aussagekräftiges zu tage fördern, da der Begriff Evangelikal ziemlich breit und überstrapaziert benutzt wird. 

Erst vor kurzen eine, nicht repräsentative Strassenumfrage gesehen. Da wurden Leute interviewt, die sich selbst als Evangelikal bezeichneten, für viele war es normal, dass Jemand bei einem Anlass betete, sie selbst aber beteten eher nicht, auch wurde nicht in der Bibel gelesen und Gottesdienst Besuch, war höchstens sporadisch, dafür nahmen sie an Events von Gemeinden teil. 

Das tönt für mich sehr nach den Traditions-Christen, in den hiesigen Landeskirchen. Wie gross deren Anteil an den Evangelikalen ist, weis man nicht. 

arcangel antworten
JohnnyD
Beiträge : 1683

@arcangel 

Ohne die Studie im Detail angeschaut zu haben:

Ich finde das Ergebnis entdramatisiert. Es gibt freilich die rund 10 Prozent Hardliner auf beiden Seiten. Die große Mehrheit allerdings positioniert sich konziliant und moderat ohne Führungskult, ohne Grabenkampf.

johnnyd antworten
2 Antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5759

@johnnyd 

Ja, das ist das eine. Ein Grossteil der Republikanisch wählenden Christen in Amerika, hat dennoch Trump gewählt. Wenn es also keine Christenpflicht ist Trump zu wählen, welche Motive hatten, die denn sonst. 

Und da sind wir dann wohl schnell beim vermeidlichen Kulturkampf, oder anderen angstgeprägten Diskussionen. 

arcangel antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1683

@arcangel 

Ein Großteil wählt, wie er immer wählt; da braucht es nicht viel. Wieviel Prozent werden das sein? 40%? Politisch relevant für die Präsidentschaftswahl ist die Haltung in den swing states. Die Motive der dortigen Christen für die Bestärkung der bisherigen Wahl oder gar den Wechsel zu den Republikanern kann alles Mögliche sein; die 'Christenpflicht' (der Begriff ist lutherisch vorgeprägt und überhöht meines Erachtens diese Umfrage) in die eine oder andere Richtung wurde ja abgelehnt. Es kann also um wirtschaftliche Erwägungen gehen, um gesellschaftliche Entwicklungen, um die Abwehr eines als schlimmer empfundenen Kandidaten,... Da die 'Christenpflicht'-Wähler insgesamt rund 20 % (pro und contra Trump) ausmachen, werden die anderen eher nicht theologisch, sondern pragmatisch gewählt haben.

Trump hatte alle sieben Swing States gewonnen; das war vorher nicht so erwartet worden. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Demokraten mit dem Umgang mit Bidens Gesundheitszustand und dem späten Kandidatenwechsel auch viele pragmatisch denkende Christen verärgert haben.

johnnyd antworten


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